Witwe des toten Tauchers richtet emotionale Worte an gerettete Jungs

Chiang Rai - Dass alle zwölf Jungs das Höhlen-Drama von Thailand nahezu unbeschadet überlebt haben, grenzt auch wenige Tage nach ihrer Rettung noch an ein Wunder. Doch der Todesfall eines Tauchers (TAG24 berichtete) trübt die Freude.

Bevor sie nach Hause dürfen, erholen sich die geretteten Jungs im Krankenhaus. Den Appell der Witwe werden sie sich gern hören.
Bevor sie nach Hause dürfen, erholen sich die geretteten Jungs im Krankenhaus. Den Appell der Witwe werden sie sich gern hören.  © yg/XinHua/dpa

Saman Kunan (38) war bei Vorbereitungen auf die gefährliche Rettung des in der Höhle eingeschlossenen Fußball-Teams und seines Trainers ums Leben gekommen. Er hatte sich freiwillig für den Einsatz gemeldet, den er schließlich nicht überleben sollte.

Am 6. Juli war er tot im Wasser treibend in einem der gefährlichsten Abschnitte der Höhle gefunden worden. Der Sauerstoff war ihm offenbar ausgegangen.

Seine Witwe Valeepoan Kunan postet seit seinem Tod fast täglich Bilder ihres Mannes auf Instagram, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. "Ich liebe dich, du bist mein Herz", schrieb sie und fragte: "Von jetzt an, wenn ich aufwache.... Wen soll ich küssen?"

Trotz des tragischen Verlustes macht Kunan jedoch niemandem einen Vorwurf. Vor allem die geretteten Jungen will sie wissen lassen, dass sie keine Schuld treffe. "Ich will es den Jungs sagen, bitte macht euch keine Vorwürfe", wird sie bei der "Daily Mail" zitiert.

Vor allem in den sozialen Medien waren zuletzt immer wieder Anschuldigungen laut geworden. Die Jungs und insbesondere ihr Trainer seien zu leichtsinnig gewesen, in der Regenzeit ausgerechnet Schutz in einer Höhle zu suchen.

Doch die meisten Menschen in Thailand sehen das anders. Sie feiern die Mannschaft und ihren Trainer für deren Tapferkeit - genauso wie Saman Kunan. Der amtierende Gouverneur von Chiang Rai, Narongsak Osottanakorn, würdigte ihn als "wahren Helden".

"An dem Tag, als er starb, war das ganze Team traurig, aber wir nutzten diese Trauer. Wir sahen, dass er sein Leben für diese Sache gab", so Osottanakorn weiter. Mit einer Statue nahe der Höhle soll künftig genau daran erinnert werden.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0