Gründete R. Kelly eine Sex-Sekte und hielt sich Sklavinnen?

Gegen R. Kelly wurden schon einmal Vorwürfe wegen Kinderpornographie erhoben. Er wurde jedoch in allen Punkten freigesprochen.
Gegen R. Kelly wurden schon einmal Vorwürfe wegen Kinderpornographie erhoben. Er wurde jedoch in allen Punkten freigesprochen.  © Ade Johnson/EPA

Chicago/ Atlanta - Schwere Vorwürfe gegen den R'n'B-Superstar R. Kelly (50): Der Sänger und Produzent soll eine Art Sex-Sekte gegründet haben und mehrere Frauen gefangen halten, berichtet die Seite "Buzzfeed News".

Und so lauten die Anschuldigungen im Detail: Kelly soll sechs weibliche Fans in Vororten von Atlanta und Chicago ohne eigene Rechte festhalten!

Die Fauen würden mit "Baby" angesprochen und müssten Kelly "Daddy" nennen. Desweiteren kontrolliere der Sänger angeblich alles: Was sie essen, was sie anziehen, wann sie baden.

Der schlimmste Vorwurf: Wie Sklavinnen müssten die Frauen dem Superstar für sexuelle Handlungen aller Art zur Verfügung stehen.

Das berichten drei ehemalige Vertraute Kellys, die in dem Zusammenhang von einer Sekte sprechen! Der Chicagoer Musikjournalist Jim DeRogatis (52) bringt diese angeblichen Missstände jetzt an die Öffentlichkeit.

Der Journalist ist kein unbeschriebenes Blatt, denn auch er war es, der vor fast zehn Jahren über ein Sextape von R. Kelly und einer Minderjährigen berichtete.

Im damaligen Gerichtsprozess wurde R. Kelly im Jahre 2008 von allen Vorwürfen freigesprochen. DeRogatis ermittelt seit Jahren zu Kellys Sexleben und dessen Vorlieben.

In seinem neuen Bericht, den er auf "Buzzfeed" veröffentlicht hat, berichtet DeRogatis über den Kampf einer Mutter, ihre angeblich von R. Kelly gefangengehaltene Tochter zu befreien.

Die Polizei und auch das FBI seien mittlerweile eingeschaltet. Außerdem habe DeRogatis mit einer Aussteigerin gesprochen. Da alle Frauen volljährig seien, wäre es jedoch schwer, gegen Superstar Kelly zu ermitteln.

Gegenüber der Polizei haben die vermeintlichen Sklavinnen demnach ausgesagt, dass es ihnen gut gehe. Und R. Kellys Anwältin ist geradezu außer sich: "Robert Kelly ist bezüglich der neuesten Enthüllungen gegen ihn alarmiert und aufgebracht. Mr. Kelly streitet diese Vorwürfe unmissverständlich ab."

Und über einen Sprecher lässt der Sänger ausrichten, dass an dem Bericht nichts Wahres dran sei. Demnach arbeite man "eifrig und mit Nachdruck daran, Jagd auf die Ankläger zu machen, um den Namen R. Kelly wieder reinzuwaschen."

Titelfoto: Ade Johnson/EPA


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