Tragischer Irrtum: Angehörige lassen Geräte für Falschen abstellen!

Chicago - In einem Krankenhaus in Chicago gab eine Familie versehentlicherweise ihre Zustimmung, die lebenserhaltenden Maßnahmen für einen völlig Fremden zu geben.

Alfonso Bennett - war fassungslos über seine "Totmeldung".
Alfonso Bennett - war fassungslos über seine "Totmeldung".  © Screenshot/YouTube https://www.youtube.com/watch?v

Im Mercy Hospital in Chicago, Illinois, wurde im April ein Mann mit schwersten Gesichtsverletzungen und ohne Bewusstsein eingeliefert. Der Mann wurde nackt unter einem Auto aufgefunden und hatte keine Ausweispapiere bei sich.

Aufgrund der Schwere der Gesichtsverletzung und dem Fehlen von Ausweisdokumenten dauerte es eine Zeit, bis man die Identität des Mannes feststellen konnte. Im Mai wurde der Mann schließlich als der als vermisst gemeldete Alfonso Bennett identifiziert. Daraufhin wurden die Angehörigen Bennetts informiert.

Den Angehörigen Bennetts wurde von Seiten des Krankenhauses mitgeteilt, dass das Gesicht des Opfers so entstellt sei, dass eine Autopsie für sie psychisch nur schwer verkraftbar wäre, woraufhin Familie Bennett davon absah. Darüber hinaus war die Schwere der Verletzungen so gravierend, dass eine vollständige Genesung ausgeschlossen war.

Die Schwestern Bennetts stimmten schließlich dem Rat der Ärzte zu, die lebenserhaltenden Geräte abzustellen. Wenige Tage später verstarb der Mann.

Dann das Unfassbare. Inmitten der Vorbereitung auf die Beerdigung erschien Alfonso Bennett bei einer Grillparty im Garten der Familie - quicklebendig und unversehrt!

"Meine Eltern sagten allen, ich sei tot!"

Der eigentliche Tote - Elisha Brittmann.
Der eigentliche Tote - Elisha Brittmann.  © Screenshot/YouTube

Der Freude und Erleichterung folgte der Schock auf dem Fuße - die Familie beendete ein Menschenleben eines völlig Fremden! Die Polizei untersuchte in der Folge im Leichenschauhaus den Toten. Unter anderem wurden Fingerabdrücke des Opfers genommen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um Elisha Brittman handelte. Ein 69-Jähriger, der seit geraumer Zeit als vermisst galt.

Mioshi Brittmann, Großnichte des Toten, sagte CBS News bestürzt und fassungslos: "Wir haben die Leichenhalle angerufen. Wir haben das Krankenhaus angerufen. Wir haben überall angerufen."

"Meine Eltern sagten allen, ich sei tot", so Alfonso Bennett, dessen tatsächlicher Aufenthaltsort bis heute nicht geklärt wurde. Sowohl die Familie Bennett als auch die des Verstorbenen erheben nun Klage gegen das Krankenhaus, welches bislang zu keiner Stellungnahme bereit war.

"Zu sagen, dass wir derzeit Fragen haben, wäre eine glatte Untertreibung", twitterte Anthony Guglielmi, Chief Communications Officer der Polizei in Chicago.