Chihuahua in Einkaufszentrum totgetreten: Polizei ermittelt gegen Tierquälerin

Die Polizei ermittelt nach Anzeigenstellung wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Zudem fahnden die Ermittler fieberhaft nach der Familie und suchen mögliche Zeugen der Tat.
Die Polizei ermittelt nach Anzeigenstellung wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Zudem fahnden die Ermittler fieberhaft nach der Familie und suchen mögliche Zeugen der Tat.

Potsdam - Eine abscheuliche Tat am Montagmittag in einem Einkaufszentrum in Potsdam: Eine Frau tritt auf den kleinen Chihuahua Arno derart brutal ein, dass alle seine Rippen brechen. Er verstirbt wenig später in den Armen seiner Besitzerin, wie die B.Z. berichtete.

Die Potsdamerin wollte gegen 12 Uhr nur mal eben im angrenzenden Havel-Nuthe-Center im Potsdamer Ortsteil ein paar Lebensmittel einkaufen. Dafür nimmt sie wie sonst auch ihren treuen Hund Arno mit. Sie bindet ihn an einer Bank an, doch kaum im Laden verschwunden, hört die Hundebesitzerin ihren wimmernden Hund. Sie eilt nach draußen und sieht ihn bereits stark blutend auf dem Boden liegend.

Für die Besitzerin bricht eine Welt zusammen. Neben dem schwer verletzten Hund steht ein Russisch sprechendes Paar mit drei kleinen Kindern. War es einer von ihnen? Der Familienvater soll geäußert haben, dass seine um die 30 Jahre alte Frau den vierjährigen Hund verletzt haben soll, wie die Polizei mitteilte.

Doch in diesem Moment geht es nicht um den mutmaßlichen Täter, sondern allein um das Leben des Chihuahuas.

Die Potsdamerin eilt unter Tränen zum nächstgelegenen Tierarzt, aber dieser kann für Arno nichts mehr tun. der Hund verstirbt an schweren inneren Verletzungen.

Wie TAG24 berichtete, hatte die Tierrettung Potsdam e.V. zuerst vom schrecklichen Vorfall berichtet und eine Belohnung von 170 Euro für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, über Facebook ausgeschrieben.

Am Dienstagabend organisierte der Verein vor dem Einkaufszentrum eine kleine Trauerfeier und setzte die Belohnung mittlerweile auf 250 Euro hoch. "Wie sind alle entsetzt über diese Brutalität und hoffen, dass die Täter gefasst werden", so der Vereinsvorsitzende Michael Breuer (53) zur B.Z..


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