Zwischen Kakerlaken und Ratten: Frau schuftete als Sklavin auf Horror-Farm

Childers - Vier Stunden lang Obst pflücken pro Tag. Mit dieser Arbeit wollte sich die junge Britin Stephanie Banasko (26) ein Zwei-Jahres-Visum für Australien verdienen. Doch ihre Beschreibung der Zustände auf der Obstplantage ist furchterregend.

Sind die Zustände bei Farmgate Backpackers wirklich so katastrophal wie von Stephanie Banasko beschrieben?
Sind die Zustände bei Farmgate Backpackers wirklich so katastrophal wie von Stephanie Banasko beschrieben?  © Screenshot Instagram/farmgatebackpackers

"Farmgate Backpackers" heißt die Farm im Örtchen Childers in Queensland. Als Stephanie Banasko hier ankam, wurde ihr laut eigener Aussage ein fester Stundensatz versprochen.

Die Plantage hätte sich jedoch schnell über die Vereinbarung hinweg gesetzt. "Ich bin den ganzen Weg von Sydney gereist und habe den größten Teil meiner Ersparnisse ausgegeben."

"Ich war bereits dorthin geflogen, als sie mir eine E-Mail schickten, in der sie mir sagten, dass der Stunden-Job noch nicht verfügbar sei und sie mich auf einen Stückpreis-Job setzen würden."

Die Arbeitsbedingungen beschrieb sie wie folgt: "Wenn die Qualität und das Gewicht der Früchte nicht stimmten, musste ich von vorn anfangen und den Korb erneut füllen, bis der Aufseher zufrieden war."

"Es gibt einfach so viele Faktoren, die die Bezahlung beeinflussen können - auch die Frage, ob der Manager einen leiden kann oder nicht, gehört dazu", meinte die Britin.

"Du wachst morgens auf und es geht sofort an die harte Arbeit. Die endlose Monotonie der immer gleichen Bewegungen brachte mir geistige Erschöpfung." Stephanie soll 88 Tage zu je vier Stunden auf der Farm damit verbracht haben, Früchte zu ernten. Ihre Instagram-Story versah sie deshalb mit dem Titel "88 days a slave" in Anlehnung an das oscarprämierte Filmdrama "12 Years a Slave".

Verschmutzte Badezimmer, Küche für 100 Leute: Farmgate bestreitet Vorwürfe

Trügt der schöne Schein? So sieht der bislang letzte Eintrag von Farmgate Backpackers auf Instagram aus.
Trügt der schöne Schein? So sieht der bislang letzte Eintrag von Farmgate Backpackers auf Instagram aus.  © Instagram Screenshot farmgatebackpackers

Um sich einen Schlafplatz mit anderen Backpackern zu teilen, hätte sie 126 Britische Pfund pro Woche ausgeben müssen.

"Du bezahlst diesen hohen Preis für den Luxus, dir eine Küche mit 100 Leuten teilen zu können und in einem Zimmer mit drei anderen zu übernachten, das so klein ist, dass sich nicht mal eine Katze wohl darin fühlen würde."

"Die Badezimmer sind so schmutzig, dass du dich vor dem Duschen sauberer fühlst als danach. Beim Abendessen wirst du ständig von dem Vergnügen begleitet, Ratten und Kakerlaken um dich herum zu haben", schildert sie weiter.

Stephanie hätte den Job schließlich abgebrochen, um sich etwas Besseres zu suchen: "Sie wissen, dass wir Backpacker so verzweifelt nach Jobs suchen, dass sie sich alles mit uns erlauben können. Doch nicht mit mir!"

Farmgate Backpackers wies die Anschuldigungen laut Daily Star zurück und behauptete, "99 Prozent" aller Backpacker seien in das Hostel zurückgekehrt.

Ob Stephanies Aussagen wirklich wahr oder doch nur erfunden sind, bleibt vorerst unklar. Ihr Instagram-Profil hat die britische Backpackerin in der Zwischenzeit auf privat gestellt.

Titelfoto: Screenshot Instagram/farmgatebackpackers, 123RF

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