Bräutigam flieht vor brutalem Hochzeitsritual und wird auf Autobahn überfahren

Zunyi (China) - Eine Hochzeitsfeier im Süden Chinas endete für alle Anwesenden in einem Alptraum. Ausgerechnet der Bräutigam (24) wurde schwer verletzt.

Einsatzkräfte an der Stelle, wo der 24-Jährige überfahren wurde.
Einsatzkräfte an der Stelle, wo der 24-Jährige überfahren wurde.

Ai G. wurde an seinem großen Tag von Freunden überrascht. Nach einer alten Tradition, die dem zukünftigen Ehemann Glück und Spaß bringen soll, spielten diese dem 24-Jährigen fiese Streiche.

Der Bräutigam wurde mit Eiern beworfen, mit Bier sowie mit Farbe übergossen. Als wäre das nicht genug, fesselten ihn die "Freunde" mit Klebeband an einem Strommasten. Dort wurde er dann mit einem Bambusstock auch noch ausgepeitscht.

Dieses ungewöhnliche Ritual ist bereits mehrere tausend Jahre alt und soll den Betroffenen vor bösen Geistern beschützen.

Seine Tante musste die Tortur ihres Neffen mit ansehen: "Es war grausam! Er wurde in einen toten Winkel neben der Autobahn getrieben und konnte nirgendwo anders hingehen", erklärt die Asiatin laut "South China Morning Post"

Doch lange hielt es Ai nicht mehr aus und flüchtete förmlich vor seinen Freunden. Dabei nahm er aber ausgerechnet den Weg über die Autobahn, um zu entkommen.

Der Bräutigam wurde beidem Unfall schwer verletzt.
Der Bräutigam wurde beidem Unfall schwer verletzt.

Der 24-Jährige wurde nach wenigen Sekunden von einem BMW erfasst und schwer verletzt. Seine Tante und die anderen Zeugen stoppten einen vorbeifahrenden Krankenwagen, der den junge Bräutigam in ein Krankenhaus brachte. Dort stellten Ärzte einen Schädelbruch, Blutungen im Gehirn und noch zahlreiche andere Verletzungen fest.

Ai wurde bewusstlos in der Klinik eingeliefert, doch er wird den Unfall offenbar überleben. Noch steht nicht fest, ob er auch operiert werden muss.

Trotz dieses tragischen Unglücks, will die Familie keine rechtlichen Schritte gegen die Unruhestifter einleiten. "Wir wollen nur, dass sich Ai erholt."

In China sind die skurrilen Hochzeitstraditionen umstritten. Während einige die Rituale in der Familie weitergeben, kritisieren viele Bürger, dass es sich um Erniedrigung und rohe Gewalt handeln würde. Nicht nur die werdenden Ehemänner stehen dabei im Fokus.

Bräute werden zum Beispiel gezwungen, sexuelle Handlungen an ihrem Zukünftigen zu simulieren oder werden entführt. Brautjungfern müssen sexuelle Belästigung über sich ergehen lassen. Sogar die Brauteltern werden von den Gästen in peinliche Kostüme gesteckt und gedemütigt. Die Betroffenen wehren sich häufig nicht dagegen, um die gute Stimmung während der Feier nicht zu ruinieren.

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