Ärzte flehten sie an, ihr Kind zu behalten: 27-Jährige hatte 17 Abtreibungen in sechs Jahren

China - Viele Paare sehnen sich in ihrer Beziehung irgendwann einmal nach einem Kind. Oft kann es lange dauern, bis es klappt, andere haben da wiederum mehr Glück.

Xiao Ju wurde im Krankenhaus bereits als "Stammgast" bezeichnet. Nun könnte es der letzte Eingriff gewesen sein. (Symbolbild)
Xiao Ju wurde im Krankenhaus bereits als "Stammgast" bezeichnet. Nun könnte es der letzte Eingriff gewesen sein. (Symbolbild)  © 123RF

Im Falle einer Chinesin, die unter dem Pseudonym Xiao Ju bekannt ist, sieht die Lage allerdings ganz anders aus. Sie und ihr Freund haben nicht den Wunsch, ein Kind zu bekommen. Allerdings war es oft beinahe schon so weit.

Wie die "Daily Mail" berichtet, hat die 27-Jährige bereits 17 Abtreibungen hinter sich. Im Alter von 21 Jahren sei sie diesbezüglich das erste Mal im Krankenhaus gewesen.

Sie versicherte den Ärzten immer wieder, dass sie die Kinder nicht behalten wolle. Als Begründung gab sie an, dass außerehelich geborene Babys keinen Ausweis bekommen, was bedeutet, dass sie keinen Anspruch auf staatliche Leistungen oder das Recht auf Bildung haben.

Sie und ihr Freund haben nicht vor, jemals zu heiraten. Zudem würden sich beide nicht in der Lage füllen, ein Kind großzuziehen.

Vor der letzten Abtreibung machten ihr die Ärzte jedoch ziemlich deutlich klar, dass sie sich ihr Vorgehen noch einmal genau überlegen solle. Ihr wurde gesagt, dass ihr Mutterleib nach allen Eingriffen so stark beschädigt sei, dass die Gebärmutterschleimhaut "so dünn wie ein Stück Papier" wäre. "Ihre Gebärmutter hat starke Narben", fügte eine Ärztin hinzu. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie in Zukunft doch noch ein Kind bekommen könne, sei verschwindend gering.

Trotz aller Warnungen ließ die Frau die Abtreibung durchführen. Die Ärzte sollen Xiao Ju im Vorfeld sogar angefleht haben, ihr Kind bei diesem Krankenhausaufenthalt zu behalten. Ein Sanitäter: "Es könnte ihr kostbarstes Kind gewesen sein."

Warum wurde Xian Ju immer wieder schwanger? Sexuelle Aufklärung in China sehr schlecht

Doch wieso musste es überhaupt immer wieder so weit kommen? Laut dem Bericht benutzten Xiao Ju und ihr Partner offenbar keine Empfängnisverhütung. Junge Menschen in China wissen im Allgemeinen wenig über sexuelle Gesundheit, da es an Schulen keine Sexualerziehung gibt, heißt es in dem Bericht weiter.

Demnach sind 99 Prozent der chinesischen Erwachsenen schlecht über die sexuelle Gesundheit informiert, rund 44 Prozent der chinesischen Studenten sollen überhaupt keine Sexualerziehung erhalten haben.


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