Männer greifen wieder zum Gummi: Lebensechte Sexpuppen ersetzen immer öfter Frauen

Jahaa, da muss man schon zweimal hingucken...
Jahaa, da muss man schon zweimal hingucken...  © Screenshot Instagram/sexdoll_yddoll/aphrodite_desi

China - In China werden immer mehr Sexpuppen zu Lebenspartnerinnen von einsamen Männern. Anfangs als reines Sextoy gedacht, ersetzen die Silikonfrauen inzwischen eine echte Gefährtin nicht mehr nur im Bett. Tausende chinesische Männer schwören darauf.

Für umgerechnet 2400 bis 3500 Euro gibt's die Luxusversion der neuen Sexpuppen. Sie werden nicht nur nach den Wünschen der Kunden mit bestimmten körperlichen und optischen Reizen ausgestattet, sondern auch mit Mimik und Gestik.

Die Firma Exdolls arbeitet sogar an einer Puppenversion, die mit künstlicher Intelligenz ausgestattet ist: steuerbar per App und mit Wifi, reagiert sie nicht nur auf Spracheingaben, sondern spricht auch selbst und kann Geräte bedienen.

Vorteil der Puppen: Sie bleiben "beweglich" und ihre "Haut" streichelzart. Dafür sorgt eine spezielle Gummimischung, die weicher als Silikon ist.

Zu den Kunden gehören vor allem reiche Geschäftsleute

Der Kunde kann sich seine Traumfrau selbst zusammenstellen, wählt zum Beispiel Frisur und Augenfarbe aus.
Der Kunde kann sich seine Traumfrau selbst zusammenstellen, wählt zum Beispiel Frisur und Augenfarbe aus.  © Screenshot Instagram/loveish.nl/sexdoll_yddoll

Die neue Generation hat auch nichts mehr mit den billigen, aufblasbaren Plastikpuppen gemeinsam, mit denen sich hauptsächlich arme Arbeiter vergnügen. Reiche Geschäftsleute verlangen nach mehr.

Obwohl es Frauen in einer gigantische Überzahl in China gibt, bringen viele Männer es nicht übers Herz, die eigene zu betrügen - oder die Dienste einer Prostituierten in Anspruch zu nehmen. Auch hier kommen die Sexdolls ins Spiel - und Männer können treu bleiben. Behaupten die befriedigten Nutzer jedenfalls.

Klar, ein paar Nachteile fallen ihnen dann doch ein: Es fehle an realistischen Details. Eine Seele hat eine Puppe nun mal genauso wenig wie Gefühle. Dafür wehrt sie sich nicht.

Doch der Sexpuppen-Boom in China hat einen traurigen Hintergrund: Es gibt hier zu viele Männer. Fast 34 Millionen mehr als Frauen. Die Zahl der Singles ist gigantisch. Schuld ist Chinas frühere ein-Kind-Politik sowie die kulturelle Besserstellung der Söhne.

Und noch eine Zielgruppe hat der Sexmarkt im Visier: Alte und einsame Menschen. Auch davon gibt es in China inzwischen mehr als genug.

Titelfoto: Screenshot Instagram/sexdoll_yddoll/aphrodite_desi