Ärger um den neuen Tiger! Doch der Tierpark ignoriert den Stadtrat

Die Anschaffung eines neuen Tigers für den Tierpark steht in der Kritik.
Die Anschaffung eines neuen Tigers für den Tierpark steht in der Kritik.  © Kristin Schmidt

Chemnitz - Seit Jahren wartet Chemnitz auf ein tragfähiges Zukunftskonzept für den Tierpark. SPD, Linke und Grüne sind mit ihrer Geduld am Ende.

Sie kritisieren offen die Tierparkleitung und verlangen Antworten von der Oberbürgermeisterin.

Stadträte hatten in einer Arbeitsgruppe Vorschläge erarbeitet, die in einen Masterplan eingehen sollten.

Diese "sind jedoch bei aktuellen Entscheidungen der Tierparkleitung nicht wieder zu erkennen", heißt es in einem Schreiben der Fraktions-Chefs.

Auslöser für die Kritik ist die Neu-Anschaffung eines Sibirischen Tigers. "Es geht nicht, dass irgendwelche Tiere eingekauft werden, ohne auf die Fertigstellung des Masterplanes zu warten", kritisiert Susanne Schaper (39, Linke).

Auch SPD-Fraktions-Chef Detlef Müller (53) zeigt sich verwundert: "Der Tierpark sollte familienfreundlicher und erlebbarer werden, mit weniger exotischen Tieren, weniger Gittern und Käfigen."

Thomas Lehmann (49, Grüne) fordert: "Es muss endlich eine besucherorientierte Entwicklung geben. Wir brauchen nicht mehr Tiere, sondern eine bessere Präsentation."

Titelfoto: Kristin Schmidt


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