Schwere Vorwürfe: Wurde im Haus von Chris Brown eine Frau vergewaltigt?

Kalifornien - Schwere Vorwürfe gegen Chris Brown (29): In seinem privaten Anwesen soll es zu einer Vergewaltigung gekommen sein. Ein befreundeter Rapper-Kollege steht unter Verdacht. Hat sich Brown mitschuldig gemacht?

Wird sich Rapper Chris Brown sich erneut vor Gericht verantworten müssen?
Wird sich Rapper Chris Brown sich erneut vor Gericht verantworten müssen?  © David Mcnew/Pool/GETTY IMAGES POOL/dpa, EPA/DANIEL

Wie mehrere US-Medien, darunter der "Rolling Stone" berichten, soll eine Frau aus Los Angeles Klage gegen die beiden eingereicht haben. Der Vorwurf: Sie sei auf in Browns Haus auf einer Party von dem Rapper Lowell Grissom alias Young Lo mehrfach sexuell missbraucht worden.

Laut Klageschrift vom Mittwoch ist das Opfer nach einem Konzert in Los Angeles am 23. Februar 2017 zu einer Aftershow-Party von Brown eingeladen worden. Dort soll der Musiker ihr Handy konfisziert und ihr verweigert haben, wieder zu gehen.

Im Haus habe Brown seinen Gästen Alkohol und illegale Drogen angeboten, so auch der Klägerin, die jedoch ablehnte. Der Rapper sei zudem die ganze Zeit mit einer Waffe am Hosenbund herumgelaufen.

Später habe sich dann Browns Kumpel Grissom mehrfach an ihr vergangen, sie zum Oralsex gezwungen und vergewaltigt. Auch eine auf der Party anwesende andere Frau habe sie zu sexuellen Handlungen genötigt.

"Das ist einer der schrecklichsten Fälle von angeblichen sexuellen Übergriffen, die ich je gesehen habe", kommentierte Gloria Allred den Fall. Die Star-Anwältin ist auf die Verteidigung von Missbrauchsopfern spezialisiert.

Ihre Mandantin sei nach den Ereignissen schwer traumatisiert. Sie habe Klage eingereicht, "weil sie Gerechtigkeit für sich selbst will, aber sie will auch andere junge Frauen vor der potenziellen Gefahr für sich selbst warnen, wenn ihnen ihr Telefon weggenommen wird und sie zu Chris Browns Haus gehen".

Bereits kurz nach der Tat sei das Opfer zur Polizei gegangen, um den Vorfall zu schildern, und habe sich medizinisch behandeln lassen. Nun beansprucht sie laut "TMZ" 17 Millionen US-Dollar Schmerzensgeld.

Browns Anwalt Mark Geragos äußerte sich gegenüber dem Promiportal zu den Anschuldigungen und sprach von "schamloser Geldhascherei". Er behauptete sogar, dass er den Fall mit Anwältin Allred bereits ausgehandelt und sich herausgestellt habe, dass die Vorwürfe falsch seien.

Für Brown wäre es nicht sein erster Ärger mit der Justiz. Der Prozess gegen den Rapper wegen eines Angriffs auf seine damalige Freundin Rihanna im Jahr 2009 ging um die Welt. Auch seine spätere Partnerin Karrueche Tran erhob Gewaltvorwürfe.

Titelfoto: David Mcnew/Pool/GETTY IMAGES POOL/dpa, EPA/DANIEL


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