Nach Anschlag auf Moscheen mit 50 Toten: Neues Gesetz im Kampf gegen den Terror

Wellington - Neuseeland wird in einer ersten Reaktion auf das Massaker in zwei Moscheen in Christchurch ab sofort alle Sturmgewehre und halbautomatischen Gewehre verbieten. Das kündigte Premierministerin Jacinda Ardern am Donnerstag in Wellington an.

Bei einem rassistisch motivierten Doppelanschlag auf zwei Moscheen kamen am 15.03.2019 im neuseeländischen Christchurch mindestens 50 Menschen ums Leben.
Bei einem rassistisch motivierten Doppelanschlag auf zwei Moscheen kamen am 15.03.2019 im neuseeländischen Christchurch mindestens 50 Menschen ums Leben.  © Vincent Yu/AP/dpa

Ein Rechtsextremist aus Australien hatte am vergangenen Freitag 50 Menschen erschossen und Dutzende weitere verletzt.

Wie Ardern betonte, trete das Verbot sofort in Kraft. Eine entsprechende Gesetzgebung durch das Parlament solle folgen. Mit dem sofortigen Verbot solle verhindert werden, dass derartige Waffen gehortet werden.

Auch spezielle Zurüstteile, mit denen Gewehre zu militärischen Waffen aufgerüstet werden können, sollen unter das Verbot fallen.

Zudem werde von der Regierung ein Plan erarbeitet, um Waffen aus Privatbesitz der Bürger aufzukaufen.

"Kurz gesagt, wird jede Art von halbautomatischen Waffen, die bei dem Terroranschlag am vergangenen Freitag benutzt wurde, in diesem Land verboten", schloss sie ihre Erklärung.

Erst am Mittwoch waren die ersten Opfer des Terroranschlags beerdigt worden. Eine Woche nach der Tat will Neuseeland am Freitag zwei Schweigeminuten einlegen. Zur Tatzeit soll das ganze Land stillstehen. Ardern kündigte auch an, dass es später eine nationale Trauerfeier geben soll.

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern (38) kündigt rasche Konsequenzen an.
Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern (38) kündigt rasche Konsequenzen an.  © -/kyodo/dpa

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