Christen aller Konfessionen pilgern am Karfreitag zum Lübecker Kreuzweg

Lübeck - Mehrere hundert Christen verschiedener Konfessionen werden am Karfreitag um 10 Uhr zum Ökumenischen Kreuzweg erwartet.

Teilnehmer tragen ein Holzkreuz bei der Begehung des ökumenischen Kreuzwegs, der als der älteste in Deutschland gilt.
Teilnehmer tragen ein Holzkreuz bei der Begehung des ökumenischen Kreuzwegs, der als der älteste in Deutschland gilt.  © DPA

An der Prozession auf dem aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kreuzweg werden auch die evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs, der katholische Erzbischof Stefan Heße und Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) teilnehmen.

Außerdem werden weitere Vertreter von Kirchen und aus dem öffentlichem Leben erwartet, wie der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Lübeck mitteilte.

Der Kreuzweg steht in diese Jahr unter dem Thema "Was die Welt zusammenhält".

Historiker halten den 1493 angelegten Lübecker Kreuzweg für den ältesten in Deutschland, der noch begangen wird. Er wurde 1493 auf Initiative des Lübecker Kaufmanns Hinrich Konstin angelegt und ist mit 1650 Metern genau so lang wie die Via Dolorosa in Jerusalem.

Er soll an den Weg erinnern, den Jesus gemäß der Überlieferung nach seiner Verurteilung bis zum Ort seiner Kreuzigung in Jerusalem gegangen ist.

In Ulm und Neu-Ulm werden sogar mehrere Tausend Zuschauer am Karfreitag zur 16. Kreuzwegprozession der Gemeinde erwartet.

Bischöfin Kirsten Fehrs und Erzbischof Stefan Heße tragen vor dem Beginn des ökumenischen Kreuzwegs ein Holzkreuz durch die Jakobikirche.
Bischöfin Kirsten Fehrs und Erzbischof Stefan Heße tragen vor dem Beginn des ökumenischen Kreuzwegs ein Holzkreuz durch die Jakobikirche.  © DPA

Update, 14.20 Uhr:

Unter dem Motto "Was die Welt zusammenhält" haben sich am Freitag in Lübeck mehrere hundert Christen verschiedener Konfessionen an einem ökumenischen Kreuzweg beteiligt.

Erstmals in neuerer Zeit ging mit Jan Lindenau auch ein Lübecker Bürgermeister den historischen Kreuzweg, der seit 1994 wieder begangen wird.

Während die Polizei die Teilnehmerzahl mit 700 angab, sprachen die Veranstalter von etwa 900 Menschen. Alle Redner gingen in ihren Ansprachen auf den Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame ein.

Hamburgs Erzbischof Stefan Heße sagte, die Fähigkeit der Menschen zu lieben und mitzufühlen sei das, was die Welt zusammenhalte. Die evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs legte den Fokus eher darauf, dass die Hoffnung, die durch das christliche Kreuz verkörpert werde, die Welt trotzt aller Angst zusammenhalte.

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