Fernsehkoch Christian Rach will jetzt in die Politik gehen

Leipzig - Essen ist seine Mission: TV-Koch Christian Rach (62) ist seit Jahren im Fernsehen unterwegs, rettet hier einen Gastronomen vor dem Ruin, zeigt anderen, wie man ein Restaurant erfolgreich führt und engagiert sich gleichzeitig in Sachen gesunder Ernährung. Jetzt will er Druck machen auf die Politik!

TV-Koch Christian Rach, hier bei der Verleihung der "Goldenen Bild der Frau", will jetzt in die Politik gehen.
TV-Koch Christian Rach, hier bei der Verleihung der "Goldenen Bild der Frau", will jetzt in die Politik gehen.  © Georg Wendt/dpa

Mit mittlerweile 62 Jahren tritt der Fernsehstar zwar hier und da kürzer, sich zur Ruhe zu setzen, das fällt ihm aber gar nicht ein. Auch, wenn er mittlerweile kein eigenes Restaurant mehr besitzt.

"Als ich mich entschlossen habe, Koch zu lernen, wusste ich immer, dass es eine endliche Situation ist. Der Körper hört irgendwann auf, diese Leistung bringen zu können, in der Küche wie im Hochleistungssport. Schmecken und riechen sind altersabhängige Sachen, ich schmecke ja alles im Kopf und muss gar nicht abschmecken. Und man muss erkennen, wann es genug ist. Ich habe auf dem Höhepunkt des Erfolges aufgehört", erklärte Rach im Gespräch mit Riverboat-Moderator Jörg Kachelmann (61).

Mittlerweile kocht er wieder öfter in seiner heimischen Küche. "Wenn man 80, 90 Stunden in der Woche arbeitet, muss der Partner - also meine Frau - die Küchenarbeit übernehmen. Seit ich aber kein Restaurant mehr habe und nur noch 60 Stunden in der Woche arbeite, bin ich auch zuhause unglaublich gerne in der Küche und wir machen eine Arbeitsaufteilung: Wenn ich in der Küche bin, bleibt sie weg", erzählt der Profikoch lachend.

Mittlerweile führt sein Weg ihn aber nicht mehr nur hinter den Herd oder vor die TV-Kameras. Rach macht in Politik! "Ich versuche mich politisch einzubringen. 60 Prozent der Krankenhauseinlieferungen sind ernährungsbedingt. Es hat damit zu tun, was wir essen. Da müssen wir aufklären, aber nicht mit erhobenem Zeigefinger. Wir müssen den Leuten Lust machen, sich zu bilden, eigene Entscheidungen zu treffen – aber ohne Verbote."

Gegenüber dem Moderatoren-Duo Jörg Kachelmann und Kim Fisher erklärte er, es gehe ihm darum, die Menschen über gesunde Ernährung aufzuklären - allerdings nicht mit erhobenem Zeigefinger.
Gegenüber dem Moderatoren-Duo Jörg Kachelmann und Kim Fisher erklärte er, es gehe ihm darum, die Menschen über gesunde Ernährung aufzuklären - allerdings nicht mit erhobenem Zeigefinger.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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