Nach üblem Wutausbruch: Christian Streich nimmt Franck Ribéry in Schutz

Freiburg - Franck Ribéry muss sich weiter Spott und Kritik für seinen üblen Wutausbruch auf Twitter gefallen lassen. Doch nun erhält der Franzose Rückendeckung vom Cheftrainer des SC Freiburg.

Franck Ribéry (35) sorgt mal wieder für Negativschlagzeilen.
Franck Ribéry (35) sorgt mal wieder für Negativschlagzeilen.  © DPA

Christian Streich nimmt den 35-jährigen nach seinem öffentlichen Ausraster in Schutz: "Das war unglücklich. Im Internet wird etwas gepostet, und daraufhin schreiben Leute Dinge unter der Gürtellinie. Und dann regt sich jemand darüber wahnsinnig auf und tut das Gleiche", so der 53-Jährige gegenüber "Sport Bild".

"Das war falsch, und das darf er nicht machen. Kurzzeitig hat es ihm offensichtlich die Sicherung rausgerissen."

Damit meint Streich den Ausraster des Fußballprofis, der seine Kritiker mit üblen Worten beschimpfte. Auslöser dafür: Ein Twitter-Video, auf dem der Kicker des FC Bayern München mit einem goldverzierten Steak zu sehen ist. Ribéry wurde für den Tweet scharf kritisiert und teilweise auch beleidigt. Er reagierte mit wüsten Beschimpfungen in Richtung seiner Hater, schrieb unter anderem: "F*ckt eure Mütter, eure Großmütter und auch euren Stammbaum."

Weiter hieß es: "Ich schulde euch überhaupt nichts. Meinen Erfolg habe ich vor allem Gott zu verdanken, mir selbst und meinen Vertrauten, die an mich geglaubt haben."

Stellt sich schützend vor Franck Ribéry: Christian Streich (53)
Stellt sich schützend vor Franck Ribéry: Christian Streich (53)  © DPA

Trotz seiner Twitter-Entgleisung nimmt Streich den ehemaligen französischen Nationalspieler in Schutz:

"Ich finde das total schade, weil ich Franck eigentlich sehr schätze. Er hat Unglaubliches geschafft und hat es im Leben schwer gehabt."

Die beleidigenden Äußerungen von Ribéry blieben nicht ohne Folgen - er wurde mit einer satten Geldstrafe belegt.

"Er hat Worte benutzt, die wir als FC Bayern München nicht akzeptieren können und die Franck als Vorbild, als Spieler des FC Bayern, nie benutzen darf. Ich habe gestern (05.01.2019, die Red.) lange mit Franck gesprochen und ihm mitgeteilt, dass er eine hohe Geldstrafe bekommen wird. Diese Strafe hat er akzeptiert". Das gab Hasan Salihamidzic, Sportdirektor des FC Bayern München, im Trainingslager in Doha bekannt.

Wie viel Ribéry seinem Arbeitgeber zahlen musste, ist nicht bekannt.

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