Nach Gold beim Werfertag: Christina Schwanitz will auch bei WM Edelmetall gewinnen

Von Katja Lippmann-Wagner

Thum - Zweiter Platz am Sonntag mit 18,62 Meter beim ISTAF in Berlin, Bronze mit persönlicher Saisonbestleistung (19,37) am Donnerstag beim Diamond League Finale in Zürich und dazwischen am Freitag mit 18,99 Meter Gold beim Thumer Werfertag – Kugelstoßerin Christina Schwanitz hat innerhalb von vier Tagen drei Wettkämpfen, die für sie wichtig waren, ihren Stempel aufgedrückt.

Mit ihrem letzten Stoß holte sich Christina Schwanitz beim Werfertag in Thum den Sieg.
Mit ihrem letzten Stoß holte sich Christina Schwanitz beim Werfertag in Thum den Sieg.  © Katja Lippmann-Wagner

Bei ihrem Heimspiel, beim Thumer Werfertag, entschied ein Zentimeter über Sieg oder Niederlage. Das Thumer Publikum trug sie im letzten Versuch zu 18,99 Meter. Zuvor hatte sie im 5. Versuch regelrecht die Nerven verloren, trat voller Wut gegen den Balken. "Ich weiß, so wütend hat man mich selten erlebt", lacht Schwanitz schallend und erklärt: "In Zürich lief es gut und hier lief es beim Einstoßen auch recht gut. Dann war der erste Stoß ungültig und ich habe es technisch einfach nicht mehr gebacken bekommen. Diese Wut musste irgendwo hin. In die Kugel kann ich das einfach nicht einbringen."

Der kleine Wutausbruch hat sie geerdet und so war es im letzten Versuch möglich, den einen Zentimeter mehr als Jessica Ramsey aus den USA zu stoßen.

Schwanitz' Trainer Sven Lang war trotzdem nicht zufrieden: "Das ist zwar ein versöhnlicher Ausgang für Christina. Aber technisch war es heute einfach nicht gut." Die rechte Seite sei aus seiner Sicht nah an einer Katastrophe gewesen.

Jetzt, da diese Gradmesser vorbei sind, steigt Schwanitz vom LV 90 Erzgebirge in die direkte WM-Vorbereitung ein, die vom 27. September bis zum 6. Oktober in Doha ausgerichtet wird. "Also der Weltmeistertitel wäre in diesem Jahr utopisch. Ich liebäugle mit Bronze – das wäre toll. Mit einer Leistung wie in Zürich ist das auch möglich", sagt die Erzgebirgerin.

Nach ihrem Wutausbruch konnte Christina Schwanitz am Ende doch wieder lächeln.
Nach ihrem Wutausbruch konnte Christina Schwanitz am Ende doch wieder lächeln.  © Katja Lippmann-Wagner

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