Scherbenhaufen nach Ekstase-Parade: CSD in Köln hat ein Müllproblem

Köln - Beim Christopher Street Day in Köln wird jährlich rauschend gefeiert. Doch die bunte Party-Demonstration hat auch ihre Schattenseiten. Nach der Parade ist Köln entlang der Parade-Strecke ein regelrechter Müllberg. Viel Party, viel Müll!

Zwei Teilnehmerinnen des CSD 2018 (Archivbild).
Zwei Teilnehmerinnen des CSD 2018 (Archivbild).  © DPA

Einer der vielen Höhepunkte beim CSD 2018 in Köln war wie immer die CSD-Parade mitten durch die Kölner Stadt. Es war die längste Parade in der Kölner CSD-Geschichte. Doch auch die Müllberge werden immer größer.

Eine Anfrage der Ratsgruppe Bunt im Umweltausschuss der Stadt Köln ergab jetzt: 29 Tonnen Müll lagen dieses Mal entlang der Wegstrecke rum und mussten mühsam von den Mitarbeitern der Abwallwirtschaftsbetriebe weggeräumt werden.

Auch in den Vorjahren kamen um die 25 bis 32 Tonnen Müll zusammen.

Die Stadtverwaltung teilt hierzu mit, dass immer mehr Personal und Maschinen für die Reinigung gebraucht werde. Besonders nervig und gefährlich: "So gibt es z. B. immer größere Verunreinigungen durch Glasbruch". Dazu kommen Aufkleber und Einweg-Plastik.

Große Chancen, das Müllchaos in den Griff zu bekommen, sieht die Verwaltung momentan nicht. "Bei der CSD-Parade handelt es sich um eine Massenveranstaltung. Die Abfallströme sind grundsätzlich nicht kontrollierbar." Auflagen würden nicht greifen, heißt es.

In anderen Städten wird für solche Großveranstaltungen ein Glasverbot ausgesprochen, in Köln wohl nicht denkbar.

Allerdings arbeiten AWB und die Verwaltung an einem Plan für die Zukunft. So heißt es aus der Verwaltung auf die BUNT-Anfrage: "Stadt Köln und AWB Köln arbeiten derzeit mit verschiedenen Multiplikatoren und Interessenvertretern an Lösungen, das Abfallaufkommen bei Großveranstaltungen zu reduzieren."

So sind auch Gespräche mit dem CSD-Veranstalter geplant.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0