Circus Paul Busch dreht am Todesrad

Auch das ist Zirkus-Alltag: Im Stall der Zebras wird ausgemistet.
Auch das ist Zirkus-Alltag: Im Stall der Zebras wird ausgemistet.

Chemnitz - Die Zuschauer halten den Atem an, wenn das Todesrad in der Manege aufgebaut wird: In einem elf Meter langen Pendel zeigen dann die Brüder Gitano (25) und Benito Frank (22) vom „Circus Paul Busch“ ihre Kunststücke. Ohne Netz und doppelten Boden geht’s gefährlich zur Sache.

„Zum Glück bin ich noch nie abgestürzt“, erzählt Artist Gitano Frank. Seit dem achten Lebensjahr steht er in der Manege, seit fünf Jahren begeistert er die 750 Zuschauer in den Vorstellungen im „Todesrad“. Das ist 700 Kilo schwer, hängt an Seilen unter der Kuppel. „Gebaut wurde es aus Edelstahl“, erklärt der Künstler.

Doch hinter dem Applaus und der Kulisse der bunten Lichter steckt harte Arbeit. Etwa ein Jahr lang trainieren die Artisten für eine neue Nummer. Und stehen sie nicht in der Manege, packen sie woanders mit an. „Ich stehe um 6 Uhr morgens auf.

Dann werden die Tiere versorgt, die Ställe ausgemistet. Später gehen wir durch die Städte, verteilen Werbung, hängen Plakate auf. Meist sind wir erst kurz vor der Vorstellung wieder am Zelt“, erzählt Gitano Frank. „Zirkus ist ein Ganztags-Job.“

„Paul Busch“ - der letzte ostdeutsche Großzirkus - gastiert noch bis zum 26. Oktober auf dem Hartmannplatz. Tickets gibt es ab 10 Euro.

Abend für Abend geht’s für Gitano Frank (25) hoch hinaus, trainiert wird täglich.
Abend für Abend geht’s für Gitano Frank (25) hoch hinaus, trainiert wird täglich.

Fotos: Peter Zschage


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