Frau bringt todgeweihtes Baby zur Welt, um dessen Organe zu spenden

Cleveland (USA) - Als Krysta Davis (23) und ihr Partner Derek Lovett (26) aus Cleveland erfuhren, dass ihre Tochter Rylei A. aufgrund eines schweren Geburtsfehlers keine Überlebenschance haben würde, trafen sie eine folgenschwere Entscheidung.

Krysta Davis (23) und Derek Lovett (26) mit ihrem toten Kind.
Krysta Davis (23) und Derek Lovett (26) mit ihrem toten Kind.  © Facebook/Screenshot/Derek Lovett Jr.

Krysta Davis war in der achtzehnten Schwangerschaftswoche, als sie erfuhr, dass ihre Tochter an Anenzephalie leidet. Das Kind würde ohne Teile seines Gehirns zur Welt kommen, vermutlich schon vor der Geburt sterben. Davis' Ärzte boten ihr einen sofortigen Schwangerschaftsabbruch an. Doch die 23-Jährige wollte ihr Mädchen austragen und jeden Moment der Schwangerschaft genießen, berichtet der "Mirror".

Davis und ihr Freund Derek Lovett wussten, dass ihre Zeit begrenzt war, aber sie genossen trotzdem jeden Moment der Schwangerschaft. Am Weihnachtsabend wurde Rylei mit einem Gewicht von sechs Pfund geboren und überlebte auf wundersame Weise eine Woche, bevor sie am Silvesterabend in den Armen ihrer Eltern verstarb.

Ihr kurzes Leben half, zwei andere Babys zu retten, nachdem ihre Herzklappen gespendet worden waren, während ihre Lungen zu einer Forschungsstiftung gingen, die dringend Organe benötigte.

Krysta Davis war sofort verliebt in ihre Tochter

Krysta Davis und Derek Lovett auf einem Selfie vor der Schwangerschaft.
Krysta Davis und Derek Lovett auf einem Selfie vor der Schwangerschaft.  © Facebook/Screenshot/Derek Lovett Jr.

Krysta Davis, die als stellvertretende Managerin arbeitet, trug ihr Kind mit Absicht aus, weil sie wusste, dass dessen Organe nur dann gespendet werden könnten, wenn sie voll entwickelt wären. "Ich wusste, dass ich während der gesamten Schwangerschaft für sie glücklich sein musste. Es wäre sonst sinnlos gewesen... da wir so wenig Zeit miteinander hatten", so Davis.

"Es war ein unglaubliches Gefühl, ihre Tritte zu spüren. Ich wusste nicht, ob sie sich überhaupt bewegen würde, aber wir fanden es heraus, da sie sich viel bewegte." Nach der Geburt hielt sie ihre Tochter in den Armen und war sofort verliebt in sie. Die Amerikanerin empfand ihr Baby als vollkommen.

Laut "Mirror" sagte Davis: "Nachdem sie verstorben war, kam der Chirurg herein und sagte, er hätte seit zwölf Jahren keine Familie wie uns getroffen. Es war ein wunderbares Gefühl zu wissen, dass dank ihr zwei andere Kinder nach Hause kommen konnten, was uns am meisten berührt hat."

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Und so konnte Rylei A. trotz ihres extrem kurzen Lebens anderen Menschen helfen und wenigstens eine Woche lang die tiefe Liebe ihrer Eltern spüren.

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