Mann wird zu 45 Jahren Haft verurteilt, dann eskaliert die Situation

Cleveland - Weil zu 45 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, ist ein Häftling in den USA noch im Gerichtssaal so richtig ausgerastet und auf seinen Anwalt losgegangen - mit äußerst schmerzhaften Folgen.

Hier ist noch alles in Ordnung: Anwalt und Angeklagter stehen vor der Richterin.
Hier ist noch alles in Ordnung: Anwalt und Angeklagter stehen vor der Richterin.  © Screenshot YouTube/cleveland.com

David Chislton stand unter anderem wegen Brandstiftung und Körperverletzung vor Gericht. Er soll im Jahr 2017 seine Ex-Freundin bei einem Streit geschlagen und ihre Wohnung in Brand gesetzt haben, wie das Portal "cleveland.com" berichtet.

Die Frau hatte Chislton vorgeworfen, ihre 15-jährige Tochter missbraucht zu haben. Daraufhin soll er sie auch mit einer Pistole bedroht haben. Der Brandstiftung fiel ein ganzer Gebäudekomplex zum Opfer, weshalb mehrere völlig unbeteiligte Familien obdachlos wurden.

Der Angeklagte hätte zu einer Freiheitsstrafe zwischen 19 und mehr als 100 Jahren verurteilt werden können. Richterin Nancy Margaret Russo entschied sich laut dem Bericht schließlich für ein Strafmaß in Höhe von 45 Jahren. Für Chislton zu viel...

Der an den Händen gefesselte Mann ging nach der Urteilsverkündung im Gericht auf seinen Verteidiger Aaron Brockler (42) los. Er schlug auf ihn ein, riss ihn zu Boden und biss ihm sogar ins Bein. Die Bodycam eines anwesenden Beamten hielt den heimtückischen Angriff fest.

Erst als Polizisten einschritten, ließ Chllston von dem Anwalt ab. Dieser erlitt laut "cleveland.com" Verletzungen im Gesicht und eine "mögliche Gehirnerschütterung". Brockler war sichtlich erschüttert, schien aber in guter Stimmung, als er auf einer Bahre aus dem Saal gebracht wurde.

"Es hat ziemlich Spaß gemacht", scherzte er gegenüber einem Reporter. Verteidiger Michael Goldberg war im Gerichtssaal, weil er auf einen Prozess in einem anderen Fall wartete, und wurde so Augenzeuge der Attacke. "Er drehte sich um und schlug auf ihn ein", erzählt er schockiert.

Der Angeklagte sei dabei sehr gewalttätig gewesen. Er muss sich nun wohl auf eine weitere Verhandlung und Strafe gefasst machen. Das Gericht plant demnach, einen speziellen Staatsanwaltschaft einzusetzen, um den Fall zu behandeln.

Dass es Chislton überhaupt möglich war, seinen Anwalt zu schlagen, war dem Umstand geschuldet, dass seine Hände vor - und nicht wie sonst üblich hinter - dem Köpfer mit Handschellen fixiert worden waren.

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