Tödlich verunglückter Feuerwehrmann: Gaffer wollte Retter "aufs Maul" hauen

Bei dem Unfall in Coburg starb am Dienstagabend ein Mensch. Auch hier wurde der Einsatz wieder durch Gaffer erschwert.
Bei dem Unfall in Coburg starb am Dienstagabend ein Mensch. Auch hier wurde der Einsatz wieder durch Gaffer erschwert.  © DPA

Coburg - Einfach nur unfassbar, mit was sich die Rettungskräfte am Montagabend während des furchtbaren Unfalls, bei dem ein 20-jähriger Feuerwehrmann ums Leben kam, beschäftigen mussten. Ein 43-Jähriger Gaffer drohte einem der Helfer Schläge an.

Ein Kollege des Verunfallten sicherte gegen 20.30 Uhr die Unfallstelle an der Neustadter Straße ab, als plötzlich ein 43-Jähriger mit seinem 15-jährigen Sohn heranfuhr. Die beiden hielten im abgesperrten Bereich und begannen Videoaufnahmen, von den Rettungsmaßnahmen zu machen.

Wie die Polizei Coburg am Dienstag mitteilte, forderte der 27-jährige Helfer die beiden unverzüglich auf, das zu unterlassen. Das konnte der gaffende Familienvater überhaupt nicht verstehen und rastete komplett aus. "Was willst du denn von mir? Ich hau dir eine aufs Maul!", soll er dem Retter gedroht haben.

Dann gingen die beiden einfach auf die andere Straßenseite. Dort kam es dann zu einer wilden Diskussion mit den Beamten vor Ort. Weder Vater, noch Sohn wollten sich ausweisen und mussten letztendlich mit auf die Wache genommen werden.

Gegen den Vater wird nun wegen Nötigung, Beleidigung, möglicher unterlassener Hilfeleistung und einer Ordnungswidrigkeit wegen Nichtangabe der Personalien ermittelt.

Der Unfall erschüttert gerade ganz Deutschland. Weil sein Kollege am Steuer die Kontrolle verlor, kippte das 18 Tonnen schwere Löschfahrzeug auf die Seite.

Der 20-jährige Beifahrer, ebenfalls Feuerwehrmann, wurde im Fahrerhaus derart eingequetscht, dass er seinen schweren Verletzungen erlag.


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