Comeback nach 23 Jahren: Der Konsum eröffnet eine Filiale im Rosenhof

1994 kam das Aus für den Konsum. 1995 hing auch die Reklame am Haken und kam 
weg.
1994 kam das Aus für den Konsum. 1995 hing auch die Reklame am Haken und kam weg.  © Haertelpress

Chemnitz - 6000 Artikel auf 270 Quadratmetern, montags bis samstags von 7.30 bis 22 Uhr geöffnet: Der Konsum Leipzig öffnet seine 65. Filiale, hat sich dafür Chemnitz ausgesucht.

„Wir haben in den nächsten zwei, drei Jahren bis zu vier weitere Standorte im Visier“, so Vorstand Dirk Thärichen (47). Zehn Beschäftigte sollen in der Chemnitzer Filiale arbeiten.

1849 hatte sich in Chemnitz die erste Konsum-Genossenschaft gegründet. 1959 gab es mit dem Konsument Versandhaus das erste seiner Art in der DDR. Die Wende überlebte der Konsum nicht.

1994 ging der Chemnitzer Ableger im Zuge der Gesamtvollstreckung den Bach hinunter.

Für die GGG ist der Konsum ein Glückstreffer. „Für die weitere Entwicklung des Rosenhofs ein wichtiger Ankermieter“, sagt GGG-Chefin Simone Kalew (56). Die GGG hatte ihre Ladenzeile für 2,4 Millionen Euro saniert.

Attraktive Innenstädte sind nach Ansicht der IHK überlebensnotwendig für den Einzelhandel. Der Onlinehandel wächst - Marktanteil: 9,1 Prozent.

„Besonders an Sonntagen, wenn die Leute freihaben, werden viele Bestellungen übers Internet erledigt“, so IHK-Chef Hans-Joachim Wunderlich (61).

Im Gegenzug würden Gerichte die Regelungen für die vier verkaufsoffenen Sonntage im Jahr immer strenger auslegen. Für die IHK Chemnitz eine „unbefriedigende Situation“.




Die Konsum-Vorstände Dirk Thärichen (47, r.) und Michael Faupel (50) erhoffen 
gute Geschäfte, planen sogar weitere Filialen.
Die Konsum-Vorstände Dirk Thärichen (47, r.) und Michael Faupel (50) erhoffen gute Geschäfte, planen sogar weitere Filialen.  © Peter Zschage

Titelfoto: Haertelpress


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