Was tun eigentlich arabische Medien gegen den Hass?

Constantin Schreiber (37) kritisiert (arabische) Medien für den Umgang mit Terror-Kommentaren.
Constantin Schreiber (37) kritisiert (arabische) Medien für den Umgang mit Terror-Kommentaren.

Berlin - Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber (37) hat sich einen Namen gemacht. Nicht nur als Journalist, der perfekt Arabisch spricht, sondern auch als Kenner der muslimischen Szene in Deutschland.

Am Sonntag wendet er sich mit einem Post an seine Facebook-Follower. Darin kritisiert er massiv das Verhalten der arabischen Medien nach den Terroranschlägen der letzten Zeit.

Auf den sozialen Seiten der großen Medien würden Hasskommentare in Richtung Westen weder moderiert noch gelöscht.

Schreiber schreibt: "Wenn man sich die Kommentare unter der Berichterstattung zu London etwa bei al-Arabiya durchliest, schreiben viele, Großbritannien und andere Länder, die vom Terror getroffen werden, seien selbst schuld..."

Zwei Posts nannte er als Beispiel:

  • "Dies ist es, was eure Hände gepflanzt haben, nun kostet was ihr gezüchtet habt" oder
  • "Großbritannien, Katar und die Türkei sind die Erschaffer des Terrorismus in ihren Ländern."

"Ja, es gibt auch Ausdrücke des Entsetzens, Beileids, Widerstandes gegen Terrorismus", schreibt Schreiber weiter. "Aber warum bleiben solche arabischen Kommentare bei den größten und einflussreichsten Medien einfach unwidersprochen? Das darf nicht sein!"

Eine Antwort steht aus...

Vor seinem Job bei der Tagesschau (ARD) hatte Constantin Schreiber in Ägypten eine TV-Show moderiert und bei n-tv ein Willkommens-Magazin ("Marhaba") für arabisch-sprechende Menschen in Deutschland gestartet, für das er sogar den Grimme-Preis bekam.

Zuletzt hatte er 13 Moscheen in Deutschland besucht und enthüllt, welch umstrittene Predigten die Imame hielten. Daraus machte er ein Buch (TAG24 berichtete).


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0