So hilfst Du Michael Rösch, sich seinen Olympia-Traum zu erfüllen

Aktuell ist der Waffenschaft von Michael Rösch weiß. In Pyeongchang können die Fans 
dank ihrer Spende und Fotos drauf sein.
Aktuell ist der Waffenschaft von Michael Rösch weiß. In Pyeongchang können die Fans dank ihrer Spende und Fotos drauf sein.  © dpa/Martin Schutt

Ruhpolding - 2006 holte Michael Rösch mit der deutschen Staffel Olympia-Gold. Zwölf Jahre später will der Altenberger, der mittlerweile für Belgien antritt, ein zweites Mal bei den Olympischen Spielen starten und hat ein einzigartiges Projekt initiiert!

„Wer will, kann mich jetzt für einen kleinen Betrag auf der Homepage unterstützen“, so der 34-Jährige. Er hat ein Crowdfundin-Projekt ins Leben gerufen.

„Die Idee ist, dass meine Fans für 50 Schweizer Franken bei den Spielen in Pyeongchang auf meiner Waffe in Form eines Fotos sein können.“ Quasi wie eine Fotocollage werden die Köpfe der Spende zusammen auf eine Folie montiert. Das am Wochenende gestartete Projekt lief super an. Bereits 7250 von benötigten 20.000 Franken sind zusammen.

„Die Unterstützer sind meine Sponsoren und helfen mir, mich bestmöglich auf die Spiele vorzubereiten“, so Rösch. Die vergangenen Jahre waren für den Olympiasieger von Turin alles andere als leicht.

Michael Rösch mit seinem ehemaligen Trainer Klaus Siebert, der an Krebs starb.
Michael Rösch mit seinem ehemaligen Trainer Klaus Siebert, der an Krebs starb.  © Enrico Lucke

"Schlechte Leistungen und private Probleme zwangen mich 2010 in die Knie. Rauswurf aus der Nationalmannschaft und wenig Perspektiven... Mein Ziel, die Heim WM in Ruhpolding, wurde mir trotz WM Norm verwehrt und somit entschloss ich mich, einen neuen Weg einzuschlagen, der allerdings einige Risiken beinhaltete, schreibt er auf der "Spendenseite".

Kündigung des Beamtenstatus, Hausverkauf, Trennung vom Deutschen Skiverband und zweieinhalb Jahre Warten auf den belgischen Pass. Wenn man keine Förderung bekommt, dann ist das Leben als Biathlet extrem teuer.

Doch Rösch hat nie aufgegeben, träumt davon, in Pyeongchang noch einmal bei den Olympischen Spielen zu starten. Doch um sich optimal darauf vorbereiten zu können, braucht er Unterstützung. Rund 60.000 Euro kostet ihn eine Saison. Dabei gehen allein 25.000 Euro für Reise- und Übernachtungskosten drauf, 20.000 Euro für Trainingslager und Material.

Dass es sich lohnt in ihn zu investieren, hat Rösch erst vergangene Saison bewiesen, als er allen Widerständen trotzte und einen tollen sechsten Platz im Weltcup feierte. Danach liefen ordentlich die Tränen, in Gedenken an den verstorbenen Trainer Klaus Siebert, aber auch in Anbetracht der extrem harten Jahre, die Rösch hinter sich hat.

Er war schon immer ein toller Typ, mit Ecken und Kanten, der jeden Biathlon-Fan am TV-Gerät mit seinen witzigen, offenen und ehrlichen Sprüchen nach den Wettkämpfen unterhalten hat und der es nach so langem Kampf einfach verdient hat, sich den großen Traum Olympia noch einmal zu erfüllen.


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