Junge (†10) begeht Selbstmord, weil ihn andere wegen seiner Krankheit mobben: Jetzt setzen viele ein Zeichen für ihn

Kentucky/Cornwall - Annie Jenkins (30) aus dem englischen Cornwall war geschockt, als sie vom Selbstmord eines Schülers (†10) aus Kentucky hörte. Seven B. hatte sich am 19. Januar das Leben genommen, weil ihn Mitschüler wegen seiner Krankheit gemobbt hatten. Der Zehnjährige litt unter einer Darmkrankheit, die einen künstlichen Darmausgang erforderte. Der sogenannte Kolostomiebeutel gab einigen seiner Klassenkameraden Anlass, Seven B. aufs Übelste zu schikanieren. Jetzt setzen Annie Jenkins und viele andere ein Zeichen für den Verstorbenen, berichtet die "SUN".

Seven B. (†10) beendete sein Leben nach schwerem Mobbing selbst.
Seven B. (†10) beendete sein Leben nach schwerem Mobbing selbst.  © Screenshot/GoFundMe/Rest in Paradise Seven

Annie Jenkins postete Fotos von sich auf Facebook, die sie mit ihrem Kolostomiebeutel zeigen. Denn auch die 30-Jährige leidet an einer Darmkrankheit, die einen künstlichen Darmausgang erforderlich macht.

Außerdem forderte sie andere Betroffene auf, sich aus Solidarität mit dem verstorbenen Zehnjährigen mit ihrem Kolostomiebeutel zu fotografieren. Vor allen Dingen deshalb, weil Seven B. sich immer wieder von seinen Mitschülern anhören musste, dass er wegen seines künstlichen Darmausgangs stinken würde.

Jenkins schrieb über die traurige Nachricht vom Tod des Schülers unter anderem: "Was dieser Junge durchgemacht haben muss, ist undenkbar! Wir müssen das Bewusstsein stärken, vor allem aber AUFKLÄREN."

Die Britin, die selbst Mutter eines zehnjährigen Jungen ist, hofft mit ihrem Beitrag dazu beizutragen, dass Vorurteile gegen Menschen mit Kolostomiebeuteln abgebaut werden.

Annie Jenkins will verhindern, dass sowas nochmal passiert

Annie Jenkins (30) will die Welt mit ihrer Aktion verbessern.
Annie Jenkins (30) will die Welt mit ihrer Aktion verbessern.  © Facebook/Screenshots/Annie Jenkins

Die 30-Jährige schrieb weiter: "Jeder denkt, wenn jemand einen Kolostomiebeutel trägt, müsse er stinken. Aber das ist eine schockierende Sicht und zeigt, wie ungebildet die Welt ist, in der wir leben."

Nicht jeder konnte die Meinung der Britin teilen. Jenkins sagte laut der "SUN", dass sie einige Hass-Nachrichten erhielt und manche ihr vorwarfen, in ihrem Zustand Mutter geworden zu sein. Doch viele schlossen sich der Engländerin an und posteten Fotos von sich und ihren Kolostomiebeuteln.

Während sie ihre Social-Media-Kampagne fortsetzt, sagte Jenkins: "Ich werde einfach weiter versuchen, so viel Bewusstsein wie möglich zu schaffen, um hoffentlich eine Wiederholung des Geschehens in Amerika zu verhindern."

Unter dem Hashtag "#bagsoutforseven" posten derzeit einige User Fotos auf Facebook von sich und ihrem künstlichen Darmausgang. Für Seven B. kommt jede Unterstützung zu spät, aber vielleicht können die Menschen durch ihre Solidarität ja tatsächlich ein ähnliches Unglück abwenden.

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