Coronavirus: Seehofer spricht sich für mehr Freiheiten für mehr Geimpfte aus

Deutschland - Fast genau 1,5 Jahre nach Auftreten der ersten Coronavirus-Fälle in Deutschland ist die Pandemie noch nicht Geschichte. Zwar schreiten die Impfungen voran, doch momentan beunruhigt die Delta-Variante und lässt die Zahl der Infektionen wieder steigen. TAG24 berichtet im Liveticker über das Corona-Geschehen. Zu den aktuellen Meldungen geht es >> hier.

Update, 25. Juli, 21.29 Uhr: Auch Seehofer will Geimpfte bevorzugen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (72, CSU) hat sich gegen eine Corona-Impflicht, aber für mehr Freiheiten für Geimpfte ausgesprochen.

"Das ist keine Diskriminierung der Nicht-Geimpften", sagte Seehofer im Interview mit RTL/ntv. Er achte es, wenn jemand sich aus persönlichen Gründen gegen eine Impfung entscheide.

"Aber die nicht geimpfte Person muss auch einsehen, dass wir die Gesamtgesellschaft schützen müssen und deshalb nur die Geimpften zu größeren Gemeinschaftsveranstaltungen zulassen können."

Gleichzeitig stellt sich Seehofer gegen eine Impfpflicht. "Wir müssen die Leute überzeugen, dass sie sich impfen lassen." Man dürfe eine Impfung vor allem nicht zur Voraussetzung für ein Arbeitsverhältnis oder den Abschluss eines Versicherungsvertrages machen. "Das dürfen wir in Deutschland nicht beginnen."

Bundesinnenminister Horst Seehofer (72, CSU).
Bundesinnenminister Horst Seehofer (72, CSU).  © Peter Kneffel/dpa

Update, 25. Juli, 17.03 Uhr: Lauterbach und Habeck fordern Vorzugsbehandlung von Geimpften!

Grünen-Parteichef Robert Habeck (51) und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) halten es für richtig, vollständig gegen Corona Geimpften ab einem bestimmten Zeitpunkt wieder mehr Möglichkeiten im Alltag einzuräumen.

"In dem Moment, wo allen Menschen ein Impfangebot gemacht worden ist, sieht Solidarität so aus: Man muss sich nicht impfen lassen, aber kann nicht damit rechnen, dass alle anderen auf ihre Freiheit verzichten, weil man sich nicht hat impfen lassen", sagte Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Die Konsequenz ist, dass Geimpfte beziehungsweise Genesene zukünftig unter Umständen mehr Möglichkeiten und Zugänge haben können, als Menschen, die sich gegen eine Impfung entschieden haben." Für diejenigen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen könnten, müsse es Ausnahmen geben.

Lauterbach zufolge werde bald "nichts anderes übrigbleiben, als den Zutritt zu Räumen, wo viele Leute eng zusammenkommen, auf Genesene und Geimpfte zu beschränken".

Mit der Rückkehr der Urlauber sei auch mit höheren Fallzahlen zu rechnen, zudem begegneten sich die Menschen im Herbst wieder verstärkt in Innenräumen, sagte der SPD-Politiker der Süddeutschen Zeitung. Die Zahl der falsch negativen Tests sei zu hoch, um dann noch negativ Getestete mit Geimpften und Genesenen gleichzustellen.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58).
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 25. Juli, 16.22 Uhr: Woidke fordert kurzfristig Bund-Länder-Konferenz

Angesichts steigender Infektionszahlen in Deutschland hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) die kurzfristige Einberufung einer Bund-Länder-Konferenz gefordert.

"Bund und Länder müssen sich zügig abstimmen. Deshalb sollte die nächste Ministerpräsidentenkonferenz möglichst bald stattfinden", sagte der Regierungschef am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir müssen alles dafür tun, damit das normale Leben möglichst aufrecht erhalten bleiben kann."

Auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) sieht aktuell einen kurzfristigen Abstimmungsbedarf zwischen Bund und Ländern. "Auch wenn die Lage auf den Intensivstationen deutlich besser geworden ist, dürfen wir jetzt nicht die gute Ausgangslage für den Herbst verspielen", teilte er am Samstag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Ebenso wie Müller rief Woidke die Bürger dazu auf, sich impfen zu lassen. "Wer sich impfen lässt, schützt sich und andere", betonte der Regierungschef. Woidke verwies darauf, dass immer mehr Reiseländer zu Hochrisikogebieten würden. "Das war zu befürchten", sagte er. "Deshalb brauchen wir konsequente Einreisekontrollen."

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD).
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD).  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/POOL/dpa

Update, 25. Juli, 15.37 Uhr: Söder will mit Unionsländern über Schüler-Impfprogramm sprechen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) will mit den unionsgeführten Ländern rasch über seine Pläne für ein Schüler-Impfprogramm gegen das Coronavirus sprechen.

"Deshalb habe ich die Ministerpräsidenten der B-Länder vorsorglich für diesen Dienstag zu einer Schalte eingeladen", sagte der CSU-Chef der Augsburger Allgemeine (Montag). Ob diese Schalte tatsächlich stattfindet, stand nach Angaben eines Regierungssprechers am Sonntag noch nicht fest.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU).
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU).  © Sven Hoppe/dpa

Update, 25. Juli, 13.51 Uhr: Laschet gegen Impfpflicht und Einschränkungen für Ungeimpfte

Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, hat sich gegen eine Impfpflicht und Einschränkungen für Ungeimpfte in der Corona-Pandemie ausgesprochen.

"Ich halte nichts von Impfpflicht und halte auch nichts davon, auf Menschen indirekt Druck zu machen, dass sie sich impfen lassen sollen", sagte der CDU-Chef am Sonntag im Sommerinterview des ZDF. Priorität müsse nun haben, möglichst viele Bürger von der Impfung gegen Corona zu überzeugen.

Laschet dagegen betonte, das Prinzip, dass man entweder geimpft, getestet oder genesen sein müsse, um bestimmte Dinge zu tun, sei richtig. "In einem freiheitlichen Staat gibt es Freiheitsrechte, nicht nur für bestimmte Gruppen", betonte er. Das Ziel müsse sein, die Pandemie so zu bekämpfen, dass alle Freiheits- und Grundrechte wieder in Kraft gesetzt werden.

Update, 25. Juli, 13.26 Uhr: Salzburg feiert Klassik mit FFP2-Masken - Festspiele eröffnet

Vor großem Publikum mit FFP2-Masken sind am Sonntag die Salzburger Festspiele eröffnet worden.

Als Festredner warb der Philosoph und frühere deutsche Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin für eine beherzte Verteidigung der Demokratie: Den Dystopien von Klimawandel, drohendem Atomkrieg und Digitalisierung mit immer mehr Maschinenmacht müsse etwas Positives entgegengesetzt werden. "Es gibt eine humanistische Utopie", sagte Nida-Rümelin. "Sie heißt Demokratie." Die Kunst führe aus dem Alltagsleben heraus und verändere den Blick, sagte Nida-Rümelin im Vorfeld in einem Interview. Sie habe damit auch etwas Utopisches.

Eigentlich sollte das bedeutendste Klassik-Festival der Welt ohne Corona-Auflagen stattfinden. Aber einen Tag nach der ersten Premiere, die schon am 17. Juli stattfand, war ein geimpfter Gast positiv auf das Coronavirus getestet worden. Deshalb wurde die FFP2-Maskenpflicht eingeführt.

Auch der Berliner Schauspieler Lars Eidinger (45) nimmt an der Eröffnung der Salzburger Festspiele teil.
Auch der Berliner Schauspieler Lars Eidinger (45) nimmt an der Eröffnung der Salzburger Festspiele teil.  © Barbara Gindl/APA/dpa

Update, 25. Juli, 13.12 Uhr: Slowakisches Parlament billigt Erleichterungen für Geimpfte

In der Slowakei soll das digitale Covid-Zertifikat der EU künftig als Eintrittskarte zum Beispiel für Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe dienen können.

Das Parlament in Bratislava schuf dafür am Sonntag die rechtliche Grundlage. Dafür stimmten nach Angaben der Agentur TASR 77 Abgeordnete des Nationalrats. Es gab 55 Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Zum Einsatz kommen soll der sogenannte Grüne Pass erst im Fall einer weiteren Coronavirus-Welle. Das Zertifikat gibt Aufschluss über eine vollständige Impfung oder einen negativen Test.

Das Gesetzesvorhaben war von heftigen Protesten begleitet worden. Am Freitag hatte die Polizei Tränengas eingesetzt, um Hunderte Impfgegner an der Stürmung des Parlamentsgebäudes zu hindern. Bei den Zusammenstößen wurde eine Polizistin verletzt.

Update, 25. Juli, 12.34 Uhr: Britischer Gesundheitsminister verärgert mit Äußerung zu Corona

Mit einer Aussage zu Corona hat der neue britische Gesundheitsminister, Sajid Javid (51), Kritik auf sich gezogen.

"Bitte lasst euch impfen, wenn ihr es noch nicht getan habt, während wir lernen, mit dem Virus zu leben, anstatt uns davor wegzuducken", twitterte Javid am Samstagnachmittag. Der Tweet wurde inzwischen gelöscht.

Die Organisation Covid-19 Bereaved Families for Justice, die Angehörige von an Covid-19 Gestorbenen vertritt, bezeichnete den Kommentar als "zutiefst unsensibel", wie die BBC am Sonntag berichtete. Die Kritik bezog sich vor allem auf Javids Wortwahl: Er hatte das englische Wort "cower" benutzt, das sich im Deutschen mit "wegducken" oder "kauern" übersetzen lässt.

In seinem Tweet gab Javid auch seine eigene Genesung bekannt. Der Minister war vor einer Woche trotz vollständiger Impfung positiv auf Corona getestet worden, hatte aber nur milde Symptome gezeigt. Premierminister Boris Johnson (57) musste nach einer Sitzung mit Javid ebenfalls in Quarantäne.

Update, 25. Juli, 11.55 Uhr: Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in Europa

In mehreren europäischen Ländern haben Tausende Menschen gegen wieder strengere Corona-Maßnahmen und gegen Nachteile für Ungeimpfte demonstriert.

In Frankreich gingen am Samstag landesweit mehr als 160.000 Menschen auf die Straßen, wie der französische Nachrichtensender Franceinfo berichtete. Sowohl dort als auch bei einer Demonstration von Impfgegnern in Athen kam es zu Ausschreitungen und Festnahmen. In Rom protestierten 3000 Menschen unter anderem gegen das digitale Corona-Zertifikat der EU, auch in anderen italienischen Städten wurde Medienberichten zufolge demonstriert.

In allen drei Ländern haben die Regierungen zuletzt die Corona-Maßnahmen angesichts steigender Infektionszahlen wieder verschärft. In Frankreich wurde eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal auf den Weg gebracht, in Griechenland ist eine solche bereits verfügt worden.

24.07.2021, Frankreich, Paris: Demonstranten nehmen auf der «Droits de l'homme»-Esplanade am Trocadero-Platz an einem Protest gegen die Impfpflicht für bestimmte Arbeitszweige und den von der Regierung geforderten obligatorischen Impfass teil. Foto: Alain Jocard/AFP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
24.07.2021, Frankreich, Paris: Demonstranten nehmen auf der «Droits de l'homme»-Esplanade am Trocadero-Platz an einem Protest gegen die Impfpflicht für bestimmte Arbeitszweige und den von der Regierung geforderten obligatorischen Impfass teil. Foto: Alain Jocard/AFP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++  © Alain Jocard/AFP/dpa

Update, 25. Juli, 10.59 Uhr: Zuschauer könnten im Herbst für Premier League Impfnachweis brauchen

Bei Spielen der englischen Fußball-Premier-League könnten ab Oktober nur noch vollständig gegen Corona geimpfte Zuschauer zugelassen werden. Das geht aus Plänen der britischen Regierung hervor, über die die Nachrichtenagentur PA am Sonntag berichtete.

Für andere Sportevents mit mehr als 20.000 Zuschauern könnten dieselben Regeln gelten. "Damit könnte nicht nur eine volle Kapazität in Stadien ermöglicht werden, sondern es hat auch den Bonus, Menschen allen Alters dafür zu belohnen, sich impfen zu lassen", zitiert PA eine Quelle aus Regierungskreisen.

Bei Veranstaltungen ohne Sitzplätze - etwa bei Konzerten - könnte dem Bericht zufolge sogar schon ab 5000 Teilnehmern ein verpflichtender Impfnachweis notwendig werden. Auch in Nachtclubs plant die Regierung von Premierminister Boris Johnson (57), diese zu verlangen. Ein negativer Testnachweis soll in diesem Fall nicht als Ersatz ausreichen.

Die Nachweispflicht wäre eine massive Verschärfung der bislang in England geltenden Regeln.

Update, 25. Juli, 10.53 Uhr: Experte warnt: Viele Japaner ignorieren wegen Olympia Corona-Regeln

Die Olympischen Spiele drohen nach Ansicht eines Experten indirekt zu einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen zu führen.

Nicht die Olympia-Teilnehmer seien das Hauptproblem, sagte der Politikprofessor Koichi Nakano von der Sophia University in Tokio am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Vielmehr sei es der Umstand, dass die Spiele überhaupt stattfinden zu einem Zeitpunkt, da die Bevölkerung über den immer wieder verlängerten Corona-Notstand zunehmend "frustriert" sei. "Die Leute werden ungeduldig und hören nicht mehr auf die Regierung", sagte Nakano und führte als Beispiel die Radrennen am Vortag an. Zahlreiche Zuschauer waren am Straßenrand zu sehen, mitunter standen sie in mehreren Reihen an der Strecke.

Im Vorfeld der Spiele hatte sich eine Mehrheit der Bevölkerung noch gegen die Spiele ausgesprochen. Doch jetzt, da die Spiele begonnen haben, würden manche denken, "es mache keinen Sinn, zu protestieren. Jetzt könne man die Spiele auch unterstützen", sagte Nakano. "Das ist ein sehr typisch japanisches Denken", so der Politikwissenschaftler.

Zuschauer am Straßenrand könnten das Coronavirus weitertragen.
Zuschauer am Straßenrand könnten das Coronavirus weitertragen.  © Thibault Camus/AP/dpa

Update, 25. Juli, 10.15 Uhr: Olympia-Aus für Golf-Favoriten Rahm und DeChambeau

Die Golfstars Jon Rahm und Bryson DeChambeau werden wegen positiver Corona-Tests die Olympischen Spiele in Tokio verpassen.

Beim Weltranglistenersten und US Open-Sieger Rahm (26) sei der letzte der drei obligatorischen PCR-Tests nach seiner Rückkehr von den British Open positiv gewesen, teilte Spaniens Olympia-Team am Sonntag mit. Beim 27-jährigen Amerikaner DeChambeau wurde die Infektion vor seiner Abreise in die japanische Hauptstadt festgestellt, so das US-Team.

Damit fehlen zwei Favoriten auf die Goldmedaille beim olympischen Golfturnier (29. bis 1. August) im Kasumigaseki Country Club. Der US-Open-Sieger von 2020 wird nun durch seinen Landsmann Patrick Reed ersetzt. Bei den Spaniern startet nur Adri Arnaus. Die Zeit, bei all den Formalien einen Ersatzmann für Rahm zu schicken, sei zu kurz.

Update, 25. Juli, 10.14 Uhr: 25 Festnahmen bei Demo von Impfgegnern in Athen

Bei Krawallen auf einer Demo von Impfgegnern hat die griechische Polizei am Samstagabend 25 Menschen vorübergehend festgenommen.

Zuvor hatten sich nach Angaben der Behörden mehrere Tausend Menschen auf dem zentralen Athener Syntagma-Platz versammelt, um gegen die teilweise Corona-Impfpflicht zu protestieren, die es in Griechenland inzwischen gibt. Nach einer friedlichen Kundgebung eskalierte die Situation, als Demonstranten Brandsätze und Steine auf die Einsatzkräfte warfen und diese Wasserwerfer und Tränengas einsetzten.

In Griechenland und auch auf Zypern kommt es derzeit immer wieder zu Demonstrationen gegen die Corona-Impfkampagnen, die zum Teil auch in Gewalt münden. Bei den Impfgegnern handelt es sich zu einem Großteil um religiöse Eiferer und Rechtsextreme. Sie gehen auf die Straße, seit die Regierung angesichts steigender Infektionszahlen den Druck auf ungeimpfte Bürger verstärkt.

Polizisten sind bei einer Demonstration von Impfgegnern in Athen im Einsatz. Tausende Menschen protestierten gegen die Maßnahmen der griechischen Regierung, um die steigenden Corona-Infektionen einzudämmen und die Impfungen in dem Land voranzutreiben.
Polizisten sind bei einer Demonstration von Impfgegnern in Athen im Einsatz. Tausende Menschen protestierten gegen die Maßnahmen der griechischen Regierung, um die steigenden Corona-Infektionen einzudämmen und die Impfungen in dem Land voranzutreiben.  © Yorgos Karahalis/AP/dpa

Update, 25. Juli, 10.03 Uhr: Berufsverband lehnt Impfpflicht für Pflegende ab

Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern hat eine Impfpflicht für Pflegekräfte erneut abgelehnt. "Ich glaube allerdings sehr wohl, dass es eine moralische Pflicht gibt, sich impfen zu lassen, gerade für alle Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten", sagte Verbandspräsident Georg Sigl-Lehner der "Augsburger Allgemeinen". "Aber diese moralische Pflicht gilt auch für die Gesamtbevölkerung."

Zum einen könne man so andere Menschen schützen. "Ich trage das Virus oft ohne, dass ich es merke, in ein Altenheim, eine Klinik, eine Einrichtung für behinderte Menschen hinein." Zum anderen sei der Selbstschutz ein wichtiges Argument, sich impfen zu lassen. "Diese moralische Pflicht, sich impfen zu lassen, habe ich meines Erachtens aber auch, weil ich ja selbst Kinder habe, einen Partner, eine Familie, für die ich Verantwortung trage."

Sigl-Lehner sagte aber auch, das Grundrecht, sich nicht impfen zu lassen, müsse respektiert werden.

Update, 25. Juli, 9.21 Uhr: Olympia-Organisatoren bemängeln Corona-Verstöße bei Siegerehrungen

Nach Umarmungen und Verstößen gegen das Maskengebot bei Olympia-Medaillenzeremonien im Schwimmen haben die Organisatoren der Tokio-Spiele an das Einhalten der Corona-Regeln erinnert.

"Wir bitten und ermahnen jeden, die Regeln zu beachten, wer auch immer man ist", sagte Mark Adams, Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees, am Sonntag. Nach der 4 x 100-Meter-Freistilstaffel der Frauen hatten die Teams aus Australien, Kanada und den USA auf dem Podium keine Maske getragen und wurden bei Umarmungen gesehen. Ähnliche Szenen gab es bei der Siegerehrung nach den 400 Meter Lagen der Männer.

"Es ist keine freundliche Bitte, sondern eine Verpflichtung, sowohl für den Sport wie auch für alle Beteiligten", sagte IOC-Sprecher Adams. Alle im Olympia-Umfeld seien gebeten, sich an die sogenannten Playbooks zu halten, die umfassenden Handbücher für die Corona-Regeln bei den Sommerspielen in Japan.

Einer Mitteilung der Organisatoren vom Sonntag zufolge hat es im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen seit dem 1. Juli 132 Neuinfektionen gegeben, 13 davon bei Athleten.

Update, 25. Juli, 7.25 Uhr: Radprofi Geschke frustriert über Quarantäne-Bedingungen

Der bei den Olympischen Spielen positiv auf das Coronavirus getestete Radprofi Simon Geschke (35) hat die Umstände der Quarantäne beklagt.

"Man wird um 7 Uhr von einem Lautsprecher geweckt im Zimmer. Dann muss man Fieber und Sauerstoffsättigung messen. Für mich ist es unverständlich, warum das so früh sein muss, wenn man dann den ganzen Tag kaum etwas zu tun hat", sagte der 35-Jährige am Sonntag der dpa. Geschke verglich das Hotel, bei dem Türen und Fenster verschlossen sind, mit einer Psychiatrie.

Die Wäsche müssen die Bewohner des Hotels selbst im Waschbecken waschen, dreimal täglich dürfen sie zum Essen abholen in die Lobby. Dabei ist es untersagt, sich eigenes Essen zu bestellen. Geschke muss wohl mindestens acht Tage in der Quarantäne verbringen. Laut Regularien wird der Berliner erst am sechsten Tag erneut getestet und dann noch einmal 24 Stunden später. Sind diese Tests negativ, darf man das Hotel am Folgetag verlassen.

Der Deutsche Simon Geschke (35) vom Team CCC sei positiv auf das Virus getestet worden.
Der Deutsche Simon Geschke (35) vom Team CCC sei positiv auf das Virus getestet worden.  © Yuzuru Sunada/BELGA/dpa

Update, 25. Juli, 6.25 Uhr: Corona-Wirbel im deutschen Team

Radprofi Emanuel Buchmann (28) ist wie geplant von den Olympischen Spielen abgereist. Das bestätigte sein Teamkollege Simon Geschke (35) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Nach dem positiven Corona-Test von Geschke war zunächst unklar, ob dessen Zimmerkollege Buchmann nach Hause fliegen durfte. Der Ravensburger war mehrfach negativ getestet worden, musste aber statt im Teamhotel im Olympischen Dorf übernachten.

Buchmann hatte in der Nacht vor dem Straßenrennen das Hotel der deutschen Radsportler am Mount Fuji verlassen müssen und wurde ins knapp zwei Stunden entfernte Tokio zu einem PCR-Test gefahren. Erst vier Stunden vor dem Rennen am Samstag erhielt der 28-Jährige die Starterlaubnis. Im Rennen hielt Buchmann bis etwa 35 Kilometer vor dem Ziel mit der Spitzengruppe mit, belegte am Ende Platz 29.

Update, 25. Juli, 5.32 Uhr: Bayreuther Festspiele starten

Nach einem Jahr Zwangspause geht es wieder los auf dem Grünen Hügel: Am heutigen Sonntag beginnen die Bayreuther Festspiele mit einer Neuinszenierung der Richard-Wagner-Oper "Der fliegende Holländer", die Geschichte schreiben wird.

Denn zum ersten Mal in 145 Jahren Festspielgeschichte wird eine Frau am Dirigentenpult von Bayreuth stehen: Die 43 Jahre alte Oksana Lyniv dirigiert die Oper, die von Regisseur Dmitri Tcherniakov inszeniert wird.

Dass sie das nicht vor traditionell vollem Haus tun wird, liegt an den Corona-Einschränkungen: Nur 911 Menschen dürfen dabei sein - sonst sind es etwa 2000. Ins weltberühmte Opernhaus darf nur, wer negativ getestet, komplett geimpft oder genesen ist. Zudem gilt: FFP2-Maskenpflicht. Auch der ebenso berühmte wie große Festspiel-Chor wird nicht auf der Bühne singen. Seine Beiträge werden eingespielt.

Update, 25. Juli, 5.30 Uhr: Kretschmann will Impfpflicht nicht ausschließen

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73) hält eine Impfpflicht im weiteren Kampf gegen die Corona-Krise für denkbar.

"Wir planen keine Impfpflicht. Für alle Zeiten kann ich eine Impfpflicht nicht ausschließen", sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "Es ist möglich, dass Varianten auftreten, die das erforderlich machen." Es könne gut sein, "dass wir irgendwann gewisse Bereiche und Tätigkeiten nur noch für Geimpfte zulassen". Er nannte die Masern als Beispiel: "Da gibt's auch eine Impfpflicht für die Kitas, weil Masern höchst ansteckend sind." Ohne Impfungen werde man die Pandemie nicht in die Knie zwingen können.

Kretschmann warnt seit längerem vor einer vierten Welle und blickt eher pessimistisch auf Herbst und Winter.

Winfried Kretschmann (73, Grüne), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, appellierte an die Menschen, sich impfen zu lassen. "Im Kern kann man sagen: Impfen ist Bürgerpflicht. Es geht um sehr viel. Das sollte jeder verantwortlich denkende Mensch einfach tun." Die Nebenwirkungen von Covid-19 seien viel schlimmer als die der Impfstoffe überhaupt sein könnten.
Winfried Kretschmann (73, Grüne), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, appellierte an die Menschen, sich impfen zu lassen. "Im Kern kann man sagen: Impfen ist Bürgerpflicht. Es geht um sehr viel. Das sollte jeder verantwortlich denkende Mensch einfach tun." Die Nebenwirkungen von Covid-19 seien viel schlimmer als die der Impfstoffe überhaupt sein könnten.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 25. Juli, 4.51 Uhr: Zehn weitere Corona-Fälle im Olympia-Umfeld

Die Olympia-Organisatoren von Tokio haben zwei weitere Corona-Fälle bei Athleten bestätigt. Insgesamt vermeldeten die Macher der Sommerspiele am Sonntag zehn Neuinfektionen im Umfeld der Sommerspiele. Damit stieg die Zahl der positiven Tests bei den Spielen seit Beginn der Erfassung am 1. Juli auf 132.

Einer der betroffenen Athleten ist der Mitteilung zufolge ein niederländischer Ruderer. Das Oranje-Team hatte bereits am Samstag den Corona-Fall des 21 Jahre alten Finn Florijn bestätigt. Im deutschen Team hatte es am Eröffnungstag durch Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben.

In Tokio steigt die Zahl der Corona-Infizierten im Olympia-Umfeld.
In Tokio steigt die Zahl der Corona-Infizierten im Olympia-Umfeld.  © Adam Davy/PA Wire/dpa

Update, 25. Juli, 4.48 Uhr: 1387 Corona-Neuinfektionen, Inzidenz bei 13,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit zweieinhalb Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntagmorgen lag sie bei 13,8 (Vortag: 13,6; Tiefststand am 6. Juli: 4,9). Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 1387 Corona-Neuinfektionen (Stand: 4.35 Uhr). Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1292 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden vier Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es drei Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.755.898 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.644.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.524.

Update, 25. Juli, 1.01 Uhr: Kommunen fordern: Corona-Lockdown im Herbst verhindern

Die Kommunen appellieren an Bund und Länder, einen weiteren Corona-Lockdown im Herbst zu verhindern. Ein Lockdown wäre verheerend für die Menschen, aber auch für die Wirtschaft, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Viele Bürgerinnen und Bürger würden eine solche Maßnahme kaum akzeptieren, meinte er. Bund und Länder müssten sich zeitnah darauf verständigen, welche Maßstäbe wann und wo gelten für weitere Einschränkungen im Herbst.

Der innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Konstantin Kuhle (32), schlug vor, die Vorbereitung der Bundestagswahl zu nutzen, um die Impfkampagne auszuweiten.

Update, 25. Juli, 00.01 Uhr: Kanzleramtsminister: Geimpfte werden mehr Freiheiten haben

Kanzleramtsminister Helge Braun (48, CDU) hat die Menschen zur Corona-Impfung aufgerufen und mögliche Einschränkungen im Herbst für Ungeimpfte angekündigt.

Es gebe zwei Argumente für die Impfung, sagte Braun der "Bild am Sonntag". Die Impfung schütze zu 90 Prozent vor einer schweren Corona-Erkrankung. "Und: Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte."

Solange die Impfstoffe gegen die Delta-Variante so gut helfen, sei ein klassischer Lockdown nicht mehr nötig, sagte Braun. Aber wenn Deutschland eine hohe vierte Welle bekäme, würde das nicht ohne Auswirkungen bleiben. "Bei hohem Infektionsgeschehen trotz Testkonzepten würden Ungeimpfte ihre Kontakte reduzieren müssen. Das kann auch bedeuten, dass gewisse Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich wären, weil das Restrisiko zu hoch ist", sagte er.

Auf die Frage, ob das rechtlich zulässig wäre, antwortete Braun mit "Ja". "Der Staat hat die Pflicht, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen", erklärte er. "Dazu gehört ein Gesundheitswesen, das im Winter nicht erneut Krebs- und Gelenkoperationen zurückstellen muss, um Corona-Patienten zu behandeln. Und dazu gehört auch der Schutz derjenigen, die ungeimpft sind."

Helge Braun (48, CDU), Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, kündigte an, dass Geimpfte mehr Freiheiten haben werden.
Helge Braun (48, CDU), Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, kündigte an, dass Geimpfte mehr Freiheiten haben werden.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 24. Juli, 21.10 Uhr: Proteste gegen strengere Corona-Regeln in Italien

In Italien haben Medienberichten zufolge Tausende Menschen gegen strengere Corona-Regeln protestiert.

In Rom versammelten sich Schätzungen zufolge etwa 3000 Gegner des "Grünen Passes", wie die Nachrichtenagentur Ansa am Samstag meldete. Das digitale Corona-Zertifikat der EU wird in Italien auch Grüner Pass genannt. Auch in weiteren Städten, darunter Mailand, Turin und Neapel, kam es zu Protesten, wie unter anderem die Zeitung Corriere della Sera berichtete.

Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte angesichts deutlich steigender Infektionszahlen strengere Corona-Maßnahmen auf den Weg gebracht und die Zutrittsregeln zu zahlreichen Aktivitäten im Innenbereich verschärft. Ab dem 6. August ist in dem Land etwa für Restaurantbesuche im Innenbereich, in Museen, Fitnessstudios und Schwimmbädern ein Impfnachweis, ein 48 Stunden lang gültiger negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig.

Die erweitere Nutzung des Grünen Passes sei kein willkürlicher Akt, sondern eine Bedingung für Öffnungen, hatte Draghi den Beschluss begründet. Seitdem meldeten sich mehr Menschen für Impfungen an, wie ein Gesundheitsministeriums-Sprecher offiziell bestätigte. Bisher wurden mehr als 54,9 Prozent der Bevölkerung über zwölf Jahre vollständig geimpft.

Update, 24. Juli, 19.56 Uhr: "Datenerhebungskatastrophe" hemmt Pandemie-Abwehr

Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit ist davon überzeugt, dass die Pandemie mit einer besseren Erhebung von Daten in Deutschland leichter bewältigt werden könnte.

"Wir haben eine Datenerhebungskatastrophe", sagte er im Podcast "Die Wochentester" von Kölner Stadt-Anzeiger und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Deshalb fehle in der Corona-Krise eine Datengrundlage für wirksame Maßnahmen.

"Das hat uns die letzten anderthalb Jahre begleitet und ist meines Erachtens nur in homöopathischen Dosen besser geworden", so der Forscher vom Bernhard-Nocht-Institut. Dies betreffe etwa die Frage, wer nachgeimpft werden müsse. Die Frage nach der Impf-Auffrischung müsse ohnehin in den kommenden Wochen und Monaten dringend beantwortet werden, betonte er erneut.

Denn: "Das Virus wird uns unser ganzes Leben weiter beschäftigen."

Update, 24. Juli, 17.38 Uhr: Franzosen wehren sich gegen strengere Corona-Regeln

In Paris und anderen französischen Städten haben wieder Tausende Menschen gegen die Verschärfung der Corona-Regeln demonstriert. Das berichteten der französische Nachrichtensender Franceinfo und andere Medien am Samstag.

Der TV-Nachrichtensender BFM zeigte Bilder, wonach es in Paris am Rande des Protests zu Ausschreitungen kam - die Polizei habe Tränengas eingesetzt, so der Sender. Vor einer Woche waren nach Angaben des Innenministeriums landesweit rund 114.000 Menschen auf die Straßen gegangen.

Erst am Freitag hatte die Nationalversammlung als Unterhaus des Parlaments einem Gesetzesvorhaben zugestimmt, das die Ausweitung der Nachweispflicht über einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder Genesung vorsieht.

Nun muss noch der Senat als zweite Parlamentskammer die neuen Regelungen genehmigen, damit der Nachweis ab August auch für die Nutzung und den Besuch von Fernzügen, Bars, Restaurants und Einkaufszentren nötig wird. Auch einer geplanten Impfpflicht für Gesundheitspersonal gaben die Abgeordneten der Nationalversammlung in erster Lesung ihre Zustimmung.

Demonstranten nehmen auf der «Droits de l'homme»-Esplanade am Trocadero-Platz an einem Protest gegen die Impfpflicht für bestimmte Arbeitszweige und den von der Regierung geforderten obligatorischen Impfass teil.
Demonstranten nehmen auf der «Droits de l'homme»-Esplanade am Trocadero-Platz an einem Protest gegen die Impfpflicht für bestimmte Arbeitszweige und den von der Regierung geforderten obligatorischen Impfass teil.  © Alain Jocard/AFP/dpa

Update, 24. Juli, 15.39 Uhr: Bis zu drei Wochen Quarantäne in Polen!

Im Kampf gegen die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus und andere neue Mutanten verschärft Polen seine Quarantäneregeln.

Wenn bei einem Infizierten eine Variante mit erhöhter Ansteckungsgefahr festgestellt wird, kann das Gesundheitsamt künftig über eine Verlängerung der häuslichen Isolierung auf bis zu drei Wochen entscheiden. Das geht aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor, wie das Nachrichtenportal Gazeta.pl am Samstag berichtete.

Bis zu drei Wochen müssen Menschen in Polen in Zukunft in Quarantäne (Symbolbild).
Bis zu drei Wochen müssen Menschen in Polen in Zukunft in Quarantäne (Symbolbild).  © 123RF/magiceyes

Update, 24. Juli, 15.08 Uhr: Tui: Die meisten Urlauber wollen auf Mallorca bleiben

Nach der angekündigten Hochstufung Spaniens zum Corona-Hochinzidenzgebiet gibt es zunächst keine Hinweise, dass eine größere Zahl von Menschen ihre Mallorca-Urlaub vorzeitig abbrechen oder gebuchte Aufenthalte stornieren wollen.

"Erste Informationen von der Playa de Palma deuten darauf hin, dass die Gäste weiter ihren Urlaub auf Mallorca verbringen möchten. Sie fühlen sich vor Ort gut aufgehoben, meiden größere Menschenansammlungen und sind zum großen Teil schon geimpft", sagte der Sprecher des Reiseveranstalters Tui, Aage Dünhaupt, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Auf den Onlineportalen der Fluggesellschaften waren am Samstag noch Tickets für Verbindungen von Palma nach Deutschland für Sonntag und Montag erhältlich. Die Einstufung Spaniens als Hochinzidenzgebiet tritt am Dienstag in Kraft. Die Preise der angebotenen Flugtickets für Sonntag und Montag sind zum Teil aber bereits deutlich gestiegen.

Update, 24. Juli, 13.47 Uhr: Tennisprofi Zverev nach Corona-Fall: "Fühle mich relativ sicher"

Tennisprofi Alexander Zverev macht sich nach dem Corona-Fall des deutschen Radsportlers Simon Geschke bei Olympia in Tokio keine Sorgen.

"Der Corona-Fall war ja nicht im Dorf. Wir sind alle jeden Tag getestet, klar, wir sind extrem viele", sagte der 24-jährige Hamburger am Samstag: "Ich fühle mich relativ sicher. Es ist relativ gut organisiert alles."

Geschke war am Freitagabend als erster Corona-Fall im deutschen Team gemeldet und vom Straßenrennen ausgeschlossen worden. Am Tag nach der Eröffnungsfeier vermeldeten die Olympia-Organisatoren 17 weitere Corona-Fälle. Damit stieg die Zahl der positiven Tests seit Beginn der Erfassung am 1. Juli auf insgesamt 123.

Update, 24. Juli, 13 Uhr: Impfquote von 50 Prozent rückt näher

In den nächsten Tagen dürfte Deutschland bei der Corona-Impfquote die Marke von 50 Prozent überschreiten.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind inzwischen 49,1 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft (Stand 12.40 Uhr). Das entspricht 40,82 Millionen Menschen. Mindestens eine Impfdosis haben dem RKI zufolge 60,8 Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 50,54 Millionen Menschen verabreicht bekommen. Allein am Freitag wurden 517.470 Dosen gespritzt.

Unter den Bundesländern lag Bremen dem RKI zufolge nach wie vor an erster Stelle mit einem Anteil von 69,7 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen. Auch bei den vollständig Geimpften belegte Bremen mit 56,3 Prozent den Spitzenplatz. Schlusslicht bei den Erstimpfungen blieb Sachsen (51,5 Prozent), genau wie bei den vollständig Geimpften (45,3 Prozent).

Bald ist die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland geimpft.
Bald ist die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland geimpft.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 24. Juli, 12.26 Uhr: Britische Regierung lockert Quarantäne-Regeln für weitere Berufe

Wegen massiver Personalausfälle in vielen Bereichen hat die britische Regierung die Corona-Quarantäne-Regeln für weitere Berufsgruppen gelockert.

So dürfen in England auch Zugführer, Grenzbeamte oder Feuerwehrleute, die Kontakt zu Corona-Infizierten hatten, sich nun täglich testen, statt in Quarantäne zu gehen. Dies gab die Regierung am Samstag bekannt. Zunächst hatten diese Sonderregeln nur für Beschäftigte des Gesundheitsdienstes und später auch für Beschäftigte der Lebensmittelversorgung gegolten.

Update, 24. Juli, 10.46 Uhr: Vier Wochen ohne - nun kehrt Island zu Corona-Beschränkungen zurück

Wegen steigender Corona-Zahlen führt Island wieder neue Beschränkungen im öffentlichen Leben ein.

Ab Sonntag müssen Bars und Clubs ab Mitternacht schließen, bei Veranstaltungen sind dann maximal 200 Teilnehmer erlaubt, wie die Regierung am Freitagabend laut Berichten des isländischen Senders RUV mitteilte. Außerdem sollen die Isländer wieder mindestens einen Meter Abstand halten und in Innenräumen Masken tragen.

Island hatte sich erst vor vier Wochen von seinen Corona-Maßnahmen verabschiedet. Nach 15 Monaten Abstand halten, Maske tragen und weiteren Maßnahmen wurden alle Beschränkungen aufgehoben. Zuvor war eine Woche lang kein neuer Corona-Fall mehr auf der Nordatlantik-Insel gemeldet worden. Rund 90 Prozent aller Isländer über 16 Jahren sind mindestens einmal gegen Corona geimpft.

Update, 24. Juli, 8.14 Uhr: Neue Hochinzidenzgebiete: Tourismusbeauftragter verteidigt Einstufung

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hat die Einstufung Spaniens und der Niederlande als Hochinzidenzgebiete verteidigt.

"Das macht Reisen sicher und - soweit es in einer Pandemie geht - auch planbar", sagte Bareiß der Bild-Zeitung (Samstag). Zwar sei es "bedauerlich", dass die Inzidenzen in Spanien und den Niederlanden so stark gestiegen seien. Aber die Einstufung in die verschiedenen Risikogebiete erfolge nach "transparenten Regelungen". Die Einreisebestimmungen müssten zudem mit den Entwicklungen in der Pandemie immer wieder neu bewertet werden.

Die Einstufungen Spaniens und der Niederlande wegen hoher Infektionszahlen gelten ab Dienstag. Die Entscheidung der Bundesregierung vom Freitag bedeutet zwar kein Reiseverbot. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss aber nach der Rückkehr nach Deutschland mindestens fünf Tage in Quarantäne. Einige Reiseveranstalter berichteten bereits von einer wachsenden Verunsicherung der Kunden und Stornoanfragen.

Update, 24. Juli, 6.05 Uhr: Trotz Corona-Notstand: Viele Zuschauer an der Radstrecke in Tokio

Viele Japaner haben am Samstag eine der wenigen Chancen genutzt, olympischen Sport live zu verfolgen.

Beim Radrennen der Männer waren zahlreiche Zuschauer am Straßenrand zu sehen, mitunter standen die Fans in mehreren Reihen an der Strecke. Die Behörden hatten die Bevölkerung eigentlich aufgerufen, wegen den steigenden Corona-Zahlen nicht an die Strecke zu gehen. Ein Verbot gab es aber nicht.

Update, 24. Juli, 6 Uhr: Nach Corona-Pause: New Yorker Steuben-Parade findet wieder statt

Nach einer Pause wegen der Coronavirus-Pandemie soll die Steuben-Parade zu Ehren deutscher Traditionen in diesem Jahr wieder über die Fifth Avenue ziehen.

Die 64. Steuben-Parade sei für den 18. September geplant, teilten die Veranstalter mit. Im vergangenen Jahr hatte der Umzug wegen der Pandemie nur virtuell stattfinden können.

Die Parade war in den 50er Jahren ins Leben gerufen worden. Mit ihr wollen deutschstämmige Amerikaner die Traditionen ihrer Vorfahren pflegen. Die Parade ist nach Friedrich Wilhelm von Steuben benannt, einem preußischen Offizier und späteren amerikanischen General.

Update, 24. Juli, 5 Uhr: Weil: "Normalität, wenn sehr große Mehrheit geimpft"

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht in der Corona-Pandemie das Impfen gegen das Virus als zentralen Schlüssel für eine Rückkehr zur Normalität.

"Ein Leben in Normalität wird sich dann ergeben, wenn eine sehr große Mehrheit in der Gesellschaft vollständig geimpft ist", sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur. Die verfügbaren Impfstoffe schlügen auf die bisher bekannten Mutationen gut an. "Ich verstehe nicht, dass gerade jetzt, in dem Moment, wo wir genug Impfstoff haben, die Bereitschaft in der Bevölkerung deutlich an Schwung verliert", sagte Weil.

"Wenn man bedenkt, dass zum Beispiel für die Kinder derzeit noch kein Impfstoff zugelassen ist, dann müssen sich vom Rest der Gesellschaft weitaus mehr Menschen als die 80 Prozent impfen lassen."

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen.
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen.  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 24. Juli, 4.38 Uhr: Zahlen für Deutschland

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit zweieinhalb Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Samstagmorgen lag sie bei 13,6.

Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 1919 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.35 Uhr wiedergeben.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet.

Update, 24. Juli, 4.28 Uhr: 17 neue Corona-Fälle bei Olympia

Bei den Olympischen Spielen in Tokio haben die Organisatoren 17 weitere Corona-Fälle vermeldet.

Damit stieg die Zahl der positiven Tests seit Beginn der Erfassung am 1. Juli auf insgesamt 123. Wie das Organisationskomitee in dem am Samstag veröffentlichten Tagesbericht bekanntgab, gehört zu den Betroffenen eine Athletin oder ein Athlet, die oder der nicht aus Japan kommt. Tags zuvor hatte die deutsche Olympia-Mannschaft ihren ersten Corona-Fall bekanntgegeben. Der Radsportler Simon Geschke war positiv auf das Virus getestet worden.

Update, 24. Juli, 2.45 Uhr: Montgomery warnt vor Corona-Eintrag aus Spanien und Italien

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnt vor einer steigenden Corona-Inzidenz durch Reiserückkehrer.

"Spanien und Italien sind beliebte Urlaubsländer vor allem bei jüngeren Menschen, die oft noch nicht zweimal geimpft sind. Der Viren-Eintrag nach Deutschland aus diesen Ländern wird durch die Reiserückkehrer ganz klar steigen", sagte Montgomery der "Rheinischen Post" (Samstag).

Der Ärztefunktionär forderte, mit konsequenter Quarantäne für ungeimpfte Reiserückkehrer und Einhaltung der Corona-Regeln dafür zu sorgen, dass aus der vierten Welle kein "Tsunami" werde. Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach riet zur Vorsicht. «Derzeit haben wir die Herdenimmunität noch nicht erreicht, deshalb rate ich, weiter vorsichtig zu sein», sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Das bedeute auch: "Discothekenbesuche nur für Menschen, die geimpft, genesen oder getestet sind und nur mit Maske."

Update, 24. Juli, 2.05 Uhr: Karliczek: Erwachsene sollen sich aus Solidarität zu Kindern impfen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fordert Erwachsene auf, sich gegen Corona impfen zu lassen - auch aus Solidarität gegenüber Kindern und Jugendlichen.

"Gerade jetzt, wo die Infektionszahlen wieder ansteigen, sollten sich möglichst alle Erwachsenen mit den Kindern und Jugendlichen solidarisch zeigen, indem nicht geimpfte Personen die Impfangebote wahrnehmen", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Solidarität der Erwachsenen wäre ein ganz wichtiger Beitrag, um nach den Sommerferien einen regulären Schulbetrieb zu ermöglichen."

Karliczek argumentierte: "Für die jüngeren Kinder ist kein Impfstoff zugelassen, für die Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren wird keine Impfung empfohlen. Darum: Je weniger das Virus unter den Erwachsenen zirkuliert, desto weniger kann es auch für die Jüngeren zu einer Gefahr werden."

Update, 24. Juli, 2 Uhr: Dreyer fordert neuen Warnwert in der Corona-Politik

Angesichts der wachsenden Zahl der gegen das Coronavirus geimpften Menschen hat sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) für angepasste Bewertungskriterien in der Corona-Politik ausgesprochen.

"Wir schauen natürlich auch mit Sorge auf die steigenden Infektionszahlen", sagte sie der Rheinischen Post (Samstag). "Dennoch sagt die Inzidenz heute viel weniger über die Gefahr einer Erkrankung und die mögliche Belastung des Gesundheitssystems aus als noch vor einem halben Jahr, weil immer mehr Menschen geimpft werden."

Die Inzidenz bleibe wichtig, aber sie sollte mit der Lage in den Krankenhäusern verknüpft werden, sagte Dreyer. Dazu zähle, wer dort eingeliefert werde und wer auf eine Intensivstation müsse. "Die Bundesländer müssen mit der Bundesregierung zu einem neuen Warnwert kommen."

Update, 23. Juli, 19.30 Uhr: Neuinfektionen in Türkei auf höchstem Stand seit Mitte Mai

In der Türkei ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten gestiegen.

Das Gesundheitsministerium meldete am Freitag 11.094 Neuinfektionen - so viele wie seit Mitte Mai nicht mehr.

Innerhalb eines Tages starben 60 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19.

Das 82 Millionen-Einwohner-Land hatte Anfang Juli alle Ausgangsbeschränkungen wegen der Pandemie aufgehoben. Seitdem steigen die Fallzahlen wieder.

Die Türkei setzt die Impfstoffe des chinesischen Herstellers Sinovac sowie von Biontech/Pfizer ein. Etwa 46 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) sind vollständig geimpft.

Update, 23. Juli, 19.17 Uhr: Spitzenkandidatin der Linken lehnt Impfpflicht ab

Die Co-Vorsitzende und Spitzenkandidatin der Linken für die Bundestagswahl, Janine Wissler, lehnt eine verpflichtende Corona-Impfung ab.

"Ich finde, wir müssen versuchen, die Menschen zu überzeugen", sagte sie im Sommerinterview des Hessischen Rundfunks.

"Es gibt ja auch die Beispiele, wo Menschen skeptisch waren gegenüber Impfungen und dann durch Aufklärungsgespräche, wo sie alle ihre Fragen stellen konnten, auch überzeugt werden konnten", sagte Wissler.

Deshalb sei sie nicht für eine Impfpflicht, sondern für ein niedrigschwelliges Impfangebot.

Janine Wissler (Die Linke), stellvertretende Parteivorsitzende der Linken auf Bundesebene.
Janine Wissler (Die Linke), stellvertretende Parteivorsitzende der Linken auf Bundesebene.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 23. Juli, 17.12 Uhr: Corona-Infektionen in Italien deutlich gestiegen - Delta herrscht vor

In Italien sind die Corona-Infektionszahlen deutlich gestiegen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert erhöhte sich auf landesweit durchschnittlich 41 Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, in der Vorwoche waren es noch 19. Vor allem bei jungen Menschen seien mehr Infektionen verzeichnet worden, hieß es am Freitag im wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums in Rom.

Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen blieb Experten zufolge auf ähnlichem niedrigem Niveau wie in der Vorwoche.

Die ansteckendere Delta-Variante breite sich in Italien weiter aus und sei inzwischen vorherrschend. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte am Donnerstagabend bereits mit strengeren Coronaregeln reagiert.

Ab dem 6. August ist in dem Land für zahlreiche Aktivitäten im Innenbereich ein Impfnachweis, ein negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig. Zudem wurde der Notstand bis zum 31. Dezember verlängert.

Update, 23. Juli, 17.03 Uhr: Spanien: Corona-Risiko nicht nur an Inzidenz messen

Nach der Einstufung zum Hochinzidenzgebiet durch Deutschland hat Spanien betont, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen nicht mehr das Maß aller Dinge sein könne.

Für die Einschätzung des Corona-Risikos müssten auch andere Größen wie die Lage in den Krankenhäusern und der Stand der Impfkampagne berücksichtigt werden, hieß es am Freitag aus Regierungskreisen in Madrid.

Eine offizielle Stellungnahme gab es zunächst nicht. Es handele sich um die souveräne Entscheidung eines anderen Landes, die man nicht kommentieren wolle, hieß es.

Update, 23. Juli, 17 Uhr: Erster Coronafall im deutschen Olympia-Team: Radsportler positiv

Im deutschen Olympia-Team in Tokio gibt es einen ersten Coronafall.

Mehr dazu im Artikel "Erster Corona-Fall im deutschen Olympia-Team".

Frankreich, Malaucene: Radsport: UCI WorldTour - Tour de France, Sorgues - Malaucène (198,90 km), 11. Etappe. Der Deutsche Simon Geschke vom Team Cofidis fährt den Mont Ventoux hinunter.
Frankreich, Malaucene: Radsport: UCI WorldTour - Tour de France, Sorgues - Malaucène (198,90 km), 11. Etappe. Der Deutsche Simon Geschke vom Team Cofidis fährt den Mont Ventoux hinunter.  © Roth/dpa

Update, 23. Juli, 16.45 Uhr: Vietnam verzeichnet so viele Corona-Neuinfektionen wie noch nie

Vietnam hat am Freitag innerhalb von 24 Stunden mehr als 7300 Corona-Neuinfektionen registriert - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Zahl sei fünf Mal so hoch wie die im Gesamtjahr 2020 verzeichneten Infektionen, teilten die Gesundheitsbehörden des südostasiatischen Staates mit.

Am schlimmsten betroffen ist Ho-Chi-Minh-Stadt. In der größten Stadt des Landes und in der Hauptstadt Hanoi gelten strenge Einschränkungen. Die Menschen sollen ihre Häuser nur noch verlassen, wenn es absolut notwendig ist.

Insgesamt wurden bisher rund 78 000 Infektionen bestätigt. 370 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Geimpft ist wegen fehlender Impfstoffe bisher nur ein Bruchteil der Bevölkerung.

Update, 23. Juli, 16.32 Uhr: Reiseverband: Spanien-Entscheidung macht Urlaubspläne zunichte

Der Reiseverband DRV hat die Entscheidung der Bundesregierung kritisiert, Spanien vom 27. Juli an als Corona-Hochinzidenzgebiet einzustufen.

Dies mache mitten in der Ferienzeit "zahlreichen Reisenden und insbesondere vielen Familien mit Kindern die Urlaubspläne zunichte", sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig am Freitag.

Die von der Corona-Krise hart getroffene Reisewirtschaft befürchtet, dass eine drohende Quarantäne Menschen verunsichert, die gerade im Urlaub sind oder kurz davor stehen.

Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

Fiebig forderte: "Wir müssen weg von der reinen Inzidenzbetrachtung bei der Einstufung von Zielgebieten."

Stattdessen sollte die tatsächliche Gefährdungslage für Reisende sowie die Belastung des Gesundheitssystems in den Mittelpunkt der Überlegungen gerückt werden. Dies sollte bei der ohnehin notwendigen Anpassung der Corona-Einreiseverordnung berücksichtigt werden.

Der DRV schätzt, dass momentan etwa 200.000 Pauschalreisende aus Deutschland in dem Land Urlaub machen, davon 60 Prozent auf den Balearen.

Hinzu kämen geschätzt etwa 200.000 Individualtouristen. Urlauber, die in den nächsten Tagen eine Reise nach Spanien geplant haben, würden von den Veranstaltern sukzessive kontaktiert.

Update, 23. Juli, 16.18 Uhr: Apotheken können ab nächster Woche wieder Impfzertifikate ausstellen

Ab nächster Woche sollen Apotheken in Deutschland schrittweise wieder Corona-Impfzertifikate ausstellen können.

Mehr dazu im Artikel "Nach Sicherheitslücke: Ab diesem Zeitpunkt stellen Apotheken wieder Impfzertifikate aus".

Bayern, München: Ein Apotheker hält einen Impfpass und einen digitalen Impfnachweis in den Händen.
Bayern, München: Ein Apotheker hält einen Impfpass und einen digitalen Impfnachweis in den Händen.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 23. Juli, 16.15 Uhr: Spanien und die Niederlande werden Corona-Hochinzidenzgebiete

Die Bundesregierung stuft Spanien und die Niederlande von Dienstag an als Corona-Hochinzidenzgebiete ein.

Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt.

Mehr dazu im Artikel "Ab Dienstag: Spanien und Niederlande werden Corona-Hochinzidenzgebiete".

Update, 23. Juli, 15.50 Uhr: Verlängerte Corona-Überbrückungshilfe gestartet

Die verlängerten staatlichen Hilfen für besonders belastete Firmen in der Corona-Krise können seit Freitag beantragt werden. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.

Die Bundesregierung hatte entschieden, dass die bisher bis Ende Juni befristete Überbrückungshilfe III als "Überbrückungshilfe III Plus" bis September fortgeführt wird. Neu ist eine "Restart-Prämie", mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu Personalkosten erhalten können - falls sie etwa Personal aus der Kurzarbeit zurückholen oder neu einstellen.

Die Überbrückungshilfe ist das zentrale Kriseninstrument der Regierung, um Folgen der Pandemie auf Jobs und Firmen abzufedern.

Update, 23. Juli, 15.43 Uhr: Positiver Corona-Test: Weltklasse-Surfer Morais nicht bei Olympia

Der portugiesische Weltklasse-Surfer Federico Morais kann bei der olympischen Premiere seiner Sportart nicht in Tokio dabei sein.

Der 29-Jährige gab am Freitag auf Instagram bekannt, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden sei und daher nicht nach Japan reisen könne.

Update, 23. Juli, 15.15 Uhr: EU-Behörde empfiehlt Moderna-Impfstoff für Kinder und Jugendliche

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren gespritzt werden.

Die Experten der EMA bewerteten am Freitag in Amsterdam die entsprechenden Daten von Studien positiv und machten den Weg frei für die Zulassung des Impfstoffes für 12- bis 17-Jährige. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, das aber gilt als Formsache.

Ein Mitarbeiter des Impfzentrums in den Messehallen nimmt eine Impfdose vom Impfstoff Astrazeneca vom Tisch. Links im Bild steht eine Impfdose vom Impfstoff Biontech, rechts im Bild steht eine Impfdose vom Impfstoff Moderna.
Ein Mitarbeiter des Impfzentrums in den Messehallen nimmt eine Impfdose vom Impfstoff Astrazeneca vom Tisch. Links im Bild steht eine Impfdose vom Impfstoff Biontech, rechts im Bild steht eine Impfdose vom Impfstoff Moderna.  © Marcus Brandt/dpa

Update, 23. Juli, 15.14 Uhr: Kroatien verschärft Corona-Maßnahmen an Adria-Küste

Angesichts steigender Corona-Inzidenzzahlen an der Adriaküste hat Kroatien die Vorsichtsmaßnahmen in diesem Urlaubsgebiet verstärkt.

Versammlungen von mehr als 1000 Menschen sind ab kommendem Montag verboten - unabhängig davon, ob die Anwesenden gegen Corona geimpft sind oder eine Covid-Erkrankung überstanden haben.

EU-Bürger dürfen weiterhin nach Kroatien einreisen, wenn sie das EU-weit gültige Corona-Zertifikat vorlegen.

Update, 23. Juli, 15.10 Uhr: Delta-Variante dominiert in großen Teilen Europas

Die ansteckendere Delta-Variante dominiert mittlerweile die Corona-Pandemie in großen Teilen Europas.

Das teilten die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO am Freitag mit.

Zwischen dem 28. Juni und 11. Juli erfasste Daten zeigten, dass Delta in 19 von 28 Ländern mit ausreichenden Informationen die dominierende Variante gewesen sei. Der durchschnittliche Anteil an den analysierten Corona-Fällen lag demnach in diesen 19 Staaten bei 68,3 Prozent. Die zuvor dominierende Alpha-Variante kam auf einen Anteil von 22,3 Prozent.

Die in Kopenhagen und Stockholm ansässigen Gesundheitsinstitutionen machten zugleich darauf aufmerksam, dass die Bemühungen wieder verstärkt werden müssten, um Corona-Übertragungen zu verhindern.

Die Zahl der bestätigten Fälle sei in Europa in jeder der vergangenen vier Wochen gestiegen, besonders schnell unter Jüngeren. Die Delta-Variante B.1.617.2 werde sich weiter ausbreiten und andere Varianten verdrängen, sofern kein neuer Erreger auftauche.

Update, 23. Juli, 15 Uhr: Söder fordert Impfprogramm für Schüler und neue Einreiseverordnung

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder knüpft seine Bereitschaft für eine vorgezogene Bund-Länder-Konferenz an Bedingungen wie den Beschluss eines Corona-Schülerimpfprogramms.

"Ich bin da offen, drüber zu reden. Allerdings müssen vorher Bedingungen geschaffen werden. Es reicht nicht, sich zum Kaffee-Plausch zu treffen, sondern wir müssen dann schon Maßnahmen treffen", sagte der CSU-Chef am Freitag nach einer Klausur des Parteivorstands in Gmund am Tegernsee.

Dazu gehöre eine Einreiseverordnung ab dem 1. August und eine spezielles Impfprogramm für Schüler und Schülerinnen.

Der Plan des Bundes, eine Einreiseverordnung erst ab dem 11. September einzuführen, sei "sinnlos", da dann die Sommerferien schon wieder vorbei wären, sagte Söder.

Gerade der Reiseverkehr in den Sommerferien werde aber vermutlich wieder ein Treiber bei den Corona-Infektionszahlen sein. Zudem müsse die Verordnung eine Testpflicht für alle Rückkehrer vorsehen, unabhängig vom Land, aus dem eingereist werde.

Mit Blick auf die Schülerimpfungen betonte Söder, er wisse, dass die Ständige Impfkommission hier skeptisch sei, "das ist ihr gutes Recht", aber die Politik müsse entscheiden. Jetzt in den Ferien gebe es noch die Möglichkeit, ein Impfangebot für Schüler zu organisieren.

Außerdem müsse eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) Maßnahmen beschließen, um die Impfquoten im Land zu verbessern. Der entschiedenste Anreiz seien die Freiheiten, die dann möglich würden.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 23. Juli, 14.19 Uhr: Bars und Kneipen in Bayern dürfen auch innen öffnen

Reine Kneipen und Bars im Freistaat dürfen ab sofort auch innen wieder öffnen.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof kippte die Regelung zur Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Für Bars und Kneipen ohne Essensangebot gelten damit ab sofort die gleichen Regeln wie für Restaurants. Discos und Clubs sind von der Entscheidung nicht betroffen.

Update, 23. Juli, 14.04 Uhr: Corona-Fall in Osnabrücker Diskothek - 400 Menschen in Quarantäne?

Nach dem Besuch eines mit Corona infizierten Mannes in einer Osnabrücker Diskothek am vergangenen Samstag könnten mehr als 400 Menschen aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück in Quarantäne geschickt werden.

Das hänge davon ab, welche Virus-Variante der Disko-Besucher gehabt habe, sagte eine Stadtsprecherin am Freitag. Bei der Delta-Variante seien die Geimpften und Genesenen von der Quarantäne ausgenommen, bei der ansteckenderen Gamma-Variante müssten auch sie in Quarantäne. Die Bestimmung des Virustyps sei vom Labor noch nicht abgeschlossen.

Insgesamt hatten den Angaben zufolge etwa 405 Menschen aus der Region Osnabrück mit dem aus dem Landkreis Vechta stammenden Besucher Kontakt. Bei ihm wurde inzwischen eine Infektion nachgewiesen und inzwischen zeige er auch Krankheitssymptome, hieß es.

Update, 23. Juli, 13.16 Uhr: Schweden lässt Einsatz von Astrazeneca-Impfstoff auslaufen

Schweden verabschiedet sich allmählich vom Einsatz des Corona-Impfstoffes des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca. Wie die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Freitag mitteilte, sind 89 Prozent der Menschen über 65 Jahre - die Bevölkerungsgruppe, die in Schweden hauptsächlich Astrazeneca erhalten hat - mittlerweile vollständig geimpft.

Aus diesem Grund hat sich die Behörde nun dazu entschlossen, die Verteilung des Präparats an die einzelnen Regionen des skandinavischen EU-Landes zu beenden und die Verwendung des Mittels somit nach und nach einzustellen.

Die Regionen, die noch Astrazeneca-Impfstoff vorrätig haben, können demnach entweder diesen oder die Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna verwenden. Ein Teil der verbliebenen Astrazeneca-Dosen soll gespendet werden.

Update, 23. Juli, 12.44 Uhr: Slowakische Polizei setzt Tränengas gegen Impfgegner ein

Vor dem slowakischen Parlament ist es am Freitag zu Zusammenstößen zwischen Corona-Impfgegnern und der Polizei gekommen.

Die Beamten setzten Tränengas ein, um Hunderte Demonstranten an der Stürmung des Nationalrats in der Hauptstadt Bratislava zu hindern. Eine Polizistin sei verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur TASR unter Berufung auf die Rettungsdienste. Die Protestierenden skandierten demnach Sprüche wie "Impffaschismus", "Gestapo" und "Wir geben nicht auf".

Update, 23. Juli, 12.29 Uhr: Nein zum Grünen Pass - Protest gegen neue Zutrittsregeln in Italien

In Italien haben Gegner des sogenannten Grünen Passes gegen strengere Zutrittsregeln zu Restaurants und Bars als Reaktion auf die Corona-Pandemie protestiert.

Etwa 2000 Menschen versammelten sich Medienberichten zufolge am späten Donnerstagabend zu einer Kundgebung in Turin. Nein zum Grünen Pass, forderten die Demonstranten, wie im Fernsehen zu sehen war. Das digitale Corona-Zertifikat der EU wird in Italien auch Grüner Pass genannt.

Der Protest folgte auf eine Entscheidung der Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi, angesichts steigender Infektionszahlen die Corona-Regeln zu verschärfen. Ab dem 6. August ist in dem Land unter anderem für Restaurantbesuche im Innenbereich, in Museen, Fitnessstudios und Schwimmbädern ein Impfnachweis, ein 48 Stunden lang gültiger negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig.

EU-Bürger können nach den neuen Regeln ihren EU-Impfpass zeigen. Das Dokument bescheinigt unter anderem die vollständige Impfung, wenn 14 Tage nach der zweiten Dosis vergangen sind. In Italien wird das Zertifikat laut Gesundheitsministerium bereits 14 Tage nach Erhalt der ersten Dosis gültig.

Eine Gruppe junger Frauen sitzt vor Kolosseum.
Eine Gruppe junger Frauen sitzt vor Kolosseum.  © Cecilia Fabiano/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Update, 23. Juli, 12.25 Uhr: Corona: Junge Erwachsene in England am stärksten betroffen

Junge Erwachsene sind in der jüngsten Infektionswelle in England am stärksten betroffen. Das geht aus Zahlen der Gesundheitsbehörde Public Health England hervor, die in dieser Woche veröffentlicht wurden.

Demnach lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in dieser Altersgruppe bei zuletzt knapp 1155 - der höchste je festgestellte Wert seit Ausbruch der Pandemie im vergangenen Jahr. Insgesamt wurde die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Großbritannien zuletzt mit 488 angegeben.

Update, 23. Juli, 11.47 Uhr: Apotheken stellen auch weiterhin keine Corona-Impfzertifikate aus

Apotheken in ganz Deutschland können nach wie vor keine Corona-Impfzertifikate ausstellen.

Es stehe noch nicht fest, wann die Zertifikate in Apotheken wieder erhältlich seien, teilte eine Sprecherin des Deutsche Apothekerverbands (DAV) am Freitag mit. Der DAV hatte die Ausstellung in Rücksprache mit dem Bundesgesundheitsministerium gestoppt, da es am Donnerstag Berichte über eine Sicherheitslücke gab.

Update, 23. Juli, 11.39 Uhr: Deutsche auf Mallorca reagieren gelassen auf mögliche Quarantäne

Deutsche Urlauber auf Mallorca haben am Freitag relativ gelassen auf die mögliche Einstufung ganz Spaniens als Corona-Hochinzidenzgebiet reagiert.

Sabrina aus Remagen ist mit Mann und zwei Kindern im Alter von sieben Jahren und zehn Monaten in einer Ferienwohnung auf Mallorca. "Mein Mann und ich sind geimpft. Wir sind relativ entspannt, aber ein unwohles Gefühl ist auch schon dabei", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Größere Gruppen würden sie meiden. "Unserer großen Tochter droht eine Quarantäne. Trotzdem ziehen wir unsere Reise durch und bleiben bis Mitte August." Zuhause hätten sie einen Garten und würden die Quarantäne der Kinder in Kauf nehmen.

Eher unaufgeregt sieht das auch Nancy Immel, die mit ihrem 17-jährigen Sohn in Cala Ratjada Urlaub macht. "Hier ist alles entspannt. In Palma und Magaluf ist die Ansteckungsgefahr größer." Sie finde es ungerecht, dass so auf Mallorca "eingedroschen" werde, woanders seien die Inzidenzen ja auch hoch. "Corona wird nicht mehr weggehen und wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben", sagt Immel.

Ihr Sohn habe zwar erst eine Impfung und ihm drohe damit eine Quarantäne bei der Rückkehr, aber sie würden dennoch nicht daran denken, den Urlaub abzubrechen.

Update, 23. Juli, 11.05 Uhr: Hotelmanagerin auf Ibiza: Schlechte Nachricht für den Tourismus

Die Leiterin eines großen Hotels auf Ibiza, Alicia Reina, sieht schwere Zeiten auf die Tourismusbranche zukommen, sollte Deutschland den Corona-Hotspot Spanien als Hochinzidenzgebiet einstufen.

"Wenn sich das bewahrheitet, wäre es keine gute Nachricht", sagte die die Präsidentin des Verbandes der Hoteldirektoren auf den Balearen (AEDH) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Tourismusbranche setze aber auf die Impfkampagne, die gut vorankomme.

"Die Daten werden sich hoffentlich bald zum Besseren ändern, während Spanien hart daran arbeitet, die notwendigen Maßnahmen zur Umkehr der Entwicklung umzusetzen", sagte Reina.

Eine drohende "Vollkatastrophe" sieht die deutsche Sängerin Isabel Buder-Gülck, die auf Mallorca als Isi Glück regelmäßig im Mega-Park an der Partymeile Ballermann auftrat. "Wir waren auf einem guten Weg und nun werden viele wieder stornieren", sagte sie dpa. "Das ist ein herber Rückschlag für die Hoteliers und Gastronomen, die eigentlich nichts dafür können".

Update, 23. Juli, 10.48 Uhr: Über 48 Prozent der Bevölkerung in Deutschland voll geimpft

In Deutschland sind inzwischen 48,5 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag (Stand: 9.45 Uhr) wurden am Donnerstag 565.235 Impfdosen verabreicht. Damit sind nun rund 40,3 Millionen Menschen vollständig geimpft. Rund 50,4 Millionen (60,6 Prozent) haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

Unter den Bundesländern lag Bremen dem RKI zufolge nach wie vor an erster Stelle mit einem Anteil von 69,5 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen. Auch bei den vollständig Geimpften belegte Bremen mit 55,5 Prozent den Spitzenplatz. Schlusslicht bei den Erstimpfungen blieb Sachsen (51,4 Prozent), genau wie bei den vollständig Geimpften (44,9 Prozent).

In Deutschland sind inzwischen 48,5 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.
In Deutschland sind inzwischen 48,5 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 23. Juli, 10.24 Uhr: Mehr Corona-Fälle in den USA - niedrige Impfquote beunruhigt

In den USA nimmt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zu.

Die Behörden meldeten am Donnerstag 56.069 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Freitagmorgen (MESZ) hervorging. Das sind etwa 27.600 mehr als vor genau einer Woche.

Wie der Corona-Koordinator der Regierung, Jeff Zients, am Donnerstag in einer Pressekonferenz mitteilte, steigt die Zahl der Neuinfektionen in Landesteilen mit niedrigerer Impfquote besonders stark an. Derzeit machten die Bundesstaaten Florida, Texas und Missouri, die im landesweiten Vergleich weniger Impfungen verzeichneten, rund 40 Prozent aller neuen Fälle in den USA aus.

Update, 23. Juli, 9.43 Uhr: Niedersachsens Minister will Änderungen am Corona-Stufenplan

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann will durch Änderungen am Corona-Stufenplan des Landes ein rasches Inkrafttreten neuer Beschränkungen vermeiden.

Das sollte geschehen, bevor die steigenden Infektionszahlen in einzelnen Regionen «wieder eine Marke erreichen, die mit spürbaren Einschränkungen oder gar Schließungen verbunden ist", sagte der CDU-Politiker der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom Freitag. "Gerade mit Blick auf unsere Tourismus- und Beherbergungsbranche, das Messegeschäft, die Gastronomie oder den Einzelhandel hätte so ein Szenario nach den zurückliegenden Pandemiemonaten verheerende Auswirkungen."

Update, 23. Juli, 9.26 Uhr: London nimmt Lebensmittelhandel von Isolationspflicht aus

Die britische Regierung hat kurzfristig Ausnahmeregelungen für Mitarbeiter im Lebensmittelhandel eingeführt, die Kontakt mit Corona-Infizierten hatten.

Hintergrund sind Personalengpässe und mancherorts leere Supermarktregale. Die Regierung teilte am späten Donnerstagabend mit, dass Mitarbeiter in Lebensmittel-Verteilzentren nun von der Pflicht zur Selbstisolation ausgenommen seien und stattdessen regelmäßige Coronatests durchführen.

Update, 23. Juli, 8.44 Uhr: Spanien als mögliches Corona-Hochinzidenzgebiet: Sorge auf Mallorca

Berichte, wonach die Bundesregierung den Corona-Hotspot Spanien womöglich als Hochinzidenzgebiet einstufen will, lassen auf Mallorca als liebster Ferieninsel der Deutschen die Alarmglocken schrillen.

"Diese Entscheidung wird vor allem Mallorca und den Rest der Inseln (Balearen) treffen", schrieb die Zeitung Última Hora am Freitag. "Das wäre ein weiterer Schlag für den Tourismus", fürchtet auch die Zeitung Diario de Mallorca. Denn wer nicht vollständig geimpft oder von Corona genesen ist, muss bei der Rückkehr aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland für zehn Tage in Quarantäne, die erst nach fünf Tagen durch einen negativen Test verkürzt werden kann.

Dies trifft besonders jüngere Urlauber, von denen viele noch nicht geimpft sind. Aber auch vollständig geimpfte Eltern könnten in Schwierigkeiten geraten, wenn ihre Kinder nach der Rückkehr aus dem Mallorca-Urlaub für mindestens fünf Tage in Quarantäne müssten statt in den Hort oder Kindergarten gehen zu dürfen.

Die Funke Mediengruppe hatte am Donnerstag berichtet, dass die Bundesregierung Spanien und die Niederlande an diesem Freitag zum Corona-Hochinzidenzgebiet erklären wolle.

Menschen sitzen in einer Bar an der Strandpromenade von Palma. auf Mallorca sind die Corona-Zahlen wieder in die Höhe geschossen.
Menschen sitzen in einer Bar an der Strandpromenade von Palma. auf Mallorca sind die Corona-Zahlen wieder in die Höhe geschossen.  © Clara Margais/dpa

Update, 23. Juli, 7.52 Uhr: Neuseeland setzt Corona-Regelung mit Australien aus

Nach einem Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Australien wegen der hochansteckenden Delta-Variante hat Neuseeland das quarantänefreie Reisen zwischen beiden Ländern vorerst ausgesetzt.

Die Regelung gelte ab Freitagnacht (Ortszeit) für mindestens zwei Monate, kündigte die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern an. "Dies ist keine Entscheidung, die wir leichtfertig getroffen haben, aber es ist die richtige Entscheidung, um die Sicherheit der Neuseeländer zu gewährleisten", betonte sie.

Update, 23. Juli, 4.30 Uhr: Inzidenz steigt seit über zwei Wochen - 2089 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit über zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagmorgen lag sie bei 13,2 – am Vortag betrug der Wert 12,2.

Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 2089 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.25 Uhr wiedergeben. Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 34 Todesfälle verzeichnet.

Update, 23. Juli, 4.29 Uhr: Höchstwert seit Erfassung: 19 neue Corona-Fälle bei Olympia

Am Tag der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio haben die Organisatoren 19 weitere Corona-Fälle veröffentlicht.

Das ist der bisherige Höchstwert seit Beginn der Erfassung der Tests am 1. Juli. Damit stieg die Zahl der positiven Tests auf insgesamt 106. Wie das Organisationskomitee in dem am Freitag veröffentlichten Tagesbericht bekanntgab, gehören zu den Betroffenen drei Athletinnen oder Athleten, die nicht aus Japan kommen. Namen oder Herkunftsländer werden vom Organisationskomitee nicht genannt.

Update, 23. Juli, 2 Uhr: Ethikratsvorsitzende Woopen kritisiert Impfpflicht-Debatte

Die Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Christiane Woopen, hat die Debatte über eine Corona-Impfpflicht in Deutschland kritisiert. "Derzeit ist eine solche Diskussion ganz unangemessen", sagte Woopen der Rheinischen Post (Freitag).

"Eine Herdenimmunität ist ohnehin nicht erreichbar, weil auch doppelt Geimpfte das Virus weitergeben, erkranken und sterben können, wenn auch mit erheblich niedrigerem Risiko. Eine Impfpflicht wäre nur im alleräußersten Notfall gerechtfertigt, wenn die gesundheitliche Situation völlig aus dem Ruder läuft. Und dann auch nur für bestimmte
Berufsgruppen."

Christiane Woopen kritisiert die Impfpflicht-Debatte.
Christiane Woopen kritisiert die Impfpflicht-Debatte.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 23. Juli, 1 Uhr: Lehrerverband dringt auf große Corona-Vorsicht zum neuen Schuljahr

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, mahnt zu Beginn des neuen Schuljahres große Corona-Vorsicht an.

Zum Start des Schuljahres brauche es "eine Phase mit besonderen erhöhten Infektionsschutzmaßnahmen an Schulen", sagte Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). In den ersten ein bis zwei Monaten des neuen Schuljahrs solle etwa "eine vollständige Maskenpflicht auch während des Unterrichts für alle Altersstufen gelten". Zudem sollten seiner Meinung nach die regelmäßigen Schnelltests fortgeführt werden, und zwar "am besten dreimal pro Woche".

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, machte in den Funke-Zeitungen sogar noch mehr Druck. Ziel müsse es sein, "tägliche Testungen vor Unterrichtsbeginn zu ermöglichen", sagte er.

Update, 22. Juli, 21.53 Uhr: Delta-Ausbruch nach Disko-Abend: Alle Gäste in Quarantäne

Nach zwei Corona-Nachweisen unter den Besuchern der Aachener Diskothek "Apollo" hat die Städteregion Aachen alle Gäste vom 16. und 17. Juli aufgefordert, sich "sofort und unmittelbar" in häusliche Quarantäne zu begeben.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel "Delta-Alarm nach Disko-Besuch: Jetzt sollen alle Partygäste in Quarantäne".

Bei zwei Disko-Besuchern aus der Städteregion Aachen wurde das Coronavirus festgestellt.
Bei zwei Disko-Besuchern aus der Städteregion Aachen wurde das Coronavirus festgestellt.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 22. Juli, 21.48 Uhr: China lehnt WHO-Pläne für Laborinspektionen ab

China stellt sich gegen Pläne der WHO einer Labor-Inspektion in der zentralchinesischen Metropole Wuhan auf der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus.

China könne einen solchen Plan nicht akzeptieren, sagte Zeng Yixin, Vizeminister von Chinas Nationaler Gesundheitskommission, am Donnerstag. Er sei überrascht gewesen, als er die neuen Pläne der WHO studierte.

Der Fokus auf einen möglichen Laborausbruch zeuge von einer arroganten Haltung gegenüber der Wissenschaft.

Update, 22. Juli, 20.22 Uhr: Inzidenzanstieg vor allem bei 15- bis 34-Jährigen

Der Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut (RKI) bisher vor allem bei Menschen zwischen 15 und 34 Jahren zu beobachten.

Während sich die Werte in den Gruppen ab 60 Jahren in den vergangenen Wochen nur minimal und auf sehr niedrigem Niveau (unter 5 Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen) veränderten, verzeichnet das RKI für Jüngere relativ starke Zuwächse.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz von 32 in der vergangenen Woche verzeichnen demnach die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 24 Jahren.

Update, 22. Juli, 20.21 Uhr: Anstieg der Corona-Zahlen in Spanien verlangsamt sich

Der rasante Anstieg der Corona-Zahlen in Spanien während der vergangenen Wochen hat sich etwas abgeflacht.

Die Zahl der Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Donnerstagabend auf 333. Das war nur ein Zähler mehr als am Vortag.

Für die Balearen mit Mallorca als liebster Ferieninsel der Deutschen wurde der Wert mit 365 angegeben - eine Steigerung von 18 Zählern im Vergleich zu Mittwoch.

Update, 22. Juli, 19.04 Uhr: Spanien soll Corona-Hochinzidenzgebiet werden

Die Bundesregierung will nach einem Medienbericht Spanien als Corona-Hochinzidenzgebiet einstufen.

Wie die Funke Mediengruppe am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise weiter berichtete, soll zudem die Niederlande zum Hochinzidenzgebiet erklärt werden.

Update, 22. Juli, 19.02 Uhr: Drittliga-Start Osnabrück gegen Duisburg abgesagt

Das Eröffnungsspiel der 3. Liga zwischen dem VfL Osnabrück und dem MSV Duisburg fällt aus.

Der Deutsche Fußball-Bund sagte die für diesen Freitag (19.00 Uhr) geplante Begegnung ab.

Die spielleitende Stelle des Verbandes stimmte damit einem entsprechenden Antrag der Duisburger zu, nachdem das zuständige Gesundheitsamt eine Quarantäne für die Mannschaft und das Trainerteam des MSV verhängt hatte.

Bei den vorgeschriebenen Covid-19-Testungen waren in der vergangenen Woche bei drei Duisburger Spielern positive Befunde aufgetreten. Alle drei Profis befinden sich seitdem in Quarantäne.

Die PCR-Testungen im Spieler- und Betreuerstab am Mittwoch ergaben ein weiteres positives Ergebnis, woraufhin das Gesundheitsamt Duisburg eine Quarantäne für das Team aussprach. Der MSV hatte daher nicht mehr die erforderlichen 16 Profis zur Verfügung.

Update, 22. Juli, 18.58 Uhr: EU will 200 Millionen Corona-Impfdosen spenden

Die EU-Länder wollen an Entwicklungs- und Schwellenländer bis Ende des Jahres mindestens 200 Millionen Corona-Impfdosen spenden.

Dies kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) am Donnerstag an. Damit werde der bereits im Mai zugesagte Betrag von 100 Millionen Dosen übertroffen.

Ursula von der Leyen (62), Präsidentin der Europäischen Kommission, verkündete, dass EU-Länder an Entwicklungs- und Schwellenländer bis Ende des Jahres mindestens 200 Millionen Corona-Impfdosen spenden wollen.
Ursula von der Leyen (62), Präsidentin der Europäischen Kommission, verkündete, dass EU-Länder an Entwicklungs- und Schwellenländer bis Ende des Jahres mindestens 200 Millionen Corona-Impfdosen spenden wollen.  © imánek Vít/CTK/dpa

Update, 22. Juli, 17.35 Uhr: Ausstellung von digitalen Impfnachweisen gestoppt!

Apotheken in ganz Deutschland können seit Mittwoch keine Corona-Impfzertifikate mehr ausstellen. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) teilte am Donnerstag mit, dass die Ausstellung von Zertifikaten in Rücksprache mit dem Bundesgesundheitsministerium gestoppt worden sei.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr hier: Schwachstelle aufgedeckt: Ausstellung von digitalen Impfnachweisen gestoppt!

Wann Apotheken wieder digitale Impfzertifikate ausstellen können, steht nach Angaben des Deutschen Apothekerverbands (DAV) noch nicht fest.
Wann Apotheken wieder digitale Impfzertifikate ausstellen können, steht nach Angaben des Deutschen Apothekerverbands (DAV) noch nicht fest.  © Oliver Dietze/dpa

Update, 22. Juli, 16.47 Uhr: Bundesregierung will mit Schlagermusik zum Impfen ermutigen

Die Bundesregierung hat den Schlagerhit "Hello again" von Howard Carpendale (75) in einem Fernsehspot neu aufgelegt, um mehr Menschen von einer Corona-Impfung zu überzeugen.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Bundesregierung will Impfskeptiker mit Schlagerhit überzeugen.

Howard Carpendales (75) Song läuft bei Geburtstagsfeiern, in Cafés, Konzerten und bei Fußballspielen.
Howard Carpendales (75) Song läuft bei Geburtstagsfeiern, in Cafés, Konzerten und bei Fußballspielen.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. Juli, 16.41 Uhr: EU-Kommission: 120 Millionen Euro für neue Projekte gegen Corona

Die EU-Kommission hat 120 Millionen Euro für elf neue Forschungsprojekte zur Bekämpfung des Coronavirus und seiner Varianten zugesichert.

Die Gelder stammen aus dem EU-Programm "Horizont Europa", wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. An den Projekten seien mehr als 300 Forschungsteams aus 40 Ländern - darunter auch Deutschland - beteiligt.

Viele der Projekte dienen den Angaben zufolge dazu, klinische Prüfungen für neue Therapien und Impfstoffe zu unterstützen. Andere wiederum wollen sich mit dem Austausch von Daten, Fachwissen und Forschungsressourcen beschäftigen, hieß es weiter.

Update, 22. Juli, 16.41 Uhr: Tschechien setzt auf Corona-Impfungen ohne Anmeldung

Im Kampf gegen erste Anzeichen von Impfmüdigkeit setzt Tschechien immer stärker auf Corona-Impfangebote ohne Anmeldung.

Am Donnerstag öffnete im Janacek-Theater in der zweitgrößten Stadt Brünn (Brno) ein neues Zentrum, in dem sich täglich 1500 Menschen spontan die Spritze gegen das Virus geben lassen können.

Es ist auch nach Feierabend und an Wochenenden geöffnet.

Zuvor waren bereits Impfstellen ohne Anmeldung unter anderem am Prager Hauptbahnhof sowie landesweit in mehreren Einkaufszentrum, Krankenhäusern und Polikliniken eröffnet worden. Voraussetzung ist in jedem Fall ein Wohnsitz in Tschechien.

Update, 22. Juli, 15.46 Uhr: Zehntausende Corona-Impfdosen für Katastrophengebiete

In die von der Hochwasserkatastrophe gezeichneten Gebiete sollen Zehntausende Corona-Impfdosen geliefert werden.

Das Bundesgesundheitsministerium habe den betroffenen Ländern zusätzlichen Impfstoff angeboten, teilte eine Sprecherin am Donnerstag in Berlin mit.

Damit könnten niedrigschwellige Impfangebote vor Ort gemacht werden.

Rheinland-Pfalz habe dieses Angebot bereits angenommen und erhalte 23.400 zusätzliche Impfdosen Biontech. Sie sollen durch mobile Teams zum Beispiel dort verimpft werden, wo die Arztpraxen aufgrund des Hochwassers schließen mussten, hieß es.

Neben Impfstoff sollten bei Bedarf auch Masken, Tests und Medikamente geliefert werden.

In die von der Hochwasserkatastrophe gezeichneten Gebiete sollen Zehntausende Corona-Impfdosen geliefert werden.
In die von der Hochwasserkatastrophe gezeichneten Gebiete sollen Zehntausende Corona-Impfdosen geliefert werden.  © Thomas Frey/dpa

Update, 22. Juli, 15.43 Uhr: RKI ruft zu Vorbereitungen für Corona-Welle in Herbst und Winter auf

Das Robert Koch-Institut (RKI) dringt wegen eines als wahrscheinlich eingeschätzten Anstiegs der Corona-Fälle im Herbst und Winter darauf, jetzt vorbeugende Maßnahmen in verschiedenen Bereichen zu ergreifen.

So sollen schwere Krankheitsverläufe, Todesfälle und die Belastung für das Gesundheitswesen klein gehalten "und bevölkerungsbezogene Maßnahmen minimiert werden können", schreibt das RKI in einem am Donnerstag veröffentlichten Strategiepapier, das auf verschiedene Szenarien eingeht.

Als Handlungsempfehlungen werden eine "erfolgreiche Impfkampagne", "klassische Infektionsschutzmaßnahmen der Gesundheitsämter" und der gezielte Einsatz von Maßnahmen genannt.

Die Bevölkerung sollte laut dem Papier "frühzeitig darüber informiert werden, dass es im Winter wieder zu einer starken Belastung des Gesundheitswesens" und möglicherweise einer regionalen oder lokalen Überlastung kommen könne, etwa bei der sogenannten ECMO-Kapazität (spezielle Maschinen für Patienten mit schwerem Lungenversagen).

Das RKI betont: "Die Vorstellung des Erreichens einer Herdenimmunität im Sinne einer Elimination oder sogar Eradikation des Virus" - also ein weitgehendes Zurückdrängen oder Ausrotten - sei nicht realistisch.

Update, 22. Juli, 14.15 Uhr: Delta-Variante laut Karl Lauterbach ansteckender und auch tödlicher

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) hält die Delta-Variante für deutlich gefährlicher als bisherige Mutanten des Coronavirus.

"Von allem, was wir bisher wissen, müssen wir davon ausgehen, dass die Delta-Variante sowohl ansteckender als auch tödlicher ist", sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). Dies hätten Auswertungen aus Kanada gezeigt. Auch Daten aus England hätten die Hoffnung, Delta wäre zwar ansteckender, aber nicht tödlicher, nicht bestätigt. Der Epidemiologe zeigte sich daher "sehr sorgenvoll für den Herbst".

Lauterbach sagte, die Delta-Variante könne auch für jüngere Menschen und Kinder schwere gesundheitliche Folgen haben. "Obwohl wir dort keine oder nur sehr wenige Todesfälle erwarten müssen, wird es viele auch schwere Verläufe geben, deren Endergebnis Long Covid auch für Kinder sein kann", sagte Lauterbach. Patienten mit Long Covid haben auch nach einer Infektion anhaltende Symptome.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58).
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 22. Juli, 11.55 Uhr: Merkel ruft Bevölkerung zu verstärkten Impfbemühungen auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat die Bevölkerung angesichts steigender Infektionszahlen zu verstärkten Impfbemühungen aufgerufen.

"Je mehr geimpft sind, umso freier werden wir wieder sein", sagte die Kanzlerin am Donnerstag in Berlin. Nur gemeinsam könne die Pandemie überwunden werden. Deswegen sollten Menschen auch im privaten Umfeld und der Arbeitswelt aktiv für Impfungen werben.

Die derzeit etwa binnen 12 Tagen registrierte Verdoppelung der Inzidenzzahlen bewerte Merkel als dramatisch. Nötig sei es, Schutzmaßnahmen mehr zu beachten: Masken, Abstand, Lüften und auch regelmäßiges Testen.

Höhere Impfquoten machten es inzwischen möglich, auch mit höheren Infektionszahlen umzugehen. "Die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, bleibt Richtschnur unser Handelns", sagte Merkel, die sich in Berlin Fragen der Hauptstadt-Journalisten stellte.

Update, 22. Juli, 10.35 Uhr: China lehnt WHO-Pläne für Laborinspektionen ab

China stellt sich gegen Pläne der WHO einer Labor-Inspektion in der zentralchinesischen Metropole Wuhan auf der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus.

China könne einen solchen Plan nicht akzeptieren, sagte Zeng Yixin, Vizeminister von Chinas Nationaler Gesundheitskommission, am Donnerstag. Er sei überrascht gewesen, als er die neuen Pläne der WHO studierte. Der Fokus auf einen möglichen Laborausbruch zeuge von einer arroganten Haltung gegenüber der Wissenschaft.

Auf der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus hatte die WHO vergangene Woche in einem Brief an die Mitgliedsländer eine neue ständige Arbeitsgruppe angekündigt. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte zudem, dass neben der Untersuchung von Wildtieren und Tiermärkten im chinesischen Wuhan, wo das Virus Ende 2019 zum ersten Mal aufgetaucht war, auch die dortigen Labore inspiziert werden müssen.

China hatte die Reise des ersten WHO-Forscherteams monatelang verzögert. Obwohl die WHO die Untersuchungen fortsetzen will, macht Peking keine Anstalten, das in China zuzulassen.

Update, 22. Juli, 10.25 Uhr: Australien und Neuseeland nicht zum Rugby League World Cup

Die Rugby-Großmächte Australien und Neuseeland verzichten wegen der weiter angespannten Corona-Situation in England auf ihre Teilnahme am diesjährigen Rugby League World Cup.

Eines der wichtigsten Turniere nach der Weltmeisterschaft soll dort Ende Oktober beginnen. Die Australian Rugby League Commission (ARLC) und die New Zealand Rugby League (NZRL) teilten den Organisatoren ihre Entscheidung am Donnerstag mit.

Die All Blacks (Neuseeland) und Wallabies (Australien) sagten wegen der angespannten und unsicheren Situation im Herbst ab, um ihre Spieler und Offiziellen zu schützen. Zuvor habe man die Risiken gründlich abgewogen. Ihre Entscheidung hätten sich die Verbände keineswegs leicht gemacht, sagte ARLC-Chef Peter V’landys: "Aber wir mussten die berechtigten Interessen unserer Spieler und Offiziellen an die erste Stelle setzen. Sie zu schützen, hat absolute Priorität."

Update, 22. Juli, 10.10 Uhr: Weniger glücklich im Lockdown: Befragung von Erwachsenen

Erwachsene in Deutschland sind zu Beginn der Corona-Pandemie etwas unzufriedener geworden - und zwar unabhängig vom Alter in ähnlichem Maße.

Das geht aus einer Auswertung des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe in Bamberg hervor, die am Donnerstag vorgestellt wurde. "Dass der Rückgang der Zufriedenheit bei allen Altersgruppen etwa gleich stark war, hat uns überrascht", sagte Philipp Handschuh, Hauptautor der Auswertung. "Wir hatten vermutet, dass die Zufriedenheit der Älteren durch Reduktion der sozialen Kontakte besonders leidet."

Update, 22. Juli, 9 Uhr: Niedersachsen schließt tägliche Corona-Tests in Schulen nicht aus

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) will nach den Sommerferien die Corona-Testfrequenz in den Schulen erhöhen.

Möglicherweise solle statt zweimal wöchentlich täglich getestet werden, sagte der Minister der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Niemand wird nach den Sommerferien ohne einen negativen Corona-Test in die Schule gehen", sagte Tonne.

Zu der Frage, ob nach den Sommerferien alle Schulen mit Luftfiltern ausgestattet seien, sagte Tonne, dass das Land mittlerweile zusätzlich Fördermöglichkeiten in Höhe von 20 Millionen Euro geschaffen habe. Nötigenfalls solle finanziell nachgebessert werden. Die Umsetzung liege bei den Schulträgern.

Kommt es in Niedersachsen bald täglich zu Corona-Tests an Schulen?
Kommt es in Niedersachsen bald täglich zu Corona-Tests an Schulen?  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 22. Juli, 7.45 Uhr: Pharmakonzern Roche profitiert von Corona-Tests

Der Pharmakonzern Roche hat im ersten Halbjahr von einer robusten Nachfrage nach neuen Medikamenten und Covid-19-Tests profitiert. Dagegen belastete der stärkere Schweizer Franken die Ergebnisse, wie das Unternehmen am Donnerstag in Basel mitteilte.

Der Umsatz stieg dabei um 5 Prozent auf 30,7 Milliarden Franken (rund 28,3 Mrd Euro). Währungsbereinigt stand ein Plus von 8 Prozent zu Buche. Während die Verkäufe in der Diagnostiksparte dank der Corona-Tests stark zulegten, wuchsen auch die Umsätze im Pharmageschäft seit dem zweiten Quartal wieder, wie es hieß. Die Nachfrage nach den Corona-Tests dürfte dabei im zweiten Quartal ihren Höhepunkt erreicht haben.

Unter dem Strich sank der Konzerngewinn in den ersten sechs Monaten um 3 Prozent auf 8,2 Milliarden Franken. Währungsbereinigt verzeichnete Roche jedoch ein Plus von 2 Prozent. Der Ausblick für 2021 wurde bestätigt.

Update, 22. Juli, 6.40 Uhr: Einzelhandel appelliert an Kunden: "Impfen, Impfen, Impfen"

Angesichts rasch steigender Inzidenzzahlen in Deutschland appelliert der Einzelhandel an die Bevölkerung, sich gegen Corona impfen zu lassen.

"Nur mit einer wirkungsvollen und schnellen Impfkampagne können wir die Pandemie nachhaltig zurückdrängen und uns dauerhaft mehr Normalität auch beim Einkaufen zurückerobern", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, am Donnerstag in Berlin.

Unterstützt wurde der Aufruf des HDE von Vertretern namhafter deutscher Handelskonzerne wie der Rewe Group, der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland), der Edeka-Zentrale, von Aldi, Otto, Douglas, Galeria Karstadt Kaufhof und Ikea.

Es gehe jetzt darum, möglichst viele Menschen von der Notwendigkeit einer Impfung zu überzeugen, sagte Genth. Vorstand und Präsidium des HDE betonten, mit einer Impfung könne jeder einzelne einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der Pandemie leisten. Dies gelte für Kunden und Mitarbeiter. Die Gefahr einer vierten Infektionswelle sei nach wie vor nicht gebannt. "Wir müssen diesen Sommer nutzen, um uns noch besser gegen die Pandemie aufzustellen», sagte Genth. «Jetzt heißt es: Impfen, Impfen, Impfen".

Update, 22. Juli, 6.25 Uhr: Team aus Guinea reist nicht zu den Olympischen Spielen nach Tokio

Guinea wird nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. Das teilte das Sportministerium des westafrikanischen Landes am Mittwochabend mit.

Als Grund wurden die steigende Zahl der Corona-Infektionen und die Sorge um die Gesundheit der Athletinnen und Athleten genannt. Die Delegation hätte aus fünf Aktiven bestanden. Guinea ist das zweite Land nach Nordkorea, das gar keine Sportler nach Japan entsenden wird. Die Olympischen Spiele werden am Freitag offiziell eröffnet.

Update, 22. Juli, 5.50 Uhr: Ärzte-Präsident zu Corona-Lockerungen in England: "Sehr gewagt", Inzidenz alleine "wenig aussagekräftig"

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt (61), rät zum Abwarten vor einer Aufhebung aller Corona-Beschränkungen wie in England.

Mit Blick auf das Ende fast aller Corona-Vorschriften in dem größten britischen Landesteil sagte Reinhardt der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstag): "Das finde ich sehr, sehr gewagt. Ob der jetzige Zeitpunkt mit stark steigenden Infektionszahlen der richtige Moment dafür ist, halte ich für mehr als fragwürdig."

Man müsse aber auch sehen, dass die Zahl schwer erkrankter Patienten, gemessen an den Fällen von Ansteckungen, deutlich niedriger sei als auf dem Höhepunkt der zweiten Welle.

Reinhardt sagte auf die Frage, ob Deutschland sich an England ein Beispiel nehmen solle, er würde noch abwarten. "Wir wissen noch nicht, wie sich vor dem Hintergrund der Impfkampagne die Zahl schwerer Verläufe entwickelt." Dafür müsse man nicht nur die Entwicklung auf den Intensivstationen im Blick halten, sondern auch Gesundheitsdaten von Covid-19-Patienten auf anderen Stationen auswerten. "Die Inzidenz alleine ist wenig aussagekräftig. Wenn Menschen mit zweifacher Impfung deutlich seltener schwer erkranken, dann muss das in die Entscheidung über Öffnungsschritte einbezogen werden."

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt (61).
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt (61).  © Gregor Fischer/dpa

Update, 22. Juli, 5.30 Uhr: Länder setzen zunehmend auf mobiles Impfen wegen sinkender Impfzahlen

Angesichts sinkender Nachfrage nach Corona-Impfungen setzen die Bundesländer zunehmend auf flexible Lösungen, um mehr Menschen zu erreichen.

Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hervor. Das Interesse an einer Impfung lässt vielerorts nach, teilweise werden Impfzentren geschlossen. Außerdem gibt es immer mehr mobile Impfteams, und Menschen können sich vielerorts auch ohne Termin eine Spritze holen.

Die geringe Auslastung führt dazu, dass vermehrt Impfzentren schließen. Bayern machte letzte Woche erste Zentren zu, auch in den verbliebenen Zentren wurde teilweise die Kapazität reduziert - und das Herunterfahren weiterer fester Standorte werde vorbereitet.

Stattdessen setzen viele Länder auf flexible Impfangebote. Beispielsweise sind mobile Impfteams in Fußgängerzonen, an Universitäten oder vor Fußballstadien unterwegs. Vielerorts kann man nun auch ohne Termin in Impfzentren eine Spritze bekommen.

Update, 22. Juli, 5 Uhr: Zwölf weitere Corona-Fälle bei Olympia - Zwei Athleten positiv

Einen Tag vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio haben die Organisatoren zwölf weitere Corona-Fälle vermeldet.

Wie das Organisationskomitee in dem am Donnerstag veröffentlichten Tagesbericht bekanntgab, gehören zu den Betroffenen zwei Athleten, die in Japan im olympischen Dorf wohnen. Beide Personen sind keine Japaner. Insgesamt stieg die Zahl der positiven Tests, die seit dem 1. Juli ermittelt wurden, auf 87.

Nach Angaben der Organisatoren sind zwei weitere Personen aus dem olympischen Dorf betroffen, dabei handelt es sich nicht um Sportler. Die vier Bewohner des Dorfes mussten sich in Quarantäne begeben.

Update, 22. Juli, 4.40 Uhr: Inzidenz steigt seit über zwei Wochen – 1890 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit über zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen lag sie bei 12,2 – am Vortag betrug der Wert 11,4 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9.

Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 1890 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.11 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1642 Ansteckungen gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.750.503 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.642.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.458.

Update, 22. Juli, 4 Uhr: Kassenärzte fordern mehr Einsatz von Betrieben und Unis beim Impfen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat mehr Engagement von großen Unternehmen und Universitäten bei der Corona-Impfkampagne gefordert.

"Große Arbeitgeber können noch stärker eingreifen, genau wie die Universitäten, wenn die Semester wieder losgehen", sagte Vize-Chef Stephan Hofmeister der Deutschen Presse-Agentur. "Das halten wir für geeigneter, als mit dem Impfbus abends vor der Disco zu stehen." Derzeit zeichne sich in einigen Regionen eine Impfmüdigkeit ab, insbesondere in den Impfzentren gehe die Frequenz der Impfungen deutlich nach unten.

Kassenärzte-Chef Andreas Gassen erklärte, es gebe "eine relevante Zahl von Menschen, die sich schlicht nicht impfen lassen will".
Desinteressierte könne man "schon ein bisschen schubsen", etwa indem Bürgertests bald für alle kostenpflichtig würden, die sich theoretisch auch impfen lassen könnten. "Impfen ist der beste Individual-Schutz", betonte er.

Auffrischungsimpfungen sind nach Auffassung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung im Herbst nur für Über-75-Jährige nötig und für chronisch Kranke mit Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken. "Gesunde 20- bis 60-Jährige dagegen sind dieses Jahr noch sicher", sagte Hofmeister.

Update, 21. Juli, 19.40 Uhr: Inter Mailand sagt Turnierstart in USA ab

Der italienische Fußballmeister Inter Mailand hat angesichts der weltweit wieder steigenden Corona-Zahlen seinen Start beim Florida Cup in den USA abgesagt.

Angesichts der Risiken, die derzeit internationale Reisen aufgrund der Ausbreitung der Pandemie mit sich brächten, werde man nicht teilnehmen, teilte der Verein am Mittwoch mit.

Am Dienstag hatte bereits der englische Premier-League-Club FC Arsenal seine geplante USA-Reise in der Saisonvorbereitung wegen einiger positiver Coronavirus-Tests im Verein kurzfristig abgesagt.

Update, 21. Juli, 19.20 Uhr: Niedersachsens MP will Ministerpräsidentenkonferenz vorziehen

Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil will die nächste Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Pandemie nach Informationen der Braunschweiger Zeitung vorziehen.

Angesichts steigender Infektionszahlen sprach sich der SPD-Politiker dafür aus, das für Ende August geplante Treffen der Bundesländer früher abzuhalten.

Dies sei unter anderem notwendig, um die Frage nach einem geeigneten Maßstab zur Bewertung der pandemischen Lage jenseits der Sieben-Tages-Inzidenz zu beraten.

"Welches genau der richtige Maßstab ist, das werden wir zwischen Bund und Ländern noch zu klären haben. Und ich glaube, wir haben dafür nicht Zeit bis Ende August", sagte Weil.

Die Runde der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten müsse aus seiner Sicht zwingend vorher zusammenkommen.

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen.
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen.  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 21. Juli, 19 Uhr: Polizei in Athen setzt Tränengas gegen Impfgegner ein

Die griechische Polizei hat am Mittwochabend Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt, um eine Demonstration von Impfgegnern vor dem griechischen Parlament in Athen aufzulösen.

Die rund 3000 Demonstranten, darunter zahlreiche religiöse Eiferer, protestierten gegen Corona-Maßnahmen, die den Druck auf die Impfverweigerer erhöhen, sich doch noch impfen zu lassen, berichteten der staatliche Rundfunk und Reporter vor Ort.

Zum Einsatz der Sicherheitskräfte sei es gekommen, weil zahlreiche Demonstranten sich dem Parlament zu sehr genähert hätten, hieß es seitens der Polizei.

Die konservative Regierung hat es bereits gesetzlich durchgesetzt, dass sich nur noch Geimpfte in den Innenräumen von Gastronomie- und Kulturbetrieben aufhalten dürfen.

Update, 21. Juli, 18 Uhr: WHO: Zwei Studien untermauern Gefährlichkeit von Delta-Variante

Die Delta-Variante des Coronavirus ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in 124 Ländern nachgewiesen worden, 13 mehr als eine Woche zuvor.

Die WHO zitierte am Mittwoch zwei Studien, die die hohe Gefährlichkeit der Variante untermauern, eine davon aus China und eine aus Kanada. Beide Studien wurden bislang nicht in einem Fachjournal veröffentlicht.

In China wurden Menschen untersucht, die nach Kontakt mit einem Delta-Variante-Infizierten in Quarantäne waren.

Der PCR-Test sei bei ihnen schon nach durchschnittlich vier statt wie bei frühen Varianten nach sechs Tagen positiv gewesen.

Außerdem sei die Viruslast beim ersten Positiv-Test 1200 mal höher gewesen als bei ursprünglichen Virusvarianten. "Das legt nahe, dass diese besorgniserregende Variante sich möglicherweise schneller vermehrt und in den frühen Stadien der Infektion ansteckender ist", so die WHO.

Der kanadischen Studie zufolge waren bei einer Covid-19-Erkrankung mit Delta-Variante auch die gesundheitlichen Risiken deutlich höher als bei frühen Corona-Typen: Das Risiko, ins Krankenhaus zu müssen, war um etwa 120 Prozent erhöht, und die Gefahr, Intensivpflege zu benötigen, um etwa 287 Prozent.

Das Sterberisiko war demnach um etwa 137 Prozent höher.

Weltweit ist die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in der Woche bis zum 18. Juli um zwölf Prozent auf rund 3,4 Millionen gestiegen.

Update, 21. Juli, 17.56 Uhr: Britischer Oppositionsführer Keir Starmer in Corona-Quarantäne

Der britische Oppositionsführer Keir Starmer hat sich in Quarantäne begeben, nachdem eines seiner Kinder positiv auf das Coronavirus getestet worden ist.

"Keir hat vorher bereits tägliche Tests gemacht und ist heute Morgen negativ getestet worden. Er wird sich weiterhin täglich testen", sagte ein Sprecher des Labour-Chefs am Mittwoch.

Starmer war am Mittag noch zur wöchentlichen Befragung des Premierministers Boris Johnson im Londoner Unterhaus erschienen. Die lief aber virtuell, weil Johnson auch in Quarantäne ist.

Keir Starmer, Parteivorsitzender von Labour.
Keir Starmer, Parteivorsitzender von Labour.  © -/House Of Commons/PA Wire/dpa

Update, 21. Juli, 17.45 Uhr: New York: Medizinisches Personal braucht entweder Impfung oder Tests

Medizinisches Personal in New York muss künftig entweder einen Impf-Nachweis vorlegen oder sich regelmäßig testen lassen.

Bürgermeister Bill de Blasio teilte am Mittwoch mit, dass all jene, die nicht durch eine Impfung geschützt seien, von August an jede Woche einen negativen Covid-Test zu zeigen hätten.

Die US-Ostküstenmetropole will damit die sich rasch ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus bekämpfen.

Sie ist mittlerweile in den USA dominant und sorgte zuletzt auch in New York für steigende Infektionszahlen vor allem bei nicht Geimpften.

Update, 21. Juli, 14.28 Uhr: Fünf Olympia-Sportler positiv auf Corona getestet

Fünf weitere Sportler sind vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Dabei handelt es sich um die niederländische Skateboarderin Candy Jacobs (31), die chilenische Taekwondo-Kämpferin Fernanda Aguirre (23), den tschechischen Tischtennis-Profi Pavel Sirucek (28), die britische Schützin Amber Hill (23) und einen Beachvolleyball-Spieler der USA.

Update, 21. Juli,14.22 Uhr: Spahn mahnt zu Rücksicht - sonst im Oktober Inzidenz 800

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41) hat die Bevölkerung gemahnt, angesichts steigender Corona-Zahlen Schutzmaßnahmen nicht zu vernachlässigen. Derzeit liege die Inzidenz bei rund 11.

"Wenn sich das so weiter verdoppelt, alle zwölf Tage, dann werden wir im September die 400 überschreiten, im Oktober 800 - Inzidenz", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin.

Mehr dazu im aktuellen TAG24-Bericht Gesundheitsminister Spahn warnt vor Inzidenz von mehr als 800.

Jens Spahn (41, CDU, r.) und Horst Seehofer (72, CSU), Bundesinnenminister, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Berlin.
Jens Spahn (41, CDU, r.) und Horst Seehofer (72, CSU), Bundesinnenminister, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Berlin.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 21. Juli, 14.16 Uhr: Bundesregierung verlängert Corona-Einreiseregeln bis Mitte September

Die Bundesregierung hat die bestehenden Corona-Regeln für Einreisende bis zum 10. September verlängert und Erleichterungen bei der Quarantäne-Pflicht verabschiedet.

Das geht aus einem Kabinettsbeschluss zur Einreiseverordnung hervor, den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Die aktuellen Regeln zur Einreise nach Deutschland unter Pandemiebedingungen hätten regulär nur noch bis zum 28. Juli gegolten.

Die nun beschlossene Änderung der Quarantäne-Regeln sieht vor, dass vollständig Geimpfte, die aus sogenannten Virusvariantengebieten einreisen, künftig ihre Quarantäne vorzeitig beenden können, wenn sie nachweisen, dass ihr Impfschutz gegen die Virusvariante im bereisten Gebiet wirksam ist. Bislang galt auch für vollständig Geimpfte, die aus Virusvariantengebieten einreisen, eine strikte Quarantänepflicht.

Passagiere werden bei ihrer Einreise nach Deutschland kontrolliert.
Passagiere werden bei ihrer Einreise nach Deutschland kontrolliert.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 21. Juli, 13.59 Uhr: Coca-Cola steigert Gewinn und Erlöse kräftig

Der Getränkeriese Coca-Cola hat im zweiten Quartal dank der fortschreitenden Erholung von der Corona-Krise kräftige Geschäftszuwächse verbucht.

Der Pepsi-Rivale steigerte den Umsatz laut eigenen Angaben vom Mittwoch verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 42 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar (8,6 Mrd Euro). Der Gewinn legte um 48 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar zu.

Update, 21. Juli, 13.44 Uhr: Bislang über 1000 Todes-Verdachtsfälle nach Impfung

Seit Ende Dezember läuft in Deutschland die Corona-Impfkampagne. Mit Stichtag 30. Juni 2021 wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 74,87 Millionen Covid-19-Impfungen durchgeführt.

In einem aktuellen Sicherheitsbericht führt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) nun auf, welche Impf-Komplikationen und Nebenwirkungen bislang gemeldet wurden - darunter auch 1028 tödlich verlaufene Verdachtsfälle.

Mehr dazu im aktuellen TAG24-Bericht 1028 Todes-Verdachtsfälle! Institut berichtet über Nebenwirkungen der Corona-Impfungen.

Update, 21. Juli, 13.37 Uhr: Britische Impfkampagne gerät ins Stocken

Ähnlich wie in Deutschland gerät auch in Großbritannien die Corona-Impfkampagne ins Stocken.

Etliche Hausärzte müssten ungenutzte, bald ablaufende Dosen an den Gesundheitsdienst zurücksenden, berichtete die "Times" am Mittwoch. In den vergangenen Tagen hatte die Zahl der verabreichten Erstimpfungen so niedrig gelegen wie noch nie seit Beginn des Impfprogramms im Dezember.

Im Sieben-Tage-Schnitt wurden zuletzt täglich rund 55.000 erste Impfungen verabreicht - in Hochzeiten waren es rund viermal so viel. Seit einigen Wochen sind alle Erwachsenen im Land impfberechtigt.

Update, 21. Juli, 13.21 Uhr: Spahn: Reserve Gesundheitsschutz bereitet auf künftige Krise vor

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) sieht Deutschland mit der am Mittwoch beschlossenen Nationalen Reserve Gesundheitsschutz besser auf künftige Krisen vorbereitet.

Die Corona-Pandemie habe Abhängigkeiten schmerzlich vor Augen geführt, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. "In der Not zu kaufen ist immer teurer", sagte Spahn. Die neue Reserve sei gedacht, um bei Pandemien und bei Katastrophen wie nun im Westen Deutschlands eingesetzt zu werden sowie für den Fall, dass Deutschland Bündnispartnern zur Seite stehen müsse.

Update, 21. Juli. 13.05 Uhr: Krankenhäuser in pakistanischer Millionenmetropole weisen Patienten ab

In der pakistanischen Hafenmetropole Karachi müssen aufgrund einer massiv steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen Krankenhäuser Patienten abweisen. Das teilten Vertreter von Behörden und Spitälern am Mittwoch mit.

"Die Situation ist sehr ernst", sagte ein Sprecher der Provinzregierung von Sindh. Am Dienstag seien knapp ein Viertel der Corona-Tests in der Stadt mit geschätzt 20 Millionen Einwohnern positiv ausgefallen.

Der Anstieg der Zahl der täglichen Neuinfektionen wird Behörden zufolge von der Delta-Variante angetrieben, die als besonders ansteckend gilt. Fast 90 Prozent der neu positiv getesteten Fälle seien dieser Virusmutante zuzuordnen, sagte der Sprecher weiter.

Update, 21. Juli, 12.30 Uhr: Zwei Drittel der Menschen in Indien haben Corona-Antikörper

Zwei Drittel der Menschen in Indien ab sechs Jahren haben Kontakt mit dem Coronavirus gehabt oder eine Corona-Impfung erhalten und entsprechende Antikörper entwickelt.

Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung im Auftrag der indischen Regierung mit Proben von mehr als 36.000 Menschen vom Juni und Juli, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Ergebnisse seien zwar ein Hoffnungsschimmer, sagte der Chef des Indian Council of Medical Research, Balram Bhargava, bei der Pressekonferenz.

Er forderte die Bürger jedoch auch auf, sich nach wie vor an Corona-Regeln zu halten. Denn noch hätten rund 400 Millionen der mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner des Landes keine Antikörper.

Medizinisches Personal nimmt von einem Mann eine Tupferprobe für einen RT-PCR-Test in Indien.
Medizinisches Personal nimmt von einem Mann eine Tupferprobe für einen RT-PCR-Test in Indien.  © Sri Loganathan/ZUMA Press Wire/dpa

Update, 21. Juli, 12.20 Uhr: Scholz will Corona-Härtefallfonds für Flutopfer nutzbar machen

Die in der Corona-Krise beschlossener Härtefallfonds könnte nach den Worten von Finanzminister Olaf Scholz (63) erweitert werden für Unternehmen, die von der Flutkatastrophe betroffen sind.

Der SPD-Politiker sagte am Mittwoch in Berlin, der Fonds solle so umgebaut werden, dass er für Flutopfer nutzbar sei. Das sei die Diskussion, die derzeit geführt werde.

Update, 21. Juli, 11.54 Uhr: FC Arsenal sagt USA-Reise wegen positiver Corona-Tests ab

Der FC Arsenal hat eine geplante USA-Reise in der Saisonvorbereitung wegen einiger positiver Coronavirus-Tests kurzfristig abgesagt.

Man habe die "schwierige Entscheidung»"treffen müssen, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Spieler und Mitarbeiter zu gewährleisten, teilte der Premier-League-Club am Dienstagabend mit. Alle Betroffenen würden sich derzeit isolieren und zeigten keinerlei Symptome, hieß es. Welche Spieler oder Mitarbeiter beim Londoner Fußballclub positiv getestet wurden, gab Arsenal nicht bekannt.

Update, 21. Juli, 11.06 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Tokio steigen auf Sechs-Monats-Hoch

Zwei Tage vor Eröffnung der Olympischen Spiele ist die Zahl der Neuinfektionen in Tokio auf den höchsten Stand seit Mitte Januar gestiegen.

Am Mittwoch meldete die Hauptstadt 1832 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind 680 mehr Fälle als vor einer Woche. Der deutliche Anstieg angesichts der Delta-Variante des Virus schürt die Sorgen in der Bevölkerung vor einer weiteren Ausbreitun

. Experten hatten schon vor der am Freitag anstehenden Eröffnungszeremonie für die Olympischen Spiele gewarnt, dass die Neuinfektionen binnen eines Tages Anfang August während der Spiele auf über 3000 steigen könnten.

Update, 21. Juli, 11.05 Uhr: Über 47 Prozent der Bevölkerung in Deutschland voll geimpft

In Deutschland sind inzwischen 47,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand: 9.35 Uhr) wurden am Dienstag 572.482 Impfdosen verabreicht. Damit sind nun rund 39,3 Millionen Menschen vollständig geimpft. Rund 50,1 Millionen (60,2 Prozent) haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

Unter den Bundesländern lag Bremen dem RKI zufolge mit einem Anteil von 69,1 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen weiter an erster Stelle.

Auch bei den vollständig Geimpften belegte Bremen mit 53,5 Prozent den Spitzenplatz. Schlusslicht bei den Erstimpfungen blieb Sachsen (51,1 Prozent), genau wie bei den vollständig Geimpften (43,7 Prozent).

Auf dem Arm eines Jugendlichen klebt ein Pflaster, nachdem er geimpft wurde.
Auf dem Arm eines Jugendlichen klebt ein Pflaster, nachdem er geimpft wurde.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 21. Juli, 11 Uhr: Zwei Olympia-Athleten positiv getestet

Die niederländische Skateboarderin Candy Jacobs (31) und die chilenische Taekwondo-Kämpferin Fernanda Aguirre (23) sind bei den Olympischen Spielen in Tokio positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die 31-jährige Jacobs machte ihren Fall am Mittwoch bei Instagram öffentlich. Sie kann bei der olympischen Premiere ihrer Sportart am kommenden Montag nicht an den Start gehen. Das Nationale Olympische Komitee Chiles vermeldete, dass die 23 Jahre alte Aguirre bereits bei der Ankunft positiv getestet wurde und ebenfalls nicht antreten kann. Beide müssen in eine zehntägige Quarantäne.

Update, 21. Juli, 10.52 Uhr: Mutter darf nicht mitreisen: US-Schwimmerin sagt für Paralympics ab

Die amerikanische Schwimmerin Becca Meyers hat sich gegen einen Start bei den Paralympics entschieden, weil ihre Mutter sie nicht nach Tokio begleiten darf.

Die 26-Jährige, die nach Angaben der US-Nachrichtenagentur AP wegen eines Gendefekts gehörlos und blind ist, beklagte in einer Stellungnahme, dass ihr das Olympische- und Paralympische Komitee ihres Heimatlandes (USOPC) im Gegensatz zu früheren Wettkämpfen die Unterstützung ihrer Mutter nicht genehmigt habe. Das USOPC verwies nach AP-Angaben auf die durch die Corona-Pandemie notwendige kleinere Delegation und andere Helfer für die Sportlerinnen und Sportler.

Update, 21. Juli, 10.46 Uhr: Daimler will trotz üppiger Gewinne an Sparprogramm festhalten

Trotz überraschend üppiger Gewinne will der Auto- und Lastwagenbauer Daimler die auf den Weg gebrachten Einsparungen beim Personal nicht infrage stellen.

"Weder können wir noch wollen wir das schwäbische Gen des Sparens aufgeben", sagte Konzernchef Ola Källenius dazu am Mittwoch in Stuttgart vor Journalisten. Trotz guter Geschäftszahlen müsse das Unternehmen weiter an seiner Effizienz arbeiten, zumal man derzeit "erhebliche Milliardenbeträge" für den angepeilten Umbau von Verbrennungs- hin zu Elektromotoren aufwenden müsse. Ein Ende des Sparens wäre "nicht die beste Strategie für die Bewältigung der Transformation", sagte Källenius.

Update, 21. Juli, 10.10 Uhr: Leopoldina fürchtet wachsende Ungleichheit durch Corona

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina befürchtet langfristig eine Verschärfung der Einkommens-Ungleichheit in Deutschland durch die Corona-Pandemie.

Kurzfristig seien die Einkommensverluste vieler Menschen durch die sozialen Sicherungssysteme begrenzt worden. Langfristig könne die Krise aber erhebliche Auswirkungen auf die Höhe und die Verteilung des Einkommens haben, warnen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in der am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme "Ökonomische Konsequenzen der Coronavirus-Pandemie – Diagnosen und Handlungsoptionen".

Update, 21. Juli, 10.06 Uhr: 95 Prozent der 430 deutschen Olympia-Athleten sind geimpft

95 Prozent der rund 430 deutschen Olympia-Athleten gehen bei den Tokio-Spielen vollständig geimpft an den Start.

Wie Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, am Mittwoch mitteilte, habe für die Mediziner und das Funktionsteam des DOSB sogar eine Corona-Impfpflicht bestanden. Dies hätten weder die Japaner noch das Internationale Olympische Komitee vorgegeben.

Die Vorbereitungen auf die Wettkämpfe für Olympia 2020 in Tokio laufen.
Die Vorbereitungen auf die Wettkämpfe für Olympia 2020 in Tokio laufen.  © Matthias Schrader/AP/dpa

Update, 21. Juli, 10.04 Uhr: Promis unterstützen Starkoch Schuhbeck nach Insolvenz-Meldung

Starkoch Alfons Schuhbeck (72) erhält nach der Ankündigung seiner Insolvenz Unterstützung von prominenten Freunden und Gästen.

Mehr dazu im TAG24-Bericht Insolvenz! Promis stärken Starkoch Alfons Schuhbeck den Rücken.

Update, 21. Juli, 9.48 Uhr: Frankreich verschärft Corona-Regeln

Im Kampf gegen eine neue Corona-Welle gelten in Frankreich verschärfte Corona-Regeln. Im Kino, Theater oder Museum ist vom Mittwoch an ein negativer Corona-Test oder ein Impf- oder Genesungsnachweis notwendig.

Das gilt, sobald mehr als 50 Menschen zusammenkommen. Die Änderungen hatte Staatschef Emmanuel Macron (43) in der zurückliegenden Woche angekündigt. Betroffen sind laut Amtsblatt auch andere Veranstaltungen oder Orte wie beispielsweise Messen oder bestimmte Sporteinrichtungen.

Im Juli öffnete der Eiffelturm in Paris nach monatelanger Schließzeit.
Im Juli öffnete der Eiffelturm in Paris nach monatelanger Schließzeit.  © Michel Euler/AP/dpa

Update, 21. Juli, 8.50 Uhr: Sartorius verdoppelt Nettogewinn

Der Labordienstleister und Pharmazulieferer Sartorius hat im ersten Halbjahr deutlich mehr verdient als im Vorjahr. So verdoppelte sich der Nettogewinn auf 259,4 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch in Göttingen mitteilte.

Der Umsatz stieg von gut 1 Milliarde Euro auf rund 1,6 Milliarden Euro. Dies entspricht wie bereits bekannt einem währunsgbereinigten Wachstum von gut 60 Prozent.

Update, 21. Juli, 8.18 Uhr: Nur wenige Würdenträger bei Olympia-Eröffnungsfeier

Zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio werden deutlich weniger Würdenträger aus dem Ausland anreisen als ursprünglich geplant.

Wie ein Sprecher der Regierung in Tokio am Mittwoch bekanntgab, würden führende Vertreter von voraussichtlich rund 15 Ländern und internationalen Organisationen erwartet. Als einer der wenigen Staatschefs hat sich Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron (43) angekündigt. Paris wird 2024 Austragungsort der Sommerspiele sein.

Auch die Frau von US-Präsident Joe Biden (78), First Lady Jill Biden (70) und der mongolische Regierungschef Luvsannamsrai Oyun-Erdene (41) stehen auf der Besucherliste. Bei den Spielen in Rio de Janeiro 2016 waren noch rund 40 Würdenträger zur Eröffnung gekommen.

Update, 21. Juli, 8.06 Uhr: Neun Infektionen: Hunderte Flüge in China gestrichen

Nach der Entdeckung von neun Corona-Infektionen unter Mitarbeitern des Flughafens von Nanjing sind in der ostchinesischen Stadt am Mittwoch mehr als 300 Flüge gestrichen worden.

Schon am Vortag waren mehr als 100 Flüge abgesagt worden, wie die Behörden berichteten. In vier Gebieten nahe des Flughafens gab es Massentests. Wer die acht Millionen Einwohner zählende Metropole verlassen will, muss jetzt einen negativen Coronatest nachweisen. Die Infektionen waren bei Routinetests festgestellt worden. Die Angestellten kamen in Quarantäne. Weitere Mitarbeiter wurden getestet.

China hat das Virus weitgehend im Griff und verzeichnet seit mehr als einem Jahr meist nur lokal begrenzte, kleinere Ausbrüche.

Update, 21. Juli, 7.20 Uhr: 1,5 Millionen Kinder haben Elternteil oder Betreuer verloren

Rund 1,1 Millionen Kinder weltweit haben laut einer Studie als Folge der Corona-Pandemie mindestens ein Elternteil oder ein für sie sorgendes Großelternteil verloren.

Diese Hochrechnung gelte für den Zeitraum März 2020 bis April 2021, berichten Forscher um Seth Flaxman vom Imperial College in London im Fachjournal "The Lancet". Rechne man weitere im Haushalt wohnende ältere Angehörige noch hinzu, hätten sogar mehr als 1,5 Millionen Kinder eine Betreuungsperson verloren.

Dies sei eine bedeutende, bislang übersehene Konsequenz der Pandemie, schreibt die US-Gesundheitsbehörde NIH in einer Mitteilung zur Studie. Die Analyse mache deutlich, dass eine psychosoziale und wirtschaftliche Unterstützung für diese Kinder eine zentrale Rolle bei der Reaktion auf diese Pandemie spielen sollte.

Eine Mutter schaukelt ihr Kind.
Eine Mutter schaukelt ihr Kind.  © Christian Charisius/dpa

Update, 21. Juli, 6.26 Uhr: Tourismus weiterhin im Krisenmodus

Verwüstete Campingplätze, zerstörte Ferienhäuser und Hotels, beschädigte Brücken, Gleise und Straßen: Die Hochwasserkatastrophe vor allem im Westen Deutschlands trifft den Tourismus in den betroffenen Gebieten hart.

"Für die Gastgeber, die nach dem langen Corona-Lockdown nun im schlimmsten Fall ihre Existenzgrundlage verloren haben, ist es eine absolute Katastrophe", berichtete Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des Deutschen Ferienhausverbandes. Insbesondere die Regionen im ländlichen Raum seien dringend auf den Tourismus angewiesen.

"Das ganze Ausmaß der Flut und die Effekte auf den Tourismus lassen sich derzeit allerdings noch nicht abschätzen", sagte Schwefel. Unklar sei wie viele Beherbergungsbetriebe von der Flut betroffen seien und wie viele Urlauber aktuell ihre Reise nicht antreten könnten. Die Vulkaneifel und die Moselregion sind beliebte Urlaubsziele.

Update, 21. Juli, 6.25 Uhr: Acht weitere Corona-Fälle bei Olympia - Ein Athlet positiv

Kurz vor Eröffnung der Olympischen Spiele von Tokio haben die Organisatoren acht weitere Corona-Fälle festgestellt.

Wie das Organisationskomitee in dem am Mittwoch veröffentlichten Tagesbericht mitteilte, ist auch ein Athlet darunter, der nicht im olympischen Dorf wohnt. Insgesamt stieg damit die Zahl der positiven Tests, die seit dem 1. Juli ermittelt wurden, auf 75.

Update, 21. Juli, 6.15 Uhr: Inzidenz steigt seit zwei Wochen - 2203 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit über zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Mittwochmorgen lag sie bei 11,4 – am Vortag betrug der Wert 10,9 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9.

Demnach haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 2203 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.36 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1548 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 19 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 28 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.748.613 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.642.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.416.

Eine Helferin testet Insassen eines Autos in einem Testzentrum.
Eine Helferin testet Insassen eines Autos in einem Testzentrum.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 21. Juli, 3.43 Uhr: IOC will ausländische Zuschauer bei Winterspielen in Peking

Das Internationale Olympische Komitee setzt für die Winterspiele in Peking im Februar 2022 auf die Rückkehr von Fans in die Arenen.

"Wir wollen dort gern auch ausländische Zuschauer haben. Wir brauchen und wir wollen Zuschauer haben", sagte Juan Antonio Samaranch junior, der Chef der IOC-Koordinierungskommission für die Spiele, am Mittwoch bei der IOC-Session in Tokio.

Update, 21. Juli, 3 Uhr: WHO-Chef verteidigt Olympia-Macher

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Olympia-Macher von Tokio für ihre Corona-Maßnahmen gelobt.

"Sie haben ihr Bestes getan, um diese Spiele so sicher wie möglich zu machen", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus (56) am Mittwoch als Gastredner bei der 138. Session des Internationalen Olympischen Komitees.

Das Zeichen des Erfolgs seien "nicht null Fälle", sondern das schnelle Erkennen und Isolieren auftretender Neuinfektionen und das Verhindern der Weiterverbreitung des Virus, sagte der Äthiopier. "Es gibt kein Nullrisiko im Leben", betonte der WHO-Chef.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus (56).
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus (56).  © Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Update, 20. Juli, 2.41 Uhr: Lehrerverband erwartet auch im neuen Schuljahr große Einschränkungen

Der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, erwartet auch im kommenden Schuljahr große Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie.

Meidinger äußerte in der Tageszeitung "Die Welt" (Mittwoch) die Befürchtung, dass wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus Hunderttausende Schüler in Quarantäne müssen. "Niemand kann ausschließen, dass wir wegen der Delta-Variante und der mangelnden Impfquote eine enorme vierte Welle bekommen, in der dann auch wieder Wechselunterricht nötig wird."

Update, 21. Juli, 2.30 Uhr: Erster Olympia-Wettkampf in Japan gestartet

Mit dem Softball-Spiel von Gastgeber Japan gegen Australien haben die sportlichen Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen von Tokio begonnen. Die Partie fand am Mittwochvormittag in Fukushima statt, rund 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt.

Auch die Regierung der Präfektur hatte sich angesichts der wieder im Land steigenden Corona-Infektionen entschieden, wie in Tokio auf Zuschauer zu verzichten. In Fukushima gab es im März 2011 eine Atomkatastrophe in Folge eines Erdbebens und Tsunamis.

Update, 20. Juli, 23.22 Uhr: United Airlines verringert Verlust deutlich

Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat aufgrund anhaltender Belastungen durch die Corona-Krise bereits das sechste Quartal in Folge mit roten Zahlen hinnehmen müssen.

Das Unternehmen verringerte den Verlust in den drei Monaten bis Ende Juni aber deutlich. Unterm Strich fiel ein Minus von 434 Millionen Dollar (368 Mio Euro) an, wie United am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Vor einem Jahr betrug der Quartalsverlust noch 1,6 Milliarden Dollar.

Update, 20. Juli, 20.52 Uhr: Stiko-Mitglied: Statt der Kinder mehr Erwachsene impfen

Die Medizinerin Eva Hummers, die der Ständigen Impfkommission des RKI angehört, hat an die noch nicht gegen Corona geimpften Erwachsenen appelliert, sich die Spritze geben zu lassen - auch zu Gunsten der Kinder.

"Es kann ja nicht sein, dass wir jetzt die Kinder in die Verantwortung nehmen und sagen, sie müssen sich impfen lassen, um impfunwillige Erwachsene in ihrem Umfeld zu schützen, während wir noch nicht wissen, ob die Impfung möglicherweise oder in welchem Umfang sie möglicherweise für die Kinder eine Gefährdung ist", sagte Hummers dem "Mannheimer Morgen" (Mittwoch-Ausgabe).

Update, 20. Juli, 20.11 Uhr: Corona-Zahlen auf Mallorca steigen weiter

Die Corona-Zahlen auf Mallorca als liebster Ferieninsel der Deutschen sind weiter angestiegen.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde nach aktuellen Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums vom Dienstagabend mit 335 angegeben. Am Vortag hatte der Wert bei 310, vergangenen Freitag jedoch noch bei 270 gelegen.

Im Corona-Hotspot Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona gingen die Zahlen hingegen erstmals wieder leicht zurück. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 612 am Montag auf 579 am Dienstag. Alle Daten, auch die für ganz Spanien mit 327, liegen allerdings weit über der Marke von 200, ab der Deutschland eine Region oder ein ganzes Land zum Hochinzidenzgebiet erklären kann.

Dann kommt auf Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder von Corona genesen sind, eine Quarantäne von mindestens fünf Tagen zu.

Touristen am Strand von Arenal in Palma de Mallorca.
Touristen am Strand von Arenal in Palma de Mallorca.  © Clara Margais/dpa

Update, 20. Juli, 18.15 Uhr: Coronavirus auf Frachtschiff im Hafen von Burgas - ein Toter

Nach einem Coronavirus-Ausbruch auf einem Frachtschiff im bulgarischen Schwarzmeerhafen Burgas ist ein Mitglied der Besatzung an Covid-19 gestorben.

Mehr dazu in unserem Artikel: "Coronavirus auf Frachtschiff im Hafen - ein Toter"

Update, 20. Juli, 17.42 Uhr: Delta-Variante macht in USA mehr als 80 Prozent der Infektionen aus

Die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus ist in den USA offiziellen Schätzungen zufolge inzwischen für rund 83 Prozent aller untersuchten Infektionen verantwortlich.

"Das ist ein dramatischer Anstieg", sagte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Dienstag bei einer Anhörung im Senat. Noch Anfang Juli sei die Variante nur für rund die Hälfte der untersuchten Infektionen verantwortlich gewesen.

In Landesteilen mit niedrigerer Impfquote liege der Anteil der Delta-Variante inzwischen sogar noch höher als 83 Prozent, sagte Walensky. Sie forderte alle Amerikaner erneut auf, sich möglichst bald impfen zu lassen. Rund 99,5 Prozent aller Corona-Todesfälle beträfen inzwischen Ungeimpfte, betonte Walensky.

Update, 20. Juli, 15.28 Uhr: Britische Regierung stiftet Verwirrung zu Quarantäne-Regeln

Die britische Regierung hat mit widersprüchlichen Äußerungen über die Regeln für Kontaktpersonen Corona-Infizierter erneut für Verwirrung gesorgt.

Staatssekretär Paul Scully hatte am Dienstagmorgen der BBC gesagt, es sei den Menschen oder ihren Arbeitgebern selbst überlassen, wie sie mit Aufforderungen zur Selbstisolation über die Corona-Warn-App umgehen. Kurze Zeit später teilte eine Regierungssprecherin aber mit, es sei "äußerst wichtig", sich an die Aufforderungen zu halten, egal ob sie von der App oder durch einen Anruf von Mitarbeitern des Gesundheitsdienstes kommen.

Der massive Anstieg von Neuinfektionen und die gleichzeitige Aufhebung fast aller Corona-Maßnahmen führt in England zu immer mehr Schwierigkeiten. Weil sich Hunderttausende Menschen derzeit als Kontaktpersonen in Selbstisolation befinden, fallen Züge aus, werden Läden geschlossen und gehen Schulen vorzeitig in die Sommerferien.

Update, 20. Juli, 15.08 Uhr: Königin Margrethe muss Grönland-Reise wegen Corona-Lage verschieben

Die dänische Königin Margrethe II. (81) muss ihre geplante Reise nach Grönland wegen der dortigen Corona-Lage verschieben.

Der grönländische Regierungschef Múte B. Egede habe angesichts von mehreren Infektionsausbrüchen auf der größten Insel der Erde und damit verbundenen Beschränkungen erbeten, den offiziellen Besuch der Monarchin aufzuschieben, teilte das dänische Königshaus am Dienstag mit.

Margrethe habe dafür Verständnis, freue sich aber darauf, die Reise zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Ursprünglich war ihr Grönland-Besuch für den Zeitraum vom 24. Juli bis zum 5. August geplant gewesen.

Margrethe II. (2.v.l.), Königin von Dänemark, begrüßt vor einem Abendessen auf der königlichen Yacht Dannebrog, die in Sønderborg liegt, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l), sowie Mette Frederiksen, Ministerpräsidentin von Dänemark, und ihrem Mann Bo Tengberg.
Margrethe II. (2.v.l.), Königin von Dänemark, begrüßt vor einem Abendessen auf der königlichen Yacht Dannebrog, die in Sønderborg liegt, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l), sowie Mette Frederiksen, Ministerpräsidentin von Dänemark, und ihrem Mann Bo Tengberg.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 20. Juni, 14.32 Uhr: Nachverfolgung von Corona-Kontakten auf Mallorca wird schwieriger

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen wird die Nachverfolgung enger Kontakte von Infizierten auf Mallorca einem Medienbericht zufolge zunehmend schwieriger.

Zurzeit gebe es auf den Balearen, zu denen neben Mallorca auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, insgesamt 7460 mit dem Virus Infizierte, schrieb die Zeitung Diario de Mallorca am Dienstag.

Statistisch kämen auf jeden Infizierten fünf enge Kontakte - also insgesamt 37.300 Menschen, die sich für zehn Tage isolieren müssten.

Für die Nachverfolgung so vieler Kontakte und die Kontrolle, ob sich die Menschen auch an die Vorgaben hielten, hätten die Behörden nicht ausreichend Personal, hieß es.

Update, 20. Juli, 13.58 Uhr: Dutzende griechische Feuerwehrleute wegen Impfverweigerung versetzt

Weil sie sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, sind 54 griechische Feuerwehrleute aus der Elite-Einheit des Katastrophenschutzes zu anderen Dienststellen versetzt worden.

Dies teilte am Dienstag der Chef der Gewerkschaft der Feuerwehrleute, Dimitris Stathopoulos, im griechischen Nachrichtensender Skai mit.

Die Eliteeinheit EMAK wird im Fall von schweren Erdbeben, Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen eingesetzt.

Die Direktion der Feuerwehr hatte bereits im Mai allen Feuerwehrleuten Zeit bis Ende Juni eingeräumt, sich impfen zu lassen. Nach Ablauf der Frist habe die Führung der Feuerwehr die Konsequenzen gezogen, hieß es.

Update, 20. Juli, 12.39 Uhr: Indien: Studie schätzt Millionen mehr Tote während Corona-Pandemie

In Indien könnte während der Corona-Pandemie nach Berechnungen von Experten eine vielfach höhere Zahl von Menschen gestorben sein als offiziell angegeben.

Der US-amerikanische Thinktank Center for Global Development schätzt auf Basis mehrerer Quellen eine Übersterblichkeit von 3,4 bis 4,9 Millionen zusätzlicher Toter seit Pandemiebeginn in dem schwer getroffenen Land im Vergleich zu Todeszahlen vor der Pandemie.

Die Forscher betonten allerdings, dass sie keine Schlüsse über die Todesursachen ziehen.

Nach offiziellen Zahlen sind in Indien bislang mehr als 414.000 an Corona erkrankte Menschen gestorben.

Update, 20. Juli, 12.22 Uhr: Fast die Hälfte der Australier im Lockdown: Auch Adelaide macht dicht

Nach den Metropolen Sydney und Melbourne geht auch der australische Bundesstaat South Australia mit der Großstadt Adelaide in einen strengen Corona-Lockdown.

Seit 18.00 Uhr (Ortszeit) dürfen die Bürger nur noch unter bestimmten Bedingungen das Haus verlassen, etwa um einzukaufen oder zur Arbeit zu gehen.

Insgesamt befinden sich nun fast 14 der 25 Millionen Australier im Lockdown, wie die Nachrichtenagentur AAP berichtete.

Update, 20. Juli, 12.21 Uhr: Bus bietet Corona-Impfungen im Ahrtal an

Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Corona-Pandemie im Katastrophengebiet haben Landesregierung und Kreisverwaltung im Ahrtal einen Impfbus gestartet.

Ohne Anmeldung für einen Termin können sich Bewohner der Region dort impfen lassen, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Mainz mitteilte.

In dem Bus gibt es auch die Möglichkeit zu Corona-Schnelltests. Impfen und Testen seien die beiden wichtigsten Vorkehrungen gegen eine Zunahme von Infektionen, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

"Angesichts einer Infrastruktur, die so schwer beschädigt ist, ist die Gefahr da."

Update, 20. Juli, 10.50 Uhr: Ex-Berater: Johnson wollte Queen trotz Corona persönlich besuchen

Der frühere britische Regierungsberater Dominic Cummings (49) hat weitere Anschuldigungen gegen Premier Boris Johnson (57) erhoben.

In einem ausführlichen Interview, das die BBC am Dienstagabend in voller Länge ausstrahlen wollte, erzählt Cummings, Johnson habe zu Beginn der Pandemie die Queen trotz ihres hohen Alters weiterhin persönlich treffen wollen.

Er selbst habe seinen Chef davon überzeugen müssen, dass er die heute 95-jährige Monarchin damit umbringen könne, wenn er sie mit dem Virus anstecke, behauptete Cummings. Queen Elizabeth II. und Johnson hielten ihre wöchentlichen Audienzen schließlich virtuell ab.

Der frühere britische Regierungsberater Dominic Cummings (49) hat weitere Anschuldigungen gegen Premier Boris Johnson (57) erhoben: Angeblich wollte Johnson zu Beginn der Pandemie die Queen trotz ihres hohen Alters weiterhin persönlich treffen.
Der frühere britische Regierungsberater Dominic Cummings (49) hat weitere Anschuldigungen gegen Premier Boris Johnson (57) erhoben: Angeblich wollte Johnson zu Beginn der Pandemie die Queen trotz ihres hohen Alters weiterhin persönlich treffen.  © Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Update, 20. Juli, 10.48 Uhr: Verleger und Gewerkschaften verlängern Corona-Tarifvertrag

Zeitungsverleger und Gewerkschaften haben die tariflichen Vereinbarungen verlängert, die sie 2020 unter dem Eindruck der Corona-Krise abgeschlossen hatten.

Bis zum Jahresende gilt für rund 12.000 Journalistinnen und Journalisten in Deutschland ein Tarifvertrag mit dem Ziel der Beschäftigungssicherung. Das teilten der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) unabhängig voneinander am späten Montagabend in Berlin mit.

Die jetzt abgeschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Redakteure bei Tageszeitungen für ihre besonderen Leistungen in der Corona-Krise drei zusätzliche freie Tage erhalten, wie der DJV erläuterte. Teilzeitbeschäftigte werden anteilig berücksichtigt.

Die arbeitnehmerähnlichen Freien haben Anspruch auf eine Ausgleichszahlung bei coronabedingten Mindereinnahmen in Höhe von bis zu einem durchschnittlichen Monatshonorar aus dem Vor-Coronazeitraum.

Update, 20. Juli, 10.44 Uhr: Enger Vertrauter von Aung San Suu Kyi stirbt in Haft an Corona

Im Krisenland Myanmar ist ein enger Vertrauter der entmachteten Regierungschefin Aung San Suu Kyi (76) in Haft an den Folgen des Coronavirus gestorben.

Nyan Win (†78), ein prominenter Politiker und früherer Sprecher von Suu Kyis Partei "Nationale Liga für Demokratie" (NLD), sei zuvor vom berüchtigten Foltergefängnis Insein ins Yangon General Hospital verlegt worden, sagte eine Ärztin der Klinik am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Da sei er schon in sehr kritischem Zustand gewesen.

"Die Covid-19-Situation in Yangon ist sehr schlimm. Für alte Menschen in den Gefängnissen ist es besonders schlimm. Es tut uns sehr leid für ihn", betonte sie.

Ein Verwandter sagte dem Portal Myanmar Now, Nyan Win habe vor seinem Tod sehr leiden müssen.

Nyan Win (†78), Anwalt und Sprecher der Partei der entmachteten Regierungschefin Suu Kyi (76), der Nationalen Liga für Demokratie, ist in Haft an den Folgen des Coronavirus gestorben.
Nyan Win (†78), Anwalt und Sprecher der Partei der entmachteten Regierungschefin Suu Kyi (76), der Nationalen Liga für Demokratie, ist in Haft an den Folgen des Coronavirus gestorben.  © Khin Maung Win/AP/dpa

Update, 20. Juli, 10.43 Uhr: Schalke geht in Quarantäne-Trainingslager: Corona-Fall bestätigt

Der FC Schalke 04 hat sich wenige Tage vor dem Start in die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga nach einem Corona-Fall im Kader in ein freiwilliges Quarantäne-Trainingslager begeben.

Wie der Bundesliga-Absteiger am Dienstag mitteilte, sollen damit "mögliche Infektionsketten" verhindert "und auch die Familien der Spieler und Staff-Mitarbeiter" geschützt werden.

Die Austragung der Auftaktpartie gegen den Hamburger SV am Freitag (20.30 Uhr) sei aber "aktuell nicht gefährdet".

Update, 20. Juli, 8.04 Uhr: Niedersachsen fordert Corona-Tests für Autofahrer an Grenzen

Mit Blick auf das neue Corona-Risikogebiet Niederlande hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (62, SPD) den Bund aufgefordert, endlich Voraussetzungen für Kontrollen des Autoreiseverkehrs zu schaffen.

"Wir sind der Auffassung, dass Tests, so wie wir sie aus unserem normalen Alltag kennen, bei jeder Einreise verlangt werden sollten. Und dass an der Grenze zumindest Stichproben vorgesehen werden", sagte der SPD-Politiker dem Bremer Weser-Kurier (Dienstag).

Die Bundesregierung müsse dafür schnell die angekündigte Änderung der Einreiseverordnung umsetzen.

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, fordert den Bund auf, endlich Voraussetzungen für Kontrollen des Autoreiseverkehrs zu schaffen.
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, fordert den Bund auf, endlich Voraussetzungen für Kontrollen des Autoreiseverkehrs zu schaffen.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 20. Juli, 6.22 Uhr: Ulmer Forschungsprojekt: Corona-Spätfolgen sind vielfach Organschäden

Ein Forschungsprojekt der Universitätsklinik Ulm zu Corona-Spätfolgen hat bislang bei etwa jedem fünften seiner Patienten Organschäden festgestellt.

"Wir hatten bislang rund 250 Patienten. 20 Prozent von ihnen haben Organschäden", sagte Dominik Buckert, betreuender Oberarzt der Spezialambulanz für Covid-Spätfolgen an Lunge, Herz und Gefäßen am Uniklinikum Ulm.

Der größte Teil der übrigen Patienten fühle sich schlechter belastbar als vor der Erkrankung, sagte Buckert. Bei ihnen konnten die Mediziner aber keine Organschäden feststellen.

Der Internist Dominik Buckert nimmt in der Corona-Ambulanz des Universitätsklinikums an einem Patienten ein Ultraschall vor.
Der Internist Dominik Buckert nimmt in der Corona-Ambulanz des Universitätsklinikums an einem Patienten ein Ultraschall vor.  © Stefan Puchner/dpa

Update, 20. Juli, 6.16 Uhr: Inzidenz steigt seit zwei Wochen - Wert jetzt bei 10,9

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen lag sie bei 10,9 – am Vortag betrug der Wert 10,3 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9.

Demnach haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 1183 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 646 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 34 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 26 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.746.410 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.641.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.397.

Update, 20. Juli, 4.37 Uhr: Neun weitere Corona-Fälle bei Olympia - Ein Athlet betroffen

Vor Beginn der Olympischen Spiele von Tokio haben die Organisatoren neun weitere Corona-Fälle registriert.

Darunter sei ein Athlet im olympischen Dorf, teilte das Organisationskomitee in seinem am Dienstagmorgen veröffentlichten Corona-Tagesbericht. Die Zahl der seit 1. Juli ermittelten positiven Tests stieg damit insgesamt auf 67.

Bereits am Montag hatte das Nationale Olympische Komitee Tschechiens mitgeteilt, dass Beachvolleyballspieler Ondrej Perusic (26) positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

Bei der im Olympia-Trainingslager der US-Mannschaft positiv auf das Coronavirus getesteten Turnerin handelt es sich um Kara Eaker (18).

Am Sonntag waren von den Organisatoren positive Tests bei drei Athleten bekanntgegeben worden. Betroffen waren unter anderem zwei Fußballer aus dem südafrikanischen Team, die bereits im olympischen Dorf wohnten.

Update, 20. Juli, 4.05 Uhr: Montgomery warnt vor übereilten Lockerungen - "brandgefährlich"

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery (69), hat davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen in Deutschland auf einen Schlag aufzuheben.

"Momentan verdoppelt sich die Zahl der Infizierten im Wochenrhythmus. Jetzt die Einschränkungen unserer Kontakte einfach fallen zu lassen und 'alles zu öffnen' wäre brandgefährlich", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag).

Wer dies tue, riskiere den Einstieg in die vierte Welle. Es müsse stattdessen schrittweise und kontrolliert vorgegangen werden.

Frank Ulrich Montgomery (69), Vorsitzender des Weltärztebundes, hat vor weiteren Lockerungen der Corona-Regeln gewarnt.
Frank Ulrich Montgomery (69), Vorsitzender des Weltärztebundes, hat vor weiteren Lockerungen der Corona-Regeln gewarnt.  © Guido Kirchner/dpa

Update, 20. Juli, 0.01 Uhr: Gericht bestätigt vorläufig Corona-Impfpflicht an US-Universität

Ein Gericht hat die Impfpflicht gegen Covid-19 an einer US-Universität vorläufig für rechtmäßig befunden.

In Anerkennung der bedeutenden Freiheit der Studenten, unerwünschte medizinische Behandlungen zu verweigern, erlaube die Verfassung des Landes der Indiana University jedoch das Vorgehen mit Blick auf das legitime Interesse für die öffentliche Gesundheit, hieß es in dem Urteil.

Acht Studierende hatten argumentiert, dass die Impfpflicht ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit und Autonomie verletze. Ihr Anwalt hat am Montag Berufung angekündigt.

Update, 19. Juli, 22.12 Uhr: "Kaisermania" in Dresden fällt erneut aus

Die "Kaisermania" bei den Dresdner Filmnächten, bei der seit Jahren Tausende Fans von Roland Kaiser (69) feiern, fällt in diesem Jahr erneut wegen der Corona-Pandemie aus.

"Umfassende Schutzmaßnahmen und ein erarbeitetes Hygienekonzept haben leider als Entscheidungshilfe für eine Genehmigung durch die zuständige Behörde in Dresden nichts bewirken können", teilte der Veranstalter Semmel Concerts am Montagabend mit. Die Enttäuschung bei Roland Kaiser und seinem gesamten Live-Team sei riesengroß, "zumal uns zwischenzeitlich Signale aus der Politik durchaus zuversichtlich gestimmt hatten".

Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Traurige Nachrichten für Fans von Roland Kaiser: Doch keine Kaisermania in Dresden!".

Die "Kaisermania" ist seit Jahren einer der beliebtesten Programmpunkte der Filmnächte am Dresdner Elbufer. Roland Kaiser bestritt dort alljährlich mehrere Konzerte, zu der bis zur Pandemie regelmäßig gut 40.000 Fans kamen.
Die "Kaisermania" ist seit Jahren einer der beliebtesten Programmpunkte der Filmnächte am Dresdner Elbufer. Roland Kaiser bestritt dort alljährlich mehrere Konzerte, zu der bis zur Pandemie regelmäßig gut 40.000 Fans kamen.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 19. Juli, 21.53 Uhr: Mallorca tritt wegen hoher Corona-Zahlen auf die Party-Bremse

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen werden auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca voraussichtlich wieder schärfere Einschränkungen ergriffen.

Um Partys und Trinkgelage vor allem junger Leute unter freiem Himmel zu bekämpfen, sollen Strände und Parks künftig von 22 Uhr bis 6 Uhr geschlossen werden. Die Justiz muss den Plänen noch zustimmen, wie die "Mallorca Zeitung" am Montagabend berichtete.

Teilnehmern solcher Partys drohen demnach künftig saftige Bußgelder. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Schluss mit Party! Mallorca verschärft Corona-Einschränkungen".

Schluss mit lustig: Angesichts stark steigender Corona-Zahlen werden auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca wieder schärfere Einschränkungen ergriffen.
Schluss mit lustig: Angesichts stark steigender Corona-Zahlen werden auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca wieder schärfere Einschränkungen ergriffen.  © Clara Margais/dpa

Update, 19. Juli, 21.03 Uhr: Kanada öffnet Grenze für Corona-Geimpfte

Nach mehr als einem Jahr weitgehender Einreisebeschränkungen öffnet Kanada seine Grenze für geimpfte US-Amerikaner.

Ab dem 9. August werde US-Bürgern und Menschen mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten die Einreise erlaubt, sofern diese mindestens zwei Wochen zuvor vollständig gegen Covid-19 geimpft worden seien. Ab dem 7. September sollen auch alle Staatsbürger anderer Länder einreisen dürfen, sofern sie durch Vakzine vor der Krankheit geschützt sind. Besucher müssten dann zuvor auf einem Internetportal Reisedaten hinterlegen - eine Quarantäne soll jedoch nicht nötig werden.

Update, 19. Juli, 20.57 Uhr: US-Behörde warnt vor Reisen nach Großbritannien

Die US-Gesundheitsbehörde CDC warnt angesichts der starken Zunahme der Coronavirus-Infektionen in Großbritannien vor Reisen in das Land. Der Reisehinweis wurde am Montag auf die Stufe vier von vier angehoben ("Vermeiden Sie Reisen").

Angesichts der Infektionslage bestehe selbst für vollständig geimpfte Reisende das Risiko, sich zu infizieren und Varianten des Coronavirus weiterzuverbreiten, hieß es.

Die CDC-Mitteilung kam just an dem Tag, an dem die Regierung in Großbritannien fast alle verpflichtenden Corona-Maßnahmen für den Landesteil England aufhob. Wegen der hochansteckenden Delta-Variante ist die Zahl der Infektionen dort zuletzt stark angestiegen. Fast täglich werden in Großbritannien mehr als 50.000 neue Fälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit 399 angegeben (Stand: 14. Juli).

Sadiq Khan, Bürgermeister von London. Trotz dramatisch steigender Infektionszahlen sind am Montag in England fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben worden.
Sadiq Khan, Bürgermeister von London. Trotz dramatisch steigender Infektionszahlen sind am Montag in England fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben worden.  © Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

Update, 19. Juli, 19.40 Uhr: Britische Regierung: Impfung für Jugendliche nur bei Vorerkrankungen

Ähnlich wie in Deutschland sollen auch in Großbritannien Jugendliche nur unter bestimmten Bedingungen gegen Corona geimpft werden. Nach aktueller Datenlage gebe es keine generelle Impfempfehlung für unter 18-Jährige, erklärte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid am Montag in London.

Die Regierung folgt damit der aktuellen Einschätzung der britischen Impfkommission. Jugendliche mit Vorerkrankungen wie etwa Autoimmunkrankheiten sollten der Empfehlung zufolge eine Corona-Impfung bekommen, genauso wie 12- bis 17-Jährige, die mit besonders gefährdeten Menschen in einem Haushalt leben. Die Einschätzung könne sich jedoch ändern, wenn mehr Daten aus laufenden Studien vorlägen, so die Regierung.

Update, 19. Juli, 19.24 Uhr: Dynamo Dresden rechnet zum Auftakt mit rund 9600 Fans

Aufsteiger Dynamo Dresden plant zum Saisonauftakt in der 2. Fußball-Bundesliga mit einer Stadion-Auslastung von maximal 30 Prozent. Das teilte der Club am Montagabend mit.

Am kommenden Samstag gegen den FC Ingolstadt würden somit rund 9600 Fans Dynamos erstes Heimspiel im für 32.249 Zuschauer ausgelegten Rudolf-Harbig-Stadion verfolgen. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Mit so vielen Zuschauern plant Dynamo gegen Ingolstadt".

Update, 19. Juli, 19.10 Uhr: Ein Besucher beim "Jedermann" Corona-positiv - nun FFP2-Pflicht

Einen Tag nach der Premiere des "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen ist ein geimpfter Besucher positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Wie die Festspiele und die Gesundheitsbehörden am Montag mitteilten, wird als Konsequenz ab Dienstag das Tragen einer FFP2-Maske für jede Besucherin und jeden Besucher in allen Spielstätten verpflichtend. Das Präventionskonzept werde weiterhin den Entwicklungen der Pandemie angepasst. Wegen der personalisierten Eintrittskarten seien 44 Kontaktpersonen des Infizierten ermittelt worden.

Am Samstagabend war der Berliner Schauspieler Lars Eidinger (45) in der Rolle des "Jedermann" im ausverkauften Festspielhaus umjubelt worden.

Update, 19. Juli, 18.50 Uhr: Komponist Webber sagt wegen Coronafall Start von Musical "Cinderella" ab

Andrew Lloyd Webber (73) hat den für diese Woche geplanten Start seines neuen Musicals "Cinderella" in London abgesagt. Grund sei ein positiver Coronavirus-Fall bei einem Statisten, der am vergangenen Wochenende festgestellt wurde, teilte der britische Komponist am Montag per Twitter mit.

Er habe sich wegen der Regeln zur Selbstisolation für Kontaktpersonen in England zu der "herzzerreißenden Entscheidung" gezwungen gesehen, so Webber. Obwohl alle Kontaktpersonen innerhalb des Ensembles daraufhin negativ getestet worden seien, müssten sie nun in Selbstisolation.

In England wurden am Montag fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben. Webber und viele andere Theaterbetreiber im Londoner West End und darüber hinaus hatten diesen Tag sehnsüchtig herbeigesehnt. Für ihn sei der "Freedom Day" nun aber zum "Closure Day" (Tag der Schließung) geworden, erklärte Webber.

Update, 19. Juli, 18.26 Uhr: Deutschland steuert auf Überangebot an Corona-Impfstoff zu

Mehr als ein halbes Jahr nach Start der Corona-Impfungen steuert Deutschland auf ein Überangebot an Impfstoff zu. Die Verfügbarkeit an Impfstoffen werde die Nachfrage schon bald "deutlich" übersteigen, stellten die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern am Montag in einem Beschluss nach einer Videoschalte fest.

Ein Rückgang der Nachfrage ist sowohl in den Impfzentren als auch in den Arztpraxen und bei den Betriebsärzten zu verzeichnen. Für den Erfolg der Impfkampagne sei aber eine möglichst hohe Impfquote entscheidend. 46,4 Prozent der Menschen in Deutschland sind mittlerweile vollständig geimpft. 59,9 Prozent haben mindestens eine Dosis.

"Bund und Länder werden ihre Bemühungen noch einmal verstärken, um gezielt diejenigen Menschen mit einem Impfangebot zu erreichen, die sich bisher nicht für eine Impfung entschieden haben", so die Gesundheitsministerkonferenz.

Impffrust wegen stockender Terminvergabe und mangelndem Impfstoff - das ist noch gar nicht so lange her. Heute stehen Bund und Länder vor einem anderen Problem: Möglichst wenig Impfstoff soll verfallen.
Impffrust wegen stockender Terminvergabe und mangelndem Impfstoff - das ist noch gar nicht so lange her. Heute stehen Bund und Länder vor einem anderen Problem: Möglichst wenig Impfstoff soll verfallen.  © Gregor Fischer/dpa

Update, 19. Juli, 17.02 Uhr: Auch Geimpfte müssen bei Ankunft auf Island Corona-Test vorlegen

Bei der Einreise auf Island müssen künftig auch geimpfte und genesene Touristen einen negativen Corona-Test vorlegen. Wie die isländische Regierung am Montag mitteilte, wird die Maßnahme zum Start der kommenden Woche in Kraft treten. Ab dann muss man einen PCR- oder Schnelltest vorlegen, der höchstens 72 Stunden alt ist.

Grund dafür ist eine Zunahme der Neuinfektionen auf der Nordatlantik-Insel, die ansonsten vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen ist. Ohne Impfung muss man weiterhin einen maximal 72 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen und nach Ankunft zwei weitere Tests machen, zwischen denen eine fünftägige Quarantänezeit liegt.

Update, 19. Juli, 16.12 Uhr: SPD-Politiker will Impfverweigerer für Tests zahlen lassen

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider (45), will, dass Impfverweigerer ihre Corona-Tests perspektivisch selbst zahlen müssen.

"Auf Dauer werden wir uns kostenlose Tests nicht leisten können", sagte Schneider dem Nachrichtenportal t-online. Wer sich nicht impfen lasse, könne nicht erwarten, dass die Allgemeinheit dauerhaft alles für ihn finanziere. Ausgenommen seien Kinder, Jugendliche und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könnten.

Derzeit sei es jedoch noch zu früh für kostenpflichtige Tests, deutete Schneider an. Im Moment müsse man die Menschen vor allem besser von der Impfung überzeugen.

Carsten Schneider (45), Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion.
Carsten Schneider (45), Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 19. Juli, 16.11 Uhr: In Griechenland künftig Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren

In Griechenland sollen Eltern ihre Kinder bald ab dem Alter von zwölf Jahren impfen lassen können. Die Impfung sei jedoch nicht obligatorisch, sagte der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Montag bei einem Besuch auf der Halbinsel Peloponnes.

Die Regierung richte sich bei der Ausweitung auf Impfungen für Kinder strikt nach den Empfehlungen der griechischen Impfkommission, berichtete die griechische Tageszeitung "Kathimerini". Bisher dürfen sich die Menschen in Griechenland ab dem Alter von 16 impfen lassen.

Update, 19. Juli, 16.03 Uhr: Bangladesch lockert Lockdown für religiöses Fest

Trotz hoher Corona-Zahlen lockert Bangladesch vorübergehend seinen Lockdown, um Gläubigen die Teilnahme am muslimischen Opferfest Eid Al-Adha zu ermöglichen.

Zehntausende Menschen reisen derzeit von der Hauptstadt Dhaka in ihre Dörfer, um dort am Mittwoch zu feiern. Allein am Montagfrüh seien rund 12.000 Menschen dicht gedrängt in 84 Fähren unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher der Wassertransportbehörde des Landes der Deutschen Presse-Agentur. Behörden begründeten die temporären Lockerungen damit, dass das Reisen und die Geschäfte im Vorfeld des Festes auch angesichts der Armut im Land wichtig seien. Sie wiesen die Menschen aber an, Masken zu tragen und Abstand zu halten. Ab Freitag soll der strikte Lockdown dann wieder gelten.

Update, 19. Juli, 15.49 Uhr: Delta-Variante des Coronavirus dominiert in Tschechien

Die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus dominiert inzwischen das Infektionsgeschehen im benachbarten Tschechien. Sie mache 70 bis 80 Prozent aller untersuchten Fälle aus, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde SZU am Montag in Prag mit.

Die einst vorherrschende Alpha-Mutante - auch als "britische Variante" bekannt - sei indes nur noch für zehn Prozent der Fälle verantwortlich.

In einem einzigen Fall wurde in dem Land zudem eine neue, als "Delta Plus" bezeichnete Virusvariante festgestellt. Bei der Patientin habe es sich um eine 30 Jahre alte Frau aus der Verwaltungsregion Südmähren gehandelt, teilte die Gesundheitsbehörde mit. In ihrem Umfeld seien keine weiteren Infektionen aufgetreten, hieß es.

Die Zahl der Neuinfektionen blieb in Tschechien zuletzt auf einem niedrigen Niveau. Nach aktuellen Zahlen steckten sich innerhalb von sieben Tagen 15 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus an.
Die Zahl der Neuinfektionen blieb in Tschechien zuletzt auf einem niedrigen Niveau. Nach aktuellen Zahlen steckten sich innerhalb von sieben Tagen 15 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus an.  © Armin Weigel/dpa

Update, 19. Juli, 15.18 Uhr: Corona-Sorgen am Aktienmarkt

Die Furcht vor der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in vielen Ländern hat auf dem deutschen Aktienmarkt einen Kursrutsch ausgelöst.

Falls die Mutation auf dem Vormarsch bleiben sollte, könnte Experten zufolge die globale Wirtschaftserholung in Gefahr geraten. Der Leitindex Dax weitete am Montag seine jüngsten Verluste deutlich aus und sackte auf das Niveau von Mai ab.

Unter der Nervosität der Anleger litten europaweit unter anderem die Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche. Neue coronabedingte Einschränkungen im internationalen Flugverkehr würde diesen Bereich besonders hart treffen.

Der Euro litt ebenfalls unter der wachsenden Corona-Verunsicherung und notierte zuletzt bei 1,1773 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1802 Dollar festgesetzt.

Update, 19. Juli, 15.06 Uhr: Dänischer Kronprinz Frederik sagt Reise zu Olympia ab

Der dänische Kronprinz Frederik (53) wird anders als geplant nicht zu Olympia nach Tokio reisen. Grund für die Absage ist, dass Dänemarks Thronfolger nahe Kontaktperson einer nicht näher identifizierten Person ist, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hat.

Das teilte das dänische Königshaus am Montag mit. Aufgrund der verschärften japanischen Einreisebestimmungen bedeute das, dass er nicht nach Japan reisen könne.

Ursprünglich war geplant gewesen, dass der älteste Sohn der dänischen Königin Margrethe II. von Montag an in Japan weilen und unter anderem bei der Eröffnungsfeier am Freitag dabei sein würde. Es wäre eine Art Abschiedstour für Frederik gewesen, da er sich aus persönlichen Gründen aus dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zurückzieht.

Kronprinz Frederik von Dänemark (53, l) hat seine Reise zu Olympia abgesagt. Stattdessen soll er nun bei der IOC-Generalversammlung am Dienstag und Mittwoch digital zugeschaltet werden. Der Kronprinz ist seit 2009 IOC-Mitglied.
Kronprinz Frederik von Dänemark (53, l) hat seine Reise zu Olympia abgesagt. Stattdessen soll er nun bei der IOC-Generalversammlung am Dienstag und Mittwoch digital zugeschaltet werden. Der Kronprinz ist seit 2009 IOC-Mitglied.  © Steven Paston/PA Wire/dpa

Update, 19. Juli, 15.01 Uhr: Gislason "begreift" olympisches Dorf in Corona-Zeiten noch nicht

Für Deutschlands Handball-Bundestrainer, Alfred Gislason (61), ist die Ausgestaltung des olympischen Dorfs in Tokio in Zeiten von Corona noch schwer vorstellbar.

"Was ich nicht begreife, ist, wie man das in einem olympischen Dorf regeln kann. Ich stelle mir das extrem schwierig vor", sagte der Chefcoach aus Island, der mit seiner Mannschaft derzeit noch in Tokushima weilt und trainiert. Dort habe man kaum Kontaktpersonen, schilderte Gislason. Er frage sich, wie das mit zig anderen Athleten in Tokio werde.

"So wie die Japaner hier penibel jeder Sache nachgehen, denke ich mir aber: wenn jemand das schafft, werden das die Japaner sein", sagte Gislason. Die Sportler sollen sich während der Wettkämpfe in einer Blase befinden. Gislason sagte, das Nationalteam genieße seines Wissens nach komplett den vollständigen Impfschutz.

Deutschlands Handball-Bundestrainer, Alfred Gislason (61).
Deutschlands Handball-Bundestrainer, Alfred Gislason (61).  © Daniel Karmann/dpa

Update, 19. Juli, 14.57 Uhr: Empörung in Frankreich nach Nazi-Vergleichen bei Corona-Protesten

Frankreichs Regierung hat empört auf Nazi-Vergleiche bei Demonstrationen gegen verschärfte Corona-Regeln reagiert.

Wie Medien berichteten, hatten am Wochenende einige Demonstranten einen gelben Stern getragen. Demnach sollte eine Parallele gezogen werden zwischen der Judenverfolgung während der Nazi-Diktatur und der Lage von Nicht-Geimpften heutzutage. "Das sind absolut widerliche Vergleiche", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal im Nachrichtensender Franceinfo.

Bei Protesten am Samstag waren landesweit knapp 114.000 Menschen auf die Straße gegangen. Nach dem Willen von Staatschef Macron (43) sollen die Anti-Corona-Maßnahmen verschärft werden. So soll in Kürze deutlich häufiger ein Test-, Impf- oder Genesungsnachweis vorgezeigt werden müssen. Außerdem wurde eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal verkündet. Das Land kämpft momentan gegen eine vierte Corona-Welle.

Update, 19. Juli, 14.27 Uhr: AstraZeneca an Entwicklungsländer? Saar-Ministerin fordert Klarheit

Die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (71, CDU) hat sich dafür ausgesprochen, übrig gebliebenen AstraZeneca-Impfstoff an Entwicklungsländer zu schicken. Allerdings sei dies aus Haftungsgründen verboten worden.

"Es muss eine Möglichkeit geben, diese Haftungsfrage des Bundes zu klären», betonte sie am Montag. «Impfstoff wegzuwerfen, ist für mich eine Todsünde." Nicht nur sie, alle 16 Gesundheitsminister seien verärgert. Im Saarland gibt es nach Angaben von Bachmann noch rund 6000 Dosen AstraZeneca.

Update, 19. Juli, 14 Uhr: England fast ohne Corona-Regeln - Reaktionen gemischt

Trotz drastisch steigender Corona-Fallzahlen haben die Menschen in England seit Montag wieder deutlich mehr Freiheiten.

Tausende Feierwütige begrüßten den sogenannten "Freedom Day" laut Berichten britischer Medien bereits in der Nacht in den Clubs des Landes, die seit mehr als einem Jahr wieder öffnen durften.

Die Regierung hat fast alle verpflichtenden Corona-Maßnahmen aufgehoben und appelliert an die Eigenverantwortung der Menschen. Abstand halten und Maske tragen sind in vielen Bereichen fortan Privatsache.

An den Bahnhöfen des Landes zeigte sich BBC-Reportern zufolge am Montagmorgen ein gemischtes Bild: Während viele von ihrer neuen Freiheit Gebrauch machten und maskenlos unterwegs waren, entschieden sich durchaus auch weiter etliche Reisende freiwillig für die Schutzmaßnahme.

Einige Fahrgäste trugen am Montag in den U-Bahnen noch Mund-Nasen-Bedeckungen.
Einige Fahrgäste trugen am Montag in den U-Bahnen noch Mund-Nasen-Bedeckungen.  © Yui Mok/PA Wire/dpa

Update, 19. Juli, 13.57 Uhr: WHO-Chef plant Japan-Besuch während Olympia

Der Chef der Weltgesundheitsbehörde (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus (56), plant, Japan während der Olympischen Spiele einen Besuch abzustatten.

Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Montag unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsvertreter in Tokio. Themen bei einem möglichen Treffen mit Japans Regierungschef Yoshihide Suga wären im Falle eines Besuches die Corona-Maßnahmen bei den Olympischen Spielen und Paralympics.

Südkoreas Präsident Moon Jae In (68) verzichtet dagegen nach Angaben seines Büros auf einen Besuch im Nachbarland während der Spiele.

Update, 19. Juli, 13.18 Uhr: FFP2-Masken im Test

Alle 20 von der Stiftung Warentest geprüften FFP2-Masken haben eine hohe Filterwirkung. Doch das ist nichts wert, wenn die Passform für Menschen nicht stimmt oder sie darunter nur schlecht atmen.

Die Ergebnisse im TAG24-Artikel Stiftung Warentest prüft FFP2-Masken: Nur 4 von 20 Masken werden empfohlen!

Update, 19. Juli, 13.11 Uhr: Bei Kapillarlecksyndrom - Warnung vor Johnson & Johnson-Impfung

Menschen die in der Vergangenheit das extrem seltene Kapillarlecksyndrom entwickelt haben, sollen keinen Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten.

Das geht aus dem sogenannten Rote-Hand-Brief des Herstellers hervor, der am Montag vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) verbreitet wurde. Demnach wurden in den ersten Tagen nach Verabreichung dieses Impfstoffes "sehr selten Fälle des Kapillarlecksyndroms berichtet, in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang".

Das Kapillarlecksyndrom gilt als äußerst seltenes, aber potenziell lebensbedrohliches Krankheitsbild. Den Angaben zufolge ist es unter anderem charakterisiert durch akute Episoden von Ödemen (Wassereinlagerungen) hauptsächlich in den Extremitäten und niedrigem Blutdruck. Bei Symptomen nach einer Impfung mit Johnson & Johnson sei eine unmittelbare Behandlung notwendig.

Nach Angaben auf dem Aufklärungsmerkblatt zum Impfen dürfen Menschen, die jemals das Kapillarlecksyndrom hatten, auch nicht mit dem Produkt von AstraZeneca (Vaxzevria) geimpft werden.

Eine Dosis mit dem Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson.
Eine Dosis mit dem Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson.  © Jessica Hill/FR125654 AP/dpa

Update, 19. Juli, 13.02 Uhr: Myanmar trägt immer mehr Corona-Tote zu Grabe - kaum noch Sauerstoff

Knapp sechs Monate nach dem Militärputsch in Myanmar sterben in dem Krisenland immer mehr Menschen an den Folgen von Covid-19.

In den vergangenen Tagen seien allein in der größten Stadt Yangon mehr als 1000 Tote auf drei großen Friedhöfen beerdigt worden, berichteten lokale Medien und Bestattungsunternehmen. Die Lage bleibt aber unübersichtlich. Die wahre Zahl der Kranken und Toten soll laut Ärzten und Beobachtern viel höher sein als die offizielle Statistik der Junta.

"Viele Leute sterben, weil es nicht genug Sauerstoff gibt", sagte Shwe Shwe, die als freiwillige Helferin im Einsatz ist, um Sauerstoff für Kranke zu besorgen. "Wir versuchen alles, aber es ist sehr schwer, weil es unter der Junta keinerlei Krisenmanagement gibt", erzählte sie der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt bezifferte die Junta die bisherige Zahl der Corona-Toten in dem südostasiatischen Land auf 5000.

Menschen mit ihren Sauerstoffflaschen vor einer Nachfüllstation in Yangon, einer Stadt in Myanmar.
Menschen mit ihren Sauerstoffflaschen vor einer Nachfüllstation in Yangon, einer Stadt in Myanmar.  © Uncredited/AP/dpa

Update, 19. Juli, 12.30 Uhr: Brüssel genehmigt tschechischen Corona-Aufbauplan

Tschechien hat von der EU-Kommission grünes Licht für seinen Wiederaufbauplan nach der Corona-Krise erhalten.

Tschechien erhält rund sieben Milliarden Euro aus dem gemeinsamen Corona-Hilfsfonds der EU. Bis zur Rückkehr zur Normalität sei es noch ein langer Weg, sagte der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis (66) am Montag in Prag bei einer Pressekonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62).

Update, 19. Juli, 12.25 Uhr: Trotz tausender Neuinfektionen - Moskau nimmt Beschränkungen zurück

Trotz Tausender neuer Corona-Fälle nimmt die russische Hauptstadt Moskau Beschränkungen zurück.

Seit Montag können in Europas größter Metropole mit schätzungsweise 15 Millionen Einwohnern auch Ungeimpfte wieder in Bars und Restaurants gehen. Das war zuvor nur möglich mit einem negativen PCR-Test und für Menschen nach einer Impfung mit einem QR-Code. Gaststätten beschwerten sich über ausbleibende Kundschaft. In Parks im Zentrum sammelte sich regelmäßig Müll an, weil dort viele etwa Fastfood verspeisten.

Bürgermeister Sergej Sobjanin begründete die Lockerungen mit der besser werdende Corona-Lage in Moskau. Am Montag meldeten die Behörden 4000 Corona-Neuinfektionen binnen einem Tag.

Personen im Außenbereich eines Restaurants in Moskau.
Personen im Außenbereich eines Restaurants in Moskau.  © Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

Update, 19. Juli, 12.20 Uhr: Deutschlands Wirtschaft wächst kräftig - Vorkrisenniveau in Sicht

Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung der Bundesbank im Frühjahr das Corona-Tief hinter sich gelassen. "Die Wirtschaftsleistung in Deutschland nahm im zweiten Quartal 2021 wohl wieder kräftig zu", heißt es im Monatsbericht Juli der Notenbank, der am Montag veröffentlicht wurde.

"Sie dürfte den im Winterquartal vor allem aufgrund der zeitweilig wieder verschärften Pandemie- Schutzmaßnahmen erlittenen herben Rückschlag in etwa wettgemacht haben." Erste Daten zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Zeitraum April bis einschließlich Juni veröffentlicht das Statistische Bundesamt Ende nächster Woche.

Update, 19. Juli, 12 Uhr: Positiver Corona-Schnelltest bei Schalker Profi

Nur wenige Tage vor dem Start in die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga ist ein Profi des FC Schalke 04 beim täglichen Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Wie der Revierclub am Montagvormittag mitteilte, wurde das für den Nachmittag angesetzte Training deshalb abgesagt. Die Austragung der Auftaktpartie gegen den Hamburger SV am Freitag sei aber "aktuell nicht gefährdet".

Der namentlich nicht genannte Spieler hat sich umgehend in häusliche Isolation begeben. Das Resultat des PCR-Tests steht noch aus. Alle weiteren Schnelltests fielen negativ aus.

Update, 19. Juli, 11.55 Uhr: Brandenburgs SPD-Landtagsfraktionschef: Impfunwillige sollen Schnelltests künftig selbst zahlen

Brandenburgs SPD-Landtagsfraktionschef Erik Stohn (37) hat sich dafür ausgesprochen, dass Impfunwillige im Alter über 18 Jahren Corona-Schnelltests künftig selbst zahlen.

"Für all diejenigen, die kein Impfangebot wahrnehmen, aber mit einem Test zum Fußballspiel wollen, sollte nicht der Steuerzahler aufkommen müssen", sagte Stohn am Montag laut Mitteilung. "Das ist dann Privatvergnügen, muss nicht von der Allgemeinheit getragen werden."

Erik Stohn (37, SPD), Fraktionsvorsitzender in Brandenburg.
Erik Stohn (37, SPD), Fraktionsvorsitzender in Brandenburg.  © Carsten Koall/dpa

Update, 19. Juli, 11.35 Uhr: Corona als Grund: Jeder Achte will die großen Städte verlassen

Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie könnten viele Menschen aus den großen deutschen Städten treiben.

Mehr als jeder achte Bewohner einer Stadt mit mehr als einer halben Million Einwohner will diese laut einer Befragung des Münchner Ifo-Instituts und des Immobilienportals Immowelt binnen maximal eines Jahres verlassen und in einer kleinere Stadt oder aufs Land ziehen. Fast die Hälfte davon nennt Corona dabei als wichtigen Grund für die Entscheidung.

Update, 19. Juli, 11.30 Uhr: Dritter Athlet im olympischen Dorf positiv getestet

Vor Beginn der Olympischen Spiele von Tokio ist der dritte Sportler im Athletendorf positiv auf das Coronavirus getestet worden.

eachvolleyballspieler Ondrej Perusic (26) sei betroffen, teilte das Nationale Olympische Komitee Tschechiens am Montag mit. Noch am Vormittag hatten die Olympia-Organisatoren erklärt, dass nach den ersten beiden Corona-Fällen im olympischen Dorf keine weiteren dortigen Neuinfektionen bei Sportlern festgestellt worden seien.

Update, 19. Juli, 10.30 Uhr: Baden-Württembergs Rechnungshof hat Zweifel an Verfassungsmäßigkeit von Nachtragsetat

Die grün-schwarze Landesregierung verstößt mit ihrem Nachtragshaushalt nach Ansicht des Rechnungshofs womöglich gegen die Landesverfassung.

Die neuen Schulden seien "problematisch", weil das Land über einen hohen Kassenüberschuss aus dem Jahr 2020 verfüge, sagte Günther Benz, Präsident des Rechnungshofs, am Montag in Stuttgart. "Wir sehen hier Zweifel an der Verfassungsgemäßheit des Haushalts."

Update, 19. Juli, 9.50 Uhr: Impfgegner randalieren auf Zypern - Zwölf Polizisten verletzt

Eine Demonstration gegen Corona-Maßnahmen und -Impfungen ist am Sonntagabend auf Zypern eskaliert.

Ein wütender Mob drang in die Räume des zyprischen Fernsehsenders Sigma ein und zerstörte das Mobiliar. Vor dem Medienhaus wurden Autos der Mitarbeiter des Senders angezündet, es flogen Steine und Brandsätze, mindestens zwölf Polizisten wurden verletzt, zwei von ihnen schwer, wie zyprische Medien am Montag berichteten.

Bis zum Montagmorgen gab es fünf Festnahmen. Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades sprach von einem "Schlag gegen die Demokratie".

Demonstranten während des Protestes gegen die Corona-Maßnahmen auf Zypern.
Demonstranten während des Protestes gegen die Corona-Maßnahmen auf Zypern.  © Petros Karadjias/AP/dpa

Update, 19. Juli, 9.47 Uhr: 1,7 Millionen Briten in Selbstisolation - Regeln gelockert

Weil es beim Nationalen Gesundheitsdienst NHS in England zu immer mehr Personal-Engpässen kommt, hat die britische Regierung für die Mitarbeiter die Regeln zur Selbstisolation nach Kontakt mit Infizierten gelockert.

In Ausnahmefällen dürften zweifach geimpfte Mitarbeiter die eigentlich vorgeschriebene zehntägige Selbstisolation durch einen negativen PCR-Test und tägliche Antigen-Tests ersetzen und weiterhin zur Arbeit erscheinen, hieß es in einer Mitteilung der Regierung am Montag.

Einem Bericht zufolge befinden sich derzeit bis zu 1,7 Millionen Menschen in Großbritannien in Selbstisolation. Das führte bereits dazu, dass Zugverbindungen ausfielen und Supermarktfilialen schließen mussten, weil nicht mehr genügend Mitarbeiter da waren.

Update, 19. Juli, 8.50 Uhr: Gastgewerbe bei Umsatz noch unter Vorjahr

Die Umsätze im deutschen Gastgewerbe erholen sich nur langsam von den erneuten Corona-Einschränkungen im Frühjahr.

Zwar verbuchten Gastwirte und Hoteliers im Mai sowohl preisbereinigt (plus 13,7 Prozent) als auch nominal (plus 14,2 Prozent) mehr Erlöse als im April des laufenden Jahres, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.

Im Vergleich zum Mai 2020 jedoch lagen die Umsätze nach Berechnungen der Wiesbadener Behörde preisbereinigt (real) um 1,7 Prozent niedriger.

Update, 19. Juli, 8.20 Uhr: Australien wirft britische Kolumnistin nach Regelverstoß aus dem Land

Australien will die umstrittene britische Kolumnistin Katie Hopkins wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln aus dem Land werfen.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Australien schmeißt Journalistin raus: Quarantäne-System "größter Schwindel der Menschheitsgeschichte.

Update, 19. Juli, 7.02 Uhr: Halbleiter-Engpässe wohl bis ins Jahr 2022

Die Halbleiterknappheit mit ihren negativen Folgen etwa für Autobauer wird sich nach Experteneinschätzung noch weit ins kommende Jahr hinziehen.

In manchen Bereichen wie etwa Speicherchips dürfte sich die Lage erst mit der Inbetriebnahme frischer Kapazitäten in den Jahren 2023 bis 2024 entspannen, sagte Alan Priestley von der Analysefirma Gartner der Deutschen Presse-Agentur. Die Erholung in einzelnen Branchen werde angesichts der verschiedenen Ursprünge der Probleme unterschiedlich verlaufen.

Update, 19. Juli, 6.22 Uhr: RKI meldet 546 Neuinfektionen - Inzidenz weiter über 10

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 546 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 324 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 10,3 an (Vortag: 10).

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden ein Todesfall verzeichnet. Vor einer Woche waren es 2 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.745.227 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.640.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg demnach auf 91.363.

Helfer bereiten Corona-Schnelltests vor.
Helfer bereiten Corona-Schnelltests vor.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 19. Juli, 6.20 Uhr: Über die Hälfte für weniger Zuschauern in Fußball-Stadien

Mehr als die Hälfte der Deutschen ist der Meinung, dass die Regelung mit bis zu 25.000 Zuschauern in der Fußball-Bundesliga zu weit geht.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur meinten 36 Prozent, dass angesichts der Coronavirus-Pandemie weniger Zuschauer zugelassen werden sollten. 19 Prozent sind gar der Ansicht, dass die Stadien auch in der neuen Saison völlig leer bleiben sollten.

Update, 19. Juli, 6.17 Uhr: England hebt alle Corona-Regeln auf

Trotz dramatisch steigender Infektionszahlen sind am Montag in England fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben worden.

Weder das Tragen von Masken noch Abstandsregeln oder zahlenmäßige Beschränkungen für Veranstaltungen sind im größten britischen Landesteil fortan vorgeschrieben.

Premierminister Boris Johnson (57) setzt auf die Eigenverantwortung der Menschen. Doch Experten warnen, dass die Situation trotz hoher Impfquote außer Kontrolle geraten könnte. Bereits jetzt werden täglich zum Teil mehr als 50.000 Fälle registriert - beinahe so viele wie zum Höhepunkt der zweiten Welle zum Jahreswechsel.

Viel Freude in den Clubs in England. Diese konnten nach 17 Monaten wieder öffnen.
Viel Freude in den Clubs in England. Diese konnten nach 17 Monaten wieder öffnen.  © Alberto Pezzali/AP/dp

Update, 19. Juli, 4.50 Uhr: Mehrheit der Japaner glaubt nicht an sichere Spiele

Wenige Tage vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio glaubt eine große Mehrheit der Japaner nicht an die Beteuerungen der Veranstalter, es würden "sichere" Spiele werden.

Nach einer am Montag veröffentlichen Umfrage der japanischen Tageszeitung "Asahi Shimbun" gaben 68 Prozent der rund 1500 telefonisch Befragten an, dass sichere Spiele angesichts der andauernden Corona-Pandemie nicht möglich seien.

Lediglich 21 Prozent halten es für möglich. 55 Prozent sind demnach dagegen, dass die Spiele überhaupt stattfinden. 33 Prozent sind damit einverstanden.

Update, 19. Juli, 4.35 Uhr: Keine weiteren Corona-Fälle bei Olympia-Athleten

Die Olympia-Organisatoren von Tokio haben nach den ersten Corona-Fällen im Athletendorf am Montag keine weiteren Neuinfektionen bei Sportlern festgestellt.

Dem am Morgen veröffentlichten Corona-Tagesbericht zufolge entfielen die drei neu ermittelten Fälle auf einen Olympia-Angestellten, einen Leiharbeiter und einen Journalisten. Die Zahl der seit 1. Juli im Olympia-Umfeld registrierten Corona-Infektionen stieg damit auf 58.

Update, 19. Juli, 2 Uhr: FDP fordert Vorbereitung beim Ausstieg aus Pandemie-Notlage

Die FDP hat die Bundesregierung aufgefordert, einen geordneten Ausstieg aus der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" vorzubereiten.

Diese dient als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten, läuft aber am 30. September aus.

Sie sei aber "nicht mehr das geeignete Mittel in der Pandemiebekämpfung", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann (43), der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Update, 18. Juli, 19.04 Uhr: Feuer in Impfzentrum im Südwesten Frankreichs

In einem Impfzentrum im Südwesten Frankreichs hat es gebrannt.

Das Feuer in Urrugne wurde vermutlich absichtlich gelegt, berichtete der französische Sender France Bleu unter Verweis auf den zuständigen Staatsanwalt am Sonntag. Demnach stand ein Teil des Zeltes des Impfzentrums in der Nacht auf Sonntag in Flammen. Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin verurteilte den Vorfall auf Twitter. Die Verantwortlichen müssten hart bestraft werden.

Das Feuer in Frankreich wurde mit Absicht gelegt.
Das Feuer in Frankreich wurde mit Absicht gelegt.  © 123RF/krasnevsky

Update, 18. Juli, 17.42 Uhr: Britische Olympia-Athleten vorsorglich in Selbstisolation

Sechs britische Athleten für die Olympischen Spiele in Tokio haben sich wegen des Kontakts mit einem Corona-Infizierten vorsorglich in Selbstisolation begeben.

Das teilte der Verband British Olympic Association (BOA) am Sonntag mit. Die Sportler und zwei weitere Mitglieder von Team GB waren demnach auf ihrem Flug nach Tokio in Kontakt mit einer Person gekommen, die sich später als infiziert herausstellte.

Update, 18. Juli, 14.50 Uhr: IOC: Flüchtlingsteam reist trotz Corona-Fall nach Tokio

Das IOC-Flüchtlingsteam wird trotz eines Corona-Falls im Trainingslager die Reise zu den Olympischen Spielen nach Tokio antreten.

Die 26 Athleten sowie 16 Trainer und zehn Betreuer, die das Vorbereitungscamp in Doha absolviert haben, sollen bis spätestens Mittwoch nach Tokio fliegen, teilte das Internationale Olympische Komitee mit. Die ersten Mitglieder der Reisegruppe wurden am Sonntag auf dem Flughafen Narita erwartet.

Für das zweite Flüchtlingsteam in der Olympia-Geschichte sind auch sieben jetzt in Deutschland lebende Sportler vom IOC nominiert worden. Die Schwimmer Alaa Maso und Yusra Mardini, Boxer Wessam Salamana, Judoka Ahmad Alikaj sowie Karateka Wael Shueb aus Syrien und die aus dem Iran stammenden Saeid Fazloula (Kanu) und Kimia Alizadeh (Taekwondo) schafften es in die Mannschaft.

Update, 18. Juli, 14.25 Uhr: Italien erwägt laut Berichten Corona-Nachweis für Restaurantbesuch

Italiens Regierung denkt laut Medienberichten darüber nach, einen Impf- oder Testnachweis für Restaurantbesuche in Innenräumen zu verlangen.

Angesichts merklich wieder angestiegener Corona-Infektionszahlen sprach sich am Sonntag auch ein Experte des Gesundheitsministeriums in der Zeitung "La Repubblica" dafür aus, den sogenannten Grünen Pass zur Voraussetzung zu machen. Dieser bescheinigt, dass Menschen gegen Covid-19 durchgeimpft, genesen oder negativ getestet worden sind.

Die beliebte Urlaubsinsel Sardinien will wegen der Infektionslage Einreisende aus Ländern mit hohen, der Delta-Variante geschuldeten Inzidenzwerten intensiver kontrollieren, wie die Region am Samstagabend mitteilte. Man arbeite an einer Anordnung dafür. Der Tourismus-Sektor sei wichtig, erklärte Regionalpräsident Christian Solinas. Man wolle die Sicherheit aller garantieren.

Update, 18. Juli, 14.20 Uhr: Delta-Variante laut Zeitung auf Mallorca bei 85 Prozent

Auf Mallorca wird nach einem Bericht der Zeitung "Mallorca Zeitung" die als ansteckender geltende Delta-Variante des Corona-Virus inzwischen bei 85 Prozent aller Proben festgestellt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz auf der liebsten Urlaubsinsel der Deutschen sei bis Freitag auf gut 270 gestiegen. Für die Balearen insgesamt, also neben Mallorca auch Menorca, Ibiza und Formentera, werde dieser Wert mit 290 angegeben, schrieb die Zeitung am Sonntag. Der sogenannte R-Wert lag nach Angaben der Gesundheitsbehörde bei 1,63. Die Zahl bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 163 weitere Menschen anstecken.

Auch wenn sich vor allem junge Leute infizieren, die meist nur milde Krankheitssymptome aufweisen, kommt das Gesundheitssystem langsam wieder unter Druck. Inzwischen seien wieder zehn Prozent der Betten auf Intensivstationen mit Corona-Patienten belegt, schrieb die Zeitung.

Trotz der steigenden Zahlen schließe die Regionalregierung die Wiedereinführung einer nächtlichen Ausgehsperre, wie sie etwa in den Regionen Valencia, Katalonien oder Kantabrien beschlossen wurde, weiterhin aus, berichtete die Zeitung "Última Hora" unter Berufung auf die Behörden. Man erwäge aber neue Einschränkungen, darunter eine Begrenzung der Zahl von Personen, die privat oder öffentlich zusammenkommen dürfen.

Update, 18. Juli, 14 Uhr: Minister Holetschek offen für kostenpflichtige Corona-Tests

Die Staatsregierung in Bayern erhöht den Druck auf Menschen, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen.

Nachdem sich Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) offen für kostenpflichtige Corona-Tests zeigte, äußerte sich nun auch Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) wohlwollend zu der Idee.

"Irgendwann wird der Punkt erreicht werden, wo man der Mehrheit der Menschen in diesem Land die Frage beantworten muss, warum die Solidargemeinschaft 15 Euro jeden Tag für einen Schnelltest bezahlt und verschenkt, damit Impfverweigerer weiter shoppen oder an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können", sagte Holetschek der "Bild am Sonntag".

Die Kosten sollten allerdings weiter für die übernommen werden, die bisher nicht geimpft werden können - zum Beispiel Kinder, Schwangere und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Holetschek ist derzeit Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz.

In der Koalition mit den Freien Wählern kommt der Druck nicht gut an. "Wir dürfen nicht allen die Pistole auf die Brust setzen, die sich nicht impfen lassen wollen", sagte Parteichef und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger dem "Tagesspiegel am Sonntag".

CSU-Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56).
CSU-Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56).  © Sven Hoppe/dpa

Update, 18. Juli, 13.05 Uhr: Premier Johnson nach Kontakt zu Covid-Patient und die Frage nach der Selbstisolation

Der britische Premierminister Boris Johnson (57) will nach Kontakt mit seinem an Covid-19 erkrankten Gesundheitsminister Sajid Javid (51) doch in Selbstisolation gehen.

Das teilte der Regierungssitz Downing Street am Sonntag mit - nur Stunden nachdem ein Sprecher das Gegenteil verkündet hatte.

Selbstisolation ja oder nein? Das erfahrt Ihr in unserem TAG24-Artikel: "Erst Nein, dann Ja: Premier Johnson nach öffentlicher Kritik nun doch in Selbstisolation"

Der britische Premierminister Boris Johnson (57).
Der britische Premierminister Boris Johnson (57).  © Jonathan Brady/PA Wire/dpa

Update, 18. Juli, 11 Uhr: Altmaier: "Werden neuen Lockdown verhindern"

Für Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) kommt eine erneute Schließung von Geschäften und Restaurants in der Corona-Krise nicht infrage.

"Wir müssen und werden einen neuen Lockdown verhindern. Er wäre für viele Geschäfte und Restaurants, die bereits monatelang geschlossen waren, verheerend", sagte Altmaier der "Bild am Sonntag". Solange keine Überlastung des Gesundheitssystems drohe, gebe es keinen Grund für neue Maßnahmen. Geimpfte oder Jüngere hätten bei einer Infektion meist gar keine Symptome, die Intensivbetten-Kapazität in Deutschland sei weit von ihrer Auslastungsgrenze entfernt.

Aus Sicht des Mittelstands sind Altmaiers Äußerungen indirekt Anlass zur Sorge. "Denn offenbar reagiert er damit auf entsprechende Überlegungen in der Bundesregierung", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Markus Jerger, der Deutschen Presse-Agentur. Schon die Spekulation darüber verunsichere die Unternehmen und verhindere Investitionen.

"Anstatt über neue Zwangsmaßnahmen zu spekulieren, sollte die Bundesregierung ein positives Signal an die Wirtschaft senden." Die Union müsse sich "endlich einmal" gegen ihren Koalitionspartner durchsetzen und für eine Entlastung bei Steuern, Abgaben und Energiekosten sorgen.

Für Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) kommt eine erneute Schließung von Geschäften und Restaurants in der Corona-Krise nicht infrage.
Für Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) kommt eine erneute Schließung von Geschäften und Restaurants in der Corona-Krise nicht infrage.  © Tantussi/Reuters/Pool/dpa

Update, 18. Juli, 7.30 Uhr: Heil schließt weitere Kurzarbeitergeld-Verlängerung nicht aus

Für Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD) kommt im Falle einer erneuten deutlichen Belastung der Wirtschaft durch Corona eine Verlängerung des vereinfachten Zugangs zum Kurzarbeitergeld infrage.

"Ich würde keine Sekunde zögern, die Kurzarbeit über den September hinaus zu verlängern, wenn es durch eine vierte Welle wieder wirtschaftliche Schwierigkeiten geben sollte", sagte der SPD-Politiker der "Welt am Sonntag". Kurzarbeit habe in der Corona-Krise Millionen von Arbeitsplätzen gerettet.

"Die Hilfen könnten wir jederzeit per Verordnung weiter verlängern", führte Heil aus. "Im Moment steht das allerdings nicht an, denn zum Glück entwickeln sich die Wirtschaft und die Lage am Arbeitsmarkt sehr positiv."

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD).
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD).  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 18. Juli, 7 Uhr: Zwei Corona-Fälle bei Athleten im olympischen Dorf

Zum ersten Mal sind Athleten im olympischen Dorf in Tokio positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die Organisatoren der Sommerspiele bestätigten am Sonntag zwei Fälle bei Sportlern, die bereits in ihre Unterkünfte im Dorf eingezogen waren. Bereits am Vortag war ein Corona-Fall bei einem Offiziellen im olympischen Dorf vermeldet worden. Alle drei stammen nach Angaben des Internationalen Olympischen Komitees aus demselben ausländischen Team und haben sich in Quarantäne begeben.

Update, 18. Juli, 6.45 Uhr: Niederlande und Griechenland jetzt Corona-Risikogebiete

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen gelten die Niederlande, Griechenland und Teile Dänemarks seit Mitternacht in der Nacht zum Sonntag für die deutschen Behörden als Risikogebiete.

Nach der bereits am Freitag veröffentlichten Mitteilung des Robert Koch-Instituts rät das Auswärtige Amt von touristischen Reisen in diese Länder und Regionen ab.

Für die Niederlande und die dänische Hauptstadtregion um Kopenhagen ergeben sich daraus auch praktische Folgen: Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss wieder einen Corona-Test machen. Auch die zum dänischen Königreich zählenden Färöer-Inseln sind jetzt Risikogebiet. Die Niederlande sind das erste der neun Nachbarländer Deutschlands, das wieder ganz als Risikogebiet eingestuft wird. Ausgenommen sind zum Königreich gehörende Überseegebiete.

In Griechenland sind zuletzt die Infektionszahlen gestiegen, seit die Regierung die Maßnahmen für das Nachtleben gelockert hat und viele junge, noch ungeimpfte Leute feiern gehen. Wer aus dem Urlaub in Griechenland zurückkehrt, muss entweder getestet, genesen oder geimpft sein.

Werden die Strände in Griechenland nun wieder leerer?
Werden die Strände in Griechenland nun wieder leerer?  © Socrates Baltagiannis/dpa

Update, 18. Juli, 6.05 Uhr: Bundespolizei konnte in der Corona-Zeit viele Überstunden abbauen

Die Beamten der Bundespolizei haben während der Corona-Pandemie rund eine halbe Million Überstunden abbauen können.

Wie das Bundespolizei-Präsidium in Potsdam auf Anfrage mitteilte, sank die Zahl der Überstunden von knapp 2 Millionen Ende 2019 auf knapp 1,5 Millionen am 30. Juni dieses Jahres. Ende 2020 hatte die Zahl der Überstunden noch leicht darunter bei 1,42 Millionen gelegen.

Die Zahl der Überstunden bezieht sich nach Angaben des Präsidiums auf rund 52.000 Mitarbeiter im Vollzug und in der Verwaltung. Rein rechnerisch entfielen dann auf jeden Beschäftigten knapp 29 Überstunden.

"Für uns ist das ein kurzes Luftholen während der Corona-Pandemie - für die Zeit danach", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GDP) für die Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe deutlich weniger Flugreisende und praktisch keine Begleitung von Fußballfans in Bahnhöfen oder Zügen.

Update, 18. Juli, 4 Uhr: Altmaier will "Corona-Flutpauschale" von 10.000 Euro für Unternehmen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63) schlägt eine Pauschale von bis zu 10.000 Euro für Unternehmen vor, die von der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands und der Corona-Krise betroffen sind.

"Ich plädiere für eine Corona-Flutpauschale von bis zu 10.000 Euro für Unternehmen, die es doppelt schlimm getroffen hat", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag".

Die Existenzgrundlage von vielen Unternehmen in den Tourismus- und Weinbaugebieten sei zerstört. Er erwarte aber auch von den Versicherungen, jetzt schnell die Schadenssummen auszuzahlen, und dass sich die Geschäftspartner getroffener Unternehmen kulant zeigten.

Update, 18. Juli, 2.05 Uhr: Schwesig ebenfalls für neuen "Warnwert" zur Corona-Lage

Nach der rheinland-pfälzischen Regierungschefin Malu Dreyer (60, SPD) dringt auch die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (47, SPD), auf einen neuen "Warnwert" zur Bewertung der Corona-Lage.

"Ich unterstütze den Vorschlag, dass sich Bund und Länder auf einen neuen bundeseinheitlichen Warnwert zur Coronalage verständigen, ausdrücklich", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntag). "Wir müssen zukünftig stärker Impfungen und Krankenhausbelastungen berücksichtigen."

Schwesig verwies auf das in in ihrem Bundesland geltende Ampelmodell, das die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Covid-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivstationen berücksichtigt. Dreyer hatte zuvor einen "neuen Warnwert" zur Beurteilung der Corona-Lage in Deutschland gefordert. Bei steigenden Impfquoten habe die Sieben-Tage-Inzidenz heute viel weniger Aussagekraft als noch vor einem halben Jahr.

Update, 17. Juli, 22.40 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Israel überschreiten wieder 1000er-Marke

Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Israel hat erstmals seit vier Monaten wieder die 1000er-Marke überschritten. Das Gesundheitsministerium teilte am Samstag mit, binnen 24 Stunden seien 1118 neue Fälle gemeldet worden.

Dies ist die höchste Zahl seit Mitte März. Während des Höhepunkts der Pandemie im Januar war die Zahl der täglichen Fälle in Israel allerdings auf über 10.000 gestiegen.

Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett hatte bei einer Beratung am Freitag gesagt, die Delta-Variante sorge zu einem weltweiten Anstieg der Corona-Fälle, "auch in geimpften Ländern wie Großbritannien, den USA und Israel".

Gegenwärtig setze sich die Einschätzung durch, "dass die Wirksamkeit der vorhandenen Impfstoffe gegen die Delta-Variante schwächer ist, als wir gehofft hatten". Es zeige sich, dass das Problem nicht allein durch Impfungen gelöst werden könne. Die Delta-Variante war zuerst in Indien entdeckt worden und gilt als besonders ansteckend.

Angesichts des neuen Anstiegs der Infektionen will Israel von Mittwoch an wieder Beschränkungen für Versammlungen von mehr als 100 Menschen in geschlossenen Räumen einführen.

Tel Aviv: Eine Passantin geht mit Hunden an einer Gebäudewand vorbei.
Tel Aviv: Eine Passantin geht mit Hunden an einer Gebäudewand vorbei.  © Sebastian Scheiner/AP/dpa

Update, 17. Juli, 20.57 Uhr: Zweite Wallfahrt Hadsch in Corona-Pandemie beginnt

Zum zweiten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie findet in Saudi-Arabien ab diesem Sonntag die muslimische Wallfahrt Hadsch statt. Die Zahl der zulässigen Pilger wurde von 10.000 im vergangenen Jahr auf rund 60.000 Gläubige erhöht.

Das ist immer noch ein Bruchteil der mehr als zwei Millionen Muslime, die sich 2019 an der Wallfahrt beteiligt hatten. Hunderte Muslime trafen bereits am Samstag in Mekka ein. Wie im vergangenen Jahr sind wegen der Pandemie keine ausländischen Pilger zugelassen.

In Saudi-Arabien wurden bisher 507.000 Infektionen mit dem Coronavirus und 8000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Zehn Prozent der Bevölkerung des Königreichs sind laut Statistik-Website Our World In Data vollständig gegen das Virus geimpft, weitere 43 Prozent haben eine erste Dosis erhalten.

Beim diesjährigen Hadsch gelten erneut strenge Regeln, um eine weitere Ausbreitung des Virus möglichst zu verhindern. Dazu gehören Abstandsregeln und Maskenpflicht sowie Roboter, die im Hof der Großen Moschee von Mekka etwa Desinfektionsmittel versprühen. Alle teilnehmenden Pilger müssen geimpft und zwischen 18 und 65 Jahren alt sein sowie in Saudi-Arabien leben.

Mekka: Gläubige umrunden die Kaaba in der Großen Moschee mit Sicherheitsabstand.
Mekka: Gläubige umrunden die Kaaba in der Großen Moschee mit Sicherheitsabstand.  © Hassan Alfahimi/Saudi Ministry of Media/dpa

Update, 17. Juli, 18 Uhr: Corona-Ausbruch und Ausgangsverbot nach Partys auf Insel Mykonos

Auf der griechischen Jet-Set-Insel Mykonos gilt aufgrund missachteter Corona-Regeln in Bars für sieben Tage ein nächtliches Ausgehverbot. Die griechische Regierung verhängte die Maßnahme überraschend am Samstag.

Beginnend mit der Nacht zu Sonntag darf für die nächsten sieben Tage zwischen 1 Uhr und 6 Uhr niemand mehr auf die Straßen. Ausnahme gibt es nur für Notfälle und für Arbeitende in der Nacht. Auch Musik darf nicht mehr in allen Lokalen gespielt werden.

Wie der griechische Zivilschutz am Samstag mitteilte, fielen bei Corona-Schnelltest-Kontrollen in den vergangenen Tagen mehr als zehn Prozent der Tests positiv aus. Die Quarantäneunterkünfte seien bereits überfüllt, sagte die Chefin des Gesundheitsdienstes der Insel, Dina Sampsouni, im Staatsfernsehen. Griechische Medien berichteten, es habe einen "Hagel" stornierter Buchungen nach Bekanntgabe des lokalen Lockdowns gegeben.

Update, 17. Juli, 16.31 Uhr: Spaniens Tourismussektor wegen hoher Corona-Zahlen pessimistisch

Angesichts hoher Corona-Zahlen in Spanien hat sich die Tourismusbranche pessimistisch über die laufende Sommersaison geäußert. Es gebe einen "plötzlichen Rückgang" bei den Buchungen ausländischer Urlauber, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE am Samstag unter Berufung auf den Vizepräsidenten des spanischen Tourismusverbandes Exceltur, José Luis Zoreda.

"Wenn sich die Corona-Zahlen weiter verschlechtern, schätzen wir, dass der Tourismus in diesem Sommerquartal einen Umsatz von 37,97 Milliarden Euro generieren wird, mehr als die 24,30 Milliarden im selben Zeitraum des Vorjahres, aber viel weniger als die 58,37 Milliarden des Jahres 2019", zitierte der Sender den Tourismusmanager.

Die Branche hatte wegen der fortschreitenden Impfkampagne auf eine weit stärkere Erholung des Geschäfts in diesem Sommer gehofft. Der Tourismus trägt in normalen Zeiten mehr als zwölf Prozent zum spanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, auf den auch bei Deutschen beliebten Urlaubsinseln der Balearen und auf den Kanaren sind es sogar rund 35 Prozent. Die Branche sichert Hunderttausende Arbeitsplätze.

Zur Eindämmung der Pandemie haben einige Regionen wieder nächtliche Ausgehsperren in einzelnen Kommunen von 1 Uhr bis 6 Uhr eingeführt - so Katalonien sowie Valencia und Kantabrien. Bereits 8 Millionen der 47 Millionen Einwohner Spaniens seien davon betroffen, schrieb die Zeitung "El País". Auf Mallorca mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 270 ist das bisher nicht vorgesehen. Auf den Kanaren (176) lehnte ein Gericht eine Ausgehsperre ab.

Palma de Mallorca: Touristen genießen die Sonne am Strand von Arenal.
Palma de Mallorca: Touristen genießen die Sonne am Strand von Arenal.  © Clara Margais/dpa

Update, 17. Juli, 16.24 Uhr: Britischer Gesundheitsminister trotz Impfung an Covid-19 erkrankt

Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid (51) ist trotz Impfung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Javid am Samstag in einer Videobotschaft auf Twitter mit.

Mehr dazu hier: Trotz Impfung: Gesundheitsminister an Coronavirus erkrankt

Sajid Javid (51), Gesundheitsminister von Großbritannien.
Sajid Javid (51), Gesundheitsminister von Großbritannien.  © Aaron Chown/PA Wire/dpa

Update, 17. Juli, 14.28 Uhr: Kabinett will neue Strategie für Bevölkerungsschutz beschließen

Als Lehre aus der Corona-Pandemie und zur Vorsorge gegen künftige Krisen will das Kabinett am Mittwoch den ersten Teil einer neuen Strategie für den Bevölkerungsschutz beschließen.

Ein Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sieht als ersten Schritt den Aufbau einer "Nationalen Reserve Gesundheitsschutz" vor.

Mittelfristig soll aber auch die bundesweite Vorsorge für andere Krisen - wie etwa gravierende Hochwasserlagen und größere Brände - verbessert werden. Dafür tragen bisher die Länder die Verantwortung. Sie können in kritischen Situationen Unterstützung von Bund anfordern.

Update, 17. Juli, 14.09 Uhr: CDU-Politiker Merz wirft Bundesregierung Fehler in Europapolitik vor

Der CDU-Politiker Friedrich Merz fordert eine Neuausrichtung der Europapolitik seiner Partei.

Im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" warf Merz der unionsgeführten Bundesregierung eine Reihe von Fehlern vor, darunter die Entscheidung zu Corona-Hilfen der EU und die zentrale Beschaffung von Corona-Impfstoff durch Brüssel.

"Rückblickend war es ein Fehler, den Kauf von Corona-Impfstoffen in vollem Umfang der EU-Kommission zu überlassen", sagte er. Im Corona-Hilfsfonds sieht Merz einen Schritt hin zu einer "Schuldenunion". "Mit diesem Fonds wird die Perspektive eröffnet, dass die EU auch in normalen Zeiten eigene Schulden aufnimmt", warnte er. "Ich sehe das als reale Gefahr."

Update, 17. Juli, 14.03 Uhr: Hausärzte berichten über nachlassende Impfbereitschaft

Der Deutsche Hausärzteverband fordert, bei der Beurteilung der Corona-Pandemie in Deutschland auch die Versorgungslage der Hausarztpatienten zu berücksichtigen. Zudem wird über eine nachlassende Impfbereitschaft berichtet.

Derzeit spiele die steigende Zahl der Neuinfektionen keine signifikante Rolle für die Hausärzte, weil das Niveau in Deutschland noch relativ gering sei, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Nur vereinzelt gebe es Hotspots. Deutlich zu spüren sei aber die nachlassende Impfbereitschaft.

Diese führt Weigeldt auch auf mangelnde Weitsicht bei der Impfkampagne von Bund und Ländern zurück.

"Die Trägheit zu Beginn der Impfkampagne rächt sich nun in den Sommermonaten", sagte er. Während im Frühjahr noch viele Menschen mit großem Enthusiasmus hätten geimpft werden wollen, sei nun deutlich spürbar, dass viele in den eher ruhigen Sommermonaten keinen Zeitdruck zur Impfung verspürten oder noch skeptisch seien.

In einer Hausarztpraxis wird eine Spritze mit dem Biontech-Impfstoff Comirnaty gegen das Coronavirus aufgezogen.
In einer Hausarztpraxis wird eine Spritze mit dem Biontech-Impfstoff Comirnaty gegen das Coronavirus aufgezogen.  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 17. Juli, 11.38 Uhr: MP Dreyer dringt auf "neuen Warnwert" für Pandemie

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (60) dringt darauf, dass sich Bund und Länder auf einen "neuen Warnwert" zur Beurteilung der Corona-Lage in Deutschland verständigen.

Bei steigenden Impfquoten habe die Sieben-Tage-Inzidenz heute viel weniger Aussagekraft als noch vor einem halben Jahr, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Wichtig sei die Steigerung der Impfquoten. «Und die Bundesländer müssen mit der Bundesregierung zu einem neuen Warnwert kommen. "Wir sollten uns rasch auf eine bundeseinheitliche Regelung verständigen."

Update, 17. Juli, 11.10 Uhr: Aktueller Impfstand in Deutschland

In Bremen und dem Saarland ist jeweils mehr die Hälfte der Einwohner nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Die beiden Bundesländer überschritten als erste die Marke von 50 Prozent, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand: 10.05 Uhr) hervorgeht.

Mehr zu allen Impfdaten im TAG24-Artikel Mehr als die Hälfte geimpft: Erste Bundesländer erreichen 50-Prozent-Marke!

Eine aufbereitete Impfspritze mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff.
Eine aufbereitete Impfspritze mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 17. Juli, 10.45 Uhr: Britische Geschäfte leiden unter Pandemie-Schulden

Die Corona-Pandemie hat die Schulden unabhängiger britischer Geschäfte und Läden einer Studie zufolge vervielfacht.

"Die meisten waren gezwungen, nicht mehr tragbare Schulden aufzunehmen, und viele stehen infolgedessen am Abgrund", heißt es in dem viel beachteten Bericht des früheren Unternehmenschefs Bill Grimsey. Er mahnte: "Dringende Unterstützung ist erforderlich, um einen Tsunami von Schließungen zu verhindern."

Die Schuldenaufnahme sei enorm gewesen, betont der Autor. "Allein in der Friseur- und Schönheitsbranche schätzen wir, dass die Schulden von etwa 20.000 unabhängigen Unternehmen von 0,05 Milliarden auf 0,3 Milliarden Pfund gestiegen sind." Insgesamt hätten die Schulden der inhabergeführten Unternehmen von 500 Millionen auf 2,2 Milliarden Pfund zugelegt.

Update, 17. Juli, 8.31 Uhr: Autobauer haben hohe Gewinne auch Sparmaßnahmen zu verdanken

Die deutschen Autobauer haben ihre jüngst vermeldeten Milliarden-Gewinne nach Expertensicht zentral auch den in der Corona-Krise aufgelegten Sparmaßnahmen beim Personal zu verdanken.

Im Vorjahr hätten die meisten Unternehmen mit einem Personalabbau oder strikten Einstellungsstopps auf den zeitweisen Nachfrageeinbruch im Autosektor reagiert, sagte Branchenexperte Stefan Reindl der Deutschen Presse-Agentur.

"Fast alle Konzerne haben damals Sparmodelle umgesetzt, die auch relativ schnell wirksam geworden sind", sagt Reindl, der das Institut für Automobilwirtschaft in Geislingen leitet. Die Effektivität dieser Maßnahmen sehe man jetzt in einer Phase, in der der Markt wieder deutlich anziehe: Obwohl die Branche zurzeit mit einem Halbleiterengpass zu kämpfen habe, seien die Gewinne etwa von VW und Daimler überraschend hoch ausgefallen.

Update, 17. Juli, 8.01 Uhr: Jugendherbergen mit neuen Perspektiven - Hoffen auf Boom nach Corona

Nach der coronabedingten Schließung der Jugendherbergen in Deutschland schaut die Verbands-Geschäftsführung wieder zuversichtlicher auf die nächsten Monate.

"Die aktuelle Öffnungsperspektive führt dazu, dass ich wieder ruhiger schlafen kann. Das ist aber noch kein Grund zu grenzlosem Optimismus", sagte Julian Schmitz, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) mit Sitz in Detmold.

"Von unseren rund 450 Häusern sind derzeit 330 geöffnet und 120 noch zu", so Schmitz im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Update, 17. Juli, 8 Uhr: Berliner Modellierer erwarten vierte Corona-Welle

In der Corona-Pandemie erwartet eine Wissenschaftlergruppe der Technischen Universität Berlin (TU) anhand von Modellierungen eine vierte Welle, die auch an Krankenhäusern nicht vorbeigeht.

Mehr dazu im TAG24-Bericht TU-Wissenschaftler sagen vierte Corona-Welle für Oktober oder früher vorher.

Update, 17. Juli, 7.48 Uhr: Arbeitgeberpräsident warnt vor nachlassendem Impftempo

Arbeitgeber haben vor einem nachlassenden Impftempo in Deutschland gewarnt.

"Wir müssen aufpassen, dass wir das Erreichte nicht verspielen", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Rainer Dulger (57), der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir müssen weiter impfen, impfen, impfen, damit sich die Lage weiter stabilisiert."

Die Corona-Inzidenz steigt seit knapp zwei Wochen an, zuletzt in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen besonders deutlich. Bei den Impfungen hatten erste Länder deutliche Einbrüche gemeldet.

Update, 17. Juli, 7.20 Uhr: Inzidenz steigt zum zehnten Tag in Folge an

Zum zehnten Tag in Folge ist die Sieben-Tage-Inzidenz angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Samstagmorgen lag sie bei 9,4 - am Vortag betrug der Wert 8,6, beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1608 Corona- Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.05 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 952 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 22 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 35 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.743.389 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.638.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.359.

Ein Coronavirus-Antigen-Schnelltest. Die Infektionszahlen in Deutschland steigen wieder an.
Ein Coronavirus-Antigen-Schnelltest. Die Infektionszahlen in Deutschland steigen wieder an.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 17. Juli, 6.05 Uhr: Erster Corona-Fall im Olympischen Dorf in Tokio

Eine Woche vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio gibt es den ersten Corona-Fall im Athletendorf.

Alle weiteren Informationen im TAG24-Bericht Kurz vor dem Start: Erster Corona-Fall im Olympischen Dorf in Tokio.

Update, 17. Juli, 1.04 Uhr: Wehrbeauftragte für Corona-Impfpflicht für Soldaten

Die Wehrbeauftragte Eva Högl (52) hat sich für eine Corona-Impfpflicht für Soldatinnen und Soldaten ausgesprochen.

"Da uns Covid-19 noch auf absehbare Zeit beschäftigen wird, befürworte ich eine Aufnahme in den Katalog duldungspflichtiger Impfungen", sagte Högl den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Für Soldatinnen und Soldaten, die in den Einsatz gehen, sei die Impfung bereits verpflichtend.

Update, 17. Juli, 0.05 Uhr: AstraZeneca-Entwicklerin stellt Impfung von Kindern infrage

Die federführende Entwicklerin des AstraZeneca-Impfstoffs, Sarah Gilbert (59), hat den Nutzen einer Corona-Impfung für alle Kinder infrage gestellt.

Die Politik sollte eine Kosten-Nutzen-Analyse machen, sagte Gilbert im Interview mit "Welt" und anderen europäischen Medien. Die Delta-Variante sei zum Beispiel sehr ansteckend, so dass Leute trotz zwei Impfungen mit einem milden Verlauf krank würden

Schwere Fälle und Todesfälle seien aber selten. "Wenn also die Übertragung nicht zu verhindern ist, und Kinder weder schwer erkranken noch sterben, dann stellt sich die Frage: Lohnt sich das Impfen?" Zugleich machte Gilbert deutlich, dass eine Impfung für manche Kinder sinnvoll sein könnte.

Professorin Sarah Gilbert (59), die federführende Entwicklerin des Astrazeneca-Impfstoffs.
Professorin Sarah Gilbert (59), die federführende Entwicklerin des Astrazeneca-Impfstoffs.  © John Cairns/University Of Oxford/PA Media/dpa

Update, 16. Juli, 22.38 Uhr: US-Präsident Biden warnt vor Corona-Falschinfos im sozialen Netz

Falschinformationen in sozialen Medien wie Facebook zum Thema Coronavirus und Impfungen sind nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden (78) für den Tod vieler Menschen verantwortlich.

Auf die Frage eine Reporters, welche Botschaft er angesichts der Verbreitung von Falschinformationen für Plattformen wie Facebook habe, sagte Biden: "Sie bringen Menschen um". Die Pandemie in den USA sei zu einer "Pandemie unter Ungeimpften" geworden, sagte Biden am Freitag im Garten des Weißen Hauses.

Die US-Regierung macht Falschinformationen in sozialen Netzwerken mitverantwortlich für die abwartende oder ablehnende Haltung vieler Amerikaner gegenüber den Corona-Impfstoffen.

Update, 16. Juli, 21.54 Uhr: Biontech: Beschleunigtes US-Verfahren für reguläre Impfstoffzulassung

Der Mainzer Biotech-Konzern Biontech und sein US-Partner Pfizer könnten Anfang 2022 in den USA eine reguläre Genehmigung für ihren bislang nur per Notfallzulassung genehmigten Corona-Impfstoff erhalten.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA habe dem Mittel für die Impfung von Menschen ab 16 Jahren ein beschleunigtes Verfahren (Priority Review) für eine reguläre Zulassung erteilt, gaben Biontech und Pfizer am Freitag bekannt.

Das Ziel sei es, eine Entscheidung im Januar 2022 zu treffen. Eine vollständige Zulassung des Impfstoffs könnte der zuletzt ins Stocken geratenen Impfkampagne in den USA womöglich frischen Wind verleihen.

Update, 16. Juli, 21.53 Uhr: Slowakei verschärft Quarantänepflicht für Ungeimpfte weiter

Die Slowakei hat ihre strengen Quarantänebestimmungen für Einreisende weiter verschärft.

Ab Montag (19. Juli) dürfen nur noch vollständig gegen Covid-19 geimpfte Personen ins Land einreisen, ohne eine Quarantäne antreten zu müssen. Das sieht eine am Freitag vom Amt für Öffentliche Gesundheit erlassene Verordnung vor.

Die Quarantäne beträgt grundsätzlich 14 Tage, ab dem fünften Tag ist ein Freitesten möglich.

Update, 16. Juli, 20.26 Uhr: Corona-Infektionszahlen in Italien gestiegen

In Italien sind die Corona-Infektionszahlen weiter gestiegen.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert erhöhte sich auf landesweit durchschnittlich 19

Fälle je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, in der Vorwoche waren es 11.

Vor allem bei jungen Menschen seien mehr Infektionen verzeichnet worden, hieß es am Freitag im wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums in Rom.

Update, 16. Juli, 20.24 Uhr: Mallorca "absolut sicheres Urlaubsziel" trotz Infektionsrekord

Auf den Balearen mit Mallorca als liebster Urlaubsinsel der Deutschen schießt die Zahl der Neuinfektionen weiter in die Höhe.

Binnen 24 Stunden seien 864 Ansteckungen mit dem Coronavirus erfasst worden, so viele wie noch nie zuvor an einem einzigen Tag seit Ausbruch der Pandemie, teilten die Gesundheitsbehörden der spanischen Mittelmeerinseln am Freitag in Palma mit.

Trotz der rapide steigenden Zahlen schließe die Regionalregierung die Wiedereinführung einer nächtlichen Ausgehsperre, wie sie etwa in den Regionen Valencia und Katalonien beschlossen wurde, weiterhin aus, berichtete die Zeitung Última Hora unter Berufung auf die Behörden.

Man erwäge aber neue Einschränkungen, darunter eine Begrenzung der Zahl von Personen, die privat oder öffentlich zusammenkommen dürfen.

Vor Ende nächster Woche werde es aber sicher keine neuen Maßnahmen geben, sagte am Freitag Regionalpräsidentin Francina Armengol. Die derzeitige Infektionswelle habe mit den vorherigen nichts zu tun, versicherte sie. Die Lage in den Krankenhäusern sei "völlig unter Kontrolle". Die Balearen seien "ein absolut sicheres Urlaubsziel".

Update, 16. Juni, 20.23 Uhr: Mehr Corona-Fälle in USA - Warnung vor "Pandemie der Ungeimpften"

Ein deutlicher Anstieg von Corona-Neuinfektionen in den USA macht den Behörden im Land Sorge.

"Dies wird zu einer Pandemie der Ungeimpften", warnte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Freitag.

Im Durchschnitt der vergangenen Tage verzeichneten die USA demnach nun gut 26.000 Neuinfektionen pro Tag, was gegenüber der Vorwoche einem Anstieg von fast 70 Prozent entspricht.

Auch die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 ins Krankenhaus eingewiesen werde, und die durchschnittliche Zahl der pro Woche gemeldeten Toten würden steigen.

Update, 16. Juli, 19 Uhr: Corona-Lage: Kuba bittet Caritas um Hilfe

Angesichts stark gestiegener Corona-Zahlen in Kuba will die Caritas dort 200.000 Euro für Schutzausrüstung und medizinische Hilfsmittel bereitstellen.

Das kubanische Gesundheitsministerium habe die örtliche Vertretung der katholischen Hilfsorganisation um Hilfe gebeten, teilte Caritas International am Freitag in Freiburg mit.

Es werde ein Zusammenbruch des traditionell sehr gut aufgestellten Gesundheitssystems des sozialistischen Karibikstaates befürchtet.

Es befinde sich "in einer tiefgreifenden strukturellen Krise der Unterversorgung mit medizinischen Gütern, Nahrungsmitteln und Gütern des alltäglichen Bedarfs."

Update, 16. Juli, 17.35 Uhr: Studie macht Hoffnung: Impfstoff von AstraZeneca wohl besser als sein Ruf!

Die Deutschen meiden den Impfstoff von AstraZeneca und greifen meist lieber zu Biontech oder Moderna - nun legt eine neue Studie nahe, dass die Abneigung gegen das Astra-Vakzin nicht ganz unberechtigt sein könnte. Demnach schützt Vaxzevria (wie es eigentlich heißt) nur noch schwach gegen eine Infektion mit der hochansteckenden Delta-Mutante! Allerdings gibt es ein großes ABER!

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr hier: Neue Studie macht Hoffnung: Impfstoff von AstraZeneca wohl deutlich besser als sein Ruf!

Vaxzevria von AstraZeneca hat keinen guten Ruf. Dennoch dürfte der Impfstoff zig Tausende Menschenleben retten.
Vaxzevria von AstraZeneca hat keinen guten Ruf. Dennoch dürfte der Impfstoff zig Tausende Menschenleben retten.  © Sakchai Lalit/AP/dpa

Update, 16. Juli, 17.31 Uhr: Kanada stellt Grenzöffnung ab September in Aussicht

Kanadas Premier Justin Trudeau (49) hat angesichts der gut verlaufenden Impf-Kampagne in seinem Land eine Grenzöffnung für Ausländer in Aussicht gestellt.

"Wenn sich unser derzeitiger positiver Weg der Impfrate und der öffentlichen Gesundheitsbedingungen fortsetzt, wäre Kanada in der Lage, bis Anfang September vollständig geimpfte Reisende aus allen Ländern willkommen zu heißen", hieß es in einer Mitschrift aus einem Gespräch zwischen Trudeau und den Regierungschefs der Provinzen und Territorien am Donnerstag.

Bislang galten für Kanada - wie auch für die USA - relativ strenge Einreisebeschränkungen.

Justin Trudeau (49), Premierminister von Kanada.
Justin Trudeau (49), Premierminister von Kanada.  © Sean Kilpatrick/The Canadian Press/AP/dpa

Update, 16. Juli, 17.29 Uhr: Niederlande: Reproduktionszahl des Coronavirus so hoch wie nie zuvor

In den Niederlanden breitet sich das Coronavirus durch die Deltavariante immer rasanter aus.

Die Reproduktionszahl liegt inzwischen bei 2,91, das ist der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie im März 2020, wie das zuständige Amt für Gesundheit und Umwelt RIVM am Freitag in Den Haag mitteilte.

Die Zahl bedeutet, dass rechnerisch 100 Infizierte 291 weitere Personen anstecken und sich die Verbreitung des Virus zunehmend beschleunigt.

Update, 16. Juli, 17.25 Uhr: Seoul verbietet schnelle Musik in Fitnessclubs

Besucher von Fitnessclubs in der südkoreanischen Metropolregion Seoul müssen beim Gruppentraining auf das Lied "Gangnam Style" als Motivationshilfe vorerst verzichten.

Der Welthit von 2012 des Rappers Psy fällt in die Kategorie zu temporeicher Stücke, die seit dieser Woche aus Gründen des Corona-Infektionsschutzes bei bestimmten Trainingseinheiten nicht gespielt werden dürfen.

Dies sei eine der Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, "statt die Studios zu schließen", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Das Tempo eines Liedes darf demnach 120 Beats pro Minute (bpm) nicht übersteigen.

Update, 16. Juli, 15.55 Uhr: Impfkommission wehrt sich gegen Söder in Debatte zum Kinder-Impfen

In der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche setzt sich die Ständige Impfkommission (Stiko) zunehmend gegen Druck aus der Politik zur Wehr.

"Die aktuellen Aussagen von Herrn Söder und anderen Politikern zur Stiko und zu deren Arbeit sind auch unter Berücksichtigung der Wahlkampfzeit ungewöhnlich und müssen korrigiert werden", teilte das unabhängige Gremium um den Virologen Thomas Mertens am Freitag mit.

Ziel der Stiko sei das Erarbeiten der bestmöglichen Impfempfehlung für einzelne Menschen und für die Gemeinschaft. "Dies erfolgt unabhängig von Meinungen und Wünschen von Politikern und der pharmazeutischen Industrie."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte in einem BR-Interview vom Mittwoch bekräftigt, dass es mit einer generellen Corona-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren schneller gehen müsse.

Update, 16. Juli, 15.41 Uhr: Justiz billigt Ausgehsperre im spanischen Corona-Hotspot Katalonien

Zur Eindämmung der rasant steigenden Infektionszahlen führt der spanische Corona-Hotspot Katalonien eine nächtliche Ausgehsperre ein.

Das katalanische Oberlandesgericht billigte am Freitag einen Antrag der Regionalregierung in Barcelona.

Die Maßnahme werde bereits in der Nacht auf Samstag in Barcelona und 160 weiteren Gemeinden mit besonders schlechter Lage in Kraft treten und zunächst für eine Woche gelten, teilten die Behörden mit.

Update, 16. Juli, 15.39 Uhr: Maislabyrinth mit Umrissen einer Corona-Impfung öffnet

Ein Mann mit einer Spritze im Arm, Reagenzgläschen und ein Mikroskop: Mit der Silhouette einer Corona-Impfaktion hat am Freitag das Maislabyrinth eines Selmer Landwirts im Münsterland eröffnet.

Benedikt Lünemann macht sich mit dem eingefrästen Motiv auf dem insgesamt 25.000 Quadratmeter großen Maisfeld für das Impfen und die Forschung stark: "Ich wollte auch Werbung machen. Das ist ein wichtiges aktuelles Thema in diesem Jahr."

Der Landwirt Benedikt Lünemann fräste in sein Maisfeld ein riesiges Labyrinth mit einer Silhouette einer Corona Impfaktion und der damit verbundenen Forschung.
Der Landwirt Benedikt Lünemann fräste in sein Maisfeld ein riesiges Labyrinth mit einer Silhouette einer Corona Impfaktion und der damit verbundenen Forschung.  © Guido Kirchner/dpa

Update, 16. Juli, 15.38 Uhr: Bangladesch will Rohingya-Flüchtlinge impfen lassen

Bangladesch will erstmals auch Flüchtlinge der muslimischen Rohingya-Minderheit aus dem benachbarten Myanmar gegen Corona impfen lassen.

Ab August sollen zunächst rund 50.000 der über 55 Jahre alten Flüchtlinge Impfungen erhalten, sagte der Chef der für Flüchtlinge zuständigen Behörde, Shah Rezwan Hayat, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

In überfüllten Camps im südasiatischen Bangladesch leben mehr als eine Million muslimische Rohingyas aus dem mehrheitlich buddhistischen Nachbarland Myanmar.

Update, 16. Juli, 14.47 Uhr: Indonesien bleibt globaler Corona-Hotspot - Rekordzahl an Todesopfern

Indonesien bekommt seine bisher schwerste Corona-Welle trotz eines Lockdowns und strikter Regeln nicht in den Griff.

Die Behörden meldeten am Freitag mehr als 1200 Tote innerhalb von 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

Gleichzeitig wurden im viertbevölkerungsreichsten Land der Erde erneut rund 54.000 Neuinfektionen verzeichnet.

Update, 16. Juli, 14.45 Uhr: EU-Gesundheitsbehörde rechnet mit stark steigenden Corona-Fallzahlen

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC geht im Zuge einer Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus von stark steigenden Neuinfektionszahlen in Europa aus.

Die in Stockholm ansässige Behörde rechnet basierend auf Vorhersagen für die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) damit, dass die Zahl der Fälle in der Region in der ersten vollständigen August-Woche auf 622,9 pro 100.000 Einwohner angestiegen sein wird.

Zum Vergleich: In der vergangenen Woche hatte dieser Wert nach Zunahmen in den beiden Vorwochen bei 89,6 gelegen, wie aus dem jüngsten Corona-Wochenbericht des ECDC hervorgeht.

Zum EWR zählen die 27 EU-Länder sowie Norwegen, Island und Liechtenstein.

Update, 16. Juli, 13.30 Uhr: Kreml sieht Ursache für Corona-Sterblichkeit in geringer Impfquote

Der Kreml sieht eine Ursache für die hohe Corona-Sterblichkeit in Russland in der vergleichsweise geringen Impfquote.

"Wir sind bei der Impfung der Bevölkerung wirklich nicht so weit vorangekommen, wie wir es gern wären", sagte Sprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau.

Deshalb habe Russland nun "mit den offensichtlichen negativen Folgen" zu kämpfen. "Die Sterblichkeit ist gestiegen, das Virus wird aggressiver und ansteckender."

Am Freitag meldeten die Behörden landesweit 799 Corona-Todesfälle innerhalb eines Tages - so viele wie nie zuvor im Verlauf der Pandemie.

Zudem wies die offizielle Statistik 25.704 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden aus.

Den Angaben zufolge sind bislang rund 30 Millionen Menschen in dem Land mit rund 146 Millionen Einwohnern mit mindestens einer Komponente geimpft.

Update, 16. Juli, 13.10 Uhr: Niederlande und Griechenland werden Corona-Risikogebiete

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag die Niederlande, Griechenland und Teile Dänemarks als Risikogebiete ein.

Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt.

Das bedeutet, dass das Auswärtige Amt von touristischen Reisen in diese Länder und Regionen abrät. Für die Niederlande und die dänische Hauptstadtregion um Kopenhagen ergeben sich daraus auch praktische Folgen: Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss wieder einen Corona-Test machen.

Mit Griechenland und der Niederlande werden zwei weitere beliebte Urlaubsländer der Deutschen auf die Risikoliste gesetzt. Portugal und Zypern sind wegen besonders hoher Infektionszahlen sogar als Hochinzidenzgebiet eingestuft worden.

Derzeit sind 82 Länder in diese Kategorie eingestuft. Hinzu kommen 29 Hochinzidenz- und 11 Virusvariantengebiete.

Weitere Änderungen auf der Risikoliste ab Sonntag:

- Außerhalb Europas werden Thailand und Myanmar als Risikogebiete eingestuft. Kuba, Indonesien und Libyen werden zu Hochinzidenzgebieten.

- Sri Lanka und die Malediven werden dagegen vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft.

- Ganz von der Risikoliste gestrichen werden Schweden, Norwegen und die Komoren vor der afrikanischen Küste.

Update, 16. Juli, 12.05 Uhr: 45 Prozent der Bevölkerung in Deutschland voll geimpft

In Deutschland sind inzwischen 45 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag (Stand: 10.20 Uhr) wurden am Donnerstag 736.361 Impfdosen verabreicht.

Damit haben nun rund 37,7 Millionen beide Impfungen erhalten, 49,5 Millionen (60 Prozent) sind mindestens einmal geimpft.

"Wir entscheiden jetzt darüber, wie der Herbst wird, wie der Winter wird durch die Impfkampagne. Jeder Einzelne entscheidet das", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn den Sendern RTL/ntv.

Dabei machte der CDU-Politiker deutlich, dass Ungeimpfte im Herbst und Winter mit deutlicheren Beschränkungen rechnen müssen: "Jemand, der geimpft ist, den können wir nicht und müssen wir auch nicht mit den gleichen Beschränkungen belegen, wie jemand, der nicht geimpft ist. Insofern ist auch sehr klar, dass die Impfung ganz sicher auch für Herbst und Winter für jeden einen Unterschied macht."

Unter den Bundesländern liegt Bremen mit einem Anteil von 68,4 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen weiter an erster Stelle; bei den vollständig Geimpften behauptet das Saarland mit 49,6 Prozent seinen Spitzenplatz.

Schlusslicht bei den Erstgeimpften bleibt Sachsen (50,6 Prozent); bei den vollständig Geimpften ist es Brandenburg (41,8 Prozent).

Brandenburg, Schönefeld: Ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr bekommt von einem Bundeswehrarzt eine Schutzimpfung gegen Covid-19 mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer im Impfzentrum der Bundeswehr und der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. am Flughafen BER.
Brandenburg, Schönefeld: Ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr bekommt von einem Bundeswehrarzt eine Schutzimpfung gegen Covid-19 mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer im Impfzentrum der Bundeswehr und der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. am Flughafen BER.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Juli, 11.45 Uhr: Selbstständige und Künstler können Anträge auf neue Hilfen stellen

Viele von Corona-Schließungen betroffene Soloselbstständige wie Künstler können seit Freitag neue Hilfen beantragen.

Mit der sogenannten Neustarthilfe Plus können sie von Juli bis September monatlich bis zu 1500 Euro Förderung erhalten.

Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, sind zunächst allerdings nur Anträge von Betroffenen möglich, die als natürliche Person selbstständig sind.

Wer sein Geschäft in einer anderen Rechtsform, etwa als Personengesellschaft betreibt, müsse noch einige Wochen warten.

Update, 16. Juli, 11.30 Uhr: Steigende Inzidenz: Höhere Hürden für Nachtgastronomie in Österreich

Angesichts steigender Neuinfektionen mit dem Coronavirus gerade unter jungen Menschen wird in Österreich der Zutritt zu Nachtlokalen beschränkt.

Wer spät ausgehen will, muss ab 22. Juli beim Betreten einen negativen PCR-Test vorlegen oder seine Impfung nachweisen. Ein Antigen-Test reicht nicht.

Darauf hat sich die Regierung verständigt. Entgegen ursprünglichen Planungen bleibe es bei der Registrierungspflicht bei Veranstaltungen und in der Gastronomie.

Am Freitag wurden nach Angaben des Innenministeriums binnen Tagesfrist 341 neue Infektionen gezählt. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich - vor kurzem noch einstellig - liegt nun bei etwa 17.

Update, 16. Juli, 11 Uhr: Hohe Zahl von Corona-Selbstisolationen trifft britische Wirtschaft

Die neue Corona-Welle in Großbritannien trifft zunehmend die Wirtschaft.

Vor allem die hohe Zahl der Arbeiter, die sich wegen eines möglichen Kontakts mit einer infizierten Person selbst isolieren müssen, bereitet Sorgen.

Nach Angaben des Verbands der Fleischproduzenten wurde fast jeder zehnte der 97.000 Beschäftigten von der Corona-Warn-App zur Selbstisolation aufgefordert.

Einige Unternehmen könnten gezwungen sein, ihre Produktion stillzulegen, was zu Engpässen führen könne, sagte Verbandschef Nick Allen am Freitag der BBC. Betroffen seien vor allem die lukrativsten Bereiche, etwa die Herstellung von Lammkoteletts.

Auch die Autobauer Nissan und Rolls-Royce warnten vor Folgen für ihre Produktion. Medienberichten zufolge sind Hunderte Nissan-Arbeiter betroffen.

"Die Fälle gehen durch die Decke und verursachen Chaos", sagte Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös dem Daily Telegraph.

Der Präsident des Industrieverbands CBI, Karan Bilimoria, nannte die Zahlen einen echten Schock für die Wirtschaft.

Er forderte eine Überarbeitung der Vorschriften zur Selbstisolation, etwa für vollständig Geimpfte.

In der vergangenen Woche hatte die Warn-App mehr als 520 000 Menschen landesweit zur Selbstisolation aufgefordert.

Ein Mann geht mit Maske durch einen Tesco-Supermarkt.
Ein Mann geht mit Maske durch einen Tesco-Supermarkt.  © Joe Giddens/PA Wire/dpa

Update, 16. Juli, 5.34 Uhr: Japans Regierung beteuert "sichere" Olympische Spiele

Eine Woche vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio hat Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga seinen Entschluss bekräftigt, "sichere" Spiele zu realisieren.

"Um das Leben und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, werden gründliche Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Coronavirus ergriffen", versicherte Suga am Freitag auf einer Sitzung der mit Olympia beauftragten Mitglieder seiner Regierung.

Jeder solle sich "bis zum Schluss" mit einem Gefühl "hoher Anspannung" für sichere Spiele einsetzen, wurde Suga weiter zitiert. Am selben Tag begann der Olympische Frieden. Die wegen Corona um ein Jahr verschobenen Spiele sollen am 23. Juli eröffnen.

Die japanische Tageszeitung «Asahi Shimbun», einer der Sponsoren der Spiele, berichtete unterdessen von "Chaos" auf Flughäfen unter den Mitarbeitern, die versuchten, olympische Delegationen zu führen.

Update, 16. Juli, 5 Uhr: Eiffelturm öffnet nach monatelanger Schließung wieder

Der Eiffelturm öffnet nach monatelanger Corona-Pause wieder für Besucherinnen und Besucher.

Online waren die Tickets für den Tag der Wiedereröffnung am Freitag bereits im Vorhinein ausverkauft.

Das Pariser Wahrzeichen war wegen der Corona-Krise knapp ein Dreivierteljahr geschlossen. Schon im vergangenen Frühjahr hatte es wegen der Pandemie zeitweise schließen müssen.

Für den Besuch des Eiffelturms gelten nun erst einmal Maskenpflicht und Abstand halten.

Ab dem 21. Juli müssen Erwachsene dann einen Test-, Impf- oder Genesungsnachweis vorzeigen.

Update, 16. Juli, 4.36 Uhr: Umfrage: Zwei Drittel gegen Urlaub in Corona-Risikogebieten

Zwei Drittel der Deutschen halten es nicht für vertretbar, in einer von der Bundesregierung als Corona-Risikogebiet eingestuften Region wie beispielsweise Spanien Urlaub zu machen.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur lehnten 67 Prozent touristische Reisen in solche Gebiete ab.

Nur 25 Prozent sagten, dass sie Urlaub in Risikogebieten für vertretbar halten. 8 Prozent machten keine Angaben.

Laut YouGov-Umfrage unterstützt eine große Mehrheit von 73 Prozent die Quarantänepflichten.

39 sind dafür, dass sie so beibehalten werden, wie sie sind. Weitere 34 Prozent sind sogar für eine Verschärfung. Nur 22 Prozent sind für einen Lockerung oder Abschaffung der Quarantänepflicht.

Berlin: Eine Frau steht vor einer Anzeigetafel im Terminal des Flughafens Berlin-Brandenburg (BER). Die Ausbreitung der Delta-Variante in Europa trübt die Urlaubsaussichten.
Berlin: Eine Frau steht vor einer Anzeigetafel im Terminal des Flughafens Berlin-Brandenburg (BER). Die Ausbreitung der Delta-Variante in Europa trübt die Urlaubsaussichten.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 16. Juli, 4.30 Uhr: Inzidenz steigt sprunghaft auf 8,6 - 1456 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut sprunghaft gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagmorgen lag sie bei 8,6 - am Vortag betrug der Wert 8,0 und davor 7,1. Beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli waren es noch 4,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1456 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.04 Uhr wiedergeben.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 949 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 18 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 49 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.741.781 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.638.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.337.

Die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl ist ebenfalls drastisch gestiegen.

Der sogenannte R-Wert lag nach RKI-Daten vom Donnerstag bis 1,33 (Vortag 1,18) und befand sich damit seit rund zehn Tagen über dem Wert von 1.

Update, 16. Juli, 3.50 Uhr: IOC-Chef Bach möchte Olympia-Fans bei besserer Corona-Lage

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, hat nach Medienberichten die japanische Regierung gebeten, den Zuschauerausschluss bei den Olympischen Spielen im Falle einer Verbesserung der Corona-Infektionslage zu überdenken.

Wie japanische Medien am Freitag unter Berufung auf nicht genannte Regierungskreise berichteten, habe Bach den Wunsch nach Zuschauern bei seinem kürzlichen Treffen mit Ministerpräsident Yoshihide Suga geäußert.

Erst eine Woche zuvor hatten die Regierung und Japans Organisatoren entschieden, Zuschauer von nahezu allen Wettkämpfen während der Olympischen Sommerspiele auszuschließen.

Suga soll Bach erwidert haben, dass die Regierung gemeinsam mit den Organisatoren und dem IOC sowie dem Paralympischen Komitee die Zuschauer-Angelegenheit wie vereinbart überprüfen werde, sofern es eine deutliche Veränderung der Infektionslage gebe, hieß es weiter.

Japan, Tokio: Das Nationalstadion in Tokio, aufgenommen aus einem Hubschrauber von Kyodo News.
Japan, Tokio: Das Nationalstadion in Tokio, aufgenommen aus einem Hubschrauber von Kyodo News.  © -/kyodo/dpa

Update, 16. Juli, 3 Uhr: Lizenzen für Bier zum Mitnehmen: London stärkt Pubs und Restaurants

Mit einem Bündel von Maßnahmen will die britische Regierung die gebeutelte Gastro-Branche bei der Erholung nach der Corona-Pandemie unterstützen.

So sollen Lizenzen für den Betrieb von Außengastronomie auf Bürgersteigen verlängert und dauerhaft gemacht werden, damit mehr Kunden im Freien bedient werden können.

Zudem sollen Pubs und Bars in England und Wales für zwölf weitere Monate Bier zum Mitnehmen ausschenken dürfen, um den Verkauf anzukurbeln. Die Gastronomie hat während der Pandemie nach Angaben des Branchenverbands fast 10.000 Lokale und mehr als 87 Milliarden Pfund (102 Mrd Euro) Umsatz verloren.

Auch der chronische Arbeitskräftemangel soll angegangen werden, etwa indem Arbeitsuchende direkter auf offene Stellen in der Branche hingewiesen und das Profil von Karrieren im Gastgewerbe geschärft werden.

Eigene Ausbildungskurse sollen Fähigkeiten stärken und Unternehmen mit Universitäten zusammenzubringen, um Innovationen zu fördern und Abfall und Plastikverbrauch zu reduzieren.

Update, 16. Juli, 1.30 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister für nationale Gesundheitsbehörde

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält die Gründung einer Bundesgesundheitsbehörde für überlegenswert.

Der Ärzte Zeitung (Freitag) sagte er: "Wir sollten nach der Pandemie ernsthaft überlegen, ob wir nicht ein nationales Institut bräuchten, in dem wir unsere Public-Health-Kompetenzen bündeln."

Holetschek ist turnusgemäß Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz (GMK).

Auch für die Ständige Impfkommission (Stiko) sieht er Reformbedarf. "Die Stiko-Mitglieder sind alle ehrenamtlich tätig. Nicht, dass ich falsch verstanden werde: Die Unabhängigkeit der Wissenschaft ist wirklich wichtig. Aber wir könnten den Kommissionsmitgliedern eine Struktur zur Seite stellen, die sie in ihrem Ehrenamt professionell unterstützt."

Im Zusammenhang mit den Impfempfehlungen der Kommission forderte er eine bessere Kommunikation.

Die wechselnden Empfehlungen zum Astrazeneca-Impfstoff beispielsweise hätten zu erheblicher Verunsicherung geführt.

"Aus Sicht der Wissenschaft waren die Empfehlungen sicher richtig, aber aus Sicht derer, die politische Entscheidungen fällen müssen, war das extrem schwierig." Deswegen sei zu überlegen, wie die Stiko unterstützt werden könnte.

Klaus Holetschek (56, CSU), Gesundheitsminister von Bayern.
Klaus Holetschek (56, CSU), Gesundheitsminister von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 15. Juli, 23.19 Uhr: Mehrere Corona-Fälle: Baseball-Spiel in Major League verschoben

Das für diesen Donnerstag (Ortszeit) angesetzte Spiel in der Major League Baseball zwischen den New York Yankees und den Boston Red Sox ist wegen mehrerer Corona-Fälle bei den New Yorkern verschoben worden.

Die Major League Baseball teilte mit, dass die Verschiebung dazu diente, weitere Tests und Kontaktverfolgung zu ermöglichen.

Die Yankees setzten Nestor Cortes und Wandy Peralta am Donnerstag gegen Mittag auf die Covid-19-Verletztenliste.

New York gehörte zu den ersten Teams der Major League, die die 85-prozentige Impfschwelle erreicht hatten, um Coronavirus-Protokolle wie den Verzicht auf den Gebrauch von Masken in Unterständen und Bullpens zu erleichtern.

Update, 15. Juli, 21.49 Uhr: Facebook muss laut US-Regierung mehr gegen Falschinfos über Corona tun

Soziale Netzwerke wie Facebook müssen nach Ansicht der US-Regierung mehr gegen Falschinformationen im Zusammenhang mit Corona und der Impfung gegen das Virus tun.

Facebook müsse schneller Beiträge entfernen, die gegen die Richtlinien verstießen und falsch seien, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki (42), am Donnerstag. Einige Beiträge würden tagelang online bleiben. "Das ist zu lange, Informationen verbreiten sich zu schnell", so Psaki. Auch in den USA sind die Corona-Zahlen zuletzt wieder angestiegen. Gleichzeitig stockt der Impffortschritt im Land.

"Millionen von Amerikanern sind immer noch nicht gegen Covid-19 geschützt, und wir sehen mehr Infektionen unter den Ungeimpften", warnte der oberste Gesundheitsbeamte der US-Regierung, Vivek Murthy.

"Wir leben heute in einer Welt, in der Fehlinformationen eine unmittelbare und heimtückische Bedrohung für die Gesundheit unserer Nation darstellen."

Während der Pandemie hätten Falschinformationen etwa dazu geführt, dass Menschen keine Masken getragen hätten. Nun würden sich Menschen aufgrund dessen entscheiden, sich nicht impfen zu lassen. Moderne Technologieunternehmen hätten es ermöglicht, dass "Fehlinformationen unsere Informationsumgebung vergiften".

Die Sprecherin des Weißen Hauses: Jen Psaki (42).
Die Sprecherin des Weißen Hauses: Jen Psaki (42).  © Susan Walsh/AP/dpa

Update, 15. Juli, 20.22 Uhr: Boxkampf Fury gegen Wilder auf 9. Oktober verschoben

Der ursprünglich für den 24. Juli geplante WM-Kampf zwischen Schwergewichtsboxer Tyson Fury und Deontay Wilder wird verschoben und soll nun am 9. Oktober stattfinden.

Das teilte Fury am Donnerstag auf Twitter mit. Der 32 Jahre alte Brite war positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie er nun bestätigte. Deshalb kommt es zur Verlegung von Furys Titelverteidigung, der Kampf findet in der T-Mobile Arena in Las Vegas statt.

"Ich will nichts sehnlicher, als den 'Big Dosser' am 24. Juli zu zerschlagen, aber ich denke, die Prügel wird warten müssen", sagte Fury. "Mach keinen Fehler, ich werde wiederkommen und besser denn je. Wir werden am 9. Oktober kämpfen, und ich werde ihn umhauen."

Update, 15. Juli, 19.52 Uhr: Kinderärzte fordern zur Corona-Impfung auf - allerdings nicht ihre Patienten

Kinder- und Jugendärzte appellieren an Erwachsene, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen.

Da sich Kinder mangels einer Impfstoffzulassung meist noch nicht gegen immunisieren lassen könnten, seien Millionen von ihnen in Deutschland auf das Verantwortungsbewusstsein Erwachsener angewiesen, heißt es in einem gemeinsamen Aufruf des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin (DGKJ).

Der Impfappell ziele insbesondere auf Erwachsene, die beruflich mit jüngeren Kindern zusammenkommen, aber auch an die, "die über ihren eigenen Impfschutz zum Schutz der Jüngsten beitragen möchten".

"Die Kinder haben eine viel zu lange Zeit der Zurücksetzung hinter sich. Vieles von dem, was für uns Erwachsene zu einem erfüllten Kinderleben dazugehört, blieb ihnen vorenthalten", sagte DGKJ-Präsident Jörg Dötsch. "Sollten wir als Gesellschaft den Kindern nicht endlich etwas zurückgeben und sie entlasten?", fragt er.

"Ich richte einen dringenden Appell an alle Erwachsenen, ihr Impfangebot anzunehmen und sich impfen zu lassen, um unsere Kinder zu schützen!"

Impfen kann den Kindern auch indirekt helfen (Symbolbild).
Impfen kann den Kindern auch indirekt helfen (Symbolbild).  © Helmut Fricke/DPA/dpa

Update, 15. Juli, 17.38 Uhr: WHO-Notfallausschuss warnt vor vorschnellen Corona-Lockerungen

Vor einem zu frühen Ende wichtiger Corona-Schutzmaßnahmen hat der Notfallausschuss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gewarnt.

"Der Gebrauch von Masken, das Abstandhalten, Handhygiene und besondere Lüftung von Innenräumen bleiben die Schlüssel, um die Übertragung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu reduzieren", teilte der Ausschuss am Donnerstag in Genf mit.

Auch mit Blick auf Großveranstaltungen warnte der Ausschuss vor vorschnellen Entscheidungen. Dabei müsse das lokale Infektionsgeschehen und die Ausbreitung von Virusvarianten immer berücksichtigt werden.

Der Ausschuss empfahl, die von der WHO am 30. Januar 2020 ausgerufene "Notlage von Internationaler Tragweite" beizubehalten. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus (56) folgte dem Rat.

Damit verbunden ist eine erhöhte Überwachung des Infektionsgeschehens weltweit und leichterer Zugang zu Hilfen für ärmere Länder. Der Ausschuss kommt etwa alle drei Monate zusammen, um die Lage neu zu beurteilen. Dieses war das 8. Treffen seit Bekanntwerden der ersten Infektionen in China.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus (56).
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus (56).  © Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

Update, 15. Juli, 17.23 Uhr: Impfstoffe: Warnhinweise für seltene Nervenkrankheit und Herzprobleme

Der europäische Ausschuss für Risikobewertung hat einen Warnhinweis für eine sehr seltene Nervenkrankheit in die Produktinformationen des Covid-19-Impfstoffs von AstraZeneca aufgenommen.

Das geht aus dem Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts, der am Donnerstag in Langen veröffentlicht wurde. Beim Guillain-Barré-Syndroms (GBS) werden durch eine überschießende Autoimmunreaktion Nerven geschädigt, so dass sie keine Reize mehr übertragen können.

"Es sind mehrere Fälle eines Guillain-Barré-Syndroms (GBS) nach Vaxzevria in Deutschland gemeldet worden, als aufgrund der Anzahl geimpfter Personen zufällig erwartet würde, was auf ein Risikosignal hinweist", heißt es in dem Bericht.

"Sehr selten" wurden dem PEI zufolge darüber hinaus Fälle der Herzerkrankungen Myokarditis und Perikarditis nach Impfung mit Biontech und Moderna beobachtet. Die Gesamtmelderate in allen Altersgruppen liege bei 0,32 beziehungsweise 0,48 Meldungen auf 100.000 Impfdosen.

Der Ausschuss für Risikobewertung habe beschlossen, Myokarditis und Perikarditis in die Fach- und Gebrauchsinformationen beider mRNA-Impfstoffe aufzunehmen. "Nach den bislang vorliegenden Daten sind offenbar vor allem junge Männer nach Gabe der zweiten Dosis betroffen, typischerweise innerhalb von 14 Tagen." Das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Impfstoffe sei aber "weiterhin positiv".

Das neuartige Thrombosen-mit-Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) wird dem Bericht zufolge "sehr selten als schwerwiegende Nebenwirkung" der beiden Vektorimpfstoffe von AstraZeneca und Janssen (Johnson & Johnson) beobachtet. Nach den Meldungen an das PEI seien aktuell "Frauen und Männer aller Altersgruppen" von TTS betroffen.

Es handele sich um eine seltene, gleichwohl schwerwiegende Nebenwirkung. Sie müsse allerdings mit dem Nutzen der Impfung in Relation gesehen werden, betont das PEI. Laut EMA "nimmt der individuelle Nutzen der Impfung mit steigendem Alter und steigenden Infektionszahlen zu".

Die Melderate an Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Spritze betrug für alle Impfstoffe zusammen 1,4 pro 1000 Impfdosen, für Meldungen über schwerwiegende Reaktionen 0,1 pro 1000 Impfdosen. Der Bericht umfasst den Zeitraum von Beginn der Impfkampagne Ende Dezember 2020 bis zum 30. Juni.

Bisher gibt es bei allen Corona-Impfstoffen Meldungen von sehr seltenen Nebenwirkungen (Symbolbild).
Bisher gibt es bei allen Corona-Impfstoffen Meldungen von sehr seltenen Nebenwirkungen (Symbolbild).  © Marcus Brandt/dpa

Update, 15. Juli, 15.19 Uhr: Deutschland gibt 260 Millionen Euro für globale Corona-Bekämpfung

Im weltweiten Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt Deutschland weitere 260 Millionen Euro zur Verfügung.

Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) am Donnerstag bei einem Besuch bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf an. Die Mittel für die WHO dienten der Entwicklung, Herstellung und Verteilung von Corona-Tests, Behandlungsmethoden und Impfstoffen.

Der Betrag sei Teil der insgesamt 2,2 Milliarden Euro aus Deutschland für das internationale Programm gegen die Pandemie "Access to Covid-19 Tools Accelerator" (ACT-A). In den kommenden Monaten werde es gelingen, hunderte Millionen Menschen in allen Teilen der Welt zu impfen, sagte Spahn.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU).
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU).  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 15. Juli, 15.16 Uhr: Nur relativ wenige Corona-Infektionen bei EM-Partien in Kopenhagen

Die vier in Kopenhagen ausgetragenen Begegnungen der Fußball-Europameisterschaft sind entgegen der Befürchtungen keine Veranstaltungen mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen gewesen.

Wie der Rundfunksender DR am Donnerstag unter Berufung auf die dänische Behörde für Patientensicherheit berichtete, ist bei insgesamt nur 152 Menschen im Zusammenhang mit dem Stadionbesuch bei den vier Partien das Coronavirus nachgewiesen worden.

Update, 15. Juli, 15.13 Uhr: McLaren-Boss Brown positiv auf Coronavirus getestet

McLaren-Geschäftsführer Zak Brown (49) ist vor dem Formel-1-Rennen in Silverstone positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Wie der englische Traditionsrennstall am Donnerstag mitteilte, wurde die Infektion zudem bei weiteren zwei Teammitgliedern nachgewiesen. Die Fahrer Daniel Ricciardo und Lando Norris seien keine engen Kontakte gewesen.

McLaren-Geschäftsführer Zak Brown (49) (Archivbild).
McLaren-Geschäftsführer Zak Brown (49) (Archivbild).  © David Davies/PA Wire/dpa

Update, 15. Juli, 15.10 Uhr: "Keine andere Wahl": Melbourne geht wieder in einen Lockdown

Nach Sydney geht auch das australische Melbourne erneut in einen Lockdown.

Nachdem zwei neue Fälle bestätigt worden seien und es nun insgesamt 18 aktive Infektionen in der Region gebe, müssten die Regeln mindestens fünf Tage lang verschärft werden, sagte der Premierminister des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews.

"Wir haben keine Wahl, wie müssen das tun, sonst wird uns die Situation aus der Hand gleiten", erklärte er. Der Lockdown sei vor allem nötig, um die hoch ansteckende Delta-Variante in den Griff zu bekommen.

Der Premierminister des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, sieht keine Alternative zum Lockdown.
Der Premierminister des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, sieht keine Alternative zum Lockdown.  © James Ross/AAP/dpa

Update, 15. Juli, 15.05 Uhr: RKI-Befragung: Krankenhauspersonal schon im April zum großen Teil geimpft

Krankenhauspersonal hat sich laut einer großangelegten Befragung des Robert Koch-Instituts (RKI) mehrheitlich bereits im Frühjahr gegen das Coronavirus impfen lassen.

Im Studienzeitraum vom 22. März bis 12. April hätten 83 Prozent der mehr als 26.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mindestens eine Dosis bekommen, knapp die Hälfte sei vollständig geimpft gewesen, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Ergebnisbericht. Online befragt wurden Menschen an über 120 Kliniken bundesweit.

Update, 15. Juli, 12.15 Uhr: Weitere Corona-Lockerungen in Schweden

In Schweden sind weitere Corona-Beschränkungen aufgehoben worden. Seit Donnerstag fällt gemäß Stufe drei des schwedischen Öffnungsplans unter anderem die Begrenzung der Passagierzahl im Fernverkehr mit Bus und Bahn weg.

Geschäfte, Museen, Vergnügungsparks und Fitnessstudios müssen sich bei ihren Kunden- und Besucherzahlen zudem nicht mehr an ihrer Quadratmeterfläche orientieren. Es liege aber weiter in der Verantwortung dieser Betriebe, dass kein Gedränge entstehe, sagte Staatsepidemiologe Anders Tegnell am Morgen im Sender SVT.

Diese und weitere Lockerungen hatten die schwedische Regierung und die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Montag bekanntgegeben. Begründet wurde der Beschluss mit gesunkenen Corona-Zahlen und der Tatsache, dass immer mehr Schwedinnen und Schweden geimpft worden sind. Man wolle damit nicht das Signal senden, dass man nun erleichtert ausatmen könne, sagte Tegnell.

"Wir befinden uns weiter mitten in einer Pandemie." Anderswo in Europa und der Welt stiegen die Neuinfektionszahlen wieder. Die Lage in Schweden sei aber stabil, und man sei zum Schluss gekommen, dass diese Lockerungen ohne größeres Risiko möglich seien.

In Schweden sind weitere Corona-Beschränkungen aufgehoben worden.
In Schweden sind weitere Corona-Beschränkungen aufgehoben worden.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. Juli, 11.15 Uhr: Mehr als 100.000 Corona-Tote in Argentinien, Spanien nimmt Abschied von 80.000 Corona-Toten

Argentinien hat trotz seiner bisweilen strengen Ausgangsbeschränkungen die Marke von 100.000 Corona-Toten überschritten.

Im Vergleich zum Vortag waren nach Daten des Gesundheitsministeriums in Buenos Aires vom Mittwochabend (Ortszeit) 614 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 hinzugekommen, womit die Gesamtzahl seit dem Ausbruch der Pandemie auf 100.250 stieg. Mehr als 4,7 Millionen Menschen in dem südamerikanischen Land haben sich demnach mit dem Coronavirus infiziert.

Mit einer bewegenden Trauerfeier hat Spanien indes Abschied von seinen mehr als 81.000 Todesopfern der Corona-Pandemie genommen. Im Mittelpunkt der von König Felipe VI. geleiteten Zeremonie stand am Donnerstag in Madrid die Ehrung der Mitarbeiter des spanischen Gesundheitssystems.

Update, 5. Juli, 10.30 Uhr: Ende der Corona-Regeln: London empfiehlt weiter Masken in Geschäft

Auch nach dem Ende der Maskenpflicht in England am kommenden Montag sollen die Menschen beim Einkaufen Mund-Nase-Bedeckungen tragen.

Die Regierung "erwartet und empfiehlt", dass Angestellte und Kunden an vollen, überdachten Orten weiterhin Masken tragen, zitierte die Nachrichtenagentur PA am Donnerstag aus einem Regierungsdokument. Zuvor hatte der britische Premierminister Boris Johnson dazu aufgerufen. Die Maskenpflicht fällt von Montag an ebenso wie Abstandsregeln weg - gegen den Rat von Wissenschaftlern. Kritiker werfen der Regierung eine chaotische Corona-Politik vor.

Update, 15. Juli, 8 Uhr: Im Ostsee-Urlaub impfen lassen: Impfangebot in Vorpommern startet

In Vorpommern können sich jetzt auch Urlauber und Besucher gegen Corona impfen lassen.

Wie ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald am Donnerstag erläuterte, bietet der Landkreis solche Impfungen in Zinnowitz und Heringsdorf auf der Ostseeinsel Usedom sowie in den Impfzentren in Greifswald und Pasewalk an.

Voraussetzung für das Spritzen von Auswärtigen sei, dass sie in Deutschland privat oder gesetzlich krankenversichert und auch amtlich gemeldet sind. Dazu zähle auch eine berufliche Tätigkeit in Deutschland. Geimpft werden könne mit dem Präparat von BioNTech/Pfizer, aber auch mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson, der nur einmal verabreicht werde. Für diesen Stoff gebe es in Heringsdorf an diesem Freitag und Samstag Extra-Impfaktionen.

Update, 15, Juli, 6.20 Uhr: Virologe geht von weiteren Corona-Varianten aus

Das Coronavirus wird nach Einschätzung von Experten noch einige Male mutieren. Allerdings geht der Präsident der Gesellschaft für Virologie, Ralf Bartenschlager, davon aus, dass die Zahl der Varianten "überschaubar" bleibt.

"Man kann aber nicht seriös sagen, ob wir schon das Ende der Fahnenstange erreicht haben oder noch relevante Mutanten folgen."

Je besser sich Viren an den Wirt anpassen, desto geringer sei in der Regel der Schaden für den Wirt, erklärte der Professor für Molekulare Virologie an der Uni Heidelberg. "Aber das kann man nicht immer sagen."

Der Präsident der Gesellschaft für Virologie, Ralf Bartenschlager.
Der Präsident der Gesellschaft für Virologie, Ralf Bartenschlager.  © Uwe Anspach/dpa

Update, 15. Juli, 4.35 Uhr: Inzidenz steigt auf 8,0 - 1642 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut sprunghaft gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen lag sie bei 8,0 - am Vortag betrug der Wert 7,1, und davor 6,5.

Beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli waren es noch 4,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1642 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 970 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 32 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.740.325 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.637.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.319.

Update, 14. Juli, 21.16 Uhr: Großbritannien verzeichnet höchste Zahl an Neuinfektionen seit Januar

In Großbritannien ist am Mittwoch mit mehr als 42.000 Neuinfektionen die höchste Zahl an Ansteckungen mit dem Coronavirus seit Mitte Januar verzeichnet worden.

Das Land hatte zum Jahreswechsel den Höhepunkt der zweiten Infektionswelle erreicht. Seit Mitte Juni steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder massiv an.

Grund dafür sind die starke Verbreitung der Delta-Variante in dem Land sowie die Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Am 19. Juli sollen im größten Landesteil England so gut wie alle Einschränkungen fallen.

Die Regierung geht davon aus, dass es im Verlauf des Sommers bis zu 100.000 Neuinfektionen pro Tag geben wird.

Trotzdem hält sie an den Öffnungsplänen fest.

Großbritannien, London: Sadiq Khan, Bürgermeister von London, trägt eine Mund-Nasen-Bedeckung, während er mit der U-Bahn zu seinem Besuch im Londoner Transport Museum fährt.
Großbritannien, London: Sadiq Khan, Bürgermeister von London, trägt eine Mund-Nasen-Bedeckung, während er mit der U-Bahn zu seinem Besuch im Londoner Transport Museum fährt.  © Kirsty O'connor/PA Wire/dpa

Update, 14. Juli, 20.34 Uhr: Deutschland weiterhin nicht auf grüner Reiseliste für England

Reisende mit Wohnsitz in Deutschland müssen trotz der niedrigen Inzidenz in der Bundesrepublik weiterhin strenge Regeln bei der Einreise nach England befolgen.

Entgegen der Erwartungen wurde Deutschland am Mittwoch im Ampelsystem der britischen Regierung nicht von gelb auf grün heruntergestuft.

Damit müssen Touristen oder Geschäftsreisende aus Deutschland, die keinen Wohnsitz in England haben, bei Einreise weiterhin für zehn Tage in Quarantäne. Zudem müssen mindestens drei Corona-Tests gemacht werden.

Update, 14. Juli, 20.13 Uhr: Tausende demonstrieren in Athen gegen Druck auf ungeimpfte Bürger

Rund 4000 Menschen haben am Mittwochabend vor dem griechischen Parlament in Athen gegen ein Bündel von Corona-Maßnahmen demonstriert.

Wie die Polizei mitteilte, seien auch in Thessaloniki und Heraklion auf Kreta mehrere Hundert Menschen aus demselben Grund auf die Straßen gegangen.

Es waren die bislang größten Demonstrationen von Impfverweigerern in Griechenland, berichtete der Staatsrundfunk.

Update, 14. Juli, 20.04 Uhr: Tourismusbeauftragter der Bundesregierung: kostenpflichtige Corona-Tests gerecht

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hat sich für ein Ende kostenloser Corona-Tests ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben.

"Die kostenlosen Schnelltests ermöglichen derzeit allen die in einer Pandemie größtmögliche Freiheit. Diese Kosten werden von der Allgemeinheit getragen und das ist auch richtig, solange nicht jeder die Möglichkeit hat, einen vollumfänglichen Impfschutz zu erhalten", sagte Bareiß am Donnerstag.

Klar sei aber auch, dass Impfverweigerer sich ihrer Verantwortung bewusst sein müssten und zukünftig die Kosten für dann noch notwendige Tests selbst tragen sollten.

Schleswig-Holstein, Insel Sylt: Ein Schild mit der Aufschrift "Bitte warten, Sie werden platziert. 24h Corona Test für den Innenbereich erforderlich" steht vor einem Restaurant.
Schleswig-Holstein, Insel Sylt: Ein Schild mit der Aufschrift "Bitte warten, Sie werden platziert. 24h Corona Test für den Innenbereich erforderlich" steht vor einem Restaurant.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Update, 14. Juli, 19.30 Uhr: Slowakische Höchstrichter stoppen Quarantänepflicht für Ungeimpfte

Das Verfassungsgericht der Slowakei hat die seit 9. Juli geltenden Verschärfungen der Corona-Einreisebestimmungen des EU-Landes außer Kraft gesetzt.

Bis geklärt sei, ob die strengen Vorschriften nicht in Widerspruch zur Verfassung stünden, müssten sich die Behörden wieder an die vorher geltenden Regeln halten, verfügte das Verfassungsgericht in Kosice (Kaschau).

Update, 14. Juli, 19.15 Uhr: RKI: Delta-Variante in drei Viertel der untersuchten Corona-Proben

Die anteilsmäßige Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hat sich in Deutschland weiter rasch fortgesetzt.

Sie erreiche mittlerweile einen Anteil von 74 Prozent an den untersuchten Proben, heißt es in einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochabend mit Blick auf die Woche bis zum 4. Juli.

In den Wochen zuvor hatte sich der Delta-Anteil erst von 18 auf 39 und dann auf 60 Prozent erhöht.

Infektionen mit der zuvor vorherrschenden Alpha-Variante hingegen nahmen sehr schnell ab, auf nun noch rund 22 Prozent.

Weitere als besorgniserregend eingestufte Varianten des Coronavirus spielen unverändert eine untergeordnete Rolle in Deutschland. Es werden allerdings nicht alle positiven Proben auf Varianten untersucht.

Update, 14. Juli, 18 Uhr: Organisationen fordern von Merkel Patentfreigabe bei Corona-Impfstoff

Zahlreiche Organisationen und Fachleute haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor ihrem Besuch bei US-Präsident Joe Biden in Washington aufgefordert, sich für eine Aufweichung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe auszusprechen.

"Jeder Mensch, egal wo, egal wie wohlhabend oder arm, muss die Chance bekommen, sich impfen zu lassen und gegen das Coronavirus zu schützen", sagte die Vorstandsvorsitzende von Oxfam Deutschland, Marion Lieser, am Mittwoch in einer Online-Pressekonferenz.

"Bei ihrem Treffen mit Präsident Biden in Washington muss sich Bundeskanzlerin Merkel nun entscheiden, ob sie als Hüterin von Monopolen und Profiten oder als Anwältin des Gemeinwohls in die Geschichte eingehen wird."

Ärmere Länder, aber auch die USA, setzen sich seit geraumer Zeit für eine Aussetzung des Patentschutzes für Impfstoffe ein, um die weltweite Impfkampagne zu beschleunigen. Merkel hat das bisher klar abgelehnt.

Der Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz betonte, dass ein Großteil der Forschung für die Corona-Impfstoffe von öffentlichen Geldern bezahlt werde.

"Präsident Biden sollte das Treffen mit Merkel nutzen, um darauf hinzuwirken, dass Deutschland seine Blockadehaltung aufgebe", forderte Avril Benoit, Geschäftsführerin von Ärzte ohne Grenzen in den USA, einer Mitteilung zufolge.

Angela Merkel (CDU) wird am Donnerstag von US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen.
Angela Merkel (CDU) wird am Donnerstag von US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen.  © Lietzmann,Christian/action press-Pool/dpa

Update, 14. Juli, 17 Uhr: Slowenien revidiert Corona-Einreiseregeln für Transitreisende

Die Regierung in Slowenien hat ihre wegen der Corona-Pandemie verschärften Einreisebedingungen revidiert, so dass Transitreisende weiterhin ohne Einschränkungen innerhalb von zwölf Stunden durch das Land fahren können.

Ab diesem Donnerstag (15. Juli) müssen Reisende nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Ausgenommen sind Kinder unter 15 Jahren, Lastwagenfahrer, Landwirte mit grenzüberschreitenden Flächen sowie Transitreisende. Dies teilte die Regierung am Mittwoch auf ihrer Webseite mit.

In der ursprünglichen, in der Vorwoche erlassenen Verordnung hatte noch gestanden, dass Durchreisende und Lastwagenfahrer von der Nachweispflicht nicht ausgenommen würden.

Die Durchreise muss bei der Grenzkontrolle gegebenenfalls glaubhaft gemacht werden. Die Regelung gilt in dieser Form bis zum 15. August.

Update, 14. Juli, 15.33 Uhr: Wales will fast alle Corona-Maßnahmen am 7. August beenden

Trotz steigender Neuinfektionen sollen in Wales fast alle Corona-Maßnahmen am 7. August enden.

Dann dürfen Nachtclubs wieder öffnen, und es gibt keine Abstandsregeln mehr. Im Gegensatz zum Nachbarn England hält die Regierung des britischen Landesteils aber auch danach an der Maskenpflicht etwa im öffentlichen Nahverkehr und in Läden fest, wie Regierungschef Mark Drakeford am Mittwoch ankündigte.

Erste Lockerungen treten bereits von diesem Samstag an in Kraft. Dann dürfen sich bis zu sechs Menschen in privaten Räumen treffen sowie in Urlaubsunterkünften.

Update, 14. Juli, 15.20 Uhr: Über 49 Millionen Menschen mit mindestens einer Corona-Impfung

In Deutschland sind mittlerweile 43,7 Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand: 10.45 Uhr) wurden tags zuvor 736.031 Impfdosen verabreicht. Damit haben bundesweit rund 36,4 Millionen Personen den kompletten Impfschutz.

Mehr als 49 Millionen Menschen sind mindestens einmal geimpft - das entspricht einer Quote von 58,9 Prozent.

In Bremen haben sogar schon mehr als 68 Prozent der Menschen zumindest eine Impfung erhalten.

Damit liegt die Hansestadt unter allen 16 Bundesländern an der Spitze; Sachsen (50,1 Prozent) ist mit Abstand das Schlusslicht.

Beim vollständigen Impfschutz hat das Saarland mit einer Quote von 47,9 Prozent knapp vor Nordrhein-Westfalen die Nase vorn; am Ende der Liste rangiert Brandenburg mit 40,0 Prozent.

ine medizinische Fachkraft legt im Nürnberger Impfzentrum auf dem Messegelände eine aufbereitete Impfspritze mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff in eine Schale.
ine medizinische Fachkraft legt im Nürnberger Impfzentrum auf dem Messegelände eine aufbereitete Impfspritze mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff in eine Schale.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 14. Juli, 14.06 Uhr: Innenstadthandel wird optimistischer

Einkaufsstraßen füllen sich wieder mit Besuchern. Und der von der Corona-Pandemie schwer gebeutelte Innenstadthandel atmet vorsichtig auf.

Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Branchenumfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) rechnet fast die Hälfte der stationären Bekleidungshändler im zweiten Halbjahr mit besseren Geschäften als im Vorjahr, nur 16 Prozent mit einem Umsatzrückgang.

Dennoch ist es nach Einschätzung von HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth zu früh, Entwarnung zu geben: "Die Krise ist noch nicht vorbei, für viele Einzelhändler ist die Lage nach wie vor sehr schwierig." Die positive Entwicklung in den vergangenen Wochen dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass das erste Halbjahr insbesondere für den Innenstadthandel verloren sei.

Update, 14. Juli, 13.54 Uhr: Nach Corona-Pause: Frankreichs Nationalfeiertag wieder mit Parade

Nachdem die Militärparade zu Frankreichs Nationalfeiertag im vergangenen Jahr wegen der Corona-Krise ausfallen musste, sind in diesem Jahr wieder Panzer gerollt und Militärs über die Pariser Champs-Élysées marschiert.

Zum Auftakt fuhr Staatschef Emmanuel Macron (43) am Mittwoch in einem offenen Militärwagen über die Prachtstraße. Eröffnet wurde die Parade von der Kunstflugstaffel Patrouille de France, die die Farben der französischen Flagge in den Pariser Himmel zeichnete. Rund 5000 Militärs und Angehörige des Sicherheitsapparats nahmen an der Parade teil. Besonders geehrt wurde in diesem Jahr die internationale Truppe "Takuba", die in der Sahelregion gegen islamistischen Terrorismus aktiv ist.

An seinem Nationalfeiertag am 14. Juli erinnert Frankreich an den Sturm auf die Bastille im Jahr 1789, der als symbolischer Beginn der Französischen Revolution angesehen wird.

Update, 14. Juli, 13.46 Uhr: 49 Corona-Infizierte nach Abend in Karlsruher Bar

Nach einem Abend in einem Karlsruher Lokal Anfang des Monats haben sich bisher fast 50 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Die Zahl der Infektionen, die auf den Besuch am 2. Juli zurückgeführt werden, sei auf 49 gestiegen, teilte die Stadt am Mittwoch auf Anfrage mit. Das Lokal hat eine Konzession als Bar. Die bräuchte laut Stadt als gastronomische Einrichtung bis zu einer Inzidenz unter 35 keine Nachweise für Geimpfte, Genesene und Getestete - ein Club, in dem auch getanzt wird - schon.

Der Amtschef des baden-württembergischen Sozialministeriums, Uwe Lahl, appellierte an die Behörden vor Ort, den Bußgeldkatalog "entsprechend auszuschöpfen", sofern ein offensichtliches Fehlverhalten nachgewiesen werde. Zuvor hatten die "Stuttgarter Zeitung"/"Stuttgarter Nachrichten" (StZ/STN) darüber berichtet.

Nach monatelanger Zwangspause dürfen Gastronomen wieder Gäste begrüßen. In einer Bar in Karlsruhe hatte ein Umtrunk einen bitteren Beigeschmack.
Nach monatelanger Zwangspause dürfen Gastronomen wieder Gäste begrüßen. In einer Bar in Karlsruhe hatte ein Umtrunk einen bitteren Beigeschmack.  © David Young/dpa

Update, 14. Juli, 13.38 Uhr: Weniger Kirchenaustritte während Corona

Im Corona-Jahr 2020 sind in Deutschland deutlich weniger Menschen aus der Kirche ausgetreten. Bei den Katholiken sank die Zahl der Kirchenaustritte im Vergleich zu 2019 um 18,8 Prozent auf 221.390. Aus der evangelischen Kirche traten vergangenes Jahr 220.000 Menschen aus, 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Das teilten am Mittwoch die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover mit.

Eine Ursache könnte auch sein, dass die für Kirchenaustritte zuständigen Behörden monatelang geschlossen waren bzw. weniger Termine angeboten wurden. Austrittswillige waren quasi gezwungen, Kirchenmitglied zu bleiben.

Trotz der Austritte ist immer noch etwas mehr als die Hälfte der Deutschen in der Kirche: Die Katholiken machen 26,7 Prozent der Gesamtbevölkerung aus, die Protestanten 24,3 Prozent. Dazu kommen die orthodoxen Kirchen und diverse Freikirchen.

Bei den Kirchensteuereinnahmen gab es einen Einbruch: Sie sanken für die evangelische Kirche um 5,4 Prozent auf 5,63 Milliarden Euro und für die katholische Kirche um 4,6 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro.

Update, 14. Juli, 13.20 Uhr: Leichte Zunahme bei eingeschleppten Corona-Fällen

Bei aus dem Ausland eingeschleppten Coronavirus-Ansteckungen sieht das RKI einen leichten Anstieg. Vor allem in den beiden vergangenen Wochen sei eine leichte Zunahme von solchen Fällen am Infektionsgeschehen zu beobachten, schreiben die Experten im Lagebericht vom Dienstagabend.

Derzeit sei diese aber "noch auf geringem Niveau". Die wöchentliche Fallzahl in Verbindung mit Reisen habe vergangene Woche bei 555 gelegen, in den Wochen zuvor habe sie zwischen 259 und 412 Fällen geschwankt. Das RKI macht in seinem Bericht weder Angaben zu den Ländern, aus denen Infizierte einreisten, noch unterscheidet der Bericht nach Varianten.

Update, 14. Juli, 12.46 Uhr: Deutlicher Anstieg der Corona-Fälle bei jungen Erwachsenen

Der leichte Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland vorige Woche scheint vor allem auf Corona-Infektionen bei jungen Erwachsenen zurückzugehen.

Während sich die Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in fast allen Altersgruppen über mehrere Wochen hinweg ungefähr konstant oder rückläufig entwickeln, haben sie bei den 20- bis 29-Jährigen vor allem in der vergangenen Woche zugenommen. Das geht aus dem Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagabend hervor.

Am deutlichsten ist der Trend bei den 20- bis 24-Jährigen, mit einem Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz von zehn auf 19 binnen zwei Wochen. Zum Vergleich: Bei Senioren zwischen 75 und 84 Jahren stagnierte der Wert im gleichen Zeitraum bei 1.

Viele junge Menschen nutzen die zurückgewonnenen Freiheiten, um auszugehen oder sich wieder mit Freunden zu treffen.
Viele junge Menschen nutzen die zurückgewonnenen Freiheiten, um auszugehen oder sich wieder mit Freunden zu treffen.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 14. Juli, 12.41 Uhr: Videobotschaft von Steinmeier: "Lassen Sie sich impfen!"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65) hat die Menschen in Deutschland eindringlich aufgerufen, sich gegen Corona impfen zu lassen.

"Jeden Tag, mit jeder Impfung befreien wir uns ein Stück mehr aus den Fängen der Pandemie und holen uns unser Leben zurück", sagte er in einer am Mittwoch veröffentlichten Videobotschaft. "Zeigen Sie Verantwortung für sich und für andere. Lassen Sie sich impfen!", forderte er.

Update, 14. Juli, 12.32 Uhr: Südkorea verzeichnet Tagesrekord bei Corona-Neuinfektionen

Südkorea hat einen neuen Höchststand bei den täglich erfassten Corona-Neuinfektionen verzeichnet.

Am Dienstag seien 1615 Fälle festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. So viele Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gab es in dem Land noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der Fälle mit Sars-CoV-2 kletterte den Angaben zufolge auf 171.911.

Südkorea sieht sich mittlerweile im Griff einer vierten Infektionswelle. Die Tageswerte stiegen den achten Tag nacheinander über 1000. Besonders betroffen ist der Großraum Seoul.

Update, 14. Juli, 12.12 Uhr: Immobilienpreise in Europa steigen trotz Pandemie

Die Corona-Pandemie hat die Immobilienmärkte in Deutschland und vielen europäischen Ländern noch angeheizt. Trotz des Wirtschaftseinbruchs stiegen die Wohnungspreise im vergangenen Jahr in den allermeisten Staaten weiter, zeigt eine Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte.

In Deutschland kletterten demnach die Angebotspreise für Immobilien 2020 um rund 10,8 Prozent. Im Schnitt kostete der Quadratmeter 4100 Euro. Generell habe die Pandemie bisher nur geringe Auswirkungen auf den deutschen Wohnungsmarkt, der als sicherer Hafen gelte. Anhaltend niedrige Zinsen, ein Nachfrageüberhang an bezahlbarem Wohnraum sowie ein ungebrochener Appetit von Investoren steigerten die Attraktivität des Marktes selbst während der Pandemie.

Auch die Mieten in deutschen Großstädten hätten noch einmal zugelegt, wenngleich moderat. Die durchschnittlichen Monatsmieten reichten laut Deloitte-Angaben von 16,80 Euro je Quadratmeter in München über 13,30 Euro in Frankfurt und 11,20 Euro in Hamburg bis 10,10 Euro in Berlin.

Die Mietpreise in Deutschland sind teilweise sehr hoch, im europäischen Ranking liegen sie aber klar hinter Spitzenreiter Paris (28,60 je Quadratmeter) und dem Zentrum von London (26,2) sowie Oslo (24,7). Auch Kopenhagen und Amsterdam liegen unter anderem vor München.
Die Mietpreise in Deutschland sind teilweise sehr hoch, im europäischen Ranking liegen sie aber klar hinter Spitzenreiter Paris (28,60 je Quadratmeter) und dem Zentrum von London (26,2) sowie Oslo (24,7). Auch Kopenhagen und Amsterdam liegen unter anderem vor München.  © Lothar Ferstl/dpa

Update, 14. Juli, 11.21 Uhr: Pandemie setzt auch Azubis und dual Studierenden zu

Die Corona-Krise hat jungen Berufstätigen und Auszubildenden in Deutschland heftig zugesetzt. Zu diesem Befund kommt die Studie "Plan B", welche die IG Metall gemeinsam mit dem Jugendforscher Simon Schnetzer am Mittwoch in Frankfurt vorgestellt hat.

Im Pandemie-Winter zum Jahresbeginn 2021 gaben demnach 61 Prozent der Befragten an, dass sich ihre psychische Gesundheit verschlechtert habe. 55 Prozent klagten über negative Auswirkungen auf ihre Freundschaften und 51 Prozent meinten sogar, ihr eigenes Leben nicht mehr kontrollieren zu können.

Insbesondere in den Berufsschulen habe sich die Situation massiv verschlechtert, berichteten 71 Prozent der Auszubildenden. Auch dual Studierende schilderten schlechtere Lernbedingungen in den Hochschulen und allgemein sinkende Motivation. Unter den Studierenden fürchtet ein Drittel um die Übernahme und bei den Auszubildenden sind es sogar 40 Prozent.

Update, 14. Juli, 11.17 Uhr: Bund fördert nun auch Einbau mobiler Luftfilter in Schulen

Die Bundesregierung fördert nun auch den Einbau mobiler Luftfilter in Schulen. Dazu sollen den Ländern 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, wie das Wirtschaftsministerium nach einem Beschluss des Kabinetts am Mittwoch mitteilte. Bisher fördert der Bund nur den Einbau fester Anlagen.

Die Verwendung der Mittel solle über Verwaltungsvereinbarungen geregelt werden, hieß es. Der Förderanteil des Bundes betrage bis zu 50 Prozent. Die Beantragung der Mittel und die Durchführung der Förderung erfolge über die Länder. Antragsberechtigt seien Einrichtungen, in denen Kinder unter zwölf Jahren betreut werden, weil ihnen in absehbarer Zeit kein Impfangebot gemacht werden könne. Das gilt auch für Schulen, die zugleich auch von älteren Kindern besucht werden.

Update, 14. Juli, 10.24 Uhr: Slowenien verschärft Corona-Einreiseregeln - Betrifft auch Transit

Aus Sorge vor der Ausbreitung neuer und ansteckenderer Varianten des Coronavirus verschärft das EU-Land Slowenien seine Regeln für die Einreise.

Ab diesem Donnerstag (15. Juli) müssen Reisende, die ins Land kommen, grundsätzlich nachweisen, dass sie entweder gegen Covid-19 geimpft sind oder die Krankheit überstanden haben oder negativ auf das Coronavirus getestet sind. Ausgenommen sind lediglich Kinder unter 15 Jahren und Landwirte, die grenzüberschreitend Flächen bewirtschaften.

Neu ist, dass die Nachweispflicht auch für Transitreisende und Spediteure besteht. Betroffen sind auch deutsche Urlauber, die das Land auf dem Weg nach Kroatien mit dem Auto oder Zug durchqueren. Bislang konnten Menschen, die aus den Ländern der sogenannten "Grünen Liste" kamen, darunter Deutschland, ohne Auflagen in Slowenien einreisen.

Ein Polizeiauto fährt durch eine menschenleere Straße in Ljubljana. Aufgrund steigender Corona-Zahlen gelten in dem Land ab 15. Juli verschärfte Corona-Regeln.
Ein Polizeiauto fährt durch eine menschenleere Straße in Ljubljana. Aufgrund steigender Corona-Zahlen gelten in dem Land ab 15. Juli verschärfte Corona-Regeln.  © Daniel Novakovic/STA/dpa

Update, 14. Juli, 9.47 Uhr: Altmaier fordert mehr Disziplin in Corona-Krise

Einen erneuten Lockdown in der Corona-Krise gilt es aus Sicht von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) unbedingt zu verhindern.

Der "Augsburger Allgemeinen" sagte er, das müsse auf jeden Fall vermieden werden. "Deshalb sehe ich mit Sorge, dass die Disziplin ein bisschen nachlässt, dass in geschlossenen Räumen keine Masken mehr getragen werden, dass der Abstand bei vielen Veranstaltungen schon wieder sehr gering wird."

Bilder wie diese von einem Geschäft in Hannover wird es aufgrund einer möglichen vierten Welle hoffentlich nicht mehr geben.
Bilder wie diese von einem Geschäft in Hannover wird es aufgrund einer möglichen vierten Welle hoffentlich nicht mehr geben.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 14. Juli, 9.31 Uhr: Komplexe Corona-Reiseanforderung – Lufthansa rechnet mit Wartezeiten

Im zunehmenden Sommer-Reiseverkehr rechnet die Lufthansa mit längeren Bearbeitungszeiten beim Check-In. Nach wie vor änderten sich die regulatorischen Anforderungen der jeweiligen Zielländer für die Flugreisenden, berichtet der verantwortliche Programmleiter, Jens Fehlinger.

Die Überprüfung der Impfpässe, Testnachweise und weiterer Einreisevoraussetzungen bei jedem einzelnen Passagier nehme zusätzliche Zeit in Anspruch. Die Corona-Abstandsregeln führten zudem zu mehr Platzbedarf in den Flughäfen.

Am kommenden Wochenende erwartet Lufthansa bis zu 76.000 Gäste an ihrem Frankfurter Drehkreuz. Durch die Dokumentenkontrollen könnte es zu längeren Wartezeiten kommen. Die Überprüfung laufe größtenteils manuell ab und benötige pro Vorgang zusätzliche Zeit. Lufthansa empfiehlt, neben dem digitalen Nachweis auch die ausgedruckten Originalzertifikate weiterhin mitzuführen.

Update, 14. Juli, 9.19 Uhr: Tausend Infizierte nach Festival in den Niederlanden

Obwohl die Teilnahme am Verknipt-Festival (3. bis 5. Juli, 20.000 Teilnehmer) in Utrecht an die Bedingung geknüpft war, geimpft, negativ getestet oder von Covid-19 zu genesen sein war, haben sich laut einem Bericht des "Spiegel" fast tausend Gäste mit Corona infiziert.

Die Zahlen würden nach Angaben des örtlichen Gesundheitsdiensts GGD weiterhin steigen könnten. Laut GGD wurden vom Festivalveranstalter die Coronamaßnahmen eingehalten.

Update, 14. Juli, 9.12 Uhr: Israel verkürzt Corona-Quarantäne auf eine Woche

Israel verkürzt die Quarantäne-Zeit von mindestens zehn Tagen auf sieben, um die Bevölkerung während der Corona-Pandemie zur Einhaltung der Selbstisolation zu motivieren.

Betroffene könnten am siebten Tag einen Corona-Test machen und bei negativem Test-Ergebnis die Isolation beenden, teilte das Büro von Ministerpräsident Naftali Bennett mit. Wer allerdings die Quarantäne bricht, muss Bennett zufolge umgerechnet rund 1290 Euro Strafe zahlen. Der Regierungschef kündigte an, dass eine Einhaltung der Quarantäne sowie das Tragen von Masken stärker kontrolliert würden.

Die Zahl der neuen Corona-Fälle ist in Israel in den vergangenen Wochen massiv angestiegen. Auslöser dafür waren wohl zunächst Rückkehrer aus dem Ausland, die ihre Quarantäne gebrochen hatten. Es kam zu mehreren Ausbrüchen an Schulen.

Update, 14. Juli, 8.45 Uhr: Corona-Ausbruch auf neuem britischen Flugzeugträger

Während der Jungfernfahrt des neuen britischen Flugzeugträgers "HMS Queen Elizabeth" ist es an Bord zu einem Corona-Ausbruch gekommen.

Dem Sender BBC zufolge handelt es sich um etwa 100 Fälle, auch Besatzungen auf begleitenden Kriegsschiffen seien betroffen. Die "Queen Elizabeth" war im Mai zu einer Fahrt bis nach Ostasien aufgebrochen. Derzeit befindet sich das Schiff im Indischen Ozean, ein Abbruch des Einsatzes ist trotz der Corona-Fälle nicht geplant.

Es ist nicht der erste Corona-Ausbruch an Bord eines britischen Kriegsschiffs. Vergangenes Jahr musste die Besatzung der Fregatte "HMS Northumberland" einen Einsatz abbrechen und sich über Weihnachten an Land in Selbstisolation begeben.

Ein Merlin-Hubschrauber der Royal Navy landet auf dem Flugzeugträger "HMS Queen Elizabeth" im Marinestützpunkt HM Naval Base in Portsmouth.
Ein Merlin-Hubschrauber der Royal Navy landet auf dem Flugzeugträger "HMS Queen Elizabeth" im Marinestützpunkt HM Naval Base in Portsmouth.  © Steve Parsons/PA Wire/dpa

Update, 14. Juli, 8.40 Uhr: Impfpflicht von Pflegern in Heimen in England

Das britische Parlament hat einer Corona-Impfpflicht für Pflegekräfte in Heimen in England zugestimmt. Von Oktober an müssen Heim-Mitarbeiter zwei Impfungen gegen das Virus vorweisen.

Allerdings votierten mehrere Mitglieder der Konservativen Partei von Premierminister Boris Johnson (57) am Dienstagabend gegen das Vorhaben. Sie kritisierten, dass die Regierung vor der Abstimmung keine Bewertung der Auswirkungen veröffentlicht hat. Gesundheits-Staatssekretärin Helen Whately betonte, die Regierung arbeite daran.

Die Impfpflicht gilt nur in England. Die Regierungen der anderen britischen Landesteilen Schottland, Wales und Nordirland, die für die Gesundheitspolitik selbst verantwortlich sind, haben keine entsprechenden Pläne.

Update, 14. Juli, 8.26 Uhr: DER Touristik: Steigende Corona-Zahlen verunsichern Reisende

Die steigenden Corona-Zahlen in Europa durch die Deltavariante verunsichern nach Ansicht des Veranstalters DER Touristik viele Reisende. Das Infektionsgeschehen und die Einschätzung der pandemischen Situation in den Reiseländern seien schwerer vorhersehbar geworden, sagte Ingo Burmester, Zentraleuropa-Chef des Reiseveranstalters. "Das erhöht die Verunsicherung beim Gast."

Gleiches gilt für die Hochstufung von Ländern zu Risikogebieten oder Hochinzidenzgebieten. Beobachte werde darum ein Trend in andere Urlaubsländer, zum Beispiel Griechenland. Dort wachse die Nachfrage derzeit stärker als in Spanien. Reise- und Sicherheitshinweise für Spanien

Zypern wurde gerade erst als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Für Urlauber, die mit DER Touristik unterwegs sind, heißt das: Kostenlose Umbuchungen und Stornierungen sind möglich, in diesem Fall bis 31. Juli. "Sie können ihre Reise aber auch antreten, denn es liegt kein Reiseverbot für Zypern vor", betonte Burmester. Reise- und Sicherheitshinweise für Zypern

Deltavariante und die Einstufung von Reisezielen in Hochinzidenzgebiete verunsichern viele Reisende.
Deltavariante und die Einstufung von Reisezielen in Hochinzidenzgebiete verunsichern viele Reisende.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 14. Juli, 8.08 Uhr: Lockdown in Sydney erneut verlängert

Der Lockdown in der australischen Metropole Sydney wird wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante um weitere zwei Wochen bis mindestens 30. Juli verlängert.

Die Zahl der neuen Corona-Fälle sei immer noch zu hoch, um die Maßnahmen zurückzunehmen, sagte die Premierministerin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian. Am Mittwoch wurden 97 lokal übertragene Neuinfektionen in der Region gemeldet.

In Sydney dürfen die Bürger nur noch in Ausnahmen ihre Häuser verlassen, die Schulen sind geschlossen. Im internationalen Vergleich sind die Zahlen aber weiter niedrig: Seit Beginn der jüngsten Welle wurden in New South Wales 864 Infektionen verzeichnet. 71 Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden, davon 20 auf der Intensivstation.

Update, 14. Juli, 4.55 Uhr: Inzidenz steigt auf 7,1

Seit mehr als einer Woche steigt die Sieben-Tage-Inzidenz jeden Tag an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Mittwochmorgen lag sie bei 7,1 - am Vortag betrug der Wert 6,5, beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1548 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Stand: 14. Juli, 4.50 Uhr). Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 985 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurde binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.738.683 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen liege bei 3.636.800. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.287. Die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl lag nach RKI-Daten vom Dienstag bei 1,11.

Update, 14. Juli, 4.17 Uhr: Geldanreize für Corona-Impfung? Altmaier skeptisch

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) sieht die Forderungen, auch mit finanziellen Anreizen für Corona-Impfungen zu werben, skeptisch.

"Ich bin von der Idee bislang nicht so überzeugt, weil es auch der Idee des mündigen Bürgers widerspricht, wenn ich Menschen mit Geldgeschenken zu etwas bringe, von dem sie selbst überzeugt sind, dass es vielleicht gar nicht in ihrem Interesse ist", sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". Es gebe zuvor noch deutlich mehr andere Möglichkeiten, um die Impfquote deutlich zu erhöhen.

«Da gibt es noch ganz viel, was wir tun können, auch an mobilen Impfstationen, beim Einsatz des Impfstoffs, der nur einmal verabreicht werden muss, weil es einfach Bürgerinnen und Bürger gibt, die man gar nicht so leicht erreichen kann, zum Beispiel auch Obdachlose, die über keinen gesetzlichen Wohnsitz verfügen", er.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) glaubt, dass es noch genug Menschen gebe, die sich bei einer Aufklärung über die Risiken einer möglicherweise tödlich verlaufenden Corona-Infektion und jene einer Impfung letztlich für die schützenden Spritzen entscheiden würden.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) glaubt, dass es noch genug Menschen gebe, die sich bei einer Aufklärung über die Risiken einer möglicherweise tödlich verlaufenden Corona-Infektion und jene einer Impfung letztlich für die schützenden Spritzen entscheiden würden.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 14. Juli, 2.11 Uhr: Arbeitgeberverband gegen Corona-Impfpflicht

Der Arbeitgeberverband BDA hat sich gegen eine Corona-Impfpflicht ausgesprochen. "Als Arbeitgeber setzen wir weiter auf Freiwilligkeit", erklärte der Verband auf Anfrage der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Gerade für Mitarbeiter, die mit gefährdeten Personengruppen arbeiteten, sei die Bereitschaft zur Impfung ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein und Rücksichtnahme.

Der Verband regte aber eine Überprüfung der kostenlosen Corona-Tests an. "Wenn die Impfkampagne erfolgreich fortschreitet und voraussichtlich spätestens Ende August jeder ein Impfangebot erhalten hat, muss überprüft werden, ob kostenlose Tests für Menschen, die sich nicht impfen lassen, noch angemessen und geboten sind", hieß es.

Update, 14. Juli, 2.08 Uhr: Lauterbach gegen schnelles Ende aller Corona-Einschränkungen

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (58) hat sich gegen eine schnelle Aufhebung der verbliebenen Corona-Maßnahmen ausgesprochen.

"Der Weg von London, eine völlige Öffnung, wird auch von Einigen bei uns gefordert, ist aber ein ganz falscher", sagte Lauterbach der "Passauer Neuen Presse". "Die Fallzahlen steigen zwar wieder, aber das war zu erwarten mit den Lockerungen, die gerade beschlossen wurden. Sie werden auch noch weiter nach oben gehen. Wenn wir aber jetzt nicht drastisch öffnen und uns an die wichtigste Regel im Pandemie-Sommer halten, nämlich draußen geht viel, drinnen muss man vorsichtig bleiben, dann kommen wir gut durch."

Der Weg in England, wo für den 19. Juli das Ende aller Corona-Maßnahmen angekündigt wurde, erzeuge "letztlich nur eine Welle von chronisch kranken Long-Covid-Kranken", so Lauterbach.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58).
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 14. Juli, 1.03 Uhr: Ruf nach mehr Werbung für Corona-Impfungen wird lauter

Der Chef der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch (63), hat sich für mehr Werbung für Corona-Impfungen ausgesprochen.

"Die Impfkampagne sollte unter anderem auch mit TV-Spots beworben werden", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas (53) kritisierte, dass etwa die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bislang "kaum sichtbar" sei. "Die bestehenden Angebote reichen offenbar nicht aus, um ausreichend Impfwillige zu erreichen", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

"Hier ist der Bundesgesundheitsminister gefragt. Wir müssen die Informationskampagne deutlich ausbauen. Wir brauchen mehr Werbung und Aufklärung", forderte die Gesundheitsexpertin.

Update, 14. Juli, 00.17 Uhr: Karliczek: Corona-Tests an Schulen werden uns noch Monate begleiten

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (50, CDU).
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (50, CDU).  © Bernd Weissbrod/dpa

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (50, CDU) geht davon aus, dass die Schülerinnen und Schüler in Deutschland auch in einigen Monaten noch regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden müssen.

"Damit Kinder und Jugendliche sicher zu ihrem normalen Schulalltag zurückkehren können, müssen wir dort weiter auf Testen als mildes, aber wirksames Mittel der Kontrolle setzen. Das Testen in den Schulen wird uns sicher noch über Monate begleiten", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Wo keine Abstände eingehalten werden können, bleibe der Schutz durch Masken wichtig, auch im Klassenraum. "Auch Luftfilter können einen Beitrag leisten, obwohl sie kein Allheilmittel sind."

Sie betonte zudem, dass es hohe Priorität habe, nach Möglichkeit den Regelunterricht aufrechtzuerhalten.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa