Mann darf 60. Geburtstag nicht feiern, da kippt er sich Benzin über und zündelt mit Feuerzeug!

Chongqing (China) - Weil eine chinesische Behörde einen Mann seine Geburtstagsparty nicht schmeißen ließ, drohte er kurzerhand mit einem gefährlichen Brandanschlag.

Ein Feuerzeug sollte die Beamten einschüchtern und zur Zulassung der Feier führen (Symbolbild).
Ein Feuerzeug sollte die Beamten einschüchtern und zur Zulassung der Feier führen (Symbolbild).  © 123RF/wernerimages

Der 59-jährige Wang Mouyou freute sich schon lange Zeit auf die Feierlichkeiten zu seinem nächsten, runden Geburtstag. Der 60. sollte etwas ganz Besonderes sein. Viele Freunde und Verwandte waren zu der Party am 28. Januar eingeladen.

Aber die chinesischen Behörden untersagten dem 59-jährigen Mann aus dem Dorf Chongqing die Feier. Der Grund: Das weitgehend unerforschte Coronavirus könne sich dort zu leicht ausbreiten, sollte ein Partygast erkrankt sein!

Öffentliche Versammlungen sind derzeit in weiten Teilen des Landes verboten worden. Da Mouyou bei seiner Feier mit mehr als zehn vollbesetzten Bankett-Tischen rechnete, zählte die Veranstaltung als solche öffentliche Versammlung.

Zwei Tage vor der groß geplanten, jedoch bereits abgesagten, Party ging der Mann noch einmal zu den Behörden, um die Beamten umzustimmen und das Fest stattfinden zu lassen, berichtete die Staatsanwaltschaft des Bezirks Yongchuan.

Da sein Vorhaben nicht gelang, band sich der 59-Jährige jedoch einige Feuerwerkskörper um den Bauch, goss sich Benzin auf die Brust und zückte ein Feuerzeug.

"Das Dorfkomitee sollte dadurch eingeschüchtert und bedroht werden, um seiner Geburtstagsfeier zuzustimmen", schrieb die Staatsanwaltschaft.

Gefängnis anstatt Geburtstagsfeier

Doch der Plan ging nach hinten los: Der Mann wurde sofort überwältigt und nur wenig später von der Polizei verhaftet, weil er eine große Gefahr darstellte. Offiziell wurde die Verhaftung "wegen mutmaßlicher Provokation" durchgeführt, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte.

Sein Handeln hätte dabei schlimme Folgen haben können. Denn in dem Regierungsgebäude ist ebenfalls eine Arztpraxis untergebracht. Zu dieser Zeit sollen über ein Dutzend Patienten in Behandlung gewesen sein. Der Vorfall endete glimpflich für die kranken Menschen, sie bemerkten nichts davon.

Wann Wang Mouyou vor einen Richter gestellt wird und welche Strafe ihn erwartet, ist derzeit noch unklar.

Der Mann kam mit Benzin ins Regierungsgebäude (Symbolbild).
Der Mann kam mit Benzin ins Regierungsgebäude (Symbolbild).  © 123RF/facesportrait

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