Ärztin zu Angst vor Coronavirus: "Leute sind hysterisch"

Sachsenheim - Der Verband der niedergelassenen Ärzte plädiert angesichts einer Flut ängstlicher Menschen in den Praxen für zentrale Stellen zum Abklären einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus.

Im Praxisalltag ist es für Ärzte schwierig, mögliche Corona-Patienten im Wartezimmer von anderen zu trennen.
Im Praxisalltag ist es für Ärzte schwierig, mögliche Corona-Patienten im Wartezimmer von anderen zu trennen.  © Patrick Pleul/ZB/dpa

Ihre Praxis werde geradezu überlaufen von Menschen, die meinen, sich infiziert zu haben, sagte die Landeschefin des NAV-Virchow-Bundes, Brigitte Szaszi, aus Sachsenheim (Kreis Ludwigsburg) am Montag. "Die Leute sind ein bisschen hysterisch."

Im Praxisalltag sei es schwierig, Patienten, die wegen einer möglichen Corona-Infektion und die, die aus anderen Gründen kämen, voneinander zu trennen - auch wenn man wie sie selber ein extra Wartezimmer habe.

"Da stehen zehn Leute an der Anmeldung, die man dort schlecht separieren, kann." Deshalb wäre es sinnvoll, Stellen an Landratsämtern und/oder Kliniken für die Abklärung von Infektionen mit dem neuartigen Virus einzurichten.

Sie klagte wie andere Kollegen auch, dass Schutzmaterialien wie Schutzmasken zur Neige gehen. Angesichts dessen relativierten sich Äußerungen der Politiker, das Land sei gut vorbereitet auf eine Epidemie.

Ein Arzt steht in Schutzkleidung in der Abteilung für Tropenmedizin.
Ein Arzt steht in Schutzkleidung in der Abteilung für Tropenmedizin.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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