Wegen Coronavirus: Rotes Kreuz warnt vor Blutspenden-Knappheit

Frankfurt am Main/Stuttgart - Der Blutspende-Dienst des Deutschen Roten Kreuzes zeigt sich alarmiert angesichts der deutlich sinkenden Spendebereitschaft.

In Hessen und Baden Württemberg werden die Blutspenden knapp. (Symbolbild)
In Hessen und Baden Württemberg werden die Blutspenden knapp. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

"Das liegt vor allem an der völlig übertriebenen Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus", sagte der Sprecher für Hessen und Baden-Württemberg, Eberhard Weck, am Montag in Frankfurt der dpa.

Die Zahlen gingen allerdings auch saisonal zurück wegen der derzeit herrschenden Influenza-Saison.

Für die beiden Bundesländer reiche der Lagerbestand an Blutprodukten nur noch für zwei Tage aus.

"Die Leute kaufen wie wild ein, sie igeln sich ein vor Sorge und vergessen zu spenden." Dabei sei die Zahl der Infektionen in den beiden Ländern noch minimal.

"Wie soll das erst werden, wenn diese Zahl mal stärker steigt?", fragte Weck. Besonders betroffen seien Krebspatienten. "Ohne Blutspenden werden wirklich Menschen sterben. Und dann nicht am Coronavirus", kritisierte Weck.

Mangel an Blutspenden: Uniklinik Freiburg verschiebt Operationen

Die Freiburger Uniklinik verschiebt nach eigenen Angaben bereits planbare Operationen bei einigen Patienten.

"Da überall Knappheit an Blutreserven besteht, können sich die Blutspende-Dienste nicht gegenseitig aushelfen", sagte Markus Umhau, der Ärztliche Leiter der Blutspende-Zentrale am Universitätsklinikum Freiburg.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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