Coronavirus im Ticker: Zahl der deutschen Infizierten steigt sprunghaft an

Das Coronavirus, die neue Lungenkrankheit aus China, verbreitet sich immer weiter und hat seit einigen Wochen auch Europa erreicht.

Ein Virologe betrachtet in einem Forschungslabor die Elektronenmikroskopaufnahme eines MERS-Coronavirus.
Ein Virologe betrachtet in einem Forschungslabor die Elektronenmikroskopaufnahme eines MERS-Coronavirus.  © Arne Dedert/dpa

Besonders drastisch ist die Lage in China, wo die Zahl der bestätigten Infektionen mittlerweile auf mehr als 80.000 Erkrankungen gestiegen (Stand, 4. März 2020) sind.

Um eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern, hat China drastische Maßnahmen ergriffen. So ist das Tragen eines Mundschutzes in Teilen des Landes zur Pflicht geworden.

Doch auch außerhalb Chinas wurden mehrere Krankheitsfälle gemeldet. In Deutschland und anderen europäischen Ländern gibt es mittlerweile dutzende Erkrankte.

Hierzulande sind es derzeit rund 300 Infizierte.

Betroffen sind mittlerweile fast alle Bundesländer. Besonders stark betroffen ist derzeit der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

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Update, 5. März, 18.33 Uhr: Hunderte neue Infizierte in Italien - mehr Tote

Die Zahl der Coronavirus-Toten in Italien ist um 41 auf 148 gestiegen. Insgesamt seien 3858 Menschen infiziert, erklärte der Zivilschutz am Donnerstag in Rom. Am Vorabend waren es noch knapp 3100. Auch die Zahl der Genesenen stieg an - auf 414 von 276.

Italien ist das Land in Europa mit den meisten bestätigten Infektionen mit der Lungenkrankheit Covid-19. Um die Krise in den Griff zu bekommen, hat die Regierung unter anderem alle Schulen, Kindergärten und Universitäten bis Mitte März geschlossen.

Update, 5. März, 16.38 Uhr: Zahl der Coronavirus-Fälle in Niederlanden mehr als verdoppelt

In den Niederlanden hat sich die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Fälle innerhalb eines Tages mehr als verdoppelt. Sie liegt jetzt bei 82, wie Gesundheitsminister Bruno Bruins am Donnerstag in Den Haag mitteilte. Am Vortag waren es noch 38 Infizierte. Es gebe aber keinen Anlass für besondere Maßnahmen, sagte der Minister.

Den außergewöhnlich schnellen Anstieg erklärte der Minister mit einem "Verzögerungs-Effekt". Viele Patienten hätten gewartet, bevor sie zum Arzt gegangen seien. Außerdem hätten die Gesundheitsbehörden bei der Kontrolle der Kontaktpersonen von Infizierten weitere Fälle aufgespürt.

Bisher waren die meisten Coronavirus-Nachweise in den Niederlanden auf Reisen nach Norditalien zurückzuführen. Die meisten Patienten befinden sich nach Angaben des Ministeriums zu Hause, isoliert von Angehörigen.

Eine Mitarbeiterin verpackt Schutzmasken in einem Betrieb eines Unternehmens, das medizinische Produkte herstellt.
Eine Mitarbeiterin verpackt Schutzmasken in einem Betrieb eines Unternehmens, das medizinische Produkte herstellt.  © Yang Ying/XinHua/dpa

Update, 5. März, 16.15 Uhr: Deutschlandweit neue Fälle

In Hamburg und Baden-Württemberg gibt es neue Coronavirus-Infektionen. In der Hansestadt haben sich drei, im Südwesten Deutschlands sieben neue Personen mit Sars-CoV-2 angesteckt. In Berlin gibt es aktuell 13 Infizierte. 

Update, 5. März, 12.10 Uhr: Zahl der Infizierten in Deutschland sprunghaft gestiegen

Laut Robert-Koch-Institut gibt es in Deutschland nun 349 Fälle von mit Corona infizierten Kranken. Nordrhein-Westfalen ist nach wie vor Spitzenreiter. Damit stieg die Anzahl der Infizierten im Vergleich zum Vortag rasant an. Mehr als 100 Fälle kamen hinzu.

Update, 5. März, 10.20 Uhr: Acht neue Infizierte in Österreich - Patienten entlassen

In Österreich ist die Zahl der mit dem neuen Coronavirus Infizierten auf 37 gestiegen. Das bedeute ein Plus von acht Fällen gegenüber Mittwoch, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Insgesamt wurden bisher in Österreich 3711 Tests gemacht. Unterdessen konnten die ersten beiden österreichischen

Coronavirus-Patienten die Innsbrucker Universitätsklinik nach zehn Tagen gesund wieder verlassen. Die 24-jährige Italienerin und ihr gleichaltriger Bekannter seien seit Tagen fieberfrei und zwei Mal negativ auf das Coronavirus getestet worden, sagte der Leiter der Infektiologie an der Med Uni Innsbruck, Günther Weiss, im Ö1-Frühjournal. "Das heißt, sie haben diese Infektion ausgeheilt und überstanden und sie sind auch nicht mehr ansteckend und infektiös."

Update, 5. März, 9.00 Uhr: NRW-weit 172 Coronavirus-Infiziert - Zahlen steigen weiter

Die Zahl der landesweit nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus ist bis zum Mittwochabend auf 172 gestiegen. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Donnerstagmorgen mit. Die Zahlen stiegen wohl weiter, da Ergebnisse zahlreicher Teste eingingen, sagte ein Sprecher. Mittwochnachmittag waren 129 Fälle bekannt, am Vortag 101. Bei insgesamt vier Patienten gab es schwere Krankheitsverläufe.

Der weiterhin besonders betroffene Kreis Heinsberg hatte am Mittwochabend 134 nachgewiesene Infektionen gemeldet.

Update, 5. März, 7.32 Uhr: Kalifornien ruft Notstand wegen Coronavirus aus

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat am Donnerstag wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand ausgerufen. Seine Entscheidung erfolgte nur wenige Stunden nach Bekanntwerden des ersten Todesfalls in dem Westküsten-Staat. "Mit 53 positiv getesteten Fällen ist dieses (Virus) nicht mehr nur in einem Teil unseres Staates isoliert", sagte Newsom.

Per Notstandserklärung können im Ernstfall rasch Gelder und andere Hilfsmittel mobilisiert werden. In Kalifornien wird bei Naturkatastrophen wie Waldbränden oder Erdbeben oft der Notstand ausgerufen, um Soforthilfe besser zu koordinieren.

In Kalifornien wurde am Mittwoch ein erster Todesfall durch die neue Lungenkrankheit gemeldet. Es handele sich um einen älteren Mann, der sich vermutlich im Februar an Bord des Kreuzfahrtschiffs "Princess" von San Francisco nach Mexiko angesteckt habe, teilte die lokale Gesundheitsbehörde im Placer County mit.

Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Todesfälle in den USA auf elf. In den USA sind bislang mehr als 100 Infektionen mit Sars-CoV-2 bestätigt. Besonders betroffen ist der westliche Bundesstaat Washington. 

Update, 4. März, 21.56 Uhr: Alle Sportveranstaltungen in Italien ohne Publikum

Alle Sportveranstaltungen in Italien sollen wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorerst ohne Publikum stattfinden. Damit sollen weitere Ansteckungen vermieden werden, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwochabend in einer Videobotschaft an das Land. Nach Medienberichten gilt dies bis zum 3. April.

Betroffen sind dann neben den Fußball-Spielen in der Serie A unter anderem auch die Champions-League-Partie von Juventus Turin gegen Olympique Lyon am 17. März sowie die Europa-League-Spiele von Inter Mailand gegen Getafe (12.) und AS Rom gegen den FC Sevilla (19.3.). Das Rückspiel von Inter in Getafe am 19. März muss ebenfalls unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Durch den Ausschluss der Zuschauer droht dem Radklassiker Mailand-Sanremo am 21. März die Absage. Auch das Weltcupfinale der alpinen Skisportler in Cortina (18. bis 22. März) ist vom Zuschauer-Ausschluss betroffen.

In Italien gibt es die meisten Fälle der Lungenkrankheit Covid-19. Rund 3100 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert, mehr als 100 sind bereits gestorben. Mehrere Fußballspiele der Serie A und des Pokals waren zuletzt bereits verschoben worden.

Update, 4. März, 21.34 Uhr: NRW kauft eine Million Schutzmasken, 12 Infizierte in Köln

Nordrhein-Westfalen will mit einer Großbestellung dafür sorgen, dass es Ärzten und Pflegern bei der Behandlung möglicher Coronavirus-Infizierter nicht an Schutzbekleidung fehlt. "Wir werden heute die Kaufverträge unterschreiben, dass das Land Nordrhein-Westfalen eine Million Masken kauft", kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf an

Im besonders vom neuartigen Coronavius betroffenen Kreis Heinsberg sind inzwischen 104 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Sieben Patienten würden stationär im Krankenhaus behandelt, sagte Landrat Stephan Pusch am Mittwoch. Die meisten Fälle seien wieder symptomfrei.

In Köln meldete die Stadt am Mittwoch eine Verdopplung der Coronavirus-Infizierten von sechs auf zwölf Personen.

Ein Apotheker hält eine Atemschutzmaske
Ein Apotheker hält eine Atemschutzmaske  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 4. März, 20.01 Uhr: Weitere Corona-Fälle in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gibt es 15 neue bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Wie das Sozialministerium am Mittwochabend in Stuttgart mitteilte, sind damit insgesamt 65 Menschen im Südwesten positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Mehr dazu >> hier.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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