Coronavirus in Hamburg: Tausende Corona-Fälle an Kitas und Schulen

Hamburg - Alle aktuellen Informationen zur Corona-Pandemie in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen findet Ihr in unserem aktuellen >> Corona-Liveticker.

Update, 19. Januar, 20.28 Uhr: 5459 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein - Inzidenz bei 844,9

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist weit über 800 geklettert: Die Zahl der binnen einer Woche gemeldeten Neuinfektionen je 100 000 Einwohner stieg am Mittwoch auf 844,9 - nach 772,2 am Vortag, wie aus den Daten der Landesmeldestelle in Kiel hervorgeht.

Eine Woche zuvor hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 655,4 gelegen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein sank leicht auf hohem Niveau: von 5663 am Dienstag auf 5459 am Mittwoch.

Update, 19. Januar, 18.25 Uhr: Corona-Inzidenz klettert über 600 - wieder mehr Covid-Patienten

Rostock - Die Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern klettert weiter: 608,4 Corona-Neuinfektionen sind am Mittwoch binnen einer Woche und je 100.000 Einwohner gemeldet worden, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Das sind 74,7 mehr als am Vortag, als im Nordosten erstmals der Wert von 500 überschritten wurde. Vor einer Woche lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 421.

Es gab 2505 neu festgestellte Corona-Infektionen sowie 7 weitere Todesfälle. Deren Gesamtzahl stieg somit auf 1599.

Zugleich stieg die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern wieder. Den Angaben zufolge befanden sich 242 in den Kliniken - 8 mehr als am Vortag; und 81 von ihnen auf einer Intensivstation - 3 mehr als am Vortag. Vor einer Woche lag die Zahl bei 298 beziehungsweise 89.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz - die Zahl der binnen einer Woche in Krankenhäusern aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohner - stieg im Vergleich zum Vortag leicht um 0,2 auf 5,7. Sie liegt damit weiterhin unter dem Schwellenwert von sechs, weshalb für das Land insgesamt Warnstufe Gelb gilt. Weil das zuletzt mehrere Tage in Folge der Fall war, gelten seit Mittwoch auf Landesebene theoretisch lockere Corona-Regeln. Da aber keine Stadt oder Landkreis lang genug gelb war, herrschen überall noch strengere Regeln.

Laut Robert Koch-Institut haben bis Mittwoch 73,1 Prozent der Menschen im Nordosten mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Als vollständig geimpft gelten 71,5 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung haben demnach 45,8 Prozent erhalten.

Update, 19. Januar, 17.15 Uhr: Tausende Corona-Fälle an Kitas und Schulen in Hamburg

Hamburg - In Hamburg sind immer mehr Kitas und Schulen von der Corona-Pandemie betroffen. "Uns sind mit Stand Mittwoch neun vollständig geschlossene Kitas gemeldet worden", sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Mittwoch.

In 36 Kindertagesstätten seien eine Gruppe oder mehrere Gruppen aufgrund von Infektionsfällen geschlossen. Das Infektionsgeschehen sei in der gesamten Stadt hoch, weshalb man auch in den Kitas viele Fälle sehe.

Insbesondere der Umgang mit Verdachts- und Infektionsfällen bei den Kindern und beim Personal erfordert den Angaben nach hohen Einsatz. Es gebe immer wieder neue Konstellationen, die viele Fragen aufwerfen würden, sagte der Sprecher.

Man habe in den vergangenen Monaten aber auch beobachtet, dass es bei Kindern kaum Erkrankungen und schwere Verläufe gebe. "Es gibt also viele Fälle, aber keinen Grund zu großer Sorge über die individuelle gesundheitliche Situation."

An den Schulen der Hansestadt zeigt sich ein ähnliches Bild: In der Altersgruppe von fünf bis neun Jahren wurden dem Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt (HU) in der Woche vom 10. bis 16. Januar 1576 Infektionen gemeldet. Das entspricht einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1797. Für die Altersgruppe von 10 bis 19 Jahren gab das HU die Zahl mit 3280 Infektionen und einer Sieben-Tage-Inzidenz von 2015 an.

Somit waren in der vergangenen Woche etwa 1,9 Prozent der insgesamt rund 256.000 Schülerinnen und Schüler mit dem Coronavirus infiziert, wie ein Sprecher der Schulbehörde mitteilte. Im Vergleich mit der ersten Schulwoche nach Weihnachten habe sich der Wert fast verdoppelt. Zudem waren 4092 Schüler in Quarantäne (Stand: 13. Januar).

Update, 19. Januar, 13 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg springt auf 1337

Hamburg - In Hamburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen erneut deutlich auf neue Rekordwerte gestiegen. 5571 neue Fälle kamen laut Gesundheitsbehörde am Mittwoch hinzu, so viele wie noch nie an einem Tag. Zum Dienstag ist das ein Plus von 1146 Fällen, im Vergleich zum Mittwoch vor einer Woche sind es 2981 Fälle mehr.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sprang auf 1337,1 - nach 1180,6 am Dienstag und 723,0 vor einer Woche. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit Corona gestorbenen Menschen stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um 2 auf 2051.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz liegt Hamburg weiter deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auf Basis einer anderen Berechnungsmethode gab das RKI am Dienstag für Hamburg eine Sieben-Tage-Inzidenz von 994,6 an, für ganz Deutschland einen Wert von 584,4. Bundesweit kamen 112.323 neue Fälle hinzu - ebenfalls so viele wie noch nie an einem Tag.

Nach den vorliegenden Daten haben sich in der Hansestadt seit Februar 2020 mindestens 187.009 Menschen infiziert. Davon gelten 136.100 nach RKI-Schätzung als genesen.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden Mittwoch (Stand 11.55 Uhr) laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 61 Covid-19-Patienten behandelt, einer mehr als am Vortag. 38 von ihnen mussten invasiv beatmet werden. Die Gesundheitsbehörde gab die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt mit Stand Dienstag mit 453 an, 3 mehr als am Vortag gemeldet.

Die Hamburger Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der in Krankenhäusern aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner und Woche, stieg laut RKI von 4,32 am Dienstag auf 4,91.

Update, 19. Januar, 10.30 Uhr: Corona-Inzidenz in Niedersachsen steigt minimal

Hannover - Die Corona-Inzidenz in Niedersachsen ist minimal gestiegen. Am Mittwoch betrug sie nach Angaben der Landesregierung 462,4 - so viele Neuansteckungen mit dem Covid-19-Erreger wurden auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gerechnet während einer Woche registriert. Am Dienstag lag dieser Wert bei 461, vor einer Woche bei 337,1. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) kamen zuletzt 6663 weitere Fälle hinzu, außerdem starben zwölf Menschen im Zusammenhang mit dem Virus.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen verzeichnete weiterhin die Stadt Delmenhorst mit einem Wert von 1329. Danach folgten der Landkreis Harburg (900,7) und der Landkreis Verden (846,7). Die niedrigste Inzidenz meldete die Stadt Wilhelmshaven mit 218,1.

Zentraler Indikator zur Bewertung der Situation im Land ist die Hospitalisierungsinzidenz. Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner neu in die Kliniken aufgenommen wurden.

Dieser Wert wuchs von 5,2 am Vortag auf jetzt 5,6. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten stieg bis zum Mittwochmorgen leicht von 5,3 auf 5,4 Prozent.

Update, 19. Januar, 8.37 Uhr: Hunderte Impfpässe im Norden gefälscht

Impfpässe liegen bei der Polizei, die bei den Ermittlungen gegen einen Arzt sichergestellt wurden.
Impfpässe liegen bei der Polizei, die bei den Ermittlungen gegen einen Arzt sichergestellt wurden.  © Stefan Puchner/dpa

Kiel – Mit gefälschten Impfzertifikaten versuchen auch in Schleswig-Holstein zunehmend Menschen, Corona-Regeln zu umgehen.

Laut Landeskriminalamt wurden allein seit Beginn des neuen Jahres knapp 100 solche Fälle registriert. Im vergangenen Jahr seien es 750 gewesen, die fast alle im letzten Quartal bekannt wurden.

Besonders nach Einführung der 2G-plus-Regel - diese beschränkt den Zugang auf Genesene und Geimpfte, die einen frischen Negativ-Test oder eine Auffrischungsimpfung nachweisen - am 22. November sei ein schneller Anstieg der Fallzahlen beobachtet worden, sagte eine LKA-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Der Handel mit gefälschten Impfzertifikaten laufe sowohl über soziale Medien wie Telegram, Instagram, Whatsapp und Facebook als auch über Privatpersonen. Die Landespolizei sei in ständigem Austausch mit den für die Kontrollen zuständigen Ordnungsbehörden und mit der Apothekerkammer, sagte die Sprecherin.

Die Staatsanwaltschaften ermitteln in vielen Fälschungsfällen, wobei die Verfahren häufig erst angelaufen sind. In Schleswig-Holstein steht auch ein Chefarzt wegen Fälschungsverdachts in eigener Sache in Verdacht.

Update, 19. Januar, 8.06 Uhr: Coronawerte in Bremen minimal rückläufig

Bremen - Die Ansteckungsrate mit dem Coronavirus im Bundesland Bremen ist minimal zurückgegangen, ist aber immer noch die mit Abstand höchste aller Länder.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank am Mittwoch nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf 1295,6 nach 1297,4 einen Tag zuvor. Die Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen sieben Tagen gemeldet wurden.

Den zweithöchsten Wert unter den Bundesländern verzeichnet laut RKI Berlin mit einem Wert von 1055,1. Deutschlandweit betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch 584,4 - das ist erneut ein Höchstwert. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie sind binnen eines Tages unterdessen bundesweit mehr als 100.000 neue Corona-Infektionen an das Robert Koch-Institut übermittelt worden. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben vom Mittwochmorgen 112.323 Fälle in 24 Stunden.

Laut RKI gab es im kleinsten Bundesland Bremen 1555 bestätigte Neuinfektionen. Ein Mensch starb im Zusammenhang mit dem Coronavirus, die Gesamtzahl stieg auf 625.

Update, 18. Januar, 21.56 Uhr: 5663 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein - Höchstwert

Kiel - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein ist auf einen Höchstwert gestiegen: Am Dienstag wurden 5663 Fälle gemeldet, wie aus den Daten der Landesmeldestelle in Kiel hervorgeht.

Am Montag waren es 3811, am Dienstag zuvor 4113. Die Zahl der binnen einer Woche gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner stieg auf 772,2.

Eine Woche zuvor hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 633,0 gelegen. Es gab binnen eines Tages fünf weitere Corona-Todesfälle.

Update, 18. Januar, 18.25 Uhr: Corona-Inzidenz übersteigt 500 - weniger Patienten in Kliniken

Rostock - Die Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern hat am Dienstag 534,1 erreicht und damit erstmals den Wert von 500 überstiegen. Zugleich sank die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern.

Das geht aus der täglichen Meldung des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) vom Dienstag hervor. Bundesweit gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag die Inzidenz mit 553,2 an - auch dies ein Höchstwert.

Das Landesamt meldete für den Nordosten 2778 nachgewiesene Neuinfektionen binnen eines Tages. So viele gab es noch nie. Vor einer Woche waren 1040 Infektionsnachweise weniger gemeldet worden. In den Krankenhäusern des Landes lagen dem Amt zufolge am Dienstag 234 Patienten - 6 weniger als am Vortag und 80 weniger als vor einer Woche.

Intensivmedizinisch behandelt wurden am Dienstag 78 Covid-Erkrankte - genau so viele wie am Vortag und 14 weniger als vor einer Woche. Auf der Risiko-Karte des Landes ist aktuell kein Landkreis mehr rot markiert.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz - die Zahl der binnen einer Woche in Krankenhäusern aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohner - sank im Vergleich zum Vortag leicht um 0,1 auf 5,5. Das Landesamt meldete 10 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 1592.

Zum Stand der Impfungen gab es am Dienstag keine neuen Zahlen. Laut RKI hatten bis Montag 72,9 Prozent der Bevölkerung im Nordosten mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Als vollständig geimpft gelten 71,3 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung haben demnach 44,6 Prozent erhalten.

Update, 18. Januar, 16.33 Uhr: Bis Ende des Monats noch 7500 Impftermine online buchbar

Ein Mann lässt sich eine Booster-Impfung geben. In Hamburg gibt es bis Ende des Monats noch 7500 online buchbare Termine für eine Impfung. (Symbolfoto)
Ein Mann lässt sich eine Booster-Impfung geben. In Hamburg gibt es bis Ende des Monats noch 7500 online buchbare Termine für eine Impfung. (Symbolfoto)  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Hamburg - Bis Ende des Monats gibt es nach Senatsangaben in Hamburg noch rund 7500 online buchbare Termine für eine Corona-Impfung.

"Das gilt für alle Altersgruppen und auch für alle Impfstoffe", sagte die stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen am Dienstag. Die 1500 Termine für Corona-Impfungen für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren seien in dieser Woche zwar alle bereits vergeben.

Offen riet impfwilligen Eltern aber dennoch immer wieder auf die Plattform zu schauen, da öfter Termine storniert und umgehend wieder ins System gegeben würden.

Auch wenn es in der Stadt grundsätzlich zahlreiche Impftermine gebe, sei der Impfstoffmangel insbesondere bei Biontech/Pfizer nicht behoben, betonte Offen. So habe die Stadt für die erste Januarwoche 30.600 Biontech-Dosen bestellt, geliefert worden seien aber gerade einmal 4236 Dosen.

Ein ähnliches Bild ergab sich in der zweiten Januarwoche: Von den 30.600 bestellten Dosen hätten nur 4578 Hamburg erreicht. "Von einer Beseitigung des Impfstoffmangels im großen Stil kann keine Rede sein", sagte Offen.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa