Impfung gegen Coronavirus: So ist der aktuelle Stand im Kampf gegen die Krankheit

Genf (Schweiz) - Im Kampf gegen die neue Lungenkrankheit Covid-19, weltweit besser als Coronavirus bekannt, will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Suche nach einem Impfstoff und wirksamen Medikamenten beschleunigen.

Das Coronavirus sorgt weltweit weiterhin für Angst und Schrecken.
Das Coronavirus sorgt weltweit weiterhin für Angst und Schrecken.  © Xia Yijiu/XinHua/dpa

Darauf hätten sich die 400 Fachleute geeinigt, die seit Dienstag in Genf tagten, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

Es gebe aktuell vier mögliche Kandidaten für einen Impfstoff, von denen sich hoffentlich zwei als vielversprechend herausstellen, sagte die WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan.

Zu den derzeit auch weiterhin mit Sicherheit drängendsten Aufgaben gehöre die Entwicklung einfacherer Tests zum Nachweis von Infektionen.

Tedros kritisierte, dass das aus Hongkong kommende Kreuzfahrtschiff "Westerdam" in mehreren Häfen in Asien nicht anlegen durfte, obwohl es keine Hinweise auf Infektionen an Bord gab. "Einzelpersonen oder Länder zu stigmatisieren kann unsere Arbeit nur behindern", führte er aus.

Die WHO werde zusammen mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation der UN an Regierungen appellieren, die freie Passage von Schiffen und die Rechte von entsprechenden Passagieren zu respektieren.

Nach Angaben von Swaminathan könnten schon in drei bis vier Monaten erste Impfstoff-Tests an Menschen beginnen. Ein zertifizierter Impfstoff für weitreichenden Einsatz stehe allerdings wahrscheinlich erst in rund 18 Monaten zur Verfügung.

Mehrere zudem bereits existierende Medikamente würden zur Zeit daraufhin geprüft, ob sie Covid-19-Kranken helfen können. Die WHO werde so schnell wie möglich Richtlinien dafür ausarbeiten.

Die Bekämpfung des Coronavirus hat derzeit nicht nur in China höchste Priorität.
Die Bekämpfung des Coronavirus hat derzeit nicht nur in China höchste Priorität.  © Pu Xiaoxu/XinHua/dpa

Titelfoto: Pu Xiaoxu/XinHua/dpa


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