Marathonläufer in Quarantäne: Chinese rennt über 6000 Runden durch seine Wohnung!

Hangzhou (China) - Ein Chinese rannte 66 Kilometer durch seine eigene Wohnung. Dafür waren zirka 6450 Runden um zwei Massage-Tische notwendig.

Derzeit herrscht in Hangzhou Ausgangssperre (Symbolbild).
Derzeit herrscht in Hangzhou Ausgangssperre (Symbolbild).  © 123rf/Gui Yongnian

Pan Shancu (44) läuft gern bei verschiedenen Marathons mit, wenn er nicht gerade in seinem eigenen Massage-Studio gebraucht wird.

Da weite Teile Chinas jetzt aber wegen des Coronavirus' unter Quarantäne stehen und es verboten ist, aus dem Haus zu gehen, muss der Mann seinem Hobby in den eigenen vier Wänden nachgehen.

So stellte sich Shancu zwei Massage-Tische in die Mitte seines Wohnzimmers und rannte drum herum - ungefähr 6450 Mal! So kam er innerhalb von knapp sieben Stunden auf eine beachtliche Summe von 66 Kilometern, berichtete Channel News Asia (CNA) unter Berufung auf ein AFP-Interview mit dem Mann.

Er teilte ein Video seiner Aktion in den sozialen Medien und wollte so andere Menschen, die in Quarantäne leben, motivieren, dennoch an ihren sportlichen Aktivitäten festzuhalten.

Zwei Tage später bekam Shancu deshalb von einem digitalen Medium Besuch und absolvierte eine weitere Trainingseinheit, berichtete CNA weiter. Drei Stunden soll er in einem Livestream auf der Stelle gelaufen sein. Das ganze passierte in seinem engen Badezimmer, damit er nicht aus Versehen wirklich läuft.

Und das hatte mächtig Erfolg: In Spitzenzeiten sollen eine viertel Million Menschen die Übertragung bei "Huang Jin Yan" eingeschalten haben. In den Kommentaren soll mehrfach zu lesen gewesen sein, dass ihn die Menschen für eine wahre Inspiration halten.

Seit Anfang Februar sollen die Downloads von Fitness-Apps in China in die Höhe geschnellt sein.

Nicht seine erste verrückte Marathon-Idee

Schon vor ziemlich genau zwei Jahren machte Pan Shancu auf Twitter auf sich aufmerksam. Er rannte damals eine Strecke von 211 Kilometern innerhalb von 27 Stunden, um seine Eltern zum chinesischen Neujahrsfest zu besuchen.

"Er fand, das Rennen viel interessanter wäre, als den Bus zu nehmen", schrieb die Stadtverwaltung von Hangzhou auf ihrem Twitteraccount und zeigte einen Screenshot seiner gelaufenen Strecke.

Auf die Frage, was die Chinesen nach der Ausgangssperre machen wollen, fallen die Antworten übrigens sehr verschieden aus. Viele wollen wohl am liebsten ein Fest feiern, wenn es überstanden ist.

Pan Shancu will natürlich rennen, am liebsten richtig weit: "Ich möchte 100 Kilometer draußen laufen", sagte er abschließend im AFP-Interview.

So berichten die Medien über den Quarantäne-Sportler


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