Coronavirus: Merkel rechnet mit Impfstoff vielleicht schon im Dezember

Deutschland - Das Jahr 2020 steht im Zeichen der Coronavirus-Pandemie. In Deutschland haben Maskenpflicht, Abstandsgebote und Hygieneregeln Einzug in den Alltag gehalten. Noch immer ist die Flut von Neuinfektionen bedenklich. Die zweite Welle hat das Land voll im Griff und deshalb den "Lockdown Light" ausgelöst. TAG24 berichtet im Liveticker über das Geschehen in aller Welt. Hier geht es zu den aktuellen Meldungen.

Update, 19. November, 21.50 Uhr: Demonstration gegen Corona-Beschränkungen vor Bundesverfassungsgericht

Rund 500 Menschen haben nach Angaben der Polizei in Karlsruhe gegen Corona-Beschränkungen demonstriert - auch noch nach Auflösung der Versammlung.

Der Protest war für Donnerstagnachmittag mit zunächst 50 Teilnehmern in der Nähe des Bundesverfassungsgerichts angemeldet worden, wie Polizei und Stadt mitteilten. Tatsächlich hätten sich dann aber 500 Menschen auf dem Gelände vor dem Gericht versammelt. Die Beamten hätten die Demonstranten mehrfach aufgefordert, den Mindestabstand zueinander einzuhalten oder eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Versammlungsleitung habe die Demonstration dann aufgelöst.

Im Anschluss seien aber 150 Menschen zurück zum Gericht gegangen. Die Polizei forderte sie auf, den Ort zu verlassen - dem seien die Teilnehmer nachgekommen. Aber auch danach hätten sich Menschen an verschiedenen Orten in der Innenstadt versammelt. Die Polizei löste die Gruppen wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung auf und erteilte dabei zahlreiche Platzverweise.

Ein Teilnehmer sei festgenommen worden - daraufhin hätten sich rund 40 Menschen vor einem Polizeirevier versammelt. "Im weiteren Verlauf musste die Polizei gegen zahlreiche Personen vorgehen, da diese den ausgesprochenen Platzverweisen keine Folge leisteten", hieß es.

Die Bilanz: Anzeigen gegen 41 Menschen und zwei leicht verletzte Polizisten. Am frühen Abend habe sich die Lage beruhigt.

Update, 19. November, 21 Uhr: Merkel rechnet mit Corona-Impfstoff vielleicht schon im Dezember

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet schon im Dezember oder "sehr schnell nach der Jahreswende" mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Europa.

"Und dann wird das Impfen natürlich beginnen", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstagabend nach dem EU-Videogipfel. "Man muss ja sagen, dass die Nachrichten der letzten Tage bezüglich der Entwicklung eines Impfstoffes sehr zuversichtlich stimmen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht mit Journalisten nach einem interaktiven Gespräch mit Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und Pflegekräften im Kanzleramt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht mit Journalisten nach einem interaktiven Gespräch mit Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und Pflegekräften im Kanzleramt.  © Michael Sohn/AP pool/dpa

Update, 19. November, 20.30 Uhr: Bars und Restaurants in Barcelona dürfen wieder öffnen

In Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona dürfen alle Bars und Restaurants sowie alle Kinos und Theater wegen einer Besserung der Corona-Lage ab Montag nach mehr als fünf Wochen wieder öffnen.

Für alle Gastronomiebetriebe werde es in der gesamten Region im Nordosten Spaniens aber ab 21.30 Uhr eine Sperrstunde geben, teilte die Regionalregierung am Donnerstag mit. Neben weiteren Einschränkungen soll im Innenbereich die Auslastung auf maximal 30 Prozent beschränkt werden. Restaurants und Bars sind in Katalonien seit dem 16. Oktober per Dekret dicht.

Mit diesen Maßnahmen starte die Region einen zweimonatigen Plan, bei dem es alle zwei Wochen neue Lockerungen der Corona-Einschränkungen geben werde, soweit es die Entwicklung der Pandemie zulasse, hieß es. Das Versammlungsverbot für mehr als sechs Personen und die Abriegelung der Region solle bei günstiger Entwicklung am 21. Dezember aufgehoben werden. Die seit Ende Oktober geltende nächtliche Ausgangssperre sowie die Absperrungen aller Gemeinden an den Wochenenden sollen unterdessen mindestens bis Ende Januar in Kraft bleiben.

Die Behörden Kataloniens hatten mit den für spanische Verhältnisse vergleichsweise strengen Einschränkungen auf einen starken Anstieg der Zahlen reagiert. Die Maßnahmen zahlen sich aber für die rund 7,6 Millionen Einwohner langsam aus: Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen fiel in nur einer Woche von 256,7 auf 157,3.

Strenge Einschränkungen gelten derzeit wegen der Corona-Pandemie in den meisten Regionen Spaniens. Die Lage habe sich in den vergangenen Tagen aber landesweit deutlich gebessert, sagte am Donnerstagabend der Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, Fernando Simón.

Update, 19. November, 19.30 Uhr: Weitere Corona-Regeln für Kurzarbeit werden verlängert

Damit Unternehmen in der Krise möglichst keine Beschäftigten entlassen, sollen weitere Corona-Sonderregeln für die Kurzarbeit bis Ende nächsten Jahres verlängert werden.

Der Bundestag stimmt an diesem Freitag über das sogenannte Gesetz zur Beschäftigungssicherung ab. Es sieht vor, dass das Kurzarbeitergeld auch im kommenden Jahr ab dem vierten Bezugsmonat von seiner üblichen Höhe, nämlich 60 Prozent des Lohns, auf 70 Prozent erhöht wird - für Berufstätige mit Kindern von 67 auf 77 Prozent. Ab dem siebten Monat in Kurzarbeit soll es weiterhin 80 beziehungsweise 87 Prozent des Lohns geben.

Profitieren sollen davon alle Beschäftigten, die bis Ende März 2021 in Kurzarbeit geschickt werden. Minijobs bis 450 Euro bleiben bis Ende 2021 generell anrechnungsfrei. Die Regelungen sollten ursprünglich zum Jahresende auslaufen.

Die Regierung geht aber noch nicht von einer Entspannung der Situation aus, wie sie in der Begründung zu ihrem Gesetzentwurf schreibt. Per Verordnung war bereits im Oktober die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge während der Kurzarbeit ins nächste Jahr verlängert worden, um die Arbeitgeber zu entlasten.

Auch die maximal mögliche Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld wurde auf bis zu 24 Monate verlängert.

Update, 19. November, 19 Uhr: Corona-Zahlen für Deutschland

Die Karte zeigt die bestätigten Corona-Fälle in Deutschland in den letzten sieben Tagen/100.000 Einwohner.
Die Karte zeigt die bestätigten Corona-Fälle in Deutschland in den letzten sieben Tagen/100.000 Einwohner.  © TAG24

Update, 19. November, 18.39 Uhr: Tschechien verlängert Corona-Notstand bis 12. Dezember

Das tschechische Parlament hat einer Verlängerung des Notstands aufgrund der Corona-Pandemie nur bis zum 12. Dezember zugestimmt. 54 der 103 anwesenden Abgeordneten waren am Donnerstag dafür.

Die Minderheitsregierung aus populistischer ANO und Sozialdemokraten hatte sich für eine Dauer bis kurz vor Weihnachten ausgesprochen. Sie konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Es gebe gewisse Erfolge, aber die entscheidende Wende im Kampf gegen die Pandemie stehe noch aus, mahnte Regierungschef Andrej Babis.

Der Notstand gilt im stark von der Corona-Krise betroffenen Tschechien bereits seit dem 5. Oktober. Er ermöglicht es der Regierung, die Bürgerrechte einzuschränken und Krisenmaßnahmen ohne Zustimmung des Parlaments zu treffen. Derzeit gilt eine weitgehende Maskenpflicht im Freien und in Innenräumen. Restaurants und die meisten Geschäfte mit Ausnahme derjenigen für den täglichen Bedarf sind geschlossen.

Die Opposition kritisierte, dass kleine Betriebe und Selbstständige unverhältnismäßig stark belastet werden.

Update, 19. November, 18.10 Uhr: Hamburgs Schulsenator: Schulen sind keine Treiber der Corona-Pandemie

Schulen sind nach Einschätzung der Hamburger Schulbehörde keine Treiber der Corona-Pandemie.

Das teilte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Donnerstag in Hamburg mit, nachdem die Behörde die Infektionszahlen bei Schülern acht Wochen lang genau ausgewertet hatte: "Unsere Zahlen sind recht klar: 4:1 Infektionen außerhalb der Schule im Vergleich zu Infektionen in der Schule." Von den 372 Mädchen und Jungen, die sich zwischen den Sommer- und Herbstferien angesteckt haben, "haben 292 sich vermutlich gar nicht in der Schule infiziert", sagte er. Das habe die Prüfung der Fälle durch persönliche Gespräche ergeben. Im Erhebungszeitraum gab es an 171 von 472 Hamburger Schulen mindestens einen Corona-Fall.

"Sehr, sehr häufig haben wir einzelne Infektionen vorgefunden in Schulen, in denen es gar keine weitere Infektion gab. Dann muss man ganz nüchtern sagen: Dann kann man sich eigentlich in der Schule gar nicht infiziert haben." Das sei bei fast drei Viertel der Schulen so gewesen. Bei 116 der 372 infizierten Schüler gab es an der Schule mindestens einen weiteren Fall. 36 davon wiederum holten sich die Infektion nachweislich in ihrer Freizeit, bei Feiern oder in der Familie. Damit könnten lediglich 80 Corona-Fälle vielleicht auf eine Infektion in der Schule zurückgehen, so Rabe.

Die vorläufige Auswertung der Daten ergab demnach, dass sich jüngere Schüler unter zwölf Jahren nur halb so häufig infizierten wie ältere. Deren Infektionsgeschehen sei mit dem von Erwachsenen zu vergleichen. Auch die Frage, warum es in 90 Prozent der Corona-Infektionen an Hamburger Schulen keine weiteren Fälle bei Mitschülern und Lehrern der Infizierten gab, müsse geprüft werden.

Ties Rabe (SPD), Schulsenator, setzt sich im Anschluss an eine Pressekonferenz zu "Corona-Daten an Schulen" eine Maske auf.
Ties Rabe (SPD), Schulsenator, setzt sich im Anschluss an eine Pressekonferenz zu "Corona-Daten an Schulen" eine Maske auf.  © Georg Wendt/dpa

Update, 19. November, 18 Uhr: Bundestagsabgeordnete ignorieren Quarantäne-Vorschriften

Mehrere Abgeordnete des Bundestags missachten offenbar die seit Monaten geltenden Corona-Regeln. In einem Rundschreiben beklagte Vizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) am Donnerstag, dass sich einige Parlamentarier "trotz positiv getesteter Kontaktpersonen in ihrem unmittelbaren Umfeld nicht in häusliche Quarantäne begeben haben".

Dies gefährde "Leben und Gesundheit" der Mitarbeiter in den betroffenen Abgeordnetenbüros, heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über den zuerst das Wirtschaftsmagazin "Business Insider" berichtet hatte.

Enge Kontaktpersonen von positiv Getesteten sind grundsätzlich dazu verpflichtet, sich in Quarantäne zu begeben - mindestens bis zu einem negativen Corona-Test. Nach Roths Angaben sind jedoch "Fälle bekannt, bei denen die Betroffenen mehrere Tage in ihren voll besetzten Büros verweilt haben, obwohl sie das Testergebnis hätten abwarten müssen".

Vor diesem Hintergrund appellierte die Bundestagsvizepräsidentin dringend an die Abgeordneten, das Infektionsrisiko ernst zu nehmen: "Die weiterhin hohen Fallzahlen und die zunehmende Belastung des Gesundheitssystems zeigen, wie wichtig es ist, dass wir alle unsere Verantwortung wahrnehmen."

Zur Frage, um wie viele Fälle es sich handelt und welcher Partei die jeweiligen Abgeordneten angehören, liegen keine Informationen vor. Das Rundschreiben ging den Angaben zufolge an alle 709 Parlamentarier.

Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, spricht im Plenum im Bundestag.
Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, spricht im Plenum im Bundestag.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 19. November, 17.40 Uhr: Schweden bringt lokale Besuchsverbote für Altersheime auf den Weg

Schweden ebnet angesichts steigender Corona-Zahlen den Weg für die Wiedereinführung eines Verbots von Altersheimbesuchen. Die Regierung will die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten mit der Möglichkeit ausstatten, auf lokaler Ebene ein Besuchsverbot für Altersheime auszusprechen.

Das teilte Ministerpräsident Stefan Löfven am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Stockholm mit. Es handele sich um eine sehr eingreifende und weitreichende Maßnahme, die deshalb nur dort eingeführt werden solle, wo sie wirklich gebraucht werde. Für die allerengsten Angehörigen der Heimbewohner solle es Ausnahmen geben.

Im Zuge der Corona-Krise hatte die Regierung solche Besuche im ganzen Land monatelang untersagt - es war eine der striktesten der schwedischen Corona-Beschränkungen gewesen. Dieses nationale Besuchsverbot war zum 1. Oktober nach fast einem halben Jahr von der Regierung aufgehoben worden.

Update, 19. November, 17.36 Uhr: Merkel: Bei Pflegekosten mehr Berechenbarkeit geplant

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Einsatz von Pflegekräften und pflegenden Angehörigen gerade in der Corona-Krise gewürdigt und eine Reform der Pflegefinanzierung zugesichert.

Mit Blick auf steigende Eigenanteile für Heimbewohner sagte Merkel am Donnerstag in einem Online-Dialog zur Pflege, es solle eine Reform für bessere Berechenbarkeit geben. Ein Teil solle durch Steuergeld bezahlt werden. Dies sei "nicht ganz billig", müsse aber gemacht werden, "weil wir die Arbeitskosten nicht weiter verteuern können".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Eckpunkte einer Reform vorgestellt. Pflegebedürftige sollen künftig maximal 700 Euro pro Monat als Eigenanteil für die Pflege im Heim bezahlen, begrenzt auf 36 Monate. Im Bundesschnitt lagen die Eigenanteile für die reine Pflege im Juli bei 786 Euro.

Dazu kommen aber noch weitere Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen. Es gibt große regionale Unterschiede. Zum Konzept gehören auch ein dauerhafter Bundeszuschuss zur Pflegeversicherung und eine leichte Anhebung des Zuschlags auf die Pflegebeiträge für Versicherte ohne Kinder um 0,1 Prozentpunkte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 19. November, 16.38 Uhr: Pflegeheim-Leitung wird nach tödlichem Corona-Ausbruch abgesetzt

Nach einem Corona-Ausbruch mit mindestens 15 Toten in einem Berliner Pflegeheim muss die Heimleitung nach Angaben von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) gehen.

Die Heimaufsicht habe den weiteren Einsatz der Leitung im Bezirk Lichtenberg untersagt, sagte sie in einer Fragestunde im Abgeordnetenhaus am Donnerstag. Bis Freitagnachmittag würden vom Träger neue Personalvorschläge für die Position erwartet. "Die Feststellung des Gesundheitsamtes und der Heimaufsicht zeigen, dass Hygienevorgaben nicht beachtet worden sind", sagte die Senatorin zur Begründung.

Die Sprecherin des Betreibers Kursana wiederholte am Donnerstag, dass Auflagen der zuständigen Behörden jederzeit umgesetzt würden. "Wir haben sehr hohe Sicherheitsstandards und gute Hygienekonzepte", teilte sie erneut mit. Doch auch die könnten in Zeiten einer solch weitreichenden Pandemie nicht verhindern, dass die Corona-Infektionsketten auch Seniorenbetreuungs-Einrichtungen erreichten.

Update, 19. November, 15.45 Uhr: Zahl neuer US-Anträge auf Arbeitslosenhilfe wächst in Corona-Krise

Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich inmitten der eskalierenden Corona-Pandemie wieder verschlechtert.

In der Woche bis zum 14. November gab es 742.000 Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. In der Woche davor waren es nach einer nachträglichen Korrektur 711.000 gewesen. Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang auf 700.000 Anträge erwartet.

Die Daten vermitteln einen zeitnahen Eindruck von der Beschäftigungslage in den USA. Außerdem liefern die wöchentlichen Daten einen Hinweis auf den Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der einmal im Monat veröffentlicht wird.

Die Corona-Infektionszahlen in den USA steigen gerade rapide an. Mehrere Bundesstaaten verfügten deswegen bereits zusätzliche Einschränkungen unter anderem für das Gastgewerbe.

Update, 19. November, 15.19 Uhr: Merkel ruft zu Solidarität der Generationen in Corona-Krise auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu weiterem Zusammenhalt und zu Solidarität der Generationen in der Corona-Krise aufgerufen.

Es sei wichtig, dass alle in der Gesellschaft aufeinander Rücksicht nähmen und nun nicht notwendige Kontakte vermeiden, sagte Merkel am Donnerstag in einem Online-Dialog zur Situation der Pflege. So, wie junge Menschen mit der Bewegung Fridays for Future darum bitten, dass Ältere ein Herz für den Klimaschutz haben, bitte sie jetzt die Jüngeren um ein Herz für die Älteren. Chronisch Kranke und Alte gehören zur Corona-Risikogruppe für schwere Krankheitsverläufe.

Die Wintermonate seien im Kampf gegen die Pandemie nun eine schwere Zeit, sagte Merkel. Die Nachrichten über die Entwicklung von Impfstoffen seien aber positiv. Man könne nur die Daumen drücken, dass die Wissenschaft ordentlich arbeite. "Im Frühjahr könnte man schon mehr wissen."

Die Kanzlerin bekräftigte, dass Risikogruppen dann zuerst geimpft werden könnten, auch Pflegekräfte hätten Priorität.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, r) nimmt an einem interaktiven Gespräch mit Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und Pflegekräften im Kanzleramt teil.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, r) nimmt an einem interaktiven Gespräch mit Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und Pflegekräften im Kanzleramt teil.  © Michael Sohn/POOL AP/dpa

Update, 19. November, 15 Uhr: Finnland verlängert Einreisebeschränkungen bis Mitte Dezember

Finnland verlängert seine Einreisebeschränkungen bis zum 13. Dezember. Die Unterschiede der Corona-Lage in Finnland und im übrigen Europa seien groß, teilte die Regierung von Ministerpräsidentin Sanna Marin am Donnerstag mit. Es gebe deshalb keine Begründung dafür, die Beschränkungen für die EU- und Schengenländer zu lockern.

Aus praktisch dem gesamten Schengenraum ist die Einreise nach Finnland damit weiter nicht möglich, auch nicht aus Deutschland. Für den Pendlerverkehr im finnischen Grenzgebiet nach Schweden und Norwegen gibt es jedoch gewisse Ausnahmen. Ins Land kommt man ansonsten nur, wenn man aus dem Ausland nach Finnland zurückreist, Finnland nur Transitland auf dem Weg in einen anderen Staat ist, man auf Dienstreise ist oder einen anderen wichtigen Grund zur Einreise hat.

Wer ins Land kommt, wird zur zehntägigen freiwilligen Quarantäne aufgefordert. Mit Hilfe von zwei Corona-Tests kann man diese Zeit verkürzen. Den Finnen wird darüber hinaus empfohlen, weiter von unnötigen Reisen in die von den Beschränkungen betroffenen Länder abzusehen. Das Verlassen des Landes kann ihnen laut Grundgesetz vom Staat aber nicht verboten werden.

Sanna Marin, Premierministerin von Finnland, trifft im Estate House zu einer Regierungssitzung ein.
Sanna Marin, Premierministerin von Finnland, trifft im Estate House zu einer Regierungssitzung ein.  © Vesa Moilanen/Lehtikuva/dpa

Update, 19. November, 14.49 Uhr: Kritik an Corona-Maßnahmen: Punkrocker aus Bali bekommt Haftstrafe

Ein Mitglied einer bekannten indonesischen Punkrock-Band ist wegen Kritik an den Corona-Maßnahmen des Landes zu 14 Monaten Haft verurteilt worden. I Gede Ari Astina, Schlagzeuger der Gruppe Superman is Dead aus Bali, war im August wegen Verleumdung angeklagt worden. Der 43-Jährige hatte die indonesische Ärztekammer und Kliniken des Landes als "Lakaien der WHO" (Weltgesundheitsorganisation) bezeichnet.

Der Musiker mit dem Künstlernamen Jerinx hatte auch kritisiert, dass sich Menschen mit Symptomen einem Corona-Test unterziehen müssen. Zuvor hatte er mit seinen Aussagen deutlich gemacht, dass er einer der vielen im Umlauf befindlichen Verschwörungstheorien anhängt. "Mein Klient ist sehr enttäuscht von dem Urteil", sagte Astinas Anwalt Sugeng Teguh Santoso am Donnerstag.

Superman is Dead aus dem balinesischen Ort Kuta wurde 1995 gegründet. Es ist die erste Punkrockband des Landes, die 2003 einen Vertrag bei einem marktführenden Musiklabel erhielt - Sony-BMG Indonesia.

Der südostasiatische Inselstaat mit mehr als 260 Millionen Einwohnern hat bislang mehr als 483.000 Infektionen erfasst. 15.600 Menschen sind den offiziellen Daten zufolge in Verbindung mit dem Virus gestorben.

Update, 19. November, 14.39 Uhr: Estland mit Höchststand bei Corona-Neuinfektionen

In Estland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Donnerstag mit 414 Fällen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht. Mehr als die Hälfte davon wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde in der Hauptstadt Tallinn und der umliegenden Region registriert. Der bisherige Rekordwert lag bei 374 Fällen.

Behördensprecherin Eike Kingsepp sagte einem Rundfunkbericht zufolge in Tallinn, die steigende Corona-Zahlen seien teils durch mehr Tests bedingt. Das Infektionsniveau habe aber im gesamten Land zugenommen. "Die Ausbreitung des Coronavirus ist in Estland weit ausgedehnt und schnell", sagte sie.

Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 8715 bestätigte Corona-Infektionen und 86 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Der Baltenstaat gehört nach Angaben der EU-Behörde ECDC trotz steigender Fallzahlen zu den aktuell weniger stark betroffenen Ländern in Europa.

Update, 19. November, 14.30 Uhr: Corona-Ausbruch im Gefängnis von Assange

Im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, in dem Wikileaks-Gründer Julian Assange sitzt, gibt es einen Corona-Ausbruch. Viele Insassen haben dem 49-Jährigen zufolge behördliche Schreiben erhalten, in denen sie über Covid-19-Fälle informiert worden seien. Sport und auch das Duschen sind demnach verboten worden, Mahlzeiten dürfen nur noch in Zellen eingenommen werden.

Assange sitzt seit etwa eineinhalb Jahren in der Haftanstalt. Die Anwältin Stella Moris, mit der er zwei kleine Kinder hat, äußerte sich "extrem besorgt". Ihr Partner sei ohnehin schon gesundheitlich angeschlagen. Ein offizieller Vertreter des Gefängnisses bestätigte "eine Anzahl von positiven Fällen". Es soll ein Flügel betroffen sein, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. In Großbritannien gibt es in vielen Haftanstalten Corona-Infektionen.

Das Belmarsh-Gefängnis im Südosten Londons, einst ein Hochsicherheitsgefängnis für IRA-Mitglieder.
Das Belmarsh-Gefängnis im Südosten Londons, einst ein Hochsicherheitsgefängnis für IRA-Mitglieder.  © David Giles/Press Association/dpa

Update, 19. November, 14.25 Uhr: Nach Abbruch im März: Deutsche Eishockey Liga startet im Dezember

Die Deutsche Eishockey Liga kehrt zurück. Nach mehr als neunmonatiger Zwangspause startet die DEL eine Woche vor Heiligabend doch noch in eine neue Spielzeit. Darauf einigten sich die 14 Clubs am Donnerstag, nachdem sie den Saisonstart wegen der Corona-Krise zuvor bereits zweimal verschoben hatten. Als Starttermin legte die Liga den 17. Dezember fest.

Alle 14 Erstligisten werden teilnehmen. Die Liga wird ihren Meister 2021 in einem ungewohnten Modus mit einer Gruppeneinteilung in Nord und Süd küren. Anstatt 52 Hauptrundenspiele gibt es in diesem Winter nur 38, gespielt werden soll an mehreren Wochentagen.

Update, 19. November, 12.55 Uhr: WHO Europa: Ein Corona-Toter in Europa alle 17 Sekunden

Die Weltgesundheitsorganisation WHO beklagt eine wachsende Zahl an Corona-Todesfällen in Europa. In den vergangenen beiden Wochen habe die Zahl der Sterbefälle in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen um 18 Prozent zugenommen, sagte der Direktor der WHO-Region Europa, Hans Kluge, am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen.

Vergangene Woche seien mehr als 29.000 Todesfälle registriert worden, was bedeute, dass alle 17 Sekunden eine Person in der europäischen Region mit Covid-19 stirbt.

Update, 19. November, 12.30 Uhr: Viele Kliniken wollen eigenen Mitarbeitern Corona-Impfung anbieten

Zahlreiche Krankenhäuser wollen von der geplanten Möglichkeit Gebrauch machen, die eigenen Mitarbeiter gegen das Coronavirus zu impfen. "Viele sagen, wir machen das", erklärte ein Sprecher der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen am Donnerstag. Ein Teil der Krankenhäuser verfüge durch eine Apotheke im Haus bereits über entsprechende Kühlmöglichkeiten für den Impfstoff. Andere Krankenhäuser seien bereit, Kühlkapazitäten zu schaffen.

Nach einer Umfrage des Verbandes unter ausgewählten Kliniken werde von den dortigen Geschäftsführungen geschätzt, dass sich etwa 50 bis 70 Prozent der Krankenhausmitarbeiter gegen Corona impfen lassen wollen.

Update, 19. November, 11.30 Uhr: Fallzahlen-Stabilisierung deutet laut RKI auf wirksame Maßnahmen hin

Die Stabilisierung der Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland steht nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Zusammenhang mit den getroffenen Eindämmungsmaßnahmen.

Die Stabilisierung der Zahlen auf hohem Niveau sei ein Hinweis, dass man langsam sehen könne, dass die strengen Regeln greifen, sagte die Leiterin des RKI-Lagezentrums, Ute Rexroth, am Donnerstag in Berlin.

Mehr Informationen findet Ihr >> hier.

RKI-Chef Lothar Wieler ist optimistisch, dass sich der Trend stabilisierender Corona-Zahlen fortsetzt.
RKI-Chef Lothar Wieler ist optimistisch, dass sich der Trend stabilisierender Corona-Zahlen fortsetzt.  © Tobias Schwarz/AFP POOL/dpa

Update, 19. November, 10.35 Uhr: Rückkehr der Regionalliga Nordost kommende Woche möglich

In der Regionalliga Nordost könnte einem Bericht des Kicker zufolge im Optimalfall am kommenden Mittwoch der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. Demnach hofft der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) zeitnah auf eine Entscheidung der Politik, nachdem am Mittwoch in den zuständigen Sportministerien der Länder getagt wurde.

In Brandenburg, Sachsen und Thüringen könnten die Regionalligisten trotz anhaltender Corona-Krise schon wieder spielen, diese Freigabe fehlt allerdings in Berlin und Sachsen-Anhalt noch. Sollte diese erfolgen, stehe einer Rückkehr des Ligabetriebs nichts mehr im Wege. Acht der insgesamt 20 Clubs kommen aus diesen beiden Bundesländern.

Update, 19. November, 10.10 Uhr: Dänemark führt regionales Modell für Reisebeschränkungen ein

Dänemark will bei seinen Reisebeschränkungen für Deutschland und andere europäische Länder künftig nicht mehr die Corona-Zahlen des ganzen Landes zugrundelegen. Stattdessen werde ab Anfang Dezember ein regionales Modell als Basis für die Maßgaben für EU- und Schengenländer einschließlich Großbritannien eingeführt, teilte das dänische Außenministerium am Donnerstag mit.

Dies solle Reisen in Regionen mit niedrigeren Infektionszahlen ermöglichen, aber auch Reisen in Risikogebiete in Ländern mit ansonsten verhältnismäßig guter Corona-Lage verhindern.

Update, 19. November, 9.15 Uhr: Mehr als 1800 Corona-Tote und 170.000 Neuinfektionen in den USA

Die Zahl der Toten mit einer Coronavirus-Infektion in den USA ist auf den höchsten Wert seit Anfang Mai gestiegen. Am Mittwoch meldeten die Behörden 1848 Tote binnen 24 Stunden, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore vom Donnerstagmorgen hervorging. Auch die Zahl der bestätigten Neuinfektionen erhöhte sich mit 170.161 Fällen weiter.

Am gleichen Tag in der Vorwoche waren es noch rund 143.000 gewesen. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 177.000 Neuinfektionen gemeldet wurden.

Update, 19. November, 8.56 Uhr: Intensivmediziner befürchtet dritte Corona-Welle

Der Direktor der Intensivmedizin am Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, warnt schon jetzt vor einer dritten Corona-Welle. "Wir werden einen Jojo-Effekt sehen, wenn die Zahlen jetzt runtergehen und es nach und nach Lockerungen gibt. Ich befürchte, dass die Menschen dann wieder leichtsinniger werden", sagte der Mediziner im Interview des Hamburger Abendblatts. Im Sommer habe es lange gedauert, bis die Zahlen wieder angestiegen seien.

"Aber im Winter halten sich die Menschen angesichts der Temperaturen viel mehr drinnen auf. Ich habe die Sorge, dass dann die dritte Welle kommt - davon müssen wir eigentlich ausgehen." Es sei deshalb nun wichtig, dass sich alle über Monate disziplinieren, auch wenn es schwer falle.

Stefan Kluge vom Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf befürchtet eine dritte Corona-Welle.
Stefan Kluge vom Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf befürchtet eine dritte Corona-Welle.  © Axel Heimken/dpa/Pool/dpa

Update, 19. November, 8.35 Uhr: Afrika überschreitet Zwei-Millionen-Marke bei Corona-Fällen

Afrika hat laut der Afrikanischen Union (AU) die Marke von zwei Millionen nachgewiesener Corona-Fälle überschritten. 2.013.388 Fälle wurden bislang auf dem Kontinent dokumentiert, wie Zahlen der Gesundheitsorganisation der AU, der Africa CDC, am Donnerstag zeigten. 48.408 Menschen seien bislang gestorben. Demnach stellt Südafrika mit rund 760.000 Fällen den Großteil der registrierten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2.

Weitere Schwerpunktländer sind Marokko, Ägypten, Nigeria oder Algerien. Nach Expertenansicht liegt die Dunkelziffer auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen jedoch weitaus höher.

Update, 19. November, 6.35 Uhr: US-Arzneimittelbehörde erteilt Corona-Test für Hausgebrauch Zulassung

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat erstmals einen Corona-Test für den Hausgebrauch zugelassen. Der Testkit des US-Herstellers Lucira Health habe eine Notfall-Zulassung bekommen, teilte die FDA mit. "Diese neue Test-Möglichkeit ist ein wichtiger Diagnose-Fortschritt, um die Pandemie zu bekämpfen und die öffentliche Last der Krankheitsübertragung zu reduzieren", sagte FDA-Chef Stephen Hahn.

Der Test, der auf Erbgut des Erregers Sars-CoV-2 reagiert, sei im Hausgebrauch für Menschen ab 14 Jahren geeignet und zunächst nur auf Verschreibung eines Arztes erhältlich.

Update, 19. November, 5.55 Uhr: Neuinfektionen etwas über dem Vorwochenstand

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.609 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind gut 5000 Fälle mehr als am Mittwoch (17.561), wie aus Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Wert von vor einer Woche wurden etwas mehr Fälle gemeldet.

Am vergangenen Donnerstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 21.866 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Update, 18. November, 22.21 Uhr: US-Gesundheitsbeamter: USA in Pandemie an "gefährlichem Punkt"

Ein führendes Mitglied der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses, Admiral Brett Giroir, sieht die USA in der Corona-Pandemie an einem "gefährlichen Punkt".

"Im Moment verzeichnen wir den stärksten Anstieg der Fallzahlen, unsere Krankenhausaufnahmen nehmen Woche für Woche um 25 Prozent zu, unsere Todesfälle nehmen Woche für Woche um 25 Prozent zu - und das bewegt sich nicht in die richtige Richtung", sagte Giroir, der ein leitender Beamter im Gesundheitsministerium ist, am Mittwoch dem Sender MSNBC.

"Im Augenblick befinden wir uns in einer total gefährlichen Situation, der wir mit äußerster Ernsthaftigkeit begegnen müssen", sagte Giroir weiter. Es handele sich nicht um falschen Alarmismus, sondern um die schlimmste Steigerungsrate bei Corona-Fällen, die die USA in der Pandemie bislang gesehen habe. "Und derzeit gibt es kein Zeichen der Abflachung."

Seit Anfang November liegt die Zahl der täglich nachgewiesenen Corona-Infektionen in den Vereinigten Staaten bei mehr als 100.000 - Tendenz steigend. Die Zahl der Toten hat mittlerweile fast die Marke von 250.000 erreicht.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA steigt stark an. Admiral Brett Giroir, ein führendes Mitglied der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses, sieht die USA an einem "gefährlichen Punkt".
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA steigt stark an. Admiral Brett Giroir, ein führendes Mitglied der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses, sieht die USA an einem "gefährlichen Punkt".  © Wang Ying/XinHua/dpa

Update, 18. November, 21.32 Uhr: Berliner Corona-Demo: 365 Menschen vorübergehend in Gewahrsam

Bei der Demonstration gegen Corona-Auflagen und das Infektionsschutzgesetz in Berlin hat die Polizei bis zum Abend 365 Menschen vorübergehend festgehalten.

Freiheitsbeschränkungen und Freiheitsentziehungen seien häufig wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz erfolgt, twitterte die Polizei am Abend. Es gab aber auch den Verdacht auf Landfriedensbruch. Bei zwei Verdächtigen prüfe ein Richter, ob sie in Untersuchungshaft kommen.

Bislang sind der Polizei zehn verletzte Beamte bekannt. Darunter sei eine Polizistin, die einen Tritt gegen den Kopf bekommen habe, als sie ihren Helm abnahm, sagte ein Sprecher. Sie sei in ein Krankenhaus gekommen. Einem anderen Kollegen sei die Schulter ausgekugelt worden.

Die Polizei setzte bei der Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen der Bundesregierung am Brandenburger Tor unweit des Reichstagsgebäudes Wasserwerfer ein.
Die Polizei setzte bei der Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen der Bundesregierung am Brandenburger Tor unweit des Reichstagsgebäudes Wasserwerfer ein.  © Paul Zinken/dpa

Update, 18. November, 21.30 Uhr: Gericht verbietet "Merkel-muss-weg-Kundgebung" vor Kanzleramt

Das Berliner Verwaltungsgericht hat einer Gruppe von Regierungskritikern eine ursprünglich erteilte Genehmigung für eine Kundgebung vor dem Kanzleramt entzogen.

In dem Beschluss vom Mittwoch, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, der Antrag, die "allwöchentliche 154. Merkel-muss-weg.Kundgebung" von 17.00 bis 19.00 Uhr auf dem Forum vor dem Bundeskanzleramt zuzulassen, sei abgelehnt worden.

Update, 18. November, 20.59 Uhr: Steigende Corona-Zahlen - New Yorker Schulen müssen erneut schließen

Angesichts steigender Corona-Zahlen schließt die US-Ostküstenmetropole New York erneut ihre Schulen.

Die Stadt habe die Schwelle von drei Prozent positiven Corona-Tests überschritten und werde die Lerneinrichtungen deshalb ab Donnerstag vorübergehend dicht machen, schrieb Bürgermeister Bill de Blasio am Mittwoch auf Twitter.

Update, 18. November, 19.17 Uhr: Seehofer: Rechtsstaat funktioniert - Lob für Polizeieinsatz

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat das Vorgehen der Berliner Polizei zur Auflösung von Demonstrationen gegen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes verteidigt.

"Alle Verfassungsorgane konnten heute ohne Einschränkungen arbeiten. Der demokratische Rechtsstaat lebt und die Polizei ist sein Schutzschild", erklärte der CSU-Politiker am Mittwochabend in Berlin. Seehofer dankte den Einsatzkräften "für diesen so wichtigen Dienst in unserem Land."

Update, 18. November, 18.36 Uhr: Lombardei hofft auf bessere Corona-Zahlen und Do-It-Yourself-Tests

Die von der Corona-Pandemie heftig getroffene Lombardei in Norditalien sieht sich im Kampf gegen das Virus derzeit auf einem guten Weg.

Das sagte der Präsident der Region, Attilio Fontana, am Mittwoch in einer Videokonferenz mit der Auslandspresse.

Fontana kündigte an, dass er die Möglichkeit von Do-It-Yourself-Tests für seine Region prüfen lasse. Die Lombardei mit der Hauptstadt Mailand litt schon in der ersten Welle unter den höchsten Fallzahlen.

Attilio Fontana, Gouverneur der Region Lombardei, zeigte sich angesichts der jüngsten Corona-Daten "vorsichtig optimistisch", dass der Teil-Lockdown entschärft werden könne.
Attilio Fontana, Gouverneur der Region Lombardei, zeigte sich angesichts der jüngsten Corona-Daten "vorsichtig optimistisch", dass der Teil-Lockdown entschärft werden könne.  © Claudio Furlan/LaPresse/dpa

Update, 18. November, 18.23 Uhr: Fluggesellschaft Norwegian beantragt Gläubigerschutz in Irland

Die hoch verschuldete norwegische Fluggesellschaft Norwegian beantragt Gläubigerschutz für Tochterunternehmen in Irland.

Nach dem Entschluss der norwegischen Regierung, dem Konzern keine weitere Unterstützung zu gewähren, und im Zuge der Coronavirus-Pandemie leite man einen Restrukturierungsprozess für die in Irland ansässigen Norwegian-Töchter Norwegian Air International Limited und Arctic Aviation Assets DAC sowie für einige Töchter von Arctic Aviation Assets DAC ein, teilte die ums Überleben kämpfende Billigfluggesellschaft am Mittwoch mit.

Norwegian kämpft seit Monaten mit großen wirtschaftlichen Problemen: Im Zuge ihres jahrelangen Expansionskurses hat die Airline Schulden in Milliardenhöhe angehäuft und muss zudem mit den Folgen der Corona-Krise für die Luftfahrtbranche fertig werden.

Update, 18. November, 17.58 Uhr: Athen hat Corona-Impfplan - zwei Millionen Impfungen monatlich

Griechenland wird monatlich mehr als zwei Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen können, sobald das nötige Serum verfügbar ist.

"Wir haben bereits landesweit 1018 Impfstellen festgelegt. Die Impfung wird kostenlos sein", sagte Gesundheitsminister Vassilis Kikilias am Mittwoch im Staatsfernsehen. "Die ersten Impfungen werden im ersten Monat des Jahres 2021 sein", ergänzte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

Die Bürger sollen per SMS, elektronisch oder telefonisch einen Termin in einem Impfzentrum vereinbaren können. "Das System ist schon bereit", sagte Kikilias. Als erste würden Ärzte und das Krankenhauspersonal geimpft, danach alle Bürger über 65 Jahre oder mit chronischen Krankheiten.

Griechenland war lange Zeit nicht so stark von Corona betroffen. Doch in den vergangenen Wochen schnellten die Zahlen der Neuinfektionen in die Höhe. Nun gelten strengere Regeln, um die Ausbreitung des Virus einzuschränken.
Griechenland war lange Zeit nicht so stark von Corona betroffen. Doch in den vergangenen Wochen schnellten die Zahlen der Neuinfektionen in die Höhe. Nun gelten strengere Regeln, um die Ausbreitung des Virus einzuschränken.  © Petros Giannakouris/AP/dpa

Update, 18. November, 17.21 Uhr: Neue Regeln zu Verdienstausfällen - Finanzhilfen für Kliniken

Neue Regeln zu Verdienstausfällen, Finanzhilfen für Kliniken, Vorbereitungen für künftige Impfungen: Bundestag und Bundesrat haben am Mittwoch weitere praktische Vorgaben in der Corona-Krise beschlossen.

So sollen Entschädigungsansprüche für Eltern bis März 2021 verlängert und erweitert werden - sie bestehen jetzt auch dann, wenn einzelne Kinder zu Hause betreut werden müssen, die vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt sind.

Wer eine "vermeidbare Reise" in ausländische Risikogebiete macht, soll dagegen nach der Rückkehr für die Zeit der vorgeschriebenen Quarantäne keine Verdienstausfallentschädigung mehr bekommen.

Für Krankenhäuser, die zusehends mehr Corona-Patienten behandeln, soll eine "zielgenauere" Regelung für Ausgleichszahlungen kommen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte.

Versicherte sollen zudem grundsätzlich einen Anspruch auf kostenlose Schutzmasken erhalten, wenn sie zu einer Corona-Risikogruppe für schwere oder tödlichen Verläufe gehören. Wer welche Art von Masken und wie viele bekommt, ist aber noch festzulegen.

Update, 18. November, 17.15 Uhr: Sportstudios rechnen mit 865 Millionen Euro weniger Umsatz

Für die knapp 10.000 Fitness- und Gesundheits-Anlagen in Deutschland erwartet die Branche wegen Corona einen Umsatzrückgang von 865 Millionen Euro in diesem Jahr.

Das teilte der Deutsche Sportstudio-Verband (DSSV) am Mittwoch als Ergebnis einer Umfrage bei seinen Mitgliedern mit. Im Jahr 2019 betrug der Umsatz den Angaben zufolge 5,51 Milliarden Euro.

Dazu rechnet der DSSV mit einem Mitgliederrückgang von 11,66 Millionen Menschen, die Ende vergangenen Jahres registriert waren, auf 9,83 Millionen Personen. Von der Bundesregierung wird jetzt die Auflage eines branchenspezifischen Nothilfeprogramms gefordert.

Fitnessstudios müssen im Teil-Lockdown geschlossen bleiben.
Fitnessstudios müssen im Teil-Lockdown geschlossen bleiben.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 18. November, 17.08 Uhr: Bundestag sieht weiterhin epidemische Lage von nationaler Tragweite

Der Bundestag hat am Mittwoch den Fortbestand einer sogenannten epidemischen Lage von nationaler Tragweite festgestellt. In namentlicher Abstimmung sprachen sich 423 Abgeordnete für einen entsprechenden Antrag von Union und SPD aus. 91 Abgeordnete stimmten dagegen, 134 enthielten sich.

Der Bundestag hatte eine "epidemische Lage von nationaler Tragweite" bereits am 25. März festgestellt. Der Schritt ist laut Infektionsschutzgesetz Grundlage für Corona-Schutzmaßnahmen und Sonderbefugnisse zum Beispiel der Regierung, um im Kampf gegen die Corona-Pandemie Rechtsverordnungen zu erlassen, ohne dass der Bundesrat zustimmen muss. Das können etwa Reiseregeln oder Testvorgaben sein. Normalerweise ist bei Verordnungen ein Ja der Länderkammer notwendig.

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, nimmt an einer Sondersitzung im Bundesrat teil und hält eine Rede.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, nimmt an einer Sondersitzung im Bundesrat teil und hält eine Rede.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 18. November, 16.48 Uhr: Weiterer Weihnachtsmarkt abgesagt

Ab dem 1. Dezember sollte eigentlich der Weihnachtsmarkt in der Weimarer Innenstadt stattfinden. Wegen weiterhin hoher Infektionszahlen in der Corona-Pandemie wird der Markt in diesem Jahr nun doch nicht durchgeführt werden.

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Update, 18. November, 16.45 Uhr: Razzia der Polizei bei Kulturverein in Berlin: Verdacht auf Corona-Betrug

Die Berliner Polizei hat am Mittwoch Räume eines islamischen Kulturvereins in Neukölln und eine Wohnung durchsucht. Ermittelt wird gegen einen 35-Jährigen wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs, wie eine Sprecherin sagte.

Mehr Informationen dazu >>>>hier.

Update, 18. November, 16.44 Uhr: Kein Augenbrauenfärben bei Friseur in Pandemie erlaubt

Das Färben der Augenbrauen beim Friseur ist in der Corona-Pandemie nicht erlaubt. Das Verwaltungsgericht Wiesbaden begründete diesen Beschluss in einem Eilverfahren am Mittwoch mit den aktuellen staatlichen Maßnahmen und Beschränkungen zur Bekämpfung des Virus.

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Update, 18. November, 16.36 Uhr: Vertreter der Gastrobranche: Warten weiter auf Novemberhilfen

Vertreter der Gastrobranchen haben sich in einem "Brandbrief" an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder gewandt.

Die Chefs von 40 Betrieben kritisierten, dass bislang von den in Aussicht gestellten Hilfen während des Teil-Shutdowns im November noch nichts angekommen sei. Durch bürokratisches Klein-Klein werde die Auszahlung immer weiter verzögert, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben.

Zugleich befürchten die Gastronomen, dass die Beschränkungen auch über den November hinaus aufrechterhalten werden.

In ganz Deutschland hat am Montag, 02.11.2020, ein Teil-Lockdown begonnen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Gastronomische Einrichtungen mussten schließen.
In ganz Deutschland hat am Montag, 02.11.2020, ein Teil-Lockdown begonnen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Gastronomische Einrichtungen mussten schließen.  © Bernd Thissen/dpa

Update, 18. November, 16.29 Uhr: Polizei löst in Hamburg private Poolparty auf

Trotz der Corona-Beschränkungen haben 14 Menschen in Hamburg eine Poolparty gefeiert. Die Polizei löste die Feier im Schwimmbad eines Mehrfamilienhauses in der Nacht zum Mittwoch auf.

Ein Nachbar habe die Beamten im Stadtteil Lokstedt informiert, weil er sich durch die laute Musik gestört fühlte, teilte die Polizei mit. 13 Partygäste hätten einen Platzverweis bekommen. Die Teilnehmer erwarte ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung.

Update, 18. November, 16.07 Uhr: Schweizer Regierung stockt Corona-Hilfen deutlich auf

Die Schweizer Regierung hat die Coronahilfen für besonders schwer Betroffene deutlich erhöht.

Statt 400 Millionen Franken ist nun eine Milliarde Franken (920 Millionen Euro) vorgesehen, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte. Zudem sollen auch Menschen mit befristeten Arbeitsverträgen nun Kurzarbeitergeld bekommen. 115 Millionen Franken sind für professionelle und halbprofessionelle Sportvereine gedacht.

Sie sollen bis zu zwei Drittel der entgangenen Ticketeinnahmen ersetzt bekommen, wenn sie die Spielerlöhne nachhaltig kürzen. Eine entsprechende Verordnung soll am 1. Dezember in Kraft treten.

Update, 18. November, 15.50 Uhr: Buchung von zwei Bahn-Sitzplätzen: Bahn widerspricht Innenministerium

Kann der Bund seinen Beamten auf Dienstreisen zwei Bahn-Sitzplätze buchen, um sie vor Corona zu schützen - auch wenn das den Beförderungsbedingungen widerspricht?

Das Bundesinnenministerium hat dafür nach Angaben einer Sprecherin eine Zusage der Bahn. Doch das Unternehmen widerspricht. "Nach meinem Kenntnisstand gibt es eine mündliche Zusage von der Bahn, dass die Plätze nicht verfallen", sagte eine Sprecherin von Minister Horst Seehofer (CSU) am Mittwoch in Berlin. Ein DB-Sprecher teilte auf dpa-Anfrage aber mit: "Eine solche Zusage gibt es nicht."

Sicherheitsmitarbeiter der Deutsche Bahn kontrollieren zusammen mit Polizisten der Bundespolizei die Einhaltung der Maskenpflicht in einem ICE.
Sicherheitsmitarbeiter der Deutsche Bahn kontrollieren zusammen mit Polizisten der Bundespolizei die Einhaltung der Maskenpflicht in einem ICE.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 18. Oktober, 15.49 Uhr: Tschechien steht im EU-Haushaltsstreit nicht zu Polen und Ungarn

Im Streit um den EU-Haushalt stellt sich Tschechien nicht an die Seite der Regierungen in Ungarn und Polen.

Für sein Land sei der vom deutschen EU-Ratsvorsitz vermittelte Haushaltskompromiss "vollkommen akzeptabel", sagte der tschechische Außenminister Tomas Petricek am Mittwoch auf der Konferenz Prague European Summit. Die Situation zeige, dass unter den Mitgliedern der informellen Visegrad-Gruppe (Tschechien, Polen, Ungarn und die Slowakei) nicht immer Übereinstimmung herrschen müsse.

Update, 18. Oktober, 15.39 Uhr: Bundestag beschließt Änderungen am Infektionsschutzgesetz

Bundestag und Bundesrat haben am Mittwoch den Weg für die von der großen Koalition geplanten Änderungen im Infektionsschutzgesetz freigemacht.

Mehr Informationen dazu >>>>hier.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht mit Mund-Nasenbedeckung während der Debatte vor der Verabschiedung der Änderung des Infektionsschutzgesetzes , dem Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite, durch den Plenarsaal.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht mit Mund-Nasenbedeckung während der Debatte vor der Verabschiedung der Änderung des Infektionsschutzgesetzes , dem Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite, durch den Plenarsaal.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 18. November, 15.28 Uhr: Besucher eingeschleust? - Irritation im Bundestag

Am Tag der Abstimmung über das geänderte Infektionsschutzgesetz haben Bundestagsbesucher für Irritationen gesorgt.

"In den #Bundestag eingeschleuste Personen haben u.a. versucht in Büros einzelner Abgeordneter einzudringen", twitterte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Katja Mast am Mittwoch. "Ich bin fassungslos. Freigewählte Abgeordnete an Abstimmungen zu hindern u. zu bedrängen ist das Allerletzte. Das Ziel: Die Demokratie zersetzen."

Auf einem auf Twitter verbreiteten Video ist zudem eine Frau zu sehen, die Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf einem Flur des Bundestags anspricht und ihn dabei mit einer Handykamera filmt.

Die Aufnahme ist nach dpa-Informationen authentisch und dokumentiert eine Szene, die sich am Mittwoch im Bundestag abgespielt hat. Die Frau redet auf Altmaier ein und sagt dabei unter anderem offenbar über den Minister: "Er hat kein Gewissen." Altmaier entgegnet, er vertrete seine Wähler. "Sie dürfen gerne demonstrieren, aber ich habe mein freies Gewissen."

Der FDP-Abgeordnete Konstantin Kuhle sagte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage, er habe die gleiche Frau vor dem Plenarsaal getroffen. Sie habe ihn gefragt, wie er abstimmen wolle. Er habe an dieser Stelle nicht mit einem Treffen gerechnet und sei weitergegangen.

Die Frau habe einen Gästeausweis an der Jacke gehabt, wie ihn Besucher bekämen, die von Fraktionen oder einzelnen Abgeordneten angemeldet worden sein.

Update, 18. November, 15.11 Uhr: Weiterer Rückgang der Mobilität im Teil-Lockdown

Die Mobilität der Menschen in Deutschland ist in der zweiten Woche des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie erneut gesunken.

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch nach einer Auswertung experimenteller Daten mitteilte, sank die durchschnittliche Mobilität im Vergleich zur Vorwoche um weitere 2,6 Prozent. In den beiden Wochen vom 2. bis 15. November 2020 lag die Mobilität der Menschen im Durchschnitt 8,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau, hieß es.

Am stärksten war der Mobilitätsrückgang in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg mit gut einem Fünftel weniger Bewegungen als im Vorjahr. Ausnahmen bildeten lediglich Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Hier stieg die Mobilität der Bevölkerung um zwölf beziehungsweise um acht Prozent. Mobilität kann ein Hinweis für die Zahl sozialer Kontakte sein.

Update, 18. November, 15.08 Uhr: Alle dänischen Nerze auf Farmen mit Corona-Fällen gekeult

In Dänemark sind mittlerweile alle Pelztiere auf mit dem Coronavirus befallenen Nerzfarmen getötet worden. Das teilte die dänische Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen am Mittwoch auf Twitter mit.

Insgesamt seien die Nerzbestände auf 284 Farmen gekeult worden, auf denen Corona-Fälle aufgetaucht seien. Das entspricht etwa jeder vierten Nerzfarm in Dänemark. 25 weitere Farmen stünden darüber hinaus unter Corona-Verdacht. Um wie viele gekeulte Tiere es sich genau handelte, ging aus den Behördenangaben nicht hervor.

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC warnte angesichts der aufsehenerregenden Lage der Nerze in Dänemark vor der Verbreitung von Coronavirus-Varianten bei den Pelztieren.
Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC warnte angesichts der aufsehenerregenden Lage der Nerze in Dänemark vor der Verbreitung von Coronavirus-Varianten bei den Pelztieren.  © Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix/AP/dpa

Update, 18. November, 15.01 Uhr: Corona-Todeszahlen in Russland erreichen Höchststand - Putin besorgt

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich wegen der massiv steigenden Todeszahlen bei Corona-Patienten in Russland besorgt gezeigt.

Die Behörden meldeten am Mittwoch 456 Tote - so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie in Russland. "Leider wächst die Zahl der schweren Erkrankungen, am meisten Sorgen macht der Anstieg der Sterblichkeit", sagte Putin bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Video-Konferenz.

Noch im Frühjahr hatte Russland im internationalen Vergleich mit niedrigen Todeszahlen für Aufsehen gesorgt.

Putin verlangte größere Anstrengungen im Kampf gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19. Einen Lockdown - wie im Frühjahr - gibt es bisher nicht.

Der russische Präsident Wladimir Putin zeigt sich wegen der steigenden Todeszahlen in Russland besorgt.
Der russische Präsident Wladimir Putin zeigt sich wegen der steigenden Todeszahlen in Russland besorgt.  © -/Kremlin/dpa

Update, 18. November, 14.36 Uhr: Lebenszufriedenheit der Deutschen in der Krise gesunken

Die Corona-Krise drückt einer Umfrage zufolge die Lebenszufriedenheit der Menschen in Deutschland. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerteten die Befragten ihre allgemeine Zufriedenheit in diesem Jahr im Schnitt mit 6,74 Punkten - nach dem bisherigen Höchststand von 7,14 Punkten 2019. Das geht aus dem neuen "Glücksatlas" hervor, der am Mittwoch in Bonn vorgestellt wurde.

Sachsen erreicht mit 6,67 Punkten Platz 10 im Regionen-Ranking und liegt damit im unteren Mittelfeld. Wie im in den vergangenen Jahren leben die glücklichsten Deutschen im Norden. Platz 1 teilen sich Schleswig-Holstein und Hamburg (6,92 Punkte). Platz drei geht an Baden-Württemberg (6,88 Punkte), gefolgt von NRW mit 6,83 Punkten.
Auf den hinteren Rangplätzen finden sich gleichermaßen ost- und westdeutsche Bundesländer.

Für die Studie im Auftrag der Deutschen Post, die zum zehnten Mal erhoben wurde, hat das Institut für Demoskopie in Allensbach von März bis Juni - also während des ersten Corona-Lockdowns - knapp 4700 Bundesbürger ab 16 Jahren befragt.

Die Karte zeigt die Lebenszufriedenheit der Menschen in Deutschland auf einer Skala von 0 bis 10.
Die Karte zeigt die Lebenszufriedenheit der Menschen in Deutschland auf einer Skala von 0 bis 10.  © P. Massow, Redaktion: D. Loesche/ M. Lorenz

Update, 18. November, 14.10 Uhr: Corona-Impfstoff: Pfizer und Biontech melden 95 Prozent Wirksamkeit

Nach Abschluss der letzten Analysen bei der Erprobung ihres Corona-Impfstoffes haben der Mainzer Hersteller Biontech und der US-Konzern Pfizer erneut vielversprechende Daten vorgelegt.

Demnach liegt die Wirksamkeit ihres Mittels zur Bekämpfung der Krankheit Covid-19 bei 95 Prozent. Der Impfstoff funktioniere über alle Altersgruppen hinweg ähnlich gut, schrieben die Unternehmen am Mittwoch. So betrage die Wirksamkeit in der Gruppe von Menschen über 65 Jahren 94 Prozent. Auch die für eine Notfallzulassung in den USA notwendige Sicherheit des Impfstoffes sei gewährleistet.

Update, 18. November, 13.15 Uhr: Fußball-Spielbetrieb in Westfalen für dieses Jahr eingestellt

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) reagiert auf die Restriktionen in der Corona-Pandemie und schickt seine Vereine vorzeitig in die Winterpause.

Diese Entscheidung trafen Vertreter des Verbands-Jugend-Ausschusses (VJA) und die Vorsitzenden der 29 Kreise in einer Videokonferenz. Wie der FLVW am Mittwoch mitteilte, gilt diese Vereinbarung für alle Amateur- und Jugendspielklassen sowie Freundschaftsspiele auf Verbands- und Kreisebene.

Update, 18. November, 13.05 Uhr: Protest gegen Corona-Regeln in Berlin eskaliert

Trotz Einsatzes von Wasserwerfern scheint sich die Demonstration zwischen dem Brandenburger Tor und dem Reichstagsgebäude in Berlin zunächst nicht aufzulösen. Er herrschte teils aggressive Stimmung. Viele der Demonstranten protestierten auch mit Pfiffen.

Mehr Informationen findet Ihr >>> hier +++

Update, 18. November, 11.55 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Söder sieht neues Infektionsschutzgesetz als "wichtige Weichenstellung"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich hinter die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes der Bundesregierung gestellt.

"Dass heute im Bundestag und Bundesrat das neue Infektionsschutzgesetz auf den Weg gebracht wird, ist eine ganz wichtige Weichenstellung, weil es nämlich eine gesetzliche, verbesserte und breitere parlamentarische Legitimation setzt für entsprechende Maßnahmen, die die Länder treffen", sagte Söder am Mittwoch in München. Er sei überzeugt, dass es einer "breiteren gesetzlichen Basis" bedürfe, um die zeitlich beschränkten Verordnungen im Einzelfall zu legitimieren.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht das neue Infektionsschutzgesetz als notwendig an.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht das neue Infektionsschutzgesetz als notwendig an.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 18. November, 11.23 Uhr: Japan meldet Rekord an Corona-Infektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Japan ist erstmals seit Ausbruch des Virus auf mehr als 2000 Fälle gestiegen. Auch die Hauptstadt Tokio, die im kommenden Jahr die Olympischen Spiele ausrichten will, meldete am Mittwoch mit 493 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen Tagesrekord.

Experten sehen hinter den erneut drastisch steigenden Fallzahlen in Japan bereits die dritte Infektionswelle, auch wenn die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt im internationalen Vergleich weiterhin relativ gut dasteht. Praktisch jeder Bürger in dem 127-Millionen-Land trägt eine Schutzmaske.

Update, 18. November, 10.50 Uhr: AfD fordert Ablehnung von Infektionsschutz-Gesetz

Vor der abschließenden Beratung über das neue Infektionsschutzgesetz in Bundestag und Bundesrat hat die AfD-Fraktion im Landtag die Brandenburger Landesregierung aufgefordert, das Gesetz in der Länderkammer abzulehnen.

Mehr Informationen findet Ihr >>> hier +++

Update, 18. November, 10.25 Uhr: Gericht pocht auf Masken-Pflicht bei Demos

Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat einen Antrag gegen das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen bei Demonstrationen abgelehnt.

Mehr Informationen findet Ihr >>> hier +++

Update, 18. November, 9.55 Uhr: Hunderte Demonstranten protestieren am Bundestag gegen Corona-Regeln

Mehrere hundert Menschen haben schon vor Beginn der Bundestagssitzung zu weiteren Änderungen des Infektionsschutzgesetzes am Mittwoch im Berliner Regierungsviertel gegen die Corona-Einschränkungen demonstriert.

Mehr Informationen findet Ihr >>> hier +++

Vor dem Brandenburger Tor demonstrieren mehrere hundert Menschen gegen die Corona-Regeln der Bundesregierung.
Vor dem Brandenburger Tor demonstrieren mehrere hundert Menschen gegen die Corona-Regeln der Bundesregierung.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 18. November, 9.20 Uhr: NRW will 100 Millionen Euro für Corona-Impfzentren bereitstellen

Für Impfungen gegen das Coronavirus will Nordrhein-Westfalen 53 Impfzentren einrichten und plant vorerst mit Kosten von rund 100 Millionen Euro.

Geplant seien je ein Zentrum pro Kreis oder kreisfreier Stadt und mobile Impfteams etwa für Altenheime. Nach den bisherigen Absprachen bezahlt der Bund den Impfstoff, die Länder finanzieren das Impfzubehör wie Spritzen und Kanülen, die Logistik und die Lagerung ab der Anlieferung.

Update, 18. November, 7.20 Uhr: Impfstoff-Verteilung: Logistiker rechnen mit 10 Milliarden Dosen

Die globale Logistikbranche bereitet sich schon jetzt auf die globale Verteilung von Covid-19-Impfstoffen vor, die in den nächsten Monaten auf den Markt kommen könnten.

Den Großteil des Geschäfts werden die Logistikriesen Deutsche Post DHL, Fedex, UPS sowie Kühne + Nagel machen, die Pharma-Geschäftszweige haben und einen gekühlten Transport sicherstellen können.

Die globale Logistikbranche bereitet sich schon jetzt auf die globale Verteilung von Covid-19-Impfstoffen vor, die in den nächsten Monaten auf den Markt kommen könnten.
Die globale Logistikbranche bereitet sich schon jetzt auf die globale Verteilung von Covid-19-Impfstoffen vor, die in den nächsten Monaten auf den Markt kommen könnten.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. November, 6.01 Uhr: Corona-Neuinfektionen erneut unter Vorwochenstand

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 17.561 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht.

Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 18.487 gelegen. Auch am Montag und Dienstag war der Wert niedriger als der Vorwochenwert. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Update, 17. November, 22.33 Uhr: Weihnachtsgeld für Krankenwagen - Mexiko bittet Beamte um Spenden

Für den Kauf von dringend benötigten Krankenwagen sollen Regierungsbeamte in Mexiko einen Teil ihres Weihnachtsgeldes spenden. Präsident Andrés Manuel López Obrador rief die Staatsdiener am Dienstag dazu auf, bei der Anschaffung von 80 Wagen für das bereits vor der Corona-Pandemie unterfinanzierte Gesundheitssystem zu helfen. Die ganze Aktion sei aber freiwillig, versicherte der Präsident. Das Weihnachtsgeld werde komplett ausgezahlt.

In Mexiko-Stadt - mit 22 Millionen Einwohnern im Großraum einer der bevölkerungsreichsten Metropolen der Welt - gibt es viel zu wenig staatliche Krankenwagen. Deshalb füllen zahlreiche private und teils auch illegal betriebene Wagen die Lücke. Die Regierung des Linkspopulisten López Obrador weicht in der Krise nicht von ihrer strengen Sparpolitik ab. Die Staatskasse wird auch mit unkonventionellen Mitteln gefüllt: So wurden etwa Juwelen und Autos versteigert, die bei Drogenhändlern beschlagnahmt wurden.

Update, 17. November, 22.26 Uhr: Montgomery bringt Schichtdienst für Lehrer ins Gespräch

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat angesichts der Corona-Krise mehr Engagement auch von Lehrern eingefordert. "Wo ist die Digitalisierung der Schulen, wo ist aber auch der gesplittete Unterricht und wo sind auch die Lehrer, die dann Schichtdienst machen?", sagte Montgomery am Dienstag im ZDF-"heute journal".

"Wir sind es im Krankenhaus zum Beispiel gewohnt, bei einem höheren Arbeitsanfall von Patienten, dass wir dann auch mal zwei Schichten machen, dass wir zusätzliche Arbeit leisten." Seiner Ansicht nach sei es geboten, in den Schulen hinsichtlich der Arbeitsformen und der Digitalisierung innovativer zu werden.

Müssen auch Lehrerinnen und Lehrer bald im Schichtdienst arbeiten?
Müssen auch Lehrerinnen und Lehrer bald im Schichtdienst arbeiten?  © Matthias Balk/dpa

Update, 17. November, 22.04 Uhr: Drosten sagt Auftritt bei Fraktionssitzung der Union ab

Der Virologe Christian Drosten hat nach eigenen Angaben die geplante Teilnahme an einer Sitzung der Unionsfraktion am Dienstag im Bundestag abgesagt.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung gab es am Dienstag von Abgeordneten heftigen Widerstand gegen die Einladung. Wie die Zeitung erfuhr, wurde der Termin "im gegenseitigen Einvernehmen" gestrichen. Drosten schrieb auf Twitter: "Ich habe selbst abgesagt, weil @Bild das Thema meines lange geplanten Auftritts vor der Fraktion schon im Vorfeld falsch darstellte und auf diese Weise hier Hassbotschaften gegen mich provozierte."

An diesem Mittwoch wird in Bundestag und Bundesrat über weitere Änderungen am Infektionsschutzgesetz abgestimmt. Es geht dabei um die rechtlichen Grundlagen für die Corona-Maßnahmen. Die Gesetzesreform ist umstritten.

Update, 17. November, 21.46 Uhr: Wendler kritisiert erneut Corona-Politik der Bundesregierung

Schlagersänger Michael Wendler ("Egal") hat sich erneut mit scharfer Kritik an der Bundesregierung und deren Corona-Politik zu Wort gemeldet. Er halte die Pandemie-Maßnahmen der Regierung für "verfassungswidrig und kriminell", sagte der 48-Jährige am Dienstagabend in einem Live-Video auf Instagram.

Freiheitsrechte würden eingeschränkt, "das Grundgesetz mit Füßen getreten". Wendler wiederholte seine Behauptung, Deutschland wolle eine Impfpflicht einführen. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Michael Wendler (48) ging am Dienstag live auf Instagram.
Michael Wendler (48) ging am Dienstag live auf Instagram.  © Screenshot/Instagram/wendler.michael

Update, 17. November, 20.36 Uhr: Proteste in Slowakei trotz Versammlungsverbots

Trotz Versammlungsverbots sind in mehreren Städten der Slowakei am Dienstag Tausende auf die Straßen gegangen, um gegen die Regierung und ihre Corona-Maßnahmen zu protestieren. Allein in der Hauptstadt Bratislava versammelten sich mehrere Tausend Demonstranten an verschiedenen Plätzen.

In der dicht gedrängten Menge vor dem Präsidentenpalast trugen nur wenige einen Mund-Nasen-Schutz, wie dies eigentlich auch im Freien vorgeschrieben ist. Demonstranten schwangen slowakische Fahnen. In Sprechchören riefen sie den populistisch-konservativen Ministerpräsidenten Igor Matovic zum Rücktritt auf. Die Regierung hatte ein hartes Vorgehen angekündigt, da wegen des Corona-Notstands alle Kundgebungen illegal seien. Tatsächlich hielten sich die Sicherheitskräfte dann aber weitgehend zurück.

Update, 17. November, 20.08 Uhr: Region Madrid will alle Einwohner testen

In der spanischen Hauptstadt-Region um Madrid sollen alle 6,6 Millionen Einwohner bis Weihnachten auf das Corona-Virus getestet werden. Die konservative Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso stellte dazu am Dienstag bei der EU-Kommission am Dienstag den Antrag, dass im gesamten Gebiet der Europäischen Union Antigen-Tests in Apotheken zugelassen werden.

Die spanische Zentralregierung weigert sich, dafür grünes Licht zu geben. Die Region Madrid und die Zentralregierung liegen wegen der Pandemie seit Monaten im Clinch.

Ayuso verwies bei Twitter darauf, dass in Frankreich, Großbritannien oder Portugal solche Tests bereits möglich seien. Massendiagnosen seien "der Schlüssel, um das Virus zu bezwingen". Bürokratie dürfe keine Bremse sein.

Update, 17. November, 20.05 Uhr: Flashmob gegen die Corona-Krise

Mit einem Flashmob haben Schauspieler, Sänger, Musiker und Tänzer des Staatstheaters Mainz auf ihre Situation aufmerksam gemacht.

Innerhalb von rund 15 Minuten spielten, sangen und musizierten sie am Dienstag bei Einbruch der Dunkelheit in und vor dem Theater in der Innenstadt. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Mitarbeiter, Schauspieler, Tänzer und Sänger des Staatstheater Mainz haben mit einem Flashmob darauf aufmerksam gemacht, dass das Ensemble trotz der Schließung weiter da und lebendig ist.
Mitarbeiter, Schauspieler, Tänzer und Sänger des Staatstheater Mainz haben mit einem Flashmob darauf aufmerksam gemacht, dass das Ensemble trotz der Schließung weiter da und lebendig ist.  © dpa/Andreas Arnold

Update, 17. November, 19.52 Uhr: Niederlande lockern vorsichtig Corona-Maßnahmen

In den Niederlanden werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorsichtig wieder gelockert. Von Donnerstag an dürfen Theater, Museen, Kinos und Bibliotheken wieder öffnen, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag ankündigte.

Kneipen, Cafés und Restaurants bleiben jedoch geschlossen. Künftig darf man in dem 17-Millionen-Einwohner-Land wieder drei Gäste zu Hause empfangen - bisher waren es zwei.

Die Niederlande hatten Mitte Oktober einen Teil-Lockdown verhängt. Die Regeln wurden dann vor zwei Wochen verschärft. Trotz der Erleichterungen geht die Regierung davon aus, dass der Teil-Lockdown erst in der zweiten Januar-Hälfte nächsten Jahres aufgehoben werden kann. Bis dahin wird auch von Auslandsreisen dringend abgeraten.

Update, 17. November, 19.51 Uhr: Bericht: Britische Fußballfans könnten bald wieder ins Stadion

Gute Nachrichten für britische Fußballfans: Von Dezember an könnten laut einem Bericht teilweise wieder Zuschauer in Fußballstadien zugelassen werden. Premier Boris Johnson nannte die Fanrückkehr in Gesprächen mit Parlamentariern laut dem Sender BBC "eine persönliche Priorität".

Auch der britische Minister für Medien, Kultur und Sport Oliver Dowden berichtete am Dienstag auf Twitter von "konstruktiven Gesprächen" mit Fußball-Vertretern, in denen es unter anderem um die Rückkehr der Fans gegangen sei. Wegen der Corona-Pandemie werden Fußballspiele in England seit März ohne Zuschauer ausgetragen.

Update, 17. November, 18.46 Uhr: Virologin Ciesek für mehr Tests im Privaten

Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek hat sich für mehr Coronatests für Jedermann ausgesprochen. "Das Testen von Privatpersonen wird zu wenig diskutiert", sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Dienstag im NDR-Podcast "Coronavirus-Update".

Es gebe "nicht nur Schwarz und Weiß", sagte Ciesek - also für alle die Tests freizugeben oder nur im medizinischen Bereich. "Im Moment fehlen mir so ein bisschen die Zwischenstufen", sagte Ciesek. "Es wäre ja auch möglich, dass man Tests ermöglicht unter Begleitung. Da ist noch viel Spielraum, wo wir uns selber im Weg stehen im Moment."

Mit Antigen-Schnelltests könne man Menschen, die hoch ansteckend seien, schnell und sehr sicher entdecken. Die verfügbaren Tests würden zwar nicht für alle ausreichen. Ciesek glaube aber, "dass wir mehr Bereiche, die uns wichtig sind, absichern könnten mit diesen Tests", etwa Besuche in Altenheimen oder Schulen.

Update, 17. November, 18.44 Uhr: Türkei erlässt Ausgangsbeschränkungen am Wochenende

Die Türkei hat wieder strengere Regeln gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlassen. Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Ankara landesweite Ausgangsbeschränkungen für die Wochenenden an.

Sie gelten zwischen 20 Uhr abends und 10 Uhr am nächsten Morgen. Der Unterricht in Schulen wird wieder auf Online-Angebote umgestellt. Zudem dürfen Restaurants und Cafés nur noch Lieferdienste anbieten. Kinos werden bis Ende des Jahres geschlossen.

Besondere Beschränkungen solle es für junge Menschen unter 20 Jahren und Ältere über 65 Jahren gelten, kündigte Erdogan weiter an. Details sollen demnächst vom Innenministerium bekanntgegeben werden. Der Präsident begründete die Verschärfungen mit einem "ernsthaften" Anstieg der Fallzahlen in mehreren Städten wie der Millionenmetropole Istanbul.

Update, 17. November, 18.33 Uhr: Italien beklagt mehr als 730 Corona-Tote binnen 24 Stunden

Die Zahl der Corona-Toten ist in Italien weiterhin hoch. Am Dienstag registrierten die Behörden mehr als 730 neue Todesopfer im Zusammenhang mit der Viruskrankheit innerhalb von 24 Stunden. Solche Werte gab es auch Anfang April in einer schlimmen Phase der ersten Welle. Insgesamt stieg die Zahl der Toten in dem 60-Millionen-Einwohner-Land seit Februar damit auf annähernd 46.500.

Experten verwiesen allerdings mit Blick auf die aktuelle Ausbreitung des Virus in der zweiten Welle auch auf positive Signale. Die tägliche Opferzahl geht auf Infektionen zurück, die schon einige Zeit zurückliegen. Am Dienstag zählten die Behörden etwas mehr als 32.000 Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es mehr als 35.000 neue Fälle an einem einzigen Tag.

Ein medizinische Mitarbeiter der italienischen Armee führt einen Corona-Test an einer sogenannten Drive-Thru-Station in Turin durch. Der Test ist für die Patienten kostenlos und findet im Juventus-Stadion statt.
Ein medizinische Mitarbeiter der italienischen Armee führt einen Corona-Test an einer sogenannten Drive-Thru-Station in Turin durch. Der Test ist für die Patienten kostenlos und findet im Juventus-Stadion statt.  © Marco Alpozzi/Lapresse via ZUMA Press/dpa

Update, 17. November, 18.16 Uhr: Laschet nennt Homeoffice für Schüler schlechte Option

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat dem Fern-Unterricht zuhause während der Corona-Pandemie eine Absage erteilt.

"Uns sind Bildungschancen der Kinder wichtig und deshalb tun wir alles, um für den Präsenzunterricht zu kämpfen", sagte der CDU-Politiker den NRW-Lokalradios am Dienstag. Das Modell, wonach die Hälfte der Kinder ins Homeoffice geschickt werde, sei allenfalls in Einzelfällen sinnvoll, "eh eine ganze Schule in Quarantäne geht", so der CDU-Politiker.

Update, 17. November, 17.51 Uhr: Keine Quarantäne für BVB-Angreifer Haaland

Fußball-Profi Erling Haaland muss nicht in Quarantäne. Wie das Dortmunder Gesundheitsamt am Dienstag bestätigte, ergab eine Befragung zu seinem möglichen Kontakt mit einem positiv getesteten anderen norwegischen Nationalspieler, dass der BVB-Torjäger "nicht zur Kategorie 1 (enger Kontakt)" gehört.

Deshalb müsse "keine Quarantäneanordnung veranlasst" werden. Damit steigen die Chancen des 20 Jahre alten Angreifers auf einen Einsatz am Samstag (20.30 Uhr) im Spiel seines Teams bei Hertha BSC.

Wegen eines positiven Corona-Befundes beim ehemaligen Braunschweiger Profi Omar Elabdellaoui hatten die norwegischen Gesundheitsbehörden eine zehntägige häusliche Quarantäne für alle Nationalspieler angeordnet. Dennoch durften die im Ausland tätigen Profis wie Haaland, Alexander Sörloth (RB Leipzig) und Rune Jarstein (Hertha BSC) nach der Absage des Länderspiels in Rumänien vorzeitig die Rückreise aus Norwegen zu ihren Clubs antreten.

Update, 17. November, 17.40 Uhr: "Jerusalema" im Klinikflur: Tanzvideo aus Hamm wird Netzerfolg

Zu einem südafrikanischen Hit tanzende Mitarbeiter eines Krankenhauses in Hamm haben mit einem Video in wenigen Tagen mehr als 1,7 Millionen Menschen erreicht.

In dem Clip tanzen rund 100 Pflegende und weitere Klinikmitarbeiter der beiden Standorte der St. Barbara Klinik zu dem südafrikanische Ohrwurm "Jerusalema" von Master KG - einem Song, zu dem seit Monaten Tanzvideos aus aller Welt unter dem Schlagwort #jerusalemadancechallenge verbreitet werden. Den Mitarbeitern der St. Barbara Klinik gefiel die Idee, berichtete Kliniksprecherin Julia Kuhn am Dienstag.

"Gerade in dieser Corona-Zeit müssen wir den Ängsten und Sorgen, die viele im Klinikalltag haben, etwas entgegensetzen", sagte Kuhn weiter. In nur zwei Wochen entstand das Tanzvideo. Zum Teil unter Schutzkitteln und Visieren verborgen, immer mit Maske und offensichtlich viel Freude tanzen die Krankenschwestern, Pfleger und weiteres Klinikpersonal über die Flure und Stationen.

Update, 17. November, 17.33 Uhr: Tourismus in New York wohl erst 2024 wieder ganz erholt

Nach Jahren steigender Besucherzahlen ist der Tourismus in New York aufgrund der Einschränkungen in der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr eingebrochen - und wird sich einer Prognose zufolge wohl erst 2024 wieder ganz erholt haben.

Nachdem die US-Metropole 2019 mit 66,6 Millionen Besuchern im zehnten Jahr in Folge einen Rekord aufgestellt hatte, werde die Zahl für 2020 insgesamt wohl bei rund 22,9 Millionen Besuchern liegen, teilte die New Yorker Tourismusbehörde NYC & Company in der Nacht zum Dienstag mit.

Die Zahl der Besucher aus den USA habe um rund zwei Drittel abgenommen, die der Touristen aus dem Ausland sogar um 80 Prozent. Erst für 2024 erwartet die Behörde, wieder einen neuen Rekord mit 69,2 Millionen Besuchern. Die Tourismus-Industrie, die vor Ausbruch der Pandemie rund 400.000 Menschen beschäftigte, ist wichtiger Wirtschaftssektor der Metropole.

Eine knapp 23 Meter lange Fichte wurde am Samstag am Rockefeller Center in New York aufgestellt. An dem traditionellen Weihnachtsbaum sollen in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie die Lichter angezündet werden.
Eine knapp 23 Meter lange Fichte wurde am Samstag am Rockefeller Center in New York aufgestellt. An dem traditionellen Weihnachtsbaum sollen in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie die Lichter angezündet werden.  © Craig Ruttle/FR61802 AP/dpa

Update, 17. November, 17.30 Uhr: Brics-Staaten fordern faire Verteilung von Corona-Impfstoff

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie werden sich Russland, Brasilien, Indien, China und Südafrika für eine faire und bezahlbare Verteilung von Impfstoffen einsetzen. Effektive Impfstoffe müssten für alle zugänglich und bezahlbar sein, hieß es in der am Dienstag veröffentlichten Moskauer Gipfelerklärung der Gruppe der Brics-Staaten.

Dafür seien gemeinsame internationale Anstrengungen nötig. Kremlchef Wladimir Putin sprach sich bei dem wegen der Pandemie erstmals als Video-Konferenz organisierten Gipfel für ein gemeinsames Impfforschungszentrum aus.

Die Brics-Staaten repräsentieren mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung und fast ein Viertel der globalen Wirtschaftsleistung. Das Kürzel Brics setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Länder zusammen.

Update, 17. November, 17.24 Uhr: Lehrerverband schlägt wegen Corona zusätzliches Schuljahr vor

Wegen der Corona-Krise kann sich der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger auch ein zusätzliches Schuljahr vorstellen. Es zeichne sich ab, dass auch dieses Schuljahr kein normales werde und es nicht gelinge, die Lehrpläne zu erfüllen, sagte Meidinger dem Nachrichtenportal "Watson".

"Für viele Eltern und Schüler würde die Möglichkeit eines Zusatzjahres enormen Druck aus der jetzigen Situation herausnehmen, übrigens auch das Problem des Notendrucks, den manche Elternverbände beklagen, entschärfen."

Vorstellbar sei vieles, etwa das freiwillige Wiederholen eines Schuljahres ohne Wertung als Sitzenbleiben oder das Angebot eines Zusatzjahres beispielsweise vor den Abschlussprüfungen, sagte Meidinger. Er forderte zudem einen "langfristigen Masterplan", damit Eltern, Lehrer und Schüler nicht tagtäglich durch neue kurzfristig Maßnahmen verunsichert würden.

Auch das aktuelle Schuljahr wird kein normales.
Auch das aktuelle Schuljahr wird kein normales.  © Matthias Balk/dpa

Update, 17. November, 17.18 Uhr: Corona-Regierungsvideos sorgen im Ausland für Aufsehen

Die augenzwinkernden Helden-Videos, mit denen die Bundesregierung für das Zu-Hause-Bleiben in der Corona-Krise wirbt, sorgen im Ausland weiter für Aufmerksamkeit.

"Hast du Deutschlands neue Spots zu Covid-19 gesehen?", fragte Kanadas Premierminister Justin Trudeau in der Nacht zum Dienstag per Kurznachrichtendienst Twitter und stellte ein Video dazu. "Egal welche Sprache du sprichst, die Botschaft ist klar. Du kannst ein Held im Kampf gegen dieses Virus sein - und du musst dafür gar nicht viel machen."

Die Videos waren am Dienstag auch Thema in dem von der "New York Times" herausgegebenen Podcast "The Daily", der täglich hunderttausende Menschen erreicht. Matina Stevis-Gridneff, Brüssel-Korrespondentin der Zeitung, beschreibt darin kurz die Kampagne und merkt an, dass die deutsche Regierung normalerweise "nicht für ihren Humor bekannt" sei.

Zuvor kommentierte Henry Mance, Journalist der Londoner "Financial Times", auf Twitter: "Ich kann damit umgehen, dass die deutsche Antwort auf die Pandemie besser ist als unsere, aber ich glaube, ich kann nicht damit umgehen, dass sie lustiger ist."

Die unter dem Schlagwort "#besonderehelden" im Internet verbreiteten Clips hatten in Deutschland am Wochenende für viel Aufmerksamkeit in den sozialen Medien gesorgt - mit Lob, aber auch kritischen Reaktionen.

Update, 17. November, 17.10 Uhr: Alle Corona-Tests bei Fußball-Nationalmannschaft negativ

Die Corona-Tests der Fußball-Nationalmannschaft vor dem letzten Länderspiel des Jahres am Dienstag gegen Spanien sind negativ. Dies gelte für Spieler, Trainer und Betreuer, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wenige Stunden vor der Nations-League-Partie in Sevilla mit. Die Laborergebnisse haben den DFB-Tross demnach am Nachmittag erreicht.

Dienstagabend (20.45 Uhr/ARD) geht es gegen Spanien um den Gruppensieg. Schon ein Remis würde der deutschen Elf im direkten Duell mit den einen Punkt zurückliegenden Spaniern zum ersten Platz in Gruppe 4 der A-Liga reichen. Dann wäre Deutschland beim Final-4 der Nations League dabei, das vom 6. bis 10. Oktober 2021 ausgespielt werden soll.

Update, 17. November, 17.04 Uhr: Umfrage: Im Corona-Jahr mehr Geld für Weihnachtsgeschenke

Nach den Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie sind die Deutschen 2020 bei Weihnachtsgeschenken für ihre Lieben offensichtlich besonders großzügig.

Durchschnittlich planten sie Geschenkausgaben von 500 Euro pro Kopf und damit deutlich mehr als in früheren Jahren (2019: 475, 2018: 472), heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Weihnachtsumfrage der privaten FOM-Hochschule in Essen. Befragt wurden bundesweit über 46.000 repräsentativ ausgewählte Menschen zwischen 12 und 99 Jahren.

Als Geschenk besonders beliebt sind laut der Umfrage Kosmetik und Körperpflegeprodukte, Spielwaren, Bücher und Schreibwaren sowie Uhren und Schmuck. Weit abgeschlagen hingegen finden sich eher traditionelle Konsumgüter wie Heimtextilien und Lederwaren. Gekauft wird laut der Umfrage zunehmend über das Internet - möglicherweise auch, um angesichts der Pandemie engen Kontakt und Menschenansammlungen zu vermeiden.

Nach den Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie sind die Deutschen 2020 bei Weihnachtsgeschenken für ihre Lieben offensichtlich besonders großzügig.
Nach den Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie sind die Deutschen 2020 bei Weihnachtsgeschenken für ihre Lieben offensichtlich besonders großzügig.  © Roland Weihrauch/dpa

Update, 17. November, 17.02 Uhr: Für Corona-Beschränkungen soll Vier-Wochen-Befristung kommen

Die geplanten genaueren gesetzlichen Grundlagen für Corona-Beschränkungen sollen auch konkrete Vorgaben zur Befristung machen. "Maßnahmen der Landesregierungen sind in Zukunft, wie von der SPD gefordert, immer zu befristen und das grundsätzlich auf vier Wochen", sagte SPD-Rechtsexperte Johannes Fechner am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Sie könnten dann nur mit einer erneuten Entscheidung der Landesregierung verlängert werden. Diese generelle Befristung habe den Vorteil, dass bei Fristablauf geprüft werden müsse, inwieweit Maßnahmen noch erforderlich und angemessen seien.

Update, 17. November, 16.53 Uhr: Staatsanwaltschaft leitet kein Verfahren wegen Anne-Frank-Vergleich ein

Nachdem eine Elfjährige ihren Geburtstag unter coronabedingten Einschränkungen mit der Lage des jüdischen Mädchens Anne Frank im Zweiten Weltkrieg verglichen hat, sieht die Staatsanwaltschaft von einem Ermittlungsverfahren ab.

Die Prüfung des Falls habe keine hinreichenden Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten ergeben, sagte ein Sprecher der Karlsruher Behörde am Dienstag. Abgesehen davon, dass das Kind selbst strafunmündig sei, werde auch nicht gegen die Eltern ermittelt, sagte der Sprecher. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Das Mädchen hatte am Samstag bei einer Querdenken-Veranstaltung in Karlsruhe auf der Bühne eine Rede vorgelesen.
Das Mädchen hatte am Samstag bei einer Querdenken-Veranstaltung in Karlsruhe auf der Bühne eine Rede vorgelesen.  © Uli Deck/dpa

Update, 17. November, 16.37 Uhr: Biden warnt: Trumps Blockade könnte zu noch mehr Corona-Toten führen

Das Coronavirus macht wegen der US-Wahl keine Pause, ganz im Gegenteil. Der gewählte Präsident Joe Biden erhöht nun den Druck auf Amtsinhaber Donald Trump. Wegen dessen Weigerung, die Übergabe der Regierungsgeschäfte einzuleiten, drohten noch mehr Menschen nach einer Corona-Infektion zu sterben, warnte Biden.

Sein Team müsse zum Beispiel Zugang zu den Plänen bekommen, aus denen hervorgehe, wie mehr als 300 Millionen US-Amerikaner geimpft werden sollten, sagte Biden am Montag (Ortszeit) in seiner Heimatstadt Wilmington. "Das ist ein riesiges, riesiges Unterfangen", betonte er. Der Demokrat warnte: "Wenn wir uns nicht abstimmen, könnten mehr Menschen sterben."

Wenn sein Team mit der Vorbereitung bis zur Amtseinführung am 20. Januar warten müsse, verzögere dies alles um einen oder um eineinhalb Monate. Deswegen sei es wichtig, dass die Abstimmung jetzt oder "so schnell wie möglich" erfolge. Der Republikaner Trump weigert sich jedoch, den Wahlsieg des Demokraten anzuerkennen. Seine Regierung hat daher die gesetzlich vorgesehene geordnete Amtsübergabe noch nicht eingeleitet.

Deb Dalsing (r), Stationsleiterin einer Klinik in Madison, hilft der Krankenpflegerin Ainsley Billesbach beim Anziehen der Schutzkleidung. Bis vor kurzem hatte das Universitätsklinikum UW Health vier Flügel für Corona-Patienten. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, wurde ein weiterer hinzugefügt.
Deb Dalsing (r), Stationsleiterin einer Klinik in Madison, hilft der Krankenpflegerin Ainsley Billesbach beim Anziehen der Schutzkleidung. Bis vor kurzem hatte das Universitätsklinikum UW Health vier Flügel für Corona-Patienten. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, wurde ein weiterer hinzugefügt.  © John Hart/Wisconsin State Journal/AP/dpa

Update, 17. November, 16.34 Uhr: Putin will Gründung von Brics-Impfzentrum beschleunigen

In der Corona-Pandemie hat der russische Präsident Wladimir Putin die übrigen Brics-Wirtschaftsnationen Brasilien, Indien, China und Südafrika zu mehr Anstrengungen für ein gemeinsames Impfforschungszentrum aufgerufen.

Es sei wichtig, die Gründung des bereits geplanten Zentrums nun zu beschleunigen, sagte Putin zum Auftakt eines Video-Gipfels am Dienstag in Moskau. Außerdem sei man bereit, mit den anderen Ländern bei der Produktion russischer Corona-Impfstoffe zusammenzuarbeiten.

Russland hat bereits zwei Impfstoffe gegen das Coronavirus für eine Anwendung in der breiten Bevölkerung freigegeben - gegen internationale Bedenken. Putin hingegen bezeichnete die Impfstoffe erneut als "effektiv und ungefährlich".

Update, 17. November, 16.28 Uhr: Boris Johnson bleibt trotz negativem Corona-Test in Quarantäne

Der britische Premier Boris Johnson bleibt trotz eines ersten negativen Corona-Testergebnisses in Quarantäne. "Er wird, den Regeln entsprechend, weiter in Selbsisolation bleiben", sagte ein Regierungssprecher am Dienstag in London.

Johnson hatte sich am Sonntagabend in Quarantäne begeben, nachdem ein Abgeordneter, den er am Donnerstag getroffen hatte, positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Johnson werde seine Arbeit aus der Downing Street per Video fortsetzen - und sich auf diesem Wege am Mittwoch auch den Fragen der Abgeordneten stellen, hieß es.

Der britische Premierministers Boris Johnson (56) sprach am Montag in einem Video auf seinem Twitter-Account. Im Frühjahr war er selbst schwer an Covid-19 erkrankt und sogar auf der Intensivstation behandelt worden.
Der britische Premierministers Boris Johnson (56) sprach am Montag in einem Video auf seinem Twitter-Account. Im Frühjahr war er selbst schwer an Covid-19 erkrankt und sogar auf der Intensivstation behandelt worden.  © @borisjohnson/PA Media/dpa

Update, 17. November, 16.21 Uhr: FDP will Infektionsschutzgesetz im Bundestag nicht zustimmen

Die FDP wird dem neuen Infektionsschutzgesetz zur Bekämpfung der Corona-Pandemie an diesem Mittwoch im Bundestag nicht zustimmen - trotz der in letzter Minute von CDU/CSU und SPD noch vorgenommenen Änderungen.

"Für uns ist der Handlungsspielraum der Regierung beim Eingriff in Grundrechte unverändert zu groß", sagte der Fraktionsvorsitzende Christian Lindner am Dienstag in Berlin. "Das bleibt verfassungsrechtlich fragwürdig. Und im Übrigen ist das politisch keine Grundlage, um Akzeptanz dauerhaft zu sichern.2

Der Bundestag will an diesem Mittwoch abschließend über das Gesetz beraten. Es soll Entscheidungen der Regierung über Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie auf eine sicherere rechtliche Grundlage stellen.

Christian Lindner (41), Fraktionsvorsitzender im Bundestag und Parteivorsitzender der FDP.
Christian Lindner (41), Fraktionsvorsitzender im Bundestag und Parteivorsitzender der FDP.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 17. November, 16.14 Uhr: Libanons Kliniken vor Kollaps

Mehr als drei Monate nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut droht den Krankenhäusern des Libanon wegen steigender Corona-Fallzahlen ein Kollaps. Der Leiter der Vereinigung der privaten Krankenhäuser, Sulaiman Harun, warnte, die Pandemie habe den Gesundheitssektor des Libanon an den Rand der Leistungsfähigkeit gedrängt. Viele Kliniken könnten keine Patienten mehr aufnehmen.

Die libanesische Regierung hatte in der vergangenen Woche erneut einen "vollständigen Lockdown" beschlossen. Noch bis Ende des Monats sind fast alle öffentlichen Einrichtungen sowie Geschäfte, Restaurants und Cafés geschlossen. Täglich gilt von 17 Uhr an eine zwölfstündige Ausgangssperre. Das öffentlichen Leben ist damit in vielen Bereichen zum Stillstand gebracht worden.

Update, 17. November, 16.08 Uhr: Pandemie sorgt für Zuwachs bei Mountainbike-Unfällen in den Bergen

Die Bergwacht Bayern hat in diesem Sommer einen deutlichen Anstieg von Einsätzen wegen verunglückter Mountainbiker registriert.

Eine wesentliche Ursache dafür dürfte nach Einschätzung der Retter die Pandemie sein: Die Corona-Einschränkungen beim Vereinssport hätten dazu geführt, dass die Menschen sich verstärkt dem Individualsport Radfahren gewidmet hätten, erläuterte ein Sprecher der Rettungsorganisation in Bad Tölz.

Nach der am Dienstag veröffentlichten Statistik mussten die Retter 781 Mal zu in den Bergen verunglückten Zweiradfahrern ausrücken. In den Sommermonaten 2019 war dies in Bayern nur in 558 Fällen so. Auffällig ist auch die Zunahme von Unfallopfern, die mit einem E-Bike unterwegs waren. Es waren 89, in der Vorjahressaison dagegen nur 9.

In der Coronakrise haben viele Deutsche das Fahrradfahren wieder für sich entdeckt.
In der Coronakrise haben viele Deutsche das Fahrradfahren wieder für sich entdeckt.  © 123rf.com/Kostiantyn Kuznetsov

Update, 17. November, 16.04 Uhr: Keine Zuschauer in Stadien vor 2021 in Frankreich

Eine Rückkehr von Zuschauern in Sportstadien wird es in Frankreich nicht vor Beginn des kommenden Jahres geben. Das bestätigten Élyséekreise am Dienstag. Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass die Zahl der Zuschauer bei späteren Lockerungen an die Kapazität von Stadien oder Sporthallen geknüpft sei. Das habe Präsident Emmanuel Macron am Dienstag in einer Videokonferenz mit Sportverbänden erklärt.

In Frankreich ist die Corona-Lage extrem angespannt. Seit mehr als zwei Wochen gelten strenge Ausgangsbeschränkungen - die Menschen dürfen nur mit ausgefüllten Formularen und triftigem Grund vor die Tür. Bereits vor Beginn der landesweiten Beschränkungen hat es regional unterschiedliche Begrenzungen für Sportveranstaltungen gegeben.

Update, 17. November, 15.58 Uhr: Südtirol bereitet Corona-Massentest vor

Die Südtiroler Landesregierung hat ihre Bürger zur Teilnahme an einem geplanten Corona-Massentest am nächsten Wochenende aufgerufen. "Es handelt sich um freiwillige Tests, niemand wird gezwungen", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher.

"Es ist der Appell an die Bevölkerung, die Einladung mitzumachen", erläuterte er. Die norditalienische Provinz Bozen-Südtirol will mit den Schnelltests einen "aktiven Schritt" machen, um die Corona-Zahlen zu drücken, sagte der regionale Regierungschef. Die zentrale Testphase startet am Freitag (20.11.) und dauert bis Sonntag. Die kleine Alpen-Provinz geht damit in Italien einen Sonderweg. Angepeilt ist, dass rund zwei Drittel der Südtiroler Bevölkerung - rund 350.000 Menschen - den Antigen-Schnelltest machen.

Update, 17. November, 15.43 Uhr: Österreich sperrt zu: Corona-Lockdown bis zum Nikolaustag

Österreich ist wegen der zuletzt explodierenden Corona-Infektionszahlen am Dienstag erneut in einen Lockdown gegangen. Bis zum 6. Dezember gelten für die neun Millionen Einwohner strikte Ausgangsbeschränkungen.

Wie zu Beginn der Pandemie im Frühjahr ist das Verlassen von Haus und Wohnung nur in Ausnahmefällen erlaubt, etwa zum Einkaufen, für Arztbesuche oder zum Spazierengehen und Joggen. Geschäfte und Dienstleister bleiben zu - bis auf Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Banken.

Schulen haben auf Fernunterricht umgestellt, bieten aber für Schülerinnen und Schüler, die nicht zu Hause bleiben konnten oder dort keine Laptops hatten, Betreuungsangebote an. Die Regierung will Kontakte auf ein Minimum reduzieren, um Infektionsketten zu unterbrechen und die Krankenhäuser vor einer Überlastung zu bewahren.

Für rund drei Wochen ist Österreich nun wieder im Corona-Lockdown. Seit Mitternacht gelten in dem Neun-Millionen-Einwohner-Land strikte Ausgangsbeschränkungen
Für rund drei Wochen ist Österreich nun wieder im Corona-Lockdown. Seit Mitternacht gelten in dem Neun-Millionen-Einwohner-Land strikte Ausgangsbeschränkungen  © Barbara Gindl/APA/dpa

Update, 17. November, 15.27 Uhr: Mindestens zehn Corona-Fälle bei Leverkusens Gegner OGC Nizza

In der französischen Fußball-Liga ist das Spiel zwischen Olympique Marseille und OGC Nizza am kommenden Samstag abgesagt worden. Wie die LFP am Dienstag mitteilte, gab es bei mindestens zehn Spielern von Nizza einen positiven Corona-Test. Daraufhin wurde die Partie auf einen noch nicht bestimmten Termin verschoben.

In Nizza steht auch das Europa-League-Rückspiel von Bayer Leverkusen an. Ob die Partie am 3. Dezember ebenfalls gefährdet ist, wurde nicht bekannt.

Update, 17. November, 15.06 Uhr: Luxemburg bereitet neuen Lockdown vor

Die luxemburgische Regierung bereitet im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen neuen Lockdown im Großherzogtum vor.

"Wenn die Zahlen nicht besser werden, dann müssen wir am kommenden Montag die Abgeordnetenkammer bitten, neue Regeln zu beschließen", sagte Premierminister Xavier Bettel am Dienstag in Luxemburg. Die Regierung habe deshalb dem Parlament ein Maßnahmenbündel zugeleitet. Ob dieses umgesetzt werde, werde erst am kommenden Montag entschieden.

Die neue Corona-Welle hat das zweitkleinste Land der EU mit gut 600.000 Einwohnern hart getroffen. 236 Menschen sind in Luxemburg bislang in Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. 211 Menschen befinden sich in Kliniken, davon 46 auf Intensivstationen (Stand 16. November).

Ein Medizinischer Mitarbeiter winkt einen Autofahrer in Luxemburg in die Station, um ihn auf das Coronavirus zu testen.
Ein Medizinischer Mitarbeiter winkt einen Autofahrer in Luxemburg in die Station, um ihn auf das Coronavirus zu testen.  © Harald Tittel/dpa

Update, 17. November, 15.03 Uhr: Bund zahlt Mitarbeitern zwei Bahn-Plätze: die Sache hat einen Haken

Zum Schutz vor dem Coronavirus sollen Behörden und Ministerien des Bundes ihren Mitarbeitern für Dienstreisen zwei Plätze buchen können - damit der Nebenplatz frei bleibt. Der Haken: Das ist so nicht möglich, wie die Bahn auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur erklärte.

In den Beförderungsbedingungen heißt es, der Anspruch auf einen Sitzplatz erlösche 15 Minuten nach Abfahrt, wenn der Platz nicht eingenommen werde. Das gilt ausdrücklich nicht nur für Reservierungen, sondern auch Fahrkarten.

In einem Schreiben des Bundesinnenministeriums vom 12. November heißt es, für Bahnfahrten könne ein zusätzlicher Nachbarsitzplatz gebucht werden, "um so im Sinne des Infektionsschutzes einen größeren Abstand zu den Mitreisenden zu gewähren. Darüber berichtete zuerst die "Süddeutsche Zeitung". Die erweiterte Erstattungsmöglichkeit wird im Bundesreisekostengesetz zunächst befristet bis Ende März 2021 eingeräumt.

Update, 17. November, 14.57 Uhr: Grütters sieht "große Resonanz" auf Kulturhilfen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters freut sich über große Resonanz in der Kulturszene auf die coronabedingten Hilfen. Von dem mit einer Milliarde ausgestatteten Programm seien mit gut 600 Millionen Euro bereits knapp zwei Drittel belegt, teilte die CDU-Politikerin am Dienstag mit.

"Angesichts dieser positiven Entwicklung bin ich sehr zuversichtlich, dass 'Neustart Kultur' sein Ziel erreicht und die für unsere Gesellschaft buchstäblich lebensnotwendige Kultur und ihre Infrastruktur durch diese Krise trägt." Bis Mitte Oktober sind danach mehr als 20.000 einzelne Anträge gestellt worden. Grütters geht davon aus, dass die Zahl mittlerweile auf bis zu 35.000 Anträge angewachsen ist.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (58, CDU).
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (58, CDU).  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 17. November, 14.50 Uhr: Duell der deutschen Gruppengegner kurz vor der Absage

Es droht eine Absage! Das für Dienstagabend (20.45 Uhr) in Luzern geplante Nations-League-Spiel zwischen der Schweiz und der Ukraine steht auf der Kippe.

Nach positiven Corona-Befunden bei Jewgeni Makarenko, Eduard Sobol und Dimitri Risnyk am Montag wurde das gesamte Team und der Betreuerstab nochmals getestet. Weil es dabei erneut vier positive Fälle gegeben habe, ordnete der Luzerner Kantonsarzt für die gesamte Gäste-Mannschaft Quarantäne an. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Das Hinspiel in der Ukraine fand noch wie geplant statt. Das Rückspiel in der Schweiz steht nach weiteren positiven Corona-Fällen vor der Absage.
Das Hinspiel in der Ukraine fand noch wie geplant statt. Das Rückspiel in der Schweiz steht nach weiteren positiven Corona-Fällen vor der Absage.  © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Update, 17. November, 14.46 Uhr: Corona-Neuinfektionen erneut unter Vorwochenstand

Zum zweiten Mal in Folge hat die binnen 24 Stunden gemeldete Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland unter dem Wert der Vorwoche gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.419 neue Corona-Infektionen - knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche.

Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl bei 15.332 gelegen - und damit erstmals seit September unter dem Wert vom Dienstag zuvor (15.352). Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Allerdings ist die Zahl der Corona-Tests bundesweit zuletzt etwas zurückgegangen - was mit ein Grund für weniger erfasste Infektionen sein kann. In der Woche vom 9. bis 15. November seien rund 1,26 Millionen PCR-Tests durchgeführt worden. Rund 9,2 Prozent der Tests fielen positiv aus. In den beiden Kalenderwochen zuvor gab es jeweils rund 1,44 Millionen Tests.

Update, 17. November, 14.22 Uhr: Südkorea beschließt neue Corona-Schutzmaßnahmen

Südkorea verschärft angesichts des Aufwärtstrends bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus erneut die Versammlungsbeschränkungen. Vorerst sind jedoch nur die Region um die Hauptstadt Seoul und ein großer Teil der nordöstlichen Provinz Gangwon betroffen. Die verschärften Schutzmaßnahmen für zwei Wochen seien nötig, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern, sagte Gesundheitsminister Park Neung Hoo am Dienstag.

Auch kündigte Park an, die Zahl der Virustests zu erhöhen. Die Gesundheitsbehörden hatten zuvor mitgeteilt, dass am Montag den vierten Tag in Folge die täglich erfassten Infektionsfälle auf mehr als 200 gestiegen seien. Die meisten davon entfielen auf den Großraum Seoul.

Die neuen Regelungen gelten von Donnerstag an. Demnach sind unter anderem Versammlungen mit mehr als 100 Menschen bei Kundgebungen und Festivals verboten. Für Besucher von Kinos und Konzerten gelten strengere Abstandsregeln. In Unterhaltungseinrichtungen wie Nachtclubs darf nicht getanzt und in Karaoke-Räumen darf kein Essen verzehrt werden.

Seoul: Ein Mann mit Mund-Nasen-Schutz nimmt an einer Kundgebung teil, auf der Arbeiter für bessere Arbeitsbedingungen demonstrieren.
Seoul: Ein Mann mit Mund-Nasen-Schutz nimmt an einer Kundgebung teil, auf der Arbeiter für bessere Arbeitsbedingungen demonstrieren.  © Ahn Young-Joon/AP/dpa

Update, 17. November, 13.30 Uhr: Corona-Erkrankung dritthäufigste Todesursache in Schweden

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind rund zehn Prozent der Sterbefälle in Schweden auf Covid-19 zurückzuführen.

Damit war die durch das Corona-Virus ausgelöste Krankheit die dritthäufigste Todesursache, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Obersten Sozialbehörde des Landes. Im ersten Halbjahr 2020 waren rund 51.500 Menschen in Schweden gestorben, 14.000 davon an Herz- und Kreislauferkrankungen, 11.600 an Tumoren und 5500 an Covid-19.

Die Krankheit habe dazu beigetragen, dass die Sterblichkeit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei Frauen um 10 Prozent und bei Männern um 14 Prozent gestiegen sei, hieß es weiter. Im April sei Covid-19 sogar die häufigste Todesursache gewesen.

Stockholm: Menschen gehen an einem Restaurant vorbei.
Stockholm: Menschen gehen an einem Restaurant vorbei.  © Amir Nabizadeh/TT News Agency/dpa

Update, 17. November, 11.48 Uhr: Luftfilter in Klassenzimmern reichen nicht aus

In der Debatte um das Corona-Risiko an Schulen warnt das Umweltbundesamt davor, zu sehr auf mobile Luftreiniger zu setzen. Ihr Einsatz in Klassenzimmern sei kein Ersatz für das Lüften, weil sie nicht für die notwendige Zufuhr von Außenluft sorgten, teilte die Behörde am Dienstag mit.

Es gebe Fälle, in denen Luftreiniger das Lüften "sinnvoll ergänzen" könnten, wie Erkenntnisse der Kommission für Innenraumlufthygiene am Umweltbundesamt zeigten - nämlich dort, wo Fenster nicht ausreichend geöffnet werden könnten und auch keine Zu- und Abluftsysteme in Frage kämen. Luftreiniger könnten aber nicht alle Verunreinigungen aus der Raumluft entfernen.

Fürs richtige Lüften empfahl das Umweltbundesamt erneut, alle 20 Minuten für etwa drei bis fünf Minuten die Fenster weit zu öffnen und sie in den Unterrichtspausen durchgehend offen zu halten. Räume, die nicht über Fenster oder eine Lüftungsanlage mit Zufuhr von Außenluft gelüftet werden können, sind demnach für den Unterricht nicht geeignet.

Auch sachgemäßes Lüften schütze aber nicht vor einer Ansteckung über direkten Kontakt oder Tröpfcheninfektion auf kurzer Distanz. Abstand zu Anderen, regelmäßiges Händewaschen und das Tragen von Alltagsmasken seien daher auch in gelüfteten Räumen wichtig.

Update, 17. November, 11.20 Uhr: Mehr als 165.000 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden in den USA

Die USA haben mehr als 165.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Am Montag meldeten die Behörden 166.045 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore vom Dienstagmorgen hervorging. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 177.000 Fälle gemeldet wurden. Die Zahl der Toten binnen 24 Stunden lag bei 995.

Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Rund 247.000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl liegen die USA mit gut 75 Toten pro 100.000 Einwohner laut JHU weltweit auf dem 13. Platz.

Laguna Beach: Ein Schild weist Besucher der Forest Avenue in Kalifornien darauf hin, eine Maske zu tragen. Kalifornien führt wegen steigender Corona-Zahlen wieder härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ein.
Laguna Beach: Ein Schild weist Besucher der Forest Avenue in Kalifornien darauf hin, eine Maske zu tragen. Kalifornien führt wegen steigender Corona-Zahlen wieder härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ein.  © Jeff Gritchen/Orange County Register/ZUMA/dpa

Update, 17. November, 10.59 Uhr: Bildungsminister der Länder beraten über weiteres Vorgehen

Nach den Beratungen von Bund und Ländern über Maßnahmen zur Eindämmungen der Corona-Pandemie haben am Dienstag die Bildungsminister der Länder über das weitere Vorgehen an den Schulen beraten. Dazu gab es am Morgen eine Schaltkonferenz der Kultusministerkonferenz (KMK), wie ein Sprecher des Bildungsministeriums in Mainz mitteilte. Rheinland-Pfalz hat bis Ende des Jahres die KMK-Präsidentschaft. "Wir begrüßen das klare Bekenntnis zum Präsenzunterricht in dem Beschluss" vom Montag, sagte der Ministeriumssprecher.

Das Hygienekonzept für Schulen werde ständig den Gegebenheiten angepasst, erklärte das Ministerium am Dienstag. Aufgrund der steigenden Infektionen sei bereits eine Maskenpflicht für alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 eingeführt worden. Zudem gebe es zusätzliche Schnelltests für Kita, Grundschule und Kindertagespflege. Die Lehrkräfte erhielten zusätzliche Alltagsmasken und FFP2-Masken.

In Rheinland-Pfalz sind nach Angaben des Ministeriums zurzeit 231 Schulen nach Corona-Infektionen von Teilschließungen betroffen. Dort lernen einzelne Klassen oder Jahrgänge ausschließlich zu Hause.

Update, 17. November, 10.47 Uhr: Österreichischer Orden stellt wegen Corona Hostienbäckerei ein

Eine fast 100 Jahre alte Hostienbäckerei in Österreich wird Opfer der Coronavirus-Pandemie. Der Orden der katholischen Steyler Missionare in Mödling südlich von Wien stellt die Produktion Ende des Jahres ein, wie die katholische Presseagentur Kathpress Österreich am Dienstag berichtete. Eine wirtschaftliche Produktion sei nicht mehr möglich. Die Nachfrage sei seit Jahren zurückgegangen - und mit den Gottesdienstabsagen wegen der Pandemie weiter eingebrochen, hieß es.

Die Bäckerei war seit 1926 in Betrieb. Missionsschwestern backen bis heute auf einer 1972 angeschafften Waffelmaschine. Sie lieferten 2018 nach Angaben des Ordens noch mehr als vier Millionen der runden Oblaten aus Mehl und Wasser aus. Hostien werden Gläubigen bei der Wandlung in der katholischen Messe als "Leib Christi" gereicht. Künftig beliefert ein anderer Orden die Pfarreien: Karmelitinnen aus dem Bezirk St. Pölten backten weiter Hostien, berichtete Kathpress.

Update, 17. November, 9.50 Uhr: Merkel: Corona-Entscheidungen gehören zu schwierigsten der Amtszeit

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat um Verständnis für die starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Pandemie geworben. Die Maßnahmen seien eine "demokratische Zumutung", sagte sie am Dienstag bei einer Konferenz der "Süddeutschen Zeitung". Die Entscheidungen, die gerade getroffen werden müssten, gehörten zu den schwersten ihrer Amtszeit. Doch klar sei: "Wenn wir warten würden, bis die Intensivbetten voll belegt sind, wäre es zu spät."

Merkel betonte, Risikogruppen gebe es in Deutschland nicht nur in Alten- und Pflegeheimen. Es gebe viele Bürger mit Vorerkrankungen und solche, die älter als 60 Jahre seien. Diese müssten geschützt werden. Dabei hätten Wissenschaft und Gesellschaft in den vergangenen Monaten bereits viel gelernt. "Wir lernen in und mit der Pandemie", sagte Merkel. Das wichtigste bleibe die Nachverfolgung von Kontakten zur Unterbrechung von Infektionsketten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt sich ihre Mund-Nasen-Bedeckung auf, bevor sie nach einer Pressekonferenz einen Saal im Bundeskanzleramt verlässt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt sich ihre Mund-Nasen-Bedeckung auf, bevor sie nach einer Pressekonferenz einen Saal im Bundeskanzleramt verlässt.  © Odd Andersen/AFP/POOL/dpa

Update, 17. November, 9.39 Uhr: Arbeitsmarkt erholt sich leicht vom Corona-Schock

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im dritten Quartal dieses Jahres leicht vom Corona-Schock erholt. Nach einem deutlichen Rückgang im Frühjahr stieg die Zahl der Erwerbstätigen wieder um 0,1 Prozent auf 44,7 Millionen Menschen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

Bereinigt um Saisoneffekte machte das noch einen Rückgang um 0,1 Prozent zum Vorquartal aus. Zum Vorjahresquartal sank die Zahl der Erwerbstätigen in den Monaten Juli bis September allerdings um 1,4 Prozent oder 654.000 Menschen.

Betroffen waren hier vor allem die Bereiche Handel, Gastgewerbe und Verkehr sowie Leiharbeit. Auch in der Industrie gab es weniger Jobs, während Öffentlicher Dienst, Gesundheit sowie Information und Kommunikation zulegten. Überdurchschnittlich stark ging erneut die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Familienangehörigen zurück.

Update, 17. November, 8.58 Uhr: Virologin: "Abwarten in einer Pandemie ist meistens keine gute Idee"

Die Virologin Isabella Eckerle von der Universität Genf hält es für riskant, weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zurückzustellen. "Ein zögerliches Vorgehen beziehungsweise ein Abwarten in einer Pandemie ist meistens keine gute Idee", sagte Eckerle nach den Beratungen von Bund und Ländern am späten Montagabend in den ARD-"Tagesthemen". "Die Zahlen haben sich zwar verlangsamt, aber sie steigen immer noch an."

So lange die Entwicklung noch in die falsche Richtung gehe, sei klar, dass die Einschränkungen zumindest aufrechterhalten, wahrscheinlich aber verschärft werden müssten. "Wenn man die Infektionszahlen wirklich runter bekommen möchte, die Kliniken entlasten, in der Gesellschaft ein bisschen mehr Normalität haben möchte, dann wäre es besser gewesen, schon jetzt damit anzufangen", betonte Eckerle.

Sie verwies darauf, dass man die positiven Effekte von Einschränkungen erst mit Zeitverzögerung sehe. "Das ist sicher noch einmal ein bisschen Zeit, die man da verschenkt hat."

Die Virologin kritisierte, dass es bis heute nur wenige Daten zum Infektionsgeschehen an den Schulen gebe. Dort habe man in der Pandemie bisher zu wenig hingeschaut. "Man hat sich lange auf Daten aus der ersten Jahreshälfte berufen, wo sich gezeigt hatte, dass die Kinder eine nicht so große Rolle spielen. Das hat sich jetzt aber geändert."

Klar sei, dass viele infizierte Kinder ein wenig ausgeprägtes Krankheitsbild oder gar keine Symptome zeigten. Klar sei aber auch: "Bei hohen Infektionszahlen wie im Moment hat man auch Infektionszahlen an den Schulen. Das spiegelt einfach das Gesamtgeschehen in der Bevölkerung wider."

Update, 17. November, 8.06 Uhr: Ölpreise steigen - Corona-Impfstoff macht Hoffnung

Die Ölpreise sind am Dienstag nach Hinweisen auf eine konstante Ölproduktion namhafter Förderstaaten leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 44,18 US-Dollar. Das waren 36 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 28 Cent auf 41,62 Dollar. Damit nähern sich die Preise wieder dem Ende August erreichten Hoch nach dem Corona-Crash im Frühjahr, liegen aber weiter deutlich unter dem Niveau vom Jahresanfang.

Für Preisauftrieb sorgten zuletzt zwei Entwicklungen. Zum einen hat der US-Konzern Moderna am Montag positiv aufgenommene Testergebnisse zu seinem geplanten Corona-Impfstoff veröffentlicht. Die Aussichten für die derzeit schwächelnde Ölnachfrage wurden dadurch etwas aufgehellt.

Zum anderen zeichnet sich ab, dass der Ölverbund Opec+ auf seine geplante Förderanhebung zur Jahreswende verzichten wird. Einen entsprechenden Vorschlag unterbreitete am späten Montagabend ein technisches Komitee des Verbunds. An diesem Dienstag kommt ein Ministerausschuss zusammen, der über die Sache beraten will.

Update, 17. November, 6 Uhr: 14.419 Fälle: Corona-Neuinfektionen unter Vorwochenstand

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.419 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht.

Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 15.332 gelegen – und damit erstmals seit September unter dem Wert vom Dienstag zuvor (15.352). Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Update, 17. November, 1 Uhr: Kalifornien zieht Notbremse - Mehr als eine Million Corona-Infektionen

Kalifornien führt wegen steigender Corona-Zahlen wieder härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ein. Der Staat müsse die Notbremse ziehen, sagte Gouverneur Gavin Newsom am Montag. Vergangene Woche hatte der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA die Schwelle von einer Million bekannten Corona-Infektionen überschritten. In Kalifornien leben 40 Millionen Menschen. Für gut 94 Prozent der Bevölkerung gelten nun wieder strikte Auflagen.

Bars und Fitnesseinrichtungen müssen schließen, Restaurants können nur im Freien servieren oder außer Haus verkaufen. Schulen dürfen nur Online-Unterricht geben. Der Staat an der Westküste hatte sehr früh Corona-Beschränkungen erlassen, diese in den vergangenen Monaten aber langsam gelockert. Weiterhin gilt, dass man in der Öffentlichkeit eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen muss.

Seit Ausbruch der Pandemie sind in Kalifornien nach Angaben des Gouverneursbüros mehr als 18.200 Menschen an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Auf die Einwohnerzahl bezogen steht der Westküstenstaat aber besser dar als viele andere Bundesstaaten.

Update, 16. November, 23 Uhr: Biden warnt: Trumps Blockade könnte zu noch mehr Corona-Toten führen

Wegen der Weigerung von Amtsinhaber Donald Trump, die Übergabe der Regierungsgeschäfte einzuleiten, könnten nach Ansicht des gewählten US-Präsidenten Joe Biden noch mehr Menschen nach einer Corona-Infektion sterben.

Sein Team müsse zum Beispiel Zugang zu den Plänen bekommen, aus denen hervorgehe, wie mehr als 300 Millionen US-Amerikaner geimpft werden sollten, sagte der demokratische Politiker am Montag in seiner Heimatstadt Wilmington. "Das ist ein riesiges, riesiges Unterfangen", betonte Biden.

Der ehemalige Vizepräsident warnte: "Wenn wir uns nicht abstimmen, könnten mehr Menschen sterben." Wenn sein Team mit der Vorbereitung bis zur Amtseinführung am 20. Januar warten müsse, verzögere dies alles um einen oder um eineinhalb Monate. Deswegen sei es wichtig, dass die Abstimmung jetzt oder "so schnell wie möglich" stattfinde. Normalerweise beginnt das Verfahren zur Amtsübergabe in den USA nach der Wahl eines neuen Präsidenten sehr schnell.

Joe Biden, begleitet von Kamala Harris, spricht bei einer Pressekonferenz im The Queen Theatre über die Wirtschaftslage während der Corona-Pandemie.
Joe Biden, begleitet von Kamala Harris, spricht bei einer Pressekonferenz im The Queen Theatre über die Wirtschaftslage während der Corona-Pandemie.  © Andrew Harnik/AP/dpa

Update, 16. November, 22.20 Uhr: Hoffnung auf Corona-Impfstoff bringt Dow Rekord

Die Hoffnung auf einen weiteren aussichtsreichen Corona-Impfstoff hat dem Dow Jones Industrial am Montag einen Rekord beschert.

Der bekannteste US-Aktienindex kletterte im späten Handel bis auf 29.964 Punkte, womit er seine bisherige, erst eine Woche alte Bestmarke hinter sich ließ. Auf den Sprung über 30.000 Punkte müssen die Anleger aber weiter warten - zum Börsenschluss stand ein Plus von 1,60 Prozent auf 29.950,44 Punkte zu Buche.

Der marktbreite S&P 500 gewann letztlich 1,16 Prozent auf 3626,91 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 schaffte einen Kurszuwachs von 0,63 Prozent auf 12.013,39 Zähler.

Update, 16. November, 22.08 Uhr: Mehrheit für Rechtsgrundlage zur Massenkeulung dänischer Nerze steht

In Dänemark hat sich die Regierung eine politische Mehrheit für eine rechtliche Grundlage zur Massenkeulung von mehreren Millionen Nerzen gesichert.

Die sozialdemokratische Minderheitsregierung von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (42) einigte sich nach Angaben des Wirtschaftsministeriums am Montagabend mit ihren Unterstützerparteien aus dem linken Lager auf eine entsprechende Vereinbarung.

Damit wird erlaubt, alle Nerze in Dänemark zu töten - auch gesunde Nerze außerhalb der Risikogebiete rund um Nerzfarmen mit Corona-Ausbrüchen.

Die Regierung hatte am 3. November angekündigt, alle Nerze im Land töten zu wollen, weil das Coronavirus bei den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe.

Mette Frederiksen (42).
Mette Frederiksen (42).  © Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix/AP/dpa

Update, 16. November, 22.05 Uhr: Laschet: "Noch keine Trendwende, aber ein Zeichen der Hoffnung"

In Nordrhein-Westfalen gibt es nach Worten von Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) in der Corona-Krise "noch keine Trendwende, aber ein Zeichen der Hoffnung".

Der Sieben-Tages-Durchschnitt habe am Montag in NRW bei 4219 Infizierten gelegen, sagte Laschet am Abend in Düsseldorf nach einer Video-Konferenz von Bund und Ländern zur Corona-Krise. "Das ist der niedrigste Wert seit dem 6. November."

Allerdings bewegten sich die Infektionszahlen weiterhin auf einem "sehr hohen Grundniveau". Dennoch habe das Gesundheitssystem noch Reserven, so dass es noch nicht erforderlich sei, Operationen aufzuschieben, sagte Laschet.

Insgesamt hätten sich am Montag knapp 900 Covid-19-Patienten in NRW auf der Intensivstation befunden, davon 580 in Beatmung. 906 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit waren nach Zahlen der Landesregierung noch frei.

Armin Laschet (59, CDU).
Armin Laschet (59, CDU).  © Federico Gambarini/dpa

Update, 16. November, 21.56 Uhr: Zweiter Test positiv: Freiburgs Kwon in Quarantäne

Auch der zweite Corona-Test von Mittelfeldspieler Changhoon Kwon vom SC Freiburg ist positiv ausgefallen. Das teilte der badische Fußball-Bundesligist am späten Montagabend mit.

Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt bleibe der 26-Jährige bis einschließlich 25. November in häuslicher Quarantäne. Er fehlt den Freiburgern damit im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 am kommenden Sonntag (15.30 Uhr/Sky).

Kwon war während seiner Länderspielreise mit der südkoreanischen Nationalmannschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am Sonntag war er nach Freiburg zurückgekehrt und hatte sich einem weiteren Test unterzogen.

Changhoon Kwon vom SC Freiburg darf derzeit nicht spielen (Archivbild).
Changhoon Kwon vom SC Freiburg darf derzeit nicht spielen (Archivbild).  © Patrick Seeger/dpa

Update, 16. November, 21.33 Uhr: Dreyer kritisiert Vorbereitung von Bund-Länder-Schalte

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (59, SPD) hat die Vorbereitung der Bund-Länder-Schalte am Montag kritisiert.

Das Papier des Bundes habe "zu viel Unmut geführt", sagte Dreyer am Montagabend in Mainz. Dies sei mit ein Grund, "warum wir so lange getagt haben". In der Vorlage hätten sich "viele von uns" nicht wiedergefunden und auch die Gespräche nicht wiedergefunden. Insofern sei länger diskutiert worden, allerdings konstruktiv und nach vorne gewandt.

Dreyer regte an, wieder zum bewährten Verfahren zurückzukehren. Dabei seien die Vorlagen für eine Ministerpräsidentenkonferenz zwischen den A- und B-Ländern und dem Bundeskanzleramt vorbereitet worden. Bei den Themen, auf die man sich nicht einigen konnte, habe es dann einige eckige Klammern gegeben, über die diskutiert worden sei.

"Wir bereiten uns vor", kündigte Dreyer an. "Damit wir dann am Mittwoch mit gut vorbereiteten Vorlagen Beschlüsse fassen können, die allen dann letztendlich auch gerecht werden."

Update, 16. November, 21.11 Uhr: Israels Corona-Kabinett billigt weitere Lockerungen

Israels Corona-Kabinett hat weitere Lockerungen auf den Weg gebracht. Wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montagabend mitteilte, dürfen fünfte und sechste Klassen am Dienstag nächster Woche in ihre Klassenräume zurückkehren.

Eine Woche später sollen die elften und zwölften Klassen folgen. Dies gilt allerdings nur für Gegenden mit niedrigen Infektionszahlen - also für Orte, in denen die Corona-Ampel auf Grün oder Gelb steht. Dort dürfen auch Einkaufszentren unter Auflagen wieder öffnen.

Andererseits beschloss das Corona-Kabinett Verschärfungen für Gebiete mit hohen Infektionszahlen. So soll in Orten, in denen die Corona-Ampel auf Orange steht, wie in "roten" Orten künftig eine nächtliche Ausgangssperre gelten.

Update, 16. November, 21.03 Uhr: Länder wollen Merkel im Kampf gegen Corona nicht das Feld überlassen

Die Länder wollen sich bei der Vorbereitung neuer Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie künftig stärker einbringen und nicht Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) allein das Feld überlassen.

Das kündigte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), Berlins Regierungschef Michael Müller (55, SPD), am Montag nach einer Videokonferenz von Bund und Ländern an.

"Wir hatten ja in der Vergangenheit sehr gut funktionierende und geübte Verfahren, dass für gemeinsame Sitzungen gemeinsame Papiere auch gemeinsam erarbeitet werden", sagte Müller. "Und wir haben uns heute verständigt, dass wir da auch wieder hin wollen, dass wir zu diesen Verfahren zurückkehren."

Zuletzt habe das Kanzleramt mitunter "doch sehr kurzfristig" Papiere erarbeitet, und dafür könne es objektive Gründe geben. "Aber wir müssen das zwischen 16 Ländern auch noch beraten können. Und das dann am Sonntagabend um 23.00 Uhr machen zu müssen, und Montag früh geht es gleich weiter, dient oft auch der Sache nicht", so Müller.

Nötig sei ein Verfahren, "mit dem man sich intensiver und besser mit den Fragen auseinandersetzen kann, als es in den letzten zwei, drei Sitzungen der Fall war."

Merkel kann sich schonmal auf noch härteren Gegenwind einstellen.
Merkel kann sich schonmal auf noch härteren Gegenwind einstellen.  © Odd Andersen/AFP/POOL/dpa

Update, 16. November, 20.59 Uhr: Weil sieht deutliche Fortschritte und verteidigt Schulkurs

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (61, SPD) sieht in der Bekämpfung der Corona-Epidemie erste Erfolge, hält die Lage aber noch nicht für zufriedenstellend.

"Wir können feststellen, dass wir deutliche Fortschritte gemacht haben", sagte Weil am Montagabend nach den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Weil verteidigte den Kurs der Länder, die den Wunsch des Bundes nach weitergreifenden Maßnahmen an den Schulen zurückgewiesen hatten. Zum einen sei die Infektionslage in den Regionen unterschiedlich.

Andererseits habe sich in Niedersachsen der bisherige Kurs bewährt. An 80 Prozent der Schulen habe in der vergangenen Woche Präsenzunterricht stattfinden können.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (61, SPD).
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (61, SPD).  © Sina Schuldt/dpa

Update, 16. November, 20.57 Uhr: Sachsen-Anhalt bei Corona-Eindämmung laut Haseloff auf gutem Weg

Zwei Wochen nach Beginn des staatlich verordneten Teil-Lockdowns ist Sachsen-Anhalt nach Einschätzung von Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU) auf einem guten Weg, die Corona-Pandemie einzudämmen.

Anders als in der Mehrheit der Bundesländer sei in Sachsen-Anhalt eine deutliche Deckelung des Infektionsgeschehens zu erkennen, sagte der CDU-Politiker am Montag nach einer Schalte mit seinen Amtskollegen von Bund und Ländern.

Ähnliche Fortschritte seien in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zu erkennen. Alle drei Länder haben seit Beginn der Pandemie im Frühjahr vergleichsweise geringe Fallzahlen.

Allerdings sei das Ziel noch nicht erreicht, das Geschehen auf weniger als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner und Woche zu senken. Haseloff appellierte an alle, auf alle unnötigen Kontakte im beruflichen wie im privaten Bereich zu verzichten, um die Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 weiter zu bremsen.

Reiner Haseloff (66, CDU).
Reiner Haseloff (66, CDU).  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 16. November, 20.54 Uhr: Airbus-Zulieferer Diehl Aviation baut 1400 Stellen in Deutschland ab

Als Reaktion auf die Corona-Krise will der Airbus-Zulieferer Diehl Aviation bis 2022 in Deutschland 1400 Stellen abbauen. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Laupheim bei Ulm am Montag mit.

Auf betriebsbedingte Kündigungen solle so weit wie möglich verzichtet werden - etwa durch Altersteilzeit und ein Freiwilligenprogramm. Betroffen seien davon alle Bereiche, Standorte und Gesellschaften.

Durch den Stellenabbau will das Unternehmen ab 2023 wieder in die Gewinnzone zurück. Starten sollen die Restrukturierungsmaßnahmen 2021. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 5500 Mitarbeiter.

Update, 16. November, 20.48 Uhr: Keine Aussage zu Restaurant- und Kulturbetrieb im Dezember

Die Frage, ob Restaurants, Kultureinrichtungen oder Fitnessstudios im Dezember wieder aufmachen können, bleibt zunächst unbeantwortet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder fassten dazu bei ihrem Gespräch über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise am Montag keine Beschlüsse.

Offiziell gilt weiterhin die Aussage der letzten Beratungen der Kanzlerin mit den Länderchefs von Ende Oktober, dass die Schließung der Einrichtungen in Kultur, Unterhaltung und Gastronomie bis Ende November befristet sein soll.

Allerdings hatte etwa Wirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU) in der Bild am Sonntag bereits wenig Hoffnungen gemacht und gesagt, er sehe für das Öffnen von Restaurants und Kinos wenig Spielraum.

Merkel sagte nach den Beratungen am Montag lediglich, man sei durch das Schließen bestimmter Einrichtungen im Freizeitbereich aus dem exponentiellen Wachstum herausgekommen, und man müsse nun darüber sprechen, ob man das zum 1. Dezember alles wieder öffnen könne oder nicht.

Im gemeinsamen Beschlusspapier von Bund und Ländern vom Montag wird das Thema nicht erwähnt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat nicht zu allem etwas zu sagen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat nicht zu allem etwas zu sagen.  © Odd Andersen/AFP/POOL/dpa

Update, 16. November, 20.36 Uhr: Günther: Länder machen bis Montag eigene Corona-Vorschläge

Die Länder wollen bis zum kommenden Montag dem Bund eigene Vorschläge zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie unterbreiten.

Dies kündigte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (47) am Montagabend nach stundenlangen Corona-Beratungen zwischen Bund und Ländern an.

Am Mittwoch nächster Woche soll es dann die nächste Konferenz der Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) geben. Es sei richtig, für weitere Entscheidungen abzuwarten, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt hat, sagte Günther.

An diesem Montag sei es noch nicht an der Zeit gewesen, über Lockerungen oder Verschärfungen nachzudenken. Hierüber habe es auch Einvernehmen zwischen den Ländern gegeben.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (47).
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (47).  © Wolfgang Schmidt/dpa

Update, 16. November, 20.33 Uhr: Müller mahnt längerfristige politische Strategien gegen Corona an

Zur Halbzeit des vierwöchigen Teil-Lockdowns hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (55) längerfristige politische Strategien zur Eindämmung der Corona-Pandemie gefordert.

"Sie können jede einzelne Maßnahme jeden Tag neu beschließen", sagte der SPD-Politiker am Montag nach einer Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und den Ministerpräsidenten der anderen Länder.

"Aber wir sind an einem Punkt, wo man einerseits konkret auf die Zahlen reagieren muss, und wo man auf der anderen Seite auch für die Wintermonate nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch Institutionen, Häusern, der Kultur, der Gastronomie einmal eine Perspektive vermitteln muss, wo es hingehen kann."

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (55) bei der PK.
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (55) bei der PK.  © Odd Andersen/AFP/POOL/dpa

Update, 16. November, 20.13 Uhr: Tschentscher: Noch zu früh für Lockerungen zu Weihnachten

Der sogenannte Wellenbrecher-Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist nach Ansicht des Hamburger Bürgermeisters Peter Tschentscher (54, SPD) erfolgreich.

Für eine Lockerung der Maßnahmen Richtung Weihnachten und Silvester sei es aber noch zu früh, sagte der SPD-Politiker am Montagabend nach Beratungen der Länderregierungschefs mit der Kanzlerin. Zwar habe man noch drastischere Einschränkungen abwenden können.

Zunächst müsse aber die weitere Entwicklung bei den Zahlen der Neuinfektionen abgewartet werden, da es noch keine ausreichende Planungsperspektive für Lockerungen gebe. "Wir haben uns aber vorgenommen, dieses Perspektive so bald wie möglich zu entwickeln und dann auch zu sagen, wie es Weihnachten und Silvester weitergehen kann", sagte Tschentscher.

Der Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (54, SPD).
Der Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (54, SPD).  © Christian Charisius/dpa

Update, 16. November, 20.11 Uhr: Dreyer: Maßnahmen wirken - aber noch keine Corona-Trendwende

Nach den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit den Ländern hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (59, SPD) ein bis Januar geltendes Gesamtkonzept für Corona-Maßnahmen angekündigt.

So könnten nach einem für die kommende Woche geplanten Beschluss alle Menschen auf dieser Grundlage ihre Vorbereitungen für Weihnachten, Silvester und einen Winterurlaub treffen, sagte Dreyer am Montagabend in Mainz.

Mit Blick auf den steilen Anstieg der Corona-Infektionen im Herbst sagte Dreyer, "dass wir die Welle erstmal gebrochen haben". Die Dynamik der Neuinfektionen habe dank der Einschränkungen seit Anfang November abgebremst werden können. "Allerdings haben wir die Trendwende noch nicht erreicht", sagte die Ministerpräsidentin.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (59, SPD).
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (59, SPD).  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 16. November, 20.08 Uhr: Kretschmann warnt vor "langen, harten Wintermonaten" wegen Corona

Angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen hat der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72) die Menschen im Südwesten auf weitere harte Monate eingestimmt.

"An Lockerungen ist in den kommenden Wochen nicht zu denken", sagte der Grünen-Politiker am Montagabend nach den Gesprächen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. "Wir müssen uns vielmehr auf lange, harte Wintermonate einstellen".

Die Infektionszahlen stagnierten zwar, sie seien aber nach wie vor zu hoch, um die aktuellen Einschränkungen zu lockern. "Wir müssen alle noch eine Schippe drauflegen", sagte Kretschmann.

Bund und Länder hätten daher in ihren mehrstündigen Beratungen vereinbart, die weitere Entwicklung zunächst noch "einige Tage zu beobachten". Mitte der kommenden Woche würden Merkel und die Ministerpräsidenten die Lage erneut bewerten und dann gegebenenfalls auch Vorschriften verschärfen.

Das Offenhalten von Kitas und Schulen habe aber nach wie vor eine Priorität, sagte Kretschmann.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72) will nichts beschönigen.
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72) will nichts beschönigen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 16. November, 20.05 Uhr: Söder stellt längere und schärfere Anti-Corona-Maßnahmen in Aussicht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) hat die Menschen in Deutschland auf eine Verlängerung und weitere Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen über das Monatsende hinaus eingestimmt.

"Ich habe wenig Hoffnung, dass Ende November alles wieder gut ist", sagte Söder am Montagabend in Berlin nach Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und den anderen Ministerpräsidenten der Länder. Man müsse die Maßnahmen deshalb "lieber verlängern statt vorzeitig abzubrechen". "Im Zweifel müssen wir auf Sicherheit setzen."

Die Neuinfektions-Zahlen begännen zu stagnieren, sagte Söder, betonte aber: "Es reicht noch nicht." Ziel müsse sein, die Zahl Richtung 50 zu senken, um Infektionsketten nachverfolgen und ein diffuses Geschehen verhindern zu können. Söder kündigte konkrete Beschlüsse für kommende Woche an.

Söder fügte hinzu, um das Weihnachtfest mache er sich fast weniger Sorgen als um Silvester. Er fügte hinzu: "So richtig vorstellen mag ich mir nicht, dass wirklich große Skiferien wieder stattfinden."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) macht sich keine Illusionen.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) macht sich keine Illusionen.  © Odd Andersen/AFP/POOL/dpa

Update, 16. November, 20.01 Uhr: Vorerst keine Corona-Lockerungen für den Sport

Wie erwartet gibt es für den Sport vorerst keine Lockerungen der Ende Oktober verschärften Corona-Regeln.

Bund und Länder wollen erst auf ihrer nächsten Konferenz am 25. November "über konkrete Schlussfolgerungen sowie die weitere Perspektive für Dezember und Januar im Rahmen eines Gesamtkonzepts diskutieren und entscheiden", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) am Montag nach einem gut fünfstündigen Austausch mit den Ministerpräsidenten.

"Nächste Woche ist die Woche der Entscheidungen", verkündete Bayerns Landeschef Markus Söder (53, CSU).

Merkel und Söder bei der PK.
Merkel und Söder bei der PK.  © Odd Andersen/AFP/POOL/dpa

Update, 16. November, 19.58 Uhr: Corona-Lage laut Müller weiter besorgniserregend

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (55, SPD) schätzt die Corona-Lage in Deutschland nach zwei Wochen Teil-Lockdown weiterhin als problematisch ein.

"Die Situation ist weiter besorgniserregend", sagte der SPD-Politiker am Montag nach einer Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der anderen Länder.

In den zurückliegenden Wochen sei zwar durch die Maßnahmen einiges erreicht worden. "Aber das ist nicht genug." Müller nannte ein aus seiner Sicht bedrückendes Beispiel aus Berlin: Dort seien erstmals 1000 Corona-Patienten in Krankenhäusern, die gleichzeitig behandelt werden müssten. "Das ist nicht wegzudiskutieren."

Deshalb sei es gut, dass Bund und Länder in der kommenden Woche erneut zusammenkommen und dann auch Beschlüsse zu den längerfristigen Perspektiven im Umgang mit der Pandemie für Dezember und für Januar fassen wollten.

"Die Wintermonate werden nicht einfach werden", so Müller, der momentan Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (55, SPD).
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (55, SPD).  © Christoph Soeder/dpa

Update, 16. November, 19.55 Uhr: Bund und Länder planen Ausblick zu Corona-Vorgehen bis ins neue Jahr

Bund und Länder wollen demnächst einen Ausblick auf das weitere Vorgehen beim Corona-Krisenmanagement bis Anfang des neuen Jahres geben.

Dies werde bei einer Konferenz am 25. November angestrebt, sagte Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) am Montagabend in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Zu 100 Prozent lasse sich die Entwicklung nicht voraussagen. Angestrebt werde aber Berechenbarkeit und Planbarkeit über Weihnachten und den Jahreswechsel hinaus. Der beschlossene Teil-Lockdown mit Schließungen zahlreicher Einrichtungen läuft vorerst bis Ende November.

Merkel betonte, Kontaktbeschränkungen seien "das Erfolgsrezept", um die Virus-Ausbreitung zu bremsen: "Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut für die Bekämpfung der Pandemie." Wichtig sei zudem, in Regionen mit hohen Fallzahlen stärker gegenzusteuern.

Update, 16. November, 19.47 Uhr: Corona-Beratungen: Bund und Länder vertagen Entscheidung über Schulen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder haben eine Entscheidung über das weitere Vorgehen an den Schulen in der Corona-Pandemie vertagt.

"Bund und Länder werden auf der nächsten Konferenz darüber beraten, wie Ansteckungsrisiken im Schulbereich in Hotspots reduziert werden können", beschlossen Merkel und die Länderchefs am Montag nach mehrstündigen Beratungen. Das nächste Gespräch ist nach Angaben der Bundeskanzlerin für den 25. November geplant.

Merkel am Montagabend bei der PK.
Merkel am Montagabend bei der PK.  © Odd Andersen/AFP/POOL/dpa

Update, 16. November, 19.45 Uhr: Lauterbach kritisiert Schulen

An deutschen Schulen wird nach Einschätzung von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57) nicht genug gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie getan.

"Das Problem in den Schulen ist in Deutschland immer unterschätzt worden", sagte er am Montag in Berlin auf dem Süddeutsche Zeitung Wirtschaftsgipfel. Die Infiziertenzahl bei den 10- bis 19-Jährigen sei derzeit ungefähr zehnmal so hoch wie während der ersten Corona-Welle im Shutdown.

Natürlich sei es auch denkbar, dass sich diese Kinder bei ihren Eltern infizierten, "aber die Studien zeigen, dass sich Kinder in erster Linie untereinander infizieren in der Schule und dann ihre Eltern infizieren", sagte Lauterbach.

"Wenn es so weiter läuft, würden wir erwarten, dass wir das, was wir in den Restaurants, in den Gaststätten und dergleichen erkämpfen, dass wir das in den Schulen verlieren, und zwar komplett."

Er plädiere "ohne Wenn und Aber" dafür, Schulklassen zu halbieren. Man habe sieben oder acht Monate Zeit gehabt, das Lernen von zu Hause aus vorzubereiten. Viele Länder in Skandinavien oder auch in Asien hätten das geschafft. Grundschulen nahm er von seinen Appellen aus, weil die Infektionszahlen hier geringer seien und das Ansteckungsrisiko geringer erscheine.

Mit Blick auf gesellschaftliche Entbehrungen sagte der Epidemiologe, man müsse sich "am Riemen reißen". Ein Teil der Menschen werde später auf eine verschobene Hochzeit zurückblicken, während andere mit Spätfolgen der Krankheit zu kämpfen hätten.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57).
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57).  © Oliver Berg/dpa

Update, 16. November, 19.42 Uhr: Merkel: Länder wollten mehrheitlich keine Corona-Rechtsänderungen

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben nach Darstellung von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) neue verpflichtende Beschränkungen wegen der Corona-Krise verhindert.

Die Länder seien mehrheitlich der Meinung gewesen, vor Ablauf der derzeitigen Vorschriften Ende November keine "Zwischen-Rechtsänderungen" vorzunehmen, sagte Merkel nach den Beratungen am Montagabend in Berlin. Bei diesem Thema sei sie durchaus etwas anderer Meinung gewesen.

Merkel betonte, seit den im Oktober getroffenen Beschlüssen habe sich die Infektionslage zwar verbessert, aber eine Trendumkehr sei nicht erreicht worden. Von einem Wert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche sei man noch weit entfernt.

Deshalb müssten sich die Menschen weiter einschränken und Kontakte so weit wie möglich vermeiden. Mitte der kommenden Woche wollen Merkel und die Ministerpräsidenten die Lage erneut bewerten und dann gegebenenfalls auch Vorschriften verschärfen.

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).
Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 16. November, 19.36 Uhr: Gefährdete Gruppen erhalten günstige FFP2-Masken

Bund und Länder wollen besonders gefährdete Menschen mit günstigen FFP2-Masken vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bewahren.

Über 65-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollen insgesamt 15 dieser Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten können, heißt es in einem Beschluss von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und der Ministerpräsidenten der Länder vom Montag. Die Kosten übernimmt demnach der Bund.

Update, 16. November, 19.24 Uhr: Corona-Ausbrüche in zwei Mannheimer Altenheimen - acht Tote

Nach Corona-Ausbrüchen in zwei Alten- und Pflegeheimen in Mannheim (Baden-Württemberg) sind acht Bewohner gestorben.

In einem Heim im Stadtteil Gartenstadt seien vier Frauen und drei Männer im Alter zwischen 77 und 88 Jahren am Wochenende und vergangenen Woche gestorben, teilte die Evangelische Kirche Mannheim als Betreiber am Montag mit. 51 der 90 Bewohner seien infiziert. Auch 20 Mitarbeiter hätten sich mit dem Coronavirus angesteckt. Besuche seien aktuell nicht gestattet.

Update, 16. November, 19.22 Uhr: Bund und Länder appellieren: Keine privaten Feiern mehr

Zum Eindämmen der Corona-Pandemie rufen Bund und Länder die Bürger auf, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren.

Sie sollten gänzlich auf private Feiern verzichten, private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollten auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt werden.

Das schließe auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein. Auf diesen Appell verständigten sich nach dpa-Informationen Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Montag in ihrer Videokonferenz.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, nehmen an einer Videokonferenz mit den Regierungschefs der Bundesländer teil.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, nehmen an einer Videokonferenz mit den Regierungschefs der Bundesländer teil.  © Jesco Denzel/Bundespresseamt/dpa

Update, 16. November, 19.15 Uhr: Landkreis erteilt keine Ausnahmegenehmigung für AfD-Landesparteitag

Die bayerische AfD bekommt keine Genehmigung für ihren an diesem Samstag (21. November) im mittelfränkischen Greding geplanten Landesparteitag.

Wie das Landratsamt in Roth am Montagabend betonte, seien derzeit Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie grundsätzlich nicht zugelassen. Wegen des massiv gestiegenen Infektionsgeschehens könne keine Ausnahmegenehmigung erteilt werden.

Der AfD-Landesvorstand erklärte daraufhin, dass er nun gegen diese Entscheidung juristisch vorgehen wolle. Bei dem Parteitag gehe es darum, eine Landesliste für die Bundestagswahl in einem Jahr aufzustellen.

Die AfD habe der Kreisbehörde ein Hygienekonzept vorgelegt, das einen Parteitag in einer Halle und einem Zelt vorsah. Demnach hätten 750 Personen an dem Parteitag teilnehmen sollen.

Update, 16. November, 18.38 Uhr: Baerbock zu Infektionsschutzgesetz: Soziale Kontakte gewährleisten

Grünen-Chefin Annalena Baerbock (39) fordert, dass das Infektionsschutzgesetz nach seiner Überarbeitung ein Minimum an zwischenmenschlichen Kontakten und Bewegungsfreiheit gewährleisten muss.

Es müsse deutlich sein, dass "ein Mindestmaß an sozialen Kontakten und ein Verlassen der eigenen Wohnung immer" möglich sei, sagte Baerbock am Montag in Berlin. Zudem müssten die Einschränkungen begründet und immer auch befristet sein.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock (39).
Grünen-Chefin Annalena Baerbock (39).  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. November, 18.32 Uhr: Regierung in Tschechien will Notstand bis Weihnachten verlängern

In Tschechien soll der Corona-Notstand bis kurz vor Weihnachten verlängert werden. Dies kündigte Gesundheitsminister Jan Blatny nach einer Kabinettssitzung am Montagabend in Prag an.

Die endgültige Entscheidung über eine Verlängerung bis zum 20. Dezember liegt beim Parlament. Es soll am Donnerstag beraten. Der Notstand gilt in dem EU-Mitgliedsland bereits seit Anfang Oktober. Bislang ist er nur bis Freitag dieser Woche terminiert.

Zudem beschloss die Regierung, dass die Kundenzahl in Geschäften auf eine Person je 15 Quadratmeter beschränkt werden soll.

Die Verordnung tritt an diesem Mittwoch in Kraft. Einzelhandelsverbände warnten vor langen Warteschlangen vor Supermärkten. Aktuell dürfen nur Geschäfte des täglichen Bedarfs öffnen.

Der tschechische Gesundheitsminister Jan Blatny.
Der tschechische Gesundheitsminister Jan Blatny.  © Ondøej Deml/CTK/dpa

Update, 16. November, 18.12 Uhr: Zwei irische Fußball-Nationalspieler positiv auf Coronavirus getestet

Zwei Profis der irischen Fußball-Nationalmannschaft sind positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Wie der nationale Fußballverband FAI am Montag mitteilte, wurden Tottenhams Verteidiger Matt Doherty und Stoke-Flügelspieler James McClean vom Rest des irischen Kaders isoliert, der nach dem Nations-League-Spiel in Wales (0:1) von Cardiff nach Dublin zurückflog.

Mittelfeldspieler Alan Browne war schon nach der 0:3-Niederlage gegen England am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden. Er stand in dieser Partie zusammen mit Doherty und McClean in der Mannschaft.

Update, 16. November, 17.53 Uhr: Regierung verteidigt #besonderehelden-Videos gegen Kritik

Die Bundesregierung hat die breite Aufmerksamkeit für eine Video-Kampagne begrüßt, in der sie Nichtstuer während der Corona-Krise augenzwinkernd zu Helden erklärt.

"Da ist viel Aufmerksamkeit auf genau diese zentrale Botschaft, die uns wichtig war, gelenkt worden", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. Zugleich respektiere er, wenn einzelne Menschen sich unwohl fühlten mit solchen Spots.

Mit den Videos mit dem Schlagwort #besonderehelden sollen junge Menschen dazu animiert werden, Kontakte zu reduzieren. Der Versuch, diese Botschaft humorvoll zu verbreiten, war allerdings auf ein gemischtes Echo gestoßen.

In den Videos erzählen fiktive ältere Menschen aus der Zukunft rückblickend, wie sie als junge Leute die zweite Welle "damals in diesem Corona-Winter 2020" erlebt haben. Sie hätten "absolut gar nichts" getan und seien "faul wie die Waschbären" gewesen, sagt ein Mann in einem der Videos.

"Unsere Couch war die Front, und unsere Geduld war die Waffe." Und: "So wurden wir zu Helden." Zwei Videos mit ähnlicher Handlung erschienen am Wochenende, ein weiteres am Montag. Die Videos enden jeweils mit dem Appell der Bundesregierung: "Werde auch du zum Helden und bleib zuhause".

Update, 16. November, 17.47 Uhr: Turner-Bund fordert pandemieangepasste Öffnung der Sporträume

Der Deutsche Turner-Bund akzeptiert den Beschluss von Bund und Ländern zur Bekämpfung des Coronavirus grundsätzlich, setzt sich aber für eine differenzierte Betrachtung der Vereinsangebote und für eine pandemieangepasste Öffnung der Sporträume ein.

In einer am Montag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung des DTB und der Landesturnverbände werden zugleich klare Forderungen an die Politik formuliert.

"Wir sind davon überzeugt und haben gute Argumente dafür, dass dies am besten zu leisten ist, wenn angepasste Bewegungsangebote in unseren Vereinen möglich sind und unsere Vereinsangebote nicht komplett eingestellt werden", erklärte DTB-Präsident Alfons Hölzl.

DTB-Präsident Alfons Hölzl (Archivbild).
DTB-Präsident Alfons Hölzl (Archivbild).  © Rainer Jensen/dpa

Update, 16. November, 17.39 Uhr: Harter Lockdown in Österreich beginnt

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird in Österreich das öffentliche Leben wieder auf Minimalbetrieb heruntergefahren.

Von Dienstag bis zum 6. Dezember kommt es zum Lockdown. So gelten ab Mitternacht erneut Ausgangsbeschränkungen für die knapp neun Millionen Bürger. Wie bereits zu Beginn der Pandemie im Frühjahr ist das Verlassen von Haus und Wohnung nur aus bestimmten Gründen erlaubt - wie zum Beispiel zum Einkaufen, für unbedingt nötige Fahrten zur Arbeit, für Arztbesuche oder auch zum Spaziergehen und Joggen.

Fast alle Geschäfte sind zu. Nur die Läden für den täglichen Bedarf wie etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Banken sind geöffnet. Die Schulen stellen auf Fernunterricht um.

Kanzler Kurz (34) zieht in Österreich erneut die Notbremse.
Kanzler Kurz (34) zieht in Österreich erneut die Notbremse.  © Herbert Neubauer/APA/dpa

Update, 16. November, 17.31 Uhr: Gericht: Schließung von Kosmetikstudios und Massage-Praxen unzulässig

Mehrere Betreiber von Kosmetikstudios und Massage-Praxen im Saarland haben sich vor Gericht erfolgreich gegen die Schließung ihrer Geschäfte während des Teil-Lockdowns gewehrt.

Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes sieht in dem umfassenden Betriebsverbot "eine sachlich nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung" gegenüber anderen "körpernahen Dienstleistern", wie das Gericht am Montag in Saarlouis zur Entscheidung in Eilverfahren mitteilte (Aktenzeichen 2 B 337/20 und 2 B 340/20).

Es sei nicht nachvollziehbar, wieso unter dem Gesichtspunkt der Pandemiebekämpfung Friseurgeschäfte, Tattoo- und Piercings-Studios geöffnet bleiben dürften, während die Studios der Antragsteller schließen müssen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen des Robert Koch-Instituts seien diese nicht relevant für die Verbreitung des Coronavirus, stellte das Gericht fest. Die Entscheidung sei nicht anfechtbar.

Update, 16. November, 17.21 Uhr: Aktuelle Deutschland-Karte

Ein Land sieht rot: Die bestätigten Fälle in Deutschland in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.
Ein Land sieht rot: Die bestätigten Fälle in Deutschland in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.  © TAG24

Update, 16. November, 17.04 Uhr: Weitere ukrainische Spieler positiv getestet - Schweiz-Spiel fraglich

Zwei in der Partie gegen Deutschland eingesetzte ukrainische Fußball-Nationalspieler sowie ein weiterer Akteur der Osteuropäer sind positiv auf das Coronavirus getestet worden.

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Update, 16. November, 17.03 Uhr: Baerbock zu Corona-Maßnahmen: Kinder sind "keine kleinen Erwachsenen"

Grünen-Chefin Annalena Baerbock (39) hat mit Blick auf Anti-Corona-Maßnahmen davor gewarnt, die Bedürfnisse von Kindern zu vernachlässigen.

Man müsse anerkennen, "dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind", sagte Baerbock am Montag in Berlin. Man könne nicht Regelungen, die für Erwachsene funktionieren, so auf Schulen und Kitas übertragen. "Kinder haben ein Recht nicht nur auf Bildung, sondern auch auf kindliche Entwicklung."

Baerbock kritisierte etwa Vorschläge aus einer Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit den Ministerpräsidenten. Der sah vor, dass Kinder und Jugendliche dazu angehalten werden, sich nur noch mit einem festen Freund in der Freizeit zu treffen.

"Das geht vollkommen an der Lebensrealität von Kindern vorbei", sagte Baerbock. "Es ist nicht nur nicht verhältnismäßig, sondern auch ungerecht im Vergleich zu Erwachsenen", wenn diese sich mit mehr als einem Erwachsenen treffen dürften.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock (39).
Grünen-Chefin Annalena Baerbock (39).  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. November, 16.45 Uhr: Medizintechnik: Branche ist nicht der "Profiteur der Pandemie"

Trotz des gestiegenen Bedarfs an Beatmungsgeräten und anderer technischer Ausstattung sind die deutschen Medizintechnik-Hersteller nicht von Rückgängen durch die Corona-Pandemie verschont geblieben.

Für 2020 werde mit einem Umsatzminus von 3,6 Prozent auf 32,1 Milliarden Euro gerechnet, teilte der Branchenverband Spectaris am Montag bei einer Online-Pressekonferenz aus Anlass der Medizinmesse Medica in Düsseldorf mit. Der Auftragseingang habe von Januar bis September fast 7 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum gelegen.

Update, 16. November, 16.31 Uhr: Forschungsministerin spricht dank Moderna-Impfstoff von "weiterem Lichtblick"

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (49, CDU) hat die vielversprechenden Nachrichten des US-Pharmakonzerns Moderna bei dessen Suche nach einem Corona-Impfstoff begrüßt.

Dies sei ein "weiterer Lichtblick im Kampf gegen Covid-19", sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Moderna hatte zuvor Daten zu einem Impfstoff-Kandidaten vorgelegt, die Hoffnung machen. Laut Mitteilung des Konzerns hat der Impfstoff eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent.

Zudem wurde bekannt, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema ein sogenanntes Rolling-Review-Verfahren zu dem Moderna-Impfstoff beginnt, das eine vergleichsweise rasche Zulassung zum Ziel hat.

Karliczek sprach von "sehr erfreulichen" Daten. "Ich hoffe, dass sich diese aktuellen Studiendaten im weiteren Verfahren bestätigen werden."

Moderna werde durch die internationale Impfstoff-Allianz CEPI gefördert. Deutschland beteiligt sich finanziell an der Allianz und fördert laut Ministerium darüber Projekte zur Corona-Impfstoffentwicklung mit 230 Millionen Euro

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (49, CDU).
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (49, CDU).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 16. November, 16.18 Uhr: Von der Leyen: Impfstoff-Vertrag mit Curevac abgeschlossen

Die EU-Kommission hat mit der Tübinger Firma Curevac einen Vertrag über den Kauf von bis zu 405 Millionen Dosen Corona-Impfstoff vereinbart.

Dies teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) am Montagnachmittag in Brüssel mit. Es handelt sich um den fünften Rahmenvertrag mit Pharmafirmen, die einen aussichtsreichen Impfstoff gegen das Coronavirus in der Entwicklung haben.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62).
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62).  © Olivier Hoslet/EPA Pool/AP/dpa

Update, 16. November, 16.13 Uhr: Wie häufig ist Corona im urbanen Raum? - RKI startet Studie in Berlin

Als erster großstädtischer Raum wird Berlin-Mitte Teil einer Corona-Antikörper-Studie des Robert Koch-Instituts (RKI).

Von Dienstag an sollen rund drei Wochen lang bis zu 2000 Bewohner einbezogen werden, wie Studienleiterin Claudia Santos-Hövener am Montag in Berlin sagte. Bisher hätten sich von den zufällig ausgewählten Menschen knapp 950 zur Teilnahme bereit erklärt.

Den Freiwilligen stehen etwa ein Rachenabstrich und eine Blutentnahme bevor: Der Abstrich wird auf eine akute Infektion untersucht, die Blutprobe auf Antikörper.

Deren Nachweis gilt als Hinweis auf eine durchgemachte Infektion. Das RKI hofft auf Erkenntnisse zur Dunkelziffer und zum Anteil symptomloser Infizierter. Erste Ergebnisse sollen Ende Januar, Anfang Februar 2021 vorliegen.

Claudia Santos-Hövener vom Robert Koch-Institut.
Claudia Santos-Hövener vom Robert Koch-Institut.  © Marijan Murat/dpa

Update, 16. November, 16.10 Uhr: Veranstalter planen Nordische Ski-WM mit 2000 bis 2500 Zuschauern

Die Nordische Ski-WM in Oberstdorf soll nach derzeitigem Stand trotz der Corona-Krise mit Publikum stattfinden.

In der Skisprung-Arena sollen 2500 Zuschauer pro Wettbewerb zugelassen werden, im Langlauf-Stadion ist eine reduzierte Kapazität von 2000 Fans geplant, wie die Geschäftsführer Florian Stern und Moritz Beckers-Schwarz in einer Video-Pressekonferenz am Montag sagten.

Das Event im Allgäu soll am 23. Februar 2021 beginnen und bis zum 7. März dauern. Am Montag informierten die Verantwortlichen 100 Tage vor WM-Beginn über den aktuellen Stand.

Update, 16. November, 15.52 Uhr: Rom erwartet "entscheidende" Woche im Anti-Corona-Kampf

Italiens Regierung stuft die nächsten sieben bis zehn Tage als entscheidende Phase im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung ein.

Wie Gesundheitsminister Roberto Speranza sagte, gebe es ein Bündel von Anzeichen, dass sich die Lage in dem Mittelmeerland stabilisieren könnte. Der Minister sprach in der Zeitung La Stampa vom Montag davon, dass für Italien in der zweiten Corona-Welle das "Plateau" in Sicht sei, wenn sich etwa die Ansteckungsraten und die Zahl der Intensivpatienten weiter stabilisierten.

Zugleich kündigten mehrere Regionen auf ihrem Gebiet neue Maßnahmen an.

Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza.
Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza.  © Roberto Monaldo.Lapress/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Update, 16. November, 15.51 Uhr: Ungarn und Polen blockieren Beschluss für EU-Corona-Hilfen

Der notwendige Beschluss für die milliardenschweren Corona-Hilfen der EU ist blockiert.

Ungarn und Polen verhinderten am Montag aus Protest gegen ein neues Verfahren zur Ahndung von Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit, dass der politische Entscheidungsprozess wie geplant fortgesetzt werden kann, wie die Deutsche Presse-Agentur von Diplomaten erfuhr.

Update, 16. November, 15.50 Uhr: Länder wollen Pläne des Bundes für Anti-Corona-Maßnahmen entschärfen

Die Länder wollen die vom Bund vorgeschlagenen neuen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus entschärfen. In einer Beschlussvorlage der Länder, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sind wesentliche Vorschläge des Bundes nicht mehr enthalten oder nur noch als Appell formuliert.

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Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, sitzt in der Staatskanzlei bei der Video-Schaltkonferenz zur Entwicklung der Corona-Pandemie vor einem Monitor auf dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Michael Müller (SPD), der Regierende Bürgermeister von Berlin, zu sehen sind. In dem Bund-Länder-Gespräch will die Bundesregierung weitere Corona-Schutzmaßnahmen beraten.
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, sitzt in der Staatskanzlei bei der Video-Schaltkonferenz zur Entwicklung der Corona-Pandemie vor einem Monitor auf dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Michael Müller (SPD), der Regierende Bürgermeister von Berlin, zu sehen sind. In dem Bund-Länder-Gespräch will die Bundesregierung weitere Corona-Schutzmaßnahmen beraten.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. November, 15.35 Uhr: Schweden senkt Teilnehmergrenze für Veranstaltungen auf acht Personen

Die schwedische Regierung führt im Zuge von schnell steigenden Infektionszahlen verschärfte Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein.

Ab Dienstag kommender Woche dürfen sich nur noch maximal acht Menschen für öffentliche Zusammenkünfte und Veranstaltungen versammeln, wie Ministerpräsident Stefan Löfven am Montag auf einer Pressekonferenz bekanntgab.

Dies sei dringend notwendig, um die Corona-Ausbreitung einzudämmen, während die Bereitschaft zur Einhaltung der Maßgaben geringer geworden sei.

Stefan Löfven, Ministerpräsident von Schweden.
Stefan Löfven, Ministerpräsident von Schweden.  © Maxim Thore/Bildbyran via ZUMA Press/dpa

Update, 16. November, 15.12 Uhr: Keine Probleme durch verschärfte Einreisebestimmungen in die Slowakei

Trotz kurzfristig verschärfter Bestimmungen für die Einreise in die Slowakei sind die befürchteten Staus an den Grenzübergängen am Montag vorerst ausgeblieben.

Der Grund dafür war vor allem, dass die Polizei lediglich Stichprobenkontrollen durchführte, wie der TV-Nachrichtensender TA3 berichtete.

Seit Montag brauchen alle Einreisenden aus Deutschland und den direkt an die Slowakei grenzenden Nachbarländern einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Das sieht eine Verlautbarung der staatlichen Gesundheitsbehörde UVZ vor. Für Pendler, Studierende und Profisportler gelten jedoch Ausnahmebestimmungen.

Update, 16. November, 15.05 Uhr: Putin: Mehr Drogenhandel im Internet in Corona-Zeiten

Kremlchef Wladimir Putin (68) warnt vor einer dramatischen Zunahme des Drogenhandels übers Internet während der Corona-Pandemie.

In Russland sei die Zahl der aufgedeckten Straftaten im ersten Halbjahr um 70 Prozent gestiegen, sagte der Präsident am Montag bei einer Sitzung seines Sicherheitsrates in Moskau.

"Das ist ein Beispiel dafür, wie moderne Technologien nicht zum Guten, sondern zum Bösen verwendet werden." Putin zufolge nutzen Kriminelle zunehmend "moderne Kommunikationsmittel" für ihre Geschäfte.

Der russische Präsident Wladimir Putin führt den Vorsitz bei einer Sicherheitsratssitzung per Videokonferenz.
Der russische Präsident Wladimir Putin führt den Vorsitz bei einer Sicherheitsratssitzung per Videokonferenz.  © Alexei Nikolsky/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP/dpa

Update, 16. November, 15.03 Uhr: Agrarmesse Grüne Woche im Januar rein digital

Die Agrar- und Verbrauchermesse Grüne Woche im Januar wird wegen der Corona-Seuche nun doch komplett ins Internet verlegt.

"Unsere Bühnen werden nun zum Fernsehstudio", teilte Projektleiter Lars Jaeger am Montag mit. Vorträge, Diskussionsrunden und Pressekonferenzen sollen an den zwei Messetagen 20. und 21. Januar live im Internet übertragen werden.

Update, 16. November, 14.53 Uhr: Aussicht auf weiteren Impfstoff treibt Dax höher

Der nächste potenzielle Corona-Impfstoff der Firma Moderna hat unter Anlegern am Montag für Zuversicht gesorgt.

Am deutschen Aktienmarkt bauten die Kurse am frühen Nachmittag die Gewinne aus dem frühen Handel noch aus. Der Dax stieg zuletzt um 1,26 Prozent auf 13.241 Punkte. Das Hoch von vor einer Woche bei knapp 13.300 Zählern konnte der Leitindex aber nicht überwinden. An der Wall Street könnte indes der Dow Jones Industrial die Marke von 30.000 Punkten knacken.

Moderna sorgt bei Anlegern für gute Laune (Symbolbild).
Moderna sorgt bei Anlegern für gute Laune (Symbolbild).  © Hans Pennink/AP/dpa

Update, 16. November, 14.43 Uhr: Hotel- und Gaststättenverband droht mit Klage vor Verfassungsgericht

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat wegen der geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gedroht.

Mit den Änderungen werde eine neue Rechtsgrundlage für umfangreiche Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie geschaffen. Diese bedeutet nach Auffassung des Verbands einen erheblichen Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Gastwirte und Hoteliers.

"Es ist jedoch inkonsequent und unseres Erachtens verfassungswidrig, dass keine Entschädigung für diesen Fall für unsere Betriebe vorgesehen ist", sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick am Montag in Berlin. Sollte es keine entsprechenden Korrekturen geben, "werden wir für die Branche Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe einlegen".

Update, 16. November, 14.35 Uhr: Merkel zieht mit Ministerpräsidenten Zwischenbilanz zum Lockdown

Kanzlerin Angela Merkel ist am Montag mit den Ministerpräsidenten der Länder zusammengekommen, um eine Zwischenbilanz des auf November befristeten Teil-Lockdowns in der Corona-Krise zu ziehen.

Nachdem die zweite Welle der Pandemie trotz der seit Anfang des Monats geltenden schärferen Kontaktbeschränkungen noch nicht gebrochen ist, hat der Bund eine teilweise Ausweitung der Maßnahmen vorgeschlagen. Unter anderem sollen sich weniger Menschen verschiedener Haushalte treffen dürfen, auf private Feiern soll bis zum Weihnachtsfest ganz verzichtet werden.

Die nächsten Beratungen von Merkel mit den Ministerpräsidenten werden in der kommenden Woche sein, voraussichtlich am 23. November. Dann soll auch über den weiteren Corona-Fahrplan bis Weihnachten gesprochen werden.

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).
Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).  © Kay Nietfeld/dpa-Pool/dpa

Update, 16. November, 14.14 Uhr: Fauci zu Corona-Impfstoff: "Besser wird es nicht"

Der renommierte US-Immunologe und Corona-Experte Anthony Fauci hat begeistert auf Daten des US-Pharmaunternehmens Moderna für dessen Corona-Impfstoff reagiert. "Das sind offensichtlich sehr aufregende Ergebnisse", sagte Fauci nach Angaben des TV-Senders CNN. Moderna hatte am Montag mitgeteilt, dass Zwischenergebnisse eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent zeigten. "Besser wird es nicht - 94,5 Prozent sind wirklich hervorragend", so Fauci.

Seiner Einschätzung zufolge könnten die ersten Impfungen in den USA im Dezember bei Hochrisikogruppen beginnen, der breite Rest der Bevölkerung könnte eher ab Ende April dran sein. "Und das wird in den Mai, Juni und Juli hineingehen. Das kann ein paar Monate dauern."

Donald Trump steht neben Anthony Fauci, der während einer Pressekonferenz im Weißen Haus über die Verbreitung des Coronavirus spricht.
Donald Trump steht neben Anthony Fauci, der während einer Pressekonferenz im Weißen Haus über die Verbreitung des Coronavirus spricht.  © Alex Brandon/AP/dpa

Update, 16. November, 14 Uhr: Arbeitgeberchef: Corona-Vorschlag des Bundes legt Betriebe lahm

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat den Vorschlag des Bundes zur drastischen Verschärfung der Corona-Kontaktbeschränkungen als unverhältnismäßig kritisiert. Arbeitgeber müssten demnach auf jeden Beschäftigten verzichten, der sich mit einem Schnupfen melde, schrieb Kramer am Montag an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder. "Damit legen sie faktisch in kürzester Zeit sämtliche Betriebe lahm", kritisierte er in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Jeder habe in dieser Jahreszeit mal einen Schnupfen, schrieb Kramer. Auch an den Schulen und Betreuungseinrichtungen werde daher Personal fehlen - mit der Konsequenz, dass auch gesunde Mitarbeiter in den Unternehmen nicht zur Arbeit kommen könnten, weil sie ihre Kinder zu Hause betreuen müssten. "Ich empfehle dringend, dass Sie von diesem Punkt Abstand nehmen oder ihn zumindest auf klare, eindeutige Corona-Symptome reduzieren", so Kramer.

Update, 16. November, 13.37 Uhr: FDP lehnt diskutierte neue Corona-Maßnahmen als überzogen ab

Vor den neuen Beratungen über weitere Schritte zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hat FDP-Chef Christian Lindner das Konzept des Bundes als überzogen abgelehnt. "In der Summe laufen die aktuellen Vorschläge aus dem Kanzleramt auf einen weitgehenden Lockdown hinaus. Das ist aus Sicht der Freien Demokraten zum jetzigen Zeitpunkt weder erforderlich noch verhältnismäßig", erklärte Lindner am Montag in Berlin.

Es sei zwar notwendig, Kontakte zu reduzieren. "Aber das Ausmaß selbst der Trennung von Familien ist überzogen." Die empfohlene Quarantäne bei Erkältungssymptomen jeder Art würde das Land lahmlegen. Flächendeckende Schnelltests wären besser.

Lindner sagte, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten sprächen bei ihrer Videokonferenz am Nachmittag über neue Einschränkungen der Freiheit. "Aus Sicht der Freien Demokraten sollte aber zunächst die Wirksamkeit der bestehenden Maßnahmen abgewartet und analysiert werden, bevor neue und zum Teil empfindliche Beschränkungen auf den Weg gebracht werden."

Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass fortwährend mit Vorgaben und Verboten experimentiert werde, ohne dass die Regierung erkläre, welche Schritte tatsächlich wirksam seien.

Update, 16. November, 13.10 Uhr: Auch US-Konzern Moderna legt positive Daten zu Corona-Impfstoff vor

Mit dem US-Pharmakonzern Moderna hat ein weiterer für Europa relevanter Hersteller maßgebliche Daten für seinen Corona-Impfstoff vorgelegt. Der RNA-Impfstoff habe eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent, hieß es in einer Mitteilung von Moderna am Montag.

Die EU-Kommission verhandelt mit dem US-Konzern über die Lieferung von bis zu 160 Millionen Impfdosen. Am vergangenen Montag hatten das Mainzer Unternehmen Biontech und der Pharmakonzern Pfizer solche Zwischenergebnisse aus der entscheidenden Studienphase für ihren Impfstoff-Kandidaten vorgelegt.

Update, 16. November, 13 Uhr: Iran meldet erneut Höchstwerte an Corona-Toten und Neuinfektionen

Die Zahlen der Corona-Toten und der Neuinfektionen im Iran haben neue Höchstwerte erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag starben binnen nur eines Tages 486 Corona-Patienten. Im gleichen Zeitraum wurden 13.053 Neuinfektionen registriert. Damit liege die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land aktuell bei fast 42.000, die der Infizierten bei über 770.000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

Die Fallzahlen dürften jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben, weil es im Iran laut Gesundheitsexperten noch zu wenige Testmöglichkeiten gibt. Um die drastisch steigenden Corona-Fallzahlen zu stoppen, plant die Islamische Republik am nächsten Wochenende landesweit strenge und unbefristete Lockdowns einzuführen.

Iran, Teheran: Hassan Ruhani (M.) nimmt an einer Sitzung der Nationalen Arbeitsgruppe gegen das Coronavirus teil.
Iran, Teheran: Hassan Ruhani (M.) nimmt an einer Sitzung der Nationalen Arbeitsgruppe gegen das Coronavirus teil.  © Ebrahim Seydi/Iranian Presidency/dpa

Update, 16. November, 12.34 Uhr: SPD setzt auf mehr Rechtssicherheit bei Corona-Beschränkungen

Die SPD setzt auf eine künftig deutlich bessere rechtliche Absicherung von Alltagsbeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Das Allerwichtigste sei, Akzeptanz und Vertrauen der Bevölkerung in Schutzmaßnahmen zu erhalten, sagte SPD-Rechtsexperte Johannes Fechner am Montag. Es sei aber Gift dafür, wenn Gerichte Maßnahmen aufheben. Daher solle mit jetzt in der großen Koalition vereinbarten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes Rechtssicherheit für das Krisenmanagement geschaffen werden. Die Länder bekämen zudem Leitplanken, die auch zu mehr Bundeseinheitlichkeit führten.

Angesichts von Kritik und rechtlichen Zweifeln am bisherigen Vorgehen von Bund und Ländern soll ein neuer Paragraf 28a ins Gesetz eingefügt werden, der "besondere Schutzmaßnahmen" gegen das Coronavirus regelt. Welche Schritte nötig sein könnten, soll einzeln aufgelistet werden - etwa Kontaktbeschränkungen und Abstandsgebote oder Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Genannt werden auch Untersagungen, Beschränkungen oder Schließungen von Geschäften und Veranstaltungen.

Die Neuregelungen sollen Teil eines Gesetzes mit weiteren Corona-Krisenmaßnahmen sein, das Bundestag und Bundesrat an diesem Mittwoch beschließen sollen.

Update, 16. November, 12.05 Uhr: Zahl der Neuinfektionen im Gazastreifen steigt auf Rekordwert

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Gazastreifen auf einen Rekordwert gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in dem von der islamistischen Hamas beherrschten Gebiet am Montag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 453 Fälle gemeldet - so viele wie nie zuvor an einem Tag seit Ausbruch der Pandemie. Insgesamt wurden 2438 Tests gemacht, dies entspricht einer Positivtest-Quote von 18,6 Prozent. Insgesamt haben die Behörden im Gazastreifen bislang 10.985 Infizierte registriert.

Die Pandemie verlief dort zunächst glimpflich. In den vergangenen Wochen stieg aber die Zahl der Fälle. In dem Gebiet leben etwa zwei Millionen Menschen unter prekären Bedingungen. Eine starke Ausbreitung des Virus gilt als Horrorszenario. Zum Vergleich: In Deutschland leben etwas mehr als 80 Millionen Menschen. Hier waren zuletzt 10.824 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden registriert worden.

Gaza: Ein Palästinenser fährt bei Regen auf einem von einem Esel gezogenen Wagen im Straßenverkehr.
Gaza: Ein Palästinenser fährt bei Regen auf einem von einem Esel gezogenen Wagen im Straßenverkehr.  © Mohammed Salem/APA Images via ZUMA Wire/dpa

Update, 16. November, 11.48 Uhr: Vorerst kein Beschluss zu schärferen Corona-Auflagen für Schulen

Bund und Länder werden bei ihrer Videokonferenz zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie an diesem Montag voraussichtlich keine schärferen Schritte für die Schulen beschließen.

Nach einer geänderten Vorlage des Bundes sollen die Länder bis zur kommenden Woche einen Vorschlag vorlegen, wie Ansteckungsrisiken im Schulbereich weiter reduziert werden können.

Update, 16. November, 11.07 Uhr: Premier Johnson in Corona-Isolation: "Bin fit wie ein Metzgershund"

Der britische Premierminister Boris Johnson ist wieder in Corona-Quarantäne. Er fühle sich aber "fit wie ein Metzgershund", sagte Johnson am Montag in einem über Twitter verbreiteten, selbst aufgenommenen Video. Die Formulierung ist eine gängige Redewendung im Englischen und gleichbedeutend mit "fit wie ein Turnschuh". Er werde alle Regeln befolgen und von der Downing Street aus arbeiten, sagte Johnson. "Ich fühle mich großartig".

Die gute Nachricht sei, dass die britische Corona-Warn-App funktioniere, die schlechte, dass er eine Aufforderung erhalten habe, sich 14 Tage lang zu isolieren, sagte der Regierungschef weiter. Die App steht in Großbritannien wegen Mängeln stark in der Kritik.

Update, 16. November, 10.46 Uhr: Mehr als 130.000 Corona-Neuinfektionen in den USA

In den USA haben sich binnen eines Tages mehr als 130.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore vom Montagmorgen stieg die Zahl der Neuinfizierten am Sonntag um 133.045. Am Sonntag zuvor waren es knapp 110.000 gewesen. Den bisherigen Tageshöchststand verbuchte die Universität mit 177.224 Neuinfektionen für vergangenen Freitag.

Die Zahl der Corona-Infektionen insgesamt war in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern am Wochenende über die Marke von elf Millionen gestiegen und lag nach Angaben der JHU am Montag bei 11.037.776. Das ist der höchste Stand weltweit.

Die Zahl der Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind, erhöhte sich auf 246.217. Auch dies ist ein Weltspitzenwert. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegen die USA mit rund 75 Toten pro 100.000 Einwohner aber hinter Großbritannien, Spanien, Belgien und verschiedenen lateinamerikanischen Staaten.

Joe Biden macht Notizen während eines Treffens mit seinem Corona-Beirat im Queen-Theater. Biden will gleich am ersten Tag im Weißen Haus diverse politische Entscheidungen von Donald Trump rückgängig machen.
Joe Biden macht Notizen während eines Treffens mit seinem Corona-Beirat im Queen-Theater. Biden will gleich am ersten Tag im Weißen Haus diverse politische Entscheidungen von Donald Trump rückgängig machen.  © Carolyn Kaster/AP/dpa

Update, 16. November, 10.09 Uhr: Trotz Corona-Problemen: 500 Stunden Wintersport bei ARD und ZDF

Trotz vieler Verlegungen von Veranstaltungen und einiger Absagen wollen ARD und ZDF ein ähnlich umfangreiches Winterport-Angebot anbieten wie im Vorjahr. "Im Moment gilt: Die Summe der Übertragungen wird gleich bleiben", sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann der Deutschen Presse-Agentur.

Die beiden öffentlich-rechtlichen TV-Sender hatten im letzten Winter rund 500 Stunden Live-Berichterstattung im Programm. Die Saison im Biathlon, der beliebtesten Wintersport-Disziplin der Fernsehzuschauer, beginnt am übernächsten Wochenende in Kontiolahti statt in Östersund.

Update, 16. November, 9.55 Uhr: Corona überwunden: Chinas Wirtschaft erhält neuen Schwung

Nach der Erholung Chinas von der Corona-Krise deuten starke Wirtschaftsdaten auf ein schnelleres Wachstum im letzten Quartal des Jahres hin. Im Oktober stiegen die Ausgaben im Einzelhandel für Verbrauchsgüter wieder um 4,3 Prozent und damit deutlich als im Vormonat (3,3 Prozent), wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Die Industrieproduktion kletterte etwas schneller als erwartet um 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Wirtschaftsdaten dürften nach Erwartungen des Statistikamtes dazu führen, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde in den letzten drei Monaten des Jahres schneller als im dritten Quartal mit 4,9 Prozent wachsen dürfte. Experten rechnen mit fünf bis sechs Prozent Wachstum. Trotz des starken Corona-Einbruchs zum Jahresanfang dürfte China als einzige große Volkswirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum verzeichnen. Es wird mit einem Plus von rund 2 Prozent gerechnet.

Update, 16. November, 9.32 Uhr: Biontech-Chef erwartet Rückkehr zur Normalität Ende nächsten Jahres

Biontech-Vorstandschef und Mitgründer Ugur Sahin rechnet in der Corona-Krise erst im Winter 2021 mit einer Rückkehr zum normalen Leben.

"Absolut essenziell", um dieses Ziel zu erreichen, sei eine hohe Impfquote gegen das Coronavirus bis zum Herbst, sagte Sahin am Sonntag in einem BBC-Interview. "Ich bin zuversichtlich, dass dies geschehen wird." Mit Blick auf die jetzige kalte Jahreszeit fügte er hinzu: "Dieser Winter wird hart."

Vorerst werde der Impfstoff noch keinen großen Einfluss auf die Infektionszahlen haben. Wenn alles weiterhin gut laufe, werde der Impfstoff ab "Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres" ausgeliefert. Ein mittelfristiges Ziel sei, bis April mehr als 300 Million Dosen weltweit zur Verfügung zu stellen. Dies könnte einen ersten Effekt auf Infektionszahlen haben.

Das deutsche Unternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer hatten am vergangenen Montag als erste westliche Hersteller vielversprechende Daten aus ihren klinischen Tests vorgelegt. Demnach bietet ihr Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19.

Ugur Sahin, Vorstandsvorsitzender von Biontech.
Ugur Sahin, Vorstandsvorsitzender von Biontech.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 16. November, 8.54 Uhr: Infektionszahlen stabilisieren sich laut Merkel zu langsam

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Forderung des Bundes nach neuen drastischen Kontaktbeschränkungen mit einer weiterhin zu hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen begründet.

Zwar sei durch die seit Anfang November geltenden Einschränkungen eine Stabilisierung erreicht worden, machte Merkel am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in der Sitzung des CDU-Präsidiums deutlich. Dies sei aber nicht ausreichend. "Die Zahlen stabilisieren sich etwas. Aber zu langsam", wurde die Kanzlerin zitiert.

Notwendig sei es nun, die Kontakte im privaten Bereich weiter zu reduzieren, sagte Merkel nach diesen Informationen. Dabei sei die Bundesregierung auf die Mitwirkung der Bevölkerung angewiesen. Über notwendige Maßnahmen im Dezember bis Weihnachten und im nächsten Jahr solle am kommenden Montag entschieden werden.

Die Kanzlerin machte auch auf unterschiedliche Entwicklungen in einzelnen Städten aufmerksam. So sehe man in Berlin keine Reduzierung der Infektionszahlen - im Gegensatz zu Hamburg oder Bremen. Dort müsse man dann Maßnahmen für die Hotspots ergreifen.

Update, 16. November, 8.15 Uhr: JU-Chef Kuban für Offenhalten der Schulen in Corona-Krise

Vor den Corona-Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder hat sich der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, gegen Schulschließungen gewandt.

"Es ist richtig, für das Offenhalten der Schulen zu kämpfen", sagte der Vorsitzende der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU den Partner-Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Montag). "Wir müssen sehr genau darauf achten, dass auch Kinder aus nicht ganz so gut situierten Familien eine Chance haben, und die leiden häufig am meisten unter Schließungen."

Kuban forderte zudem mehr Anerkennung für das Verhalten der Jugend in der Pandemie. "Die junge Generation verhält sich dabei in der großen Mehrheit sehr vernünftig. Ich hoffe, dass dieser Beitrag von der älteren Generation gewürdigt wird." Die Jüngeren würden durch ihren Verzicht viel zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen.

Tilman Kuban stellt das Ergebnis der Mitgliederbefragung zum CDU-Parteivorsitz vor.
Tilman Kuban stellt das Ergebnis der Mitgliederbefragung zum CDU-Parteivorsitz vor.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 16. November, 8 Uhr: Erstmals seit Monaten neue Corona-Fälle in South Australia

Im australischen Bundesstaat South Australia sind erstmals seit Monaten wieder lokal übertragene Corona-Infektionen registriert worden. In der Region mit ihren 1,7 Millionen Einwohnern seien am Montag 17 neue Fälle bestätigt worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Wahrscheinlich sei das Virus von einem Beschäftigten einer Quarantäne-Einrichtung in der Hauptstadt Adelaide an Familienmitglieder übertragen worden.

"Dies ist eine sehr gefährliche Situation, in der wir uns gerade befinden, und es muss wirklich jeder Bürger daran mitarbeiten, dass wir das in den Griff bekommen", sagte Regional-Premierminister Steven Marshall dem lokalen Radiosender 5AA. Als Reaktion haben fast alle anderen Bundesstaaten und Territorien des Landes South Australia zum Corona-Hotspot erklärt und Reisebeschränkungen eingeführt. So gilt jetzt eine 14-tägige Quarantäne-Pflicht für Reisende, die aus der Region kommen.

Auch kündigte Marshall an, dass Fitnessstudios und andere Freizeiteinrichtungen für mindestens zwei Wochen geschlossen werden und die Menschen möglichst im Home Office arbeiten sollen. "Wir müssen hart und früh vorgehen, um dies so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen", sagte er.

Update, 16. November, 6 Uhr: 10.824 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10.824 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 6100 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 13.363 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 801.327 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 16.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 62 auf insgesamt 12.547. Das RKI schätzt, dass rund 515.200 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,03 (Vortag: 1,05). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch gut 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen.

Update, 16. November, 4 Uhr: Gut die Hälfte der Covid-19-Erkrankten ist wochenlang müde

Anhaltende Müdigkeit ist für viele Menschen nach überstandener Covid-19-Erkrankung ein Problem. In einer Studie mit knapp 130 Teilnehmern klagte mehr als die Hälfte der ehemaligen Patienten noch Wochen später über Müdigkeitssymptome. Das berichten irische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Plos One".

Ob jemand schwer erkrankt mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden musste oder nicht, spielt den Forschern zufolge keine wesentliche Rolle für die nachfolgende Müdigkeit. Knapp 56 Prozent der Studienteilnehmer waren mit Covid-19 stationär behandelt worden.

Gut 52 Prozent der 128 Teilnehmer, die zum Zeitpunkt der Untersuchung alle die akute Krankheitsphase überstanden hatten, zeigte mindestens sechs Wochen nach der Infektion noch Müdigkeitssymptome, bei vielen war dies sogar noch nach zehn Wochen oder mehr der Fall. Gut 42 Prozent gaben nach dieser Zeit an, sich wieder vollständig gesund zu fühlen.

"Die Studie betont die Belastungen durch Post-Covid-Müdigkeit. Sie zeigt auch, dass Post-Covid-Müdigkeit nicht in Verbindung zur Schwere der Erkrankung steht", sagte Liam Townsend vom Trinity College Dublin, der die Untersuchung mit mehreren Kollegen durchgeführt hat. "Daher ist es nicht leicht, Verläufe vorherzusagen."

Der Stationsleiter schiebt einen Patienten zur Covid-19-Station des Krankenhauses Bethel Berlin.
Der Stationsleiter schiebt einen Patienten zur Covid-19-Station des Krankenhauses Bethel Berlin.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 16. November, 2 Uhr: Bidens Corona-Experte: Maßnahmen mit Skalpell statt Axt

Die Regierung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden will in ihrem Kampf gegen die Corona-Pandemie durch gezielte Maßnahmen breite Lockdowns vermeiden. "Wir haben Ansätze mit der Präzision eines Skalpells statt der rohen Kraft einer Axt", sagte Vivek Murthy, einer der Co-Chefs des Coronavirus-Expertenrats von Biden, dem TV-Sender Fox am Sonntag.

Die Machtübergabe an Biden ist erst am 20. Januar. Einige US-Experten befürchten, dass sich die Lage der Pandemie bis dahin so sehr verschlechtern könnte, dass harte Maßnahmen notwendig sein werden.

Update, 16. November, 1 Uhr: USA mit mehr als elf Millionen Corona-Fällen

Die USA haben die Marke von elf Millionen Corona-Infektionen überschritten. Das ging am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Eine Million Fälle kam in weniger als einer Woche dazu: Zehn Millionen waren erst am vergangenen Montag erreicht worden. Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen mit mehr als 177.000 an einem Tag erneut einen Rekordstand erreicht. In rund der Hälfte der 50 Bundesstaaten sind auch die Einweisungen in Krankenhäuser auf einem Höchststand.

In den USA starben bisher gut 246.000 Menschen an der Krankheit Covid-19. Der Mediziner Jonathan Reiner von der George Washington Universität warnte im Nachrichtensender CNN am Sonntag, dass in wenigen Wochen täglich erst 2000 und dann 3000 Erkrankte sterben würden, wenn man nicht umgehend Maßnahmen wie eine Maskenpflicht umsetze.

Update, 15. November, 23 Uhr: Britischer Premierminister Johnson in Corona-Quarantäne

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich in Corona-Quarantäne begeben. Wie britische Medien am Sonntagabend berichteten, hat Johnson Kontakt zu einer Person gehabt, die später positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde. "Der Premierminister wird die Regeln befolgen und sich selbst isolieren", sagte ein Sprecher Johnsons. Der Schritt kommt kurz vor einer Woche mit möglicherweise entscheidenden Brexit-Gesprächen.

Im März hatte sich Johnson als einer der ersten Regierungschefs weltweit mit dem Coronavirus angesteckt. Der 56-Jährige lag im April zeitweise mit anhaltenden Covid-19-Symptomen auf der Intensivstation. Aktuell zeige Johnson aber keine Symptome einer Erkrankung, er arbeite vorerst weiter vom Amtssitz in der Downing Street aus, sagte sein Sprecher.

Boris Johnson verlässt die 10 Downing Street für die wöchentliche Sitzung der "Prime Minister's Questions".
Boris Johnson verlässt die 10 Downing Street für die wöchentliche Sitzung der "Prime Minister's Questions".  © Jonathan Brady/PA Wire/dpa

Update, 15. November, 21 Uhr: Dreyer und Hans sehen bei schärferen Kontaktbeschränkungen Potenzial

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans hat sich vor den Bund-Länder-Beratungen über den Kampf gegen die Corona-Krise am Montag für eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen ausgesprochen. "Zehn Personen sind schon relativ viel, die da zusammen kommen können derzeit nach den Maßnahmen - darüber müssen wir uns unterhalten", sagte der CDU-Politiker in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Und auf direkte Nachfrage: "Ich bin für weniger."

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sieht ebenfalls bei weiteren Kontaktbeschränkungen Potenzial. "Sollten wir zu dem Ergebnis kommen, dass wir weitere Maßnahmen ergreifen, egal ob jetzt oder nächste Woche, dann finde ich das Thema Kontaktbeschränkungen eines der nahe liegendsten, weil es geht darum, dass wir Kontakte weiter reduzieren, und nicht unnötig die Infrastruktur noch mal belasten", sagte die SPD-Politikerin im ARD-"Bericht aus Berlin".

Zwei Wochen nach Beginn des Teil-Lockdowns beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs am Montag erneut über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Neben einer Verschärfung der Kontaktbeschränkungen waren eine Art "Knigge" mit Verhaltenshinweisen sowie weitere Schritte zum Schutz von Risikogruppen im Gespräch.

Mit Lockerungen können die Menschen in Deutschland angesichts der weiter hohen Infektionszahlen wohl vorerst nicht rechnen - darauf wies auch Hans im ZDF-Interview hin.

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans hat sich vor den Bund-Länder-Beratungen für eine Verschärfung ausgesprochen.
Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans hat sich vor den Bund-Länder-Beratungen für eine Verschärfung ausgesprochen.  © Oliver Dietze/dpa

Update, 15. November, 19.20 Uhr: Einsätze wegen missachteter Corona-Regeln - Polizisten verletzt!

Bei Einsätzen wegen der Missachtung von Corona-Regeln sind Polizisten in Parks in Berlin und Hamburg am Wochenende attackiert und verletzt worden. In Berlin eskalierte die Auflösung einer Party, wie die Polizei mitteilte.

Den Angaben zufolge hatten 25 Menschen gefeiert, ohne den Mindestabstand wegen Corona einzuhalten oder Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen. In Hamburg hatten die Beamten nach Angaben der Polizei einer zunächst rund 25-köpfigen Gruppe am frühen Samstagmorgen wegen der Corona-Eindämmungsverordnung Platzverweise erteilt, denen jedoch nicht alle Anwesenden nachkommen wollten.

Die Berliner Polizisten setzten in der Nacht zu Sonntag Pfefferspray ein und forderten Verstärkung an, wie es hieß. Drei Beamte wurden demnach leicht am Schienbein sowie jeweils an einem Knie verletzt, setzten ihren Dienst aber fort. Während die Polizei die Ansammlung beendete, habe eine 27-Jährige einem Polizisten gegen den Oberkörper geschlagen. Bei ihrer Festnahme habe sie randaliert und Beamte beleidigt. In der Folge hätten zwei 28-Jährige und eine 30-Jährige versucht, die Festgenommene zu befreien. Daraufhin sei es zum Einsatz des Pfeffersprays gekommen.

In Hamburg seien die Polizisten bedrängt und mit zum Teil illegaler Pyrotechnik beworfen worden, als sie die Platzverweise durchsetzen wollten. Daraufhin seien die Polizeibeamten mit Pfefferspray gegen die offensichtlich alkoholisierten und aggressiven Männer vorgegangen. Sechs von ihnen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren seien in Gewahrsam genommen worden. Bei den Verdächtigen habe man Falschgeld und einen in Deutschland nicht erlaubten Böller gefunden.

Gegen die jungen Männer, die noch im Laufe der Nacht wieder auf freien Fuß gesetzt worden seien, wurde ein Verfahren wegen Landfriedensbruchs eingeleitet.

Update, 15. November, 19 Uhr: Italiens Außenminister setzt auf nahenden Corona-Impfstoff

Angesichts erster Erfolge bei der Impfstoffentwicklung hat sich Italiens Außenminister Luigi Di Maio optimistisch gezeigt, dass sich die Corona-Lage bald verbessern wird.

"Ich sehe ein Licht am Ende des Tunnels", sagte Di Maio am Sonntag im Interview mit dem Fernsehsender La7. Mit dem Impfstoff könne in eine neue Normalität eingetreten werden. Bis Dezember oder Januar würden die ersten Dosen eintreffen.

"Wir haben auf internationaler Ebene Verträge unterschrieben und der Zeitplan scheint sich nicht geändert zu haben", erklärte Di Maio.

Am Sonntag meldeten die italienischen Gesundheitsbehörden knapp 34.000 Corona-Neuinfektionen und 546 Tote binnen eines Tages. Damit liegt die Gesamtzahl der registrierten Corona-Fälle in dem Mittelmeerland bei etwas weniger als 1,18 Millionen Fällen.

Insgesamt meldeten die Behörden damit rund 45.000 Menschen, die bisher mit dem Coronavirus starben. Aufgrund geringerer Testkapazitäten fallen die Fallzahlen am Wochenende oft niedriger aus. In Italien gelten seit vergangener Woche strenge Corona-Regeln, in einigen Regionen kommen sie einem Lockdown gleich.

Italiens Außenminister Luigi Di Maio ist optimistisch.
Italiens Außenminister Luigi Di Maio ist optimistisch.  © Elia Bianchi/KEYSTONE/Ti-Press POOL/dpa

Update, 15. November, 18.18 Uhr: Bundeswehr vergrößert Corona-Kontingent auf 20.000 Soldaten

Die Bundeswehr erhöht ihr Kontingent für Corona-Hilfseinsätze um 5000 Soldatinnen und Soldaten auf insgesamt 20.000 Kräfte.

"Es geht noch mehr und wir wollen noch mehr helfen", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Sonntag im Bericht aus Berlin der ARD. "Wir sind in den Gesundheitsämtern unterwegs, wir helfen bei Abstrichen, wir stellen natürlich auch mit unseren Bundeswehrkrankenhäusern und der Sanität einen Teil der zivilen Versorgung sicher, wir helfen in Pflegeheimen und wir wissen, dass wir auch bei der Impfstrategie, die jetzt aufgesetzt wird, auch unsere Rolle spielen, zumindest in der Logistik."

Die 20.000 Kräfte spiegeln das theoretisch verfügbare Kontingent wider, tatsächlich im Einsatz sind derzeit noch weniger Soldaten. 7300 Angehörige aus allen Bereichen der Bundeswehr seien derzeit im Rahmen der Amtshilfe im Einsatz, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (58, CDU) am Volkstrauertag.
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (58, CDU) am Volkstrauertag.  © Christian Mang/Reuters/Pool/dpa

Update, 15. November, 17.40 Uhr: Pfefferspray und Verletzte: Auflösung von Party in Park eskaliert

Die Auflösung einer Party in einem Berliner Park durch die Polizei ist eskaliert. Den Angaben zufolge hatten 25 Menschen gefeiert, ohne den Mindestabstand wegen Corona einzuhalten oder Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen.

Polizisten setzten in der Nacht zum Sonntag Pfefferspray ein und forderten Verstärkung an, um die Lage zu beruhigen, wie die Polizei mitteilte. Drei Beamte wurden demnach leicht am Schienbein sowie jeweils an einem Knie verletzt, setzten ihren Dienst aber fort.

Während die Polizei die Ansammlung beendete, habe eine 27-Jährige einem Polizisten gegen den Oberkörper geschlagen. Bei ihrer Festnahme habe sie randaliert und Beamte beleidigt. In der Folge hätten zwei 28-Jährige und eine 30-Jährige versucht, die Festgenommene zu befreien. Daraufhin sei es zum Einsatz des Pfeffersprays gekommen.

Update, 15. November, 17.04 Uhr: Bund und Länder wollen am 23. November Corona-Fahrplan entscheiden

Bund und Länder wollen bei Beratungen am 23. November entscheiden, ob der auf November befristete Teil-Lockdown in der Corona-Pandemie vor Weihnachten verschärft werden muss oder teils gelockert werden kann.

Mehrere Länder plädierten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Vorbesprechung mit dem Kanzleramt am Sonntag dafür, vor weitreichenden Entscheidungen eine weitere Woche die Entwicklung bei den zuletzt auf hohem Niveau stagnierenden Corona-Infektionszahlen abzuwarten.

Zuerst hatte der Spiegel über das Datum berichtet.

Kanzlerin Merkel (66, CDU) kann sich auf neue, zähe Verhandlungen mit den Ländern einstellen.
Kanzlerin Merkel (66, CDU) kann sich auf neue, zähe Verhandlungen mit den Ländern einstellen.  © Gonzalo Fuentes/Pool Reuters/AP/dpa

Update, 15. November, 16.38 Uhr: Schulkinder laut DAK schon vor Corona häufig psychisch belastet

Schulkinder in Deutschland klagten einer Studie zufolge bereits vor Corona häufig über psychische Belastungen. So habe jedes achte Schulkind angegeben, oft unglücklich oder niedergeschlagen zu sein und häufig weinen zu müssen, wie der am Sonntag veröffentlichte Präventionsradar 2020 der DAK-Gesundheit ergab.

Stress und Mobbing stellten denmnach besondere Risikofaktoren dar. Das Kieler Istitut für Therapie- und Gesundheitsforschung hatte im Auftrag der Krankenkasse im Schuljahr 2019/20 fast 17.000 Schüler in 13 Bundesländern befragt.

Vor allem Mädchen und ältere Schülerinnen und Schüler waren demnach betroffen. Jedes fünfte Mädchen habe angegeben, sich häufig unglücklich zu fühlen - während es bei den Jungs nur jeder 20. gewesen sei.

Die Schulzeit ist für viele keine leichte (Symbolbild).
Die Schulzeit ist für viele keine leichte (Symbolbild).  © Nicolas Armer/dpa

Update, 15. November, 16.34 Uhr: Füchse bestätigen: Kein Gruppenspiel in Lissabon nach Corona-Fällen

Das kommende Auswärtsspiel der Füchse Berlin in der European League gegen Sporting Lissabon wird verschoben. Das bestätigte der Handball-Bundesligist am Sonntag auf seiner Homepage.

Nach positiven Corona-Tests von zwei Berliner Profis befindet sich die gesamte Mannschaft momentan in häuslicher Quarantäne. "Die EHF ist unserer Bitte nachgekommen, das für Dienstag geplante Spiel zu verschieben", sagte Füchse-Manager Bob Hanning.

An diesem Montag und am Mittwoch soll das Team erneut getestet werden. Das Meisterschaftsspiel am Sonntag gegen die SG Flensburg-Handewitt war auch schon verschoben worden, nachdem Rückraumspieler Marian Michalczik und Linksaußen Milos Vujovic positive Befunde bekommen hatten.

Update, 15. November, 16.27 Uhr: Freiburgs Kwon mit positivem Corona-Test

Mittelfeldspieler Changhoon Kwon ist auf seiner Länderspielreise mit der südkoreanischen Fußball-Nationalmannschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der 26-Jährige werde am Sonntag nach Freiburg zurückkehren und sich einem weiteren Test unterziehen, teilte der badische Fußball-Bundesligist mit. Das weitere Vorgehen werde mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Zunächst hatte der Kicker über den positiven Test berichtet.

Freiburgs Mittelfeldspieler Changhoon Kwon (26).
Freiburgs Mittelfeldspieler Changhoon Kwon (26).  © Patrick Seeger/dpa

Update, 15. November, 16.10 Uhr: Corona-Hilfen locken laut BKA-Präsident auch Betrüger an

Das Bundeskriminalamt (BKA) geht von Zehntausenden Betrugsfällen bei den Corona-Nothilfen von Bund und Ländern aus.

"Die wirtschaftlichen Hilfen in Milliardenhöhe, die Bund und Länder seit Beginn der Pandemie beschlossen haben, stellen für Betrüger und Cyberkriminelle einen starken Anreiz dar", sagte BKA-Präsident Holger Münch der Bild-Zeitung.

Betrüger verwendeten beispielsweise falsche Ausweispapiere oder nutzten gefälschte Personalien, beantragten mehrfach Soforthilfen in verschiedenen Bundesländern oder für Unternehmen, die erst vor Kurzem gegründet worden seien.

BKA-Präsident Holger Münch.
BKA-Präsident Holger Münch.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 15. November, 16.08 Uhr: Ministerpräsident Weil hält an geöffneten Schulen fest

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (61, SPD) wirbt dafür, trotz des Teil-Lockdowns an der Öffnung der Schulen festzuhalten.

"In der vergangenen Woche konnten in Niedersachsen mehr als achtzig Prozent der Schulen den vollständigen Präsenzunterricht erteilen", sagte der SPD-Politiker der Neuen Osnabrücker Zeitung. Einschränkungen gebe es konsequent überall dort, wo Corona-Infektionen auftreten.

"Dieser Kurs hat sich bislang bewährt, und wir sollten ihn fortsetzen, solange das Infektionsgeschehen dies zulässt", sagte der Regierungschef vor dem Bund-Länder-Treffen am Montag. Ein solches Vorgehen sei im Interesse der Schüler, "vor allem derjenigen mit einem erhöhten Förderbedarf", erklärte Weil. Außerdem diene es den Familien, die anderenfalls ganz erheblich belastet würden.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (61, SPD).
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (61, SPD).  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 15. November, 16.05 Uhr: Innenminister Pistorius regt Datenschutz-Debatte in Corona-Pandemie an

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (60, SPD) hat eine Debatte um zeitlich befristete Einschränkungen des Datenschutzes in der Corona-Pandemie angeregt.

"Ich glaube, dass eine vorübergehende und angemessene Anpassung unserer im internationalen Vergleich sehr hohen Datenschutzvorgaben mit Blick auf effektive und schadenbegrenzende Pandemiebekämpfung Sinn gemacht hätte", sagte der SPD-Politiker im Interview mit der Zeitung Welt (Montag).

Angesichts der Tatsache, dass man im Kampf gegen Corona "noch viele Monate durchhalten" müsse, sei es auch nicht zu spät, die Datenschutzdebatte nachzuholen - etwa um die Corona-App besser nutzen zu können.

Als Beispiele für eine gelungene Corona-Bekämpfungsstrategie nannte der Minister unter anderem Japan, Südkorea und Taiwan mit ihren technischen Lösungen.

Apps in asiatischen Ländern wie China, Singapur, Südkorea oder Indien erfüllen nicht die deutschen Datenschutzanforderungen, weil sie beispielsweise die Nutzer bloßstellen oder durch die Analyse der GPS-Signale ein Bewegungsprofil erstellen können.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (60, SPD).
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (60, SPD).  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 15. November, 15.49 Uhr: Untersuchung belegt laut Dreyer niedrige Corona-Übertragungsrate an Schulen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (59, SPD) und Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) sind trotz steigender Corona-Infektionen gegen flächendeckende Schulschließungen.

"Ich halte es für falsch, jetzt grundsätzlich Schulschließungen zu fordern", teilte Dreyer am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz mit, einen Tag vor der Bund-Länderschalte mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU). Unbestreitbar stiegen auch an Schulen die Zahlen der Corona-Infizierten wie auch in der gesamten Gesellschaft. Das Übertragungsrisiko sei dort allerdings geringer als an vielen anderen Orten.

Seit Ende der Sommerferien untersuche das Landesuntersuchungsamt (LUA) auf Basis der Meldungen der Gesundheitsämter in einer "Secondary Attack Rate in Schools Surveillance", wie hoch dort die Ansteckungsgefahr ist. "Das Ergebnis: Sehr gering", so Dreyer und Hubig.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (59, SPD).
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (59, SPD).  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 15. November, 15.24 Uhr: Corona-Hilfe: Südwesten gibt mehr Geld aus für Ankauf von Kunstwerken

Das Wissenschaftsministerium im Südwesten will bildende Künstler in Zeiten der Corona-Pandemie unterstützen und verdoppelt einem Zeitungsbericht zufolge seine Mittel für den Ankauf von Kunstwerken.

Damit könnten die staatlichen Museen bis Jahresende rund 200.000 Euro ausgeben für die Kunstsammlung des Landes, berichten die "Stuttgarter Nachrichten" (Montag). Außerdem würden 100.000 Euro für Kunstankäufe für nichtstaatliche Museen bewilligt und die entsprechenden Etats der Kunstakademien in Stuttgart und Karlsruhe um 60.000 Euro auf 80.000 Euro erhöht.

Künstler und Galerien hätten unter den Auswirkungen der Pandemie besonders zu leiden, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski (Grüne) dem Blatt. "Ich freue mich, dass wir mit der Aufstockung der Landesmittel einen größeren Kreis erreichen und in dieser Ausnahmesituation unterstützen können."

Update, 15. November, 15 Uhr: Kretschmer schlägt Aufschub zu Corona-Entscheidungen vor

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will keine vorschnellen Entscheidungen zu weiteren Schritten in der Corona-Krise.

"Ich schlage vor, noch eine Woche zu warten und dann über veränderte Maßnahmen zu entscheiden", sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Die aktuellen Einschränkungen seien notwendig. Die steigende Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern spreche eine eindeutige Sprache, sagte Kretschmer. "Aktuell können wir nur eine geringe Veränderung beobachten. Es ist aber auch noch nicht viel Zeit seit Beginn der Maßnahmen vergangen."

Merkel will an diesem Montag (14.00 Uhr) mit den Regierungschefs der Länder erörtern, ob die Kontaktbeschränkungen nachgeschärft werden müssen. Regierungssprecher Steffen Seibert hat bereits betont, man sehe noch keine Möglichkeiten für Lockerungen.

Update, 15. November, 14.46 Uhr: Knapp zwei Prozent der Schüler in Quarantäne

Knapp 200.000 Schülerinnen und Schüler befinden sich derzeit in Quarantäne. Diese Zahlen nannte ein Sprecher der Kultusministerkonferenz am Sonntag im Vorfeld der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

Zuerst hatte "Zeit online" darüber berichtet. Das entspricht rund 1,8 Prozent aller Schüler. Mit dem Coronavirus infiziert haben sich bislang demnach 18.298 (0,17 Prozent). Von den Lehrkräften haben sich 3798 infiziert (0,42 Prozent), von Quarantäne-Maßnahmen sind aktuell 13.101 (1,46 Prozent) betroffen.

106 Schulen (0,37 Prozent) in Deutschland sind derzeit komplett, 4074 teilweise (14 Prozent) geschlossen.

Schulen sind im derzeitigen Teil-Lockdown bislang grundsätzlich geöffnet. Das Thema dürfte auch am Montag bei den Bund-Länder-Beratungen eine Rolle spielen. Zuletzt gab es Stimmen, die vor allem bei älteren Schülern eine Mischung aus Präsenz- und Distanzunterricht gefordert hatten.

Update, 15. November, 14.44 Uhr: Karliczek: "Müssen uns gegen zukünftige Viruspandemien wappnen"

Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) wünscht sich für Europa eine Pandemie-Behörde. "Wir sollten nach amerikanischem Vorbild mittelfristig in Europa eine starke Institution schaffen, die sich auf das Auftreten von Pandemien, aber auch andere Gesundheitsnotfälle vorbereitet", sagte sie der "Welt am Sonntag".

Die nationale und europäische Medikamentenforschung müsse erheblich gestärkt werden, sagte die Ministerin. Sie kündigte an, die Entwicklung von spezifischen Medikamenten zur Behandlung von Covid-19 mit einem "Wirkstoffprogramm" fördern zu wollen, "damit wirksame Behandlungen so schnell wie möglich bei den Patienten ankommen".

In den USA ist die Barda (Biomedical Advanced Research and Development Authority) unter anderem für die Vorbereitung auf Influenza-Pandemien und neu auftretende Erkrankungen zuständig. "Die USA stecken momentan 3,5 Milliarden Dollar in ihre Institution Barda", sagte Karliczek. "Das werden wir in Europa nicht sofort stemmen. Aber hohe Investitionen in diese Richtung werden sich langfristig auszahlen."

Forschungsministerin Anja Karliczek (49, CDU) wünscht sich für Europa eine Pandemie-Behörde.
Forschungsministerin Anja Karliczek (49, CDU) wünscht sich für Europa eine Pandemie-Behörde.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 15. November, 14.04 Uhr: EKD-Chef zu Corona: Eine ganze Gesellschaft ist verwundet

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sieht massive gesellschaftliche Folgen der Corona-Pandemie.

"Eine ganze Gesellschaft ist verwundet", sagte er dem "Spiegel". "Viele suchen nach Orientierung, sie erfahren in der Pandemie einen Kontrollverlust. Krankheit und Tod brechen über sie herein, und jeder Einzelne muss lernen, damit umzugehen und eine gewisse Resilienz zu entwickeln." Da sei die Kirche gefragt.

"Tröstende und aufbauende Worte waren noch nie so wichtig wie in Zeiten dieser Kontaktarmut, deshalb ist es einen Versuch wert, mal wieder die Bibel zu lesen", so Bedford-Strohm, der auch bayerischer Landesbischof ist. "Denn ihre Worte, etwa in den Psalmen, geben Kraft."

Update, 15. November, 13.08 Uhr: Demonstration gegen Corona-Regeln am Mittwoch vor dem Bundestag

Gegner der Corona-Einschränkungen wollen erneut im Berliner Regierungsviertel demonstrieren. Bei der Polizei ist die Demonstration mit 500 Teilnehmern für Mittwoch ab 11.00 Uhr vor dem Reichstagsgebäude angemeldet.

An dem Tag wollen Bundestag und Bundesrat Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschließen. Dabei geht es um Abstandsgebote, Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht, Schließungen von Geschäften und Verbote von Veranstaltungen.

"Stoppt das Infektionsschutzgesetz", heißt es in einem Aufruf im Internet. "Es geht uns alle an und wird auch uns alle treffen."

Erinnert wird an die Bestimmungen für Demonstrationen in Berlin: "Teilnahme laut Hygieneschutzverordnung Berlin: Abstand und MNS (Mund-Nasen-Schutz)". In einem anderen Aufruf steht: "Es ist ein Ermächtigungsgesetz. (...) Notstand für immer."

Es sind auch zwei linke Gegenkundgebungen mit einigen hundert Teilnehmern ebenfalls am Platz der Republik angemeldet.

Update, 15. November, 12.47 Uhr: Lockerungen nach Meinung von Ramelow nicht möglich

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sieht keine Chance zur Lockerung des Teil-Lockdowns an diesem Montag.

"Ich kann angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen nicht erkennen, am Montag über Lockerungen nachzudenken", sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt vor den anstehenden Corona-Beratungen zwischen Bund und Ländern. Er erwarte jedoch, dass bei der Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber gesprochen werde, wie die Vergabe und Auszahlung der Wirtschaftshilfen vereinfacht werden könne.

Ramelow bekräftigte seine Haltung, dass der 30. November der Endtermin für den beschlossenen Teil-Lockdown sei. "Wenn danach neue Regeln nötig sind, dann nur mit Parlamentsentscheidungen." Wichtig sei dabei auch die Präzisierung des Infektionsschutzgesetzes durch den Bundestag.

Bodo Ramelow (64, Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, sieht keine Chance zur Lockerung des Teil-Lockdowns an diesem Montag.
Bodo Ramelow (64, Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, sieht keine Chance zur Lockerung des Teil-Lockdowns an diesem Montag.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. November, 12.45 Uhr: Österreichs Kanzler: Wollen Massentests ähnlich wie in der Slowakei

Österreichs Regierung will Corona-Massentests zumindest bei Teilen der Bevölkerung durchführen. Das kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag in einem Interview des Senders ORF an.

Vorbild sei die Slowakei, die an zwei Wochenenden einen Großteil ihrer 5,5 Millionen Einwohnern getestet und Zehntausende Corona-Infizierte in Quarantäne geschickt hatte. "Das ist ein absolutes Erfolgsbeispiel und wir haben uns entschieden, hier in Österreich einen ähnlichen Schritt zu machen", sagte Kurz. Über die genauen Pläne wolle die Regierung im Lauf der Woche informieren.

"Wir werden einerseits diese Massentests in gewissen Gruppen, zum Beispiel bei Lehrerinnen und Lehrern, aber auch bei anderen Gruppen nutzen, um mit dem 7. (Dezember) möglichst sicher wieder aufsperren zu können", sagte Kurz.

Am 6. Dezember endet nach jetziger Planung der rund dreiwöchige Lockdown mit Ausgangsregeln sowie Schließung von Handel und Schulen, den die Regierung am Samstag verkündet hatte. "Zum zweiten sind wir in Vorbereitung, dieses Instrument auch vor Weihnachten nochmal zu nutzen", sagte Kurz. Schnelltests seien mittlerweile in millionenfacher Stückzahl am Markt verfügbar.

Update, 15. November, 12.23 Uhr: Neuer Höchstwert an Corona-Neuinfektionen im Iran

Die Anzahl der registrierten Corona-Neuinfektionen im Iran hat mit 12 543 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag gab es in Tagesfrist zudem 459 Corona-Tote. Damit liege die Gesamtzahl der Corona-Toten über 41.000, die der Infizierten bei mehr als 760.000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

Die Fallzahlen dürften jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben, weil es im Iran mit über 82 Millionen Einwohnern noch zu wenige Testmöglichkeiten gibt. Derzeit werden am Tag zwischen 25.000 und 40.000 Tests durchgeführt, die jedoch umgehend auf 100.000 erhöht werden sollen.

Um die drastisch steigenden Corona-Fallzahlen zu stoppen, plant die Islamische Republik am nächsten Wochenende landesweit strenge und unbefristete Lockdowns einzuführen.

Update, 15. November, 12.10 Uhr: Viele Corona-Tode in Großbritannien auch wegen Übergewicht

Die hohe Corona-Todesrate in Großbritannien führt die frühere medizinische Regierungsberaterin Sally Davies auch auf das Problem des Landes mit Übergewicht zurück.

"Es gibt eine direkte Korrelation zwischen starkem Übergewicht und hoher Covid-Sterblichkeit", sagte Davies, die bis zum vergangenen Jahr die Regierung in medizinischen Fragen beriet, am Sonntag dem "Times Radio". Fettleibigkeit - definiert als Body-Mass-Index (BMI) über 30 - erhöhe das Risiko, an Covid-19 zu sterben, um fast 50 Prozent.

Tausende von Corona-Todesfällen hätten verhindert werden können, wenn die Politik die Übergewichtskrise rechtzeitig und wirksam bekämpft hätte, sagte die Medizinerin.

Mit mehr als 65 000 Todesfällen, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt ist, gilt Großbritannien als das bislang am schwersten von der Pandemie getroffene Land in Europa.

Update, 15. November, 11.41 Uhr: Mehr als jeder fünfte Bundespolizist betroffen

Mehr als jeder fünfte Bundespolizist war oder ist wegen der Corona-Pandemie laut einem Medienbericht in Quarantäne.

11.890 der insgesamt rund 51.000 Mitarbeiter seien betroffen, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag) unter Hinweis auf die Behörde mit Sitz in Potsdam.

Seit Beginn der Pandemie im März erkrankten demnach 594 Bundespolizisten an Covid-19. Knapp 1900 Mitarbeiter seien derzeit in Quarantäne. Bei 261 Beamten waren nach den Angaben die Tests positiv. 54 Prozent der Fälle hätten einen privaten Bezug, beim Rest gebe es einen dienstlichen.

Laut einem Medienbericht ist oder war jeder fünfte Bundespolizist wegen der Corona-Pandemie in Quarantäne.
Laut einem Medienbericht ist oder war jeder fünfte Bundespolizist wegen der Corona-Pandemie in Quarantäne.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. November, 11.09 Uhr: "Züge voller als im ersten Lockdown" - Aber minus 42 Prozent in 2020

Die Fernzüge der Deutschen Bahn sind während des aktuellen Teil-Lockwdowns deutlich voller als während der ersten Phase strenger Corona-Beschränkungen im Frühjahr.

"Die Züge sind voller als beim ersten Lockdown. Unsere Kunden sollen sicher reisen können, deshalb halten wir unser Angebot hoch", sagte eine Bahn-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" berichtet, dass die Nachfrage nach Bahnfahrten derzeit etwa dreimal so hoch sei wie im Frühjahr, als zum ersten Mal strenge Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie galten.

Von Anfang Januar bis Ende Oktober 2020 sind dem Bericht zufolge 42 Prozent weniger Menschen im Fernverkehr gereist als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In diesem Jahr seien bisher 72 Millionen Passagiere in Fernzügen gereist, 53 Millionen weniger als in den ersten zehn Monaten 2019. Die Auslastung der Züge liege derzeit zwischen 20 und 25 Prozent.

Update, 15. November, 10.56 Uhr: Weniger Corona-Neuinfektionen in USA

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus ist in den USA erstmals seit mehreren Tagen unter der des Vortages geblieben. Die binnen 24 Stunden neu registrierten Fälle erreichten am Samstag die Marke von 166.555, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Sonntagmorgen hervorgeht.

Für Freitag hatte die JHU zunächst 184.514 Fälle und damit einen Höchststand an Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie gemeldet. Stunden später korrigierte sie diese Zahl aber auf 177.224 nach unten. Das ist nun der bisherige Höchstwert.

Insgesamt wurden nach jüngsten JHU-Angaben in den Vereinigten Staaten mit ihren 330 Millionen Einwohnern rund 10,9 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Mehr als 245 600 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden Zahlen nachträglich korrigiert.

Update, 15. November, 9.51 Uhr: Nach Corona-Infektion: Stäbler mit "gewisser Sorge" um Olympia-Start

Nach einer Corona-Infektion und den gesundheitlichen Folgen wächst bei Deutschlands Top-Ringer Frank Stäbler die Angst um seine Fitness für Olympia in Tokio. Der dreimalige Weltmeister war jüngst an Covid-19 erkrankt und hatte nach seiner Genesung bei einem Belastungstest plötzlich um 20 Prozent schlechtere Werte als normal.

Er versuche, im Hinblick auf die Sommerspiele und den letzten großen Wettkampf seiner Karriere zwar optimistisch zu bleiben, sagte der 31-Jährige der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Aber er ergänzte: "Ich habe schon eine gewisse Sorge und Unsicherheit. Corona ist eine Krankheit, bei der es keine Langzeit-Erfahrungswerte gibt."

Krafttraining könne er aktuell zwar "problemlos" machen, berichtete der Familienvater. "Ich breche aber zusammen, sobald es an die konditionelle Höchstbelastung geht. Von der Schulmedizin werde ich derzeit als Belastungsasthmatiker eingestuft und mir wird Cortison empfohlen." Er versuche es aber zunächst mit einer Atemtherapie.

Seine persönliche Prognose für die Vorbereitung auf Japan im August verglich er mit einem Ringkampf. "Es stand mal 0:0, der Kampf hat schlecht begonnen. Jetzt liege ich 0:6 hinten und muss aufpassen, dass ich bei 0:8 nicht technisch k.o. bin", sagte der Musberger.

Zugleich appellierte er an alle, die Pandemie ernst zu nehmen. Bis zu seiner Infektion habe er die Krankheit für sich selbst "nicht als gefährlich angesehen. Jetzt bin ich demütig geworden", sagte Stäbler.

"Ich kann den jungen Menschen, die sich so unangreifbar fühlen, wie ich es getan habe, vor allem aber auch den Verschwörungstheoretikern und allen anderen kritischen Menschen nur sagen: Ich habe es jetzt schwarz auf weiß, dass es auch für Nichtrisikogruppen schwere Verläufe geben kann. Ich will da als warnendes Beispiel dienen."

Ringer Frank Stäbler (31) spricht während eines Pressetermins in seiner neuen Trainingshalle.
Ringer Frank Stäbler (31) spricht während eines Pressetermins in seiner neuen Trainingshalle.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 15. November, 9.47 Uhr: Athen verbietet Demos zum Andenken an Studentenaufstand

Aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus hat die Regierung in Athen alle Versammlungen und Demonstrationen zum 47. Jahrestag des Studentenaufstandes gegen die damalige griechische Militärdiktatur verboten.

Wie der Staatsrundfunk (ERT) am Sonntag berichtete, sind Versammlungen von mehr als vier Menschen von Sonntag an und bis zum 18. November verboten. Wer sich nicht daran hält, muss mit Geldstrafen zwischen 300 Euro und 5000 Euro rechnen.

Autonome und Anarchisten sowie Parteien der außerparlamentarischen Linken haben trotz des Verbotes zur Teilnahme an den traditionellen dreitägigen Feierlichkeiten im und um das Polytechnikum von Athen und an der zentralen Demonstration am 17. November aufgerufen. Die Polizei habe aus diesem Grund starke Einheiten im Zentrum Athens zusammengezogen, berichtete das Staatsfernsehen.

Die zentrale Gedenkfeier findet immer am 17. November statt. Sie mündet traditionell in einem Demonstrationszug bis zur US-Botschaft in Athen. Viele Griechen werfen den USA bis heute vor, die damalige Junta geduldet zu haben.

Update, 15. November, 8.34 Uhr: Infizierte Fußballer fliegen zurück in die Ukraine

Der ukrainische Fußball-Verband wird seine vier positiv auf das Coronavirus getesteten Nationalspieler sowie den ebenfalls infizierten Teammanager am Sonntag zurück in die Heimat bringen.

"Es kommt ein Flugzeug aus Kiew, das die infizierten Spieler in die Ukraine bringen wird", kündigte Trainer Andrej Schewtschenko nach dem 1:3 der ukrainischen Auswahl am Samstagabend in Leipzig gegen die deutsche Nationalmannschaft an. Der Rest des Teams bestreitet am Dienstag in der Schweiz das abschließende Spiel in der Nations League.

Bei den vier Spielern handelt es sich nach Verbandsangaben um den früheren Dortmunder Andrej Jarmolenko, Viktor Tsigankow, Viktor Kowalenko und Sergej Sidortschuk. Erst nach weiteren negativen Corona-Tests ihrer Teamkollegen konnte das Länderspiel gegen Deutschland ausgetragen werden.

"Der Tag war sehr nervenaufreibend", berichtete Schewtschenko. Der 44 Jahre alte Auswahlcoach sprach davon, dass es "psychologisch sehr schwierig" gewesen sei, das Team angesichts der Ungewissheit der Spielaustragung und der Sorge vor weiteren positiven Tests auf die Partie vorzubereiten.

Update, 15. November, 6.05 Uhr: 16.947 neue Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag in Deutschland 16.947 neue Corona-Infektionen gemeldet.

Das sind 5.514 Fälle weniger als noch am Tag zuvor mit 22.461 neu gemeldeten Fällen innerhalb von 24 Stunden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 16.017 gelegen. Seit Beginn der Pandemie hat das RKI insgesamt 790.503 Infektionen erfasst. (Stand: 15.11., 00.00 Uhr)

Update, 15. November, 6 Uhr: Corona-Einschränkungen für Menschen mit Behinderung besonders hart

Die Corona-Einschränkungen treffen Menschen mit Behinderung oft besonders hart.

"Ein Beispiel sind die Anwendungen für Video-Konferenzen, die für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen eine große Herausforderung sind", sagte der Bundesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, der Deutschen Presse-Agentur.

An diesem Dienstag findet eine von Dusel initiierte große EU-Veranstaltung zur Lage der Menschen mit Behinderung statt. Ein zentrales Thema: Gewalt gegen Frauen und Kinder.

Durch die Corona-Krise werden nach einer Lehrer-Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) vor allem Schüler mit Behinderung benachteiligt.
Durch die Corona-Krise werden nach einer Lehrer-Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) vor allem Schüler mit Behinderung benachteiligt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. November, 5.30 Uhr: Bildungsforscher: Ältere Schüler sollten bis März von zu Hause lernen

In der Debatte um Schulschließungen aufgrund der Corona-Infektionslage hat der Kieler Bildungsforscher und Psychologe Olaf Köller dafür geworben, zumindest ältere Schüler digital von zu Hause zu unterrichten.

Programme für den Distanzunterricht sollten dabei langfristig bis Ende März angelegt werden und nicht nur bis Weihnachten, sagte Köller, der an mehreren Stellungnahmen der Nationalen Akademie der Wissenschaften, Leopoldina, zur Corona-Pandemie mitgeschrieben hat.

Angesichts der aktuellen Lage müssten die jüngeren Klassen zudem wieder verkleinert und Abstände untereinander vergrößert werden. "So lange wir keine Massenimpfungen haben und es kalt und winterlich ist, wird das Infektionsgeschehen problematisch bleiben", so Köller.

Wissenschaftler Köller nannte für seinen Vorschlag mehrere Gründe. Zum einen könnten ältere Schüler mit dem Distanzlernen über mehrere Wochen hinweg besser umgehen als jüngere. Zum anderen müssten sie nicht von den Eltern betreut werden.

Wenn die älteren Jahrgänge von zu Hause aus lernten, gebe es zudem in den Schulen mehr Räume, um die jüngeren Jahrgänge zu verteilen, argumentierte der Wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Instituts für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik.

Update, 15. November, 4.30 Uhr: Corona-Risikogruppen sollen Schutzmasken kostenlos bekommen

Im Kampf gegen das Coronavirus sollen Risikogruppen wie Ältere und Pflegeheimbewohner nach Plänen der großen Koalition kostenlos Schutzmasken erhalten können.

Vorgesehen ist ein Anspruch für Versicherte, wenn sie zu einer Gruppe "mit einem signifikant erhöhten Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion" gehören. Das sieht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine geplante Ergänzung eines Gesetzes zu weiteren Corona-Krisenmaßnahmen vor. Es soll an diesem Mittwoch von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

Konkret soll das Bundesgesundheitsministerium den Anspruch auf Gratismasken mit einer Rechtsverordnung ermöglichen können. Diese soll dann auch die Risikogruppe festlegen und regeln, welche Art von Masken und wie viele davon abgegeben werden können. Die von Fachpolitikern von Union und SPD und dem Ministerium erarbeiteten Pläne sehen eine Finanzierung durch den Bund aus Steuermitteln vor.

Update, 15. November, 4.17 Uhr: Bundesregierung ehrt "Corona-Helden"

Ein Informationsvideo der Bundesregierung sorgt in den sozialen Medien für Aufsehen, indem es Nichtstuer auf der Couch zu Corona-Helden kürt.

Regierungssprecher Steffen Seibert teilte das Video am Samstag mit dem Hashtag "#besonderehelden" auf Twitter. Darin berichtet der fiktive ältere Mann Anton Lehmann aus der Zukunft, wie er die zweite Welle "damals im Corona-Winter 2020" erlebt hat.

"Eine unsichtbare Gefahr bedrohte alles an was wir glaubten", beschreibt Lehmann die Corona-Situation in Deutschland rückblickend. Das Schicksal habe plötzlich in ihren Händen gelegen. Also taten sie, was von ihnen erwartet worden sei. "Nämlich nichts. Absolut gar nichts", so Lehmann. "Tage und Nächte blieben wir auf unserem Arsch zu Hause und kämpften gegen die Ausbreitung des Corona-Virus". Die Couch sei zur Front geworden, die Geduld zur Waffe.

Das sei ihr Schicksal gewesen. "So wurden wir zu Helden. Damals - in diesem Corona-Winter 2020", erinnert sich Lehmann. Das Video endet mit dem Appell der Bundesregierung: "Werde auch du zum Helden und bleib zuhause".

Update, 15. November, 4.15 Uhr: Montgomery: Eher Einschränkungen als Lockerungen

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat trotz des Teil-Lockdowns vor einer sich abzeichnenden Überlastung der deutschen Krankenhäuser gewarnt.

"Wenn es so weitergeht wie gegenwärtig, werden wir mit massiven Personalproblemen und am schlimmsten Bettenmangel kämpfen müssen", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). Bisher sehe man zwar eine Abflachung des Zuwachses bei den Neuinfektionen, aber keinerlei Abknicken der Infektionskurve nach unten. "Wir werden also - das ist meine Prognose - eher über weitere Einschränkungen reden müssen als über Lockerungen", betonte er.

"Es ist eine Illusion davon auszugehen, dass wir jetzt schon über Lockerungen oder Ausstiegsszenarien aus dem Teil-Lockdown reden können, der ja eher ein Teil-Shutdown ist - richtige Ausgangssperren wie in Frankreich oder Italien gibt es bei uns ja gar nicht", sagte Montgomery. "Eher das Gegenteil ist der Fall."

Update, 15. November, 4 Uhr: Kretschmann: Über Weihnachten erst bei sinkenden Zahlen sprechen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann macht Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen für Weihnachten von deutlich sinkenden Infektionszahlen abhängig.

"Bei den Maßnahmen, die wir getroffen haben, geht es darum, die Infektionswelle zu brechen, erst, wenn uns das gelingt - und zwar auf durchschlagende Weise -, können wir darüber sprechen, wie wir Weihnachten gestalten", sagte der Grünen-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). "Steigen die Zahlen weiter exponentiell an, wird das zur Überlastung der Krankenhäuser führen", sagte Kretschmann. "Es geht also derzeit um sehr viel mehr als um Weihnachten."

Update, 15. November, 3.25 Uhr: Mehr als eine Million Corona-Fälle in Mexiko

Als elftes Land der Welt hat Mexiko die Marke von einer Million nachgewiesenen Coronavirus-Fällen überschritten. Nach neuen Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Samstag (Ortszeit) waren in den vorherigen 24 Stunden 5860 neue Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert worden. Die Gesamtzahl liegt damit bei 1.003.253.

Es kamen zudem 635 Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung hinzu. Hier stieg die Gesamtzahl auf 98.259 - den vierthöchsten Wert der Welt. Allerdings geht die Regierung wegen einer hohen Übersterblichkeit nach eigenen Angaben davon aus, dass in Wirklichkeit etwa 50.000 mehr Menschen in Mexiko im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind als in der offiziellen Statistik ausgewiesen.

Auch die wahre Zahl der Corona-Fälle in dem nordamerikanischen Land - mit knapp 130 Millionen Einwohnern an 10. Stelle der bevölkerungsreichsten Länder der Welt - dürfte wesentlich höher liegen, da dort nur sehr wenig getestet wird.

Update, 15. November, 2.43 Uhr: Elon Musk: Ich habe wahrscheinlich Covid-19

Tesla-Chef Elon Musk vermutet, dass er an Covid-19 erkrankt ist - ist sich aber nach widersprüchlichen Testergebnissen unsicher.

Er habe "Symptome einer geringfügigen Erkältung", schrieb Musk bei Twitter am Samstagnachmittag (Ortszeit). "Ich bekomme sehr unterschiedliche Ergebnisse von verschiedenen Laboren, aber höchstwahrscheinlich habe ich einen moderaten Covid-Fall." Schon am Freitag hatte er geschrieben, dass zwei Schnelltests positiv und zwei negativ ausgefallen seien.

Musk hatte die Gefahr durch das Coronavirus häufig heruntergespielt und Maßnahmen wie die Schließung von Geschäften und Industrie in Kalifornien kritisiert. Im April beschimpfte er sie sogar als "faschistisch" und wetterte, die Menschen würden "in ihren Häusern eingesperrt und ihre Rechte nach der Verfassung verletzt".

Ihm missfiel unter anderem, dass Teslas Hauptwerk in der Nähe von San Francisco geschlossen bleiben musste. Musk riskierte auch eine Konfrontation mit den Behörden, um die Produktion der Elektroautos dort schneller wieder hochzufahren.

Elon Musk (49), Tesla-Chef, steht auf der Baustelle der Tesla Gigafactory. Musk vermutet, dass er an Covid-19 erkrankt ist - ist sich aber nach widersprüchlichen Testergebnissen unsicher.
Elon Musk (49), Tesla-Chef, steht auf der Baustelle der Tesla Gigafactory. Musk vermutet, dass er an Covid-19 erkrankt ist - ist sich aber nach widersprüchlichen Testergebnissen unsicher.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 15. November, 1.30 Uhr: Corona-Strategie des Robert Koch-Instituts laut Lauterbach "ineffizient"

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat erneut die Strategie des Robert Koch-Instituts (RKI) in der Corona-Pandemie kritisiert.

"Ich bin davon überzeugt, dass der jetzige Weg ineffizient ist. Wir verlieren viel Zeit bei der Nachverfolgung von Einzelkontakten", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag/Print Montag). "Diese werden zu spät erreicht - nachdem sie schon viele andere infizieren konnten. Umgekehrt werden auch Personen kontaktiert, die sich gar nicht anstecken konnten."

Man müsse sich darauf konzentrieren, Superspreader-Ereignisse zu isolieren, forderte der Epidemiologe. Ähnlich hatte sich Lauterbach bereits mehrfach geäußert.

Zudem forderte der SPD-Politiker, die Dauer der Quarantäne zu verkürzen. "14 Tage sind zu lang, dafür gibt es keine medizinische Rechtfertigung. Ich halte es für sinnvoll, die Quarantäne auf zehn Tage zu reduzieren - mit der Möglichkeit, dass man sich nach fünf Tagen frei testen lassen kann."

Update, 15. November, 1 Uhr: Städtebund: Kein Anlass für Lockerungen

Der Städte- und Gemeindebund hat sich vor den Beratungen von Bund und Ländern am Montag gegen Lockerungen der Corona-Maßnahmen ausgesprochen.

"Nach wie vor sind die Infektionszahlen deutlich zu hoch, und die Kontaktverfolgung gelingt nicht flächendeckend. Deswegen besteht zurzeit kein Anlass, Lockerungen vorzusehen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag/Print Montag). Das sei für die Gastronomie und die Kultur hart. Aber gerade die Schließung dieser Einrichtungen führe zu einer deutlichen Reduzierung der Kontakte.

"Eins steht schon jetzt fest: Ein Weihnachtsfest wie im Jahr 2019 wird es dieses Jahr nicht geben können", sagte Landsberg. "Es wird auch zu Weihnachten Einschränkungen geben müssen, um die Kontakte der Menschen, insbesondere in der Öffentlichkeit, zu reduzieren."

Gerd Landsberg (69), Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), gibt eine Pressekonferenz.
Gerd Landsberg (69), Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), gibt eine Pressekonferenz.  © Britta Pedersen/dpa

Update, 15. November, 0.45 Uhr: Altmaier: Wende noch nicht erreicht - Mehrere Monate Einschränkungen

Wirtschaftsminister Peter Altmaier sieht noch keine wesentlichen Erfolge des Teil-Lockdowns.

"Zur Zwischenbilanz gehört auch, dass die Infektionszahlen nach wie vor viel zu hoch sind. Sehr viel höher sogar als vor zwei Wochen", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Trotz aller Anstrengungen ist eine Wende zum Besseren noch nicht erreicht", sagte Altmaier.

Für das Öffnen von Restaurants und Kinos sehe er wenig Spielraum. "Wir sind aus dem Gröbsten noch nicht raus." Einen "Jo-Jo-Shutdown" mit ständigem Öffnen und Schließen der Wirtschaft könne sich Deutschland nicht leisten.

Altmaier rechnet nach eigener Aussage damit, dass sich die Deutschen noch weit über den Dezember hinaus einschränken müssen. "Wir werden zumindest in den nächsten vier bis fünf Monaten mit erheblichen Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen leben müssen."

Auch Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) sieht keine Chance für Lockerungen. "Aus meiner Sicht gibt es für Lockerungen aufgrund der hohen Infektionszahlen keine Grundlage", sagte er der Zeitung. "Wir sollten uns deshalb in sieben Tagen noch einmal treffen, um über die Entwicklung zu sprechen. Eingriffe in die Grundrechte der Menschen müssen sehr genau erklärt und begründet werden."

Update, 15. November, 0.15 Uhr: Altmaier für Unterricht in geschlossenen Gaststätten und Hotels

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Schulunterricht in geschlossenen Gaststätten und Hotels vorgeschlagen, um die Abstandsregeln besser einhalten zu können.

Er würde sich wünschen, "dass die physischen Möglichkeiten der Kommunen noch besser ausgeschöpft werden", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". "In Klassenräumen ist es oft schwer, den ausreichenden Abstand einzuhalten", begründete Altmaier seinen Vorstoß. "Ich würde es begrüßen, wenn der Unterricht deshalb auch zum Beispiel in Gemeindezentren, Kulturhäusern oder in den ungenutzten Räumen von Gaststätten und Hotels stattfinden würde."

Peter Altmaier (62, CDU), Bundeswirtschaftsminister, schlägt Schulunterricht in geschlossenen Gaststätten und Hotels vor.
Peter Altmaier (62, CDU), Bundeswirtschaftsminister, schlägt Schulunterricht in geschlossenen Gaststätten und Hotels vor.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 15. November, 0.01 Uhr: Deutliche Mehrheit für Öffnung der Restaurants im Dezember

Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland hat sich in einer Umfrage dafür ausgesprochen, dass im Dezember Restaurants und Kultureinrichtungen wieder öffnen dürfen.

In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für die "Bild am Sonntag" gaben 78 Prozent der Befragten an, dass Restaurants im Dezember wieder öffnen sollten. Eine Öffnung von Kultureinrichtungen würden 68 Prozent der Befragten begrüßen. Bei den geltenden Kontaktbeschränkungen ist die Lage anders: 59 Prozent sind dagegen, diese im Dezember aufzuheben.

Am Montag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten eine Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns ziehen. Derzeit haben unter anderem Restaurants geschlossen, Hotels dürfen keine Urlauber aufnehmen, auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen mussten schließen.

Update, 14. November, 21.55 Uhr: Republikanische Gouverneure reagieren auf Corona-Anstieg

Angesichts der Eskalation der Corona-Krise in den USA ergreifen auch republikanische Gouverneure Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, gegen die sie sich bisher sperrten. In North Dakota verfügte Gouverneur Doug Burgum eine Maskenpflicht und Einschränkungen für Restaurants. Die Maßnahmen gelten zunächst bis Mitte Dezember.

In West Virgina ordnete Gouverneur Jim Justice an, dass ab sofort Wochenende in geschlossenen öffentlichen Räumen nun immer Masken getragen werden müssen. Zuvor waren sie nur vorgeschrieben, wenn man keinen Abstand halten musste. "Dieses Ding ist ein massiver, massiver Killer", schrieb Justice über das Coronavirus und die davon ausgelöste Krankheit Covid-19.

In Texas verhinderte unterdessen ein Gericht striktere Corona-Maßnahmen im schwer betroffenen Bezirk rund um die Stadt El Paso - weil sie den Anordnungen des Gouverneurs Greg Abbott widersprächen. Im El Paso County hatte Richter Ricardo Samaniego angesichts schnell steigender Infektionszahlen die Verlängerung eines Lockdowns verfügt. Behörden des Bundesstaates und mehrere örtliche Restaurantbesitzer klagten dagegen. Das Berufungsgericht urteilte zu ihren Gunsten: Es sei Sache des Gouverneurs, solche Entscheidungen zu treffen. Der texanische Justizminister Ken Paxton begrüßte das Urteil und nannte Richter Samaniego einen "Tyrannen".

In den USA hatte es am Freitag mit 184 514 Neuinfektionen den nächsten Corona-Rekord gegeben, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervorgeht. Mehr als 1400 Menschen starben.

Update, 14. November, 20.59 Uhr: Feuer auf Intensivstation: zehn Corona-Patienten tot, sieben schwer verletzt

Zehn schwerkranke Covid-19-Patienten sind am Samstagabend in einem Krankenhaus der nordostrumänischen Stadt Piatra Neamt an schweren Verbrennungen gestorben.

Mehr Informationen erhaltet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel zum Feuer auf einer Intensivstation.

Auf Twitter kursieren erste Fotos des Gebäudes.
Auf Twitter kursieren erste Fotos des Gebäudes.  © Twitter/Screenshot/@ic_iordachescu

Update, 14. November, 19.52 Uhr: Trotz Pandemie: Der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center steht

Es ist die wohl berühmteste Fichte der Welt: Am Samstag haben Arbeiter den traditionellen Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center im Herzen New Yorks aufgestellt.

Ein Kran hob den 23 Meter langen Stamm von der Ladefläche eines Schwerlasttransporters und platzierte ihn auf einer großen Plattform, wie Bilder des Fernsehsenders ABC zeigten. Die Fichte war in der Nacht zuvor aus der Kleinstadt Oneonta, die 270 Kilometer nördlich von New York liegt, angeliefert worden.

"Wir haben das Gefühl, dass der Baum in diesem Jahr lebenswichtig ist", schrieben die Besitzer des Rockefeller Centers in einer Mitteilung. "Er ist ein Symbol der Hoffnung und Widerstandsfähigkeit." In den kommenden Tagen werden die Zweige mit Zehntausenden Lichtern dekoriert. Ab dem 2. Dezember sollen sie leuchten.

Wie das Anschalten der Lichter ablaufen wird, normalerweise ein Spektakel vor großem Publikum, ist noch nicht bekannt. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio kündigte angesichts der Coronavirus-Pandemie bisher lediglich "zusätzliche Vorkehrungen" an. Mit der seit den 1930er Jahren zelebrierten Show startet New York traditionell in die Weihnachtssaison.

Auch die bekannte Schlittschuhbahn vor dem Rockefeller Center soll trotz der Pandemie geöffnet werden – dieses Mal aber nur vom 21. November bis zum 17. Januar, also deutlich kürzer als in den vergangenen Jahren.

Eine knapp 23 Meter lange Fichte wird mit Hilfe eines Krans am Rockefeller Center aufgestellt. An dem traditionellen Weihnachtsbaum sollen in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie die Lichter angezündet werden.
Eine knapp 23 Meter lange Fichte wird mit Hilfe eines Krans am Rockefeller Center aufgestellt. An dem traditionellen Weihnachtsbaum sollen in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie die Lichter angezündet werden.  © Craig Ruttle/FR61802 AP/dpa

Update, 14. November, 18.17 Uhr: Experten in Italien sehen Corona-Ausnahmen für Weihnachten skeptisch

Angesichts der aktuellen Corona-Lage haben Experten des italienischen Gesundheitsministeriums die Hoffnung auf Ausnahmen von den Corona-Regelungen für das Weihnachtsfest gebremst.

Man könne nicht denken, dass Weihnachten eine Ausnahme darstellt, sagte der Präsident des Gesundheitsrates, Franco Locatelli, am Samstag. Natürlich sei daran gelegen, den Reproduktionswert (R-Wert) so niedrig wie möglich zu bekommen, aber es sei nicht daran zu denken, dann zu den gewohnten Festlichkeiten überzugehen.

Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt - und gibt damit Auskunft darüber, ob das Infektionsgeschehen zunimmt oder abflaut. Dem jüngsten Ministeriumsbericht zufolge war er auf 1,43 gesunken. Die durchschnittliche Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag demnach für den Zeitraum 2. bis 8. November bei 330. Zum Vergleich: Das Robert Koch-Institut gab die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz für Deutschland am Freitag mit rund 140 Fällen pro 100.000 Einwohner an.

Die italienischen Behörden meldeten am Samstag rund 37.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Tags zuvor wurde mit knapp 41.000 ein neuer Höchstwert erreicht. Ebenso wurden weitere Verschärfungen für einige Regionen beschlossen. Der Großteil der Menschen in Italien ist damit von strengen Ausgangsbeschränkungen betroffen.

Die italienische Regierung stuft alle Regionen in eine von drei Risikostufen ein. Sieben Regionen werden nun als Rote Zonen geführt, darunter Bozen-Südtirol, die Toskana und das südlich gelegene Kampanien mit der Stadt Neapel. Dort herrscht gewissermaßen ein Lockdown. Neun Regionen liegen in der mittleren Zone (orange), wo die Ausgangssperre nur von 22 bis 5 Uhr gilt und freie Bewegung innerhalb der eigenen Kommune möglich ist. Zu der Zone mit den lockersten Regelungen (gelb) zählt etwa Latium und die Hauptstadt Rom. Hier haben Bars und Restaurants noch mit Einschränkungen geöffnet.

Update, 14. November, 17.09 Uhr: Österreich ab Dienstag für drei Wochen im Corona-Lockdown

Österreich geht am Dienstag zum zweiten Mal in der Corona-Krise für drei Wochen in den sogenannten Lockdown. Die Regierung um Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verkündete die Maßnahmen am Samstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Geschäfte und Schulen müssen dann schließen, das Verlassen des privaten Wohnraums ist nur aus triftigen Gründen wie Grundbedürfnissen, der Arbeit, der Hilfe etwa für Angehörige und zur Erholung im Freien erlaubt.

"Auch wenn sich niemand einen zweiten Lockdown wünscht, so ist der zweite Lockdown das einzige Mittel, von dem wir verlässlich wissen, dass es funktioniert", sagte Kurz. Die Beschränkungen gelten ab Dienstag, 0.00 Uhr, und bis zum 6. Dezember. Die Ausgangsregeln müssen alle zehn Tage vom Hauptausschuss des Parlaments neu genehmigt werden.

Offen bleiben Geschäfte für die Deckung des täglichen Bedarfs, etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Banken. Schulen stellen auf Fernunterricht um und bieten wie auch Kindergärten Betreuung bei Bedarf. Private Treffen sind auf einzelne engste Angehörige oder Bezugspersonen beschränkt. "Meine eindringliche Bitte für die nächsten Wochen ist: Treffen sie niemanden! Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel", sagte Kurz. Das Ziel sei, am 7. Dezember Schulen und Handel wieder öffnen zu können.

Schon seit dem 3. November sind in Österreich die Gastronomie, der Tourismus sowie Kulturbetriebe und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Ausgangsbeschränkungen galten bisher von 20.00 bis 6.00 Uhr. Die Infektionszahlen sind seit Anfang November zunächst weiter gestiegen, am Freitag lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 554,2. Mediziner befürchten einen Zusammenbruch der Intensivversorgung.

Update, 14. November, 16.45 Uhr: DFB-Länderspiel findet trotz Corona-Fällen bei Gegner Ukraine statt

Das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Ukraine kann trotz Corona-Fällen beim Gegner stattfinden.

Alle Nachtests bei Spielern und Betreuern am Samstag seien negativ ausgefallen, berichtete der ukrainische Verband. Auf dieser Grundlage erlauben die Leipziger Gesundheitsbehörden eine Spielaustragung.

Update, 14. November, 16.28 Uhr: Zwölf Tote nach Corona-Ausbruch in Altenheim in Berlin

In einem Alten- und Pflegeheim in Berlin-Lichtenberg sind nach einem Corona-Ausbruch innerhalb von fünf Wochen zwölf infizierte Menschen gestorben.

Elf davon seien im Krankenhaus gestorben, wohin sie mit Symptomen überwiesen worden seien, teilte eine Sprecherin der Betreiberfirma Kursana am Samstag der Deutschen Presse-Agentur mit. "Nach unserer Kenntnis hatten alle schwerwiegende Vorerkrankungen oder befanden sich in der Palliativphase." Der "Tagesspiegel" hatte zuvor darüber berichtet.

Am 8. Oktober sei ein erster Bewohner bei einem Krankenhausaufenthalt positiv getestet worden, sagte die Sprecherin. "Danach erfolgten Teil-Testreihen in einzelnen Wohnbereichen. Zum 3. November lagen erstmals Testergebnisse für das gesamte Haus vor. Aktuell sind 27 Bewohner und 17 Mitarbeiter Corona-positiv."

Seit dem Auftreten des ersten Falles sei das Heim für Besucher geschlossen worden. "Alle Hygienemaßnahmen nach RKI-Standard werden umgesetzt, die Mitarbeiter arbeiten alle mit FFP-2 Masken und zusätzliche Flächendesinfektion wird regelmäßig durchgeführt." Wohnbereiche mit Covid-19-Fällen seien unverzüglich unter Quarantäne gestellt worden.

Update, 14. November, 16.02 Uhr: Ministerpräsident Woidke zeigt nur noch geringe Symptome

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigt nur noch geringe Symptome nach seiner Infektion mit dem Coronavirus.

Das sagte Regierungssprecher Florian Engels am Samstag auf Anfrage. Es erfolge noch ein Test. Davon abhängig werde Woidke voraussichtlich Mitte nächster Woche seine Dienstgeschäfte wieder aufnehmen. Entscheidend sei die Festlegung durch das zuständige Gesundheitsamt - wie bei allen Betroffenen, die in Quarantäne seien, sagte Engels. Am Montag nehme der Regierungschef an der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vom Homeoffice aus teil, hieß es.

Woidke hatte sich mit dem Virus infiziert. Dies war wenige Tage nach der Eröffnung des Berliner Flughafens BER bekanntgeworden. Daraufhin hatten sich mehrere Teilnehmer testen lassen, darunter Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), sie hatten sich aber nicht angesteckt.

Update, 14. November, 15.46 Uhr: Hollands Nikolaus wegen Corona im Homeoffice

Einreise trotz Corona: Auch in diesem Jahr hat es der Nikolaus wieder bis in die Niederlande geschafft.

Die Ankunft des Sinterklaas, wie der Heilige Mann mit dem weißen Rauschebart und dem roten Bischofsmantel dort genannt wird, wurde am Samstag live im Fernsehen übertragen - von einem fiktiven Ort aus und ohne das sonst übliche öffentliche Freudenfest zu seiner Begrüßung.

Der Legende zufolge reitet Sinterklaas nach seiner Ankunft mit dem Dampfschiff aus Spanien auf einem Schimmel über die Dächer und kommt mit seinen Helfern durch den Schornstein, um Kindern Geschenke zu bringen. In diesem Jahr wird daraus eher eine Tätigkeit im Homeoffice. Sitz des Sinterklaas ist diesmal das Palais Soestdijk - ein Schloss in der Gemeinde Baarn, das einst dem niederländischen Königshaus gehörte, wie der Sender NOS berichtete. Allerdings seien bis zur Bescherung am 5. Dezember einige lokale Sinterklaas-Veranstaltungen unter Einhaltung der Corona-Schutzvorschriften geplant.

Die Ankunft des Heiligen war einmal mehr mit einem Streit um dessen schwarze Gehilfen - die "Zwarten Pieten" - verbunden. Die Aktionsgruppe "Kick Out Zwarte Piet" (KOZP) rief zu "coronasicheren" Protesten auf. Kritiker sehen in den schwarzgeschminkten Sinterklaas-Gehilfen in Pagenkostümen ein Symbol der Sklavenzeit sowie der Diskriminierung schwarzer Menschen. "Zwarte Piet"-Befürworter sprechen hingegen von einem Angriff auf alte niederländische Traditionen.

Ein Demonstrant, der als der "Zwarte Piet" verkleidet ist, nimmt an einem Protest der Aktionsgruppe "Kick Out Zwarte Piet" (KOZP) teil.
Ein Demonstrant, der als der "Zwarte Piet" verkleidet ist, nimmt an einem Protest der Aktionsgruppe "Kick Out Zwarte Piet" (KOZP) teil.  © Remko De Waal/ANP/dpa

Update, 14. November, 15.43 Uhr: Norwegens Nationalelf wegen Corona-Fall in Dilemma

Norwegens Fußball-Nationalmannschaft steht wegen eines Corona-Falles in den eigenen Reihen vor einem Dilemma.

Wegen des positiven Tests von Außenverteidiger Omar Elabdellaoui am Freitag verlangen die einheimischen Gesundheitsbehörden, dass die gesamte Mannschaft für zehn Tage in Quarantäne geht. Der norwegische Fußballverband NFF hat daher zunächst die für Samstag geplante Abreise zum Nations-League-Spiel in Bukarest gegen Rumänien ausgesetzt, kämpft aber weiter darum, spielen zu können.

In einem Brief an das Gesundheitsministerium hieß es laut einer Pressemitteilung: "Wir und nicht zuletzt die Spieler verlieren die Chance, uns für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren, falls wir in der ersten Runde scheitern sollten." Laut den UEFA-Regeln wird nämlich Rumänien der Sieg zugesprochen, wenn das norwegische Team nicht antritt.

Die Spieler seien viermal getestet worden und alle Tests seien negativ ausgefallen, so der Verband. Das Team reise in einem eigenen Bus, mit einem eigenen Charterflugzeug und lebe isoliert im Hotel in Rumänien. Die Gesundheitsbehörde warnte nach Informationen des norwegischen Rundfunks NRK, dass trotz der negativen Tests Spieler infiziert sein könnten.

Update, 14. November, 14.45 Uhr: Alle Corona-Tests beim deutschen Team vor Ukraine-Spiel negativ

Beim bangen Warten auf eine Entscheidung über die Austragung des Länderspiels der Fußball-Nationalmannschaft gegen die Ukraine kam aus dem DFB-Quartier wenige Stunden vor dem geplanten Anpfiff eine positive Nachricht. Bei der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw seien erneut alle Testungen "negativ ausgefallen", teilte der Verband vor der Nations-League-Partie am Samstagabend (20.45 Uhr) in Leipzig mit.

Nach fünf positiven Corona-Tests in der Delegation der Ukraine steht eine mögliche Absage der Partie im Raum. Am Samstagnachmittag soll es eine notwendige weitere Testreihe beim DFB-Gegner geben.

Die Corona-Tests der DFB-Elf fielen negativ aus.
Die Corona-Tests der DFB-Elf fielen negativ aus.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. November, 13.45 Uhr: "Querdenken"-Demo mit 800 Teilnehmern in Regensburg

In Regensburg sind am Samstag rund 800 Anhänger der "Querdenken"-Bewegung gegen staatlich vorgeschriebene Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen.

Bislang seien noch keine Verstöße registriert worden, hatte eine Polizeisprecherin kurz vor Beginn der Veranstaltung unter dem Motto "Demonstration für Selbstbestimmung und Maskenbefreiung" gesagt. Bei einer Gegendemonstration kamen zunächst rund 90 Menschen zusammen.

Update, 14. November, 12.58 Uhr: Österreichs Regierung will vollen Lockdown bis zum 6. Dezember

Die österreichische Regierung will zur Eindämmung der Corona-Krise für drei Wochen Geschäfte und Schulen schließen und Ausgangsbegrenzungen rund um die Uhr verordnen.

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Update, 14. November, 12.35 Uhr: Ukraine-Elf vorerst nicht in Quarantäne - Weitere Tests am Nachmittag

Die Entscheidung über eine mögliche Absage des Länderspiels der Fußball-Nationalmannschaft gegen die Ukraine wird möglicherweise erst unmittelbar vor dem geplanten Anpfiff (20.45 Uhr) fallen.

Wie der Leipziger Stadtsprecher Matthias Hasberg der Deutschen Presse-Agentur am Samstagmittag bestätigte, wird die nach fünf positiven Corona-Tests im Team der Ukraine notwendige weitere Testreihe erst am Nachmittag stattfinden. Bis dahin werde die Stadt keine Quarantäne für das ganze Team anordnen.

Update, 14. November, 11.31 Uhr: Weihnachten in Zeiten von Corona: Pfarrer plant Feier im Stadion von Hannover 96

Angesichts der Corona-Beschränkungen will ein katholischer Pfarrer Weihnachten mit bis zu 2000 Besuchern im Stadion von Hannover 96 feiern.

Mehr Informationen findet Ihr >>> hier +++

Update, 14. November, 10.58 Uhr: Kanzlerin Merkel: "Winter wird uns allen noch viel abverlangen"

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Bürgerinnen und Bürger vor der am Montag geplanten Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns erneut auf schwierige Monate wegen der Corona-Krise eingestimmt.

"Der vor uns liegende Winter wird uns allen noch viel abverlangen", sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast. "Das Virus wird noch eine ganze Weile unser Leben bestimmen. Das bedeutet auch, dass wir uns nicht unbeschwert direkt begegnen können."

Kanzlerin Angela Merkel prophezeit noch schwierige Monate im Kampf gegen die Corona-Krise.
Kanzlerin Angela Merkel prophezeit noch schwierige Monate im Kampf gegen die Corona-Krise.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 14. November, 10.15 Uhr: Neuer Rekord der Neuinfektionen an einem Tag in den USA

Die USA verzeichnen derzeit täglich immer neue Höchstwerte der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Anzahl der registrierten Fälle binnen 24 Stunden erreichte am Freitag 184.514, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Samstagmorgen hervorgeht. Das ist der bisher höchste Tageswert der Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie.

Update, 14. November, 10.01 Uhr: Iran plant landesweit unbefristete Corona-Lockdowns

Der Iran plant landeweit strenge und unbefristete Lockdowns, um die drastisch steigenden Corona-Fallzahlen zu stoppen. "Diese Lockdowns werden am 21. November in Kraft treten und sind erforderlich, um Menschenleben zu retten", sagte Präsident Hassan Ruhani am Samstag. Laut Ruhani sollen die landesweiten Lockdowns unbefristet so lange weitergeführt werden, bis die Fall- und besonders die Totenzahlen sinken.

Aus wirtschaftlichen Erwägungen war Ruhani bis jetzt gegen Lockdowns. Die dramatisch steigenden Fallzahlen in den letzten Wochen ließen ihm jedoch keine andere Wahl. Aktuell liegt die Gesamtzahl der Corona-Toten im Iran bei über 40.000, die der Infizierten bei fast 740.000.

Irans Präsident Hassan Ruhani will mit einem Lockdown die Corona-Fallzahlen eindämmen.
Irans Präsident Hassan Ruhani will mit einem Lockdown die Corona-Fallzahlen eindämmen.  © Ebrahim Seydi/Iranian Presidency/dpa

Update, 14. November, 8.15 Uhr: Rund 2800 Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen in MV registriert

Seit Beginn der Pandemie sind in Mecklenburg-Vorpommern rund 2800 Verstöße gegen die staatlichen Corona-Auflagen gezählt worden. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Landkreisen und kreisfreien Städten. Die meisten Ordnungs- und Bußgelder wurden demnach im Landkreis Vorpommern-Rügen verhängt, dort waren es bislang rund 1125. Überwiegend gehe es dabei um Verstöße gegen das Einreiseverbot, die Abstandsregeln und die Kontaktbeschränkungen.

Update, 14. November, 6.30 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen leicht zurückgegangen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.461 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 1081 Fälle weniger als am Freitag, wie aus den Angaben des RKI vom Samstagmorgen hervorgeht. Auch im Vergleich zum Samstag vergangener Woche ist der Wert etwas niedriger. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 23.399 gelegen.

Update, 14. November, 1 Uhr: Lauterbach fordert Verlängerung des Teil-Lockdowns

Vor der Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gegen eine Lockerung der für November verhängten Corona-Auflagen ausgesprochen. "Ich gehe davon aus, dass wir den Wellenbrecher-Shutdown verlängern müssen, weil die Wirkung schwächer ausfällt als berechnet", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Neben den Schulen ist eine zu geringe Beschränkung privater Kontakte wahrscheinliche Ursache," so Lauterbach.

Titelfoto: Michael Sohn/AP pool/dpa


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