Coronavirus: Bayerns Kabinett berät über die Vorbereitung

München - Es gibt viele Fragen: Die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland beschäftigt deshalb nun außer der Reihe Bayerns Staatsregierung.

Regierungschef Markus Söder berät sich am Freitag in Bayern mit Experten.
Regierungschef Markus Söder berät sich am Freitag in Bayern mit Experten.  © Peter Kneffel/dpa

Im Kabinettsausschuss wollen sich einzelne Ministerien mit Regierungschef Markus Söder (CSU) am Freitag mit entsprechenden Vertretern des Robert Koch-Institutes (RKI) über die Lage in Bayern und den anderen Bundesländern austauschen.

Im Fokus soll dabei die Frage stehen, wie der Freistaat auf eine möglicherweise bevorstehende Ausbreitung vorbereitet ist. Dabei geht es etwa um vorhandene Kapazitäten von geeigneten Quarantänebetten in Krankenhäusern.

Im Kabinettsausschuss sind Gesundheitsministerin Melanie Huml, Innenminister Joachim Herrmann, Staatskanzleiminister Florian Herrmann sowie ferner auch Sozialministerin Carolina Trautner und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (alle CSU).

Hinzu kommen Kultusminister Michael Piazolo, Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert (beide Freie Wähler) sowie RKI-Präsident Lothar Wieler und der Leiter des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf.

Nachdem in den vergangenen Tagen in mehreren Bundesländern immer wieder neue Erkrankungen nachgewiesen wurden, der Ansteckungsweg allerdings zunächst nicht immer nachvollziehbar war, sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Deutschland inzwischen zweifelsohne "am Beginn einer Corona-Epidemie".

In Bayern war Ende Januar der erste Coronavirusfall in Deutschland nachgewiesen worden. Zwischenzeitlich waren im Freistaat 14 Menschen mit dem neuartigen Erreger infiziert. Bis auf einen konnten alle Patienten wieder die Krankenhäuser verlassen.

Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen. Die meisten Infizierten haben nur eine leichte Erkältungssymptomatik mit Frösteln und Halsschmerzen oder gar keine Symptome. 15 von 100 Infizierten erkranken aber laut RKI schwer. Dann drohen Atemprobleme oder eine Lungenentzündung.

Das Coronavirus sorgt derzeit weltweit für erhebliche Aufregung.
Das Coronavirus sorgt derzeit weltweit für erhebliche Aufregung.  © Uncredited/Centers for Disease Control and Prevent

Titelfoto: Montage: Peter Kneffel/dpa , Uncredited/Centers fo

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