Coronavirus: So wird Fast Food während der Epidemie ausgeliefert

China - Der Coronavirus hält China in seinem Bann und macht das alltägliche Leben beschwerlich. Nur dank erheblicher Anstrengungen können beispielsweise Fast-Food- oder Café-Ketten weiter öffnen.

Seit Ausbruch des Coronavirus sind harte Zeiten für Fast-Food-Unternehmen und Café-Ketten angebrochen.
Seit Ausbruch des Coronavirus sind harte Zeiten für Fast-Food-Unternehmen und Café-Ketten angebrochen.  © 123RF belchonock & Tobias Arhelger

Auch wenn das Coronavirus (TAG24 berichtet im Live-Ticker) ganz China in seinem Atem hält, muss das Leben doch irgendwie weitergehen.

Doch wie umständlich das schon bei alltäglichen Dingen sein kann, über die wir in Deutschland nicht einmal nachdenken, beweist das Thema Fast Food.

Große Unternehmen wie McDonald's, KFC, PizzaHut oder auch Starbucks müssen Maßnahmen treffen, um die Risiken einer Ansteckung zu minimieren und zugleich das Kundenvertrauen nicht zu verlieren.

So hat der Burger-Gigant McDonald's laut FOX News die kontaktlose Abholung eingeführt.

Nachdem die Kunden ihr Essen aus der Ferne bestellt haben, wird es versiegelt und von Mitarbeitern an speziellen Punkten abgelegt. Da kann es ohne den zwischenmenschlichen Kontakt abgeholt werden.

Auch normale Lieferungen zu einer Wohnung werden nicht mehr von Mensch zu Mensch überreicht, sondern vor den Häusereingängen abgelegt.

Lieferboten müssen dabei besonders und noch deutlich mehr als sonst auf die Hygiene achten, ihre Behältnisse regelmäßig desinfizieren und sich die Hände waschen.

Zudem haben McDonald's-Fahrer Ausweise bei sich, die belegen, dass sie und der Hersteller des Essens kein Fieber haben.

Starbucks lässt Kunden vor der Filiale warten

Auch Starbucks reagiert auf die anspruchsvolle Lage im Reich der Mitte.
Auch Starbucks reagiert auf die anspruchsvolle Lage im Reich der Mitte.  © 123RF kritchanut

Auch Starbucks hat auf die aktuelle Situation reagiert und seinen Bestellprozess umgekrempelt. Kunden müssen ihren Kaffee per App ordern und dann vor den Läden warten.

Erst nach dem Erhalt einer Abholbenachrichtigung dürfen sie die Filiale betreten und sich an Tischen im Eingangsbereich ihre Bestellung abholen. Voraussetzung ist aber eine vorherige Temperaturmessung.

Und auch hinter dem Tresen gelten verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Während die Behälter und öffentlichen Bereiche regelmäßig sterilisiert werden, müssen die Mitarbeiter Masken tragen und sich jede halbe Stunde die Hände waschen.

Doch trotz all dieser Maßnahmen ist ein Risiko der Übertragung keinesfalls ausgeschlossen.

Mitarbeiter ohne Symptome könnten die Viren uneingeschränkt verteilen, ohne dass sie es selber merken. Da bringt auch das halbstündige Händewaschen nichts.

Und wohl auch aus diesem Grund lassen Betreiber von Wohnanlagen Lieferboten immer weniger herein. Stattdessen fordern sie die Bewohner auf, ihre Bestellungen selbst abzuholen.

Bei Fällen, in denen das nicht möglich ist, stellen die Boten die Ware beispielsweise an ihrem Fahrzeug ab und warten, bis sich der Kunde sie genommen hat und wieder gegangen ist.

Es ist den Chinesen nur zu wünschen, dass dieses Schauspiel bald wieder vorbei ist.


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