Coronavirus: Corona-Impfung schon für Polizisten: Kreis Stendal räumt Fehler ein

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Update, 5. Februar, 22.03 Uhr: Corona-Impfung schon für Polizisten: Kreis Stendal räumt Fehler ein

In der Debatte um vorgezogene Corona-Impfungen für Hunderte Polizistinnen und Polizisten hat der Landkreis Stendal (Sachsen-Anhalt) Fehler eingeräumt.

"Rein rechtlich ist festzuhalten, dass die durch den Landkreis erfolgte damalige Interpretation der Impfverordnung fehlerhaft war", sagte der für das dortige Impfzentrum zuständige Beigeordnete Sebastian Stoll am Freitagnachmittag laut Mitteilung.

Laut Mitteilung hatten Stoll und der Stendaler Landrat Patrick Puhlmann (SPD) zuvor den Fall aufgearbeitet. Puhlmann kündigte an, er werde "den Sachverhalt konsequent prüfen und im Ergebnis entsprechende Maßnahmen einleiten".

Update, 5. Februar, 20.58 Uhr: Spahn stellt Corona-Impfstoff für Kinder für Sommer in Aussicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hat einen für Kinder und Jugendliche geeigneten Impfstoff gegen das Coronavirus für diesen Sommer in Aussicht gestellt.

Derzeit gebe es noch keinen für Kinder und Jugendliche zugelassenen Impfstoff, sagte Spahn, der als Gast bei der Jahresauftakt-Klausur der hessischen Union am Freitagabend online zugeschaltet war.

Das Vakzin von Biontech/Pfizer sei ab 16 Jahren zugelassen, die beiden anderen Impfstoffe von Moderna und Astrazeneca ab 18 Jahre.

"Wir gehen davon aus, toi, toi, toi, wenn die Dinge gut laufen, dass wir im Sommer auch einen Impfstoff haben, der eben dann Kinder und Jugendliche schützen kann."

Jens Spahn (40, CDU), Bundesminister für Gesundheit, zieht seinen Mund-Nasen-Schutz bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie in der Bundespressekonferenz auf.
Jens Spahn (40, CDU), Bundesminister für Gesundheit, zieht seinen Mund-Nasen-Schutz bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie in der Bundespressekonferenz auf.

Update, 5. Februar, 19.29 Uhr: Bouffier und Söder mahnen zur Besonnenheit in Corona-Pandemie

Die Ministerpräsidenten von Hessen und Bayern, Volker Bouffier (69, CDU) und Markus Söder (54, CSU), haben Erwartungen auf rasche Lockerungen des coronabedingten Lockdowns gedämpft.

"Wir werden besonnen bleiben. Niemand kann erwarten, dass wir jetzt auf einen Schlag sagen: So, das machen wir jetzt wieder wie früher. Das geht nicht. Aber Stück für Stück", sagte Bouffier am Freitagabend bei der Jahresauftakt-Klausur der hessischen Union, die in diesem Jahr coronabedingt online abegehalten wurde.

"Wir dürfen nicht riskieren, dass wir in vier Wochen dann plötzlich wieder ganz hohe Zahlen haben, weil wir unvorsichtig waren", so Bouffier. "Die Entwicklungen in Portugal und anderen Ländern, die kann man nicht ignorieren."

Update, 5. Februar, 18.31 Uhr: Ende des Wildwuchses: Friseure in Belgien dürfen wieder öffnen

Endlich wieder zum Friseur: Nach dreieinhalb Monaten wuchernden Haarwuchses dürfen Friseure in Belgien von kommender Woche Samstag an wieder öffnen.

Es würden jedoch sehr strenge Hygieneregeln gelten, sagte der belgische Regierungschef Alexander De Croo am Freitag nach Regierungsberatungen in Brüssel.

Er betonte, dass die Corona-Situation in dem Königreich seit Dezember recht stabil sei. Die Maßnahmen gegen das Virus funktionierten gut, weil die Menschen sie berücksichtigten. De Croo sagte, man müsse weiter vorsichtig sein.

Update, 5. Februar, 18.29 Uhr: WHO-Chef Tedros appelliert an reiche Länder: Gebt Impfstoff ab

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat an die reichen Länder appelliert, Corona-Impfstoffe abzugeben.

"Es ist nötig, dass Länder Impfstoffdosen abgeben, wenn sie mit der Impfung ihres Pflegepersonals und der älteren Menschen durch sind", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus (55) am Freitag in Genf.

"Dreiviertel der Impfungen haben in zehn Ländern stattgefunden, die zusammen 60 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung ausmachen", sagte Tedros. "In fast 130 Länder mit 2,5 Milliarden Einwohnern ist noch nicht eine einzige Impfdosis verabreicht worden", sagte er.

Tedros Adhanom Ghebreyesus (55), Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), spricht während einer Pressekonferenz.
Tedros Adhanom Ghebreyesus (55), Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), spricht während einer Pressekonferenz.

Update, 5. Februar, 18.27 Uhr: US-Regierung will Pfizer beim Ausbau der Impfstoffproduktion helfen

Die US-Regierung wird dem Pharmakonzern Pfizer weitere Unterstützung zukommen lassen, um die Produktion des mit Biontech entwickelten Corona-Impfstoffs noch schneller auszubauen.

Die Regierung setzt ein Gesetz zur Militärproduktion ein, um sicherzustellen, dass Pfizer den ersten Zugriff auf Komponenten für die Herstellung und Abfüllung des Impfstoffs bekommt, wie der Corona-Logistik-Koordinator des Weißen Hauses, Tim Manning, am Freitag erklärte.

Zudem plane die Regierung, die heimische Produktion von Schutzkleidung, Masken und Handschuhen für das Gesundheitswesen anzuschieben, erklärte Manning.

Update, 5. Februar, 18.25 Uhr: Regierungschefs weisen EU auf mögliche Probleme mit Impfstoff hin

Vier Regierungschefs haben die EU auf drohende Lieferprobleme beim Impfstoff der US-Firma Johnson & Johnson hingewiesen.

Der in Indien, Südafrika, den USA und Europa produzierte Impfstoff müsse angeblich vor einer Auslieferung zur Abfüllung und zur Verpackung erst in die USA, schrieben die Regierungschefs Österreichs, Griechenlands, Dänemarks und Tschechiens in einem gemeinsamen Brief an die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62).

Update, 5. Februar, 18.21 Uhr: Seehofer plädiert für offene Friseursalons

Friseursalons sollten nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) bald wieder öffnen dürfen.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel "Besser als 'Schwarzmarkt': Seehofer plädiert für offene Friseursalons".

Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) im Zwiegespräch mit dem Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU, rechts).
Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) im Zwiegespräch mit dem Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU, rechts).

Update, 5. Februar, 17.30 Uhr: Merkel und Macrons ind sich einig: Europäische Impfstoffbeschaffung ist richtig

Trotz der Schwierigkeiten bei der Beschaffung von ausreichend Corona-Impfstoff haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (43) den eingeschlagenen europäischen Weg bekräftigt.

Die grundsätzliche Entscheidung hierfür "ist und war richtig", sagte Merkel am Freitag in einer gemeinsamen Video-Pressekonferenz.

Macron sagte zum Impfen: "Wir sind mitten in der Schlacht. Und mitten in der Schlacht muss man kämpfen." Auch er unterstütze den gewählten europäischen Ansatz voll und ganz.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) winkt dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron (43) am Ende einer Pressekonferenz nach einem deutsch-französischen Sicherheitsrats-Videogespräch.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) winkt dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron (43) am Ende einer Pressekonferenz nach einem deutsch-französischen Sicherheitsrats-Videogespräch.

Update, 5. Februar, 16.52 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus allen Bundesländern

In der folgenden Grafik sind die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Bundesländer in Deutschland zu sehen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 5. Februar, 0 Uhr. Einzelne Bundesländer können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Thüringen weist mit 146,3 derzeit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland auf.
Thüringen weist mit 146,3 derzeit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland auf.

Update, 5. Februar, 16.43 Uhr: Mehr als 60.000 Corona-Tote in Deutschland

Die Zahl der Verstorbenen nach einer Corona-Infektion in Deutschland ist auf mehr als 60.000 gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 855 neue Todesfälle verzeichnet - insgesamt 60.597.

Regierungssprecher Steffen Seibert nannte die Zahl der Todesfälle "erschütternd hoch". Jeden Tag sterben mehrere hundert Menschen nach einer Corona-Infektion.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz forderte, mehr Augenmerk auf die Pflegebedürftigen zu legen.

"Die Rate der Neuinfektionen ist seit der Jahreswende um zwei Drittel gesunken", sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Doch die Zahl der bundesweit an und mit Covid-19 gestorbenen Menschen nimmt nicht in gleichem Maße ab."

Im Laufe von nur sechs Wochen seien über 30.000 Menschen verstorben. 90 Prozent der Verstorbenen seien über 70 Jahre alt gewesen.

Update, 5. Februar, 16.30 Uhr: Alle Nerze auf dänischen Farmen tot

Alle Nerze auf den dänischen Nerzfarmen sind nun tot.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel "Wegen Virus-Mutation alle Nerze auf dänischen Nerzfarmen tot".

Alle Nerze auf den dänischen Nerzfarmen sind nun tot.
Alle Nerze auf den dänischen Nerzfarmen sind nun tot.

Update, 5. Februar, 16.20 Uhr: Polizeigewerkschaft: Corona-Infektion als Dienstunfall anerkennen

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) möchte, dass Corona-Infektionen während der Arbeit als Dienstunfall behandelt werden.

Mit einem Brief hat sich die Gewerkschaft deshalb an den Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (60, CDU), gewandt und gefordert, diese "Lücke im Dienstunfallrecht" zu schließen.

Im täglichen Dienst sei es Polizeibeamten häufig unmöglich, den pandemiebedingt erforderlichen Mindestabstand zu anderen Personen einzuhalten, teilte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Dietmar Schilff am Freitag mit.

Auch lasse sich der direkte Kontakt zu anderen Menschen im Polizeivollzug naturgemäß nicht verhindern.

Update, 5. Februar, 15.19 Uhr: Klopp über Einreiseverbot: Ausnahme wäre "absolut angemessen"

Liverpools Trainer Jürgen Klopp (53) hat mit einem gewissen Unverständnis auf das Einreiseverbot seiner Mannschaft in Deutschland reagiert.

"Ich denke, es wäre absolut angemessen, eine Ausnahme zu machen", sagte Klopp am Freitag, angesprochen auf das Champions-League-Auswärtsspiel des englischen Fußball-Meisters bei RB Leipzig am 16. Februar.

Er verwies unter anderem auf die Maßnahmen, die Liverpool ergreife, um das Team vor dem Coronavirus zu schützen. "Wir sind wirklich in einer Blase, und wir könnten gegen Leipzig spielen, ohne das Virus zu verbreiten", sagte der 53-Jährige.

Jürgen Klopp, Trainer des Liverpools, steht an der Seitenlinie.
Jürgen Klopp, Trainer des Liverpools, steht an der Seitenlinie.

Update, 5. Februar, 15.09 Uhr: Laut Forschern ist Astrazeneca-Impfstoff gegen britische Variante wirksam

Der Astrazeneca-Impfstoff ist Wissenschaftlern zufolge auch gegen die zuerst in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante B.1.1.7 wirksam.

Das teilte die Universität Oxford mit, die das Vakzin entwickelt hatte.

Trotzdem wollen sich die Forscher auf eine durch neue Mutationen womöglich notwendige Anpassung ihres Impfstoffs vorbereiten. Man werde "weiterhin die Entstehung neuer Varianten beobachten", so Impfstoffexpertin Sarah Gilbert.

Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca.
Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca.

Update, 5. Februar, 14.57 Uhr: Kein Parteitag der NRW-AfD in Kalkar?

Die niederrheinische Stadt Kalkar will den im Freizeitzentrum "Wunderland" geplanten Parteitag der nordrhein-westfälischen AfD zur Aufstellung ihrer Bundestagskandidaten verbieten.

Grund dafür sei die Nähe zu einem Corona-Impfzentrum.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel "Wegen Nähe zu Impfzentrum: Kalkar will AfD-Versammlung verbieten".

Das niederrheinische Kalkar will den Parteitag der NRW-AfD, der in der Stadt geplant ist, verbieten. Grund dafür ist die Nähe zu einem Corona-Impfzentrum.
Das niederrheinische Kalkar will den Parteitag der NRW-AfD, der in der Stadt geplant ist, verbieten. Grund dafür ist die Nähe zu einem Corona-Impfzentrum.

Update, 5. Februar, 14.55 Uhr: Filmförderungsanstalt fordert, dass Kinos gleichzeitig öffnen

Noch sind die Kinos wegen der Pandemie bundesweit geschlossen. Aus Sicht der Filmförderungsanstalt (FFA) sollten sich die Bundesländer aber für die Zukunft auf einen gemeinsamen Termin einigen, um Filmtheater wieder zu öffnen.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel "Kinos sollen gleichzeitig wieder öffnen: Filmförderungsanstalt appelliert an Politik".

Die Leuchtreklame eines Kinos zeigt den Schriftzug "Lockdown - But don't lock your heart!"
Die Leuchtreklame eines Kinos zeigt den Schriftzug "Lockdown - But don't lock your heart!"

Update, 5. Februar, 14.53 Uhr: Curevac: Partnerschaft mit Großbritannien bei Corona-Mutationen

Das biopharmazeutische Unternehmen Curevac und Großbritannien wollen gemeinsam Impfstoffkandidaten gegen diverse Corona-Varianten entwickeln und herstellen.

Das teilte Curevac am Freitag in Tübingen mit. Die zukünftigen Curevac-Vakzine sollen der Mitteilung zufolge teilweise in Großbritannien hergestellt und vertrieben werden.

Ziel der Zusammenarbeit sei es, die Auswirkungen der aktuellen Pandemie zu mildern.

Update, 5. Februar, 14.51 Uhr: Großbritannien sichert sich 50 Millionen zukünftige Curevac-Impfdosen

Großbritannien hat seinen Kurs der frühzeitigen Corona-Impfstoff-Beschaffung ausgeweitet und sich 50 Millionen Dosen eines zukünftigen Impfstoffs des deutschen Herstellers Curevac gesichert, der auch gegen Virus-Varianten wirken soll.

Das Tübinger Unternehmen werde mit der britischen Regierung zusammenarbeiten, um solche Impfstoffkandidaten zu entwickeln, teilte Curevac am Freitag mit.

Teil der Vereinbarung sind 50 Millionen Dosen, die Großbritannien zustehen sollen, wenn die Vakzine zugelassen werden.

Das Logo des Biotech-Unternehmen Curevac mit dem Slogan «the RNA people» steht an der Unternehmenszentrale.
Das Logo des Biotech-Unternehmen Curevac mit dem Slogan «the RNA people» steht an der Unternehmenszentrale.

Update, 5. Februar, 14.33 Uhr: Biathlon-WM in Pokljuka nun doch ohne Zuschauer

Die Biathlon-WM im slowenischen Pokljuka findet ab der kommenden Woche nun doch ohne Zuschauer statt. Das bestätigte der Weltverband IBU am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Bis zuletzt hatten die Veranstalter gehofft, dass an den neun Wettkampftagen mit insgesamt zwölf Medaillenentscheidungen trotz der Corona-Pandemie zumindest 500 Fans pro Tag an die Strecken kommen können. Diese Pläne wurden vor dem Start am kommenden Mittwoch jedoch wieder verworfen. Zum Auftakt steht die Mixedstaffel auf dem Programm, die WM dauert anschließend noch bis zum 21. Februar.

Update, 5. Februar, 14.21 Uhr: Arzt stiehlt Impfstoff für seine Frau

Um seine schwer kranke Frau vor einer Corona-Infektion zu schützen, hat ein Arzt im Hamburger Impfzentrum Impfstoff entwendet.

In dem aktuellen TAG24-Artikel erfahrt ihr, wann der Impfstoff-Diebstahl entdeckt wurde und womit der Arzt nun rechnen muss.

Um seine schwer kranke Frau vor einer Corona-Infektion zu schützen, stahl ein 69-jähriger Arzt den Impfstoff. (Symbolbild)
Um seine schwer kranke Frau vor einer Corona-Infektion zu schützen, stahl ein 69-jähriger Arzt den Impfstoff. (Symbolbild)

Update, 5. Februar, 13.30 Uhr: Polizei macht Shisha-Bar in Berlin dicht

Zehn Menschen haben sich in einer Shisha-Bar in Berlin-Moabit getroffen und dabei weder die Abstandsregeln eingehalten noch Mund-Nasen-Schutz getragen.

Im TAG24-Artikel erfahrt ihr mehr über das geplatzte Shisha-Treffen in Berlin.

Update, 5. Februar, 13.25 Uhr: Söder und Macron teilen Corona-Sorgen über Lage an Ländergrenzen

Die grenzübergreifende Verbreitung des Coronavirus bleibt nach Ansicht von Bayern und Frankreich eines der größten Probleme bei der Pandemiebekämpfung in Europa.

Mehr dazu im TAG24-Artikel: "Video-Schalte mit Frankreich: Hier sind sich Söder und Macron einig".

Update, 5. Februar, 13.23 Uhr: RKI-Chef Wieler: Zu viele Menschen nehmen Corona nicht ernst genug

Nach Einschätzung des Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler (59), nehmen zu viele Menschen das Coronavirus nicht ernst genug.

"Es gibt in dieser Gesellschaft immer noch Personen, die Corona leugnen. Es gibt immer noch Menschen in unserem Land, die sich bewusst gegen Masken entscheiden. Es gibt immer noch Menschen, die das Problem nicht ernst nehmen", sagte der RKI-Chef am Freitag in Berlin.

Daher sei es wichtig, dass sie alle verstünden, dass das Virus "in unserem Land und in der ganzen Welt wirklich eine schreckliche Spur hinterlassen hat".

Lothar H. Wieler (59), Präsident vom Robert Koch-Institut (RKI), zeigt sich entsetzt darüber, dass noch immer Menschen Corona leugnen.
Lothar H. Wieler (59), Präsident vom Robert Koch-Institut (RKI), zeigt sich entsetzt darüber, dass noch immer Menschen Corona leugnen.

Update, 5. Februar, 12.49 Uhr: Nena will Geimpfte bei Konzerten nicht bevorzugen

Popsängerin Nena (60) will bei künftigen Konzerten Menschen, die gegen das Coronavirus geimpft sind, nicht bevorzugen.

Mehr dazu im TAG24-Artikel: "Nena gegen Corona-Schutzimpfung? 'Ihr seid immer alle willkommen' ".

Sängerin Nena (60) stellt klar: Geimpfte werden bei ihr nicht bevorzugt!
Sängerin Nena (60) stellt klar: Geimpfte werden bei ihr nicht bevorzugt!

Update, 5. Februar, 12.38 Uhr: Kritik nach Mega-Treffen von Polizei-Studenten

Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat eine gemeinsame Abschlussprüfung von über 600 Studenten der Hochschule für Polizei mitten im Corona-Lockdown heftig kritisiert.

Der TAG24-Artikel verrät euch, ob das große Treffen der Polizei-Studenten zu Konsequenzen führt.

Update, 5. Februar, 12.37 Uhr: Mehrheit der Deutschen für schärfere Einreisebeschränkungen

Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich weitere Einreisebeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich insgesamt 51 Prozent für eine Verschärfung der bereits ergriffenen Maßnahmen aus. Davon sind mehr als die Hälfte (29 Prozent aller Befragten) sogar dafür, die Grenzen so weit wie möglich zu schließen.

Update, 5. Februar, 12.33 Uhr: Scholz möchte sich noch nicht zum möglichen Ende des Lockdowns äußern

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) ist dagegen, zum jetzigen Zeitpunkt Entscheidungen für oder gegen eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen zu treffen.

"Es sind noch einige Tage Zeit bis zur Konferenz mit den Ministerpräsidenten, und diese Tage werden wir auch brauchen, um Klarheit über die Entwicklung der Infektionszahlen und die Verbreitung der Mutation zu erlangen", sagte Scholz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Für Festlegungen sei es noch zu früh.

Update, 5. Februar, 12.10 Uhr: Virologin Brinkmann warnt: Lockerungen bei Inzidenz von knapp unter 50 wären "fatal"

Die Virologin Melanie Brinkmann (47) hat diskutierte Lockerungen der Corona-Einschränkungen bei einer Inzidenz von knapp unter 50 als "fatal" bezeichnet.

"Die Zahlen würden sofort wieder steigen. So eine Mittelinzidenz bedeutet letztlich eine Art Dauer-Lockdown, aus dem man nur zwischendurch mal kurz auftauchen und nach Luft schnappen kann", sagte die Wissenschaftlerin vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung dem "Spiegel".

Aus Sicht der Virologin könnten niemals genügend Menschen geimpft werden, "bevor die Mutanten durchschlagen". Dieser Wettlauf sei längst verloren. "Alles andere entspringt Wunschdenken, genährt von falschen Versprechungen einiger Politiker. Der Impfstoff ist zwar da, die Produktion läuft, aber es wird dauern, bis alle ihn bekommen. Das Impfen wird uns erst aus der Pandemie befreien, wenn sie weltweit abflaut. Corona wird uns 2022 noch beschäftigen – wahrscheinlich darüber hinaus", sagte Brinkmann.

Melanie Brinkmann (47), Virologin am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, bezeichnet zu schnelle Lockerungen als "fatal".
Melanie Brinkmann (47), Virologin am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, bezeichnet zu schnelle Lockerungen als "fatal".

Update, 5. Februar, 11.52 Uhr: Pfizer zieht Bewerbung für Impfstoff-Notzulassung in Indien zurück

Pfizer hat seine Bewerbung für eine Notzulassung seines Corona-Impfstoffs in Indien zurückgezogen. Die Entscheidung sei nach einem Treffen mit der Arzneimittel-Aufsichtsbehörde des Landes gefallen, teilte das Unternehmen mit.

"Basierend auf Überlegungen beim Treffen und unserem Verständnis, dass die Behörde möglicherweise zusätzliche Informationen braucht, hat sich die Firma entschieden, ihre Bewerbung zum jetzigen Zeitpunkt zurückzuziehen", hieß es. Später, wenn die Zusatzinformationen zur Verfügung stünden, wolle sich das Unternehmen erneut um eine Zulassung bemühen.

Update, 5. Februar, 11.50 Uhr: 73 Prozent lehnen bevorzugte Impfung von Spitzensportlern ab

Knapp drei Viertel der Deutschen lehnen die Bevorzugung von Spitzensportlern bei Corona-Schutzimpfungen ab.

Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins "Sport inside" hervor. 73 Prozent sind demnach der Meinung, der Vorschlag, an nationalen und internationalen Wettkämpfen teilnehmende Athleten bevorzugt zu impfen, gehe in die falsche Richtung.

Update, 5. Februar, 11.40 Uhr: Bund verständigt sich auf weitere Hilfen für Beschäftigte in der Kultur-Szene

Nach langem Ringen hat sich die Bundesregierung auf Hilfen für kurzzeitig Beschäftigte in der Kulturszene wie etwa Schauspieler verständigt.

Neben den Soloselbstständigen und den unselbstständig Beschäftigten sollen auch die "kurz befristet Beschäftigten in den darstellenden Künsten" Hilfen von bis zu 7500 Euro für Januar bis Juni 2021 beantragen können, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heißt.

Damit werden nicht fest angestellte Schauspielerinnen und Schauspieler unterstützt. Sie waren bei den Hilfsprogrammen bisher durch den Rost gefallen, weil sie jeweils nur für Gastspiele an Theatern oder für Filme beschäftigt sind.

Die Kultur-Szene leidet unter den heftigen Corona-Einschränkungen. Der Bund hat nun weitere Hilfen beschlossen.
Die Kultur-Szene leidet unter den heftigen Corona-Einschränkungen. Der Bund hat nun weitere Hilfen beschlossen.

Update, 5. Februar, 11.23 Uhr: Skigebiete in Italien erwarten Öffnung - Südtirol im Teil-Lockdown

In Italien bereiten sich viele Skiregionen nach der Corona-Sperre auf eine erwartete Öffnung ihrer Wintersportgebiete ab 15. Februar vor.

In Südtirol beschloss die Landesregierung am Donnerstagabend allerdings eine Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen.

Update, 5. Februar, 11.20 Uhr: Briten müssen wegen Lockdowns fast 50 Millionen Liter Bier vernichten

In Großbritannien müssen wegen der Corona-Lockdowns insgesamt fast 50 Millionen Liter Bier vernichtet werden.

Das geht aus einer Berechnung der British Beer and Pub Association hervor, über die der Sender BBC am Freitag berichtete. Insgesamt geht der Verband von 49,5 Millionen Litern Fassbier aus, die wegen der lange geschlossenen Pubs weggeschüttet werden müssen - das entspricht dem Bericht zufolge etwa 495.000 Badewannen voll Bier.

Alle Fassbiere, die nicht vor Ablauf ihres Mindesthaltbarkeitsdatums getrunken wurden, müssen zurück an die Brauereien gehen und entsorgt werden.

Update, 5. Februar, 10.37 Uhr: RKI-Chef Wieler: Mutationen dominieren noch nicht, doch es gibt Grund zur Sorge

Bislang dominieren die ansteckenderen Corona-Varianten nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts noch nicht das Infektionsgeschehen in Deutschland - sie dürften sich aber weiter ausbreiten.

Der Anteil der vor allem in Großbritannien grassierenden Variante B.1.1.7 liege bei etwas weniger als sechs Prozent, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler (59), am Freitag in Berlin. In 13 der 16 Bundesländern sei sie inzwischen nachgewiesen.

"Die Situation ist noch lange nicht unter Kontrolle", sagte Wieler. Insgesamt gebe es drei besorgniserregende Varianten in Deutschland. "Sie dominieren das Geschehen noch nicht." Ihr Anteil dürfte sich aber weiter erhöhen. Insgesamt sei das Virus gefährlicher geworden. "Das Virus ist noch nicht müde, im Gegenteil, es hat gerade nochmal einen Boost bekommen."

Jens Spahn (2.v.r., 40, CDU), Bundesminister für Gesundheit, Lothar H. Wieler (59, 2.v.l.), Präsident vom Robert Koch-Institut (RKI), und Klaus Chichutek (64, l), Präsident vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI), sprechen bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage der Corona-Pandemie.
Jens Spahn (2.v.r., 40, CDU), Bundesminister für Gesundheit, Lothar H. Wieler (59, 2.v.l.), Präsident vom Robert Koch-Institut (RKI), und Klaus Chichutek (64, l), Präsident vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI), sprechen bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage der Corona-Pandemie.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 5. Februar, 10.33 Uhr: Reiserechtler für Testpflicht oder Impfnachweis bei Flug-Passagieren

Passagiere sollten nur noch mit einem negativen Corona-Test ein Flugzeug betreten dürfen - mit diesem Vorschlag will der Reiserechtler Philipp Kadelbach den darniederliegenden Luftverkehr schnell wieder in Schwung bekommen.

"Wenn sich alle Passagiere vor einem Flug auf Corona testen lassen müssen, hilft das dabei, das Vertrauen in die Sicherheit des Flugbetriebes wiederherzustellen", sagte der Gründer des Fluggastrechtportals "Flightright" am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Aus seiner Sicht würden bereits Antigen-Schnelltests ein ausreichendes Maß an Sicherheit bringen, sagte Kadelbach. Das sei logistisch für die Fluggesellschaften zwar eine Herausforderung, aber durchaus zu bewältigen. Die Kosten für Schnelltests am Flughafen könnten bereits im Reisepreis enthalten sein.

Update, 5. Februar, 10.23 Uhr: Tausende Anträge auf Kinderkrankengeld

Das coronabedingt ausgeweitete Kinderkrankengeld wird nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) stark nachgefragt.

Wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte, gab es im Januar mehr als 6000 Anträge wegen Einschränkungen an Kitas und Schulen. Die Zahl der Anrufe von Versicherten wegen des Themas lag bei über 30.000

Update, 5. Februar, 10.18 Uhr: Spahn zur aktuellen Lage: Dürfen unseren Fortschritt nicht verspielen

Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hat zu Augenmaß bei einem Weg aus dem Lockdown in Deutschland aufgerufen.

Der zuletzt mühsam erreichte Fortschritt bei den Infektionszahlen dürfe nicht leichtfertig verspielt werden, sagte er am Freitag in Berlin und wies erneut auf die Gefahr durch Virusmutationen hin. "Wenn wir diesen Mutationen die Möglichkeit zur Ausbreitung geben würden, riskierten wir einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen", sagte Spahn. Sobald geöffnet werden könne, solle dies zuerst bei Kitas und Schulen geschehen.

Der Gesundheitsminister betonte: "Wir haben jetzt die Mittel, das Virus zu besiegen - nicht sofort, aber im Laufe des Jahres."

Jens Spahn (40, CDU), Bundesminister für Gesundheit, kommt zu der Pressekonferenz zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie.
Jens Spahn (40, CDU), Bundesminister für Gesundheit, kommt zu der Pressekonferenz zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 5. Februar, 10.14 Uhr: Niedersachsens Innenminister Pistorius verlangt Änderungen bei der Corona-Warn-App

Weniger Lockdown für Daten? Das legt Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (60, SPD) nahe. Er möchte, dass sich die Nutzer der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes frei entscheiden können, welche Daten sie freigeben.

Mehr dazu in unserem TAG24-Artikel: "Corona-Warn-App derzeit sinnlos? Das will Innenminister Pistorius daher ändern".

Update, 5. Februar, 10.09 Uhr: Krise bei Floristen und Gärtnereien

Die Blumengeschäfte und Gartenbaubetriebe in Sachsen-Anhalt befürchten in diesem Jahr harte finanzielle Einbußen zum Valentinstag.

Im TAG24-Artikel erfahrt ihr, was Floristen und Gärtner aus Sachsen-Anhalt zur Corona-Krise sagen.

Die Gärtnerei von Thomas Rieckhoff ist derzeit wegen der Ausbreitung des Coronavirus für Kunden geschlossen.
Die Gärtnerei von Thomas Rieckhoff ist derzeit wegen der Ausbreitung des Coronavirus für Kunden geschlossen.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 5. Februar, 10.05 Uhr: Trotz Homeoffice: Die meisten Unternehmen wollen Büroflächen nicht verkleinern

Trotz des aktuellen Homeoffice-Booms wollen nach einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) derzeit weniger als zehn Prozent der Unternehmen ihre Büroflächen in nächster Zeit reduzieren.

Die meisten Unternehmen rechneten offenbar damit, nach der Coronakrise die Büros noch zu brauchen, fasste das IW das Ergebnis einer am Freitag veröffentlichten Umfrage unter 1200 Unternehmen zusammen.

Zwei Drittel der Firmen haben demnach nicht vor, ihren Beschäftigten nach der Coronakrise mehr Homeoffice als vor der Krise zu ermöglichen.

Update, 5. Februar, 9.57 Uhr: "Dampfwalze" Corona: Linnemann sieht dramatische Situation im Handel

Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Carsten Linnemann (43, CDU) hat die dramatische Situation des Einzelhandels beklagt und eine schnelle Auszahlung von Hilfen gefordert.

"Wir haben ein dramatisches Problem im Einzelhandel", sagte Linnemann am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Corona sei "wie eine Dampfwalze", die über den deutschen Einzelhandel gekommen sei. Über die Großen werde geredet - "aber die Kleinen, die rufen nicht an. Und die sterben leise."

Update, 5. Februar, 9.48 Uhr: Wird Tirol wegen der Mutation komplett isoliert?

Die Debatte um die Isolation des österreichischen Bundeslandes Tirol wegen der vermehrt aufgetretenen Südafrika-Variante des Coronavirus geht weiter.

Im TAG24-Artikel erfahrt ihr, wie Experten und Politiker zu der möglichen Abrieglung des österreichischen Bundeslandes Tirol stehen.

Nach dem vermehrten Auftreten der südafrikanischen Mutation des neuartigen Coronavirus in Tirol wehrt sich das Bundesland gegen erste Überlegungen für eine Quarantäne.
Nach dem vermehrten Auftreten der südafrikanischen Mutation des neuartigen Coronavirus in Tirol wehrt sich das Bundesland gegen erste Überlegungen für eine Quarantäne.  © Expa/Jfk/APA/dpa

Update, 5. Februar, 9.32 Uhr: Britische Lehrer fälschlicherweise zur Impfung eingeladen

In Großbritannien sind bereits Lehrer zu Impfterminen eingeladen worden, obwohl sie eigentlich noch gar nicht an der Reihe sind.

Hunderte Lehrer hätten Links zur Impfterminvergabe weitergeleitet bekommen, die eigentlich für medizinische Beschäftigte reserviert gewesen seien, berichtete der Sender BBC am Freitag.

Einige seien daraufhin auch geimpft worden. Derzeit werden vor allem über 70-Jährige sowie Angehörige medizinischer Berufe geimpft. Rund jeder fünfte Erwachsene in Großbritannien hat bereits eine erste Impfdosis erhalten.

Update, 5. Februar, 9.25 Uhr: Beauftragte weisen Kritik an Datenschutz in der Krise zurück

Die Datenschutzbeauftragten in Rheinland-Pfalz und Berlin haben in der Corona-Krise Kritik an den Richtlinien des Datenschutzes zurückgewiesen.

"Der Datenschutz ist kein Verhinderer, sondern ein wichtiger Regulator und Steuerungsfaktor", heißt es in einem Schreiben von Dieter Kugelmann und Maja Smoltczyk, das der "Süddeutschen Zeitung" und dem "Tagesspiegel" vorliegt.

Auch der Schutz der Daten schütze Menschen. Die Corona-App sei auch deshalb mehr als 25 Millionen mal heruntergeladen worden, weil Nutzer sich darauf verlassen könnten, "dass ihre Daten nicht zu unvorsehbaren Zwecken missbraucht werden".

Update, 5. Februar, 9.18 Uhr: Dramatischer Anstieg der Kurzarbeit: Viele Menschen haben Existenzsorgen

Durch millionenfache Kurzarbeit ist ein dramatischer Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland in der Corona-Krise bisher vermieden worden.

Dennoch haben viele Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter Existenzsorgen, wie eine am Freitag veröffentlichte Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ergab.

Fast die Hälfte (48 Prozent) der Kurzarbeiter bewerteten ihre finanzielle Situation im November als stark belastend, wie das WSI gestützt auf eine repräsentative Online-Befragung von mehr als 6100 Erwerbstätigen und Arbeitssuchenden berichtete.

Die Quote sei damit fast vier Mal so hoch wie bei sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ohne Kurzarbeit und nicht viel niedriger als bei Arbeitslosen. Mehr als die Hälfte der Kurzarbeiter hätten Existenzängste.

Durch geschlossene Hotels und Restaurants wächst die Zahl der Kurzarbeiter immens.
Durch geschlossene Hotels und Restaurants wächst die Zahl der Kurzarbeiter immens.  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 5. Februar, 9.05 Uhr: Krise reißt Löcher bei Umsatz und Aufträgen der Industrie

Die Corona-Krise hat im vergangenen Jahr Löcher in die Umsatz- und Auftragsbilanz der deutschen Industrie gerissen.

Trotz der im Sommer einsetzenden Erholung stand im Gesamtjahr ein Minus von 7,2 Prozent in den Order-Büchern des verarbeitenden Gewerbes, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Der Umsatz verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Prozent.

Update, 5. Februar, 9.01 Uhr: Unternehmerverband-Präsident über Corona-Warn-App: "Nahezu grotesk"

Der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalens (Unternehmer NRW), Arndt Kirchhoff, ist wenig zufrieden mit den Fortschritten bei der Digitalisierung in der Corona-Pandemie.

"Es wird in jedem Fall bis weit in den Sommer hinein dauern, bis endlich genügend Menschen geimpft sein werden. Ich kann deshalb absolut nicht nachvollziehen, warum die digitalen Möglichkeiten zur Bekämpfung der Pandemie nicht endlich viel entschlossener genutzt werden", sagte Kirchhoff dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

"Und die Ergänzung der Corona-App im Dezember um ein händisches Tagebuch ohne digitale Schnittstelle zu den Gesundheitsämtern war nahezu grotesk", sagte Kirchhoff.

Auf einem Handy zeigt die "Corona Warn-App" ein erhöhtes Risiko an, welches darauf hinweist Kontakt mit einer infizierten Person gehabt zu haben.
Auf einem Handy zeigt die "Corona Warn-App" ein erhöhtes Risiko an, welches darauf hinweist Kontakt mit einer infizierten Person gehabt zu haben.  © Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 5. Februar, 8.50 Uhr: Trauriger Rekord: Erstmals mehr als 4.900 Corona-Tote an einem Tag in den USA

In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion einen neuen Höchstwert erreicht.

Am Donnerstag meldeten die Behörden 4942 Todesfälle, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Freitagmorgen (MEZ) hervorging. Der bisherige Höchstwert war mit 4466 Toten am 12. Januar verzeichnet worden.

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA bereits mehr als 455.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Allein seit Beginn dieses Jahres sind mehr als 100.000 Todesfälle zu beklagen. Der Universität zufolge gibt es in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, inzwischen mehr als 26,6 Millionen bestätigte Infektionen.

Louisville, USA: Lynda Hartman (75) besucht ihren 77-jährigen Ehemann Len Hartman, der an Demenz leidet, in einem "Umarmungszelt", das die Verbreitung des Coronavirus verhindern soll.
Louisville, USA: Lynda Hartman (75) besucht ihren 77-jährigen Ehemann Len Hartman, der an Demenz leidet, in einem "Umarmungszelt", das die Verbreitung des Coronavirus verhindern soll.  © Thomas Peipert/AP/dpa

Update, 5. Februar, 7.30 Uhr: Nord-FDP für Lockerungen in der Krise

Nach Einschätzung der FDP im Kieler Landtag können ab Mitte Februar erste Beschränkungen in der Corona-Pandemie entschärft werden.

Fraktionschef Christopher Vogt (37) begründete dies mit sinkenden Infektionszahlen. Diese Entwicklung erfordere Änderungen bei Schutzmaßnahmen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Als Beispiele für mögliche vorsichtige Lockerungen nannte Vogt Schulen, Kitas, Dienstleister wie Friseure und die derzeit sehr strengen Kontaktregeln.

Update, 5. Februar, 7.15 Uhr: Psychotherapeuten fordern mehr Flexibilität bei Videobehandlungen

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) setzt sich für mehr Möglichkeiten zu Videogesprächen in der Behandlung auch nach der Corona-Zeit ein.

Patienten und Psychotherapeuten sollten gemeinsam entscheiden können, ob und wie oft eine Videobehandlung angemessen ist, erklärte Präsident Dietrich Munz der Deutschen Presse-Agentur.

"Dabei ist eine Psychotherapie aus einer Hand wesentlich, unabhängig davon, ob sie als Präsenz- oder Videobehandlung durchgeführt wird." Eigentlich sehen die gesetzlichen Vorgaben unter anderem vor, dass ein Psychotherapeut höchstens 20 Prozent aller Behandlungsfälle ausschließlich per Videosprechstunde behandeln darf. Während der Pandemie sind diese Regeln ausgesetzt.

Update, 5. Februar, 7.07 Uhr: Studie verrät: Durch Corona wird der Sex besser

Die Corona-Krise ist nach Ansicht von Beziehungsexperten keine schlechte Zeit für Sex in der Partnerschaft - ganz im Gegenteil.

Alles, was ihr dazu wissen müsst, im TAG24-Artikel: "Besserer Sex durch Corona-Pandemie? Studie gibt wichtige Anhaltspunkte".

Die Corona-Krise ist nach Ansicht von Beziehungsexperten keine schlechte Zeit für Sex in der Partnerschaft - ganz im Gegenteil.
Die Corona-Krise ist nach Ansicht von Beziehungsexperten keine schlechte Zeit für Sex in der Partnerschaft - ganz im Gegenteil.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 5. Februar, 7.01 Uhr: Institut sieht durch Homeoffice Chance für Entspannung am Wohnungsmarkt

Mit der wachsenden Bedeutung des Homeoffice während der Corona-Pandemie sehen Experten Chancen für Entspannung an den Wohnungsmärkten.

Frei werdende Büroflächen könnten umgewidmet und als Wohnfläche genutzt werden, schreibt das Hannoveraner Pestel Institut in einer Analyse.

Zudem dürften mehr Menschen aufs Land ziehen, wenn künftig mehr Menschen zumindest einen Teil ihrer Zeit von zuhause aus arbeiteten.

Dem Bündnis zufolge gibt es in Deutschland mehr als 350 Millionen Quadratmeter Bürofläche. Mit jedem Prozent Fläche, das umgewidmet würde, ließen sich rund 50.000 neue Wohnungen mit je 70 Quadratmetern schaffen, rechnen die Verbände vor.

Update, 5. Februar, 6.43 Uhr: Große Sorge um Ausbildungssituation bei Jugendlichen

Verbände und Gewerkschaften machen sich angesichts der Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt Sorgen um die Zukunft der Jugendlichen und Betriebe.

Wenn nicht weiter konsequent etwas getan werde, habe das in Zukunft massive Auswirkungen, sagte die zweite Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, der Deutschen Presse-Agentur. "Am Ausbildungsmarkt muss eine Corona-Generation unbedingt verhindert werden. Junge Menschen brauchen eine Chance."

"Eine gute Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, die Corona-Krise geht jetzt ins zweite Jahr", sagte die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Elke Hannack. Viele Jugendliche hätten deshalb bereits jetzt gut die Hälfte ihrer Ausbildung im Ausnahmezustand gelernt. Dazu kommt zeitweiser Distanzunterricht in den Berufsschulen.

Update, 5. Februar, 6.35 Uhr: Wirtschaft wird ungeduldig: Klare Öffnungsperspektive gefordert

Wirtschaftsverbände werden angesichts des wochenlangen Corona-Lockdowns zunehmend ungeduldig und verlangen von Bund und Ländern eine klare Öffnungsperspektive.

Viele Unternehmer stünden wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand und zehrten angesichts massiver Ertragseinbußen von ihren Reserven, heißt es in einer Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand.

"Gerade sie warten dringend auf eine klare und an nachvollziehbaren Kriterien ausgerichtete Öffnungsperspektive." Ein Wiederhochfahren sei nicht per Knopfdruck möglich, sondern müsse sorgfältig vorbereitet werden.

Ein geschlossener Friseur-Laden in Berlin. Mindestens bis zum 15. Februar sollen viele Geschäfte in Deutschland zu bleiben.
Ein geschlossener Friseur-Laden in Berlin. Mindestens bis zum 15. Februar sollen viele Geschäfte in Deutschland zu bleiben.  © Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 5. Februar, 6.28 Uhr: Arbeitsagentur warnt vor größerem Fachkräftemangel durch Corona

Die Bundesagentur für Arbeit warnt vor einer Verschärfung des Fachkräftemangels in Deutschland durch die Corona-Pandemie.

"Corona verschärft die demografische Entwicklung: Unserer alternden Gesellschaft stehen noch weniger Fachkräfte zur Verfügung", sagte der Behördenchef Detlef Scheele der "Augsburger Allgemeinen".

"Wenn wir die Pandemie überstanden haben, wird sich der Mangel an Fachkräften verstärkt zurückmelden."

Hauptgrund dafür sei, dass in der Krise viel weniger qualifizierte Fachkräfte nach Deutschland zugewandert seien. "Es kommen viel zu wenige Arbeitskräfte nach Deutschland", sagte Scheele. "Wegen Corona ist die EU-Zuwanderung deutlich zurückgegangen."

Update, 5. Februar, 6.22 Uhr: Einreisende aus Hochrisikogebieten müssen in Großbritannien in Hotel-Quarantäne

Um die Verbreitung neuer Coronavirus-Varianten zu verhindern, verpflichtet Großbritannien Einreisende aus mehr als 30 Ländern vom 15. Februar an zu zehn Tagen Quarantäne in Hotels.

Es handele sich um Ankünfte aus Staaten, die als Hochrisikogebiete eingestuft werden, teilte das Gesundheitsministerium in London in der Nacht zum Freitag mit.

Deutschland ist nicht betroffen, dafür Portugal, alle Staaten Südamerikas und des südlichen Afrika sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. Alle anderen Einreisenden müssen sich wie bisher für zehn Tage selbst isolieren.

Das Ministerium nannte organisatorische Gründe. Es werde mit Macht daran gearbeitet, die benötigten Einrichtungen zu sichern. Die Hotelbranche hatte sich zur Zusammenarbeit bereit erklärt.

Update, 5. Februar, 6.11 Uhr: RKI meldet knapp 13.000 Neuinfektionen, mehr als 800 weitere Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12.908 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet.

Außerdem wurden 855 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 79,9.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.264909 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die in Verbindung mit dem Virus gestorben sind, stieg auf 60.597. Die Zahl der Genesenen liegt bei etwa 2.008.200.

Ein Mitarbeiter zeigt einen Abstrich für einen Corona-Test.
Ein Mitarbeiter zeigt einen Abstrich für einen Corona-Test.  © Tom Weller/dpa

Update, 5. Februar, 5 Uhr: Gespritzt werden muss nur einmal: Johnson & Johnson beantragt US-Notfallzulassung für Impfstoff

Der US-Konzern Johnson & Johnson hat bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für den von seiner Pharmasparte entwickelten Corona-Impfstoff beantragt.

Die entsprechenden Dokumente seien der FDA übergeben worden, teilte der Konzern mit Hauptsitz in New Brunswick im US-Bundesstaat New Jersey am Donnerstag mit. Der Antrag auf Notfallzulassung bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA solle "in den kommenden Wochen" folgen. Es wäre der erste in den USA und der EU zugelassene Impfstoff, der nur einmal gespritzt werden muss.

Update, 5. Februar, 3.42 Uhr: Curevac-Gründer begründet längere Entwicklung des Impfstoffs

Curevac-Gründer Ingmar Hoerr hat die längere Entwicklungszeit seines Corona-Impfstoffs mit dem Fokus auch auf Entwicklungsländer begründet.

Mehr dazu in unserem Artikel: "Curevac-Gründer: Darum dauert die Entwicklung unseres Impfstoffs länger".

Der Impfstoff wird von Curevac derzeit noch entwickelt.
Der Impfstoff wird von Curevac derzeit noch entwickelt.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 5. Februar, 2 Uhr: Macron äußert sich kritisch zu Chinas Impfstoff

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat sich kritisch über den chinesischen Corona-Impfstoff geäußert.

Er habe "keinerlei Information" darüber, sagte der 43-Jährige am Donnerstagabend in einer Online-Debatte der US-Denkfabrik Atlantic Council. Falls sich auf mittlere und längere Sicht herausstellen sollte, dass der Impfstoff ungeeignet sei, könnte er das Aufkommen von neuen Varianten des Virus begünstigen.

China hatte erst am Mittwoch mitgeteilt, die Lieferung von zehn Millionen Impfdosen für die globale Verteilungsplattform Covax zu planen. Damit will in Peking nach eigenen Angaben zur Deckung des dringenden Bedarfs in Entwicklungsländern beitragen.

Update, 5. Februar, 0.30 Uhr: Caritas International beklagt ungerechte Verteilung von Impfstoffen

Der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, hat eine global ungerechte Verteilung der Corona-Impfstoffe beklagt. "Von einer weltweit gerechten Verteilung der Impfstoffe kann keine Rede sein", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Bislang wurde nicht eine einzige Dosis des von der Weltgesundheitsorganisation zugelassenen Impfstoffes der Firma Pfizer in Afrika verabreicht - eine krasse Diskrepanz zu den rund 100 Millionen Dosen, mit denen überwiegend Menschen in westlichen Industrienationen geimpft worden sind", kritisierte Müller. Es dürfe nicht sein, dass der Impfstoff nach finanziellen und nicht nach humanitären Aspekten verteilt werde.

Update, 4. Februar, 22 Uhr: Rumänien lässt aus Deutschland nur noch mit negativem Test einreisen

Rumänien verschärft die Einreisebestimmungen für Menschen aus Ländern, die in dem EU-Mitgliedsland als Corona-Risikogebiete gelten. Auch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz darf vom 12. Februar an nur noch einreisen, wer ein negatives PCR-Testergebnis auf das Virus Sars-Cov-2 vorweisen kann. Das beschloss das nationale Katastrophenschutz-Komitee in Bukarest am Donnerstagabend.

Ausgenommen sind Reisende, die nachweisen können, dass sie bereits beide Dosen einer Impfung bekommen haben oder drei Monate vor der Einreise eine Corona-Infektion überstanden haben. Auch für bestimmte Berufsgruppen im Transportgewerbe gibt es Ausnahmen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Rumänien derzeit bei 86,9 Fällen pro 100.000 Einwohner, niedriger als in vielen anderen Staaten Europas.

Rumänien, Bukarest: Ein Polizist steht vor Jugendlichen, die vor einem Restaurant auf kostenlose Burger warten.
Rumänien, Bukarest: Ein Polizist steht vor Jugendlichen, die vor einem Restaurant auf kostenlose Burger warten.  © Vadim Ghirda/AP/dpa

Update, 4. Februar, 21.15 Uhr: Droht Tirol die Abriegelung wegen Corona-Mutation?

Nach dem vermehrten Auftreten der südafrikanischen Mutation des Coronavirus in Tirol wehrt sich das Bundesland gegen erste Überlegungen für eine Quarantäne.

Mehr dazu lest Ihr im Artikel "Wegen Corona-Mutation: Droht Tirol die Abriegelung?".

Update, 4. Februar, 20.55 Uhr: Italiens Arzneibehörde bescheinigt Corona-Impfstoffen hohe Sicherheit

Die staatliche italienische Arzneimittelbehörde Aifa hat den Corona-Impfstoffen der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna ein "gutes Sicherheitsprofil" bescheinigt.

Im ersten Monat nach dem Start der Impfungen habe es bei mehr als 1,5 Millionen gespritzten Dosen etwa 7330 Meldungen über vermutete Nebenwirkungen gegeben, teilte die Behörde am Donnerstag in Rom mit. Mehr als 92 Prozent beträfen "nicht schwerwiegende" Folgen wie Schmerzen an der Injektionsstelle, Fieber, Müdigkeit und Muskelschmerzen.

Die Daten wurden zwischen dem 27. Dezember und 26. Januar gesammelt. Von Beginn an wird in Italien der Impfstoff von Biontech/Pfizer gespritzt, seit 14. Januar auch das Moderna-Präparat.

Update, 4. Februar, 20.50 Uhr: Merkel verteidigt Entscheidung, Impfstoffe über EU-Kommission zu erwerben

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) sieht in der Corona-Krise Grund zur Hoffnung, hat aber mit Blick auf mögliche Lockerungen zugleich vor "falschen Hoffnungen" gewarnt. "Ich sehe ein leichtes Licht am Ende des Tunnels, aber es ist eine unglaublich schwere Zeit", sagte Merkel am Donnerstag in einem Interview der Sender ntv und RTL.

Mehr Infos findet ihr im Artikel "Bundeskanzlerin Merkel warnt und sieht doch Hoffnung in Corona-Krise".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU).  © John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Update, 4. Februar, 20 Uhr: Ursula von der Leyen gesteht Versäumnisse bei Impfstoff-Beschaffung ein

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) hat Versäumnisse bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen auf europäischer Ebene eingestanden.

Mehr dazu lest Ihr im Artikel "Ursula von der Leyen gesteht Versäumnisse bei Impfstoff-Beschaffung ein".

Update, 4. Februar, 18.20 Uhr: Umfrage: Rund zwei Drittel gegen mehr Rechte für Geimpfte

Rund zwei Drittel der Deutschen sind laut einer Befragung gegen die Aufhebung coronabedingter Einschränkungen für Geimpfte.

Bei einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend lehnten es Anfang der Woche 68 Prozent der Befragten ab, Menschen nach der Corona-Impfung "Sonderrechte" etwa für Urlaubsreisen oder Restaurantbesuche einzuräumen - selbst wenn belegt wäre, dass die Impfung die Übertragung des Virus verhindere.

28 Prozent waren dafür. Allerdings gab es im Vergleich zum Januar etwas weniger Ablehnende und etwas mehr Befürworter (jeweils 5 Prozentpunkte).

Die Bereitschaft der Deutschen zur Impfung gegen das Coronavirus ist indes weiter gestiegen. Aktuell gaben 59 Prozent der Befragten an, sich auf jeden Fall impfen lassen zu wollen - das waren 5 Prozentpunkte mehr als im Januar und 22 Prozentpunkte mehr als im November 2020. Dabei stehen aber jüngere Wahlberechtigte einer Impfung zurückhaltender gegenüber.

Enttäuscht zeigen sich mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) über das Tempo der Impfungen in Deutschland. Nur jeder Fünfte (21 Prozent) fand demnach, dass das aktuelle Impftempo angemessen sei - im Januar hatte noch jeder Dritte diese Ansicht vertreten. Dass die EU-Länder den Impfstoff gemeinsam bestellen, hielten allerdings weiter 63 Prozent für richtig. Vor einem Monat hatten noch 70 Prozent diesen Kurs gestützt.

Bayern, Gauting: Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff von Biontech/Pfizer für eine Impfung auf eine Spritze.
Bayern, Gauting: Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff von Biontech/Pfizer für eine Impfung auf eine Spritze.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 4. Februar, 18.05 Uhr: Jeder fünfte Erwachsene in Großbritannien geimpft

In Großbritannien ist nach Regierungsangaben inzwischen bereits jeder fünfte Erwachsene gegen das Corona-Virus geimpft. Gesundheitsminister Matt Hancock versprach am Donnerstag: "Wir werden so schnell wie möglich weitermachen, um sicherzustellen, dass jeder, der eine Impfung benötigt, eine Impfung bekommt."

Nach offiziellen Angaben vom Mittwoch wurden von insgesamt mehr als 66 Millionen Einwohnern - darunter auch Minderjährige - etwa 10,5 Millionen Menschen geimpft. Davon haben gut eine halbe Million bereits eine zweite Dosis erhalten, die für den kompletten Schutz als notwendig erachtet wird.

Die Impfbereitschaft sei "außerordentlich hoch", sagte der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi dem Sender BBC. Er verwies auf Daten des nationalen Statistikamts, wonach 85 Prozent der Erwachsenen mit einer Impfung einverstanden sind.

Besorgniserregend sei jedoch, dass Studien zufolge weiße Menschen doppelt so häufig geimpft werden wie Schwarze. Bei einem großen Teil der Impfverweigerer handelt es sich demnach um Schwarze, Asiaten und Angehörige anderer ethnischer Minderheiten.

Update, 4. Februar, 18.05 Uhr: Spahn: Astrazeneca-Impfstoff ohne Rückstellungen "verimpfen"

Angesichts größerer angekündigter Liefermengen des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca ruft Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Länder dazu auf, das Vakzin ohne Rückstellungen für die Zweitdosis an die priorisierten Gruppen zu verabreichen.

In Anbetracht des in diesem Fall von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Mindestabstands zwischen Erst- und Zweitimpfung von neun bis zwölf Wochen und wegen "der weiter bestehenden Knappheit an Impfstoffen bei gleichzeitig hohem Bedarf" empfehle er, die für den 6., 12. und 19. Februar angekündigten Impfdosen "vollständig und ohne Rückstellungen für die Zweitimpfungen zu verimpfen".

So heißt es in einem Schreiben Spahns an die Länder, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Auf diesem Weg können nach der Zulassung von Astrazeneca in den ersten drei Februarwochen mehr als 1,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger ihre Erstimpfung erhalten."

Nach dpa-Informationen werden am kommenden Samstag 345.000 Impfdosen in Deutschland erwartet, eine Woche später 391.000 und am 19. Februar eine Million Impfdosen. Anfang März sollen es dann noch einmal 1,5 Millionen Dosen sein.

Wie mit den Liefermengen im März umzugehen sei, solle bei einer Schaltkonferenz der Gesundheitsminister am 22. Februar entschieden werden, schreibt Spahn weiter.

Jens Spahn (40, CDU), Bundesminister für Gesundheit.
Jens Spahn (40, CDU), Bundesminister für Gesundheit.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 4. Februar, 17.55 Uhr: Bundeswirtschaftsminister plant Erleichterungen bei Corona-Hilfen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant Erleichterungen bei den Corona-Hilfen für Unternehmen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen erfuhr, ist der Hintergrund der neue EU-Beihilferahmen.

Dieser mache es möglich, Unternehmen ein umfassendes Wahlrecht anzubieten, das ihnen den jeweils individuell größtmöglichen Nutzen bringen solle. Altmaier wollte die Erleichterungen am Donnerstag bei einer Sonderkonferenz der Wirtschaftsminister von Bund und Ländern vorschlagen.

Die Europäische Kommission hatte die Höchstbeträge für Corona-Hilfen deutlich heraufgesetzt. Konkret sollen nun nach den Plänen Altmaiers Firmen bei der November- und Dezemberhilfe ein umfassendes Wahlrecht bezüglich des Beihilferahmens erhalten, um die neuen Förderspielräume bestmöglich für die jeweilige Situation des einzelnen Unternehmens nutzen zu können.

Dies helfe vor allem Firmen mit Anträgen von mehr als einer Million Euro.

Update, 4. Februar, 17.40 Uhr: Brüssel bietet den USA enge Abstimmung bei Corona-Hilfen an

Die EU-Kommission will bei ihrem Corona-Aufbauplan mit den USA zusammenarbeiten, um die Erholung schneller voranzubringen. "Wir sollten unsere jeweiligen Pakete zur wirtschaftlichen Erholung so eng wie möglich abstimmen", schlug Kommissionsvize Valdis Dombrovskis am Donnerstag in einer Rede vor der US-Handelskammer vor.

Der US-Plan "Build Back Better" und "Next Generation EU" seien riesige Programme zur Stärkung von Konjunktur und Investitionen. "Es ergibt Sinn zu sehen, wo wir durch Zusammenarbeit zusätzlichen Mehrwert schaffen können", sagte Dombrovskis. Einzelheiten nannte er aber noch nicht.

Update, 4. Februar, 16.10 Uhr: Intensivmediziner: Lockdown mindestens um zwei Wochen verlängern

Intensivmediziner haben eine Verlängerung der derzeit in Deutschland geltenden Corona-Regeln gefordert.

"Ich plädiere nicht für eine unendliche Verlängerung des Lockdowns. Aber es ist zwingend erforderlich, dass wir die geltenden Maßnahmen mindestens um zwei Wochen verlängern", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, dem Nachrichtenportal t-online. Ende Februar sollte es dann eine weitere Überprüfung geben.

Die Lage auf den Intensivstationen bleibe trotz des Rückgangs der Patientenzahlen bis Ostern sehr ernst, so Marx. Alle Mitarbeiter auf den Intensivstationen befänden sich seit bald einem Jahr in einem Dauer-Ausnahmezustand.

Von einer "echten Entspannung" würde er erst sprechen, wenn es weniger als 1000 Corona-Intensivpatienten gäbe. Derzeit seien es demnach rund 4200.

Gleichzeitig warnte Marx aufgrund der Verbreitung von möglicherweise besonders ansteckenden Virus-Varianten vor einer dritten Corona-Welle. "Wenn die beginnt, bevor wir die zweite Welle hinter uns gebracht haben, ist das erneut eine zusätzliche extreme Belastung für die Krankenhäuser."

Baden-Württemberg, Ludwigsburg: Ein Intensivpfleger arbeitet auf einer Intensivstation des RKH Klinikum Ludwigsburg an einem Covid-19-Patient.
Baden-Württemberg, Ludwigsburg: Ein Intensivpfleger arbeitet auf einer Intensivstation des RKH Klinikum Ludwigsburg an einem Covid-19-Patient.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 4. Februar, 16 Uhr: Keine Lösung im WTO-Streit um Patente für Corona-Impfstoffe

Die Patente von Pharmafirmen auf Corona-Impfstoffe und andere Mittel werden vorerst nicht aufgeweicht. Indien und Südafrika setzen sich in der Welthandelsorganisation (WTO) dafür ein, den Patentschutz vorübergehend aufzuheben, um die Produktion anzukurbeln, aber reiche Länder sperren sich dagegen.

Informelle Online-Gespräche im dafür zuständigen WTO-Rat verliefen am Donnerstag ergebnislos, wie Handelsdiplomaten in Genf berichteten. Die reichen Länder argumentieren, dass der Patentschutz nicht der Grund ist, warum so wenige Impfstoffe produziert werden.

Vielmehr gebe es nicht genügend Produktionsfirmen. Die Pharmaindustrie will verhindern, dass der Patentschutz angetastet wird. Investitionen in Medikamentenforschung lohnten sich nur, wenn die Firmen bei Erfolg damit auch Geld verdienen können, heißt es.

Update, 4. Februar, 15.45 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Deutschland

In der folgenden Grafik sind die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Bundesländer zu sehen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 4. Februar, 0 Uhr. Einzelne Bundesländer können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Thüringen weist mit 148,4 derzeit die höchste 7-Tage-Inzidenz in Deutschland auf.
Thüringen weist mit 148,4 derzeit die höchste 7-Tage-Inzidenz in Deutschland auf.  © TAG24

Update, 4. Februar, 15 Uhr: Ethikrat spricht sich gegen Privilegien für Geimpfte aus

Der Deutsche Ethikrat rät dringend davon ab, Kontaktbeschränkungen und andere Anti-Corona-Maßnahmen für Geimpfte früher aufzuheben. Er führt dabei vor allem zwei Argumente an: Bisher deute wenig darauf hin, dass jemand, der geimpft ist, das Virus nicht mehr weitertragen kann.

Mehr Infos findet ihr im Beitrag "Ethikrat spricht sich gegen Privilegien für Geimpfte aus: Eine Ausnahme gibt es".

Alena Buyx (43), die Vorsitzende des Ethikrats.
Alena Buyx (43), die Vorsitzende des Ethikrats.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 4. Februar, 14.14 Uhr: Landkreis zog heimlich 320 Polizisten bei Corona-Impfungen vor

Der Landkreis Stendal hat auf eigene Faust und gegen die Vorgaben aus dem Impfplan 320 Polizisten bei der Corona-Schutzimpfung bevorzugt. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) bestätigte den Vorgang am Donnerstag im Landtag auf Anfrage des Linken-Politikers Wulf Gallert. Sie zeigte sich verärgert und kündigte an, den Landkreis für die nicht abgesprochene Aktion zu ermahnen.

Polizisten gehören, sofern sie nicht schwer krank oder sehr alt sind, nicht zur ersten, sondern zur zweiten Prioritätsgruppe im Impfplan. Sie dürfen damit erst geimpft werden, wenn die Hochbetagten, Schwerkranken und das medizinische Personal, das die Gruppe eins bildet, vollständig versorgt ist. Die Impfverordnung und diese darin festgelegte Reihenfolge sei "keine Empfehlung", betonte Grimm-Benne.

Update, 4. Februar, 13.33 Uhr: Viele Gesundheitsämter lehnen neue Corona-Software ab

Die von Bund und Ländern bis Ende Februar angestrebte Einführung einer einheitlichen Software zur Corona-Kontaktnachverfolgung stößt bei den Gesundheitsämtern auf wenig Akzeptanz. Nach Einschätzung des Deutschen Landkreistags ist mit dem neuen IT-System "Sormas" auch die angepeilte Entlastung der Gesundheitsämter "von unnötigem Aufwand" nicht zu erreichen.

Das betonte der kommunale Spitzenverband, der knapp 300 Landkreise bundesweit vertritt, in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). "Wir halten das Ziel einer flächendeckenden Einführung deshalb weder für erstrebenswert, noch derzeit erreichbar", heißt es in dem Schreiben von Ende Januar, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Soldaten unterstützen im Landratsamt Vorpommern-Greifswald am Standort Pasewalk das Gesundheitsamt bei der Corona-Kontaktnachverfolgung.
Soldaten unterstützen im Landratsamt Vorpommern-Greifswald am Standort Pasewalk das Gesundheitsamt bei der Corona-Kontaktnachverfolgung.  © Stefan Sauer/dpa

Update, 4. Februar, 13.29 Uhr: Südafrika-Mutante in Tirol: Land will keine Quarantäne

Nach dem vermehrten Auftreten der südafrikanischen Mutation des Coronavirus in Tirol wehrt sich das Bundesland gegen erste Überlegungen für eine Quarantäne. Einen solchen gravierenden Schritt gebe die Datenlage nicht her, sagte Tirols Landeschef Günther Platter am Donnerstag im Landtag in Innsbruck.

Zwar müsse man auf der Hut sein, aber es gelte, die Verhältnismäßigkeit zu wahren. Die südafrikanische Variante sei in Tirol bisher 75 Mal identifiziert worden - nur fünf Betroffene seien aktiv positiv. Es würden nun die Kontaktnachverfolgung und das Testen intensiviert.

Update, 4. Februar, 13.22 Uhr: Corona brockt Shell zweistelligen Milliarden-Verlust ein

Der Ölkonzern Shell ist wegen der Corona-Pandemie und des eingebrochenen Ölpreises tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand im vergangenen Jahr ein Verlust von knapp 22 Milliarden US-Dollar (18 Mrd. Euro), teilte das Unternehmen am Donnerstag in Den Haag mit.

2019 hatte Shell noch knapp 16 Milliarden Dollar verdient. Der Umsatz brach nun um fast die Hälfte auf 180 Milliarden Dollar ein. Grund dafür war vor allem der Ölpreisverfall in der ersten Hälfte des Jahres im Zuge der Pandemie. Dieser führte auch dazu, dass der Wert von Unternehmensbeteiligungen massiv gefallen ist und Shell deswegen hohe Summen abschreiben musste. Das Ergebnis fiel noch schlechter aus, als Experten es erwartet hatten.

Update, 4. Februar, 13.19 Uhr: Corona-Krise ist auch für Kanzlerin Merkel sehr belastend

Angela Merkel (66, CDU) hat Eltern Hoffnung gemacht, dass Schulen und Kitas bald wieder öffnen. Zugleich beteuert die Bundeskanzlerin, wie belastend die Herausforderungen der Corona-Krise auch für sie selbst sind.

Mehr dazu lest Ihr im Artikel Merkel über geschlossene Schulen: "Hätte mir solche Entscheidungen nie gewünscht".

Update, 4. Februar, 12.25 Uhr: Saudi-Arabien fährt öffentliches Leben wegen Corona wieder runter

Wegen eines erneuten Anstiegs der Corona-Neuinfektionen hat Saudi-Arabien das öffentliche Leben wieder stark eingeschränkt. Restaurants, Kinos, Sport- und Vergnügungszentren würden zunächst für zehn Tage geschlossen, teilte das Innenministerium der Staatsagentur SPA zufolge am Donnerstag mit.

Hochzeiten und Konferenzen in Hotels und anderen privaten Räumen würden für 30 Tage ausgesetzt. Restaurants dürften Essen nur noch zum Mitnehmen anbieten. Die neuen Maßnahmen sollten am Donnerstagabend in Kraft treten.

Das Königreich hatte zuvor bereits seine Grenzen für Menschen aus 20 Ländern, darunter aus Deutschland, Italien und den USA, geschlossen. Diplomaten und Personal des Gesundheitswesens dürfen allerdings weiterhin einreisen.

Dschidda: Eine saudische Mitarbeiterin des Gesundheitswesens nimmt einen Abstrich für einen PCR-Test in einem Testzentrum der König-Abdulaziz-Universität.
Dschidda: Eine saudische Mitarbeiterin des Gesundheitswesens nimmt einen Abstrich für einen PCR-Test in einem Testzentrum der König-Abdulaziz-Universität.  © Amr Nabil/AP/dpa

Update, 4. Februar, 11.31 Uhr: Todesfälle in Afrika nähern sich der Marke 100.000

Afrika nähert sich der panafrikanischen Gesundheitsbehörde CDC zufolge bei den Corona-bedingten Todesfällen der Marke 100.000. Die Todesrate liege aktuell mit 2,6 Prozent der Infizierten noch immer weit über dem globalen Durchschnitt von 2,2 Prozent, warnte am Donnerstag John Nkengasong. Der Leiter der zur Afrikanischen Union (AU) gehörenden Gesundheitsbehörde Africa CDC nannte die überdurchschnittlich hohe Todesrate besorgniserregend.

Afrika, das mehrheitlich von einer zweiten Infektionswelle betroffen ist, hat bisher 3,6 Millionen Corona-Fälle verzeichnet. Das entspricht 3,5 Prozent der weltweiten Fälle. Die Zahlen zeigen aktuell eine sinkende Tendenz.

Südafrika, das mit gut 1,4 Millionen Fällen die meisten Corona-Fälle in Afrika verzeichnet, hat seine ersten Impfdosen am 1. Februar erhalten. Das Land folgt damit auf dem Kontinent Marokko, Algerien, Guinea und Tunesien.

Simbabwe, Harare: Menschen in Schutzkleidung tragen den Sarg der an Corona verstorbenen Ministerin Dr. Ellen Gwaradzimba über die Grabstätte "Heroes Acre".
Simbabwe, Harare: Menschen in Schutzkleidung tragen den Sarg der an Corona verstorbenen Ministerin Dr. Ellen Gwaradzimba über die Grabstätte "Heroes Acre".  © Tsvangirayi Mukwazhi/AP/dpa

Update, 4. Februar, 11.08 Uhr: Handwerk: Neue Corona-Hilfen für Unternehmen sind "halbherzig"

Das Handwerk hält den Koalitionsbeschluss zu neuen Steuererleichterungen in der Corona-Krise für halbherzig. Angesichts der riesigen unverschuldeten Liquiditätsprobleme der Betriebe seien die Hilfen "in keiner Weise weitreichend genug", sagte der Präsident des Branchenverbands ZDH, Hans Peter Wollseifer, am Donnerstag. "In der jetzt beschlossenen Form kann das allenfalls marginal dazu beitragen, die in dieser Krisenlage notwendige Liquidität für unsere Betriebe zu schaffen."

Die Spitzen von Union und SPD hatten beschlossen, dass der steuerliche Verlustbeitrag ausgeweitet wird, so dass Unternehmen bei der Steuererklärung mehr Verluste aus 2020 und 2021 mit Gewinnen aus 2019 verrechnen können. Dadurch sollen sie jetzt weniger Steuern zahlen und schnell mehr Geld zur Verfügung haben.

Update, 4. Februar, 10.57 Uhr: Söder und Macron sprechen per Videokonferenz über Corona-Lage

Per Videokonferenz wollen der französische Präsident Emmanuel Macron und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder über die aktuelle Lage in der Corona-Krise sprechen. Das Gespräch soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Regierungskreisen am Freitagvormittag stattfinden. Neben der Pandemie solle es auch um die bayerisch-französischen Beziehungen und die aktuelle Lage in Europa gehen.

Söder und Macron hatten sich bereits im vergangenen Jahr am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz zu einem kurzen Gespräch getroffen. In der Folge vereinbarten sie auch, weiterhin Kontakt zu halten, wegen der Corona-Krise war aber etwa ein weiteres persönliches Treffen bislang nicht mehr möglich.

Markus Söder und Emmanuel Macron bei der 56. Münchner Sicherheitskonferenz.
Markus Söder und Emmanuel Macron bei der 56. Münchner Sicherheitskonferenz.  © Jörg Koch/Bayerische Staatskanzlei/dpa

Update, 4. Februar, 10.25 Uhr: Polizei löst illegale Kindergeburtstagsparty auf

Knapp zehn Erwachsene haben mit mehreren Kindern in Mittelbiberach (Baden-Württemberg) trotz Corona-Lockdowns einen Kindergeburtstag gefeiert.

Die Erwachsenen, die nicht zum Hausstand gehörten, wurden aufgefordert, das Fest zu verlassen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Nur unter Protesten seien die Gäste gegangen, hieß es. Wegen der Party am Mittwoch müssen nun vier Erwachsene mit Anzeigen rechnen.

Update, 4. Februar, 8 Uhr: Deutsche Bank schließt Corona-Jahr 2020 mit Überschuss ab

Die Deutsche Bank hat trotz Corona-Krise 2020 erstmals seit Jahren auch unter dem Strich Gewinn gemacht. 624 Millionen Euro standen nach Steuern in der Bilanz, wie Deutschlands größtes Geldhaus am Donnerstag mitteilte.

Auf die Aktionäre des Frankfurter Dax-Konzerns entfallen unter dem Strich 113 Millionen Euro. Nach fünf Verlustjahren in Folge schließt die Deutsche Bank damit erstmals wieder ein Gesamtjahr sowohl vor als auch nach Steuern mit schwarzen Zahlen ab.

Ein großer Gewinnbringer war das Investmentbanking, obwohl der Vorstand diese Sparte im Zuge eines tiefgreifenden Konzernumbaus seit Sommer 2019 zurechtgestutzt hatte.

Update, 4. Februar, 6.07 Uhr: 14.211 Corona-Neuinfektionen und 786 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.211 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 786 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervorgeht.

Vor genau einer Woche hatte das RKI 17.553 Neuinfektionen und 941 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Ein Gerät für das Atemtraining hält ein an Corona erkrankter Patient im besonders geschützten Teils der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald in den Händen.
Ein Gerät für das Atemtraining hält ein an Corona erkrankter Patient im besonders geschützten Teils der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald in den Händen.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. Februar, 4.36 Uhr: Virologe Streeck: Corona-Risiko von EM und Olympia nicht untersucht

Der Virologe Hendrik Streeck sieht Versäumnisse bei der wissenschaftlichen Risikobewertung für eine Austragung von Fußball-EM und Olympia in diesem Sommer. Eine Zulassung dieser Großereignisse könne es eigentlich nur geben, wenn vorher mögliche Corona-Folgen durch diese Sportveranstaltungen erforscht wären. "Das haben wir aber nicht untersucht. Wir haben es im gesamten vergangenen Jahr verpasst", sagte Streeck.

Die Europäische Fußball-Union UEFA hält ebenso an ihren Plänen für die Austragung der Europameisterschaft in zwölf Ländern fest wie das Internationale Olympische Komitee an den Sommerspielen in Tokio. Dies hatten die Organisatoren auch unter dem Eindruck der weiter bedrohlichen Pandemie-Lage in vielen Ländern zuletzt mehrfach bekräftigt.

Update, 3. Februar, 23.03 Uhr: Koalition beschließt neuen Kinderbonus und weitere Hilfen!

Die große Koalition will die negativen Folgen der Corona-Pandemie mit finanziellen Hilfen für Geringverdiener und Steuererleichterungen für Unternehmen abfedern. Familien sollen wie schon im vergangenen Jahr einen Kinderbonus erhalten. Der Zuschlag auf das Kindergeld soll einmalig 150 Euro betragen.

Das hat der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD am Mittwoch im Kanzleramt in Berlin beschlossen, wie beide Seiten anschließend bekanntgaben.

Einen einmaligen Corona-Zuschuss von 150 Euro sollen nun auch erwachsene Grundsicherungsempfänger bekommen. Für plötzlich in Not geratenen Selbstständige und Beschäftigte mit kleinen Einkommen wird der erleichterte Zugang in die Grundsicherung bis Ende 2021 verlängert.

Die große Koalition greift zudem Unternehmen mit coronabedingten Verlusten stärker unter die Arme. Durch einen erweiterten Verlustrücktrag sollen sie diese Einbußen in der Steuererklärung umfangreicher als bisher mit Gewinnen aus den Vorjahren verrechnen können. Vorgesehen ist, den Verlustrücktrag auf maximal 10 Millionen Euro beziehungsweise 20 Millionen bei einer Zusammenveranlagung anzuheben.

Helfen wollen CDU/CSU und SPD auch der besonders hart vom Lockdown betroffenen Gastronomie. So soll für Speisen in Restaurants und Cafés bis Ende 2022 weiter ein verringerter Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent gelten. Ursprünglich war die Regelung bis Ende Juni befristet gewesen.

Weitere Unterstützung erhalten zudem die Kulturschaffenden. Nach dem Beschluss der Koalition wird ein Anschlussprogramm für das Rettungs- und Zukunftsprogramm "Neustart Kultur" mit einer Ausstattung von einer weiteren Milliarde Euro aufgelegt.

Update, 3. Februar, 22.20 Uhr: Stadion der Yankees in der New Yorker Bronx wird Corona-Impfzentrum

Das Stadion der Baseball-Mannschaft Yankees in der New Yorker Bronx, normalerweise auch eine beliebte Sehenswürdigkeit für Touristen, wird in der Corona-Pandemie zum Impfzentrum.

Ab Freitag könnten sich berechtigte Bewohner der Bronx dort impfen lassen, teilten New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo und Bürgermeister Bill de Blasio am Mittwoch mit. Bereits in der ersten Woche sollen 15.000 Impftermine zur Verfügung stehen.

Das Yankee Stadium in der Bronx.
Das Yankee Stadium in der Bronx.  © John Woike/John Woike/Samara Media/AP/dpa

Update, 3. Februar, 22.01 Uhr: Lauterbach warnt: "Diese Evolution ist erst der Anfang"

Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Epidemiologe Karl Lauterbach (57) warnt vor den Herausforderungen, die die neuen Corona-Mutanten mit sich bringen.

Auf Twitter meldet der Gesundheitsexperte am Mittwochabend: "Durch schnelle Evolution der N501Y Varianten in Südafrika/Brasilien schützen Antikörper, Impfungen und Vorinfektionen weniger lang und stark. Laborexperimente zeigen: diese Evolution ist erst (der) Anfang".

Im Gespräch mit tagesschau.de vertiefte Lauterbach seine Erkenntnisse und sagte: "Das Virus könnte sich dann auch unter bereits Geimpften verbreiten und auch unter Menschen, die die Krankheit schon durchgemacht haben. Das ist ganz klar die größere Gefahr".

Keine guten Nachrichten am späten Mittwochabend!

Update, 3. Februar, 20.11 Uhr: Können wir den Impfstoff bald wählen? Spahn macht Ansage!

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) geht davon aus, dass es in einigen Monaten bei der Corona-Impfung auch eine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff geben wird.

"Dann wird es auch möglich sein, ein Stück Auswahl möglich zu machen", so wie bei anderen Impfstoffen auch, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend bei einer Online-Diskussion der Friedrich-Naumann-Stiftung. Bei absoluter Knappheit gehe das allerdings nicht. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Impfstofflieferungen im zweiten Quartal deutlich anziehen werden.

Der Gesundheitsminister rechnet nach eigener Aussage damit, dass es in Deutschland mittelfristig eine Debatte über Impfbereitschaft geben wird. "Die Debatte wird sich sehr bald sehr ändern, da bin ich sicher."

Dann werde es um die Frage gehen, ob sich überhaupt genug Menschen impfen ließen in Deutschland. "Und was machen wir eigentlich mit denen, die sich nicht impfen lassen wollen? Müssen wir dann weiterhin auf die aufpassen, indem wir alle Schutzmasken tragen?"

Jens Spahn (r, 40, CDU), Bundesminister für Gesundheit, Lothar Wieler (M), Präsident Robert Koch-Institut (RKI), und Klaus Cichutek, Präsident Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Ende Januar in der Bundespressekonferenz.
Jens Spahn (r, 40, CDU), Bundesminister für Gesundheit, Lothar Wieler (M), Präsident Robert Koch-Institut (RKI), und Klaus Cichutek, Präsident Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Ende Januar in der Bundespressekonferenz.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 3. Februar, 19.32 Uhr: EU-Videogipfel für Ende Februar angesetzt

Ratspräsident Charles Michel (45) hat für Ende Februar einen weiteren EU-Videogipfel zur Corona-Pandemie und zu außenpolitischen Fragen angesetzt.

Am 25. Februar sollen die EU-Staats- und Regierungschefs zunächst online die Koordination der Maßnahmen gegen Covid-19 besprechen, am 26. Februar dann in einer weiteren Videokonferenz die Außenpolitik. Dies teilte Michels Sprecher am Mittwochabend auf Twitter mit.

Ratspräsident Charles Michel (45).
Ratspräsident Charles Michel (45).  © Olivier Hoslet/Pool EPA/AP/dpa

Update, 3. Februar, 18.54 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus allen Bundesländern

In der folgenden Grafik sind die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Bundesländer in Deutschland zu sehen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 3. Februar, 0 Uhr. Einzelne Bundesländer können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Thüringen weist mit 148,9 derzeit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland auf.
Thüringen weist mit 148,9 derzeit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland auf.  © TAG24

Update, 3. Februar, 18.39 Uhr: EMA beginnt Prüfung des Corona-Impfstoffs von Novavax

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat ein Prüfverfahren für einen weiteren Corona-Impfstoff eingeleitet. Auf der Grundlage erster Ergebnisse von Laborversuchen und klinischen Studien des US-Herstellers Novavax habe man das sogenannte Rolling-Review-Verfahren eingeleitet, wie die EMA am Mittwoch in Amsterdam mitteilte.

Nach dem Verfahren werden Daten und Ergebnisse von Studien bereits bewertet, noch bevor ein formeller Antrag auf Zulassung gestellt wurde. Damit wird das Verfahren deutlich verkürzt.

Nach der Prüfung aller Daten und nachdem ein formeller Zulassungsantrag gestellt wurde, geben die Experten eine Empfehlung ab.

Bei einer positiven Bewertung muss die EU-Kommission den Impfstoff zulassen. Das gilt als Formsache. Bisher wurden drei Impfstoffe gegen Covid-19 in der EU nach Empfehlung der EMA zugelassen.

Weiterer Hoffnungsschimmer: Der Impfstoff von Novavax.
Weiterer Hoffnungsschimmer: Der Impfstoff von Novavax.  © Alastair Grant/AP/dpa

Update, 3. Februar, 18.18 Uhr: SPD-Chefs pochen auf Entlastung für Geringverdiener und Familien

Die SPD will beim Koalitionsausschuss eine deutliche finanzielle Entlastung für Geringverdiener und Familien durchsetzen.

Es gehe um die Menschen, "die mit besonders schmalem Budget in diesen Zeiten auskommen müssen", sagten die Parteichefs Saskia Esken (59) und Norbert Walter-Borjans (68) am Mittwoch unmittelbar vor dem Treffen der Spitzen von Union und SPD mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) im Kanzleramt.

Auf dem Tisch liegen Forderungen etwa nach einem weiteren Kinderbonus ähnlich wie im vergangenen Jahr und nach einer Corona-Soforthilfe von 200 Euro für Geringverdiener und Langzeitarbeitslose.

Die Union will unter anderem steuerliche Erleichterungen für belastete Unternehmen erreichen. Esken betonte: "Der Koalitionspartner, das dürfen wir erwarten, darf mal einen Blick auf das C in seinem Parteinamen werfen - und dann hoffen wir, dass die Situation von Familien mit besonders kleinem Einkommen auch eine Rolle spielt."

SPD-Parteichefs Norbert Walter-Borjans (68) und Saskia Esken (59).
SPD-Parteichefs Norbert Walter-Borjans (68) und Saskia Esken (59).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 3. Februar, 17.38 Uhr: EU-Kommissar Breton will Ausbau von Impfstoff-Fabriken unterstützen

Wegen der Knappheit von Corona-Impfstoff will die EU-Kommission die Hersteller gezielt unterstützen, die Produktion gemeinsam auszubauen.

Dazu sei eine Task Force gegründet worden, sagte EU-Kommissar Thierry Breton am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur und anderen Nachrichtenagenturen in Brüssel. Er werde die sechs Firmen ansprechen, mit denen die EU Lieferverträge habe. Ziel sei, dass diese ihre Zusagen erfüllen könnten. Die Arbeit beginne sofort.

"Europa ist der erste Kontinent, der diese völlig neuartigen Impfstoffe mit ziemlich hohem Nachweis von Immunität bereitstellen konnte, und Europa wird nun auch der erste Kontinent bei der Produktionskapazität für alle europäischen Bürger, aber auch für den Rest der Welt", sagte Breton.

"Meine Mission, die heute beginnt, ist den Ausbau sicher zu stellen, jede Schwachstelle zu identifizieren und zu sehen, ob wir die eine oder andere Firma unterstützen können." Seine Taskforce sei zentrale Anlaufstelle für Probleme, die auftreten könnten, auch beim Nachschub für Inhaltsstoffe. Die Hersteller könnten sich gegenseitig mit Kapazitäten aushelfen, sagte Breton.

EU-Kommissar Thierry Breton.
EU-Kommissar Thierry Breton.  © Olivier Matthys/AP Pool/dpa

Update, 3. Februar, 17.22 Uhr: Geimpfte unter Auflagen wieder ins Stadion?

Dank Anti-Corona-Impfungen könnten nach Ansicht des Mainzer Finanzvorstands Jan Lehmann die Fußballfans Spiele bald wieder live und vor Ort verfolgen.

"Ich denke, dass Geimpfte wieder ins Stadion gelassen werden können, wenn von ihnen nachweislich kein Ansteckungsrisiko ausgeht", sagte Lehmann der Sport Bild (Mittwoch).

"Das gilt natürlich auch für andere Bereiche wie zum Beispiel Restaurants, Kultureinrichtungen und Sport", erklärte der 50-Jährige. "Dabei geht es nicht um Privilegien, sondern darum, harte Einschränkungen wieder zurückzunehmen."

DFL-Boss Christian Seifert (51) hofft ebenfalls auf ein Ende der Geisterspiele, räumt derzeit aber der Lösung des gesamtgesellschaftlichen Corona-Problems höchste Priorität ein.

"Die Rückkehr in einen einigermaßen geordneten Alltag ist glaube ich das, was uns alle am meisten umtreibt", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga am Mittwoch bei der Vorstellung des Abschlussberichts der Taskforce "Zukunft Profifußball".

DFL-Boss Christian Seifert (51).
DFL-Boss Christian Seifert (51).  © Arne Dedert/dpa

Update, 3. Februar, 17.10 Uhr: Von diesen Zahlen kann Deutschland nur träumen: Zehn Millionen Erstimpfungen in Großbritannien verabreicht

In Großbritannien haben inzwischen mehr als zehn Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Mittwoch per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Das Vereinigte Königreich liegt damit weit vor allen anderen Ländern in Europa.

Anders als die EU musste Großbritannien jüngst keine Reduzierung seiner Liefermengen beim heimischen Astrazeneca-Impfstoff hinnehmen. Großbritannien verfolgt zudem eine andere Impfstrategie als viele andere Länder.

Dort wird die zweite Impfdosis erst nach bis zu zwölf Monaten verabreicht. Das hat laut neuen Untersuchungen von Astrazeneca aber keine negative Auswirkung auf die Wirksamkeit des Impfstoffs.

Demnach lasse die Schutzwirkung zwischen dem 22. und dem 90. Tag der nach der ersten Impfdosis nicht nach. Sie wird für diesen Zeitraum vom Hersteller mit 76 Prozent abgegeben.

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, lässt die EU beim Impfen alt aussehen.
Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, lässt die EU beim Impfen alt aussehen.  © Jon Super/PA Wire/dpa

Update, 3. Februar, 16.56 Uhr: Mehrwert von FFP2-Masken im Alltag nur gering?

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC steht dem zusätzlichen Nutzen von FFP2-Masken im Alltag skeptisch gegenüber.

"Der erwartete Mehrwert der universellen Verwendung von FFP2-Atemschutzmasken in der Gemeinschaft ist sehr gering", teilte die in Stockholm ansässige Behörde am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Darüber hinaus rechtfertigten die möglichen Kosten und Schäden keine Empfehlung dafür, FFP2-Masken anstelle von anderen Masken in der Öffentlichkeit zu tragen.

Das Auftreten von neuen Varianten des Coronavirus mache keine anderen Maskentypen als diejenigen notwendig, die derzeit im Rahmen von nicht-pharmazeutischen Maßnahmen im Kampf gegen Corona verwendet würden, ergänzte das ECDC. Die Behörde ist demnach gerade dabei, ein Dokument mit Einschätzungen zum Maskengebrauch im sozialen Umfeld zur Verringerung der Corona-Übertragung zu aktualisieren.

Teuer, aber offenbar den Preis nicht wirklich wert: Eine FFP2-Maske.
Teuer, aber offenbar den Preis nicht wirklich wert: Eine FFP2-Maske.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 3. Februar, 16.39 Uhr: Virusvarianten breiten sich in Deutschland aus!

Angesichts der Ausbreitung wahrscheinlich hochansteckender und besonders gefährlicher Corona-Varianten in Deutschland arbeiten die Behörden unter Hochdruck an einem Überblick.

Anfang kommender Woche soll es eine offizielle Übersicht über die tatsächliche Ausbreitung dieser Mutationen geben, wie Regierungssprecher Steffen Seibert (60) am Mittwoch in Berlin bekräftigte. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums sagte, die entsprechenden Virus-Analysen würden derzeit deutlich ausgeweitet und das Robert Koch-Institut wolle die Daten in Kürze veröffentlichen.

Experten gehen davon aus, dass die Mutanten bereits weiter verbreitet sind als bekannt. Sie gehen auch davon aus, dass eine umso schnellere Ausbreitung droht, je früher es Lockerungen beim Lockdown gibt.

Regierungssprecher Steffen Seibert (60).
Regierungssprecher Steffen Seibert (60).  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 3. Februar, 16 Uhr: WHO-Impfstoff-Verteilung: gut 337 Millionen Impfdosen bis Ende Juni

Die weltweite Impfstoff-Initiative Covax will bis Ende Juni gut 337 Millionen Dosen der eingekauften Corona-Impfstoffe ausliefern. Das berichtete die Impfallianz Gavi am Mittwoch in Genf.

Es handelt sich um 336 Millionen Dosen von Astrazeneca und 1,2 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer. Damit können in den 145 Ländern von Afghanistan bis Simbabwe, die um Belieferung gebeten haben, im Schnitt 3,3 Prozent der jeweiligen Bevölkerung geimpft werden.

Nach den Plänen soll die Auslieferung noch vor Ende Februar beginnen.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO).  © Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Update, 3. Februar, 15.56 Uhr: Mehrheit hat laut Studie sechs Monate nach Corona-Infektion Antikörper

Fast 90 Prozent der Corona-Infizierten haben sechs Monate nach ihrer Infektion Antikörper gegen das Coronavirus im Körper. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie der UK Biobank, der größten britischen biomedizinischen Datenbank, die am Mittwoch in London veröffentlicht wurde.

Bei 88 Prozent der untersuchten Studienteilnehmer hätten nach den vollen sechs Monaten der Untersuchung Antikörper nachgewiesen werden können, nach drei Monaten war dies sogar bei 99 Prozent der Patienten der Fall.

"Obwohl wir nicht sicher sein können, inwieweit dies mit einer Immunität einhergeht, legen die Befunde nahe, dass Menschen für mindestens sechs Monate vor einer erneuten Ansteckung geschützt sein könnten", sagte Chef-Forscherin Naomi Allen.

In weiteren, noch länger als sechs Monate angelegten Untersuchungen wollen die Forscher herausfinden, ob Antikörper auch noch längere Zeit später bei den Probanden festgestellt werden können.

Update, 3. Februar, 15.50 Uhr: Schweden führt Nachweis von negativem Corona-Test bei Einreise ein

Erwachsene Ausländer müssen bei der Einreise nach Schweden ab Samstag an der Grenze einen negativen Corona-Test vorweisen.

Dieser dürfe nicht älter als 48 Stunden sein, sagte der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Stockholm. Grund dafür seien die neu aufgetretenen Varianten des Coronavirus. Bislang sei schwer einzuschätzen, welche Länder wie stark von den Virus-Varianten betroffen seien. Die Maßnahme gilt vorläufig bis zum 31. März.

Wer ab Samstag keinen negativen Test vorweisen könne, komme nicht ins Land, machte Innenminister Mikael Damberg klar. Es gibt jedoch einige Ausnahmen, etwa bei familiären Angelegenheiten oder für Ausländer, die ihren Wohnsitz in Schweden haben. Auch Kinder und Jugendliche sind von der Anforderung ausgenommen.

Update, 3. Februar, 15.49 Uhr: Giffey fordert bei Kitas "Licht am Ende des Tunnels"

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (42, SPD) drängt auf vorsichtige Öffnungsschritte bei Kitas in Deutschland. Für Kinderschutz und Kindeswohl sei es nötig, zumindest zu einem eingeschränkten Regelbetrieb zurückzukehren, sagte sie am Mittwoch in Berlin.

Die Familien- und Jugendminister von Bund und Ländern seien sich bei ihren letzten Beratungen am Montag einig darüber gewesen, dass es Öffnungsschritte geben müsse.

Auf Nachfrage, ob Kita- und Schulöffnungen am kommenden Mittwoch bei den Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder vereinbart würden, sagte die Ministerin, das hänge vom Infektions- und Mutationsgeschehen ab.

Sie fügte aber hinzu, die langfristigen Einschränkungen könnten nicht die Lösung sein. Kinder- und Jugendärzte schlügen wegen der gravierenden Auswirkungen Alarm. Giffey sprach von Bewegungsmangel, psychischen und seelischen Belastungen, Bildungsgerechtigkeit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

"Niemand erwartet, dass alles von heute auf morgen öffnet." Es müssten aber Schritte aufgezeigt werden, die Licht am Ende des Tunnels sehen ließen.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (42, SPD).
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (42, SPD).  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 3. Februar, 15.46 Uhr: Dunkler Schatten über Australien Open: Nach Corona-Fall im Hotel keine Spiele in Melbourne am Donnerstag

Nach dem positiven Coronafall eines Hotelmitarbeiters sind in Melbourne alle für Donnerstag geplanten Tennisspiele abgesagt worden. Damit muss auch Angelique Kerber (33) nach ihrem Auftaktsieg in Wartestellung gehen.

Mehr Infos unter: Corona-Worst-Case bei den Australian Open: 600 Tennis-Profis und Offizielle in Quarantäne!

Angelique Kerber (33) gelang ein Auftaktsieg in Melbourne. Nun muss sie abwarten, wie es weitergeht.
Angelique Kerber (33) gelang ein Auftaktsieg in Melbourne. Nun muss sie abwarten, wie es weitergeht.  © Andy Brownbill/AP/dpa

Update, 3. Februar, 15.42 Uhr: Coronavirus kann offenbar auch die Bauchspeicheldrüse befallen

Forscher der Uniklinik Ulm haben in einer Studie nachgewiesen, dass bei einer Covid-19-Erkrankung auch die Bauchspeicheldrüse angegriffen werden kann.

Die Studienautoren fanden heraus, dass bei "gravierenden Krankheitsverläufen" die insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse infiziert werden, wie eine Sprecherin der Universität Ulm am Mittwoch mitteilte. Die Untersuchung wurde im Fachblatt Nature Metabolism veröffentlicht.

Der Befund der Studie könnte den Autoren zufolge möglicherweise auch eine Erklärung für das Auftreten von Diabetes-ähnlichen Symptomen bei Covid-19-Patienten sein und für die Verschlechterung des Zuckerstoffwechsels bei an Covid-19 erkrankten Diabetikern.

Update, 3. Februar, 15.40 Uhr: Corona-Team der Bundeswehr im Hochrisikoland Portugal eingetroffen

Ein Team der Bundeswehr aus Ärzten und Sanitätern zur Unterstützung des von der Corona-Pandemie schwer getroffenen Portugal ist am Mittwoch in Lissabon gelandet.

Die 26 Soldatinnen und Soldaten wurden am frühen Nachmittag auf dem Militärflughafen Figo Maduro in Lissabon von Verteidigungsminister João Gomes Cravinho, Gesundheitsministerin Marta Temido und dem deutschen Botschafter in Portugal, Martin Ney, begrüßt. Sie waren mit einer Transportmaschine vom niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf aus gestartet.

Das Bundeswehrteam hat unter anderem Beatmungsgeräte und Infusionsgeräte für schwerkranke Corona-Patienten dabei. Ursprünglich war geplant, auch 150 Lazarettbetten mit nach Portugal zu bringen.

Die portugiesische Seite hatte aber kurz vor dem Abflug mitgeteilt, dass diese nicht benötigt würden. Der Einsatz der Deutschen in dem Land mit einer der höchsten Infektionsraten der Welt ist zunächst auf drei Wochen angelegt, kann bei Bedarf aber mit einem neuens Team verlängert werden.

Soldaten betreten ein Transportflugzeug vom Typ "Airbus A400M"auf dem Gelände vom Fliegerhorst Wunstorf. Mittlerweile sind sie in Portugal gelandet.
Soldaten betreten ein Transportflugzeug vom Typ "Airbus A400M"auf dem Gelände vom Fliegerhorst Wunstorf. Mittlerweile sind sie in Portugal gelandet.  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 3. Februar, 15.25 Uhr: Mehrheit glaubt nicht, dass Pandemie in 2021 endet!

Die Mehrheit der Deutschen bezweifelt, dass die Corona-Pandemie bis zum Jahresende überwunden sein wird.

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Statista glauben 59 Prozent der Befragten nicht an ein Ende der Pandemie 2021. Ein Drittel (33 Prozent) zeigte sich dagegen optimistisch. Acht Prozent machten keine Angaben.

Für die Zeit nach der Pandemie haben viele schon konkrete Pläne: 57 Prozent wollen als erstes wieder in einem Restaurant essen gehen.

Für 55 Prozent steht ein Treffen mit Freunden und Verwandten ganz oben auf der Liste. Eine Reise außerhalb Deutschlands ist für 33 Prozent das erste, was sie nach Ende der Pandemie tun möchten.

Will allen bis Sommerende ein Impfangebot machen: Kanzlerin Merkel (66, CDU) wird im Herbst nach den Wahlen allerdings auch nicht mehr da sein.
Will allen bis Sommerende ein Impfangebot machen: Kanzlerin Merkel (66, CDU) wird im Herbst nach den Wahlen allerdings auch nicht mehr da sein.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 3. Februar, 14.47 Uhr: Steht das Oktoberfest 2021 jetzt etwa schon auf der Kippe?

Auch wenn völlig offen ist, ob das Oktoberfest angesichts der Corona-Krise dieses Jahr gefeiert werden kann - ein Wiesn-Plakat gibt es schon.

Es zeigt vor hellgelbem Hintergrund die üblichen Wiesn-Insignien: Lebkuchen-Herz mit weiß-blauem Rand, Maßkrug, Brezn, Hopfen, darüber zartblaue Olympia-Ringen, eine Anspielung auf die Olympia-Looping-Achterbahn.

Am Mittwoch stellte der Wiesnchef und Münchner Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) das Plakat der Grafikdesignerin Maria Elisabeth Dick vor, das eine Jury unter 30 per Publikumsvotum favorisierten Entwürfen ausgewählt hat.

Die Wiesn würde vom 19. September bis zum 2. Oktober stattfinden - sofern die Corona-Lage es zulässt. "Wir planen sie auf jeden Fall - und wir sind hoffnungsvoll, dass sie dieses Jahr stattfinden kann", sagte Baumgärtner. Die Entscheidung darüber soll möglicherweise im April, spätestens aber im Juni fallen.

Clemens Baumgärtner (CSU), Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, hält das Siegermotiv für das Oktoberfest-Plakat 2021 in den Händen. Das Plakat wurde von der Grafikdesignerin Maria Elisabeth Dick entworfen.
Clemens Baumgärtner (CSU), Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, hält das Siegermotiv für das Oktoberfest-Plakat 2021 in den Händen. Das Plakat wurde von der Grafikdesignerin Maria Elisabeth Dick entworfen.  © Landeshauptstadt München/RAW/dpa

Update, 3. Februar, 14.23 Uhr: Virologin warnt: Teile Tirols möglicher Hotspot für Südafrika-Mutation

In Österreich mehren sich nach Ansicht einer Virologin die Anzeichen, dass Teile des Bundeslands Tirol ein Schwerpunkt bei der Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Mutation sind.

Laut den jüngsten Zahlen von Ende vergangener Woche dürften dort aktuell in etwa die Hälfte der durch eine Mutation verursachten Infektionen auf diese Variante zurückgehen, sagte die Virologin Dorothee von Laer von der Medizinischen Universität Innsbruck der Zeitung "Der Standard".

Update, 3. Februar, 14.18 Uhr: FDP fordert Koalition auf, bei Steuerhilfe für Firmen nachzubessern

Die FDP hat die große Koalition aufgefordert, bei den Steuerhilfen für Firmen in der Corona-Krise nachzulegen.

"Ich erwarte von der Union, dass sie sich beim Verlustrücktrag heute gegen ihren Junior-Koalitionspartner SPD durchsetzt", sagte Fraktionsvize Christian Dürr (43) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Update, 3. Februar, 14 Uhr: Astrazeneca-Impfstoff soll Virus-Übertragung bremsen

Der Impfstoff des britischen Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford soll ersten Erkenntnissen zufolge auch gegen die Übertragung des Coronavirus wirken.

PCR-Tests bei einer zufälligen Stichprobe aus entsprechend Geimpften in Großbritannien hätten gezeigt, dass der Impfstoff die Übertragung um rund 67 Prozent verringere, sagte Astrazeneca-Forschungschef Mene Pangalos am Mittwoch in einer Pressekonferenz.

Zuvor war nur die Wirkung gegen eine Covid-19-Erkrankung festgestellt worden.

Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns Astrazeneca.
Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns Astrazeneca.  © Russell Cheyne/PA Wire/dpa

Update, 3. Februar, 13.42 Uhr: Britische Corona-Mutation E484K bereitet Virologen Kekulé Sorgen

Die nun auch in Großbritannien aufgetauchte Mutation E484K stärkt das Coronavirus nach Angaben des Virologen Alexander Kekulé gegen die Abwehrmechanismen im Körper.

"Das Virus entkommt dem Immunsystem einfacher", sagte der Professor der Universität Halle-Wittenberg am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Wer nach einer Corona-Infektion Antikörper gebildet habe, könne an Viren mit der E484K-Mutation leichter als am herkömmlichen Coronavirus ein zweites Mal erkranken.

Update, 3. Februar, 13.34 Uhr: Eurovision Song Contest 2021 soll stattfinden - aber ohne Publikum!

Der Eurovision Song Contest (ESC) wird in diesem Mai wohl unter strengen Corona-Maßnahmen mit Künstlern aus 41 Ländern in Rotterdam stattfinden - aber sehr wahrscheinlich ohne Publikum.

Das teilten die niederländischen Rundfunkanstalten als Veranstalter am Mittwoch in Hilversum mit. Die endgültige Entscheidung über Zuschauerbeteiligung soll erst Mitte April fallen.

2020 musste das Festival wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Update, 3. Februar, 13.25 Uhr: Produktion des russischen Impfstoffs Sputnik V laut Spahn in Europa denkbar

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) gibt es Überlegungen zur Produktion des russischen Impfstoffs Sputnik V in Europa.

Bei Gesprächen mit der russischen Seite habe es die Bitte gegeben, zu schauen, ob es in Deutschland oder Europa Produktionskapazitäten geben könne, sagte Spahn am Mittwoch bei einer Online-Konferenz.

Ein Fläschchen mit dem Impfstoff Sputnik V.
Ein Fläschchen mit dem Impfstoff Sputnik V.  © Patricio Murphy/ZUMA Wire/dpa

Update, 3. Februar, 13.19 Uhr: Geschlossene Autohäuser: Auto-Neuzulassungen brechen massiv ein

In Deutschland sind im ersten Monat des neuen Jahres 169.754 Autos neu zugelassen worden.

Das waren rund 31 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Mittwoch mitteilte.

Zum einen seien die Autohäuser in der Corona-Krise weiterhin geschlossen, hieß es vom Verband der Automobilindustrie (VDA) zur Begründung. Darüber hinaus sei zum Jahreswechsel die für ein halbes Jahr geltende Mehrwertsteuersenkung ausgelaufen, mit der der Bund Kaufanreize setzen wollte.

Update, 3. Februar, 12.42 Uhr: Kühlschrank aus: Hunderte Impfdosen wegen Stromproblemen unbrauchbar

Wegen Stromproblemen eines Kühlschranks sind in England einem Bericht zufolge mehrere Hundert Dosen des Biontech-Impfstoffes entsorgt worden.

Rund 450 Dosen des Vakzins hätten im Januar aufgrund von "strombedingten Problemen" in einem Impfzentrum im englischen Rotherham entsorgt werden müssen, nachdem der Kühlschrank über Nacht keine durchgängige Stromversorgung gehabt habe, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA am Donnerstag.

Update, 3. Februar, 12.05 Uhr: Zur Unterstützung: Bundeswehr fliegt nach Portugal

Als Nothilfe für das von der Corona-Pandemie schwer getroffene Portugal sind am Mittwoch 26 Bundeswehrsoldaten mit Medizingeräten von Niedersachsen nach Lissabon gestartet.

Das Team aus acht Ärztinnen und Ärzten sowie Sanitätspersonal soll drei Wochen lang in einem zivilen Krankenhaus bei der Behandlung schwerkranker Covid-Patienten helfen.

Mit dem Transportflugzeug Airbus A400M wurden außerdem Beatmungsgeräte und Infusionsgeräte nach Portugal gebracht. Das dortige Gesundheitssystem ist durch die Pandemie stark überlastet.

Ein Soldat belädt ein Transportflugzeug vom Typ "Airbus A400M" auf dem Gelände vom Fliegerhorst Wunstorf.
Ein Soldat belädt ein Transportflugzeug vom Typ "Airbus A400M" auf dem Gelände vom Fliegerhorst Wunstorf.  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 3. Februar, 12.01 Uhr: Thüringen weiter extremer Corona-Hotspot

Thüringen wird den Status als am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Bundesland nicht los - trotz eines Abwärtstrends bei Neuinfektionen.

Mit 148 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen lag Thüringen am Mittwoch vor Sachsen-Anhalt (127), wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Update, 3. Februar, 11.57 Uhr: Thüringens Friseure und Kosmetiker fordern Öffnung ihrer Läden

Rund 200 Teilnehmer haben nach Veranstalterangaben am Mittwoch in Jena für die baldige Öffnung von Friseursalons in der Corona-Pandemie demonstriert.

In unserem TAG24-Artikel lest ihr mehr zu dem Corona-Protest der Friseure und Kosmetiker in Jena.

Update, 3. Februar, 11.25 Uhr: Niedersachsens MP Weil hält Einsatz von Corona-Spürhunden für denkbar

Schnüffelnd dem Coronavirus auf der Spur: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (62, SPD) kann sich vorstellen, kleinere Veranstaltungen oder Restaurantbesuche mit Hilfe eigens trainierte Spürhunde sicherer zu machen.

"Es ist ein hochinteressantes Mittel, Menschen nach und nach zu kontrollieren", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch. Auf Flughäfen oder an Grenzübergängen sei es vorstellbar, bei Großveranstaltungen aus seiner Sicht weniger.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (62, SPD) kann sich den Einsatz von Spürhunden für die Bekämpfung des Coronavirus vorstellen.
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (62, SPD) kann sich den Einsatz von Spürhunden für die Bekämpfung des Coronavirus vorstellen.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 3. Februar, 11.23 Uhr: Mehr als die Hälfte der Ukrainer hat Antikörper

Nach Auswertung von Test auf Antikörper haben bereits mehr Ukrainer eine Corona-Infektion gehabt als in der offiziellen Statistik angegeben sind.

Demnach sollen bereits über die Hälfte der Menschen in dem osteuropäischen Land Corona-Antikörper haben.

Bei den Tests im Januar 2021 wurde je nach Region bei 44 bis 60 Prozent der Menschen eine gewisse Immunität festgestellt, wie die Laborkette Sinewo Medienberichten zufolge am Mittwoch mitteilte.

Update, 3. Februar, 11.07 Uhr: Roaming-Einbußen durch Covid-19 bremsen Vodafones Wachstum ab

Die Coronakrise hat die Geschäftsentwicklung des Telekommunikationskonzerns Vodafone gebremst.

In dem bis Ende Dezember laufenden dritten Quartal des Geschäftsjahres stieg der Service-Umsatz der Deutschlandtochter des britischen Konzerns zwar um ein Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, wie Vodafone am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

Allerdings brachen die Roamingeinnahmen ein - in Coronazeiten haben weniger heimische Kunden auf Auslandsreisen ihr Vodafone-Handy benutzt beziehungsweise es haben sich weniger ausländische Reisende hierzulande mit dem Vodafone-Netz verbunden.

Update, 3. Februar, 11.02 Uhr: Finanzminister Scholz sicher: Auf Dauer weniger Einnahmen

Angesichts der Corona-Krise fordert Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz dazu auf, sich Klarheit über die finanzielle Situation zu verschaffen.

"Einige haben sich vorgestellt, alles wird wieder, wie es vorher war. Das ist aber nicht der Fall. Wir werden weniger Einnahmen haben auf Dauer", sagte Scholz am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

"Selbst wenn alles gut läuft, und dafür spricht einiges in der wirtschaftlichen Entwicklung: Wir werden nicht mehr die Einnahmen haben, die wir 2019 prognostizieren konnten."

Update, 3. Februar, 11 Uhr: Impf-Vorreiter Israel: Jetzt kann sich jeder über 16 impfen lassen

In Israel kann sich von Donnerstag an jeder Bürger im Alter über 16 Jahre gegen das Coronavirus impfen lassen.

Das Gesundheitsministerium teilte am Mittwoch mit, die Krankenkassen hätten eine entsprechende Anweisung erhalten. Auch Bürger unter 35, die bisher ausgenommen waren, können nun Impftermine ausmachen.

Die Krankenkassen seien jedoch weiter angehalten, ihre Bemühungen auf über 50-Jährige sowie nicht mobile Menschen zu konzentrieren.

Mehr als 3 Millionen Menschen in Israel haben sich bereits impfen lassen, ein Drittel der Bevölkerung.
Mehr als 3 Millionen Menschen in Israel haben sich bereits impfen lassen, ein Drittel der Bevölkerung.  © Muammar Awad/Xinhua/dpa

Update, 3. Debruar, 10.54 Uhr: Demo gegen Corona-Regeln in Naumburg

Mindestens 50 Fahrzeuge haben am Dienstagabend in Naumburg an einem Autokorso teilgenommen, um gegen die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Pandemie zu protestieren.

Mehr dazu im TAG24-Artikel "Autokorso zieht durch die Stadt und demonstriert gegen Corona-Maßnahmen".

Update, 3. Februar, 10.51 Uhr: Strenge Regeln für Olympioniken: Bewegungsfreiheit eingeschränkt

Olympia-Teilnehmer müssen sich bei den Sommerspielen in Tokio auf eine stark eingeschränkte Bewegungsfreiheit einstellen.

In den zwei Wochen nach ihrer Ankunft in Japan dürfen sich Athleten und ihre Betreuer jeweils nur zwischen Unterkunft, olympischen Wettkampf- und Trainingsstätten sowie wenigen klar bestimmten Orten bewegen, wie es in einem am Mittwoch veröffentlichten Handbuch der Organisatoren heißt.

Dazu gehören auch eine strikte Maskenpflicht, regelmäßige Coronatests vor und nach der Einreise sowie die Aufforderung zur Nutzung einer Corona-Warn-App und der Einhaltung von Hygieneregeln.

Update, 3. Februar, 10.42 Uhr: Erstes Bundesland lässt Corona-Schutzimpfung in Hausarztpraxen zu

Mecklenburg-Vorpommern geht bei den Corona-Schutzimpfungen neue Wege und lässt Senioren auch in Hausarztpraxen impfen.

Zunächst einmal pro Woche sollen in insgesamt 10 Arztpraxen des Landkreises Nordwestmecklenburg je nach bereitstehender Impfstoffmenge jeweils bis zu 24 Menschen geimpft werden

Ziel sei es, insbesondere älteren Bewohnern ländlicher Regionen kurze Wege zum Impfen zu gewährleisten, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (46, SPD) am Mittwoch beim Besuch einer Landarztpraxis in Neuburg bei Wismar.

Ein Hausarzt aus der Schweiz impft in seiner Praxis einen Patienten. Auch in Mecklenburg-Vorpommern das nun möglich sein.
Ein Hausarzt aus der Schweiz impft in seiner Praxis einen Patienten. Auch in Mecklenburg-Vorpommern das nun möglich sein.  © Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa

Update, 3. Februar, 10.26 Uhr: Aufhebung der Corona-Regeln für Geimpfte? Junge-Union-Chef Kuban hat klare Meinung

Der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban (33), hat sich gegen eine frühere Aufhebung der Corona-Regeln für Geimpfte ausgesprochen.

"Was natürlich nicht sein kann, um das ein bisschen flapsig zu sagen, ist, dass im Sommer die Rentner am Strand liegen, aber die junge Generation weiterhin zu Hause sitzt und sich noch mit einer Person treffen darf. Da wird man am Ende keine Akzeptanz für bekommen", sagte der CDU-Politiker dem Politikjournal "Rundblick Niedersachsen".

Tilman Kuban (33, CDU) ist seit März Bundesvorsitzender der Jungen Union (JU).
Tilman Kuban (33, CDU) ist seit März Bundesvorsitzender der Jungen Union (JU).  © Lino Mirgeler/dpa

Update, 3. Februar, 10.21 Uhr: Mehr Hilfe von der Bundeswehr: 25.000 Soldaten stehen bereit

Die Bundeswehr hält nun 25.000 Soldaten für Hilfseinsätze in der Corona-Pandemie bereit. Damit seien zusätzlich 5000 Männer und Frauen bereit zur Unterstützung von Ländern und Kommunen, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch mit.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU, 58) habe das Bundeskabinett über den Schritt berichtet. Es würden auch mehr Reservisten einberufen. Bisher habe es mehr als 3.900 Anfragen wegen Amtshilfe gegeben.

Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr helfen bei Corona-Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen.
Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr helfen bei Corona-Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 3. Februar, 10.07 Uhr: Eventim-Veranstaltungen nur noch mit Corona-Impfung möglich?

Wird eine Impfung bald Voraussetzung für die nächsten Konzertbesuche sein? Gut möglich, wenn es nach Eventim-Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg (69) geht.

Mehr dazu erfahrt ihr im TAG24-Artikel "Eventim-Chef fordert: Konzertbesucher sollen geimpft sein".

Update, 3. Februar, 9.50 Uhr: Patentstreit um Corona-Mittel: Solidaritätsaufruf an reiche Länder

Im Streit um Patente auf Corona-Impfstoffe und -medikamente hat die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" am Mittwoch einen Appell an reiche Länder gerichtet.

Sie blockieren einen Vorstoß Indiens und Südafrikas in der Welthandelsorganisation (WTO), die Patente vorübergehend aufzuheben, damit Fabriken in aller Welt Impfstoffe und Medikamente herstellen können. Vertreter der 164 WTO-Länder diskutieren am Donnerstag erneut über diesen Antrag.

"Ziel der Aussetzung der Patente ist es, Menschenleben über Profite zu stellen", sagte Khosi Mavuso von "Ärzte ohne Grenzen". "Wir haben Sorge, dass die Pandemie ohne gleichwertigen und bezahlbaren Zugang zu Coronamitteln für alle länger dauern wird."

Covid-19-Patienten in Brasilien. Das Team der "Ärzte ohne Grenzen" warnt davor, Profit über Menschenleben zu stellen.
Covid-19-Patienten in Brasilien. Das Team der "Ärzte ohne Grenzen" warnt davor, Profit über Menschenleben zu stellen.  © Diego Baravelli/MSF/dpa

Update, 3. Februar, 9.46 Uhr: Virologe Streeck: In Gangelt feierten wohl mehrere Infizierte

Auf der berühmten Karnevalssitzung von Gangelt am Anfang der Corona-Pandemie feierten nach Erkenntnissen des Virologen Hendrik Streeck (43) wohl mehrere Infizierte - und nicht nur einer.

In unserem TAG24-Artikel erfahrt ihr mehr dazu sowie welche Corona-Strategie sich Virologe Streeck für Deutschland wünscht.

Update, 3. Februar, 9.44 Uhr: Ex-Bundesliga-Trainer Rangnick zu Corona: Riskieren Entwicklung einer kompletten Generation

Mit großer Besorgnis sieht der frühere Bundesliga-Trainer und Manager Ralf Rangnick (62) die Schäden durch die Corona-Krise.

Im Tag24-Artikel erfahrt ihr, was Ralf Rangnick zur Corona-Situation sagt.

Update, 3. Februar, 9.02 Uhr: Curevac will mit britischen Pharmakonzern Impfstoff entwickeln

Der deutsche Impfstoffhersteller Curevac will gemeinsam mit dem britischen Pharmakonzern Glaxosmithkline weitere mRNA-Impfstoffe entwickeln, die vor mutierten Varianten des Coronavirus schützen.

"Diese neue Kooperation baut auf unseren bestehenden Verbindungen mit Curevac auf", sagte Glaxosmithkline (GSK)-Chefin Emma Walmsley laut einer Mitteilung von Mittwoch. "Sie steht dafür, dass wir unsere wissenschaftliche Expertise in mRNA und der Impfstoffentwicklung vereinen, um die Entwicklung von neuen Covid-19-Impfstoffen zu beschleunigen."

Update, 3. Februar, 8.35 Uhr: Deutliche Worte von Vizekanzler Scholz: SPD betreibt mit Impf-Thema keinen Wahlkampf!

SPD-Kanzlerkandidat und Vizekanzler Olaf Scholz (62) hat zurückgewiesen, dass die SPD etwa mit Kritik am Impfmanagement und den Forderungen im Koalitionsausschuss schon Wahlkampf betreibt.

"Etwas Vernünftiges für die Bürgerinnen und Bürger fordern ist nicht Wahlkampfmusik", sagte Scholz am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Dinge die wichtig seien müssten auch hart besprochen werden. So sei es beispielsweise "sehr gut" gewesen, dass die SPD früh angesprochen habe, dass bei der Beschaffung von ausreichend Impfstoff nicht alles richtig gelaufen sei, sagte Scholz.

Olaf Scholz (62) betont, dass es kein Wahlkampf ist, etwas Vernünftiges für Bürger zu fordern.
Olaf Scholz (62) betont, dass es kein Wahlkampf ist, etwas Vernünftiges für Bürger zu fordern.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 3. Februar, 7.53 Uhr: FDP und AfD kritisieren Merkel wegen Impfstrategie

Aus der Opposition kommt scharfe Kritik an der Äußerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU), bei der Impfstoff-Bestellung durch die Europäische Union sei "im Großen und Ganzen nichts schiefgelaufen".

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner (42) sagte am Mittwoch in der RTL-Sendung "Guten Morgen Deutschland", Merkel hole damit den Großteil der Bevölkerung nicht ab. "Es gibt große Empörung, weil es beim Impfen nicht weitergeht, es gab große Erwartungen. Und es gibt eine wachsende Ungeduld der Menschen, die das öffentliche
Leben wiederhaben wollen", betonte Lindner.

AfD-Chef Jörg Meuthen (59) schrieb am Mittwochmorgen auf Twitter über Merkels Satz: "Offensichtlich ist sie nach über 15 Jahren im Kanzleramt vollkommen entkoppelt von der Realität in unserem Land!"

Update, 3. Februar, 6.45 Uhr: SPD-Vize Midyatli fordert Corona-Kinderbonus auch in diesem Jahr

SPD-Vize Serpil Midyatli (45) hält eine Neuauflage des sogenannten Corona-Kinderbonus in diesem Jahr für dringend erforderlich.

"Familien sind in der Corona-Pandemie besonders belastet", sagte Midyatli der Deutschen Presse-Agentur. Durch Kurzarbeit und Zusatzkosten infolge der Pandemie müssten viele Familien mit wenig Geld auskommen.

"Ich fordere deshalb, dass wir den Kinderbonus von 300 Euro pro Kind aus dem letzten Jahr auch für 2021 auszahlen", sagte die Landesvorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein mit Blick auf Beratungen des Koalitionsausschusses in Berlin am Mittwoch.

Die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Serpil Midyatli (45) fordert einen erneuten Kinderbonus.
Die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Serpil Midyatli (45) fordert einen erneuten Kinderbonus.  © Frank Molter/dpa

Update, 3. Februar, 6.32 Uhr: Erhöhtes Infektionsrisiko in Kitas und Grundschulen? Münchner Studie mit wichtigen Erkenntnissen

Eine Münchner Studie zur Übertragung des Coronavirus bei Kindern hat keine gegenüber der Allgemeinheit erhöhte Infektionsgefahr in Kindergärten und Schulen gezeigt.

Im TAG24-Artikel erfahrt ihr mehr darüber, was die Wissenschaftler über Corona in Münchner Grundschulen, Kitas und Kindergärten herausgefunden haben.

Update, 3. Februar, 6.30 Uhr: Die Grünen fordern monatlichen Corona-Zuschlag

Die Grünen im Bundestag erhoffen sich vom Spitzentreffen der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD an diesem Mittwoch mehr Hilfe für Arme in der Pandemie.

"Ich erwarte vom Koalitionsausschuss, dass Union und SPD einen wirkungsvollen Rettungsschirm für Menschen in Armut aufspannen", sagte der sozialpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Sven Lehmann (41), der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Das Hin und Her auf dem Rücken der Betroffenen muss ein Ende haben."

Die Grünen forderten schnellstmöglich einen Corona-Zuschlag in Höhe von 100 Euro monatlich für Erwachsene und 60 Euro für Kinder auf die Grundsicherung, erklärte Lehmann.

Update, 3. Februar, 6.25 Uhr: Pandemie erinnert Virologen Streeck an Thesen von Sigmund Freud

Die gefühlte Ohnmacht vieler Menschen angesichts der Corona-Pandemie lässt den Virologen Hendrik Streeck (43) in großen historischen Zusammenhängen denken.

"Manchmal kommt es mir vor wie die vierte Kränkung der Menschheit. Freud hat das formuliert: Die ersten Kränkungen waren, dass der Mensch doch nicht im Mittelpunkt des Universums steht, dass wir irgendwie vom Affen abstammen und dass wir triebgesteuert sind", sagte Streeck der Deutschen Presse-Agentur.

"Gerade kränkt uns, dass wir als technologisierte Gesellschaft nicht Herr über dieses kleine Virus werden." Die notwendige Souveränität, damit umzugehen, sei noch nicht erlernt worden.

Virologe Hendrik Streeck (43) hat ein Buch zur Corona-Pandemie geschrieben: "Hotspot".
Virologe Hendrik Streeck (43) hat ein Buch zur Corona-Pandemie geschrieben: "Hotspot".  © Oliver Berg/dpa

Update, 3. Februar, 6.12 Uhr: RKI meldet mehr als 900 neue Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9705 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet.

Außerdem wurden 975 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 82,9. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.237.790 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland.

Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 58.956. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.973.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,85 (Vortag 0,88).

Im Infektionszimmer für Covid-19-Patienten auf der Intensivstation der Universitätsmedizin Rostock wird ein Patient im künstlichen Koma gepflegt. Die Zahl der Todesfälle bleibt in Deutschland auf hohem Niveau.
Im Infektionszimmer für Covid-19-Patienten auf der Intensivstation der Universitätsmedizin Rostock wird ein Patient im künstlichen Koma gepflegt. Die Zahl der Todesfälle bleibt in Deutschland auf hohem Niveau.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Februar, 5.30 Uhr: Merkel und Macron einig: Nach Corona wird die Welt eine andere sein

Die Corona-Pandemie bietet nach Meinung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und anderen internationalen Spitzenpolitikern die Chance für eine Neuordnung der Weltpolitik.

"Die Welt wird nach Corona eine andere sein", heißt es in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und andere Blätter. Die jetzige Krise biete auch Gelegenheit, "durch effiziente Zusammenarbeit, Solidarität und Koordination wieder einen Konsens über eine internationale Ordnung zu erzielen - eine Ordnung, die auf Multilateralismus und Rechtsstaatlichkeit beruht". Auch das Problem des Klimawandels könne nur global gelöst werden.

Der Beitrag wurde auch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (43) und Senegals Staatschef Macky Sall (59) unterschrieben.

Update, 3. Februar, 4.20 Uhr: Forscher: Rolle des Wetters bei Corona-Verbreitung nicht unterschätzen

Saisonale Wetterbedingungen spielen zyprischen Forschern zufolge eine unterschätzte Rolle beim Verlauf der Corona-Pandemie.

Mehr dazu lest ihr in unserem Artikel "Corona-Vebrreitung: So wirkt sich das Wetter auf die Pandemie aus".

Windiges Wetter in Köln. Forschern zufolge sollten Saisonale Wetterbedingungen beim Verlauf der Corona-Pandemie nicht unterschätzt werden.
Windiges Wetter in Köln. Forschern zufolge sollten Saisonale Wetterbedingungen beim Verlauf der Corona-Pandemie nicht unterschätzt werden.  © Roberto Pfeil/dpa

Update, 3. Februar, 2.51 Uhr: Vorläufige Zulassung für ersten Corona-Impfstoff in Neuseeland

Mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer ist nun auch in Neuseeland das erste Corona-Vakzin zur Bewältigung der Pandemie vorläufig zugelassen worden.

Die zuständige Behörde Medsafe gab am Mittwoch grünes Licht für den Einsatz des Präparats und sprach von einem "bedeutenden Meilenstein". Vor der uneingeschränkten Zulassung des Impfstoffs müssten noch einige Bedingungen erfüllt werden, darunter regelmäßige Updates zu klinischen Studien und etwaigen Risiken. Die Impfkampagne in dem Inselstaat soll im April anlaufen und Beschäftigten mit Systemrelevanz und im Bereich des Grenzverkehrs Priorität einräumen.

Update, 3. Februar, 0.10 Uhr: FDP-Politiker Solms schimpft über Terminvergabe für Impfung

Der FDP-Ehrenvorsitzende und Alterspräsident des Bundestags, Hermann Otto Solms (80), hat das System zur Terminvergabe für die Corona-Impfung nach eigenen Erfahrungen kritisiert.

Nach Angaben der "Bild" bemüht sich der 80-Jährige seit drei Wochen um einen Termin - ohne Erfolg. "Es wäre ein Leichtes für die Verwaltung, sich von den Meldeämtern die Daten der über 80-Jährigen zu besorgen, sie zu informieren, dass, wann und wo sie geimpft werden können", sagte Solms. "Dann wüssten die Menschen, dass man sie auf dem Schirm hat, dass sie sich auf den Staat verlassen können."

Das aber sei offenkundig nicht der Fall. Solms bemängelte, niemand fühle sich zuständig oder verantwortlich. Das sei "eine typische Antwort in einem Verwaltungs- und Beamtenstaat."

Update, 2. Februar, 22.25 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein im Sinkflug

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen ist in Schleswig-Holstein weiter gesunken: auf 68,7.

Zugleich gab es binnen eines Tages 27 weitere gemeldete Corona-Todesfälle - und damit 2 mehr als am Dienstag zuvor. Das geht aus den Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Dienstagabend veröffentlichte (Datenstand: 2. Februar, 20.55 Uhr). Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Bundesland mit oder an Corona gestorben sind, stieg auf 944.

Der Inzidenzwert hatte eine Woche zuvor noch bei 92,5 gelegen - ist also deutlich gesunken. Als Zielmarke gelten weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Innerhalb eines Tages wurden 248 weitere Corona-Erkrankungen registriert. Genau eine Woche zuvor hatte diese Zahl bei 558 gelegen.

Kann auf bessere Zahlen blicken: Daniel Günhter (47), Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein.
Kann auf bessere Zahlen blicken: Daniel Günhter (47), Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein.  © Axel Heimken/dpa

Update, 2. Februar, 21.55 Uhr: Macron verspricht Franzosen Corona-Impfstoff bis Ende des Sommers

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron (43) hat seinen Landsleuten einen Zeitplan für Corona-Impfungen zugesagt.

"Bis Ende des Sommers werden wir in Frankreich allen erwachsenen Franzosen, die dies möchten, einen Impfstoff vorgeschlagen haben." Das sagte der 43-Jährige am Dienstagabend im Sender TF1 nach einem Treffen mit Impfstoffunternehmen und Vertretern der Mitte-Regierung. Er reagierte damit auch auf Kritik, dass es Verzögerungen bei den Impfungen gibt.

Der Staatschef machte auch deutlich, dass Impfstoffe ab Ende Februar oder Anfang März an vier Standorten im Land hergestellt werden sollen. Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Menschen ist stark von der Covid-19-Pandemie betroffen, es starben nach Behördenangaben bereits über 77.000 Menschen.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron (43).
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron (43).  © Ludovic Marin/AFP/dpa

Update, 2. Februar, 20.39 Uhr: Bis Ostern nicht viel Bevölkerungsschutz durch Impfungen - laut Drosten

Der Virologe Christian Drosten hat erneut eindringlich vor zu frühen Lockerungen in der Corona-Pandemie gewarnt.

Mehr Infos unter "Drosten mit düsteren Aussichten zu Impfungen"

Der Virologe Christian Drosten.
Der Virologe Christian Drosten.  © Michael Kappeler/dpa POOL/dpa

Update, 2. Februar, 20.27 Uhr: Malta und Frankreich schränken Nutzung von Astrazeneca-Impfstoff ein

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Malta den Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca nur an Erwachsene unter 55 Jahren verabreichen.

Das teilte Gesundheitsminister Chris Fearne am Dienstag mit. Zur Begründung sagte er, es gebe nicht ausreichend Daten, die die Wirksamkeit bei älteren Menschen garantieren würden.

Ähnlich sieht es Frankreich: Der Einsatz des Impfstoffs werde vorzugsweise bei Erwachsenen unter 65 Jahren empfohlen, teilte die Hohe Gesundheitsbehörde am Dienstag mit.

Das liege daran, dass es zunächst nicht genügend Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffs in der Altersgruppe über 65 gebe.

Update, 2. Februar, 20.11 Uhr: Oxford-Vakzin laut Studie bei 12 Wochen zwischen den Impfdosen wirksamer

Zwölf Wochen Abstand zwischen der ersten und zweiten Impfdosis haben beim Impfstoff von Astrazeneca und der Universität Oxford nach neuen Studiendaten wohl positive Auswirkungen auf dessen Wirksamkeit.

"Diese Analysen zeigen, dass eine höhere Wirksamkeit des Impfstoffs mit einem längeren Intervall zwischen der ersten und zweiten Dosis erreicht werden kann, und dass eine einzelne Impfdosis in den ersten 90 Tagen hochwirksam ist", schrieben die Forscher der Uni Oxford in einem am Dienstag zunächst nur online veröffentlichten Artikel für die Fachzeitschrift The Lancet.

Zwischen dem 22. und dem 90. Tag nach der ersten Impfdosis soll die Schutzwirkung des Vakzins demnach nicht nachlassen. Die Wirksamkeit gegen eine Erkrankung an Covid-19 wird in dieser Zeit mit 76 Prozent angegeben.

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hatte die Wirksamkeit des Vakzins mit rund 60 Prozent angegeben. Grund für die Differenz ist, dass unterschiedlich viele Daten aus den klinischen Studienphasen in die Berechnung einfließen.

Die Forscher haben den Untersuchungen zufolge außerdem erste Hinweise darauf, dass der Astrazeneca-Impfstoff auch die Übertragbarkeit des Virus von Mensch zu Mensch deutlich verringern könnte.

Die Impfung könne die Übertragung um 67 Prozent reduzieren, heißt es in einer Mitteilung der Universität Oxford. Dabei bezieht sich die Analyse auf den Anteil positiver PCR-Tests in einer zufällig ausgewählten Stichprobe der britischen Bevölkerung.

Hilft der Impfstoff von Astrazeneca noch viel mehr als erhofft?
Hilft der Impfstoff von Astrazeneca noch viel mehr als erhofft?  © Russell Cheyne/PA Wire/dpa

Update, 2. Februar, 20.05 Uhr: Merkel grundsätzlich offen für Anwendung von russischem Impfstoff

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat sich grundsätzlich offen für die Anwendung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V auch in Deutschland gezeigt.

Jeder Impfstoff sei in der EU willkommen, aber zugelassen werde er nur, wenn er der zuständigen EU-Behörde EMA die notwendigen Daten vorlege, sagte Merkel am Dienstag in der ARD-Sendung "Farbe bekennen".

Russland strebt eine Registrierung des Impfstoffs in der EU an. Merkel sagte, jeder, der sich mit den Daten um eine Zulassung bemühe, sei "herzlich willkommen". Merkel: "Ich habe mit dem russischen Präsidenten genau darüber gesprochen."

Wladimir Putin, Präsident von Russland und Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU). (Bildmontage)
Wladimir Putin, Präsident von Russland und Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU). (Bildmontage)  © Alexei Druzhinin/Kappeler/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa/dpa

Update, 2. Februar, 20 Uhr: Niederlande verlängern und erleichtern Lockdown - Grundschulen öffnen

Wegen der besorgniserregenden Ausbreitung der britischen Corona-Variante in den Niederlanden hat die Regierung in Den Haag die Verlängerung des Lockdowns bis mindestens zum 2. März beschlossen.

Inzwischen gingen zwei Drittel aller Neuinfektionen auf diese weit stärker ansteckende Variante zurück, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend zur Begründung. Ein dritte Corona-Welle sei unvermeidlich.

Zugleich gab Rutte einige Erleichterungen des bereits seit dem 15. Dezember geltenden Lockdowns bekannt. So sollen Grundschulen und Kitas am kommenden Montag wieder öffnen.

Hollands Ministerpräsident Mark Rutte.
Hollands Ministerpräsident Mark Rutte.  © Lex Van Lieshout Fotografie/ANP/dpa

Update, 2. Februar, 19.16 Uhr: Von der Leyen wirbt für mehr EU-Investitionen in Impfstoffproduktion

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) und die aktuelle portugiesische EU-Ratspräsidentschaft werben angesichts der Lieferengpässe bei Corona-Impfstoffen für die Bereitstellung weiterer EU-Mittel.

In einem Schreiben an die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten sprechen sie sich dafür aus, "alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um den europäischen Bedarf zu decken". Als Beispiel werden zusätzliche Investitionen in den Ausbau oder die Umwidmung von Produktionsstätten genannt. Zudem könnten auch der Neubau von Werken und die Zusammenarbeit zwischen Herstellern gefördert werden.

Über den Brief, den neben der EU-Kommissionspräsidentin der portugiesische Ministerpräsident António Costa unterzeichnete, berichtete am Dienstag zunächst die Süddeutsche Zeitung. Der Deutschen Presse-Agentur lag er ebenfalls vor.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62).
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62).  © --/European Union/XinHua/dpa

Update, 2. Februar, 18.40 Uhr: Auch Spanien schränkt Einreisen aus Brasilien und Südafrika ein

Nach Deutschland und anderen Ländern Europas schränkt nun auch Spanien die Einreisen aus den Corona-Risikoländern Südafrika und Brasilien ein. Die Maßnahme trete am Mittwoch in Kraft und gelte zunächst für zwei Wochen, teilte Regierungssprecherin María Jesús Montero am Dienstag in Madrid mit.

Von der Einreisesperre nicht betroffen sind demnach Staatsbürger von Spanien und Andorra sowie Menschen, die in Spanien oder Andorra ihren Hauptwohnsitz haben. Zudem dürfen Reisende, die auf einem spanischen Flughafen den internationalen Transitbereich nicht verlassen und deren Endreiseziel außerhalb des Schengen-Raums liegt, ebenfalls weiterhin Maschinen nach Spanien besteigen.

Flughafen Madrid-Barajas Adolfo Suarez in Madrid: Flugreisende aus Großbritannien, das ebenfalls eine ansteckendere Variante des Virus Sars-CoV-2 aufweist, lässt Spanien bereits seit dem 22. Dezember bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr ins Land.
Flughafen Madrid-Barajas Adolfo Suarez in Madrid: Flugreisende aus Großbritannien, das ebenfalls eine ansteckendere Variante des Virus Sars-CoV-2 aufweist, lässt Spanien bereits seit dem 22. Dezember bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr ins Land.  © Jesús Hellín/Europa Press/dpa

Update, 2. Februar, 18.38 Uhr: Mehr als zehn Millionen Impfungen in Großbritannien

In Großbritannien sind mittlerweile mehr als zehn Millionen Corona-Impfdosen verabreicht worden. 9,65 Millionen Menschen haben eine erste Impfdosis erhalten, knapp 500.000 auch bereits die zweite, wie aus offiziellen Zahlen der Regierung von Dienstag hervorgeht. Damit hat fast jeder siebte Bürger in Großbritannien schon eine erste Impfdosis erhalten.

Bis Mitte Februar will die Regierung allen gefährdetesten Gruppen - das sind rund 15 Millionen Bürger - eine erste Corona-Impfung angeboten haben. Bei der Zahl der Erstgeimpften kommt Großbritannien schnell voran, da es die zweite Dosis auf zwölf Wochen nach der ersten verzögert - anders als etwa von Biontech/Pfizer empfohlen. Außerdem ist das Land weniger von Lieferproblemen betroffen als EU-Länder.

Update, 2. Februar, 18.34 Uhr: Merkel bittet Bürger: Müssen noch eine Weile durchhalten

Trotz sinkender Corona-Infektionszahlen macht Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) den Bürgern keine Hoffnung auf eine schnelle Lockerung der Beschränkungen. Sie bitte alle Menschen, "noch eine Weile durchzuhalten", sagte Merkel am Dienstag in der ARD-Sendung "Farbe bekennen".

Zwar gebe es jetzt bundesweit eine Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. "Das ist eine gute Leistung, da waren wir lange nicht. Aber damit haben wir noch nicht wieder die Kontrolle über das Virus durch die Gesundheitsämter." Daran müsse weiter gearbeitet werden, betonte Merkel. Lockerungen werde es aber nicht erst geben, wenn alle Bürger geimpft seien.

Update, 2. Februar, 18.27 Uhr: Merkel verteidigt Impfstrategie

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat für Verständnis für den Ablauf der Corona-Impfungen in Deutschland geworben. "Wir können keinen starren Impfplan machen", sagte Merkel am Dienstag in der ARD-Sendung "Farbe bekennen".

Die Hersteller hätten den Regierungschefs von Bund und Ländern bei dem Spitzengespräch zum Thema am Vortag erläutert, dass die Impfstoffe unter Hochdruck produziert würden und exakte Voraussagen über die genauen Mengen nicht lange im Voraus getroffen werden könnten. "Wir müssen das modellieren, wir müssen das dynamisch anpassen."

Wenn weitere Impfstoffe zugelassen würden, könne sich dieses Datum nach vorne verschieben. Es gebe aber auch Risiken: Wenn eine Virus-Mutation ein Impfstoff unwirksam machen würde, "würde die Sache anders ausschauen", so Merkel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) bekräftigte, dass bis zum Ende des Sommers jede und jeder in Deutschland ein Impfangebot erhalten soll.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) bekräftigte, dass bis zum Ende des Sommers jede und jeder in Deutschland ein Impfangebot erhalten soll.  © Hannibal Hanschke/Reuters-Pool/dpa

Update, 2. Februar, 17.59 Uhr: Sorge wegen besonders ansteckender Corona-Mutationen in Frankreich

In Frankreich wächst die Sorge vor der Verbreitung der besonders ansteckenden Coronavirus-Varianten. Erste Untersuchungen im Großraum Paris seien "nicht gut", warnte Rémy Salomon, Präsident der medizinischen Kommission beim Pariser Krankenhausbetreiber AP-HP, am Dienstag im Gespräch mit dem Sender Franceinfo. Die bisher getroffenen Maßnahmen reichten wahrscheinlich nicht aus.

"Ich verstehe, dass das eine schwierige Entscheidung ist", sagte er mit Blick auf einen erneuten Lockdown. Aber er habe Angst vor einer Beschleunigung der Epidemie und warnte vor einem exponentiellen Anstieg. Salomon plädierte etwa für eine Verlängerung der Winterschulferien. Das Bildungsministerium hatte zuletzt die Regeln für Vorschulen verschärft, um die Verbreitung der Mutationen einzudämmen.

Ein medizinischer Mitarbeiter des Bichat-Claude-Bernard-Krankenhaus in Paris schiebt einen Sarg zur Vorbereitung in einen Trauerraum, damit sich die Familie von ihrem Angehörigen verabschieden kann.
Ein medizinischer Mitarbeiter des Bichat-Claude-Bernard-Krankenhaus in Paris schiebt einen Sarg zur Vorbereitung in einen Trauerraum, damit sich die Familie von ihrem Angehörigen verabschieden kann.  © Joel Saget/AFP/dpa

Update, 2. Februar, 17.38 Uhr: Pakistan startet mit Corona-Impfungen

Pakistan hat am Dienstag mit seinem nationalen Impfprogramm gegen das Coronavirus begonnen. Die erste Dosis erhielt ein Arzt in der Hauptstadt Islamabad im Beisein von Premierminister Imran Khan. Das Fernsehen übertrug live.

In dem südasiatischen Land mit mehr als 220 Millionen Einwohnern werden zunächst Beschäftigte des Gesundheitswesens geimpft, gefolgt von älteren Menschen. Dazu waren am Montag etwa eine halbe Million Impfdosen des chinesischen Unternehmens Sinopharm mit einem Militärflugzeug aus Peking nach Pakistan gebracht worden. Das Land hat zudem 17 Millionen Impfdosen des Herstellers Astrazeneca bestellt, die im Lauf des Monats geliefert werden sollen.

Update, 2. Februar, 17.25 Uhr: Teenager liegt zehn Monate im Koma und verpasst Pandemie-Beginn

Ein englischer Teenager hat nach einem Unfall zehn Monate lang im Koma gelegen und dadurch den Ausbruch der Corona-Pandemie komplett verpasst. "Er wird nichts über diese Pandemie wissen, da er zehn Monate lang geschlafen hat", erzählte die Tante des 19-jährigen Joseph Flavill dem "Guardian" (Dienstag). Flavill war Anfang März 2020 von einem Auto angefahren worden und hatte eine traumatische Gehirnerkrankung erlitten.

Erst Ende des Jahres erwachte er aus dem Koma. "Seine Aufmerksamkeit fängt an, sich zu verbessern, aber wir wissen noch nicht, was er mitbekommt." Flavill war während seiner Genesung vom Unfall sogar zweimal selbst an Corona erkrankt, hatte sich beide Male wieder erholt.

Update, 2. Februar, 17.20 Uhr: Rekordspendensammler Captain Tom nach Corona-Infektion gestorben

Der 100 Jahre alte britische Rekordspendensammler Tom Moore (Captain Tom) ist tot. Das teilten seine Töchter Hannah und Lucy am Dienstag in einem Statement mit. Er hatte sich zuvor mit dem Coronavirus infiziert. Wegen Medikamenten, die er zur Behandlung einer Lungenentzündung erhalten hatte, war Moore nicht gegen Covid-19 geimpft worden.

Der 100 Jahre alte Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg hatte im vergangenen Jahr mit einem Spendenlauf knapp 32,8 Millionen britische Pfund (etwa 37 Millionen Euro) für den Nationalen Gesundheitsdienst NHS in der Corona-Pandemie gesammelt und hatte damit weltweite Berühmtheit erlangt. Er war dafür 100 Runden mit seinem Rollator durch seinen Hinterhof marschiert. Moore schaffte damit sogar einen neuen Guinness-Weltrekord für die höchste Summe, die bei einem Spendenlauf je zusammenkam.

Der Kriegsveteran Captain Tom Moore ist im Alter von 100 Jahren gestorben.
Der Kriegsveteran Captain Tom Moore ist im Alter von 100 Jahren gestorben.  © Joe Giddens/PA Wire/dpa

Update, 2. Februar, 17.08 Uhr: Hunderte Verstöße gegen Corona-Einreiseregeln

Die Bundespolizei hat innerhalb weniger Tage mehrere Hundert Verstöße gegen die verschärften Corona-Einreiseregeln festgestellt. Konkret geht es bei den Beschränkungen um Flüge aus Gebieten mit besonders hohen Inzidenzen, also Ansteckungsraten, sowie um Gebiete, in denen eine womöglich ansteckendere neue Variante des Coronavirus kursiert. Anders als bei Risikogebieten mit etwas weniger hohen Infektionsraten reicht ein Corona-Test nach der Einreise hier nicht aus.

Zwischen dem 24. Januar und dem 1. Februar seien bei 240 Flügen aus ausländischen Hochrisiko- und Virusvariantengebieten 940 Verstöße gegen die geltenden Regeln festgestellt worden, teilte die Bundespolizei am Dienstag in Potsdam mit. Den Angaben zufolge kamen 276 Passagiere aus Gebieten mit besonders hohen Infektionszahlen an, die keine korrekte Einreiseanmeldung vorweisen konnten. In weiteren 373 Fällen fehlte bei Einreisenden aus dieser Gruppe der notwendige aktuelle negative Corona-Test.

Update, 2. Februar, 16.31 Uhr: Senioren-Union kritisiert Impftermin-Chaos: endlose Warteschleifen

Die Senioren-Union der CDU prangert "Chaos bei der Terminvergabe für die Corona-Impfungen" an und fordert Konsequenzen. "Die Fehler mit endlosen Warteschleifen und tagelangen Telefonversuchen der Älteren bei der Hotline dürfen sich nicht wiederholen", sagte der Bundesvorsitzende, Otto Wulff, am Dienstag in Berlin.

Welche Gruppen zuerst geimpft werden sollen, ist zwar bundeseinheitlich geregelt. Für die Vergabe der Termine haben die einzelnen Bundesländer aber unterschiedliche Verfahren gewählt - einige setzen etwa auf Hotlines und Online-Anmeldungen, andere verschicken Einladungsbriefe per Post.

Für die Brustkrebs-Vorsorge würden Millionen von Frauen mit konkreten Terminen angeschrieben - "das muss doch auch bei der Corona-Impfung möglich sein", sagte Wulff.

Update, 2. Februar, 16.26 Uhr: Berlin führt Maskenpflicht im Auto ein

In Berlin gilt künftig auch eine Maskenpflicht im Auto. Ausgenommen sind der Fahrer und bei Fahrten im privaten Pkw die Mitglieder des eigenen Haushalts.

Was der Berliner Senat diesbezüglich am Dienstag noch beschlossen hat, lest Ihr im Bericht "Erstes Bundesland führt Maskenpflicht im Auto ein".

Berlin führt eine Maskenpflicht im Auto ein. (Symbolbild)
Berlin führt eine Maskenpflicht im Auto ein. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update, 2. Februar, 16.07 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus allen Bundesländern

In der folgenden Grafik sind die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Bundesländer in Deutschland zu sehen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 2. Februar, 0 Uhr. Einzelne Bundesländer können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Thüringen weist mit 156,6 derzeit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland auf.
Thüringen weist mit 156,6 derzeit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland auf.  © TAG24

Update, 2. Februar, 16 Uhr: Boris Palmer fordert Curevac-Notzulassung

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (48, Grüne) setzt sich dafür ein, dass der Impfstoff des Tübinger Unternehmens Curevac per Notfallzulassung auf den Markt kommt.

Wegen der Impfstoff-Knappheit sei eine rasche Genehmigung des Impfstoffs des Tübinger Bio-Pharma-Unternehmens nötig. Mehr zu diesem Thema lest Ihr im Bericht "Boris Palmer fordert Notzulassung für Curevac-Impfstoff".

Boris Palmer (48, Grüne) fordert eine Notzulassung für den Curevac-Impfstoff.
Boris Palmer (48, Grüne) fordert eine Notzulassung für den Curevac-Impfstoff.  © Tom Weller/dpa

Update, 2. Februar, 15.46 Uhr: Sachsen-Anhalt will Schulbetrieb ab März wieder hochfahren

Nach wochenlangem coronabedingten Notbetrieb will Sachsen-Anhalt den Schulbetrieb im März wieder hochfahren. Das kündigte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung an.

In allen Kreisen, in denen in der letzten Schulwoche durchgängig Werte von weniger als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern und Woche gemeldet werden, soll es für Grundschüler wieder täglichen Unterricht in festen Gruppen geben. Dabei wird die Präsenzpflicht jedoch aufgehoben. Ältere Jahrgänge werden aufgeteilt und sollen abwechselnd in der Schule und zuhause lernen. Zudem will das Land an den Terminen für die Abschlussprüfungen an den Schulen festhalten.

Update, 2. Februar, 15.22 Uhr: Deutschland Vorreiter bei Hilfe für Corona-Hotspot Portugal

Deutschland ist das erste Land, das dem von der Corona-Pandemie schwer getroffenen Portugal ab Mittwoch praktische Hilfe zukommen lässt. Zwar hätten auch Österreich, Luxemburg und Spanien ihre Unterstützung angeboten, aber mit diesen Ländern liefen noch die Planungen und Abstimmungen, berichtete die Zeitung "Público" am Dienstag.

Von Deutschland aus sollen am Mittwoch zwei Flugzeuge der Bundeswehr mit einem Hilfsteam und Material in das EU-Land am südwestlichen Rand Europas fliegen. Unter den 26 Soldaten und Soldatinnen sind acht Ärzte, wie die Bundeswehr mitteilte.

Die Luftwaffe fliegt Soldaten von Wunstorf zur Corona-Hilfe nach Portugal. (Archiv)
Die Luftwaffe fliegt Soldaten von Wunstorf zur Corona-Hilfe nach Portugal. (Archiv)  © Christophe Gateau/dpa

Update, 2. Februar, 15.12 Uhr: Schweizer Kantone helfen Schnell-Impfern aus der Patsche

Acht Schweizer Kantone sind von den Lieferengpässen bei dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer auf dem falschen Fuß erwischt worden. Sie hatten mehr als die Hälfte der verfügbaren Dosen verabreicht und liefen plötzlich Gefahr, für die zweite innerhalb von etwa drei Wochen nötige Impfdosis pro Person keinen Stoff mehr zu haben.

Jetzt helfen Kantone, die mit ihrem Impfprogramm nur gemächlich vorankamen: sie stellen einen Teil ihrer noch nicht genutzten Dosen zur Verfügung, teilte die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) am Dienstag mit. Es fehlten rund 5000 Dosen in acht Kantonen.

Update, 2. Februar, 15.01 Uhr: Berichte: Epidemische Notlage könnte bis Juni verlängert werden

Die Bundesregierung strebt nach Medienberichten an, bis in den Juni hinein den Status einer sogenannten epidemischen Lage von nationaler Tragweite aufrecht zu erhalten und dies per Bundestagsbeschluss entsprechend verlängern zu lassen.

Wie das "Handelsblatt" und das Nachrichtenportal "The Pioneer" berichten, sieht das ein entsprechender Entwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium vor. Der Schritt ist laut Infektionsschutzgesetz Grundlage für Corona-Schutzmaßnahmen und Sonderbefugnisse zum Beispiel der Regierung, um im Kampf gegen die Corona-Pandemie Rechtsverordnungen zu erlassen, ohne dass der Bundesrat zustimmen muss. Das können etwa Reiseregeln oder Testvorgaben sein.

Um im Kampf gegen die Corona-Pandemie Rechtsverordnungen zu erlassen, ohne dass der Bundesrat zustimmen muss, könnte die epidemische Lage bis Juni verlängert werden. Das könnte beispielsweise auch das Tragen von medizinischen Masken in bestimmten Einrichtungen betreffen.
Um im Kampf gegen die Corona-Pandemie Rechtsverordnungen zu erlassen, ohne dass der Bundesrat zustimmen muss, könnte die epidemische Lage bis Juni verlängert werden. Das könnte beispielsweise auch das Tragen von medizinischen Masken in bestimmten Einrichtungen betreffen.  © Matthias Balk/dpa

Update, 2. Februar, 14.57 Uhr: Impfstoff-Ausfuhr nach Großbritannien und Kanada genehmigt

Über das neue EU-System zur Überwachung des Handels mit Corona-Impfstoffen sind in den ersten Tagen noch keine Ausfuhren in Länder außerhalb der Europäischen Union verboten worden. Wie eine Sprecherin der EU-Kommission mitteilte, wurden zunächst zwei Genehmigungen für Impfstofflieferungen nach Großbritannien und Kanada beantragt, die dann auch erteilt wurden.

Auf die Frage, wie viele Impfstoffdosen in die beiden Länder ausgeführt werden dürfen und von wem sie hergestellt wurden, gab es keine Antwort. Als Produzenten kommen vor allem AstraZeneca, Moderna und Pfizer/Biontech in Frage.

In der EU wird der Export von Corona-Impfstoffen seit Samstag streng überwacht. Pharmakonzerne, die auch mit der EU Lieferverträge geschlossen haben, müssen nach einer Verordnung Ausfuhrgenehmigungen für in der EU produzierte Impfstoffe beantragen. Wenn Hersteller die EU bei Liefermengen unrechtmäßig benachteiligen, könnten Genehmigungen verweigert werden.

Update, 2. Februar, 14.53 Uhr: Thüringen beschließt fünf Tage längeren Lockdown

Thüringens Landesregierung hat die im Freistaat geltenden Lockdown-Regeln um fünf Tage verlängert. Das Kabinett habe in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen, die derzeit geltende Corona-Verordnung bis zum 19. Februar in Kraft zu lassen, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag in Erfurt.

Eine Sprecherin des Thüringer Gesundheitsministeriums und ein Sprecher des Bildungsministeriums erklärten, damit blieben alle derzeit geltenden Lockdown-Regeln bis mindestens zu diesem Tag in Kraft. Mehr dazu lest Ihr im Artikel "Thüringen verlängert Lockdown über 14. Februar hinaus!"

Blick auf eine nahezu menschenleere Einkaufsstraße in Erfurt. In Thüringen wird der Lockdown um mehrere Tage verlängert.
Blick auf eine nahezu menschenleere Einkaufsstraße in Erfurt. In Thüringen wird der Lockdown um mehrere Tage verlängert.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 2. Februar, 14.49 Uhr: Pfizer rechnet mit 15 Milliarden Dollar Umsatz durch Corona-Vakzin

Der US-Pharmakonzern Pfizer erhofft sich von dem gemeinsamen Corona-Impfstoff mit Biontech im laufenden Jahr noch mehr Schub als bisher gedacht. Die Amerikaner hoben am Dienstag ihre Ziele für 2021 weiter an. Grund seien die überarbeiteten Annahmen für das Vakzin, teilte Pfizer zur Vorlage seiner Jahreszahlen 2020 in New York mit.

Im vergangenen Jahr hatte Pfizer seinen Umsatz um zwei Prozent auf 41,9 Milliarden Dollar gesteigert. 2021 erwartet das Management einen Umsatzsprung auf 59,4 bis 61,4 Milliarden Dollar - dies wären bis zu rund 47 Prozent Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Dabei soll allein der Corona-Impfstoff BNT162b2 (Markenname: Comirnaty) rund 15 Milliarden Dollar in die Kassen spülen, also rund ein Viertel der Gesamtumsätze.

Unter dem Strich verdiente Pfizer im vergangenen Jahr rund 9,6 Milliarden Dollar - das waren rund 41 Prozent weniger als 2019. Allerdings hatte der Konzern damals von einem Einmalgewinn bei der Einbringung seines Konsumentengeschäfts in ein Gemeinschaftsunternehmen mit GlaxoSmithKline profitiert.

Update, 2. Februar, 14.46 Uhr: London: EU hat mit Impfstoffstreit Vertrauen untergraben

Nach dem Impfstoffstreit hat Großbritannien die EU scharf kritisiert. "Vetrauen wurde untergraben, Schaden angerichtet, und dringende Handlungen sind notwendig", sagte der britische Staatsminister Michael Gove am Dienstag im Parlament in London. Die EU-Kommission habe einen schweren Fehler gemacht.

Gove kündigte an, er werde sich an diesem Mittwoch mit EU-Vizekommissionspräsident Maros Sefcovic treffen und auch Gespräche mit der nordirischen Regierungsspitze führen.

Die EU hatte als Reaktion auf Lieferkürzungen des britisch-schwedischen Impfstoffherstellers Astrazeneca angekündigt, künftig stärker zu überwachen, wohin wie viel Impfstoff exportiert wird.

Update, 2. Februar, 14.40 Uhr: Müller hält Debatte um Corona-Lockerungen für verfrüht

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) hält eine Debatte um mögliche Lockerungen in der Corona-Krise für verfrüht. "Ich bin da im Moment sehr zurückhaltend", sagte der SPD-Politiker am Dienstag nach einer Senatssitzung. Zwar freue er sich über sinkende Infektionszahlen und eine leichte Entlastung der Intensivstationen. "Aber das ist immer noch auf zu hohem Niveau."

Der amtierende Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) erinnerte daran, dass eine Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche Richtlinie für die bundesweiten Maßnahmen im Lockdown sei.

"Wir haben in Berlin eine 30er Inzidenz beschlossen als Warnlinie. Und sind jetzt bei gut 80", sagte Michael Müller (56, SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin. Und weiter: "Das heißt, ich kann im Moment noch nicht guten Gewissens von Öffnungsszenarien reden und von Lockerungen, weil wir noch einen Weg vor uns haben."
"Wir haben in Berlin eine 30er Inzidenz beschlossen als Warnlinie. Und sind jetzt bei gut 80", sagte Michael Müller (56, SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin. Und weiter: "Das heißt, ich kann im Moment noch nicht guten Gewissens von Öffnungsszenarien reden und von Lockerungen, weil wir noch einen Weg vor uns haben."  © Hannibal Hanschke/Reuters-Pool/dpa

Update, 2. Februar, 14.35 Uhr: Sorge wegen Mutation der britischen Coronavirus-Variante

Mit Sorge haben britische Wissenschaftler auf eine Mutation der zunächst in England entdeckten Variante des Coronavirus reagiert. Ein Bericht der Gesundheitsbehörde Public Health England habe ergeben, dass die E484K genannte Mutation spontan in einer Handvoll Fälle aufgetaucht sei, meldete die Nachrichtenagentur PA am Dienstag.

"Dies deutet darauf hin, dass die britische Variante nun selbstständig die E484K-Änderung entwickelt", sagte Jonathan Stoye vom Francis Crick Institute. Nach Informationen des Senders Sky News waren 11 von 200.000 Proben betroffen. Die Mutante war zuvor bereits in der Variante aus Südafrika festgestellt worden.

n einer Untersuchung hatten die Impfstoffproduzenten Pfizer und Biontech festgestellt, dass Geimpfte gegen die Variante aus Südafrika offenbar eine etwas schwächere Immunantwort aufbauen. Dies führe aber "vermutlich nicht zu einer signifikant verringerten Wirksamkeit des Impfstoffs". Laboruntersuchungen hätten gezeigt, dass Antikörper weniger in der Lage seien, an Spike-Proteine mit E484K-Mutation zu binden, meldete PA.

Update, 2. Februar, 14.30 Uhr: CureVac beschafft sich 450 Millionen US-Dollar aus Kapitalerhöhung

Das Tübinger Bio-Pharma-Unternehmen CureVac hat bei einer Kapitalerhöhung 450 Millionen US-Dollar erlöst. Ausgegeben wurden fünf Millionen Aktien zum Ausgabepreis von je 90 Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

CureVac ist seit August 2020 an der New Yorker Nasdaq notiert. Der Pharmariese Bayer und CureVac gaben am Montag bekannt, dass sie eine bereits Anfang Januar geschlossene Kooperation erweitert haben. 2022 will Bayer 160 Millionen Dosen herstellen, im zweiten Jahr mehr. Angestrebt wird der Start schon Ende 2021.

Der Impfstoff wird von CureVac derzeit noch entwickelt. Es basiert wie die Impfstoffe von Biontech und Moderna auf sogenannter "messenger RNA" (Boten-RNA). CureVac hofft durch die Kooperation mit Bayer, seinen Corona-Impfstoff noch in diesem Sommer einsetzen zu können.

Tübingen: Das Logo des Biotech-Unternehmen CureVac steht an der Unternehmenszentrale.
Tübingen: Das Logo des Biotech-Unternehmen CureVac steht an der Unternehmenszentrale.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 2. Februar, 14.21 Uhr: Mehr Details zu russischem Corona-Impfstoff: Hohe Wirksamkeit

Nach Kritik an fehlenden belastbaren Studien haben russische Forscher weitere Details zu dem Corona-Impfstoff Sputnik V veröffentlicht. Demnach hat das Vakzin eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Die Ergebnisse wurden am Dienstag im medizinischen Fachblatt "The Lancet" publiziert.

Russland strebt eine Registrierung in der EU an. In mehr als 15 Ländern wird der Impfstoff mittlerweile im Kampf gegen Corona eingesetzt. Mehr zu diesem Thema lest Ihr in unserem Beitrag "Neue Studie zu russischem Corona-Impfstoff 'Sputnik V' zeigt hohe Wirksamkeit".

Argentinien, Firmat: Eine Person zeigt ein Fläschchen mit dem Impfstoff Sputnik V.
Argentinien, Firmat: Eine Person zeigt ein Fläschchen mit dem Impfstoff Sputnik V.  © Patricio Murphy/ZUMA Wire/dpa

Update, 2. Februar, 14.07 Uhr: Labore haben ersten Überblick über Corona-Varianten in Deutschland

Die Labore in Deutschland haben nach Zehntausenden Testungen einen ersten Überblick über die Ausbreitung von Corona-Varianten hierzulande. "Was hier durchs Land schwirrt, ist im einstelligen Prozentbereich", sagte der Laborbetreiber Evangelos Kotsopoulos am Dienstag bei einem Pressegespräch des Verbands der Akkreditierten Labore in der Medizin.

Er betonte aber, dass erst seit einer guten Woche gezielt getestet werde und die Zahlen bisher meist aus der Cluster-Nachverfolgung stammten. Sprich: Die Menschen in den Infektionsherden können sich gegenseitig mit mutierten Virus-Varianten infizieren, weswegen eine statistische Verzerrung wahrscheinlich ist.

Update, 2. Februar, 13.58 Uhr: Nano-Aufnahmen der Uni Bielefeld zeigen Coronaviren an Zelle

Neue Mikroskop-Aufnahmen aus Deutschland zeigen das Coronavirus beim Austritt aus einer befallenen Zelle. Die Bilder seien mit einem Heliumionen-Mikroskop gelungen, teilte die Uni Bielefeld am Dienstag mit.

Die Aufnahmen von Affenzellen wurden im Rahmen einer Studie im Fachmagazin "Beilstein Journal of Nanotechnology" veröffentlicht. "Die Studie zeigt, dass das Heliumionen-Mikroskop geeignet ist, um Coronaviren abzubilden – und zwar so genau, dass sich das Zusammenspiel von Viren und Wirtszelle beobachten lässt", sagte demnach Erstautorin Natalie Frese.

Eine mit SARS-CoV-2-infizierte Nierenzelle unter dem Heliumionen-Mikroskop (ausschnittsweise Vergrößerung von links nach rechts, ein einzelnes Virus ist etwa 100 Nanometer groß): Die Aufnahmen weisen darauf hin, dass manche Coronaviren beim Austritt aus der Zelle nur lose aufliegen, während andere Viren an die Zelle gebunden sind.
Eine mit SARS-CoV-2-infizierte Nierenzelle unter dem Heliumionen-Mikroskop (ausschnittsweise Vergrößerung von links nach rechts, ein einzelnes Virus ist etwa 100 Nanometer groß): Die Aufnahmen weisen darauf hin, dass manche Coronaviren beim Austritt aus der Zelle nur lose aufliegen, während andere Viren an die Zelle gebunden sind.  © Natalie Frese/Universität Bielefeld/dpa

Update, 2. Februar, 13.19 Uhr: Neuer Corona-Ausbruch in Vietnam: Britische Variante nachgewiesen

Bei dem seit Monaten ersten größeren Corona-Ausbruch in Vietnam ist Behörden zufolge die ansteckendere, zunächst in Großbritannien festgestellte Variante des Erregers nachgewiesen worden.

Bei zwölf von insgesamt 276 Patienten mit bestätigter Coronavirus-Infektion sei eine Genom-Sequenzierung durchgeführt und die Mutation festgestellt worden, teilte am Dienstag Gesundheitsminister Nguyen Thanh Long mit.

Elf davon traten demnach in einer Fabrik mit Tausenden Angestellten in der nördlichen Provinz Hai Duong auf. Bei dem zwölften Fall handelte es sich um einen Rückkehrer aus dem Gebiet. Der Ursprung der Übertragungen wird noch ermittelt, wie die Zeitung "VnExpress" unter Berufung auf Behörden berichtete.

Bisher war das Land am Mekong dank extrem strikter Maßnahmen glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen: Offiziell wurden etwa 1851 Infektionen und 35 Tote verzeichnet.

Hanoi: Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens nimmt für einen Corona-Test eine Abstrichprobe von einem Sicherheitsbeamten am Veranstaltungsort des Kongresses der Kommunistischen Partei.
Hanoi: Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens nimmt für einen Corona-Test eine Abstrichprobe von einem Sicherheitsbeamten am Veranstaltungsort des Kongresses der Kommunistischen Partei.  © Hau Dinh/AP/dpa

Update, 2. Februar, 13 Uhr: Kretschmann dämpft Hoffnung auf Lockerung des Corona-Lockdowns

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) hat Hoffnungen auf eine Lockerung des harten Corona-Lockdowns nach dem 14. Februar gedämpft. Öffnungen könne es nur geben, wenn der Inzidenzwert auf unter 50 falle, sagte der Regierungschef am Dienstag in Stuttgart. "Wenn wir in deren Nähe nicht kommen, wird das eher zu Verlängerungen führen."

Nächste Woche Mittwoch wollen die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber sprechen, ob der seit dem 16. Dezember geltende Lockdown mit vielen geschlossenen Geschäften und Schulen sowie Kitas im Notbetrieb über den 14. Februar hinaus verlängert wird.

Winfried Kretschmann bei der Regierungs-Pressekonferenz im Bürger- und Medienzentrum des Stuttgarter Landtags.
Winfried Kretschmann bei der Regierungs-Pressekonferenz im Bürger- und Medienzentrum des Stuttgarter Landtags.  © Marijan Murat/dpa

Update, 2. Februar, 12.53 Uhr: Hunderte Verstöße gegen Corona-Einreiseregeln

Die Bundespolizei hat innerhalb weniger Tage mehrere Hundert Verstöße gegen die verschärften Corona-Einreiseregeln festgestellt. Zwischen dem 24. und dem 31. Januar seien bei 215 Flügen aus ausländischen Hochrisiko- und Virusvariantengebieten 802 Verstöße gegen die geltenden Regeln festgestellt worden, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums am Dienstag in Berlin.

Den Angaben zufolge kamen 309 Passagiere an, die vorab keine digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt hatten. In 493 Fällen fehlte der aktuelle negative Corona-Test.

Konkret geht es um Flüge aus Gebieten mit besonders hohen Inzidenzen, also Ansteckungsraten, und um Gebiete, in denen eine womöglich ansteckendere neue Variante des Coronavirus kursiert. Anders als bei Risikogebieten mit etwas weniger hohen Infektionsraten reicht ein Corona-Test nach der Einreise hier nicht aus.

Update, 2. Februar, 12 Uhr: 17.000 Tote mehr in Tschechien im vergangenen Jahr

Im Corona-Krisenjahr 2020 ist die Zahl der Todesfälle in Tschechien deutlich gestiegen. Insgesamt starben mehr als 129.000 Menschen, knapp 17.000 mehr als ein Jahr zuvor, wie die nationale Statistikbehörde am Dienstag in Prag mitteilte.

"Eine solch markante Veränderung von einem Jahr zum nächsten ist in unserer Geschichte seit dem Jahr 1950 ganz außergewöhnlich", teilte der Leiter der Behörde, Marek Rojicek, mit. Zu den Todesursachen machte die Statistikbehörde keine Angaben.

Update, 2. Februar, 11.48 Uhr: Nächstes Bund-Länder-Treffen zu Corona am 10. Februar

Bund und Länder wollen am 10. Februar über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Das aktuelle Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlin, bestätigte den Termin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Im Mittelpunkt der Schaltkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) wird die Frage stehen, ob der seit 16. Dezember geltende harte Lockdown mit vielen geschlossenen Geschäften und Schulen sowie Kitas im Notbetrieb über den 14. Februar hinaus verlängert wird. Zudem soll bis zu dem Treffen ein "nationaler Impfplan" vorliegen, um mehr Berechenbarkeit und Verlässlichkeit bei den Impfstofflieferungen zu erreichen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht neben Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern und Vorsitzender der CSU, auf einer Pressekonferenz.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht neben Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern und Vorsitzender der CSU, auf einer Pressekonferenz.  © Hannibal Hanschke/Reuters-Pool/dpa

Update, 2. Februar, 11.02 Uhr: Rund 131.000 Corona-Neuinfektionen in den USA

In den USA sind binnen 24 Stunden rund 131.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gezählt worden. Das sind rund 20.000 weniger als am gleichen Tag der Vorwoche, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Dienstagmorgen (MEZ) hervorging.

Zudem starben am selben Tag 1881 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Virus. Der bisherige Höchstwert war am 12. Januar mit 4466 Toten binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Der bisherige Tagesrekord an Neuinfektionen wurde am 2. Januar mit 300.282 neuen Fällen gemeldet.

Waco: Studenten der Baylor Universität warten in einer Schlange vor einem Testzentrum auf dem Campus, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen.
Waco: Studenten der Baylor Universität warten in einer Schlange vor einem Testzentrum auf dem Campus, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen.  © Jerry Larson/Waco Tribune-Herald/AP/dpa

Update, 2. Februar, 10.29 Uhr: Weniger Schüler wiederholten im vergangenen Schuljahr Klassenstufe

Rund 143.600 Schülerinnen und Schüler haben im vergangenen Schuljahr die Klassenstufe wiederholt. Sie waren im Sommer 2019 nicht versetzt worden oder entschieden sich freiwillig für den Schritt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Die Zahl bezieht sich auf allgemeinbildende Schulen. Der Anteil der Wiederholer betrug den Angaben zufolge 2,3 Prozent. Vor 20 Jahren, 1999, habe er noch 2,8 Prozent betragen.

Welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf den positiven Trend haben wird, sei noch nicht bekannt, erklärte das Bundesamt. Im vergangenen Jahr hätten die Bundesländer unterschiedliche Regelungen zur Versetzung gefunden.

Update, 2. Februar, 9.27 Uhr: Japan verlängert Notstand für Großraum Tokio

Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga will den Corona-Notstand für den Großraum Tokio und weitere Präfekturen um einen Monat verlängern.

Der zunächst bis 7. Februar verhängte Notstand für Tokio und die umliegenden Präfekturen Kanagawa, Chiba und Saitama sowie für die Präfekturen Aichi, Gifu, Osaka, Kyoto, Hyogo und Fukuoka solle bis zum 7. März dauern, kündigte Suga am Dienstag - keine sechs Monate vor den in Tokio geplanten Olympischen Spielen - laut Medien im Parlament an. Nur in Tochigi wird er am 7. Februar aufgehoben.

Zwar ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt gesunken, doch die Lage in den Krankenhäusern bleibt wegen der weiterhin hohen Zahl an schwer Erkrankten angespannt. Zu Wochenbeginn lagen 975 Patienten auf den Intensivstationen, 133 allein in Tokio.

Ein Lockdown ist der Notstand nicht: Restaurants und Bars sollen ab 19.00 Uhr keinen Alkohol ausschenken und schon um 20.00 Uhr schließen. Die Bürger sind aufgerufen, zu Hause zu bleiben und vor allem nicht nach 20.00 Uhr auszugehen.

Passanten tragen Schutzmasken und gehen einen Bürgersteig in Tokio entlang.
Passanten tragen Schutzmasken und gehen einen Bürgersteig in Tokio entlang.  © Koji Sasahara/AP/dpa

Update, 2. Februar, 8.53 Uhr: Habeck: Ergebnisse des Impfgipfels "nicht befriedigend"

Aus Sicht von Grünen-Chef Robert Habeck hat der Impfgipfel seine Erwartungen nicht erfüllt. "Das Erwartungsmanagement ist in den Keller gefahren worden", sagte Habeck am Dienstag im ARD-Morgenmagazin.

Ein Impfgipfel solle eigentlich eine Strategie erklären. Stattdessen sei lediglich eine Strategie angekündigt worden. "Und ich glaube nicht, dass das befriedigend ist." Habeck betonte, er hätte sich angesichts der öffentlichen Erwartung an den Gipfel im Vorfeld schon mehr Transparenz über die Ziele der Zusammenkunft gewünscht.

"Das verstehe ich auch handwerklich nicht, dass man sich trifft (...) und sagt: Beim nächsten Mal schaffen wir die Faktenlage."

Update, 2. Februar, 6.38 Uhr: Amazonas-Metropole Manaus erhält Hilfslieferungen der WHO

Nach dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems in Manaus haben die brasilianische Amazonas-Metropole und der Bundesstaat Amazonas Corona-Hilfe von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekommen.

In der vergangenen Woche seien 45 Sauerstoff-Zylinder gespendet worden, hieß es in einer Mitteilung der Pan-Amerikanischen Gesundheitsorganisation (Paho) am Montag.

Zu der Lieferung gehörten demnach auch 1500 Thermometer zur Temperatur-Messung von Covid-19-Patienten und 4600 Oximeter, die dabei helfen, den Gesundheitszustand eines Patienten zu bestimmen. Zudem wurden 60.000 Schnelltests zur Diagnose von Covid-19 in Aussicht gestellt.

Manaus: Zahlreiche Menschen stehen neben ihren Sauerstoffflaschen vor einem Sauerstoff-Lieferanten. Wegen der vielen Covid-19-Patienten fehlt den Kliniken der Millionenstadt Sauerstoff.
Manaus: Zahlreiche Menschen stehen neben ihren Sauerstoffflaschen vor einem Sauerstoff-Lieferanten. Wegen der vielen Covid-19-Patienten fehlt den Kliniken der Millionenstadt Sauerstoff.  © Michel Melo/dpa

Update, 2. Februar, 6.25 Uhr: Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln in den USA in Kraft

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ist in den USA eine landesweite Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln in Kraft getreten. An Bord von Flugzeugen, Schiffen, Fähren, Zügen, U-Bahnen, Bussen, Taxis und ähnlichen Verkehrsmitteln muss seit kurz vor Mitternacht (23.59 Ohr Ortszeit US-Ostküste/5.59 Uhr MEZ am Dienstag) ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wie die Gesundheitsbehörde CDC verfügte.

Die Maskenpflicht gilt auch an Verkehrsknotenpunkten wie zum Beispiel Flughäfen, Bahnhöfen oder Häfen. Verkehrsunternehmen dürfen demnach nur Personen transportierten, die der Maskenpflicht Folge leisteten.

Update, 2. Februar, 6.04 Uhr: 6114 Corona-Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 6114 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 861 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervorgeht.

Vor genau einer Woche hatte das RKI 6412 Neuinfektionen und 903 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Bayern, Gauting: Ein Covid-19-Patient liegt in einem isoliertem Intensivbett-Zimmer in der Asklepios Klinik.
Bayern, Gauting: Ein Covid-19-Patient liegt in einem isoliertem Intensivbett-Zimmer in der Asklepios Klinik.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 2. Februar, 4.35 Uhr: Nachfrage nach Ferienimmobilien steigt in der Corona-Krise

Ferienimmobilien in Deutschland sind in der Corona-Krise begehrt. Noch mehr Menschen als vor der Pandemie schätzten eigene Zweitwohnungen oder -Häuser für den Urlaub oder als Rückzugsort, berichten Immobilienmakler.

"Die Nachfrage nach Ferienimmobilien ist definitiv höher als vor der Krise", sagt Daniel Ritter, geschäftsführender Gesellschafter beim Makler von Poll Immobilien. "Der Wunsch, aus der Stadt in die Natur zu entfliehen und Kontakten aus dem Weg gehen zu können, hat sich noch verstärkt."

Die Preise beispielsweise für die begehrten Ferienwohnungen auf den Nordseeinseln, die schon vor der Pandemie 10.000 Euro je Quadratmeter und mehr kosteten, seien 2020 nochmals um rund 20 Prozent gestiegen. Im Vordergrund stehe die Eigennutzung, nicht das Vermieten.

Update, 2. Februar, 3.10 Uhr: NBA-Profi über Corona: "Empfehle dringend, nicht krank zu werden"

Basketball-Nationalspieler Moritz Wagner (23) hat erstmals über seine Corona-Infektion gesprochen und die Zeit in Quarantäne im Januar als ziemlich unangenehm empfunden.

"Ich empfehle dringend, nicht krank zu werden, weil es nervt. Die erste Woche ist offensichtlich hart, weil du krank bist, und dann hast du das hinter dir und versuchst einfach irgendwie aus dem Haus zu kommen", berichtete der NBA-Profi der Washington Wizards am Montag.

"Ich bin ein Typ, der sich bewegen muss. Also bin ich tatsächlich aufs Dach und dort Runden gerannt wie ein Verrückter, einfach nur, um etwas Bewegung zu bekommen."

Update, 1. Februar, 20.40 Uhr: Merkel: Corona-Impfungen könnten noch über Jahre hinweg nötig sein

Impfungen zur Eindämmung des Coronavirus könnten nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) noch über Jahre hinweg nötig sein.

"Es kann sein, dass wir noch viele Jahre impfen müssen. So ähnlich wie beim Grippeimpfstoff, wo man jedes Mal die neue Mutation des Virus wieder verimpft", sagte Merkel am Montag in Berlin nach einem Spitzengespräch zum Impfen. "Wenn sich dieses Virus weiter verändert, haben wir noch ein Problem", fügte sie hinzu.

Merkel sagte, eine absolute Gewissheit könne es auch beim Thema Impfungen nicht geben. "Wenn zum Beispiel eine Mutante auftritt, auf die der Impfstoff nicht wirkt, dann fangen wir wieder von vorne an."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlässt ihre Pressekonferenz.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlässt ihre Pressekonferenz.  © Hannibal Hanschke/Reuters-Pool/dpa

Update, 1. Februar, 19.49 Uhr: Biontech will 2021 zwei Milliarden Dosen seines Vakzins herstellen

Der Impfstoffhersteller Biontech will 2021 zwei Milliarden Dosen seines Vakzins herstellen und damit die bisher erwartete Produktion von 1,3 Milliarden Dosen um mehr als 50 Prozent steigern.

"Wir sind auf dem richtigen Weg, unsere Produktionskapazitäten zu erweitern", teilte das Unternehmen am Montag in Mainz mit. Die Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs seien erfolgreich abgeschlossen worden. "Nun sind wir zurück im eigentlichen Zeitplan für die Lieferung von Impfstoffdosen an die Europäische Union."

Pfizer und Biontech würden weiter an erhöhten Liefermengen arbeiten - von der Woche des 15. Februar an. Man wolle sicherzustellen, dass man im ersten Quartal die Menge an Impfstoffdosen erfülle, auf die man sich vertraglich verpflichtet habe - und im zweiten Quartal bis zu 75 Millionen weitere Dosen an die Europäische Union liefern können.

Das Biontech-Werk im hessischen Marburg habe eine Lizenz erhalten und wolle im Februar die Produktion aufnehmen.

Update, 1. Februar, 19.30 Uhr: Bund und Länder beraten sich im Corona-Impfgipfel

Nach dem schleppenden Start der Corona-Impfungen in Deutschland kommt mehr dringend erhoffter Nachschub in Sicht. Bis zum Sommer sollen die Liefermengen deutlich anziehen, wie aus einer neuen Schätzung des Gesundheitsministeriums hervorgeht, die am Montag zu einem "Impfgipfel" von Bund und Ländern in Berlin bekannt wurde.

Der Pharmariese Bayer kündigte den Einstieg in die Produktion eines Impfstoffes an, den das Tübinger Unternehmen Curevac entwickelt. Für den jetzt zugelassenen dritten Impfstoff des Herstellers Astrazeneca soll die Impfverordnung geändert werden - das Präparat sollen vorrangig Erwachsene bis 64 Jahre bekommen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder berieten am Montag per Videokonferenz über den Stand der Impfungen, die vor gut einem Monat angelaufen sind. Angesichts knapper Mengen, teils unsicherer Lieferungen und oft überlasteter Telefon-Hotlines für Impftermine hat sich massive Kritik aufgestaut. Länder und Kommunen fordern mehr Zuverlässigkeit bei Lieferangaben, damit die regionalen Impfzentren vor Ort besser planen können.

Am "Impfgipfel" nahmen auch die Pharmabranche und die EU-Kommission teil. Mit dabei waren unter anderem Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides und Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton sowie Vertreter der Firmen Biontech, Pfizer, Curevac, IDT, Moderna, Astrazeneca, Johnson&Johnson, Sanofi, Bayer und Schott.

Polizeifahrzeuge stehen vor dem beleuchteten Bundeskanzleramt.
Polizeifahrzeuge stehen vor dem beleuchteten Bundeskanzleramt.  © Dorothee Barth/dpa

Update, 1. Februar, 18.40 Uhr: ProSieben: Super-Bowl-Übertragung aus dem Homeoffice

Die Super-Bowl-Übertragung des TV-Senders ProSieben wird wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie komplett in Deutschland produziert. "Wir mussten leider die traurige Entscheidung treffen", sagte Sportchef Alexander Rösner am Montag in einer Video-Sendung.

"Wir haben die ganze Saison vom Home-Office gemacht", erklärte Rösner. Das habe gut geklappt. Moderator Jan Stecker versprach im Studio in Unterföhring: "Wir werden von hier aus eine Riesenshow machen."

Die Berichterstattung vor dem Spiel der Tampa Bay Buccaneers gegen Titelverteidiger Kansas City Chiefs beginnt am kommenden Sonntag um 22.40 Uhr, die Partie am Montag ein halbe Stunde nach Mitternacht.

Update, 1. Februar, 18.34 Uhr: Österreich lockert Anti-Corona-Maßnahmen - Handel ab 8. Februar auf

Unter dem Druck der Wirtschaft und vieler Bürger öffnet Österreich nach sechs Wochen Lockdown ab 8. Februar wieder alle Geschäfte. Es gelten aber verschärfte Vorsichtsmaßnahmen.

"Das Tragen von FFP2-Masken ist Pflicht", sagte Kanzler Sebastian Kurz am Montag. Außerdem wird die Zahl der erlaubten Kunden in einem Geschäft deutlich verringert. Friseure dürfen wieder Kunden bedienen. Für einen Termin bei den körpernahen Dienstleistungen ist allerdings ein negativer Corona-Test nötig, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Auch Museen können wieder besucht werden.

Auf vielfachen Wunsch von Eltern werden die Schulen wieder in den Präsenzunterricht übergehen, teils allerdings in einem Schicht-System und mit Corona-Tests. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen bleiben bestehen.

Die Einreiseregeln werden verschärft, um möglichst die Verbreitung ansteckenderer Corona-Mutationen zu verhindern oder zu verzögern. "Verstehen Sie diese punktuellen Lockerungen nicht als Entwarnung", sagte Kurz. Wenn die Zahlen der Neuinfektionen wieder stiegen, würden die Maßnahmen erneut verschärft.

Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, trifft mit Mund-Nasen-Bedeckung zu einer Videokonferenz der Regierung mit der Opposition im Bundeskanzleramt ein.
Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, trifft mit Mund-Nasen-Bedeckung zu einer Videokonferenz der Regierung mit der Opposition im Bundeskanzleramt ein.  © Helmut Fohringer/APA/dpa

Update, 1. Februar, 17.53 Uhr: Ministerium: Corona-Impfungen in Praxen erst bei mehr Impfstoff

Für breiter angelegte Corona-Impfungen in normalen Arztpraxen sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums zunächst größere Impfstoff-Lieferungen nötig.

Sobald es die Verfügbarkeit zulasse, solle "der maßgebliche Teil der Impfungen" in die Praxen und die Versorgung der niedergelassenen Ärzteschaft übergehen, heißt es in einem Informationspapier des Ministeriums für den "Impfgipfel" von Bund und Ländern am Montag.

Update, 1. Februar, 17.52 Uhr: EU-Kommissarin verteidigt Impfstoff-Beschaffung

Beim deutschen Impfgipfel hat die EU-Kommission ihre Linie bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen verteidigt.

Man habe gemeinsam mit den 27 EU-Staaten gehandelt und die bestmöglichen Verträge mit den Herstellern geschlossen, erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides (64) am Montag.

Bis jetzt seien 18,5 Millionen Impfdosen ausgeliefert und mehr als 12 Millionen davon verabreicht worden.

Das Ziel, bis zum Ende des Sommers 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union gegen Covid-19 zu impfen, sei erreichbar, bekräftigte sie.

Update, 1. Februar, 17.51 Uhr: EU will Corona-Varianten bei Einreiseverbot stärker berücksichtigen

Bei dem weitgehenden Einreiseverbot in die EU wollen die EU-Staaten die Verbreitung neuer Corona-Varianten in Drittstaaten künftig stärker berücksichtigen.

Für Reisende aus Gebieten mit besorgniserregenden Mutationen soll nach der Ankunft eine Quarantäne-Pflicht gelten. Auch zusätzliche Corona-Tests bei oder nach der Ankunft sind vorgesehen.

Auf diese Empfehlungen für Einreisen aus Nicht-EU-Staaten einigten sich die Botschafter der EU-Staaten am Montag in Brüssel, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen erfuhr.

Update, 1. Februar, 17.49 Uhr: Campingplätze auch in der Corona-Krise gut besucht

Weniger Städtereisen, dafür mehr Urlaub in der Natur: Campingplätze sind in der Corona-Krise gut besucht worden.

Rund 34 Millionen Übernachtungen verzeichneten die Standorte in Deutschland im vergangenen Jahr, wie der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland am Montag basierend auf Schätzungen mitteilte. Das war im Vergleich zum Vorjahr demnach ein Rückgang um rund fünf Prozent. Es handele sich dennoch um das drittstärkste Jahr des Sektors, hieß es.

Ein Grund dürfte sein, dass Auslandsreisen im Jahr 2020 nur sehr eingeschränkt möglich waren.

Der anhaltende Campingboom hat der deutschen Freizeitmobilbranche im vergangenen Jahr einen Umsatzrekord beschert.
Der anhaltende Campingboom hat der deutschen Freizeitmobilbranche im vergangenen Jahr einen Umsatzrekord beschert.  © Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 1. Februar, 17.17 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus allen Bundesländern

In der folgenden Grafik sind die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Bundesländer in Deutschland zu sehen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 1. Februar, 0 Uhr. Einzelne Bundesländer können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Thüringen weist mit 161,1 derzeit die höchste 7-Tage-Inzidenz in Deutschland auf.
Thüringen weist mit 161,1 derzeit die höchste 7-Tage-Inzidenz in Deutschland auf.  © TAG24

Update, 1. Februar, 16.21 Uhr: Deutlich mehr Andrang bei Service-Nummer 116 117

Die Corona-Krise führt zu deutlich mehr Andrang bei der bundesweiten Service-Telefonnummer 116 117 der Kassenärzte.

Im Januar wurde sie elf Millionen mal angerufen, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Montag auf Anfrage in Berlin mitteilte - im ganzen vergangenen Jahr waren es gut 18 Millionen Anrufe gewesen.

Fast 90 Prozent der Anrufe drehten sich nun um das Thema Corona.

Update, 1. Februar, 16.13 Uhr: Ministerium: Mehr Anrufe bei Hilfetelefon im Lockdown

Die Hotlines und Beratungsangebote für Frauen und Kinder in Konfliktsituationen werden im aktuellen Lockdown und seit Beginn der Corona-Krise nach Angaben des Bundesfamilienministeriums verstärkt genutzt.

So habe es bei Anrufen beim Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" in den vergangenen Wochen wieder leichte Anstiege gegeben, sagte eine Ministeriumssprecherin am Montag in Berlin.

"Das ist aber nur ein Indikator. Wir gehen davon aus, dass das Dunkelfeld deutlich höher ist." Einen Anstieg der Anrufe hatte das Ministerium auch im ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr verzeichnet.

Update, 1. Februar, 15.23 Uhr: Kranke sollen teilweise früher geimpft werden können

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sollen Menschen mit Vorerkrankungen voraussichtlich teilweise etwas früher zum Zug kommen können als bisher geplant.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) will die Vorgaben zu Corona-Impfungen in Deutschland so ändern, dass die Einstufungen einzelner Krankheitsbilder in die Prioritätengruppen gemäß neuen Daten angepasst werden.

Zudem soll die Altersempfehlung für den nun ebenfalls zugelassenen Impfstoff von Astrazeneca berücksichtigt werden. Das geht aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf für eine veränderte Coronavirus-Impfverordnung hervor.

Jens Spahn (40, CDU) bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie in der Bundespressekonferenz.
Jens Spahn (40, CDU) bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie in der Bundespressekonferenz.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 1. Februar, 15.12 Uhr: Habeck findet, dass Behörden Corona-Impftermine einfach vergeben sollten

Die Behörden sollten Termine für Corona-Schutzimpfungen nach Vorstellungen von Grünen-Chef Robert Habeck (51) selbst festlegen.

"Die Terminvergabe sollte umgedreht werden, so dass nicht lauter ältere Damen und Herren in Telefonschleifen hängen, um dann am nächsten Tag feststellen zu müssen, dass nach acht Minuten die Termine weg sind", sagte Habeck am Montag in Berlin.

Vielmehr solle sich darum ein "netter, freundlicher, serviceorientierter Staat" kümmern, Betroffene müssten ihre Termine dann nur noch wahrnehmen.

Robert Habeck (51), Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, gibt nach der Gremiumssitzung seiner Partei in der Heinrich-Böll-Stiftung eine Pressekonferenz.
Robert Habeck (51), Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, gibt nach der Gremiumssitzung seiner Partei in der Heinrich-Böll-Stiftung eine Pressekonferenz.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 1. Februar, 14.55 Uhr: Europol warnt vor gefälschten Nachweisen zu negativen Corona-Tests

Kriminelle bieten Reisenden in Europa den Kauf gefälschter Bescheinigungen über negative Corona-Tests an.

Es seien bereits mehrere solcher Fälle aufgedeckt worden, warnte die europäische Polizeibehörde Europol am Montag in Den Haag.

Update, 1. Februar, 14.43 Uhr: Tschechische Petition fordert Corona-Hilferuf an Deutschland

Immer mehr Menschen in Tschechien fordern ihre Regierung auf, Deutschland um Hilfe bei der Behandlung von Corona-Intensivpatienten zu ersuchen.

Eine Online-Petition mit dem Titel "Öffnet die Grenzen für Rettungswagen" hatten bis Montag bereits mehr als 2700 Menschen unterzeichnet.

Frustriert äußerte sich der Präsident der Karlsbader Region im Westen des Landes, Petr Kulhanek. Er habe an das Kabinett in Prag appelliert, über Verlegungsmöglichkeiten nach Sachsen oder Bayern zu verhandeln. "Und nichts", schrieb der konservative Politiker bei Twitter.

Update, 1. Februar, 14.32 Uhr: Mehr als 3100 Soldaten helfen in Alten- und Pflegeheimen

Die Bundeswehr hat die Zahl der in der Corona-Pandemie zum Schutz in Alten- und Pflegeheimen eingesetzten Soldaten deutlich gesteigert. Inzwischen seien 3145 Frauen und Männer im Einsatz, teilte die Bundeswehr am Montag mit.

Aus mehr als der Hälfte der 404 Landkreise gebe es Anträge auf Amtshilfe. Bis Montag hatten 206 der Gebietseinheiten die Bundeswehr um Hilfe gebeten.

Update, 1. Februar, 14.29 Uhr: "Impfgipfel" von Bund, Ländern und Herstellern hat begonnen

Nach wochenlangen Problemen bei der Lieferung von Corona-Impfstoff sind Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Montag zu einem "Impfgipfel" zusammengekommen.

An der Videokonferenz nehmen auch mehrere Bundesminister, Vertreter der Impfstoffhersteller sowie der EU-Kommission teil. Letztere kauft die Vakzine für die gesamte Europäische Union bei verschiedenen Produzenten ein.

Die Impfungen gegen das Coronavirus hatten in Deutschland und der EU kurz vor dem Jahreswechsel begonnen. Begleitet waren die ersten Wochen von Lieferschwierigkeiten einzelner Hersteller, Problemen bei der Terminvergabe und viel Unmut über fehlenden Impfstoff.

Markus Söder (l, 54, CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, kommt in Begleitung eines Personenschützers zu den Onlineberatungen von Bund und Ländern mit Vertretern von Impfstoffherstellern am Bundeskanzleramt an.
Markus Söder (l, 54, CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, kommt in Begleitung eines Personenschützers zu den Onlineberatungen von Bund und Ländern mit Vertretern von Impfstoffherstellern am Bundeskanzleramt an.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 1. Februar, 14.15 Uhr: Bayer will alle seine Curevac-Impfdosen in Wuppertal herstellen

Der Pharmakonzern Bayer will den Impfstoff, den es im Rahmen der Curevac-Kooperation übernimmt, komplett in Wuppertal fertigstellen.

"Das ist sozusagen ein Made-in-Germany-Produkt", sagte der Bayer-Pharmavorstand Stefan Oelrich am Montag in Berlin. Nur gewisse Vorprodukte würden von anderen Standorten kommen.

Bereits Anfang Januar hatten Bayer und die Tübinger Biotechnologiefirma eine Kooperation zu bestimmten Dienstleistungen bekanntgegeben, nun wurde die Ausweitung der Zusammenarbeit auf die Herstellung bekanntgegeben. Damit wird Bayer erstmals in seiner Geschichte ein Vakzin herstellen.

Update, 1. Februar, 14.07 Uhr: Immer mehr Menschen fühlen sich wegen der Pandemie einsam

Telefonseelsorger sprechen nach Erkenntnis einer Psychologin coronabedingt mit immer mehr Menschen, die sich einsam fühlen.

Mehr Informationen dazu erhaltet ihr in unserem Artikel "Wegen Corona: Immer mehr Menschen fühlen sich einsam".

Update, 1. Februar, 13.54 Uhr: Ab 2. Quartal deutlich mehr Impfstoff-Lieferungen geplant

Die Lieferungen von Corona-Impfstoff für Deutschland sollen im Laufe des Jahres deutlich anziehen. Das geht aus einer neuen Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Nach 18,3 Millionen Impfdosen im laufenden ersten Quartal könnten demnach laut einer aktuellen Schätzung im zweiten Quartal voraussichtlich 77,1 Millionen Dosen und im dritten Quartal 126,6 Millionen Dosen verschiedener Hersteller folgen. Im vierten Quartal könnten es dann weitere 100,2 Millionen Dosen sein.

Krankenpflegerin Ilona Küther bereitet den Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen Covid-19 im Krankenhaus Bethel Berlin vor.
Krankenpflegerin Ilona Küther bereitet den Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen Covid-19 im Krankenhaus Bethel Berlin vor.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 1. Februar, 13.52 Uhr: Experten: Covid-19-Impfung etwa bei vorerkrankten Schwangeren möglich

Schwangere können nach Einschätzung mehrerer Fachgesellschaften unter bestimmten Voraussetzungen gegen Covid-19 geimpft werden.

"Insbesondere Schwangeren mit Vorerkrankungen, einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 oder hohem Expositionsrisiko gegenüber einer Sars-CoV-2-Infektion kann die Impfung angeboten werden", heißt es in einer Stellungnahme unter anderem der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).

Eine generelle Empfehlung sprechen die Fachleute nicht aus. Es gebe bislang keine belastbaren Daten zur Anwendung von sogenannten mRNA-Impfstoffen in der Schwangerschaft.

Update, 1. Februar, 13.25 Uhr: Dezember-Coronahilfen für Unternehmen werden ausgezahlt

Nach wochenlanger Verzögerung kann die Auszahlung der regulären Dezemberhilfen für Firmen in der Corona-Krise nun starten.

Die technischen Voraussetzungen dafür stehen, wie das Wirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Damit könnten die Auszahlungen durch die Länder ab sofort beginnen.

Update, 1. Februar, 13.20 Uhr: Gewerkschaft der Polizei fordert frühere Impfung von Sicherheitskräften

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat kurz vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern eine frühere Impfung von Sicherheitskräften gefordert.

"Wenn beim Impfgipfel die Reihenfolge auf den Prüfstand gestellt wird, müssen die Sicherheitsbehörden besser berücksichtigt werden", sagte GdP-Vize Jörg Radek den Zeitungen der Funke Mediengruppe .

"Wichtig ist, dass die Polizei beim Impfen eine höhere Priorität bekommt", mahnte er. Die Polizei wolle nicht in Konkurrenz zu Altenpflegern oder zum Krankenhauspersonal treten.

Die Gewerkschaft der Polizei fordert kurz vor dem Impfgipfel am Montag eine frühere Impfung der Sicherheitskräfte.
Die Gewerkschaft der Polizei fordert kurz vor dem Impfgipfel am Montag eine frühere Impfung der Sicherheitskräfte.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 1. Februar, 13.15 Uhr: Ordnungsamt-Mitarbeiter bei Querdenken-Demo in Hagen

Zwei Mitarbeiter des Hagener Ordnungsamts, die für die Kontrolle der Corona-Auflagen zuständig sind, haben an einer Demonstration der Querdenker-Bewegung gegen einen Zwang zum Impfen teilgenommen.

Folgen hat das aber nach Angaben der Stadt nicht. Laut Sprecher Michael Kaub ist die Stadt überzeugt, dass die beiden keine Querdenker oder Reichsbürger sind.

In Deutschland versammeln sich nach wie vor Teilnehmer auf Querdenken-Demonstrationen, um gegen die Corona-Beschränkungen sowie das Vorgehen der Bundesregierung zu protestieren.
In Deutschland versammeln sich nach wie vor Teilnehmer auf Querdenken-Demonstrationen, um gegen die Corona-Beschränkungen sowie das Vorgehen der Bundesregierung zu protestieren.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 1. Februar, 13.08 Uhr: Polizei löst Corona-Party auf: Gäste verstecken sich an ungewöhnlichen Orten

Um einer Strafe zu entgehen, haben sich Gäste einer illegalen Corona-Party in Krefeld vor der Polizei versteckt.

Im TAG24-Artikel lest ihr, wie sich die Feiernden hinter Möbeln sowie unter Decken und Kleidungsstücken zu verstecken versucht haben.

Update, 1. Februar, 13.05 Uhr: Mann beleidigt bei Corona-Demo Polizei und Journalistin: Nun erhält er eine saftige Geldstrafe

Während einer Corona-Demonstration im Dezember hatte ein 62-Jähriger einen Polizisten und einen Journalisten beleidigt. Nun ist er vom Amtsgericht Erfurt zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Wie hoch diese ist, erfahrt ihr im TAG24-Artikel "'Wärst du mein Enkel, hätte ich dich totgeschlagen': Mann nach Corona-Demo verurteilt".

Update, 1. Februar, 12.14 Uhr: NRW-Ministerpräsident Laschet ruft zu realistischen Erwartungen bei Impfgipfel auf

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) hat eine realistische gemeinsame Bestandsaufnahme für Verbesserungen bei den Corona-Impfungen in Deutschland angemahnt.

Der Impfgipfel von Bund und Ländern diene vor allem dem Zweck, sich gegenseitig einmal auf den Sachstand zu bringen, sagte der CDU-Chef am Montag vor dem Bund-Länder-Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).

Ziel sei dann, zu überlegen, wie das Impfen in Deutschland optimal voranzubringen sei. Er wandte sich gegen den Eindruck, man könne die Impfstoffproduktion "mal eben in einer Woche" hochfahren.

Armin Laschet (59), CDU-Bundesvorsitzender, mahnt zu realistischen Erwartungen bei dem Impfgipfel am Montag.
Armin Laschet (59), CDU-Bundesvorsitzender, mahnt zu realistischen Erwartungen bei dem Impfgipfel am Montag.  © Marijan Murat/dpa-Pool/dpa

Update, 1. Februar, 11.38 Uhr: Umfrage zeigt große Sorgen bei Anlegern wegen Corona

Die Corona Krise bereitet Anlegern allmählich Sorgen.

75 Prozent der Menschen hegen die Befürchtung, dass es durch die Pandemie zu einem wirtschaftlichen Abschwung kommen könnte. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Studie von forsa im Auftrag der Gothaer Asset Management AG.

Update, 1. Februar, 11.34 Uhr: Gericht weist Eilanträge von Krebskranken ab: Keine sofortige Impfung

Zwei Berliner Krebskranke haben nach Beschlüssen des Verwaltungsgerichts in der Hauptstadt keinen Anspruch auf eine vorgezogene Impfung gegen das Coronavirus.

Ihre entsprechenden Eilanträge seien zurückgewiesen worden, teilte das Gericht am Montag mit.

Update, 1. Februar, 11.33 Uhr: Arbeitslosenquote in der Eurozone verharrt auf 8,3 Prozent

In der Eurozone hat sich die Arbeitslosigkeit Ende des vergangenen Jahres nicht verändert. Die Arbeitslosenquote verharrte im Dezember auf 8,3 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mitteilte.

Gegenüber dem Vorjahresmonat lag die Quote jedoch 0,9 Prozentpunkte höher. Ausschlaggebend dafür sind die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die die Wirtschaft hart getroffen haben.

Update, 1. Februar, 11.05 Uhr: Söder hält staatliche Eingriffe in Impfstoffproduktion für angemessen

Zur Beseitigung des aktuellen Mangels an Corona-Impfstoffen hält CSU-Chef Markus Söder (54) auch Vorgaben des Staates zur Produktion für angemessen.

Mehr Informationen dazu erhaltet ihr in unserem Artikel "Staatliche Eingriffe in Impfstoffproduktion? Söder will drastische Maßnahmen ergreifen".

Markus Söder (54), CSU-Parteivorsitzender, verteidigt die Idee von staatlichen Eingriffe in die Impfstoffproduktion.
Markus Söder (54), CSU-Parteivorsitzender, verteidigt die Idee von staatlichen Eingriffe in die Impfstoffproduktion.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 1. Februar, 10.56 Uhr: Sohn von Kroatiens Staatsgründer Tudjman stirbt an Corona

Miroslav Tudjman, der Sohn des kroatischen Staatsgründers Franjo Tudjman (†78), ist im Alter von 74 Jahren in Zagreb an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben.

Dies berichtete das Nachrichtenportal vecernji.hr in der Nacht zum Montag. Der Politiker und Wissenschaftler war bis zuletzt Parlamentsabgeordneter der Regierungspartei HDZ, die sein Vater gegründet hatte.

Update, 1. Februar, 10.44 Uhr: Corona-Impfstoff gefälscht: 80 Verdächtige in China festgenommen

Wegen der Fälschung von Corona-Impfstoffen sind in China 80 Verdächtige festgenommen worden.

Im TAG24-Artikel erfahrt ihr, wie die Impfstoff-Fälscher in China vorgegangen sind.

Peking: Eine Medizinerin geht zwischen Menschen mit Mund-Nasen-Bedeckung entlang, die gerade eine Impfdosis mit einem Corona-Impfstoff erhalten haben und nun 30 Minuten warten müssen, um zu sehen, ob sie Reaktionen zeigen.
Peking: Eine Medizinerin geht zwischen Menschen mit Mund-Nasen-Bedeckung entlang, die gerade eine Impfdosis mit einem Corona-Impfstoff erhalten haben und nun 30 Minuten warten müssen, um zu sehen, ob sie Reaktionen zeigen.  © ---/kyodo/dpa

Update, 1. Februar, 10.30 Uhr: Wegen Covid-19: Hunderttausende Briten warten mehr als ein Jahr auf OP

Wegen der Corona-Pandemie müssen Hunderttausende Briten bereits länger als ein Jahr auf Operationen warten.

Ihre Anzahl sei seit Beginn der Pandemie von gut 1600 auf aktuell 192.000 Patienten gestiegen, hieß es einem BBC-Bericht zufolge vom Verband NHS Providers, der die Interessen der Beschäftigten des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS und anderen medizinischen Diensten vertritt.

Update, 1. Februar, 9.54 Uhr: Formel-1-Fahrer Gasly positiv auf Coronavirus getestet

Der französische Formel-1-Fahrer Pierre Gasly ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Wie der 24-Jährige vom Red-Bull-Schwesterteam Alpha Tauri in den sozialen Medien mitteilte, befindet er sich derzeit in Quarantäne. Gasly zeigt nach eigenen Aussagen keine Symptome und wird seine Vorbereitung auf die Ende März in Bahrain beginnende Saison zunächst von zu Hause aus fortsetzen. Zuletzt befand er sich in einem Trainingscamp in Dubai.

Update, 1. Februar, 9.21 Uhr: Corona-Leugner verbeiten Unwahrheiten: Keine Impfung durch FFP2-Maske!

Im Zusammenhang mit Impfungen gegen Covid-19 kursieren eine Menge Gerüchte und Verschwörungsmythen.

Im TAG24-Artikel erfahrt ihr, was hinter dem Gerücht, dass FFP2-Masken aus China eingearbeiteten Corona-Impfstoff enthalten, steckt.

Die FFP2-Maske: Richtig getragen bietet sie besseren Schutz als Stoffmasken.
Die FFP2-Maske: Richtig getragen bietet sie besseren Schutz als Stoffmasken.  © Expa/Johann Groder/APA/dpa

Update, 1. Februar, 9.12 Uhr: RKI meldet 175 Corona-Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 5608 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet.

Außerdem wurden 175 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI von Montag hervorgeht.

Die erfassten Fallzahlen sind an Montagen in der Regel geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Außerdem wurden laut RKI aus Sachsen-Anhalt keine Daten übermittelt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montagmorgen bei 91. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.221.971 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 57.120.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,91 (Vortag 0,92).

Update, 1. Februar, 9.06 Uhr: Papier, Plastik oder Restmüll: So entsorgt ihr Corona-Masken richtig!

Neuer Alltag, neue Produkte: Schutzmasken und Einweghandschuhe zum Schutz vor dem Coronavirus sind in Haushalten nun völlig normale Gegenstände. Ein Anlass, über ihre korrekte Entsorgung zu reden.

Im TAG24-Artikel erfahrt ihr, in welchen Müll Corona-Abfallprodukte wie Masken und Einweghandschuhe gehören.

Corona-Schutzmasken müssen unbedingt richtig entsorgt werden.
Corona-Schutzmasken müssen unbedingt richtig entsorgt werden.  © 123RF/danciaba

Update, 1. Februar, 9 Uhr: Schleswig-Holstein startet Corona-Knast für Quarantäne-Verweigerer

Wer sich in Schleswig-Holstein hartnäckig einer auferlegten Corona-Quarantäne verweigert, dem droht seit Montag im Extremfall eine Unterbringung.

Mehr Informationen dazu erhaltet ihr im TAG24-Artikel "Corona-Knast! Hier werden Quarantäne-Verweigerer jetzt eingesperrt".

Update, 1. Februar, 8.56 Uhr: Einzelhändler trotz Umsatzeinbruchs im Dezember mit Rekordjahr

Deutschlands Einzelhändler haben das Corona-Jahr 2020 trotz eines historischen Umsatzeinbruchs im Dezember in Summe mit einem Rekordplus abgeschlossen.

Im Gesamtjahr lagen die Erlöse real um 3,9 Prozent und nominal um 5,1 Prozent über dem Vorjahreswert, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Vor allem der Onlinehandel boomte, auch Lebensmittelhändler sowie Möbel- und Heimwerkermärkte machten gute Geschäfte. Der Textilhandel stürzte dagegen tief in die Krise.

Update, 1. Februar, 8.50 Uhr: Starker Anstieg der Kurzarbeit aufgrund des Lockdowns

Der neuerliche Corona-Lockdown hat die Kurzarbeit in Deutschland nach Schätzung des Ifo-Instituts wieder stark ansteigen lassen.

Im Januar waren nach Berechnungen der Münchner Wirtschaftswissenschaftler 2,6 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit, 400.000 mehr als im Dezember. Damit waren 7,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer in Kurzarbeit, nach 6,6 Prozent im Dezember. Das teilte das Ifo-Institut am Montag mit.

Update, 1. Februar, 8.45 Uhr: Bier-Absatz in Deutschland wegen Corona auf historischem Tief

Die Corona-Krise hat den Bierabsatz in Deutschland auf ein historisch niedriges Maß gedrückt. Die Brauereien und Bierlager setzten im vergangenen Jahr mit 8,7 Milliarden Litern 5,5 Prozent weniger ab als im Jahr 2019, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete.

Es war der niedrigste Wert seit der Neufassung des Biersteuergesetzes im Jahr 1993, das die Grundlage der Statistik bildet.

Den Brauern fehlten im Jahr 2020 vor allem die Feste und Großveranstaltungen, die zur Abwehr der Pandemie abgesagt worden waren. Auch die Schließungen von Gaststätten und Restaurants führten zu weniger Bierkonsum. Ein schneller Wiederanstieg des Absatzes war hingegen im Sommer zu beobachten, als kurzfristig die Lokale wieder öffnen durften.

Durch Corona wurde der Bierabsatz in Deutschland auf ein historisches Tief gedrückt.
Durch Corona wurde der Bierabsatz in Deutschland auf ein historisches Tief gedrückt.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 1. Februar, 8.41 Uhr: Stargeigerin Anne-Sophie Mutter befürchtet Schlimmes nach Kultur-Lockdown

Stargeigerin Anne-Sophie Mutter (57) befürchtet für das Musikleben langfristig gravierende Folgen der coronabedingten Kultur-Schließungen.

Mehr Informationen dazu erhaltet ihr im TAG24-Artikel "Stargeigerin Anne-Sophie Mutter kritisiert Politik wegen Kultur-Lockdown scharf".

Update, 1. Februar, 8.38 Uhr: Hunderte Corona-Gegner gehen in Berlin auf die Straße

In Berlin haben am Sonntagabend Hunderte Menschen gegen die Corona-Maßnahmen protestiert.

Im TAG24-Artikel erhaltet ihr mehr Informationen zu der Corona-Demo in Berlin.

Update, 1. Februar, 8.34 Uhr: Ryanair rechnet mit fast einer Milliarde Euro Verlust

Europas größter Billigflieger Ryanair erwartet wegen des Einbruchs des Reiseverkehrs während der Corona-Pandemie im laufenden Geschäftsjahr 2020/21 einen Verlust von fast einer Milliarde Euro.

Mehr Informationen dazu erhaltet ihr im TAG24-Artikel "Corona-Hammer für Ryanair: Fast eine Milliarde Euro Verlust?".

Eine Ryanair-Maschine auf dem Flughafen Frankfurt (FRA). Das Unternehmen rechnet mit einem Milliarden-Verlust.
Eine Ryanair-Maschine auf dem Flughafen Frankfurt (FRA). Das Unternehmen rechnet mit einem Milliarden-Verlust.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 1. Februar, 8.22 Uhr: SPD-Generalsekretär Klingbeil hält Idee der staatlich gelenkte Impfstoffproduktion für populistisch

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil (42) sieht die Idee einer staatlich gelenkten Impfstoffproduktion skeptisch. Wenn der Vorschlag helfe, müsse er beim Impfgipfel auch auf den Tisch, sagte Klingbeil am Montag im Deutschlandfunk.

Er glaube aber, "dass das populistische Vorschläge sind, dass sowas am Ende auch zu rechtlichen Auseinandersetzungen mit den Unternehmen führt." Er sprach sich für die Stärkung von Kooperationen und auch finanzielle Unterstützungen der Bundesregierung aus. "Aber ich glaube, diese Drohgebärden, die funktionieren erstmal soweit nicht."

Update, 1. Februar, 7.50 Uhr: Brandenburgs MP Woidke spricht sich für Prüfung weiterer Impfstoffe aus

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) hat sich für die Prüfung weiterer Corona-Impfstoffe für den deutschen Markt ausgesprochen.

"Ich halte es schon für nötig und für möglich, auch diese Impfstoffe zu prüfen, wenn sie zur Verfügung stehen. Und wenn sie sicher sind und wirksam sind, dann sollten sie auch eingesetzt werden", sagte er etwa mit Blick auf chinesische und russische Impfstoffe am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Es müssten aber die entsprechenden Zulassungsverfahren durchgeführt werden.

Update, 1. Februar, 7.45 Uhr: Biontech verspricht 75 Millionen zusätzliche Impfstoff-Dosen

Der Impfstoffhersteller Biontech kann nach eigenen Angaben im zweiten Quartal möglicherweise bis zu 75 Millionen zusätzliche Dosen seines Vakzins an die Europäische Union ausliefern.

Das teilte das Mainzer Unternehmen am Montagmorgen mit - wenige Stunden vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern.

"Wir arbeiten weiterhin an der Erhöhung der Lieferungen ab der Woche vom 15. Februar, um die vertraglich festgelegte Lieferung der vollen Menge an Impfstoffdosen im ersten Quartal sicherzustellen", wird Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting in der Mitteilung zitiert. "Außerdem könnten wir im zweiten Quartal bis zu 75 Millionen Dosen mehr an die Europäische Union ausliefern."

Ampullen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Das Unternehmen Biontech will bis zu 75 Millionen Impfdosen mehr an EU liefern.
Ampullen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Das Unternehmen Biontech will bis zu 75 Millionen Impfdosen mehr an EU liefern.  © Wilfredo Lee/AP/dpa

Update, 1. Februar, 6.50 Uhr: 100-jähriger britischer Spendensammler an Corona erkrankt

Der 100 Jahre alte britische Rekordspendensammler Tom Moore (Captain Tom) ist schwer an Covid-19 erkrankt.

Im TAG24-Artikel erfahrt ihr mehr zu der Corona-Erkrankung des britischen Spendensammlers Tom Moore.

Update, 1. Februar, 6.37 Uhr: FDP-Chef Lindner fordert Prämie für schnelle Impfstoff-Produktion

FDP-Chef Christian Lindner (42) hat vor dem "Impfgipfel" ein Ende der Schuldzuweisungen und konkrete Schritte für mehr Tempo beim Corona-Schutz gefordert.

Für beschleunigte Lieferungen von Impfstoffen solle der Staat auf den marktwirtschaftlichen Wettbewerb setzen, sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur.

"Viele Ökonomen empfehlen deshalb eine Tempo-Prämie für die Ausweitung der Produktion. Es muss ein Anreiz für die Branche geschaffen werden, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen", sagte er weiter. Die öffentliche Verwaltung solle sich zur beschleunigten Bearbeitung aller Genehmigungsanträge für neue Anlagen verpflichten.

Christian Lindner (42), Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, fordert eine Tempo-Prämie für Corona-Impfungen.
Christian Lindner (42), Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, fordert eine Tempo-Prämie für Corona-Impfungen.  © Dorothee Barth/dpa

Update, 1. Februar, 6.34 Uhr: Streit um Honorare in Hessens Impfzentren

Bei Hessens Ärzten regt sich Unmut über die Bezahlung in den Impfzentren. 120 Euro pro Stunde sollten Mediziner und Apotheker bekommen - das haben Landesregierung, Landesärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung ausgehandelt.

Die Landkreise bezahlen aber zum Teil deutlich weniger, beklagen die Ärzte-Gremien - und raten den Ärzten, dies nicht zu akzeptieren. Die Kreise verteidigen sich: Die Summe sei eine Obergrenze, die man "mit Blick auf Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit" nicht ausschöpfen müsse, sagte Jan Hilligardt, der Geschäftsführender Direktor des Hessischen Landkreistages, der dpa.

Update, 1. Februar, 6.27 Uhr: Mittelstand verlangt Klarheit über Beschaffung des Impfstoffs

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft fordert Klarheit in der Beschaffung des Corona-Impfstoffs und einen Impfzeitplan mit transparenten Regelungen über die Verteilung.

Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern an diesem Montag sagte Bundesgeschäftsführer Markus Jerger der Deutschen Presse-Agentur: "Die Regierung fährt derzeit eine rigorose Lockdown-Strategie, doch was fehlt, ist eine Strategie für die Impfungen."

Für deutsche Wirtschaft sei es schwer hinnehmbar, wie sich die Politik über die Frage der Impfstoff-Beschaffung zerstreite. "Unnötige Schuldzuweisungen müssen aufhören und die Kraft sich darauf konzentrieren, Impfen für alle schnellstens zu ermöglichen."

Update, 1. Februar, 6.25 Uhr: Hohe Erwartungen an "Impfgipfel" von Bund und Ländern

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) will am Montag mit den Ministerpräsidenten der Länder über Verbesserungen bei Corona-Impfungen beraten.

Ob man durch diese Beschleunigungen erwarten kann, erfahrt ihr im TAG24-Artikel "Schluss mit dem Impf-Debakel! Sorgen Merkel & Co. heute endlich für Klarheit?"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (62, CDU) berät am Montag mit Bund und Ländern über Verbesserungen bei Corona-Impfungen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (62, CDU) berät am Montag mit Bund und Ländern über Verbesserungen bei Corona-Impfungen.  © Dorothee Barth/dpa

Update, 1. Februar, 6.17 Uhr: Corona-Bonus? Ausgleich für Feiertage am Wochenende gefordert

Politiker mehrerer Parteien machen sich dafür stark, dass Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, in diesem Jahr als Corona-Bonus an Werktagen nachgeholt werden dürfen.

Hintergrund ist nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung", dass diesmal ungewöhnlich viele Feiertage auf ein Wochenende fallen, darunter der Tag der Arbeit am 1. Mai, der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sowie die Weihnachtsfeiertage.

Update, 1. Februar, 4.50 Uhr: Pharmabranche warnt vor überzogenen Erwartungen an "Impfgipfel"

Der Verband der deutschen Pharma-Unternehmen warnt vor überzogenen Erwartungen an den "Impfgipfel" an diesem Montag.

"Eine Impfstoff-Fabrik ist kein Bücherregal aus dem Möbelhaus, das man schnell aufbauen kann", sagte der Präsident des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller, Han Steutel , dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Wäre es so, hätten wir es doch längst gemacht." Für die komplexe Herstellung von Impfstoffen seien geeignete Produktionsanlagen und qualifiziertes Personal nötig.

Update, 1. Februar, 3.10 Uhr: SPD-Chef Walter-Borjans schockiert über Impfstoff-Knappheit

Vor dem "Impfgipfel" an diesem Montag hat SPD-Chef Norbert Walter-Borjans (68) die Hersteller von Corona-Impfstoffen scharf kritisiert.

"Ich bin schockiert über den Mangel an Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein bei einigen Herstellern. Es geht hier nicht um Schokolade, sondern um ein Produkt, an dem Existenzen und der Zusammenhalt der Gesellschaft hängen", sagte Walter-Borjans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

"Das Agieren der Impfstoffhersteller irritiert mich zutiefst. Was sind das für Manager, die mitten in einer gesellschaftlichen Notsituation ohne mit der Wimper zu zucken gegebene Zusagen wieder zurücknehmen?", so Walter-Borjans.

Norbert Walter-Borjans (62, SPD), Parteivorsitzender, hat die Hersteller von Corona-Impfstoffen scharf kritisiert.
Norbert Walter-Borjans (62, SPD), Parteivorsitzender, hat die Hersteller von Corona-Impfstoffen scharf kritisiert.  © Coronavirus: Spahn stellt Corona-Impfstoff für Kinder für Sommer in Aussicht

Update, 1. Februar, 2.30 Uhr: Altmaier schließt staatliche Eingriffe bei Impfstoffproduktion nicht aus

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU) hat staatliche Eingriffe in die Impfstoffproduktion nicht grundsätzlich ausgeschlossen.

Bisher arbeiteten viele Pharmaunternehmen freiwillig zusammen, sagte Altmaier am Sonntagabend in der ARD-Talkshow "Anne Will". "Sollte es aber Fälle geben, wo ein Unternehmen aus Egoismus sagen würde, wir haben solche Anlagen, helfen aber nicht mit, dass das Nachbarunternehmen dort seinen Impfstoff produzieren kann - dann müssen wir natürlich auch über strengere Maßnahmen nachdenken."

Titelfoto: 123rf/Joerg Huettenhoelscher