Coronavirus im Ticker: Vierter Toter in Italien nach Coronavirus-Ausbruch

Peking/Paris - Das Coronavirus, die neue Lungenkrankheit aus China, verbreitet sich immer weiter und hat seit einigen Wochen auch Europa erreicht.

Dieses undatierte Handout des amerikanischen Centers for Disease Control (CDC) zeigt einen Coronavirus unter dem Mikroskop. (Aufnahme vom April 2003).
Dieses undatierte Handout des amerikanischen Centers for Disease Control (CDC) zeigt einen Coronavirus unter dem Mikroskop. (Aufnahme vom April 2003).  © Center for Disease Control/epa/dpa

Besonders drastisch ist die Lage in China, wo die Zahl der bestätigten Infektionen mittlerweile auf mehr als 76.288 Erkrankungen gestiegen (Stand, 22. Februar 2020) sind.

Die Zahl der Toten ist inzwischen auf mehr als 2236 geklettert.

Um eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern, hat China drastische Maßnahmen ergriffen. So ist das Tragen eines Mundschutzes in Teilen des Landes zur Pflicht geworden.

Doch auch außerhalb Chinas wurden mehrere Krankheitsfälle gemeldet. In Deutschland gibt es mittlerweile insgesamt 16 Coronavirus-Fälle.

Hier findet Ihr die Entwicklung bis zum 24. Februar 10.05 Uhr. Die neuesten Ereignisse findet Ihr hier in unserem aktuellen Ticker zum Coronavirus.

Update, 24. Februar, 10.05 Uhr: Vierter Toter in Italien nach Coronavirus-Ausbruch

In Italien ist der vierte Mensch nach dem Ausbruch des Coronavirus gestorben. Der 84 Jahre alte Mann sei in einem Krankenhaus in Bergamo ums Leben gekommen, berichtete am Montag die Region Lombardei. Der Mann habe andere Vorerkrankungen gehabt, erklärte Regionalpräsident Attilio Fontana in einem Radiointerview.

In der italienischen Stadt Venedig kommen Touristen kaum noch ohne Mundschutz aus.
In der italienischen Stadt Venedig kommen Touristen kaum noch ohne Mundschutz aus.  © Cheng Tingting/XinHua/dpa

Update, 24. Februar, 7.32 Uhr: Entwarnung bei den ÖBB nach Zug-Stopp

Entwarnung bei den Österreichischen Bundesbahnen. Nach der kurzzeitigen Unterbrechung des Zugverkehrs über den Brenner gibt es laut den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) keine Einschränkungen mehr auf der Strecke. Wegen des Verdachts auf das Coronavirus war am Sonntagabend ein Zug von Venedig nach München gestoppt worden.

Update, 24. Februar, 7.27 Uhr: Mehr als 2500 Todesfälle in China

Die Zahl der Toten durch die neuartige Lungenkrankheit in China ist stark angestiegen. Die nationale Gesundheitskommission in Peking berichtete am Montag in Peking weitere 150 neue Covid-19-Todesfälle - so viele wie noch nie innerhalb eines Tages. Damit sind in der Volksrepublik schon 2592 Todesfälle zu beklagen.

Arbeiter - allesamt mit Mundschutz - machen vor einer geschlossenen Bank und einem Restaurant eine Pause.
Arbeiter - allesamt mit Mundschutz - machen vor einer geschlossenen Bank und einem Restaurant eine Pause.  © CHINATOPIX/AP/dpa

Update, 23. Februar, 21.42 Uhr: Österreich stellt Zugverkehr nach Italien ein

Aus Furcht vor Coronavirus-Infektionen hat Österreich den Zugverkehr mit Italien komplett eingestellt. Die staatliche österreichische Eisenbahngesellschaft ÖBB teilte am Sonntagabend mit, alle Zugverbindungen mit dem Nachbarland seien ausgesetzt, weil bei zwei aus Italien kommenden Bahn-Passagieren der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestehe. Mehr Infos >>> hier.

Update, 23. Februar, 20.03 Uhr: Serie A fällt dem Coronavirus zum Opfer

Wegen des Coronavirus hat die italienische Fußball-Liga am Sonntag vier geplante Erstliga-Begegnungen abgesagt. Betroffen waren unter anderem das Spiel Inter Mailand gegen Sampdoria Genua. Wann die Spiele nachgeholt werden sollen, stand zunächst nicht fest.

Bereits am Samstag hatte das Virus zu Beeinträchtigungen im Spielbetrieb der 2. Liga geführt. Die Begegnung der Serie B zwischen Ascoli Calcio und US Cremonese wurde am Samstag verschoben, nachdem in Cremona ein positiver Coronafall gemeldet worden war. Auch im Amateur-Fußball, Volleyball, Basketball und Rugby wurden mehrere Sport-Veranstaltungen abgesagt.

Im Tennis wurde auf der unterklassigen Challenger-Tour gar ein Endspiel abgesagt. Das Finale in Bergamo zwischen dem Ukrainer Illja Martschenko und dem Franzosen Enzo Couacaud fiel am Sonntag aufgrund der Richtlinien der italienischen Regierung aus, wie die Challenger-Tour auf Twitter bekannt gab.

Update, 23. Februar, 17.55 Uhr: Drittes Todesopfer in Italien

In Italien gibt es nach dem Coronavirus-Ausbruch ein drittes Todesopfer. Eine ältere, vorerkrankte Frau sei gestorben, die in der Klinik von Crema in der Onkologie gelegen habe, sagte der Gesundheitsbeauftragte der Region Lombardei, Giulio Gallera, am Sonntag.

Zuvor waren in Italien zwei ältere Menschen gestorben, die mit dem Virus infiziert waren: eine Person in der Lombardei und eine in Venetien.

Update, 23. Februar, 16.22 Uhr: Fünf Sachsen erkrankt?

Fünf sächsische Kreuzfahrt-Passagiere der "Westerland" durften in Kambodscha das Schiff verlassen und zurück nach Dresden reisen. Das Gesundheitsamt schlug Alarm und verordnete Isolation, in der sich noch zwei von ihnen befinden.

Update, 23. Februar, 15.35 Uhr: Mailänder Scala streicht alle Aufführungen

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Italien streicht die Mailänder Scala ihre Aufführungen. Dies gelte als Vorsichtsmaßnahme, bis die Behörden weitere Anweisungen geben würden, teilte das Opernhaus am Sonntag auf Twitter mit.

Update, 23. Februar, 12.27 Uhr: Zahl bestätigter Infektionen in Italien mittlerweile bei 109

In Italien ist die Zahl bestätigter Infektionen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 auf 109 gestiegen. In der Lombardei seien inzwischen 89 Fälle erfasst, sagte der Präsident der am stärksten betroffenen Region, Attilio Fontana, dem Sender SkyTG24 am Sonntag. Betroffen war daneben die norditalienische Region Venetien, wo es laut letzten Zahlen des italienischen Zivilschutzes 17 Infizierte gab. Hinzu kamen einzelne positive Tests in den Regionen Emilia-Romagna und Piemont.

Vor einem Supermarkt stehen Kunden mit Mundschutz.
Vor einem Supermarkt stehen Kunden mit Mundschutz.  © Claudio Furlan/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Update, 23. Februar, 12.22 Uhr: Karneval in Venedig abgesagt

Aus Sorge um die Ausbreitung des Coronavirus wurde der Karneval in Venedig abgesagt. Mehr Infos gibt es >>> hier.

Fast menschenleer ist der Platz vor dem Mailänder Dom. Eine Frau traut sich nur noch mit Mundschutz raus.
Fast menschenleer ist der Platz vor dem Mailänder Dom. Eine Frau traut sich nur noch mit Mundschutz raus.  © Luca Bruno/AP/dpa

Update, 22. Februar, 15.56 Uhr: Japan meldet ersten Corona-Fall nach Verlassen des Quarantäneschiffs

In Japan ist bei einer zunächst negativ auf das neue Coronavirus getesteten Passagierin des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess" nachträglich das Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK am späten Samstagabend (Ortszeit).

Die Regierung in Tokio hatte der Frau in ihren 60ern erlaubt, das Schiff nach Ende der zweiwöchigen Quarantäne zusammen mit Hunderten anderen negativ getesteten Passagieren am Mittwoch zu verlassen. Sie durften mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren. Diese Entscheidung war unter Experten auf Unverständnis gestoßen.

Deutschland und andere Länder stellten dagegen ihre Landsleute nach Rückholung in ihre Heimat erneut unter Quarantäne. Der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato musste am Samstagabend (Ortszeit) einräumen, dass es sein Ministerium bei 23 Passagieren versäumt hatte, vor ihrer Ausschiffung die nötigen Virustests vorzunehmen. Er bereue den "Fehler", wurde Kato von japanischen Medien zitiert. Man werde dafür sorgen, dass sich so ein Fehler nicht wiederhole.

Die 23 Passagiere seien vor dem 5. Februar negativ getestet worden. Nach Verhängung der Quarantäne waren sie dann nicht mehr getestet worden. Auch wer negativ getestet worden ist, kann offenbar später doch das Virus in sich tragen.

Mehr als 100 Passagiere des Schiffes, die zwar negativ getestet wurden, aber engen Kontakt mit Infizierten an Bord hatten, wurden am Samstag ebenfalls von Bord und in eine Quarantäneeinrichtung an Land gebracht. Ursprünglich hatte die japanische Regierung geplant, die Menschen vorerst weiter an Bord zu lassen.

Auch rund 1000 Crewmitglieder bleiben vorerst auf dem Kreuzfahrtschiff in Yokohama. Ursprünglich hatten sich 3700 Menschen an Bord des Schiffes befunden.

Japan meldet ersten Corona-Fall nach Verlassen des Quarantäneschiffs.
Japan meldet ersten Corona-Fall nach Verlassen des Quarantäneschiffs.  © Eugene Hoshiko/AP/dpa

Update, 22. Februar, 13.05 Uhr: Coronavirus in Südkorea: Fallzahlen in 24 Stunden mehr als verdoppelt

Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in Südkorea hat sich die Zahl der infizierten Menschen in dem Land innerhalb von 24 Stunden mehr als verdoppelt. Die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention meldeten im Verlauf des Samstags 229 neue Fälle. Nach 142 Fällen über Nacht seien bis zum Nachmittag (Ortszeit) 87 hinzugekommen.

Damit stieg die Zahl der Menschen, die sich mit dem Erreger der zuerst in China ausgebrochenen Krankheit angesteckt haben, in Südkorea auf 433. Bisher gab es dort zwei Todesfälle in Verbindung mit dem Virus Sars-CoV-2.

Titelfoto: Cai Yang/XinHua/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0