Coronavirus-Verdacht in Köln: Untersuchung negativ, Eisenwaren-Messe abgesagt!

Köln - Ein Kölner aus Holweide steht unter dem Verdacht, sich in der italienischen Lombardei mit dem Coronavirus angesteckt zu haben. Er wird seit Montag stationär in einem Kölner Krankenhaus untersucht.

Der Mann aus Köln kam aus der Lombardei, wurde zunächst von Sanitätern untersucht. Später kam er ins Krankenhaus. (Symbolbild)
Der Mann aus Köln kam aus der Lombardei, wurde zunächst von Sanitätern untersucht. Später kam er ins Krankenhaus. (Symbolbild)  © 123rf.com/Joerg Huettenhoelscher

Ein Sprecher der Stadt Köln teilte mit, der Mann sei vor wenigen Tagen aus der Lombardei nach Köln zurückgekehrt und habe unter anderem über Fieber geklagt.

Die Lombardei gilt in Italien als aktuelles Zentrum für Coronavirus-Fälle.

"Für die Dauer der Abklärung ist üblicherweise eine Quarantäne-Unterbringung vorgesehen", so die Stadt Köln.

Der Test sollte laut Sprecher zwei bis zehn Stunden dauern, hieß es am Montagabend.

Die Lombardei war am Montag vom Robert-Koch-Institut zum Corona-Verdachtsgebiet deklariert worden.

Sanitäter hatten den Mann zunächst einen Besuch beim Arzt empfohlen, da ihnen diese aktuelle Lage am Montag noch nicht bekannt gewesen sei.

Das Gesundheitsamt erklärte hierzu: "Diese Information lag den Kölner Behörden zunächst nicht vor. Die Internet-Startseite des Robert-Koch-Institutes weist die Lombardei auch heute nicht als "Risikogebiet" aus. Erst auf einer nachgeschalteten Internetseite ist die Information zu finden." Im Rheinland wurde Montag der Rosenmontag gefeiert.

Der diensthabende Amtsarzt habe trotzdem Kontakt zu dem Erkrankten aufgenommen, um weitere Infos über ihn, seinen Gesundheitszustand und seinen Reiseverlauf zu sammeln.

Laut Stadt habe der Patient selbst aktiv weiter um Hilfe gesucht: Er habe parallel den Kassenärztliche Notdienst kontaktiert und eine vermittelte Ärztin haben ihm den Besuch in einem Krankenhaus angeraten.

Update, 16.27: Eisenwaren-Messe in Köln abgesagt

Die ab dem 1. März 2020 in Köln geplante"Internationale Eisenwarenmesse" ist abgesagt. Sie wird auf den Februar 2021 verschoben, teilte ein Sprecher der KölnMesse am Dienstag mit.

"Die Koelnmesse trägt damit der sich in jüngster Vergangenheit zunehmend verschärfenden weltweiten Lage rund um das Auftreten des Corona-Virus Rechnung", so die Veranstalter.

Für die "Internationale Eisenwarenmesse waren laut Messe etwa 3.000 Aussteller erwartet worden, darunter rund 1.200 aus China.

Update, 9.05 Uhr: Kein Coronavirus bei Kölner

Der Verdacht einer besorgten Person in Köln, an Corona erkrankt zu sein, hat sich nicht bestätigt, teilte die Stadt Köln am Dienstagmorgen mit.

Die labormedizinische Untersuchung habe ergeben, dass der Mann weder an Corona, noch an Influenza erkrankt ist.

Infos für Bürger: Die Lage zum Coronavirus in Deutschland

Ein Schild mit der Aufschrift «Kein Zugang zur Isolation»
Ein Schild mit der Aufschrift «Kein Zugang zur Isolation»  © Sven Hoppe/dpa

Das Robert-Koch-Institut erfasst aktuell ständig die Lage und schätzt das Risiko für die Bevölkerung ein.

"Gegenwärtig gibt es noch keine Hinweise auf eine anhaltende Viruszirkulation in Deutschland, sodass die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aktuell weiterhin als gering eingeschätzt wird", so die Einschätzung des RKI am Montag.

Weiter hieß es: "Eine weltweite Ausbreitung des Erregers scheint allerdings zunehmend wahrscheinlich; diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte am Montag jedoch in Berlin, man müsse damit rechnen, dass sich die Krankheit auch in Deutschland ausbreiten könne.

Bisher sind in Deutschland nur wenige bestätigte Infektionsfälle aufgetreten.

Sie betrafen eine Firma in Bayern oder Menschen, die Anfang Februar 2020 aus Wuhan in China ausgeflogen worden waren, wo es die meisten Fälle von Covid-19 weltweit gibt. Fast alle diese Patienten sind bereits gesund aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Das Robert-Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben Webseiten eingerichtet.

Titelfoto: 123rf.com/Joerg Huettenhoelscher

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