Coronavirus: Ärzte auf alles gut vorbereitet, Webasto reagiert auf Entwicklung

München - Das Coronavirus sorgt in Bayern weiter für eine angespannte Lage: Die Arztpraxen und Krankenhäuser sind laut Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) jedoch gut auf eine mögliche Zunahme der nfektionen vorbereitet.

Das Coronavirus war bei sieben Mitarbeitern von Webasto nachgewiesen worden.
Das Coronavirus war bei sieben Mitarbeitern von Webasto nachgewiesen worden.  © Lino Mirgeler/dpa

"Wir haben alle ambulanten Ärzte informiert und wir haben auch in den Krankenhäusern Bayerns, vor allem im südbayerischen Raum, nach Bettenkapazitäten gefragt, um hier eine gewisse Vorbereitung zu treffen falls es notwendig sein sollte, mehrere hundert Personen isolieren zu müssen", sagte Huml dem Radiosender "Bayern 2".

Allerdings sei völlig offen, ob sich eine solche Notwendigkeit ergeben und wie sich die Lage entwickeln werde. "Das ist sehr, sehr schwer abzuschätzen. Wir tun alles, dass wir das möglichst eindämmen", sagte Huml.

Huml sagte weiter, bisher sei es gelungen, die Herkunft nachzuverfolgen. "Aber gleichzeitig ist es natürlich so, dass wir noch nicht die Sicherheit haben, dass man sagen kann 'wir haben jetzt die Kette durchbrochen'."

Bisher werden in Bayern acht mit dem Coronavirus infizierte Menschen behandelt.

Der Erreger war bei sieben Mitarbeitern der Firma Webasto nachgewiesen worden. Zudem wurde ein Kind eines der Erkrankten positiv auf die Lungenkrankheit getestet.

Bei der entsprechenden Firma gab es umfangreiche Tests, nachdem sich dort ein Mitarbeiter bei einer chinesischen Kollegin angesteckt hatte, die inzwischen allerdings wieder in ihrer Heimat ist.

Webasto-Firmenzentrale in Stockdorf bei München bleibt geschlossen

Die Webasto-Firmenzentrale in Stockdorf bleibt vorerst geschlossen.
Die Webasto-Firmenzentrale in Stockdorf bleibt vorerst geschlossen.  © Lino Mirgeler/dpa

Nach den Krankheitsfällen bleibt die Firmenzentrale des Autozulieferers in Stockdorf bei München darüber hinaus auch weiterhin geschlossen.

Die zunächst bis zum Dienstag geplante Regelung werde bis zum 11. Februar verlängert, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Großteil der Mitarbeiter sei gebeten, im Homeoffice zu arbeiten.

"Die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen steht für uns an allererster Stelle. Wir haben daher beschlossen, dass ein Großteil der mehr als 1000 Mitarbeiter weitere neun Tage von zuhause arbeitet. Das sind dann seit unserer Schließung insgesamt zwei Wochen", erläuterte Vorstandschef Holger Engelmann im Hinblick auf die Lage.

"Damit orientieren wir uns an der von Experten für den Virus angenommenen längsten Inkubationszeit von 14 Tagen", erklärte Engelmann ergänzend.

Rund 20 Mitarbeiter sollen am Dienstag trotz der allgemeinen Schließung ihre Tätigkeit in Stockdorf auf freiwilliger Basis wieder aufnehmen. Die Entscheidung sei nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt mit dem Betriebsrat getroffen worden.

Bisher sei es durch das verstärkte mobile Arbeiten der Mitarbeiter des Verwaltungs- und Entwicklungszentrums in Stockdorf zu keinerlei Einschränkungen im laufenden Betrieb gekommen.

Inzwischen sind in Bayern acht am Coronavirus erkrankte Menschen bestätigt. (Symbolbild)
Inzwischen sind in Bayern acht am Coronavirus erkrankte Menschen bestätigt. (Symbolbild)  © picture alliance/dpa

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