Coronavirus: 20 Millionen Menschen weltweit mit Sputnik V geimpft

Deutschland - Auch im Mai 2021 wird die Welt weiterhin von der Coronavirus-Pandemie in Atem gehalten. Kaum vorstellbar, dass es mal wieder ein Leben ohne Maskenpflicht und Beschränkungen geben wird. TAG24 berichtet im Liveticker über das aktuelle Geschehen zum Coronavirus. Hier geht es zu den aktuellen Infos.

Update, 6. Mai, 22.58 Uhr: 20 Millionen Personen weltweit mit Sputnik V gegen Corona geimpft

Im Kampf gegen das Coronavirus sollen inzwischen weltweit mehr als 20 Millionen Menschen mindestens eine Dosis des russischen Impfstoffs Sputnik V injiziert bekommen haben. Das teilte der staatliche Direktinvestmentfonds RDIF am Donnerstag mit, der das Vakzin im Ausland vermarktet.

Sputnik V besteht aus zwei Komponenten und ist nach Angaben aus Moskau in mehr als 60 Ländern zugelassen, in denen insgesamt 3,2 Milliarden Menschen leben.

Der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge wurden weltweit bereits mehr als eine Milliarde Dosen verschiedener Impfstoffe verabreicht.

Ampullen mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V stehen im St. Margaret Krankenhaus auf einem Tisch.
Ampullen mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V stehen im St. Margaret Krankenhaus auf einem Tisch.  © Zoltan Balogh/MTI/AP/dpa

Update, 6. Mai, 21.50 Uhr: Bundesregierung steht Freigabe von Impfpatenten skeptisch gegenüber

Die Bundesregierung steht einer Freigabe von Impfstoff-Patenten skeptisch gegenüber.

"Der Schutz von geistigem Eigentum ist Quelle von Innovation und muss es auch in Zukunft bleiben", sagte eine Regierungssprecherin der "Süddeutschen Zeitung" am Donnerstag.

Der limitierende Faktor bei der Herstellung von Impfstoffen seien die Produktionskapazitäten und die hohen Qualitätsstandards, nicht die Patente an sich.

Die Bundesregierung arbeite in vielerlei Hinsicht daran, "wie wir innerhalb Deutschlands und innerhalb der Europäischen Union, aber auch weltweit die Kapazitäten für die Produktion verbessern können und dies tun auch die betroffenen Unternehmen", so die Sprecherin.

Update, 6. Mai, 21 Uhr: Impfkommission: Zunächst an Priorisierung festhalten

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich zunächst weiter für eine bevorzugte Impfung besonders gefährdeter Gruppen gegen Covid-19 ausgesprochen. "Nach Ansicht der Stiko sollte an der Priorisierung zunächst festgehalten werden", berichtete das Gremium am Robert Koch-Institut am Donnerstagmittag.

Die Erklärung wurde vor der Mitteilung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) veröffentlicht, dass die Priorisierung für das Produkt von AstraZeneca im gewissen Rahmen aufgehoben worden sei.

Es gibt laut Stiko bei anhaltend hoher Impfbereitschaft einen "noch beträchtlichen Anteil an impfbereiten Personen mit hohem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf, die noch keine Möglichkeit zur Impfung hatten".

Update, 6. Mai, 18.49 Uhr: Schweizer Infektionszahlen fallen trotz Lockerungen deutlich

In der Schweiz gehen die gemeldeten Corona-Infektionen trotz weitreichender Lockerungen der Corona-Maßnahmen zurück. In der Woche vom 26. April bis 2. Mai nahm die Zahl der gemeldeten Infektionen um rund 18 Prozent ab, wie das Bundesamt für Gesundheit am Donnerstag berichtete.

Die Inzidenz pro 100.000 Einwohner sank von 168,8 auf 137,8 Ansteckungen, zugleich stieg aber die Zahl der Todesfälle von 50 auf 59.

Update, 6. Mai, 18.23 Uhr: AstraZeneca-Impfstoff wird freigegeben

Die Menschen in Deutschland können sich in ihrer Arztpraxis künftig ohne Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen.

Bund und Länder beschlossen am Donnerstag die Aufhebung der Bevorzugung von Risikogruppen bei diesem Impfstoff, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin mitteilte.

Mehr dazu hier: Priorisierung für Impfungen mit AstraZeneca wird aufgehoben!

Ein Mitarbeiter eines Impfzentrums hält ein Fläschchen mit dem AstraZeneca-Wirkstoff gegen Corona in seiner Hand.
Ein Mitarbeiter eines Impfzentrums hält ein Fläschchen mit dem AstraZeneca-Wirkstoff gegen Corona in seiner Hand.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 6. Mai, 17 Uhr: Deutsche Pharma-Firmen lehnen Patentfreigabe ab

Deutsche Pharma-Firmen lehnen es ab, Impfstoffpatente vorübergehend freizugeben. "Zur Überwindung der Pandemie bringen Patentfreigaben gar nichts", teilte der Verband Forschender Arzneimittelhersteller am Donnerstag mit. Niemand könne in weniger als sechs Monaten eine Produktion hochziehen.

"Und im nächsten Jahr werden die jetzigen Hersteller schon nach heutigem Planungsstand mehr Impfstoff-Dosen produzieren, als die Weltbevölkerung benötigt", sagte Verbandspräsident Han Steutel.

Zuletzt hatte die US-Regierung vorgeschlagen, dass Pharmafirmen vorübergehend den Patentschutz auf ihre Corona-Impfstoffe verlieren. Hersteller in aller Welt könnten dann die Impfstoffe produzieren, ohne Lizenzgebühren an die Unternehmen zu zahlen, die die Mittel entwickelt haben.

Ähnlich skeptisch wie der Verband reagierte am Donnerstag auch der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech. "Der Herstellungsprozess von mRNA ist ein komplexer Prozess, der über mehr als ein Jahrzehnt entwickelt wurde", teilte das Unternehmen mit.

Es brauche erfahrenes Personal und Rohmaterialien, die beschafft und für die Verwendung qualifiziert werden müssten. Wenn eine dieser Anforderungen nicht erfüllt sei, könnten Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs weder vom Hersteller noch vom Entwickler gewährleistet werden. "Dies könnte die Gesundheit der Geimpften gefährden."

Update, 6. Mai, 16.44 Uhr: Impfprogramm Covax bekommt 350 Millionen Dosen Novavax-Impfstoff

Die Impfallianz Gavi hat einen Vorvertrag über die Lieferung von 350 Millionen Impfdosen an das internationale Corona-Impfprogramm Covax abgeschossen. Die Impfdosen des US-Herstellers Novavax sollen zwischen Juli und September geliefert werden, wie Gavi am Donnerstag in Genf mitteilte.

Voraussetzung ist allerdings, dass der Impfstoff eine Notfallzulassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhält. Solche Zulassungen liegen bislang für die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, AstraZeneca, Johnson & Johnson und Moderna vor.

Die Novavax-Impfdosen werden an alle 190 Teilnehmer von Covax verteilt, die Interesse anmelden. Darunter sind sowohl Länder, die den Kauf selbst finanzieren als auch 92 ärmeren Länder, deren Kosten von anderen getragen werden.

Update, 6. Mai, 15.41 Uhr: Bund schlägt AstraZeneca-Freigabe vor - Impfungen ab zwölf geplant

Impfwillige in Deutschland sollen sich nach einem Vorschlag der Bundesregierung künftig ohne die gültige Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen können. Außerdem soll als Ziel festgeschrieben werden, dass allen 12- bis 18-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gemacht werden soll.

Das geht aus Beschlussentwürfen des Bundesgesundheitsministeriums für Beratungen der Fachministerinnen und -minister von Bund und Ländern an diesem Donnerstag hervor.

Update, 6. Mai, 15.07 Uhr: Corona-Impfstoffe: Afrika setzt auf Unterstützer des US-Vorstoßes

Nach der Ankündigung der US-Regierung, sich für die Aussetzung des Patentschutzes auf Covid-19-Impftstoffe einzusetzen, werden in Afrika Forderungen nach Unterstützung des US-Vorstoßes laut.

"Die Ankündigung ist ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung - die (USA) tun das Richtige zur rechten Zeit", sagte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), der Africa CDC. Es sei höchste Zeit für ähnlich mutige Schritte: "Das ist ein Appell an die internationale Gemeinschaft: seid bitte auf der rechten Seite der Geschichte."

Insgesamt sechs Länder in Afrika stellten bereits Impfstoffe her, aber notwendig seien nun Partnerschaften und auch entsprechende Anreize, sagte Nkengasong.

Update, 6. Mai, 14.34 Uhr: EU verlängert Exportkontrolle von Corona-Impfstoff

Die Europäische Union verlängert die Exportkontrolle von Corona-Impfstoffen bis Ende Juni. Die EU-Staaten hätten zugestimmt der Verlängerung zugestimmt, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel.

Angesichts knappen Impfstoffs und ausfallender Lieferungen hatte die EU-Kommission den Mechanismus am 1. Februar eingeführt. Seitdem müssen Impfstoff-Exporte aus EU-Staaten in viele Länder angemeldet und genehmigt werden.

Im März wurde das Instrument verschärft. In bestimmten Fällen kann die Ausfuhr untersagt werden.

Update, 6. Mai, 14.33 Uhr: Pflicht von Lehrern zur Aufsicht von Selbsttests rechtens

Lehrerinnen und Lehrer dürfen verpflichtet werden, an Schulen Corona-Tests zu beaufsichtigen.

Dies hat das Verwaltungsgericht Münster in einem Donnerstag veröffentlichten Eilbeschluss entschieden (Az.: 5 L 276/21 vom 3. Mai). Geklagt hatte eine im Kreis Coesfeld tätige Lehrerin.

Sie hatte sich gegen ihre Verpflichtung gewehrt, die Schülerinnen und Schüler an ihrer Schule bei der Anwendung von Selbsttests anzuleiten und zu beaufsichtigen.

Update, 6. Mai, 14.32 Uhr: EU-Kommission will bis Oktober drei neue Medikamente gegen Covid-19

Im Kampf gegen Covid-19 will die EU-Kommission die Entwicklung und Zulassung neuer Medikamente zügig vorantreiben.

Impfstoffe könnten nicht die einzige Antwort auf die Krankheit sein, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides (65) am Donnerstag in Brüssel.

Es gebe in der Europäischen Union zwar vier zugelassene Corona-Impfstoffe, aber mit Remdesivir nur ein Medikament.

"Wir müssen stärker auf Behandlungen setzen, damit die Krankenhäuser weniger Menschen stationär aufnehmen müssen, die Erkrankten schneller genesen und die Sterblichkeit gesenkt wird", sagte die EU-Kommissarin aus Zypern.

Als Ziel nannte sie, dass bis Oktober drei Medikamente entwickelt und zugelassen werden sollten. Bis Ende des Jahres sollten möglicherweise zwei weitere hinzukommen.

Update, 6. Mai, 14 Uhr: Impfstoff-Boom beschert Moderna erstmals Quartalsgewinn

Die hohe Nachfrage nach dem Corona-Vakzin hat dem US-Impfstoffhersteller Moderna erstmals zu schwarzen Zahlen verholfen.

Im ersten Quartal verdiente das Unternehmen unterm Strich 1,2 Milliarden Dollar (1,0 Mrd Euro), wie es am Donnerstag mitteilte. Vor einem Jahr hatten hohe Forschungs- und Entwicklungskosten noch für einen Verlust von 124 Millionen Dollar gesorgt.

Der Umsatz schoss von acht Millionen auf 1,9 Milliarden Dollar in die Höhe. Davon entfielen 1,7 Milliarden Dollar auf Einnahmen durch Corona-Impfstoff.

Ein Mitarbeiter im Impfzentrum in der Messe Dresden bereitet eine Spritze mit dem Moderna-Wirkstoff gegen Corona für die Impfung vor. Die hohe Nachfrage nach dem Corona-Vakzin hat dem US-Impfstoffhersteller Moderna erstmals zu schwarzen Zahlen verholfen.
Ein Mitarbeiter im Impfzentrum in der Messe Dresden bereitet eine Spritze mit dem Moderna-Wirkstoff gegen Corona für die Impfung vor. Die hohe Nachfrage nach dem Corona-Vakzin hat dem US-Impfstoffhersteller Moderna erstmals zu schwarzen Zahlen verholfen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 6. Mai, 14.28 Uhr: Pfizer und Biontech spenden Corona-Impfstoff für Olympia-Athleten

Das deutsche Unternehmen Biontech und der US-Partner Pfizer spenden Corona-Impfstoff für Athleten, Trainer und Betreuer, die an den Olympischen Spielen und den anschließenden Paralympics in Tokio teilnehmen.

Dies teilte das Internationale Olympische Komitee am Donnerstag mit. Im Rahmen der Vereinbarung werden sich die Unternehmen und das IOC mit den Nationalen Olympischen Komitees auf der ganzen Welt abstimmen, um den lokalen Bedarf an Impfstoffdosen für nationale Olympia-Delegationen zu ermitteln und zu decken, hieß es in der IOC-Mitteilung.

"Die Auslieferung der ersten Dosen an die teilnehmenden Delegationen soll nach Möglichkeit Ende Mai beginnen, um sicherzustellen, dass die Delegationen die zweiten Dosen vor der Ankunft in Tokio erhalten", teilte das IOC mit.

Update, 4. Mai, 13.33 Uhr: Debatte über Geimpfte: Opposition kritisiert Corona-Kurs

In der Debatte über die vorgesehene Rücknahme von Beschränkungen für Geimpfte hat die Opposition den Corona-Kurs der Bundesregierung kritisiert.

Mit der Verordnung solle Geimpften und Genesenen ein Teil ihrer verfassungsmäßig verbrieften Grundrechte zurückgegeben werden, jedoch würden Millionen andere diskriminiert, sagte der AfD-Abgeordnete Ulrich Oehme (61) am Donnerstag im Bundestag.

"Hören Sie auf, die Menschen zu verängstigen und gegeneinander auszuspielen." Oehme forderte eine sofortige Beendigung des Lockdowns und aller damit verbundenen Grundrechtseinschränkungen.

Update, 6. Mai, 13.32 Uhr: Frankreich weitet Zugang zu Corona-Impfungen deutlich aus

Frankreich beschleunigt seine Impfkampagne und weitet dabei den Zugang zu Impfungen gegen Covid-19 deutlich aus.

Ab kommenden Mittwoch könnten alle Erwachsenen einen Impftermin buchen, wenn noch Dosen verfügbar seien, kündigte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (43) am Donnerstag bei der Eröffnung eines neuen Impfzentrums in Paris an.

Geplant sei, dass man online einsehen könne, ob im Wohnort noch Dosen vom Vortag verfügbar und Termine entsprechend nicht gebucht worden seien, so Macron. Wenn das der Fall sei, könne man ohne Altersbeschränkung einen Term buchen.

Update, 6. Mai, 13.31 Uhr: Tausende starten trotz Corona Auslandsstudium

Trotz weltweiter Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sind tausende junge Menschen aus Deutschland auch in diesem Jahr für einen Studienaufenthalt ins Ausland gegangen.

Wie der Deutsche Akademische Austauschdienst am Donnerstag mitteilte, haben seit Jahresbeginn rund 9000 Studenten über das europäische Austauschprogramm Erasmus einen Auslandsaufenthalt begonnen.

Zum Stichtag Ende April seien es trotz Corona rund 75 Prozent der Erasmus-Auslandsaufenthalte im Vergleich zu diesem Zeitraum im Vor-Corona-Jahr 2019 gewesen.

Update, 6. Mai, 13.14 Uhr: Bundestag billigt Corona-Erleichterungen für Geimpfte

Für vollständig Geimpfte und genesene Menschen sollen zahlreiche Corona-Beschränkungen entfallen.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr hier: Bundestag stimmt für Corona-Lockerungen für Geimpfte.

Auf dem Marktplatz stehen leere Tische und Stühle vor einem Café.
Auf dem Marktplatz stehen leere Tische und Stühle vor einem Café.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 6. Mai, 13.01 Uhr: Lambrecht: Beschränkungen werden für Geimpfte künftig nicht mehr gelten

Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wegen Corona werden für vollständig Geimpfte und für von Covid-19 genesene Menschen in Deutschland künftig nicht mehr gelten.

Das sagte Justizministerin Christine Lambrecht (55, SPD) bei der Beratung einer entsprechenden Verordnung am Donnerstag im Bundestag.

Es gehe zum Beispiel darum, dass Menschen in Pflegeheimen nun lange alleine in ihren Zimmern essen mussten und in Zukunft wieder im Speisesaal essen können oder Geschwister zu Muttertag auch zusammen ihre Mütter besuchen können.

Nach dem Bundestag will an diesem Freitag der Bundesrat der Verordnung zustimmen. Die Erleichterungen könnten somit am Wochenende in Kraft treten.

hristine Lambrecht (55, SPD), Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz.
hristine Lambrecht (55, SPD), Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 6. Mai, 12.42 Uhr: Maas offen für Aufweichung des Patentschutzes bei Corona-Impfstoffen

Bundesaußenminister Heiko Maas (54) hat sich offen für eine Aufweichung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe gezeigt.

"Wir werden uns (...) an dieser Diskussion beteiligen, Patente auszusetzen in einer solchen Sondersituation", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag nach einem Gespräch mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu (53).

"Wenn das ein Weg ist, der dazu beitragen kann, dass mehr Menschen schneller mit Impfstoffen versorgt werden, dann ist das eine Frage, der wir uns stellen müssen."

Die Pandemie könne nur besiegt werden, wenn weltweit geimpft werde. Auch Cavusoglu begrüßte den Vorstoß für eine Aufweichung des Patentschutzes.

Heiko Maas (54, SPD), Außenminister von Deutschland.
Heiko Maas (54, SPD), Außenminister von Deutschland.  © Annegret Hilse/Reuters Pool/dpa

Update, 6. Mai, 12.20 Uhr: EU-Einreisestopp gilt nicht mehr für Israel

Reisende aus Israel können künftig wieder leichter in die Europäische Union einreisen.

Aufgrund der verbesserten Corona-Lage gilt für das Land eine Ausnahme der zu Beginn der Corona-Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen, wie der Rat der EU-Staaten am Donnerstag mitteilte.

Die Einschränkungen für Reisende aus Israel sollten schrittweise aufgehoben werden.

Update, 6. Mai, 12.05 Uhr: Logistiker mit Transport von Corona-Impfstoffen zufrieden

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie sehen sich die Logistikriesen in einer guten Position, um die ganze Welt mit genügend Impfstoff zu versorgen.

Man habe schon mehr als 170 Millionen Impfstoffdosen transportiert, sagte Post-Chef Frank Appel am Donnerstag auf der Online-Hauptversammlung des Bonner Konzerns. "Wir sind ein wesentlicher Bestandteil der Lösung des Covid-19-Problems."

Die DHL-Sendungen gingen in 120 Staaten, darunter Deutschland. Finanzvorständin Melanie Kreis hatte bereits vor dem Aktionärstreffen von steigenden Mengen berichtet: "Wir sehen einen deutlichen Hochlauf in dem, was wir transportieren."

Update, 6. Mai, 11.51 Uhr: WM-Qualifikationsspiele in Afrika verschoben

Die für Juni geplanten afrikanischen Qualifikationsspiele für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar sind wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben worden.

Das teilte der Weltverband FIFA am Donnerstag mit. "Die FIFA kann bestätigen, dass in Zusammenarbeit mit der CAF und unter Berücksichtigung der aktuellen Beeinträchtigungen durch die Covid-19-Pandemie und der Notwendigkeit, optimale Spielbedingungen für alle Teams zu gewährleisten, entschieden wurde, die afrikanischen Qualifikationsspiele zu verschieben", hieß es in einer Erklärung.

Die Spiele sollen nun im September, Oktober und November 2021 sowie im März 2022 ausgetragen werden.

Update, 6. Mai, 11.45 Uhr: Rotes Kreuz sieht rasche Fortschritte bei deutscher Impfkampagne

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, sieht die Covid-19-Impfkampagne nach dem schwierigen Start inzwischen auf einem sehr guten Weg.

Sie erwarte, "dass wir Mitte, Ende Juni einen Großteil der Bevölkerung geimpft haben werden", sagte Hasselfeldt am Donnerstag in Berlin.

Generalsekretär Christian Reuter sagte, das DRK habe auch mobile Impfteams im Einsatz. Den Vorschlag, dies zu verstärken, um etwa Menschen in sozialen Brennpunkten besser zu erreichen, unterstütze das Rote Kreuz ausdrücklich.

Er betonte: "Wir müssen alle in unserer Gesellschaft mit Impfangeboten erreichen."

Update, 6. Mai, 11.40 Uhr: Spahn betont Ziel von Corona-Impfstoffen für die ganze Welt

In der Debatte um eine globale Aufhebung von Patenten für Corona-Impfstoffe hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40) das Ziel von Produktionssteigerungen unterstützt.

"Die ganze Welt mit Impfstoff zu versorgen, ist der einzig nachhaltige Weg aus dieser Pandemie", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag. "Es gibt einige Ideen, wie wir dies ermöglichen können."

Entscheidend sei vor allem der weitere Ausbau von Produktionsstätten. Zudem müssten die Staaten der Welt, in denen Impfstoff produziert wird, bereit sein, diesen auch an andere zu exportieren. "Die EU ist dazu in Wort und Tat bereit. Wir freuen uns, wenn die USA es nun auch sind", sagte Spahn.

Update, 6. Mai, 11.39 Uhr: Fecht-EM wegen Corona-Pandemie verschoben

Die vom 15. bis 20. Juni geplanten Fecht-Europameisterschaften im bulgarischen Plowdiw werden wegen der Corona-Pandemie verschoben. Das teilte der internationale Verband Fie am Donnerstag mit.

Die kontinentalen Titelkämpfe sollten die Generalprobe für die Olympischen Spiele vom 23. Juli bis 8. August in Tokio sein. Die EM soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Fechtausrüstung hängt in einer Trainingshalle im Fechtzentrum mit Olympiastützpunkt.
Fechtausrüstung hängt in einer Trainingshalle im Fechtzentrum mit Olympiastützpunkt.  © Jan-Philipp Strobel/dpa

Update, 6. Mai, 11.36 Uhr: Bundesnotbremse greift vor allem bei nächtlicher Mobilität

Die mit der Bundesnotbremse eingeführte nächtliche Ausgangssperre in Städten und Kreisen mit einer hohen Zahl von Coronainfektionen zeigt Auswirkungen auf die nächtliche Mobilität.

Eine totale Nachtruhe herrscht aber nicht auf den Straßen: Nach Daten des Statistischen Bundesamtes ging die nächtliche Mobilität in der Zeit vom 24. April bis 1. Mai in Kreisen mit Ausgangssperre im Vergleich zum Jahr 2019 durchschnittlich um zwölf Prozentpunkte stärker zurück als in Kreisen ohne Ausgangssperre.

Ehe die Maßnahmen des Bundes in Kraft traten, betrug der Unterschied der nächtlichen Mobilität in Kreisen mit und ohne regionale Ausgangssperre nur drei Prozentpunkte. Vom 24. April an sei der Unterschied mit einem 12 Prozentpunkte stärkeren Rückgang in Kreisen mit Ausgangssperre also viermal so groß wie vorher gewesen.

Update, 6. Mai, 11.30 Uhr: Debatte um Patente: China will Zugang zu Impfstoffen verbessern

In der Debatte über eine mögliche Aussetzung der Patente von Corona-Impfstoffen hat sich China allgemein für einen besseren Zugang zu Vakzinen ausgesprochen.

"Wir schauen konstruktiven und positiven Diskussionen im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) für wirksame und ausgewogene Ergebnisse entgegen", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Wang Wenbin (50), am Donnerstag lediglich auf Fragen von Journalisten, ob China eine von den USA vorgeschlagene Aussetzung der Patente unterstützen würde.

Update, 6. Mai, 11.20 Uhr: Kuban fordert einheitliche Öffnungsstrategie

Der Vorsitzende der Jungen Union hat in der Corona-Pandemie eine bundesweit einheitliche Öffnungsstrategie gefordert - auch für Negativ-Getestete.

Die Lockerungen für Geimpfte und Genesene halte er für ungerecht. "Es geht darum, dass wir Normalität für alle schaffen - für Genesene, Geimpfte und Negativ-Getestete", sagte Tilman Kuban (33, CDU) in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. "Wir wollen diese Gesellschaft zusammenhalten", sagte er.

Der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Tilman Kuban (33).
Der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Tilman Kuban (33).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 6. Mai, 11.16 Uhr: 412.000 Neuinfektionen in Indien - Internationale Hilfe läuft an

In Indien ist ein weltweiter Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen erfasst worden.

Es wurden mehr als 412.000 Fälle in den vergangenen 24 Stunden gemeldet, wie Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag zeigten. Demnach starben 3980 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus.

Nach Kritik an der Geschwindigkeit und Transparenz der Verteilung der internationalen Hilfe im Land, bat der deutsche Botschafter Walter J. Lindner um Geduld.

Gegenüber der Zeitung "The Hindu" sagte er: "Wenn man ankommende internationale Hilfe hat, gibt es immer eine Zeitverzögerung bevor man Resultate sieht. Man muss Freigaben erhalten, dann muss man die Geräte manchmal auspacken und wiederverpacken, um sie zu nutzen. Das dauert ein paar Tage."

Update, 6. Mai, 11.14 Uhr: EU-Gipfel soll auch Patentfrage bei Corona-Impfstoffen diskutieren

Die EU-Staats- und Regierungschefs werden bei ihrem Treffen im portugiesischen Porto am Freitag und Samstag auch über die Corona-Krise und die mögliche Aufhebung von Impfstoffpatenten sprechen.

Die EU sei bereit, sich in die Debatte über die Impfstoffversorgung einzubringen, sagte ein EU-Beamter am Donnerstag in Brüssel.

Update, 6. Mai, 11.12 Uhr: Weitere Lockerungen in Dänemark - Kinos und Theater wieder auf

Die Däninnen und Dänen können jetzt wieder ins Kino und Theater gehen oder ihre Homeoffice-Kilos im Fitnessstudio abtrainieren.

All diese Einrichtungen durften am Donnerstag gemäß dem dänischen Plan zur schrittweisen Abkehr von den geltenden Corona-Maßnahmen erstmals seit Monaten wieder öffnen. Alle Schüler bis zur achten Klasse sowie die Abschlussklassen kehren nun komplett zum Präsenzunterricht zurück.

Als Voraussetzung für einen Besuch im Kino, Theater oder Fitnessstudio gilt, dass man per App in seinem Corona-Pass einen maximal 72 Stunden alten negativen Test, eine Impfung oder eine überstandene Infektion vorweisen kann.

Update, 6. Mai, 10.38 Uhr: Nach Corona-Zwangspause: Eishockey-Nationalteam nimmt Training auf

Nach dem Corona-Verdachtsfall bei einem Assistenztrainer ist das Eishockey-Nationalteam am Donnerstag wieder in die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft eingestiegen.

Alle bisher negativ getesteten Spieler, Trainer und Betreuer seien erneut mehrfach negativ getestet worden und das Training auf dem Eis im Vorbereitungsquartier in Nürnberg deswegen wieder möglich, teilte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) mit.

Die beiden abschließenden Testspiele vor der WM in Riga vom 21. Mai bis 6. Juni sollen an diesem Freitag (17.00 Uhr) und Samstag (15.45 Uhr/jeweils MagentaSport und Sport1) wie geplant stattfinden.

Update, 6. Mai, 10.36 Uhr: Mehr als 30 Prozent erstgeimpft

In Deutschland haben 30,6 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag hervor (Stand: 6. Mai, 9.45 Uhr).

Den vollen Impfschutz erhielten bislang 8,6 Prozent der Bevölkerung.

Insgesamt verabreichten alle Impfstellen bislang knapp 32,6 Millionen Dosen, davon knapp 25,5 Millionen bei Erstimpfungen und weitere gut 7,1 Millionen bei Zweitimpfungen.

Update, 6. Mai, 10.08 Uhr: Aktien von Curevac und Biontech brechen wegen Patentdiskussion ein

Die Sorge vor einem teilweisen Wegfall von Erlösen mit Corona-Impfstoffen hat die Aktien der Hersteller am Donnerstag schwer belastet.

So unterstützt die US-Regierung für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie die Aussetzung von Patenten für Corona-Impfstoffe. Die Kurse der Impfstoffentwickler Curevac und Biontech brachen daraufhin um mehr als zehn Prozent sowie um fast ein Fünftel ein.

Die Aktien von AstraZeneca legten in London hingegen zu. Das Unternehmen hatte bereits früh angekündigt, mit seinem Impfstoff keinen Gewinn erzielen zu wollen.

Update, 6. Mai, 10.06 Uhr: UKE-Virologin Addo: Nach der dritten Welle aus Schlimmstem raus

Die Hamburger Virologin Marylyn Addo (51) hat einen optimistischen Blick auf den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie.

"Sobald wir die dritte Welle hinter uns haben, sollten wir mit einer Kombination aus gutem Impfschutz und regelmäßigem Testen raus sein aus dem Schlimmsten - wenn es nicht noch irgendwelche schlimmen Überraschungen gibt", sagte Addo der "Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung".

Generell seien solche Vorhersagen zwar schwierig, aber sie sei zuversichtlich. "Wir verfügen jetzt über alle die Bausteine, die wir brauchen."

Die Leiterin der Infektiologie, Professor Dr. Marylyn Addo (51).
Die Leiterin der Infektiologie, Professor Dr. Marylyn Addo (51).  © Ulrich Perrey/dpa-POOL/dpa

Update, 6. Mai, 10.02 Uhr: Von der Leyen: EU offen für Debatte über Impfstoff-Patente

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62) zeigt sich offen für eine Debatte über den US-Vorstoß zur Aussetzung von Corona-Impfstoffpatenten.

"Die Europäische Union ist bereit, jeden Vorschlag zu diskutieren, der diese Krise wirksam und pragmatisch angeht", sagte von der Leyen am Donnerstag.

Man müsse sehen, wie der US-Vorschlag diesem Ziel dienen könne. "Kurzfristig rufen wir jedoch alle Länder mit Impfstoffproduktion auf, Exporte zu erlauben und alles zu vermeiden, was Lieferketten stören könnte."

Von der Leyen betonte in ihrer online übertragenen Rede für eine Konferenz in Italien: "Um es klar zu sagen, Europa ist die einzige demokratische Region der Welt, die Exporte im großen Maßstab erlaubt."

Ursula von der Leyen (62), Präsidentin der Europäischen Kommission.
Ursula von der Leyen (62), Präsidentin der Europäischen Kommission.  © Kenzo Tribouillard/Pool AFP/AP/dpa

Update, 6. Mai, 10.01 Uhr: Pharmaverband kritisiert US-Signal zu Patenten auf Corona-Impfstoffe

Der Dachverband der Pharmafirmen (IFPMA) hat die Entscheidung der USA kritisiert, die vorübergehende Aufhebung des Patentschutzes bei Corona-Impfstoffen zu unterstützen.

Das werde die Impfstoffproduktion kaum ankurbeln, teilte der in Genf ansässige Verband in der Nacht zu Donnerstag mit.

Problem seien vielmehr Handelsbarrieren sowie Mangel an Rohstoffen und Bestandteilen, die für die Herstellung der Impfstoffe nötig seien.

Bei der Unterversorgung der ärmeren Länder könnten auch Regierungen reicher Länder in die Bresche springen und einen Teil der Impfdosen, die sie sich in bilateralen Verträgen gesichert haben, an ärmere Länder abgeben.

Update, 6. Mai, 9.58 Uhr: US-Universität Harvard führt Corona-Impfpflicht für Studenten ein

Studierende der US-Universität Harvard müssen sich zum Beginn des neuen Semesters im Herbst gegen Corona impfen lassen.

"Um die hohen Impfraten zu erreichen, die zum Schutz unserer Gemeinde erforderlich sind, wird Harvard die Corona-Impfung für alle Studenten vorschreiben, die sich in diesem Herbst auf dem Campus aufhalten werden", teilte die Hochschule in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Ausnahmen würden demnach nur aus medizinischen oder religiösen Gründen gewährt. Zuvor hatten eine Reihe anderer US-Universitäten wie Yale, Columbia und Princeton bereits eine solche Impfpflicht eingeführt.

Der Campus der Harvard-Universität in Cambridge in Massachusetts. Studierende der Universität müssen sich zum Beginn des neuen Semesters gegen Corona impfen lassen.
Der Campus der Harvard-Universität in Cambridge in Massachusetts. Studierende der Universität müssen sich zum Beginn des neuen Semesters gegen Corona impfen lassen.  © --/XinHua/dpa

Update, 6. Mai, 8.51 Uhr: Habeck nach eigener Corona-Impfung nicht sonderlich erleichtert

Der Co-Vorsitzende der Grünen Robert Habeck (51) ist nach seiner Astrazeneca-Impfung nicht sonderlich erleichtert.

"Erstmal war ich krank", stellte Habeck am Donnerstag im Deutschlandfunk ernüchtert fest und antwortete so auf die Frage, welche Last mit der Impfung von ihm abgefallen sei.

Bei seiner Impfung habe es sich um "eine Restdose" gehandelt, "die verimpft werden musste, die wäre sonst verfallen", sagte er. Das Impfen begreife er nicht als Weg zur individuellen Freiheit, sondern "als Beitrag dafür, dass die Gesellschaft insgesamt resilienter gegen das Virus wird, insofern gab es keine persönliche Erleichterung."

Robert Habeck (51), Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.
Robert Habeck (51), Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 6. Mai, 8.32 Uhr: Olympia-Stadt Tokio hält Verlängerung des Corona-Notstands für nötig

Weniger als drei Monate vor den Olympischen Spielen in Tokio erwägt die japanische Hauptstadt eine Verlängerung des Corona-Notstands. Angesichts der weiter angespannten Lage sei eine Verlängerung "notwendig", erklärte Tokios Gouverneurin Yuriko Koike.

Eine Entscheidung über eine solche Maßnahme trifft die Regierung des Landes. Diese hatte erst kürzlich den Notstand zum dritten Mal bis zum 11. Mai verlängert.

Der Olympia-Gastgeber plädiert nun für eine nochmalige Verlängerung um weitere zwei Wochen. Das gilt auch für die westlichen Präfekturen Osaka, Kyoto und Hyogo. Die Lage erlaube keine Aufhebung des Notstands, sagte Tokios Gouverneurin.

Update, 6. Mai, 8.26 Uhr: Spahn will AstraZeneca-Impfstoff für alle

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) strebt eine sofortige Freigabe des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca für alle Impfwilligen an - ohne Priorisierung nach Alter, Vorerkrankung oder Berufsgruppe.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr hier: Spahn will AstraZeneca-Impfstoff ab sofort für alle freigeben!

AstraZeneca für alle, die es wollen! Zumindest, wenn es nach Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) geht, soll das bald möglich werden.
AstraZeneca für alle, die es wollen! Zumindest, wenn es nach Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) geht, soll das bald möglich werden.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 6. Mai, 8.16 Uhr: Israelische Studie betont Bedeutung von vollständiger Corona-Impfung

Eine neue Studie aus Israel unterstreicht die Notwendigkeit, sich doppelt mit dem Biontech-Präparat gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Eine landesweite Untersuchung des dortigen Gesundheitsministeriums und des Herstellers Pfizer bescheinigte dem Impfstoff zwischen sieben und 14 Tagen nach Erhalt der ersten Dosis eine Schutzwirkung von 58 Prozent vor einer Infektion, von 76 Prozent vor einer Krankenhauseinweisung und 77 Prozent vor dem Tod.

Sieben Tage nach der vom Hersteller empfohlenen zweiten Dosis reduziert sich das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus, einer Krankenhauseinweisung oder des Todes demnach jeweils um mehr als 95 Prozent.

Update, 6. Mai, 7.35 Uhr: VW streift Corona-Folgen weiter ab - Elektronik bleibt Risikofaktor

Der Volkswagen-Konzern hat die Corona-Schwäche vorerst überwunden und zum Jahresbeginn trotz der Versorgungsprobleme bei Halbleitern gut verdient.

Unterm Strich fiel von Januar bis März ein Gewinn von rund 3,4 Milliarden Euro an, fast siebenmal so viel wie im bereits von den Pandemie-Folgen gezeichneten Vorjahresquartal.

Den Umsatz konnten die Wolfsburger um 13 Prozent auf 62,4 Milliarden Euro steigern, wie sie am Donnerstag berichteten.

Die Auslieferungen legten um mehr als ein Fünftel auf gut 2,4 Millionen Fahrzeuge zu.

Neuwagen der neuen elektrischen Fahrzeuge ID.4 und ID.3 von Volkswagen parken in einem Parkhaus im Volkswagen Werk Zwickau. Das Corona-Tief in den Verkäufen schien bei VW zuletzt schon überwunden.
Neuwagen der neuen elektrischen Fahrzeuge ID.4 und ID.3 von Volkswagen parken in einem Parkhaus im Volkswagen Werk Zwickau. Das Corona-Tief in den Verkäufen schien bei VW zuletzt schon überwunden.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 6. Mai, 7.12 Uhr: Corona belastet Fresenius und Tochter FMC - Ausblicke bestätigt

Die anhaltende Corona-Pandemie hat dem Krankenhaus- und Medizinkonzern Fresenius SE zum Jahresstart Umsatz- und Ergebniseinbußen beschert.

Dabei belasteten jedoch auch Währungseffekte das Wachstum.

"Wir haben es geschafft, aus eigener Kraft zu wachsen, obwohl das erste Quartal des Vorjahres weniger stark von der Pandemie beeinträchtigt war", sagte Konzernchef Stephan Sturm am Donnerstag laut Mitteilung. "Das stimmt mich optimistisch, dass wir unsere gesteckten Ziele erreichen können."

Bereinigt um Wechselkurseffekte legten die Erlöse um 3 Prozent zu, sanken jedoch nominal um 2 Prozent auf rund 9 Milliarden Euro. Während das deutsche Krankenhausgeschäft von staatlicher Unterstützung profitierte, litt die auf Flüssigmedizin und klinische Ernährung spezialisierte Tochter Kabi in Nordamerika.

Update, 6. Mai, 7 Uhr: Psychologe: Corona macht Polizisten zu schaffen

In der Corona-Pandemie suchen Polizisten in Deutschlands Hauptstadt angesichts psychischer Belastungen verstärkt Rat und Hilfe.

Es gebe deutlich mehr Demonstrationen und Einsätze, "das macht auf Dauer mürbe", sagte der Leiter des Psychosozialen Dienstes der Berliner Polizei, Jan Hülsenbeck, der Deutschen Presse-Agentur.

Im Jahr 2020 wandten sich demnach 412 Betroffene an die Sozialberatung der Polizei, die auch Feuerwehrleuten und dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales offen steht.

In den Jahren davor waren stets um die 350 Erstgespräche registriert worden.

Es sei um belastende Einsätze bei Demonstrationen ebenso gegangen wie um persönliche Sorgen etwa durch Trennungen oder familiäre Probleme durch den Schichtdienst, sagte Hülsenbeck.

Jan Hülsenbeck, Leiter des Psychosozialen Dienstes der Berliner Polizei. In der Corona-Pandemie suchen Berliner Polizisten angesichts psychischer Belastungen verstärkt Rat und Hilfe.
Jan Hülsenbeck, Leiter des Psychosozialen Dienstes der Berliner Polizei. In der Corona-Pandemie suchen Berliner Polizisten angesichts psychischer Belastungen verstärkt Rat und Hilfe.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 6. Mai, 6.29 Uhr: Tui: Inlandsurlaub hat nach Öffnung auch an Küsten gute Chancen

Die geplanten stufenweisen Lockerungen im Deutschland-Tourismus könnten nach Einschätzung von Tui noch rechtzeitig für eine stabile Sommersaison auch im Inland kommen.

"Insbesondere in den Küstenregionen und in den Bergen wird es einen Run auf Urlaubshotels geben", glaubt die Managerin Nicole Sohnrey. Für die inländischen Ziele werde aus derzeitiger Sicht ein "starker Sommer" erwartet.

Wichtigste Urlaubsgegend hierzulande dürfte demnach 2021 wieder die Ostseeküste werden. In den touristischen Modellregionen Schleswig-Holsteins hätten die Buchungen schon zuletzt deutlich angezogen, man liege hier gut 70 Prozent über dem Vorjahr.

Aber auch das Interesse an Ferien in Ostfriesland, auf der mecklenburgischen Seenplatte, im Schwarzwald oder in Bayern sei hoch, berichtete Tui.

Update, 6. Mai, 5.04 Uhr: RKI registriert 21.953 Corona-Neuinfektionen und 250 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.953 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05:01 Uhr wiedergeben.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 129,1 (Vortag: 132,8; Vorwoche: 154,9)

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 250 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 264 Tote.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.473.503 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.107.300 an.

Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 84.126.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,83 (Vortag: 0,82).

Update, 6. Mai, 5 Uhr: Die Kartoffel trotzt Corona - Pommes-Versorgung nicht gefährdet

Gute Nachricht für Kartoffelfans: Nach einem coronabedingt schwierigen 2020 sind in diesem Jahr keine gravierenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Kartoffelanbau in Deutschland zu erwarten.

Fachleute gehen davon aus, dass die Anbaufläche allenfalls leicht zurückgehen könnte. Kartoffelmangel oder eine Preisexplosion sind demnach nicht zu erwarten - vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.

"Am Ende wird die Ertragshöhe entscheidend sein, wie viele Kartoffeln es gibt und was sie kosten", sagt Christoph Hambloch, der Analyst für den Kartoffelmarkt bei der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI). "2020/21 gab es allerdings nur sehr geringe Erlöse für die Erzeuger, so dass höhere Preise wahrscheinlicher sind als noch niedrigere."

Hände greifen beim Erntebeginn nach Kartoffeln der Sorte Annabelle.
Hände greifen beim Erntebeginn nach Kartoffeln der Sorte Annabelle.  © Uwe Anspach/dpa

Update, 6. Mai, 4.15 Uhr: BMW verkauft im April 10 Prozent mehr Autos als vor Corona

BMW hat im April weltweit rund 220.000 Autos verkauft und damit gut 10 Prozent mehr als im April des Vorkrisen-Jahres 2019.

In allen Weltregionen seien die damaligen Absatzzahlen übertroffen worden, teilte der Konzern in München mit. Damit habe BMW den Absatzerfolg des ersten Quartals fortgeführt, sagte Vertriebsvorstand Pieter Nota.

Im ersten Quartal hatte BMW dank der hohen Nachfrage in Asien 5 Prozent mehr Autos verkauft als vor der Corona-Krise.

Mitarbeiter im BMW-Werk Leipzig arbeiten in der Montage des i8. BMW hat im April weltweit rund 220.000 Autos verkauft und damit gut 10 Prozent mehr als im April des Vorkrisen-Jahres 2019.
Mitarbeiter im BMW-Werk Leipzig arbeiten in der Montage des i8. BMW hat im April weltweit rund 220.000 Autos verkauft und damit gut 10 Prozent mehr als im April des Vorkrisen-Jahres 2019.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 6. Mai, 4 Uhr: Lockerungen für Geimpfte: Psychologen sehen Risiko für Unmut

Die vom Bundeskabinett beschlossenen Lockerungen für Geimpfte könnten aus Sicht einiger Psychologinnen und Psychologen auch für Unmut sorgen.

Zu Schwierigkeiten bei der Akzeptanz der Beschlüsse könne es etwa kommen, wenn Geimpfte bei den Urlaubsplänen bevorzugt behandelt werden, sagte Ernst Dietrich Munz (69), Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer.

Der Sozialpsychologe Ulrich Wagner von der Uni Marburg sieht vor allem den geplanten Wegfall der Impfpriorisierung im Sommer kritisch: "Wird die Priorisierung aufgegeben oder ist es nicht mehr erkennbar, nach welcher Maßgabe geimpft wird, dann entsteht ein Gefühl der Ungerechtigkeit".

Ein weiterer Kritikpunkt Wagners ist, dass es noch keinen digitalen Impfpass gibt. Mit ihm sollen sich vollständig Geimpfte ausweisen können. Wagner fragt sich, wie die Ordnungskräfte die neuen Regelungen effektiv kontrollieren sollen.

Update, 6. Mai, 1.03 Uhr: Lehrerverband: Eine Milliarde Euro für Nachhilfe reicht nicht

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger (66), hält das von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Corona-"Aufholprogramm" zur Finanzierung von Nachhilfestunden für "absolut unzureichend". Vorgesehen ist dafür eine Milliarde Euro.

"Ohne eine massive Aufstockung dieser Mittel durch zusätzliche Länderprogramme in mindestens gleicher, am besten aber dreifacher Höhe, werden die Fördermaßnahmen nicht wirklich greifen können", sagte der Verbandschef der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag).

Jetzt seien die Bundesländer in der Pflicht, sehr schnell ergänzende Maßnahmenpakete zu verabschieden.

Heinz-Peter Meidinger (66), Präsident des Deutschen Lehrerverbandes.
Heinz-Peter Meidinger (66), Präsident des Deutschen Lehrerverbandes.  © Armin Weigel/dpa

Update, 6. Mai, 00.01 Uhr: EU verteidigt höhere Zahlung für nächste Biontech-Impfstofflieferung

Die Brüsseler EU-Kommission verteidigt, dass für den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer künftig ein höherer Preis gezahlt werden soll.

Der geplante nächste Vertrag unterscheide sich signifikant von den ersten beiden, hieß es am Mittwochabend aus Behördenkreisen.

So gebe es beispielsweise strengere Liefervereinbarungen, andere Haftungsregeln und Vereinbarungen zur Anpassung des Impfstoffes an neue Coronavirus-Varianten.

Außerdem gestalte sich der Preis je Dosis auch anders, weil die EU künftig kein Geld mehr für Produktionsförderung zahle.

Update, 5. Mai, 23.16 Uhr: Paypal mit Rekordquartal - Online-Zahlungen boomen in Corona-Krise

Der Trend zum Einkaufen im Internet beschert dem Online-Bezahldienst Paypal in der Corona-Krise weiter glänzende Geschäfte.

Im ersten Quartal stieg der Betriebsgewinn im Jahresvergleich um 162 Prozent auf 1,0 Milliarden Dollar (0,8 Mrd Euro), wie Paypal am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte.

Die Erlöse legten um 29 Prozent auf 6,0 Milliarden Dollar zu. Das gesamte von Paypal abgewickelte Zahlungsvolumen wuchs um 50 Prozent.

Die Applikation von PayPal ist auf einem Mobilfunkgerät zu sehen, das ein Mann in der Hand hält.
Die Applikation von PayPal ist auf einem Mobilfunkgerät zu sehen, das ein Mann in der Hand hält.  © Felix Kästle/dpa

Update, 5. Mai, 23.14 Uhr: Moderna-Impfauffrischung wirkt ersten Daten zufolge gegen Varianten

Eine Auffrischungsdosis des Corona-Impfstoffs von Moderna wirkt ersten Daten des US-Unternehmens zufolge gut gegen Coronavirus-Varianten.

Das Unternehmen veröffentlichte am Mittwoch Daten aus einer laufenden Studie zu zwei verschiedenen sogenannten Booster-Dosen - einerseits mit dem bereits in vielen Ländern der Welt zugelassenen Impfstoff und andererseits mit einer auf Basis der zuerst in Südafrika identifizierten Virus-Variante entwickelten Booster-Dosis.

Beide hätten die Entwicklung von Antikörpern gegen diese Virus-Variante und die zuerst in Brasilien entdeckte Virus-Variante bewirkt - die neu entwickelte Booster-Variante in Hinblick auf die Südafrika-Variante noch deutlicher. Zudem seien beide Booster-Dosen gut vertragen worden.

Eine Krankenschwester zieht den Impfstoff des Herstellers Moderna gegen das Coronavirus in einer gestellten Situation mit einer Spritze auf.
Eine Krankenschwester zieht den Impfstoff des Herstellers Moderna gegen das Coronavirus in einer gestellten Situation mit einer Spritze auf.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 5. Mai, 23.12 Uhr: WHO bezeichnet US-Entscheidung zu Corona-Patenten als "historisch"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Unterstützung der US-Regierung für die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe als "historische Entscheidung" begrüßt.

Dies sei ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie, erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus (56) am Mittwoch über Twitter.

Die Entscheidung sei ein eindrucksvolles Beispiel der amerikanischen Führungsrolle in Fragen der globalen Gesundheit, schrieb er. Damit könne die globale Ungleichheit bei den Impfstoffen bekämpft werden, um gemeinsam daran zu arbeiten, "diese Pandemie zu beenden".

Update, 5. Mai, 21.28 Uhr: USA unterstützen Aussetzung von Patenten für Corona-Impfstoffe

Für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie unterstützt die US-Regierung die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe.

Die USA stünden hinter dem Schutz geistigen Eigentums, die Pandemie sei aber eine globale Krise, die außerordentliche Schritte erfordere, erklärte die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai am Mittwoch. Die USA würden sich im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) für die Erstellung eines entsprechenden Abkommens einsetzen. Wegen des Konsensprinzips und der Komplexität der Materie könnte dies zeitaufwendig werden, hieß es.

Update, 5. Mai, 20.43 Uhr: Spahn will für Astrazeneca Priorisierung aufheben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will für Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca die Priorisierung sofort aufheben.

"Wir werden generell - und darüber möchte ich morgen mit Karl-Josef Laumann (NRW) und anderen 15 Landesministerkollegen reden - bei Astrazenca eindeutig sagen für Arztpraxen wie für Impfzentren, dass es dort keine Priorisierung mehr gibt", sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend in der Sendung "Aktuelle Stunde" des WDR-Fernsehens.

Unabhängig von Alter oder Vorerkrankung könne dann also jeder, der mit Astrazeneca geimpft werden wolle, auch geimpft werden. Auf die Nachfrage, ab wann das gelten solle, sagte Spahn: "Für Astrazeneca jetzt schon sofort, das ist mein Vorschlag."

Update, 5. Mai, 20.31 Uhr: Umfrage: Mehrheit der Deutschen hält sich an Corona-Ausgangssperre

Die meisten Deutschen halten sich nach eigenen Angaben an die in Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 geltende Corona-Ausgangssperre.

Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Civey-Umfrage für das Magazin "Business Insider" gaben mehr als 77 Prozent der Befragten an, dass sie sich strikt an die seit Ende April in entsprechenden Landkreisen geltende Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr halten würden.

Etwa zwei Drittel hielten sich den Angaben nach sogar sehr strikt daran. Nur eine Minderheit gab an, sich weniger strikt (4,7 Prozent) oder gar nicht (8,7 Prozent) daran zu halten. Die restlichen Befragten gaben an, nicht von der Regelung betroffen zu sein oder keine Antwort zu wissen.

Ausgewertet nach den Wahlabsichten der Befragten zeigte sich, dass fast 43 Prozent der AfD-Anhänger angaben, sich weniger an die Ausgangssperre zu halten oder sie ganz zu missachten. Bei der FDP waren es demnach knapp 21 Prozent, bei den Linken rund 15. Bei CDU, SPD und Grünen waren es laut der Umfrage jeweils nur unter zehn Prozent der Befragten.

Update, 5. Mai, 20 Uhr: Broadway startet am 17. September - New York öffnet weiter rasant

Eineinhalb Jahre nach dem Corona-Lockdown sollen die Shows am New Yorker Broadway am 17. September wieder starten.

Der Ticket-Verkauf für die Theaterstücke und Musicals beginne am Donnerstag, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch mit. Die Säle könnten dann wie vor der Krise mit einer Kapazität von 100 Prozent genutzt werden. "Der Broadway ist ein wesentlicher Bestandteil der Identität und Wirtschaft unseres Staates und wir freuen uns, dass die Vorhänge wieder aufgehen werden", so Cuomo.

Schon am 19. Mai dürfen dabei Teile der Baseballstadien der Yankees und der Mets voll gefüllt sein - sofern die Besucher vollständig geimpft sind und Masken tragen. Cuomo kündigte zugleich einen Anreiz für Impf-Skeptiker an: Für alle Baseball-Fans gibt es ein kostenloses Ticket, wenn diese sich direkt beim Stadion impfen lassen.

Update, 5. Mai, 19.58 Uhr: Verfassungsgericht lehnt Eilanträge gegen Ausgangsbeschränkungen ab

Das Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona-Notbremse abgelehnt.

"Damit ist nicht entschieden, dass die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar ist", teilte das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe aber mit. Diese Frage müsse im Hauptsacheverfahren geklärt werden.

Die Polizei kontrolliert die Straßen, ob die Ausgangsbeschränkungen eingehalten werden.
Die Polizei kontrolliert die Straßen, ob die Ausgangsbeschränkungen eingehalten werden.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 5. Mai, 18.45 Uhr: Kampf gegen Corona: Malta hat bald die Hälfte der Bürger geimpft

Das kleine EU-Land Malta kommt seinem Ziel näher, bis Ende Juni eine Impfquote um die 70 Prozent zu erreichen.

Schon jetzt haben 47 Prozent aller 514.000 Einwohner und Einwohnerinnen mindestens eine Impfdosis erhalten, wie Daten des Gesundheitsministeriums in Valletta am Mittwoch zeigten. Bezogen nur auf die Erwachsenen lag die Impfquote sogar bei rund 55 Prozent. Außerdem gehen die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in dem Inselstaat deutlich zurück. Mit den im internationalen Vergleich hohen Impfquoten will das Mittelmeerland sich als sicheres Reiseziel profilieren.

Update, 5. Mai, 18.09 Uhr: Laufzeit von Grünem Pass in Israel wird verlängert

Die Laufzeit des Grünen Passes für alle Menschen in Israel, die gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Erkrankung genesen sind, wird bis Jahresende verlängert.

Dies teilte das Gesundheitsministerium des Landes am Mittwoch mit. Der Pass war für Geimpfte bislang ein halbes Jahr gültig, beginnend ab dem siebten Tag nach der Zweitimpfung. Unklar blieb bislang, ob anschließend eine Folgeimpfung notwendig ist. Auch Genesene können sich in dem Land mittlerweile impfen lassen.

Update, 5. Mai, 17.40 Uhr: Kanada lässt Biontech-Impfstoff für 12- bis 15-Jährige zu

In Kanada darf der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer nun auch 12- bis 15-Jährigen verabreicht werden.

Dies teilte die federführende Gesundheitsbehörde am Mittwoch mit. Sie bezeichnete die Genehmigung als wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie.

Update, 5. Mai, 16.56 Uhr: Schleswig-Holstein lockert Coronabeschränkungen

Schleswig-Holstein geht in der Corona-Pandemie weitere Öffnungsschritte im Tourismus und weiteren Bereichen.

Mehr dazu im Artikel: "Bundesland wagt Vorsprung! Hier gibt's bald wieder Gastronomie und Tourismus"

Daniel Günther (47,CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein.
Daniel Günther (47,CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein.  © Marcus Brandt/dpa

Update, 5. Mai, 16.47 Uhr: Luxemburg will ab 16. Mai Gastronomie weiter öffnen

Luxemburg hat weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen angekündigt.

Ab dem 16. Mai soll die Gastronomie auch im Innenbereich wieder öffnen dürfen, sagte Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel am Mittwoch nach der Sitzung des Regierungsrates. Restaurants und Cafés können Gäste dann bis 22 Uhr empfangen, wobei bis zu vier Personen an einem Tisch sitzen können. Voraussetzung dafür sei ein negativer Corona-Schnelltest. Die Außengastronomie ist in Luxemburg bereits seit 7. April unter strengen Auflagen geöffnet: Draußen ist kein Schnelltest nötig.

Update, 5. Mai, 16.18 Uhr: Studierende beklagen mangelnde finanzielle Unterstützung in Pandemie

In einem gemeinsamen Hilferuf haben die Landesstudierendenvertretungen mehrerer Bundesländer am Mittwoch auf die teils prekäre Situation der Studierenden in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. "Viele Studierende befinden sich weiterhin in einer schweren finanziellen Notlage. Das Anhalten der Pandemie verschlimmert die Lage zusehends", hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung.

Die Überbrückungshilfen des Bundesbildungsministeriums von maximal 500 Euro im Monat seien zum einen viel zu niedrig angesetzt, zum anderen würden sie nur jenen ausgezahlt, die weniger als 100 Euro auf dem Konto hätten, erfolglose Bewerbungen für Nebenjobs nachweisen könnten, monatlich einen Antrag stellten und nicht schon vor der Krise in einer Notlage gewesen seien.

"Da geht es an die Existenz", kritisierten die Landesstudierendenvertretungen aus Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen. "Besonders fatal ist dieser Umstand, da Studierende von den sozialen Sicherungsnetzen der Gesellschaft nicht aufgefangen werden."

Update, 5. Mai, 15.48 Uhr: Bundesregierung warnt vor Verwenden gefälschter Impfpässe

Die Bundesregierung hat die Bürger davor gewarnt, sich gefälschte Impfpässe zu beschaffen, um so vorzeitig in den Genuss von Erleichterungen etwa bei Kontaktbegrenzungen oder bei Urlaubsreisen zu kommen.

Dies sei kein Kavaliersdelikt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in der Bundespressekonferenz. "Wer so etwas tut, gefährdet die Gesundheit anderer Menschen. Das ist das eine. Er macht sich aber auch strafbar. Das ist ganz klar eine nach dem Strafgesetzbuch strafbewehrte Urkundenfälschung. Und strafbare Handlungen werden verfolgt."

Update, 5. Mai, 15.41 Uhr: Serbien bietet rund 25 Euro für Corona-Impfungen

Um die weit verbreitete Impfskepsis in der Bevölkerung des Balkanlandes zu überwinden, will Serbien den Bürgern Geld für eine Corona-Impfung zahlen.

Wer sich bisher impfen ließ oder bis zum 31. Mai eine Impfung erhält, soll eine einmalige Unterstützung in Höhe von 3000 Dinar (25 Euro) erhalten, gab Präsident Aleksandar Vucic am Mittwoch in Belgrad bekannt. Durchschnittlich verdienen die Serben derzeit 520 Euro im Monat.

Diskriminierende Einschränkungen für Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, kämen nicht infrage, sagte Vucic dem regierungsnahen privaten Fernsehsender Pink. Er halte es für "verantwortungslos und egoistisch", wenn sich jemand nicht impfen lassen möchte. "Deshalb haben wir darüber nachgedacht, wie wir Menschen belohnen können, die Verantwortung an den Tag legen."

Update, 5. Mai, 15.36 Uhr: Saarland plant Sonderimpfungen in sozialen Brennpunkten

Auch das saarländische Gesundheitsministerium plant Sonderimpfungen in sozialen Brennpunkten.

Diese sollten in Abstimmung mit den Gemeinwesenprojekten erfolgen, teilte das Ministerium am Mittwoch in Saarbrücken mit. Seit Anfang der Woche gehen beispielsweise in Köln mobile Impfteams in Stadtteile mit sozialen Brennpunkten wie Chorweiler, um gezielt zu impfen. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte für das Pilotprojekt zunächst 1000 Impfdosen zur Verfügung gestellt.

Update, 5. Mai, 15.15 Uhr: Hausarzt verkauft AstraZeneca über Ebay-Kleinanzeigen

Um den Impfstoff von AstraZeneca nicht verfallen zu lassen, hat ein Hausarzt aus Ostwestfalen einen ungewöhnlichen Weg über Ebay-Kleinanzeigen gewählt.

Mehr dazu im Artikel: "Arzt verkauft AstraZeneca-Impfstoff über Ebay-Kleinanzeigen"

Peter Weitkamp bietet Impfstoff über Ebay-Kleinanzeigen an.
Peter Weitkamp bietet Impfstoff über Ebay-Kleinanzeigen an.  © Montage: -/Peter Weitkamp/dpa, Screenshot/Ebay-Kleinanzeigen

Update, 5. Mai, 14.47 Uhr: Auch Zoom-Chef hat Videokonferenz-Müdigkeit

Auch der Chef des boomenden Videokonferenz-Anbieters Zoom kennt das Problem vieler Büroarbeiter in der Corona-Pandemie: Zu viele Zoom-Konferenzen.

Aber sicher doch verspüre auch er eine gewisse Videokonferenz-Müdigkeit, sagte Eric Yuan auf eine entsprechende Frage bei einer Online-Veranstaltung der Zeitung "Wall Street Journal". So habe er an einem Tag 19 Zoom-Konferenzen gehabt. Inzwischen setze er keine Online-Treffen direkt nacheinander mehr an.

Update, 5. Mai, 14.35 Uhr: Gesundheitsministerium bekommt weitere 3,8 Milliarden für Impfstoffe Berlin

Das Gesundheitsministerium soll zur Beschaffung von Corona-Impfstoff weitere 3,8 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt bekommen.

Es geht dabei um Impfstoff für die Jahre 2022 und 2023, also vor allem für Auffrischungsimpfungen und Impfungen gegen mutierte Coronaviren. Das geht aus einem Schreiben des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Demnach zeichnen sich Vertragsabschlüsse der Europäischen Kommission ab, "um eine ausreichende Versorgung mit adäquaten Impfstoffen gegen COVID-19 auch für die kommenden Jahre sicherzustellen". Der Preis werde aber «zu erheblichen Teilen» erst 2022 und 2023 fällig.

Update, 5. Mai, 14.25 Uhr: SPD befürwortet weitere Corona-Bundeshilfe für den ÖPNV

Die SPD im Bundestag befürwortet einen zweiten Rettungsschirm für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wegen der Corona-Krise.

"Die Länder werden die durch den dritten Lockdown verursachten Mehrkosten im ÖPNV nicht alleine stemmen können", sagte SPD-Fraktionsvize Sören Bartol der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. "Der Bund muss mit bis zu einer Milliarde Euro helfen, wenn die Länder ihre Hälfte der Schäden zahlen." Es wäre fatal, wenn sich die Einbrüche bei den Passagierzahlen verfestigten und der ÖPNV so kaputtgespart würde. "Der Nahverkehr ist das Rückgrat der Verkehrswende, der ÖPNV muss daher aus der Krise herauswachsen."

Update, 5. Mai, 14.21 Uhr: Wegen Pandemie: Ottfried Fischer verschiebt kirchliche Hochzeit

Kabarettist Ottfried Fischer (67) und seine Frau Simone haben ihre kirchliche Hochzeit in das kommende Jahr verschoben - schließlich soll es ein großes Fest mit vielen Gästen werden, wie das Paar am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

Mehr dazu im Artikel: "Wegen Corona! Ottfried Fischer muss sich doch länger gedulden"

Ottfried Fischer (67) hat seine kirchliche Hochzeit verschoben.
Ottfried Fischer (67) hat seine kirchliche Hochzeit verschoben.  © Tobias Hase/dpa

Update, 5. Mai, 14.12 Uhr: Norwegen lockert Corona-Maßnahmen für Geimpfte und Genesene

Norwegen lockert seine Maßnahmen für Corona-Geimpfte und -Genesene.

Wer einen Schutz gegen Covid-19 habe, dem rate die Regierung nicht länger von unnötigen Reisen innerhalb Norwegens ab, teilte Ministerpräsidentin Erna Solberg am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Oslo mit. Als geschützt gelten dabei von nun an neben vollständig Geimpften auch diejenigen, deren erste Corona-Impfung mehr als drei Wochen her ist, sowie Personen, die in den vergangenen sechs Monaten an Covid-19 erkrankt gewesen sind. Auch für private Zusammenkünfte gelten für diese drei Gruppen gewisse Lockerungen.

Update, 5. Mai, 14.10 Uhr: Corona lässt Umsatz mit "Fairtrade"-Produkten sinken

Die Corona-Pandemie hat auch beim Absatz fair gehandelter Produkte Spuren hinterlassen.

Erstmals seit 20 Jahren ging 2020 der Umsatz von Waren mit dem "Fairtrade"-Siegel in Deutschland zurück, wie der Verein Transfair am Mittwoch berichtete. Für rund 1,95 Milliarden Euro sind demnach im vergangenen Jahr "Fairtrade"-Produkte wie Kaffee, Bananen, Kakao oder Textilien verkauft worden, etwa 5 Prozent weniger als 2019. In den Jahren zuvor hatte Transfair zumeist zweistellige Zuwachsraten gemeldet. Der Verein vergibt an Händler und Produzenten gegen Lizenzgebühren das Recht, das grün-blau-schwarze Logo zu nutzen.

Transfair-Chef Dieter Overath sieht in den Umsatzrückgängen aber nur eine Unterbrechung des Aufwärtstrends für faire Produkte. "Wir werden die Delle nicht nur ausbügeln, wir werden in diesem Jahr ein klares Plus hinbekommen", sagte er bei einer Online-Pressekonferenz. Das habe sich schon in den ersten Monaten des laufenden Jahres gezeigt.

Update, 5. Mai, 14.03: Maas drückt bei weltweiter Impfstoffverteilung aufs Tempo

Bundesaußenminister Heiko Maas (54) dringt auf eine schnellere Verteilung von Corona-Impfstoff an arme Länder.

Das Tempo der Lieferungen im Rahmen der internationalen Initiative Covax müsse noch einmal deutlich erhöht werden, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch am Rande des G7-Außenministertreffens in London. "Wir wollen diese Initiative fortsetzen, wir wollen noch schneller werden, wir wollen noch mehr Impfstoff in die Welt liefern."

Damit wolle man auch der "Impfstoffdiplomatie" von China und Russland etwas entgegensetzen. Das von russischen Forschern entwickelte Vakzin Sputnik V ist nach Angaben aus Moskau mittlerweile in mehr als 60 Ländern zugelassen.

Laut Maas finanzieren die G7-Staaten USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Kanada die Covax-Initiative zusammen zu drei Vierteln. Bis zum Jahresende sollten zwei Milliarden Impfdosen über Covax zur Verfügung gestellt werden.

Heiko Maas (54, SPD, vorne), Bundesaußenminister.
Heiko Maas (54, SPD, vorne), Bundesaußenminister.  © Justin Tallis/Pool AFP /AP/dpa

Update, 5. Mai, 12.30 Uhr: Elbjazz-Festival auch in diesem Jahr wegen Corona abgesagt

Das Hamburger Elbjazz-Festival am 4. und 5. Juni muss auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

"Wir wissen, dass dies eine bittere Nachricht ist – insbesondere für jene von euch, die uns das große Vertrauen geschenkt haben, ihr Ticket von 2020 auf das Elbjazz 2021 zu übertragen", teilten die Veranstalter am Mittwoch in Hamburg mit.

Update, 5. Mai, 12.15 Uhr: Bundesparteitag der Grünen wegen Corona nur digital

Der Grünen-Bundesparteitag, auf dem unter anderem die Kanzlerkandidatur der Co-Vorsitzenden Annalena Baerbock besiegelt werden soll, findet wegen der Corona-Pandemie nur digital statt.

"Angesichts der Pandemielage ist eine solche Großveranstaltung für uns nicht zu verantworten. Wenn das ganze Leben digital ist, gilt das auch für die Politik", sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner dem "Tagesspiegel" (Mittwoch). Vom 11. bis 13. Juni wollen die Grünen auf dem Parteitag zudem über den endgültigen Beschluss zum Wahlprogramm entscheiden.

Update, 5. Mai, 11.10 Uhr: FDP wird sich bei Abstimmung über Corona-Verordnung enthalten

Die FDP will sich am Donnerstag bei der Abstimmung über die Corona-Verordnung im Bundestag enthalten.

In dem Vorhaben der Bundesregierung sei nicht ausreichend berücksichtigt, dass Geimpfte keine Gefahr mehr seien, sagte Marco Buschmann, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP im Bundestag, am Mittwoch.

Zudem sei in wesentlichen Fragen der Verwirklichung von Grundrechten ein Gesetz nötig. "Von der Sache her geht die Verordnung in die richtige Richtung, weil sie eben Ausnahmen von Grundrechtseinschränkungen für Genesene und Geimpfte vorsieht. Sie sind aber nicht konsequent zu Ende gedacht", sagte er.

Update, 5. Mai, 10.50 Uhr: Weit über zehn Millionen Menschen zur Corona-Impfung berechtigt

In vielen Bundesländern dürfen sich Angehörige der Priorisierungsgruppe drei für die Corona-Impfung anmelden - alleine aufgrund ihres Alters sind das bundesweit mehr als zehn Millionen Menschen.

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, gab es Ende 2019 rund 10,5 Millionen Menschen im Alter von 60 bis unter 70 Jahren. Das waren 12,6 Prozent der Bevölkerung.

Zur Gruppe drei mit erhöhter Priorisierung gehören auch Menschen, die in einer kritischen Infrastruktur arbeiten.

Update, 5. Mai, 10 Uhr: Spahn zu Lockerungen: "Zuversicht paaren mit Umsicht und Vorsicht"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hat mit Blick auf die Rücknahme von Grundrechtseinschränkungen bei Geimpften und Genesenen in der Corona-Pandemie zu Umsicht und Vorsicht aufgerufen.

"Wir haben Anlass zu viel Zuversicht und Perspektive, die Zahl der Impfungen steigt, wir können Lockerungen machen", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im "ZDF"-Morgenmagazin.

"Aber wir sind auch noch in der dritten Welle", ergänzte er. Die Zahlen gingen runter, aber seien noch nicht tief genug, die Intensivstationen seien noch stark belastet. "Zuversicht paaren mit Umsicht und Vorsicht" sei das Gebot der Stunde.

Die Erfahrungen anderer Länder auf der Welt hätten gezeigt: "Wer zu schnell öffnet, den kann das auch sehr sehr schnell wieder einholen", mahnte Spahn. "Wir machen das eben Schritt für Schritt mit Augenmaß, aber auch mit einem Verständnis dafür, dass es hier um Grundrechte und Freiheiten geht."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU).
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU).  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 5. Mai, 9.05 Uhr: Ramelow fordert fälschungssicheren Impfnachweis

Der thüringische Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (65, die Linke) hat die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Verordnung zu Erleichterungen für Geimpfte und Genesene kritisiert.

Es fehle der fälschungssichere Impfnachweis. "Das ist ein kleines, wenn auch nicht unwichtiges Detail, weil wir beim Nachweis der Impfzertifikate und der Testzertifikate sowie dem Status der Genesenen ein klares Instrument brauchen, damit es auch überprüft werden kann", sagte Ramelow am Mittwoch in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv mit Blick auf die wegfallenden Ausgangsbeschränkungen und die notwendigen Kontrollen durch die Polizei. Er hoffe auf eine rasche Lösung.

"Ansonsten ist es eine Bundes-Notbremse und ein Bundes-Durcheinander - und davon haben wir am Ende keine Verbesserung für alle Beteiligten."

Der thüringische Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (65, die Linke) hat die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Verordnung zu Erleichterungen für Geimpfte und Genesene kritisiert.
Der thüringische Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (65, die Linke) hat die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Verordnung zu Erleichterungen für Geimpfte und Genesene kritisiert.  © Michael Reichel/dpa

Update, 5. Mai, 8.50 Uhr: Höchstwert bei täglichen Corona-Todeszahlen in Indien

Indien hat an einem Tag so viele Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Land erfasst wie nie davor.

In den vergangenen 24 Stunden starben 3780 Menschen, wie das indische Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. 382.000 Menschen haben sich im selben Zeitraum in Indien nachweislich neu mit Sars-CoV-2 angesteckt.

In absoluten Zahlen ist Indien mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern mit insgesamt mehr als 20,6 Millionen erfassten Corona-Infektionen hinter den USA am stärksten von der Pandemie betroffen. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Opferzahl deutlich über den offiziellen Zahlen liegt.

Update, 5. Mai, 8.30 Uhr: Linke-Fraktionschefin will einheitliche Regeln bei niedriger Inzidenz

Mit Blick auf die Rücknahme der Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte und Genesene hat die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag bundeseinheitliche Regelungen für Regionen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von unter 100 gefordert.

Amira Mohamed Ali (41) sagte am Mittwoch im "ZDF"-Morgenmagazin, es sei "nach wie vor so, dass die Länder das in Eigenverantwortung regeln". In den Regionen mit niedrigen Inzidenzen bleibe es bei einem "Flickenteppich" und das sei "überhaupt nicht gut".

"Natürlich wäre es auch da richtig und wichtig, dass es endlich transparente und einheitliche Regelungen bundesweit gibt - das ist bisher von der Bundesregierung noch nicht auf den Weg gebracht worden", sagte die Oppositionspolitikerin.

Die Fraktionsvorsitzende der Linken Amira Mohamed Ali (41).
Die Fraktionsvorsitzende der Linken Amira Mohamed Ali (41).  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 5. Mai, 8 Uhr: Bundesländer machen Hoffnung auf Urlaub im Inland

Was wird aus dem Urlaub in diesem Jahr? Darüber machen sich viele Menschen Gedanken angesichts der Corona-Pandemie. Es gibt leichten Grund zur Hoffnung - zumindest für Urlaub im Inland.

Angesichts sinkender Corona-Neuinfektionsraten haben mehrere Bundesländer eine vorsichtige Öffnung für Touristen angekündigt.

Mehr erfahrt Ihr in unserem TAG24-Artikel "Öffnungen für Touristen: Das haben unsere Bundesländer vor!"

Update, 5. Mai, 6.15 Uhr: Scheuer dringt auf weitere Corona-Milliardenhilfe für den ÖPNV

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dringt auf weitere Finanzhilfen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wegen der Corona-Krise für dieses Jahr.

"Mit noch einmal einer Milliarde Euro können wir den umweltfreundlichen ÖPNV weiter leistungsfähig und zuverlässig am Laufen halten", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Dies stärke das Vertrauen und mache das System insgesamt zukunftsfest.

Angesichts deutlich gesunkener Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen machen den Verkehrsanbietern starke Einnahmeausfälle zu schaffen. Der Bund hatte im vergangenen Jahr schon 2,5 Milliarden Euro zusätzlich bereitgestellt - über die jährlichen Regionalisierungsmittel hinaus, die in diesem Jahr auf knapp 9,3 Milliarden Euro steigen.

Update, 5. Mai, 5.30 Uhr: Virologin Ciesek "optimistisch", dass sich Corona-Situation entspannt

"Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg", sagte die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek (43) am Dienstagabend im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update".

Das Impftempo sei schneller als vorhergesagt, bis zu eine Million Impfungen pro Tag seien eine gute Zahl. "Ich bin optimistisch: Wenn wir es schaffen, weiter schnell und gezielt zu impfen und vielleicht in vier Wochen schon die Hälfte der Erwachsenen die erste Dosis bekommen haben, dass sich die Situation dann weiter entspannen wird."

Zu den geplanten Lockerungen sagte Ciesek, man müsse unterscheiden, wer auf wen treffe: Eine Gruppe vollständig geimpfter Personen sei nahezu vollständig geschützt. "Hier kann es zu einer Lockerung kommen." Anders sehe es in der Öffentlichkeit aus, wo ganz viele noch nicht geimpft sind. "Da muss man noch vorsichtig sein und als Geimpfter noch Rücksicht nehmen auf die, die nicht geimpft sind."

Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt
Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 5. Mai, 2 Uhr: Hausärzte wollen Rechtssicherheit für Nutzung siebter Biontech-Dosis

Der Deutsche Hausärzteverband fordert Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte, die pro Ampulle des Corona-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer sieben statt sechs Dosen verabreichen wollen.

"Es kann nicht sein, dass täglich in Deutschland Impfdosen weggeworfen
werden", sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

Im Umgang mit der siebten Impfdosis brauche es bundesweit Rechtssicherheit. Dass Hausärztinnen und Ärzte, die mit dem vorhandenen Impfstoff so viele Menschen so schnell wie möglich impfen wollten, riskierten, "mit einem Bein im Gefängnis zu stehen", dürfe nicht sein, betonte Weigeldt.

Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach sich demnach für Rechtssicherheit für die Nutzung der siebten BioNTech-Dosis aus. Bei dem Impfstoff seien nur sechs Dosen pro Ampulle zugelassen – die siebte zu verwenden, sei nicht verboten, aber rechtlich nicht abgesichert. "Ich verstehe, dass viele Ärzte aus Angst vor dem Haftungsrisiko die siebte Dosis des BioNTech-Impfstoffs wegwerfen", sagte Lauterbach den Zeitungen und forderte: "Der Staat muss das Haftungsrisiko übernehmen."

Update, 4. Mai, 21 Uhr: Polens Parlament gibt grünes Licht für Corona-Aufbaufonds

Polens Parlament hat den sogenannten Eigenmittelbeschluss ratifiziert und damit grünes Licht für den milliardenschweren europäischen Corona-Aufbaufonds gegeben. Eine Mehrheit von 290 Abgeordneten stimmte am Dienstag für die Vorlage, 33 waren dagegen, 133 enthielten sich der Stimme.

Der Eigenmittelbeschluss ist die Grundlage zur Finanzierung des EU-Haushaltsrahmens von 2021 bis 2027 und die Rechtsgrundlage für die EU-Kommission, Schulden für das 750-Milliarden-Programm gegen die Corona-Wirtschaftskrise aufzunehmen. Die im Sommer 2020 verabredeten Aufbauhilfen sollen den EU-Mitgliedstaaten helfen, nach der Pandemie wieder auf die Beine zu kommen. Damit die EU-Kommission die Schulden machen kann, ist die Erlaubnis aller 27 Staaten nötig.

Update, 4. Mai, 20.45 Uhr: FDP-Chef Lindner will "3G-Regel" für Geimpfte, Genesene und Getestete

FDP-Chef Christian Lindner (42) fordert als Reaktion auf die Entwicklung bei den Corona-Infektionen weitergehende Lockerungen auch für Menschen mit einem Negativtest.

"Angesichts des rückläufigen Infektionsgeschehens und deutlich beschleunigter Impfkampagne müssen jetzt Öffnungsschritte erfolgen", sagte Lindner am Dienstag. "Außerhalb von Hotspots sollte in ganz Deutschland die 3G-Regel gelten: Für Geimpfte, Genesene und Getestete sollten Restaurants, Handel, Hotels, Museen, Theater und Kinos mit Schutzkonzepten wieder öffnen."

Für vollständig Geimpfte und Genesene könnten die Corona-Regeln unterdessen schon ab dem Wochenende gelockert sein. Die Bundesregierung beschloss am Dienstag eine entsprechende Verordnung und machte damit den Weg für einen schnellen Beschluss in Bundestag und Bundesrat frei.

FDP-Chef Christian Lindner (42) fordert 3G-Regel" für Geimpfte, Genesene und Getestete.
FDP-Chef Christian Lindner (42) fordert 3G-Regel" für Geimpfte, Genesene und Getestete.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 4. Mai, 20.15 Uhr: Virologin Ciesek: "Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg!"

Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek (43) ist zuversichtlich, dass sich die Corona-Situation in Deutschland entspannt.

"Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg", sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Dienstag im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update".

Ausführliches dazu im Extra-Artikel.

Sandra Ciesek (43), Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt.
Sandra Ciesek (43), Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Update, 4. Mai, 19.50 Uhr: US-Präsident Biden will bis 4. Juli 70 Prozent aller Erwachsenen geimpft wissen

Bis Anfang Juli sollen nach dem Willen der US-Regierung rund 70 Prozent aller rund 260 Millionen Erwachsenen im Land mindestens die erste Corona-Impfung erhalten haben. Dies sei Präsident Joe Bidens (78) neues Ziel, erklärte das Weiße Haus am Dienstag.

Zudem sollen bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli 160 Millionen Menschen bereits vollständig geimpft sein. Bislang haben Daten der Gesundheitsbehörde CDC zufolge 56 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Impfung erhalten. 105 Millionen Menschen sind voll geimpft.

Um das neue Ziel zu erreichen, müssten in den nächsten 60 Tagen fast 100 Millionen zusätzliche Impfungen erfolgen, erklärte ein Vertreter des Weißen Hauses. Die Regierung werde dafür unter anderem die Apotheken anweisen, künftig auch Impfungen ohne vorherige Terminvereinbarung zu ermöglichen. Rund 40.000 Apotheken in den USA bekommen ihren Impfstoff direkt von der Regierung.

Biden hatte den Amerikanern zu Beginn seiner Amtszeit versprochen, dass die massive Impfkampagne bis zum 4. Juli eine gewisse Rückkehr zur Normalität ermöglichen werde. Zudem hat er in Aussicht gestellt, dass die USA schon Ende Mai genügend Impfstoff für alle Erwachsenen haben werden.

In den USA werden vor allem die Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer eingesetzt, bei denen jeweils zwei Spritzen nötig sind. Zudem wird das Präparat von Johnson & Johnson eingesetzt, das bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung entfaltet.

Update, 4. Mai, 19.40 Uhr: Scholz drängt auf klare Ansage für Verlängerung von Wirtschaftshilfen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) drängt auf Klarheit für weitere Wirtschaftshilfen in der Corona-Pandemie.

"Ich bin fest überzeugt, dass wir die Wirtschaftshilfen noch mal verlängern und nun bald eine klare Ansage bis Ende des Jahres machen sollten", sagte der SPD-Politiker in einem am Dienstag veröffentlichten Handelsblatt-Interview. Auch die Regeln zur Kurzarbeit sollten verlängert werden. "Selbst wenn die Pandemie im Sommer größtenteils überstanden sein wird, werden noch viele in diesem Jahr auf Unterstützung angewiesen sein. Die sollen sie dann auch bekommen."

Auf die Frage nach einem weiteren Konjunkturprogramm sagte Scholz, die Politik sei bereits sehr expansiv ausgerichtet. "Für dieses Jahr rechne ich mit einem guten Wachstum, vielleicht sogar besser, als es viele glauben." Für 2020 bis 2022 werde man mehr als 400 Milliarden Euro Schulden aufnehmen. "Diese Entscheidung finde ich absolut richtig - aber das ist auch nicht wenig Geld", sagte Scholz.

Der Vizekanzler und auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU) hatten sich bereits offen dafür gezeigt, die Überbrückungshilfe III zu verlängern. Damit bekommen Firmen und Soloselbstständige Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten - das sind etwa Mieten und Pachten, Zinsaufwendungen für Kredite sowie Ausgaben für Strom und Versicherungen.

Voraussetzung ist ein Umsatzeinbruch von wenigstens 30 Prozent. Der Förderzeitraum läuft bisher bis Juni.

Update, 4. Mai, 19.20 Uhr: DEB-Team bricht Training nach Positiv-Test von Assistenztrainer ab

Wegen eines Corona-Verdachtsfalls hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft am Dienstag ihr Training in der WM-Vorbereitung abgebrochen.

Assistenztrainer Matt McIlvane (35) wurde zweimal positiv auf das Virus getestet. Alle Spieler, Trainer und Betreuer hätten sich umgehend auf ihre Hotelzimmer in Nürnberg begeben und würden vorerst dort bleiben, teilte der Deutsche Eishockey-Bund am Dienstag mit.

McIlvane war vor seinem positiven Test wie der Rest der Delegation mehrmals negativ getestet worden, der Amerikaner hat laut DEB zudem bereits eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das nächste Eistraining soll es nun wie ohnehin geplant erst am Donnerstag geben, bis zur Klärung des Sachverhaltes werden sich die Spieler mit Online-Training und Übungen auf ihren Zimmern fit halten.

Die DEB-Auswahl hatte in Nürnberg am Dienstag die dritte Phase der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft begonnen, die am 21. Mai in Lettlands Hauptstadt Riga beginnt. Am Freitag und Samstag sind nach insgesamt vier Niederlagen gegen die Slowakei und Tschechien die abschließenden Testspiele gegen Belarus in Nürnberg angesetzt. Erster WM-Gegner ist Außenseiter Italien.

Update, 4. Mai, 18.50 Uhr: Lockdowns hinterlassen bei Metro rote Zahlen

Die coronabedingten Lockdowns in vielen Ländern haben den Großhandelskonzern Metro von Januar bis März in die roten Zahlen gezogen.

Unter dem Strich stand ein Minus von 131 Millionen Euro nach einem Verlust von 87 Millionen ein Jahr zuvor, wie das im SDax gelistete Unternehmen am Dienstagabend in Düsseldorf mitteilte. Insgesamt stand für das erste Geschäftshalbjahr bis Ende März ein Verlust von 32 Millionen Euro zu Buche. Unter anderem trafen die Lockdowns die Hotel- und Gastronomiebranche hart - beide sind wichtige Kunden der Metro.

Der Vorstand, seit 1. Mai unter Führung von Metro-Chef Steffen Greubel, erwartet nun, dass es zwischen Juni und August eine umfassende Wiedereröffnung von Gastronomie und Tourismus gibt. Dies solle zu einer schnellen und substanziellen Erholung der Branche führen.

Von Januar bis März schrumpfte der Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 15,9 Prozent auf 5,05 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sackte um 14,2 Prozent auf 114 Millionen Euro.

Insgesamt stand bei Metro für das erste Geschäftshalbjahr bis Ende März ein Verlust von 32 Millionen Euro zu Buche.
Insgesamt stand bei Metro für das erste Geschäftshalbjahr bis Ende März ein Verlust von 32 Millionen Euro zu Buche.  © Federico Gambarini/dpa

Update, 4. Mai, 18.11 Uhr: Grüner EU-Corona-Pass soll im Juni starten

Italiens Regierungschef Mario Draghi (73) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass der angekündigte EU-Corona-Pass ab Mitte Juni das Reisen erleichtern kann. Der sogenannte Grüne Pass werde in der "zweiten Juni-Hälfte voll einsetzbar sein", sagte Draghi nach einer Video-Konferenz der Tourismusminister der Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) in Rom.

In Italien werde ein ähnliches Dokument, das die Reisefreiheit in dem Mittelmeerland etwa für Geimpfte erhöht, ab Mitte Mai verfügbar sein. Draghi warb für sein Land: "Es ist an der Zeit für Sie, um einen Urlaub in Italien zu buchen", sagte er.

Italien hat 2021 den Vorsitz der G20-Runde. Deshalb hatte Rom die Konferenz der Fachminister organisiert. Es ging darum, ein Signal zum Neustart der von der Pandemie angeschlagenen Tourismusbranche zu geben. In der Europäischen Union (EU) ruhen große Hoffnungen auf dem digitalen Grünen Pass. Brüssel arbeitet an einem solchen Zertifikat. In dem Dokument sollen Impfungen, Tests und überstandene Infektionen gespeichert werden.

Die G20-Länder berieten auch über Leitlinien für das Reisen der Zukunft. Zu den sieben Zukunftssäulen gehören neben der Sicherheit ein nachhaltiger Umbau des Wirtschaftsbereichs und die weitere Digitalisierung.

"Kurzfristig gilt es jetzt, das Vertrauen in sicheres Reisen wiederherzustellen", betonte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (46), in einer Mitteilung. Er vertrat Deutschland in der G20-Runde. Doch ein Neustart alleine genüge nicht: "Wir müssen die richtigen Schlüsse ziehen und einen modernen, zukunftsfähigen Tourismus formen", erläuterte er. Zur Gruppe der G20 gehören 19 Industrie- und Schwellenländer sowie die EU.

Update, 4. Mai, 18.02 Uhr: Bremerhavens OB fordert Lockerungsstrategie wie in Niedersachsen

Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (58, SPD) hält Lockerungsbeschlüsse ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 wie in Niedersachsen auch im Bundesland Bremen für sinnvoll.

Er forderte am Dienstag parallele Entscheidungen des Senats. "Noch liegen unsere Inzidenzzahlen über 100, allerdings mit sinkender Tendenz", sagte der Sozialdemokrat am Dienstag. Es sei aber wichtig, sich jetzt schon verlässlich auf Öffnungsperspektiven einzustimmen.

"In dieser Situation müssen wir auch Lockerungen haben, damit der Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie, Kultureinrichtungen und die touristischen Attraktionen in Bremerhaven wieder eine wirtschaftliche Perspektive bekommen", so Grantz.

Niedersachsen will vom kommenden Montag (10. Mai) an mit einem Stufenplan in Lockerungen einsteigen. In Landkreisen und Großstädten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 sollen Handel, Gastronomie, Tourismus sowie Kulturveranstaltungen im Freien wieder anlaufen. Voraussetzung ist ein tagesaktuell negativer Corona-Schnelltest oder der Nachweis einer vollständigen Impfung gegen das Coronavirus.

Update, 4. Mai, 17.55 Uhr: Brandenburg gibt AstraZeneca für unter 60-Jährige frei

In Brandenburg können sich ab sofort unter 60-Jährige freiwillig in Arztpraxen mit dem Wirkstoff des Herstellers AstraZeneca gegen das Coronavirus impfen lassen.

Das Brandenburger Impfkabinett habe dies gebilligt, teilte das Innenministerium am Dienstag mit. Die Arztpraxen erwarteten größere Lieferungen des Impfstoffs. Insgesamt könne der Bestand bis Ende nächster Woche auf mehr als 100.000 Dosen anwachsen, hieß es zur Begründung.

"Jetzt, wo AstraZeneca endlich wieder in größeren Mengen zur Verfügung stehen wird, können wir für unter Sechzigjährige die Priorisierung komplett aufheben", sagte Innenminister Michael Stübgen (61, CDU). In Arztpraxen dürfe ab sofort frei entschieden werden, wer den Impfstoff bekomme.

Dies erhöhe die Flexibilität für die impfenden Hausärzte ganz entscheidend. "Wer unter 60 ist, kann sich jetzt freiwillig mit AstraZeneca impfen lassen", sagte Stübgen. "Natürlich ist das mit einem ausführlichen Aufklärungsgespräch verbunden und die letzte Entscheidung liegt immer beim Arzt."

Update, 4. Mai, 17.50 Uhr: Caritas fordert Corona-Erleichterungen auch für Altenheime

Die Münchner Caritas hat von der bayerischen Staatsregierung verlangt, die Corona-Vorschriften auch für Altenheime zu lockern.

"Wir fordern die Staatsregierung erneut auf, die restriktiven Vorgaben auch für die Alten- und Pflegeheime aufzuheben und den Menschen dort ihre Freiheitsrechte wieder uneingeschränkt zurückzugeben", sagte Gabriele Stark-Angermeier vom Diözesan-Caritasvorstand am Dienstag. "Warum sollen sich zweifach geimpfte Besucher oder Mitarbeitende noch testen lassen oder eine FFP2-Maske aufsetzen, wenn sie auf zweifach geimpfte Bewohner treffen?"

Das bayerische Kabinett hatte zuvor entschieden, dass vollständig Geimpfte und Genesene ab diesen Donnerstag von vielen Corona-Beschränkungen befreit werden. In den Pflegeheimen in Bayern sollen die bisherigen Einschränkungen für die Senioren aber weiter gelten.

Im Freistaat gibt es seit Monaten strenge Vorgaben, nach denen die Menschen beispielsweise ihre Eltern in den Heimen nicht mehr uneingeschränkt besuchen dürfen. Viele Senioren berichten, dass sie sehr unter den Beschränkungen leiden.

Update, 4. Mai, 17.45 Uhr: Elektronischer Impfnachweis? Thüringen und Brandenburg sollen testen!

Der Kampf gegen das Coronavirus läuft auf Hochtouren: Thüringen und Brandenburg sollen nach Worten der Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner (52, Linke) einen elektronischen Impfnachweis erproben.

Alles zum Pilotprojekt zum elektronischen Impfnachweis, das nächste Woche starten soll, erfahrt Ihr hier.

Elektronischer Impfnachweis? Thüringen und Brandenburg sollen testen! (Symbolbild)
Elektronischer Impfnachweis? Thüringen und Brandenburg sollen testen! (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa-Pool/dpa

Update, 4. Mai, 17.31 Uhr: Thüringen und Brandenburg sollen elektronischen Impfnachweis testen

Thüringen und Brandenburg sollen nach Worten der Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner (52, Linke) einen elektronischen Impfnachweis erproben.

Man werde das Pilotprojekt bereits kommende Woche starten, sagte Werner am Dienstag nach einer Kabinettssitzung der rot-rot-grünen Landesregierung in Erfurt. Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen werde das Projekt am Montag vorstellen. "Und wir hoffen, dass wir dann auch gut Vorarbeiten leisten können, damit auf Bundesebene schnellstmöglich so ein elektronischer Impfnachweis für alle da sein kann", sagte Werner.

Bundesweit wird derzeit diskutiert, ob vollständig Geimpfte und Genesene früher als andere bestimmte Freiheiten und Grundrechte zurückerhalten sollten.

In mehreren Bundesländern sollen in einem ersten Schritt Genesene und Geimpfte Menschen mit einem negativen Corona-Test gleichgestellt werden. Auch in Thüringen sieht dies eine neue Verordnung vor, die am Donnerstag in Kraft treten soll.

Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) hatte bereits Mitte April angekündigt, sie habe sich dafür beworben, um den digitalen Impfausweis im Land auszuprobieren. Geplant ist nun, dass die KVBB als ein Pilotpartner mit dem Bundesgesundheitsministerium den Impfpass in Arztpraxen einführt.

Update, 4. Mai, 17.30 Uhr: Britische Regierung hält an Lockerungen fest

Angesichts niedriger Corona-Neuinfektionen hält die britische Regierung an ihrem Zeitplan für Lockerungen fest.

Damit werden voraussichtlich wie geplant am 17. Mai weitere Restriktionen aufgehoben: Dann dürfen Restaurants und Pubs auch ihre Innenräume öffnen, außerdem sind Auslandsreisen wieder erlaubt. Die Zahlen entsprächen den Erwartungen. "Das ist äußerst ermutigend und der Einführung des Impfstoffs sowie der britischen Bevölkerung zu verdanken", sagte ein Regierungssprecher am Dienstag. Das Kabinett muss dem Öffnungsschritt aber noch formal zustimmen.

Im Vereinigten Königreich ist die Zahl der Neuinfektionen weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei etwa 23. Das Impfprogramm schreitet weiter rasch voran, bisher wurden etwa 35 Millionen Menschen geimpft, das ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von rund 66 Millionen. Etwa 15,5 Millionen Menschen haben die für den vollen Schutz nötige zweite Spritze erhalten.

Im Vordergrund stehen nun die Bedingungen, unter denen Privatreisen ins Ausland wieder möglich sind. In den kommenden Tagen will die Regierung die Länder nennen, in die bereits vom 17. Mai an Reisen ohne Quarantäne möglich sind.

Britischen Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um Länder mit niedriger Inzidenz oder hoher Impfquote wie Israel, Island oder Portugal. Deutschland könnte ebenso wie die beliebten Reiseziele Italien, Frankreich und Spanien dann im Juni folgen - je nach Entwicklung der dortigen Corona-Lage.

Update, 4. Mai, 17.28 Uhr: Bremen ändert Corona-Regeln! Geimpfte brauchen keine Tests mehr

Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder in den vergangenen sechs Monaten eine Infektion überstanden haben, sind künftig im Bundesland Bremen von allen Testpflichten ausgenommen.

Eine entsprechende Regelung beschloss der Senat am Dienstag. Die Betroffenen benötigten keine Tests mehr. Ein vollständiger Impfschutz bestehe ab dem 15. Tag nach der abschließenden Impfung, hieß es. Die Bürgerschaft muss der Änderung in dieser Woche noch zustimmen.

Geändert wurden auch die Regeln zur Vorlage von Corona-Tests etwa für einen Friseurbesuch. Als Nachweis über einen negativen Test gelten sowohl PCR-Tests, als auch Antigen-Schnelltests und auch Selbsttests. Damit aber ein Selbsttestergebnis akzeptiert werde, müsse der Test vor Ort und unter Aufsicht vorgenommen werden.

Dabei sei eine fachkundige Anleitung oder Aufsicht nicht notwendig. Aber es müsse eine Person beim Testen anwesend sein, die für den jeweiligen Bereich, wie Friseur, Zoo oder Fußpflege zuständig sei. Damit solle sichergestellt werden, dass das Testergebnis tatsächlich aktuell sei und nur die Person Zugang erhalte, die tatsächlich den Test gemacht habe.

Update, 4. Mai, 17.27 Uhr: Cafés und Restaurants könnten an Pfingsten Außenbereiche öffnen

An Pfingsten könnten die Außenbereiche von Cafés und Restaurants in Berlin nach Einschätzung des Senats öffnen.

Unter einer Bedingung: "Wenn sich die Inzidenzen so weiterentwickeln, wie wir das im Moment sehen, dann glaube ich, kann man auch bei uns außengastronomische Angebote machen", sagte der Regierende Bürgermeister, Michael Müller (56, SPD), am Dienstag nach der Senatssitzung. "Wir werden uns selbstverständlich mit Brandenburg abstimmen."

Die rot-schwarz-grüne Koalition in Potsdam hatte sich darauf verständigt, dass Gaststätten im Freien zu Pfingsten öffnen können, wenn sich die Stabilisierung der Infektionslage in den nächsten zwei Wochen fortsetzt.

Müller kündigte an, die Regeln dafür müssten in Berlin noch formuliert werden, in Absprache mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Das werde schon bald passieren. "Denn die Entwicklung kann ja so sein, dass wir in den nächsten Tagen unter 100 kommen mit der Inzidenz", sagte Müller. Dann müsse noch eine Zeitspanne folgen, in der man beobachte, ob dieser Trend stabil sei. "Wir könnten dann mit Brandenburg kompatibel ein Angebot machen."

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen sich pro 100.000 Einwohner in einer Woche neu infizieren, lag in Berlin am Montag bei 121,7.

Cafés und Restaurants in Berlin könnten an Pfingsten Außenbereiche öffnen. (Symbolbild)
Cafés und Restaurants in Berlin könnten an Pfingsten Außenbereiche öffnen. (Symbolbild)  © Annette Riedl/dpa

Update, 4. Mai, 17.25 Uhr: Corona-Härtefallfonds für Soloselbstständige startet

Hamburg hat für durch die Corona-Pandemie in Not geratene Unternehmen und Soloselbstständige einen mit fast 40 Millionen Euro ausgestatteten Härtefallfonds an den Start gebracht.

Er ist für Unternehmerinnen und Unternehmer gedacht, die bislang aus den unterschiedlichsten Gründen keine Corona-Hilfen erhalten haben, wie Finanzsenator Andreas Dressel (46, SPD) am Dienstag sagte. Voraussetzung für die Hilfe seien eine wirtschaftliche Existenzbedrohung, ein Firmensitz in Hamburg und die Zuständigkeit eines Hamburger Finanzamts.

Soloselbstständige können den Angaben zufolge von Mitte Mai bis Ende September direkt bis zu 7500 Euro Nothilfe beantragen, wobei die Förderung maximal 50 Prozent des Referenzumsatzes beträgt. Für alle weiteren Unternehmen und Soloselbstständige mit höherem Förderbedarf sei die Zuwendung in der Regel auf 100.000 Euro begrenzt. In diesem Fall müsse der Antrag jedoch über eine Fachkraft wie einen Steuerberater erfolgen.

Insgesamt stehen derzeit 38,36 Millionen Euro zur Verfügung, wobei sich Hamburg und der Bund die Kosten hälftig teilen. Dressel betonte jedoch, dass der Härtefallfonds aufgestockt werde, sollte die jetzt vorhandene Summe nicht ausreichen. Gleichzeitig warnte er aber vor Missbrauch: "Wer versucht, auf dem Wege öffentliche Mittel abzugreifen, da werden wir hart intervenieren."

Update, 4. Mai, 17.20 Uhr: Corona-Testbereitschaft in Tübingen bricht ein

Nach dem Ende des "Tübinger Modells" fürchtet die Stadt einen Anstieg der unerkannten Corona-Infektionen. Angaben vom Dienstag zufolge ist die Zahl der Schnelltests in Tübingen stark eingebrochen. Wurden in der letzten Versuchswoche noch 24.000 Tests durchgeführt, waren es in der ersten Woche mit Bundes-Notbremse nur noch 8000.

Im Rahmen des Modellversuchs "Öffnen mit Sicherheit" hatten Bürger in Tübingen von März an gegen Vorlage eines negativen Corona-Tests Außengastronomie, Einzelhandel und Kulturvorführungen besuchen können.

Die Bundes-Notbremse beendete das Projekt in der vergangenen Woche. Sie setzte auch die Tübinger Regel außer Kraft, die eine Testpflicht für Arbeitnehmer in größeren Betrieben vorsah.

Laut Stadt führt die Bundesnotbremse dazu, dass in Tübingen mehr Infizierte ohne Symptome unentdeckt bleiben und weniger Infektionsketten abgebrochen werden. Oberbürgermeister Boris Palmer (48, Grüne) und Notärztin Lisa Federle (59) baten die Tübinger, die kostenlosen Testangebote weiter möglichst oft zu nutzen. "Je mehr wir testen, umso schneller senken wie die Inzidenz und können Schulen, Kitas und Geschäfte wieder öffnen", teilten beide mit.

Schnell- und Selbsttests für daheim, Schule, Betriebe oder den Friseurbesuch bieten recht zuverlässige Ergebnisse. (Symbolbild)
Schnell- und Selbsttests für daheim, Schule, Betriebe oder den Friseurbesuch bieten recht zuverlässige Ergebnisse. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 4. Mai, 17 Uhr: Diepholz zieht Notbremse wegen Corona-Ausbruch auf Spargelhof

Der Landkreis Diepholz zieht wegen eines Corona-Ausbruchs unter Saisonarbeitern auf einem Spargelhof ab Mittwoch die Notbremse. Dann gelten nächtliche Ausgangsbeschränkungen, die Schulen stellen auf Online-Unterricht um.

Der Ausbruch hatte die Ansteckungsrate über mehrere Tage auf rechnerisch über 100 Infektionen je 100.000 Menschen binnen einer Woche getrieben und aus dem Landkreis eine Hochinzidenzkommune gemacht. Am Dienstag lag die Inzidenz bei 143,3, wie das Robert Koch-Institut in Berlin mitteilte.

Auf dem betroffenen Spargel- und Beerenhof in Asendorf gab es am Dienstag 104 aktive Corona-Fälle, wie Kreissprecherin Mareike Rein sagte. Am Montag seien noch einmal fast 900 ausländische Arbeitskräfte getestet worden. Bis Dienstag gab es für etwa die Hälfte der Tests ein Ergebnis, acht weitere Infektionen seien zutage gefördert worden. Gleichzeitig würden auf dem Hof auch schon die ersten Betroffenen aus der Quarantäne entlassen.

Ein Supermarkt in Asendorf beklagte nach Polizeiangaben am Montag, dass einige der Arbeiter trotz Quarantäne weiter zum Einkaufen kämen. Die Polizei führte das teils auf mangelnde Sprachkenntnisse der Betroffenen, teils auf ein bewusstes Ignorieren der Regeln zurück. Am Dienstag habe es aber keine Verstöße mehr gegeben, sagte ein Sprecher.

Für die Schulen im Landkreis könnte die Entwicklung nach Reins Angaben ein Hin und Her bedeuten. Die Schulen müssen ab Mittwoch schließen. Das Land Niedersachsen will aber die Grenze zwischen Wechselunterricht und Fernunterricht an eine Inzidenz von 165 knüpfen, wie es auch das Bundesgesetz vorsieht. Wenn dies in Kraft tritt, könnten die Schulen im Kreis Diepholz bereits am Montag wieder zum Wechselunterricht übergehen. Dabei wird im Wechsel eine Hälfte der Klasse in der Schule, die andere zuhause online unterrichtet.

Update, 4. Mai, 16.59 Uhr: Wegen Corona-Gefahr! Herzkranker Häftling bekommt Gefängnis-Auszeit

Ein herzkranker Häftling der Justizvollzugsanstalt Euskirchen darf wegen akuter Corona-Bedrohung im Gefängnis seine Strafe unterbrechen. Wie die Staatsanwaltschaft Aachen am Dienstag bestätigte, wurde dem Hochrisiko-Patienten ein zweimonatiger Hafturlaub gewährt.

Der Freigänger hatte nach Ausbrüchen des Sars-CoV-2-Virus in der Haftanstalt aus Angst vor Ansteckung, aber auch weil er möglicherweise wegen Quarantäne eine anstehende Herzoperation nicht wahrnehmen kann, auf die Auszeit geklagt.

Der Antrag für den zu über drei Jahren Haft verurteilten Betrüger war im Dezember 2020 von der Staatsanwaltschaft Aachen zunächst abgewiesen worden. Nach einer Beschwerde und dem Hinweis des Bonner Landgerichts, den Fall auch wegen der Bedrohung durch Corona-Ausbrüche in der JVA ernst zu nehmen, wurde der Hafturlaub gewährt.

Der Anwalt des Mannes beantragte mittlerweile eine Verlängerung der Auszeit bis Ende August: damit sein Mandant als vollständig Geimpfter seine Haftstrafe beenden kann.

Update, 4. Mai, 16.50 Uhr: Landesregierung von Sachsen-Anhalt stellt Öffnungen in Aussicht

Sachsen-Anhalt will in Landkreisen mit relativ niedrigen Infektionszahlen ab nächster Woche die Corona-Regeln lockern. Dort könnten dann wieder die Außengastronomie, bestimmte touristische Angebote und die Außenbereiche von Schwimmbädern öffnen, kündigte die Landesregierung am Dienstag an.

Auch Modellversuche sollen dann wieder möglich sein. Bedingung für die Öffnungen ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis an fünf Werktagen hintereinander unter 100 liegt. "Draußen geht wieder vieles", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (67, CDU) nach einer Kabinettssitzung.

Dabei sollen grundsätzlich Geimpfte, negativ Getestete und Genesene gleich behandelt werden. Die Landesregierung will die Details der neuen Corona-Regeln im Laufe der Woche klären und spätestens am Freitag beschließen.

Schon am Sonntag könnte die neue Landesverordnung gelten. Ab der fünftägigen Unterschreitung der 100er-Inzidenz greifen die Regeln der sogenannten Bundes-Notbremse nicht mehr - die neue Landesverordnung soll nun regeln, welche Vorschriften dann gelten. Am Dienstag lag der Wert allerdings von allen 14 Kreisen Sachsen-Anhalts nur in Magdeburg unter 100 - das allerdings schon den zweiten Werktag in Folge.

Update, 4. Mai, 16.40 Uhr: Bessere Bezahlung für Pflegekräfte - Jens Spahn gibt Vorschlag auf den Weg

Ihre Bedeutung für die Menschen und das System in Deutschland wurden durch die Coronavirus-Pandemie deutlicher als jemals zuvor - zumindest für die breite Öffentlichkeit: In den Koalitionsstreit um eine bessere Bezahlung von Pflegekräften kommt Bewegung. Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) gab nun einen Vorschlag auf den Weg, der an ein schon laufendes Gesetzgebungsverfahren angehängt werden soll.

Ab 1. Juli 2022 sollen demnach Versorgungsverträge nur noch mit Pflegeeinrichtungen abgeschlossen sein dürfen, die nach Tarifverträgen oder tarifähnlich bezahlen. Das sieht eine Formulierungshilfe für das Parlament vor, wie zuerst die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichteten.

Zur Entlastung von Pflegebedürftigen sind demnach bereits ab 1. Juli 2021 Zuschläge geplant, wie aus dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Vorschlag hervorgeht. Der Eigenanteil für die reine Pflege könnte damit im zweiten Jahr im Heim um 25 Prozent sinken, im dritten Jahr um 50 Prozent und ab dem vierten Jahr um 75 Prozent.

Am Wochenende war in der Koalition Streit hochgekocht, wie noch vor der Bundestagswahl Beschlüsse zu erreichen sind. Die SPD forderte Spahn zum Handeln auf, Arbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD) machte in einem Brief einen eigenen Vorschlag. Spahn hatte im Herbst Eckpunkte vorgestellt, vom Ministerium kam Mitte März ein "Arbeitsentwurf".

Update, 4. Mai, 16.15 Uhr: Angela Merkel sieht offenbar bei Corona "Licht am Ende des Tunnels"

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat sich erfreut über die Entspannung des Corona-Infektionsgeschehens im Land geäußert. Es gebe "Licht am Ende des Tunnels", sagte sie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Dienstag in Online-Beratungen der Unionsfraktion im Bundestag.

Die Kanzlerin verwies auf sinkende Fallzahlen und eine leichte Entspannung in der Intensivmedizin. Zugleich mahnte Merkel nach diesen Angaben, je sorgsamer man jetzt vorgehe, umso schneller würden alle von Lockerungen profitieren können.

Das Kabinett hatte zuvor im Umlaufverfahren eine Verordnung beschlossen, mit der schon ab dem Wochenende Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene möglich sein sollen. Die Bundesregierung machte damit den Weg frei für einen schnellen Beschluss im Bundestag an diesem Donnerstag und im Bundesrat an diesem Freitag.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht offenbar bei Corona "Licht am Ende des Tunnels".
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht offenbar bei Corona "Licht am Ende des Tunnels".  © Michele Tantussi/REUTERS/POOL/dpa

Update, 4. Mai, 15.19 Uhr: Marke von 150 Millionen Impfungen in der EU überschritten

Das ist doch mal eine gute Nachricht von Ursula von der Leyen (62). "Das Impftempo gewinnt in der gesamten EU an Fahrt: Soeben haben wir die Marke von 150 Millionen Impfungen überschritten", verkündete die EU-Kommissionspräsidentin am Dienstagnachmittag auf Twitter.

Entsprechend habe ein Viertel der Europäerinnen und Europäer bereits zumindest die erste Dosis erhalten.

"Im Juli werden genug Dosen da sein, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen", führte von der Leyen aus. In den 27 Mitgliedstaaten der EU leben derzeit rund 450 Millionen Menschen.

Update, 4. Mai, 15.12 Uhr: Thüringen will Biergartenbesuche und Camping ermöglichen

Bei stabilen Inzidenzwerten unter 100 sollen künftig in Thüringen Besuche im Biergarten und bestimmte Formen des Tourismus wieder möglich sein. Eine entsprechende Verordnung soll am Donnerstag in Kraft treten, wie Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag ankündigte.

Sie sehe automatische Öffnungsschritte unter anderem im Bereich der Außengastronomie, Camping, der Buchung von Ferienhäusern und der körpernahen Dienstleistungen vor. "Zusätzlich können die Gebietskörperschaften weitere Regelungen treffen, entsprechend des Stufenplanes", sagte Werner. Voraussetzung sei, dass die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liege. Wochenenden werden dabei nicht mitgezählt, unterbrechen die Zählung aber auch nicht.

Ein erster Entwurf für die Verordnung sah zuletzt vor, dass Campingplätze und Ferienhäuser gebucht werden dürfen, wenn die Inzidenz stabil unter 100 liegt, es ein Infektionsschutzkonzept gibt und die Kontaktnachverfolgung sichergestellt ist. Alle anderen touristischen Übernachtungen sollen aber vorerst verboten bleiben.

In Thüringen erreichte am Dienstag kein Landkreis und keine kreisfreie Stadt eine Inzidenz von unter 100. Landesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 217 - und damit in Deutschland am höchsten.

Update, 4. Mai, 15.10 Uhr: Sturmböen reißen Corona-Testzelt in Bad Oeynhausen aus Verankerung

Heftige Sturmböen haben am Dienstagmorgen in Bad Oeynhausen die Zelte eines Corona-Drive-in-Testzentrums umgeweht. Sie seien buchstäblich aus den Ankern gerissen worden, teilte die Polizei mit.

Eines der Zelte sei zwischen einer Straßenlaterne und einem Baum hängen geblieben und habe sich dort in mehreren Metern Höhe verkeilt, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr. Das Gestänge sei verbogen und vermutlich unbrauchbar. Verletzt worden sei niemand. Die Feuerwehr habe die Zelte mit Gurten gesichert, die Polizei sperrte sicherheitshalber die angrenzenden Straßen.

Der durchziehende Sturm sorgte den Angaben zufolge im gesamten Kreis Minden-Lübbecke im Nordosten Nordrhein-Westfalens für Einsätze. In Minden stürzte ein Baum auf ein geparktes Auto. Auch wegen umherwirbelnder Gegenstände - darunter ein mobiles Klo und ein Trampolin - rückte die Polizei aus.

Mehrere von den Mühlenkreiskliniken betriebenen Schnelltestzentren in Minden, Lübbecke, Herford und Löhne schlossen ab dem Mittag vorsorglich vorübergehend wegen der befürchteten Sturmböen, wie es in einer Mitteilung der Kliniken hieß.

Update, 4. Mai, 14.55 Uhr: Coronakrise trifft Musikurheber hart

Komponisten, Textautoren und Musikverleger haben 2020 mit den Urheberrechten an ihren Werken deutlich weniger Geld verdient als in den Jahren zuvor.

Die Coronakrise habe tiefe Spuren hinterlassen, teilte die Verwertungsgesellschaft GEMA mit, die Urheberrechte von mehr als 2 Millionen Mitgliedern in Deutschland und weltweit vertritt. Allein die Einnahmen für das öffentliche Abspielen oder Aufführen von Musik seien um 43 Prozent eingebrochen - von 407,4 Millionen Euro 2019 auf 230,1 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

Als Grund nannte die GEMA den zeitweise flächendeckenden Lockdown: Konzerte und andere Veranstaltungen fielen aus, Gaststätten, Hotels und Geschäfte waren geschlossen und spielten deshalb auch keine Musik. Geld nimmt die GEMA auch mit der Musiknutzung im Fernsehen und im Hörfunk sowie im Internet ein, ebenso wie mit dem Verkauf von Tonträgern.

Einen Teil der Einbußen konnte die GEMA nach eigenen Angaben abfedern. Zudem habe es millionenschwere Hilfsprogramme für besonderes betroffene Mitglieder gegeben. 2020 schüttete die Gesellschaft 806,5 Millionen Euro an ihre Mitglieder aus, rund 100 Millionen Euro weniger als im Jahr zuvor.

Update, 4. Mai, 14.27 Uhr: Geimpfte Tagestouristen und Zweitwohnungsbesitzer dürfen nach MV

Mecklenburg-Vorpommern erlaubt vollständig geimpften Tagesausflüglern und Zweitwohnungsbesitzern aus anderen Bundesländern wieder die Einreise.

Touristische Übernachtungen etwa in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen bleiben aber weiterhin untersagt, wie Gesundheitsminister Harry Glawe (67, CDU) am Dienstag nach einer Sitzung des Schweriner Kabinetts sagte.

Die Ostsee bei Prerow, Mecklenburg-Vorpommern.
Die Ostsee bei Prerow, Mecklenburg-Vorpommern.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. Mai, 14.19 Uhr: CSU-Chef fordert Öffnung von Kultur, Gastro und Hotels bei Inzidenz unter 100

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (50) hat sich in der Diskussion über Erleichterungen für Geimpfte und Genesene in der Corona-Pandemie dafür stark gemacht, unter bestimmten Bedingungen Kultur, Gastronomie und Hotels wieder zu öffnen.

Auf Grundlage der geplanten Rechtsverordnung solle es das Ziel sein, dass in Landkreisen mit einer Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche diese Bereiche für Geimpfte und Genesene wieder möglich gemacht würden, sagte Dobrindt am Dienstag in Berlin vor einer Online-Sitzung der Unionsfraktion.

Update, 4. Mai, 14.17 Uhr: Thüringen und Brandenburg sollen elektronischen Impfnachweis testen

Thüringen und Brandenburg sollen nach Worten der Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner (52, Linke) einen elektronischen Impfnachweis erproben.

Man werde das Pilotprojekt bereits kommende Woche starten, sagte Werner am Dienstag nach einer Kabinettssitzung der rot-rot-grünen Landesregierung in Erfurt. Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen werde das Projekt am Montag vorstellen. "Und wir hoffen, dass wir dann auch gut Vorarbeiten leisten können, damit auf Bundesebene schnellstmöglich so ein elektronischer Impfnachweis für alle da sein kann", sagte Werner.

Die Corona-Impfungen werden in dem Impfausweis dokumentiert. Eine digitale Variante gab es bislang nicht.
Die Corona-Impfungen werden in dem Impfausweis dokumentiert. Eine digitale Variante gab es bislang nicht.  © Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. Mai, 14.08 Uhr: Corona-Impfstoff bringt Pfizer Milliardenumsatz extra

Der US-Pharmakonzern Pfizer hebt nach einem überraschend starken Jahresstart seine Ziele für das Jahr 2021 deutlich an. Im ersten Quartal hatten die Amerikaner in hohem Maße von ihrer gemeinsam mit der deutschen BioNTech vermarkteten Corona-Impfung profitiert, wuchsen aber auch mit anderen Produkten, etwa gegen Krebs.

Der Corona-Impfstoff Comirnaty spülte Pfizer allein 3,5 Milliarden US-Dollar (rund 2,9 Mrd Euro) in die Kassen, wie das Unternehmen am Dienstag in New York mitteilte. Die Aktien legten im vorbörslichen US-Handel um 1,8 Prozent zu.

Konzernweit stieg der Umsatz im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf knapp 14,6 Milliarden Dollar, der Gewinn unter dem Strich kletterte im selben Maße auf knapp 4,9 Milliarden Dollar.

Update, 4. Mai, 14.05 Uhr: Lufthansa will weiteren Teil gewährter Staatshilfe nutzen

Die Lufthansa will in der Corona-Krise in Kürze möglicherweise eine weitere Milliardensumme aus den gewährten Staatshilfen in Anspruch nehmen.

"Da die Stille Beteiligung 1 nur noch bis zum Jahresende zur Verfügung steht, erwägen wir eine Ziehung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro im weiteren Verlauf des zweiten Quartals", sagte Finanzvorstand Remco Steenbergen am Dienstag bei der online durchgeführten Hauptversammlung des Konzerns in Frankfurt.

Update, 4. Mai, 14 Uhr: Kabinett beschließt Lockerungen für Geimpfte

Die Bundesregierung hat den Weg frei gemacht für rasche Lockerungen der Corona-Regeln für vollständig Geimpfte und Genesene.

Das Kabinett habe eine entsprechende Verordnung am Dienstag beschlossen, sagte Justizministerin Christine Lambrecht (58, SPD). Grundrechtseinschränkungen wie Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sollten zurückgenommen werden. Noch in dieser Woche sollen Bundestag und Bundesrat endgültig darüber entscheiden. "Ein wichtiger Schritt hin zur Normalität", sagte Lambrecht. Wenn alles beschlossen werde, wie geplant, könnten die Lockerungen schon am Wochenende gelten.

Eine Tafel weist auf das Impfzentrum in Hannover hin.
Eine Tafel weist auf das Impfzentrum in Hannover hin.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 4. Mai, 13.41 Uhr: MP Kretschmann macht Hoffnung auf geöffnete Biergärten zu Pfingsten

Angesichts einer leicht sinkenden Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg macht die Landesregierung Hoffnung auf geöffnete Biergärten oder Hotelbereiche in den Pfingstferien und in weniger belasteten Regionen.

Er könne sich vorstellen, dass dies an Pfingsten in Städten und Kreisen möglich sei, in denen Corona-Infektionszahlen an mehreren nacheinanderfolgenden Tagen niedrig sei, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne). "Im Freien ist das Ansteckungsrisiko im Faktor 20 geringer. Wenn man das nochmal verbindet mit einer entsprechenden Teststrategie, mit der Vorlage des Impfausweises, wenn man voll geimpft ist, dann kann man da schon Schritte in diese Richtung machen", sagte er am Dienstag in Stuttgart.

Wiesen Landkreise und Regionen an fünf Tagen eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 auf, könne es dort Möglichkeiten für die Außengastronomie, für Handel und die Hotellerie geben, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne).

Mehrere Bundesländer planen wieder Öffnungen im Bereich der Hotellerie sowie Gastronomie.
Mehrere Bundesländer planen wieder Öffnungen im Bereich der Hotellerie sowie Gastronomie.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 4. Mai, 13.38 Uhr: Bayern hilft Indien mit 100 Corona-Beatmungsgeräten

Im Kampf gegen die Corona-Krise liefert Bayern 100 Beatmungsgeräte im Wert von drei Millionen Euro nach Indien.

Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Mit der unentgeltlichen Abgabe der Beatmungsgeräte helfe der Freistaat seiner Partnerregion Karnataka, sagte Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU). Die Geräte würden in Bayern nicht benötigt.

Update, 4. Mai, 13.34 Uhr: Todeszahlen in der 16. Kalenderwoche über dem Schnitt der Vorjahre

Die Sterbefallzahlen in Deutschland haben in der 16. Kalenderwoche (19. bis 25. April) über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre gelegen.

Insgesamt starben in dem Zeitraum 19.387 Menschen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das seien acht Prozent oder 1.385 Fälle mehr als im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020 für diese Kalenderwoche, hieß es. Eine Woche zuvor hatte der Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren lediglich bei drei Prozent gelegen.

Update, 4. Mai, 13.32 Uhr: Baden-Württemberg spendet Hunderte Beatmungsgeräte an Indien

Baden-Württemberg wird dem von der Corona-Pandemie besonders stark getroffenen Land Indien 400 Beatmungsgeräte aus der eigenen Notfallreserve spenden.

Der Südwesten, der mit dem indischen Bundesstaat Maharashtra zusammenarbeitet, benötige diese Geräte nicht mehr, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Sie seien einst vorsorglich angeschafft worden. Die Geräte sollten bald nach Indien gebracht werden.

Update, 4. Mai, 13.30 Uhr: Ärzte warnen vor Kommerzialisierung im Gesundheitswesen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt (60) hat vor Kostendruck und einer weiteren Kommerzialisierung im Gesundheitswesen gewarnt.

"Erst kommt der Patient und dann der Profit. Das muss sich endlich in das kollektive Gedächtnis einbrennen", sagte der Chef der Bundesärztekammer am Dienstag beim digitalen Ärztetag. Ökonomisches Handeln sei auch im Gesundheitswesen eine Selbstverständlichkeit, dies müsse aber den Zielen der Medizin dienen und nicht umgekehrt.

Update, 4. Mai, 13.25 Uhr: EMA startet Schnell-Prüfverfahren für chinesischen Impfstoff Sinovac

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat das Prüfverfahren für den Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac gestartet. Die Daten würden im beschleunigten Verfahren bewertet, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit.

Die Experten der EMA begründeten ihre Entscheidung mit vorläufigen Ergebnissen aus klinischen und Labor-Studien. Daraus werde deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anrege und daher als Schutz gegen Covid-19 wirksam sein könne.

Der Impfstoff gegen SARS-CoV-2 des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac.
Der Impfstoff gegen SARS-CoV-2 des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac.  © Andre Lucas/dpa

Update, 4. Mai, 13.18 Uhr: Grüne fordern flächendeckende Impfungen in sozialen Brennpunkten

Im Kampf gegen das Coronavirus hat sich Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt (55) für bundesweite Impfungen für Menschen in sozialen Brennpunkten ausgesprochen.

"Das Modellprojekt von Köln kann ich nur unterstützen - wir sollten flächendeckend solche Projekte haben", sagte Göring-Eckardt vor einer digitalen Fraktionssitzung am Dienstag. So sei es wichtig "in Stadtteilen, wo die Inzidenzen sehr hoch sind, wo Leute auf engem Raum leben und eben auch Berufe ausgeübt werden, die man nicht im Homeoffice machen kann", viel zu impfen.

Update, 4. Mai, 13.12 Uhr: Laborärzte warnen vor begrenzter Aussagekraft von Laien-Schnelltests

Laborärzte warnen vor der begrenzten Aussagekraft von durch Laien durchgeführte Antigen-Schnelltests auf Corona.

"Wer den Nachweis über einen negativen Antigen-Schnelltest erhält, zumal durch nichtmedizinisches Personal, muss den ganzen Tag über vorsichtig bleiben, alle Hygieneregeln einhalten und Abstand halten", sagte Andreas Bobrowski, Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Laborärzte (BDL), laut einer Mitteilung von Dienstag.

Update, 4. Mai, 13.08 Uhr: Fast 29 Prozent der Bürger gegen Corona erstgeimpft

In Deutschland haben 28,7 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor (Stand: 4. Mai, 12.00 Uhr)

Den vollen Impfschutz erhielten bislang gut acht Prozent der Bevölkerung. Am Montag wurden demnach 424.777 Impfspritzen gesetzt.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 32 Prozent. Brandenburg liegt mit 25,8 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück.

Von etwa 35,7 Millionen gelieferten Impfdosen wurden bislang 85,7 Prozent verbraucht.

Eine Bodenmarkierung bei einem Impfzentrum in Darmstadt. Das Impfen schreitet in Deutschland deutlich voran.
Eine Bodenmarkierung bei einem Impfzentrum in Darmstadt. Das Impfen schreitet in Deutschland deutlich voran.  © Arne Dedert/dpa/POOL/dpa

Update, 4. Mai, 13.03 Uhr: Geimpfte werden in Bayern ab Donnerstag gleichgestellt

Bayern wird bereits von diesem Donnerstag an vollständig gegen Covid-19 geimpfte Menschen mit negativ Getesteten gleichstellen und ihnen weitere Lockerungen zuerkennen.

Unter anderem sollen Menschen mit vollständiger Corona-Impfung - also in der Regel zwei verabreichten Impfdosen - von der Testpflicht und von den Ausgangsbeschränkungen befreit werden. Bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakten werden sie nicht mitgezählt.

Update, 4. Mai, 13.01 Uhr: Bereitschaft zu Corona-Tests gestiegen

Die Bereitschaft, sich auf das Coronavirus testen zu lassen, ist laut einer Umfrage in Deutschland gestiegen.

In einer repräsentativen Befragung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) von Ende April gaben 59 Prozent der Befragten an, in den vergangenen zwei Wochen Corona-Testangebote genutzt zu haben. Das sind laut BfR zehn Prozentpunkte mehr als Mitte April und knapp 20 Prozentpunkte mehr als Ende März.

Update, 4. Mai, 12.59 Uhr: Ab Donnerstag keine Ausreise-Testpflicht mehr in Tirol

Die Ausreisebeschränkungen für das österreichische Bundesland Tirol werden wegen der nun stabilen Corona-Lage beendet.

Ab Donnerstag ist beim Verlassen der Region kein negativer Testnachweis mehr nötig. Das gab die Landesregierung in Innsbruck am Dienstag bekannt. Ein wichtiger Grund für diesen Schritt sei auch der Rückgang einer Virusvariante, die sich aus der britischen Variante entwickelt habe, sagte Tirols Pandemie-Einsatzleiter Elmar Rizzoli.

Update, 4. Mai, 12.55 Uhr: Tourismus in Bayern ab 21. Mai wieder möglich

Urlaub in Bayern soll zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder möglich sein.

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen, wie Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München ankündigte.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern, vor Beginn der Sitzung des bayerischen Kabinetts, die als Videokonferenz geführt wird.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern, vor Beginn der Sitzung des bayerischen Kabinetts, die als Videokonferenz geführt wird.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 4. Mai, 12.18 Uhr: Niedersachsen öffnet Handel, Gastronomie und Tourismus

Mit einem Stufenplan will Niedersachsen in Lockerungen der Corona-Beschränkungen einsteigen.

Mwehr dazu im TAG24-Artikel "Niedersachsen öffnet! So werden die Corona-Maßnahmen gelockert".

Update, 4. Mai, 12.14 Uhr: Freiheitsrechte weltweit unter Druck

Regierungen in vielen Staaten der Welt nutzen nach einer Untersuchung von Hilfsorganisationen die Corona-Pandemie, um Freiheitsrechte über den Gesundheitsschutz hinaus einzuschränken.

"Millionen Menschen auf der ganzen Welt gerieten durch Corona in Existenznot. Sie protestierten für Gerechtigkeit, Zugang zu Pandemie-Nothilfe und ein Ende von Korruption und Veruntreuung", erklärte Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt, am Dienstag bei der Vorstellung des "Atlas der Zivilgesellschaft 2021".

Als Antwort darauf bekämpften Regierungen in vielen Ländern nicht die Ursachen für den Protest, sondern den Protest selbst.

Update, 4. Mai, 12.07 Uhr: Spahn verkündet baldiges Ende der Impf-Priorisierung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) kündigte ein Ende der Impf-Priorisierung an.

Mehr dazu im aktuellen TAG24-Artikel "Jens Spahn: Impfungen für alle in erster Juni-Hälfte".

Jens Spahn (40, CDU), Bundesgesundheitsminister, diskutiert bei der Eröffnungsveranstaltung des 124. Deutschen Ärztetages, der zum größten Teil rein digital stattfindet.
Jens Spahn (40, CDU), Bundesgesundheitsminister, diskutiert bei der Eröffnungsveranstaltung des 124. Deutschen Ärztetages, der zum größten Teil rein digital stattfindet.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 4. Mai, 11.48 Uhr: NRW führt "Lolli-Test" an allen Grundschulen ein

Ab dem 10. Mai sollen die Kinder an allen Grund- und Förderschulen in NRW zwei Mal pro Woche mit einem sogenannten "Lolli-Test" auf das Coronavirus untersucht werden. Das hat das Schulministerium in einer Email an alle Einrichtungen mitgeteilt.

Im Gegensatz zu Schnelltests werden die "Lolli-Tests", bei denen die Kinder einen Tupfer durch den Mund rollen, im Labor untersucht und sind genauer. Allerdings werden die Tests als Pool vorgenommen: Die Tests einer Gruppe werden zusammen untersucht - ist das Ergebnis positiv, müssen alle Betroffenen noch mal getestet werden, um den oder die Infizierten zu finden.

Mehrere verpackte "Lolli-Tests" zum Nachweis von SARS-CoV-2-Erregern.
Mehrere verpackte "Lolli-Tests" zum Nachweis von SARS-CoV-2-Erregern.  © Michael Reichel/dpa

Update, 4. Mai, 11.43 Uhr: Vonovia legt kräftig zu

Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia hat zu Beginn des Jahres 2021 auch dank höherer Mieteinnahmen seinen Gewinn kräftig gesteigert.

Im ersten Quartal 2021 legte der operative Ertrag (FFO) im Jahresvergleich um 14,1 Prozent auf 382,9 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 247 Millionen Euro. Ein Plus von rund 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Dax-Unternehmen am Dienstag in Bochum bei Vorlage der Quartalszahlen mitteilte. Die Mieteinnahmen erhöhten sich in den ersten drei Monaten im Schnitt auf 7,18 Euro pro Quadratmeter - das waren 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Update, 4. Mai, 11.24 Uhr: Mehr rassistische Attacken auf Kinder

Rassisten und rechte Gewalttäter attackieren nach Einschätzung von Opferberatungsstellen zunehmend auch Frauen, Kinder und Jugendliche.

"Das sind so Fälle auf dem Spielplatz, dass Kinder unter rassistischen Beleidigungen geschlagen werden von Erwachsenen", sagte Judith Porath, Vorstand des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt am Dienstag in Berlin.

Ihr seien auch Fälle bekannt, wo Jugendliche an der Bushaltestelle körperlich angegriffen worden seien. Die Täter seien in der Regel Erwachsene.

Update, 4. Mai, 11.23 Uhr: Deutsche Unternehmen im Ausland spüren Erholung

Die deutschen Unternehmen im Ausland blicken vor allem dank der wirtschaftlichen Erholung in Asien und den USA optimistischer die Zukunft.

Besonders die Industrie berichtet mehr als ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie wieder von ordentlichen Geschäften. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags bei mehr als 4500 deutschen Unternehmen mit Niederlassungen im Ausland hervor.

Update, 4. Mai, 11.20 Uhr: Anstieg bei politisch motivierter Gewalt

Die Polizei hat im vergangenen Jahr mehr politisch motivierte Straftaten registriert als jeweils in den zehn Jahren zuvor - und das, obwohl die meisten Menschen 2020 viel Zeit zuhause verbracht haben.

Wie aus der am Dienstag veröffentlichten Statistik des Bundeskriminalamts (BKA) hervorgeht, stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um fast neun Prozent auf 44.692 Straftaten. Bei politisch motivierter Gewalt lag die Zahl der Fälle demnach sogar um fast 19 Prozent über dem Wert des Vorjahrs, und damit etwa auf dem Niveau von 2018.

Bei links motivierten Gewalttaten verzeichnete die Polizei laut Statistik sogar einen Anstieg um rund 45 Prozent auf 1526 Delikte. Auf das Konto von Rechten gingen demnach 1092 Gewalttaten, der Anstieg lag hier bei knapp elf Prozent. 591 politisch motivierte Gewalttaten konnte die Polizei keinem der gängigen Phänomenbereiche zuordnen.

Das waren deutlich mehr als im Jahr zuvor und dürfte wohl auch mit der Corona-Pandemie zu tun haben, die Anlass bietet für unterschiedlichste Verschwörungserzählungen.

Ein Teilnehmer einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen im April 2021 wird von der Polizei in Berlin-Spandau abgeführt.
Ein Teilnehmer einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen im April 2021 wird von der Polizei in Berlin-Spandau abgeführt.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 4. Mai, 11.15 Uhr: Autobauer haben Corona-Tief laut ifo-Institut überwunden

Die Geschäfte der deutschen Autohersteller und ihrer Zulieferer sind laut Ifo-Konjunkturumfrage im April so gut gelaufen wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Der Geschäftslage-Index stieg von 10,7 auf 21,6 Punkte, die Erwartungen der Automanager stiegen von 18,6 auf 24,9 Index-Punkte. "Die Autobauer haben nun ihr Corona-Tief überwunden", sagte Ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe am Dienstag in München.

Update, 4. Mai, 10.38 Uhr: Experte rät Sportlern nach Corona-Erkrankung zur Vorsicht

Reha-Experte und Sportwissenschaftler Ingo Froböse rat Hobby-Kickern und Freizeit-Läufern nach überstandener Corona-Erkrankung zur Vorsicht.

"Sie sollten auf jeden Fall Selbstdiagnostik betreiben, Atem- und Herzfrequenz und Regenerationsfähigkeit beobachten. Wenn jemand unsicher ist, sollte er sich in ein leistungsdiagnostisches Zentrum begeben: Zum Sportmediziner gehen und sagen: Check mich mal durch!", sagte der Universitätsprofessor für Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln in einem dpa-Interview. "Gerade in den ersten vier bis sechs Wochen nach Corona sollte man unbedingt im sauerstoffreichen Bereich laufen, also erstmal wieder Grundlage aufbauen."

Update, 4. Mai, 10.34 Uhr: Minister Kretschmann dämpft Hoffnung auf baldige Reisen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72) hat trotz leicht sinkender Corona-Infektionszahlen die Hoffnung vieler Menschen auf baldige Reisen gedämpft.

Mehr dazu im TAG24-Artikel "Bald wieder reisen möglich? Das sagt Kretschmann dazu".

Update, 4. Mai, 10.28 Uhr: Ärzte wollen Folgen der Corona-Maßnahmen untersuchen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt (60) hat eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung gesundheitlicher Auswirkungen der Corona-Eindämmungsmaßnahmen gefordert.

Diese "Kollateraleffekte" beim Kampf gegen die Pandemie seien lange unterschätzt worden, sagte der Chef der Bundesärztekammer am Dienstag beim digitalen Ärztetag. Er verwies etwa auf dringend notwendige Behandlungen, die nicht begonnen worden seien, und ausgesetzte Früherkennungsuntersuchungen.

Vor allem Auswirkungen auf Kinder bedürften einer besonderen Betrachtung. Dabei gehe es neben schulischen Bildungsdefiziten darum, dass viele Kinder wichtige Entwicklungsphasen in sozialer Isolation erlebt hätten.

Die Pandemie hinterlasse in vielen Bereichen Spuren, sagte Reinhardt - etwa auch bei Menschen in Heimen, die oft monatelang keinen Besuch empfangen durften, oder verunsicherten Patienten in Praxen.

Klaus Reinhardt (60), Präsident der Bundesärztekammer, spricht bei der Eröffnungsveranstaltung des 124. Deutschen Ärztetages am Dienstag in Berlin.
Klaus Reinhardt (60), Präsident der Bundesärztekammer, spricht bei der Eröffnungsveranstaltung des 124. Deutschen Ärztetages am Dienstag in Berlin.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 4. Mai, 9.36 Uhr: Merkel dankt Ärzten und Pflegekräften für Corona-Einsatz

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat den Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften für ihren "aufopferungsvollen Einsatz" in der Corona-Krise gedankt.

Mehr dazu im TAG24-Artikel "Für den Einsatz von Ärzten und Pflegekräften: Merkel sagt Danke!"

Update, 4. Mai, 9.31 Uhr: Lauterbach warnt vor schneller Öffnung von Gastronomie und Hotels

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) hat in der Corona-Pandemie vor einer zu schnellen Öffnung von Gastronomie und Hotels für Geimpfte gewarnt.

Mehr dazu im TAG24-Artikel "Lauterbach warnt vor schneller Öffnung von Gastronomie und Hotels".

Update, 4. Mai, 9.11 Uhr: Jeder vierte Landkreis unter Inzidenz-Marke von 100

Jeder vierte Landkreis in Deutschland hat mittlerweile wieder eine 7-Tage-Inzidenz von weniger als 100. So lagen 103 von 412 erfassten Kreisen und kreisfreien Städten nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen unter dieser Marke.

Zum Vergleich: Vor einer Woche waren nur 57 Kreise unter der 100er-Schwelle.

Die Infektionslage ist in den Ländern recht unterschiedlich. So gab das RKI die Inzidenz in Schleswig-Holstein am Dienstag mit 57 an. Auch Hamburg und Niedersachsen lagen als Bundesland unter der Marke von 100. Thüringen (217) und Sachsen (204) lagen hingegen bei über 200. Auf Kreisebene sieht es in Flensburg (32) besonders gut aus, der Saale-Orla-Kreis (557) in Thüringen ist Schlusslicht.

Auch wenn noch eine Weile Maskenpflicht bestehen wird - die aktuelle Corona-Situation bessert sich zusehends.
Auch wenn noch eine Weile Maskenpflicht bestehen wird - die aktuelle Corona-Situation bessert sich zusehends.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. Mai, 8.36 Uhr: Nordkorea will auf nächste Quali-Spiele zur Fußball-WM verzichten

Nordkorea will seine Fußball-Nationalmannschaft nicht zu den nächsten Spielen der asiatischen Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 nach Südkorea reisen lassen.

Ihre Behörde sei darüber informiert worden, dass Nordkoreas Verband die Asiatische Konföderation AFC in einem Schreiben über die entsprechende Absicht unterrichtet habe, sagte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul am Dienstag. Das Ansteckungsrisiko angesichts der Corona-Pandemie sei zu groß, habe es zur Begründung geheißen.

Update, 4. Mai, 8.33 Uhr: Ärztepräsident hält Frühere Impfung von Jugendlichen sinnvoll

Der Präsident der Bundesärztekammer hält im Kampf gegen das Coronavirus eine frühere Impfung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen für sinnvoll.

Auf die Frage, welche Gruppen bei der Impfung priorisiert werden könnten, sagte Klaus Reinhardt (60) im "ZDF"-Morgenmagazin am Dienstag: "Ich finde die Vorstellung, darüber nachzudenken, dass man Jugendliche, Heranwachsende und junge Erwachsene, die sich in Ausbildung befinden und die einen hohen Grad an Mobilität haben oder haben müssen, unter epidemiologischen Gesichtspunkten jetzt auch mitimpft - nicht ausschließlich und prioritär - aber mitimpft, eine durchaus sinnvolle und vernünftige Idee".

Klaus Reinhardt (60), Präsident der Bundesärztekammer.
Klaus Reinhardt (60), Präsident der Bundesärztekammer.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 4. Mai, 8.31 Uhr: Kambodscha meldet Corona-Rekordzahl - Lockdown wird aber aufgehoben

Kambodscha kämpft mit seiner bisher schlimmsten Corona-Welle und verzeichnet immer neue Höchstwerte.

Das Gesundheitsministerium in Phnom Penh bestätigte am Dienstag 938 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden - so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Dabei galt das südostasiatische Land lange als extrem erfolgreich im Kampf gegen das Virus.

Dennoch kündigten die Behörden an, einen im April verhängten Lockdown in der Hauptstadt Phnom Penh und der nahe gelegenen Stadt Ta Khmau wieder aufzuheben.

Update, 4. Mai, 8.21 Uhr: Hannover will Abwasser auf Coronaviren untersuchen

Um größere Corona-Ausbrüche zu erkennen, will die Stadt Hannover künftig Abwasserproben auf Coronaviren untersuchen.

Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" und die "Neue Presse" am Dienstag berichteten, sollen die Untersuchungen bis zum Jahresende vorgenommen werden. Die Kosten in Höhe von 130.000 Euro übernimmt das Umweltministerium.

Mit den Proben soll der Pandemie-Verlauf bei den rund 750.000 Hannoveranern untersucht werden. Den Berichten zufolge wird die Abwasseruntersuchung in anderen Ländern und anderen Teilen Deutschlands bereits eingesetzt.

Demnach würden erste Forschungsergebnisse zeigen, dass die Entwicklung der Corona-Pandemie mithilfe der Abwasseranalyse früher erkennbar sei.

Coronaviren in Abwasserproben werden mittels eines PCR-Tests untersucht.
Coronaviren in Abwasserproben werden mittels eines PCR-Tests untersucht.  © Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. Mai, 8.05 Uhr: Israels erfolgreiche Impfkampagne - Zahl der Schwerkranken auf Zehn-Monats-Tief

Erstmals seit knapp zehn Monaten ist in Israel die Zahl der Corona-Schwerkranken unter die Marke von 100 gefallen.

Wie aus Daten des Gesundheitsministeriums vom Montagabend hervorging, wurden 97 Menschen als schwer erkrankt eingestuft. Letztmals hatte es am 7. Juli 2020 in dem Mittelmeerland weniger als 100 Schwerkranke gegeben. Am 17. Januar erreichte deren Zahl mit 1192 ihren Höhepunkt.

Seit rund drei Monaten gehen die Infektions- und Krankenzahlen in Israel stark zurück. Die meisten Corona-Beschränkungen wurden wieder aufgehoben.

Update, 4. Mai, 7.40 Uhr: Auswärtige aus MV dürfen wieder an Seenplatte, Bundes-Touris noch nicht

Besucher und Tagestouristen aus Mecklenburg-Vorpommern dürfen nach knapp drei Wochen nun wieder ohne triftigen Grund in den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte einreisen.

Die seit 15. April geltende Einreisesperre ist wegen gesunkener Corona-Infektionszahlen seit Dienstag aufgehoben worden, wie der Landkreis in Neubrandenburg mitteilte. Wegen der Corona-Lage dürfen Touristen aus anderen Bundesländern aber weiter grundsätzlich nicht nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen. Dies legt die Corona-Landes-Verordnung fest.

Update, 4. Mai, 7.37 Uhr: HelloFresh wächst weiter - Umsatz verdoppelt

Der Kochboxenversender HelloFresh profitiert weiter kräftig von den Corona-Maßnahmen und ist wie erwartet überraschend stark in das Jahr gestartet.

Die Zahl der Kunden ist im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 75 Prozent auf fast 7,3 Millionen gestiegen, wie das Berliner Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Der Umsatz habe sich auf 1,44 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei um gut 152 Prozent auf rund 159 Millionen Euro nach oben geschnellt.

Kochrezepte aus einer HelloFresh-Box.
Kochrezepte aus einer HelloFresh-Box.  © picture alliance / dpa

Update, 4. Mai, 6.45 Uhr: Kolumbiens Wirtschaftsminister tritt nach Protesten zurück

Nach tagelangen Protesten gegen eine umstrittene Steuerreform und der Rücknahme der Initiative hat der kolumbianische Wirtschaftsminister Alberto Carrasquilla (62) seinen Posten geräumt.

"Ich habe den Rücktritt von Dr. Alberto Carrasquilla als Wirtschaftsminister angenommen", schrieb Präsident Iván Duque (44) nach einem Treffen im Präsidentenpalast auf Twitter am Montagabend. Er habe als neuen Wirtschaftsminister den derzeitigen Handels- und Tourismusminister José Manuel Restrepo (50) ernannt.

Seit Mittwoch war es in zahlreichen Städten des südamerikanischen Landes wie Bogotá, Cali und Medellín auch zu gewalttätigen Protesten gegen die geplante Steuerreform gekommen. Durch diese Reform sollten von der Corona-Krise verursachten Defizite im Staatshaushalt ausgeglichen werden.

Update, 4. Mai, 6.24 Uhr: Bund fördert Produktion von Impfstoff-Fläschchen

Für die Produktion von Glasfläschchen für Impfstoff können Unternehmen künftig vom Bund gefördert werden. Investitionen in Anlagen zur Herstellung von speziellem Borosilikat-Rohrglas und der Fläschchen selbst würden mit insgesamt bis zu 90 Millionen Euro unterstützt, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Dadurch sollten die jährlichen Produktionsmengen deutlich gesteigert werden. "Damit der Impfprozess nicht ins Stocken gerät, benötigen wir nicht nur ausreichend Impfstoffe", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Andreas Feicht (50, CDU). "Die Impfstoffe müssen auch sicher verpackt und transportiert werden können." Dafür seien die kleinen Glasflaschen unverzichtbar.

Update, 4. Mai, 6.15 Uhr: RKI meldet 7534 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt weiter

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7534 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Zum Vergleich: Am Dienstag vor einer Woche hatte der Wert bei 10.976 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 141,4 (Vortag: 146,9; Vorwoche: 167,6). Deutschlandweit wurden 315 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 344 Tote.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.433.516 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Genesenen wird mit 3.061.500 angegeben. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 83.591.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,88 (Vortag: 0,92).

Eine Spritze gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff des Herstellers Moderna.
Eine Spritze gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff des Herstellers Moderna.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 4. Mai, 4 Uhr: G20-Länder beraten über Neustart des Tourismus

Kaum Flugreisen, leere Hotels und Reisewarnungen - der Tourismus kommt langsamer als viele andere Wirtschaftszweige aus dem Corona-Tief.

Jetzt will die Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) am Dienstag ein Signal zum Neustart der von der Pandemie angeschlagenen Branche geben. Fachminister und andere politisch Verantwortliche kommen am Mittag zu einer Video-Konferenz unter der Leitung Italiens zusammen. Rom hat in diesem Jahr den Vorsitz in der G20-Runde der Top-Wirtschaftsnationen.

Auf der Tagesordnung steht die Frage, wie das internationale Reisegeschäft wieder zur Normalität zurückkehren kann. In zahlreichen Staaten liegt der Tourismus wegen der Corona-Krise seit Monaten am Boden.

Update, 4. Mai, 3.40 Uhr: Mehrheit hat keine Angst vor Corona-Impfung

Die große Mehrheit der Deutschen hat einer Umfrage zufolge keine Bedenken gegen eine Corona-Impfung. 83 Prozent gaben in einer Forsa-Erhebung für die Techniker Krankenkasse (TK) an, überhaupt keine oder eher keine Angst davor zu haben.

Der Aussage "Ich habe Angst vor der Impfung gegen Corona" stimmten nur 16 Prozent "eher" oder "voll und ganz" zu.

Ältere sind demnach besonders gelassen: 90 Prozent der Befragten ab 60 gaben an, dass sie keine oder eher keine Angst vor einer Corona-Impfung haben, bei den 18- bis 39-Jährigen war der Anteil mit 76 Prozent etwas geringer.

Eine Spritze mit dem Impfstoff gegen Covid-19.
Eine Spritze mit dem Impfstoff gegen Covid-19.  © Thomas Frey/dpa Pool/dpa

Update, 4. Mai, 2.33 Uhr: US-Impfstoffzulassung für 12- bis 15-Jährige wohl in wenigen Tagen

Die US-Arzneimittelbehörde FDA könnte US-Medienberichten zufolge den Corona-Impfstoff des deutschen Impfstoffherstellers BioNTech und seines US-Partner Pfizer bereits in wenigen Tagen für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zulassen.

Mehr dazu im TAG24-Bericht "Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche: USA kurz vor Zulassung von BioNTech-Vakzin!".

Update, 4. Mai, 1 Uhr: Amtsärzte: Geimpfte müssen weiter getestet werden

Die Amtsärzte haben die geplanten Ausnahmeregelungen für gegen Corona geimpfte Menschen kritisiert.

Mehr dazu sowie aktuelle Details zu der Debatte um rechte für Geimpfte lest ihr im aktuellen TAG24-Bericht "Heftige Debatte um Rechte für Geimpfte: Ärzte warnen vor Spahns Vorschlag!".

Update, 3. Mai, 20.23 Uhr: New Yorker U-Bahn fährt nach Corona-Pause wieder rund um die Uhr

Rund ein Jahr nachdem der New Yorker U-Bahn in der Coronavirus-Pandemie eine nächtliche Putz-Pause verordnet worden war, sollen die Züge ab dem 17. Mai wieder rund um die Uhr fahren.

Die Verbesserungen bei der Sauberkeit sollten aber trotzdem aufrecht erhalten bleiben, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Montag mit.

Seit dem vergangenen Mai hatte das U-Bahn-System der Millionenmetropole, das normalerweise als eines der wenigen in der Welt rund um die Uhr läuft, jede Nacht eine mehrstündige Pause eingelegt, damit die Züge desinfiziert werden konnten.

Ein leerer Waggon der ansonsten überfüllten New Yorker U-Bahn während der Corona-Pandemie. Ab dem 17. Mai sollen die Züge wieder rund um die Uhr fahren.
Ein leerer Waggon der ansonsten überfüllten New Yorker U-Bahn während der Corona-Pandemie. Ab dem 17. Mai sollen die Züge wieder rund um die Uhr fahren.  © Vanessa Carvalho/ZUMA Wire/dpa

Update, 3. Mai, 19.02 Uhr: Corona-Lockerungen: Geschäfte und Außengastronomie in Estland offen

In Estland dürfen angesichts relativ stabiler Corona-Infektionszahlen seit Montag alle Geschäfte und die Außengastronomie unter strengen Auflagen wieder öffnen.

Gleiches gilt für die Museen in dem baltischen EU-Land. Auch Grundschüler und einzelne Oberstufenklassen dürfen wieder zum Präsenzunterricht in die Schule.

Veranstaltungen in Innenräumen bleiben weiterhin untersagt - mit streng festgelegten Ausnahmen für Sport. Dabei muss wie überall die sogenannte 2+2-Regel befolgt werden. Danach dürfen nicht mehr als zwei Personen zusammen sein und sie müssen einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen einhalten.

Update, 3. Mai, 17.36 Uhr: 28 Prozent der Deutschen erstgeimpft, NRW prescht mit Lockerungen vor

In Deutschland haben 28,2 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor (Stand: 3. Mai, 12 Uhr). Den vollen Impfschutz erhielten bislang acht Prozent der Bevölkerung.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr hier: 28 Prozent der Deutschen erstgeimpft, NRW prescht mit Lockerungen vor.

Im Saarland wurden deutschlandweit prozentual zur Einwohnerzahl die meisten Menschen erstgeimpft. Thüringen und Sachsen weisen die meisten vollständig Geimpften auf.
Im Saarland wurden deutschlandweit prozentual zur Einwohnerzahl die meisten Menschen erstgeimpft. Thüringen und Sachsen weisen die meisten vollständig Geimpften auf.  © dpa-Grafik

Update, 3. Mai, 17.34 Uhr: Tschechien beschließt weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen

Die tschechische Regierung hat weitere Corona-Lockerungsschritte beschlossen.

Neben dem Einzelhandel dürfen vom kommenden Montag an unter anderem auch Autohändler und Werkstätten, Solarien, Tattoostudios und Schießstände öffnen.

Die Maskenpflicht im Freien gilt vom 10. Mai an nur noch bei Kontakten mit anderen Personen. Freilich ist die Bereitschaft zum Maskentragen draußen bereits stark zurückgegangen.

Innerhalb von sieben Tagen steckten sich noch knapp 140 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Virus an.

Update, 3. Mai, 17.33 Uhr: EU-Behörde prüft Zulassung von Pfizer/Biontech-Impfstoff für Kinder

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) prüft einen Antrag der Hersteller Biontech und Pfizer auf eine EU-Zulassung ihres Corona-Impfstoffes auch für Kinder ab zwölf Jahren.

Der Antrag sei eingegangen, teilte die EMA am Montag in Amsterdam mit. Die EMA werde die Studiendaten im Schnellverfahren bewerten. Ein Ergebnis wird für Juni erwartet.

Bei einer Zulassung wäre dies der erste Impfstoff in der EU, mit dem auch 12- bis 15-Jährige gegen Covid-19 geimpft werden können.

Update, 3. Mai, 17.31 Uhr: Österreich plant Corona-Testbefreiung nach Erstimpfung

In Österreich soll schon bald eine Corona-Erstimpfung als Eintrittskarte für Restaurants, Veranstaltungen und Hotels gelten.

Der grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (46) kündigte am Montag im Parlament an, dass dies 21 Tage nach Erhalt der ersten Dosis gelten solle.

Die große Parlamentskammer, der Nationalrat, beschloss eine Gesetzesänderung, mit der Geimpfte und Genesene von der Testpflicht befreit werden können, wenn ab 19. Mai Gastronomie, Hotellerie, Sport und Kultur wieder ihre Dienste anbieten.

Update, 3. Mai, 16.16 Uhr: Spahn: Impfnachweis statt Corona-Test bei Reisen nach Deutschland

Im Zuge der Rücknahme von Corona-Einschränkungen für vollständig Geimpfte will die Bundesregierung auch Einreisen nach Deutschland für diese Gruppe erleichtern.

Das Corona-Kabinett habe am Montag über eine entsprechende Änderung der Einreiseverordnung gesprochen, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) in Berlin. Einen Entwurf kündigte er für diese Woche an.

Statt eines negativen Tests zur Einreise bei Flugreisen soll demnach künftig auch der Nachweis einer vollständigen Impfung reichen. Spahn kündigte außerdem an, dass neben Arztpraxen und Impfzentren auch die Apotheken den geplanten digitalen Impfnachweis, der im Sommer kommen soll, ausstellen können sollen.

Update, 3. Mai, 15.51 Uhr: Boris Johnson macht Hoffnung auf baldiges Ende der Abstandsregeln

Der britische Premier Boris Johnson (56) hat seinen Landsleuten Hoffnung auf ein baldiges Ende der Corona-Abstandsregeln gemacht.

"Ich denke, wir haben gute Chancen, dass wir ab 21. Juni auf die Ein-Meter-Plus-Regel verzichten können", sagte Johnson am Montag bei einem Besuch in der nordenglischen Stadt Hartlepool.

Das sei jedoch abhängig davon, ob die Infektionslage weiterhin stabil bleibe. Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Großbritannien bei rund 23 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern.

Boris Johnson (56, r), Premierminister von Großbritannien.
Boris Johnson (56, r), Premierminister von Großbritannien.  © Lindsey Parnaby/PA Wire/dpa

Update, 3. Mai, 15.46 Uhr: Dänemark verzichtet auf Johnson & Johnson-Impfstoff

Die dänische Regierung hat entschieden, den Corona-Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson aus seinem Impfprogramm zu streichen. Das berichteten mehrere Medien am Montag unter Berufung auf ein Treffen des Gesundheitsministers Magnus Heunicke (46) mit Vertretern der Parteien.

Grund seien Befürchtungen, dass der Wirkstoff, der auch unter dem Namen Janssen bekannt ist, in seltenen Fällen zu Blutgerinnseln führen kann. Aus demselben Grund hatte Dänemark zuvor den Impfstoff des Herstellers AstraZeneca aus dem Programm genommen.

Da man von diesem Präparat nur eine Dosis benötigt, hatte Dänemark der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge besonders viel bestellt. Der Direktor der Gesundheitsbehörde, Søren Brostrøm (55), wies darauf hin, dass ein Stopp für Johnson & Johnson dazu führen könne, dass gesunde, junge Menschen zwischen 20 und 40 Jahren etwas länger auf ihre Impfung warten müssen.

Update, 3. Mai, 15.42 Uhr: Noch diese Woche Entscheidung über mehr Rechte für Geimpfte

Noch in dieser Woche soll die Entscheidung fallen, ob vollständig Geimpfte und Genesene in der Corona-Krise wieder mehr Rechte bekommen.

Darauf verständigten sich Union und SPD nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Demnach sollen die von Justizministerin Christine Lambrecht (55, SPD) vorgeschlagenen Änderungen am Donnerstag im Bundestag und am Freitag im Bundesrat beschlossen werden.

Die Mitglieder der Bundesregierung haben der Kabinettsvorlage bereits im Umlaufverfahren zugestimmt, wie aus einem Schreiben des Bundeskanzleramtes hervorgeht, das der dpa vorliegt. Am Mittwoch soll es dann noch formal vom Kabinett verabschiedet werden.

Eine Pflegekraft wird im Rahmen der Mitarbeiter-Impfung im Krankenhaus Bethel Berlin gegen das Corona-Virus geimpft. In der Diskussion ist, ob für Geimpfte während der Corona-Pandemie weiterhin die gleichen Regeln gelten sollen wie für Nicht-Geimpfte.
Eine Pflegekraft wird im Rahmen der Mitarbeiter-Impfung im Krankenhaus Bethel Berlin gegen das Corona-Virus geimpft. In der Diskussion ist, ob für Geimpfte während der Corona-Pandemie weiterhin die gleichen Regeln gelten sollen wie für Nicht-Geimpfte.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 3. Mai, 15.25 Uhr: Impfungen in kleineren Firmen: Mitarbeiter müssen wohl in die Praxis

Mitarbeiter kleinerer Firmen werden nach Einschätzung des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) künftig wohl in den Praxen der Betriebsärzte die Gelegenheit zur Impfung bekommen.

Dass der Arzt von Betrieb zu Betrieb zieht, sei anders als bei einer Grippeimpfung wohl nicht möglich, sagte VDBW-Vizepräsidentin Anette Wahl-Wachendorf am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Man gehe davon aus, dass den Ärzten vorrangig der Stoff von Biontech zur Verfügung stehen werde, weil davon aktuell sehr viel produziert werde. "Der Impfstoff ist labil, da kann man nicht mit der Kühltasche über Land ziehen."

Update, 3. Mai, 15.20 Uhr: Oktoberfest auch 2021 wegen Corona abgesagt

Das Münchner Oktoberfest findet wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht statt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus einer internen Sitzung zur weiteren Planung, an der unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (62, SPD) teilnahmen.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr hier: Wiesn-Aus beschlossen! Auch 2021 kein Oktoberfest in München.

Update, 3. Mai, 14.29 Uhr: Linke fordern Gleichstellung von Geimpften und Getesteten

In der Diskussion um Corona-Lockerungen für Geimpfte hat sich die Linken-Co-Vorsitzende Janine Wissler (Linke) für eine Gleichstellung von getesteten und vollständig geimpften Menschen ausgesprochen. Es sei nicht zu akzeptieren, "dass man mit einem negativen Test mehr machen dürfe, als mit einer Corona-Impfung", sagte die Linken-Politikerin am Montag nach Beratungen des Parteivorstands in Berlin.

Deutsche Modellregionen für Tourismus, wie auf der Insel Sylt, sehe Wissler dagegen "skeptisch". Die Beschäftigten dort seien "vielfach nicht geimpft und damit nicht geschützt", sagte sie. Die größte deutsche Nordseeinsel gehört zur touristischen Modellregion Nordfriesland. Unter strengen Auflagen wird der Tourismus dort wieder hochgefahren.

Angesichts der vergleichsweise geringen Zahl von Menschen mit einer Zweitimpfung, "warnen wir davor, jetzt Lockerungen zu beschließen", betonte Wissler.

Update, 3. Mai, 14.06 Uhr: Corona-Impfungen in Tunesien wegen Ärztestreik unterbrochen

Wegen eines Ärztestreiks werden in Tunesien die Impfungen gegen das Coronavirus drei Tage lang ausgesetzt. Etwa
40.000 Menschen seien vom Impfstopp betroffen, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit.

Weil Impfstoff knapp ist, gehen die Immunisierungen im Land ohnehin nur langsam voran. Knapp zwei Monate nach Beginn der Impfkampagne haben dem Gesundheitsministerium zufolge rund 300.000 Menschen eine erste Dosis und knapp 100.000 vollen Impfschutz erhalten. Die Regierung will in diesem Jahr etwa die Hälfte der rund 11,5 Millionen Einwohner impfen lassen.

Die Mitarbeiter des Gesundheitswesens fordern wegen der Pandemie unter anderem finanzielle Zuschüsse.

Update, 3. Mai, 13 Uhr: Schweden will AstraZeneca-Impfstoff spenden

Die schwedische Regierung spendet eine Million Impfdosen an die internationale Initiative Covax zur Versorgung ärmerer Länder.

Entwicklungsminister Per Olsson Fridh sagte am Montag der Nachrichtenagentur TT, dass es sich dabei um den Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca handele, der in Schweden nicht mehr benötigt werde.

Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca wird im Impfzentrum des Landkreises Harz aufgezogen.
Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca wird im Impfzentrum des Landkreises Harz aufgezogen.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Mai, 12.41 Uhr: Ausnahmen von Bundes-Notbremse auch in Berufsausbildung

Wie für Hochschulen sind auch für die Berufsausbildung Ausnahmen von den strengen Bundes-Notbremse-Regeln geplant. Darauf wies Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Montag hin.

Nicht alle Lehr- und Ausbildungsveranstaltungen ließen sich digital durchführen, manches müsse in Präsenz durchgeführt werden, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "Gerade in der dualen Berufsausbildung spielen die praktischen außer- und überbetrieblichen Lernorte eine zentrale Rolle für das Lernen und den Erfolg." Ziel sei es, dass unbedingt erforderliche praktische Präsenzformate durchgeführt werden könnten.

Update, 3. Mai, 12.30 Uhr: Gut 28 Prozent der Bürgerinnen und Bürger gegen Corona erstgeimpft

In Deutschland haben 28,2 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor (Stand: 3. Mai, 12 Uhr). Den vollen Impfschutz erhielten bislang acht Prozent der Bevölkerung.

Am Sonntag wurden demnach 250.114 Impfspritzen gesetzt. Der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne war am vergangenen Mittwoch mit mehr als einer Million Impfungen erreicht worden. Insgesamt verabreichten alle Impfstellen bislang etwas mehr als 30,1 Millionen Dosen, davon fast 23,5 Millionen bei Erstimpfungen und weitere knapp 6,7 Millionen bei Zweitimpfungen.

Update, 3. Mai, 12 Uhr: Moderna will bis zu 500 Millionen Impfdosen an Covax liefern

Der US-Hersteller Moderna will bis zu 500 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs an die internationale Initiative Covax zur Versorgung ärmerer Länder liefern.

Davon sollen 34 Millionen Dosen im vierten Quartal 2021 kommen, weitere 466 Millionen Dosen seien eine Option für 2022, teilte das Unternehmen am Montag in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts mit. Alle Impfdosen würden zum niedrigsten Preis des gestaffelten Preissystems angeboten.

Eine Krankenschwester zieht den Impfstoff des Herstellers Moderna gegen das Coronavirus mit einer Spritze auf.
Eine Krankenschwester zieht den Impfstoff des Herstellers Moderna gegen das Coronavirus mit einer Spritze auf.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 3. Mai, 11.39 Uhr: FDP: Jetzt um "Impfbooster" für den Herbst kümmern

Die FDP hat die Bundesregierung aufgefordert, sich ausreichend früh um weitere Impfstoffmengen für den Schutz gegen Mutationen des Coronavirus zu kümmern.

Mit neuen Virusvarianten steige die Wahrscheinlichkeit für eine notwendige dritte Impfdosis, die sogenannten Impfbooster, hieß es am Montag in einem Positionspapier, über das die FDP-Bundestagsfraktion in einer Klausur beriet.

"Um nicht erneut in eine Knappheitssituation zu geraten, bei der ein Großteil der Bevölkerung auf die Schutzimpfung warten muss, sollten bereits jetzt Beschaffungsaufträge für den Herbst veranlasst werden", forderte die FDP in dem Dokument, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

"Außerdem sollten die Sequenzierung und die Forschung an Mutationen ausgeweitet werden. Wir müssen frühzeitig und vorausschauend notwendige Modifikationen an den Impfstoffen vornehmen können."

Christian Lindner (42), Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion.
Christian Lindner (42), Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 3. Mai, 11.20 Uhr: Spahn optimistisch zu raschen einheitlichen Regeln für Geimpfte

Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hat sich optimistisch zu einer raschen Einigung über einheitliche bundesweite Erleichterungen für vollständig Geimpfte und von Covid-19 Genesene geäußert.

Mehr dazu hier: Mehr Rechte für Geimpfte und Genesene: Spahn optimistisch, neue Regeln noch diese Woche?

Update, 3. Mai, 11.14 Uhr: "Lindenstraße"-Schauspieler Kahrmann drei Wochen im Koma mit Covid-19

Der "Lindenstraße"-Schauspieler Christian Kahrmann (48) hat in einem Interview von seiner schweren Covid-19-Erkrankung erzählt.

Mehr dazu hier: Corona-Hölle bei Lindenstraße-Star: Christian Kahrmann lag drei Wochen im Koma

Update, 3. Mai, 11.07 Uhr: Neue Version der Corona-Warn-App zeigt Schnelltest-Ergebnisse an

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes kann jetzt auch die Ergebnisse von Schnelltests anzeigen.

Mehr dazu hier: Corona-Warn-App mit neuer Version: Auch Schnelltest-Ergebnisse werden nun angezeigt

Update, 3. Mai, 10.58 Uhr: Südafrika erhält erste Lieferung des Biontech/Pfizer-Impfstoffs

Südafrika hat seine erste Lieferung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer erhalten. Das teilte Gesundheitsminister Zweli Mkhize am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Damit soll Südafrika die für Ende Mai geplante zweite Phase seiner Impfkampagne beginnen können, die unverzichtbare Arbeitskräfte sowie Menschen über 60 Jahre einschließt.

Bislang wurden seit Mitte Februar gut 318.000 Beschäftigte des Gesundheitswesens geimpft. Der Kap-Staat hat 30 Millionen Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs bestellt. Bis Ende Juni sollen davon 4,5 Millionen Dosen geliefert werden.

Südafrikas Impfkampagne läuft schleppend und wurde bereits zweimal verzögert. Mitte April legte das Gesundheitsministerium die Einführung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson wegen des Risikos von Blutgerinnseln zeitweise auf Eis.

Update, 3. Mai, 9.28 Uhr: Esken gegen Öffnung von Gastro und Hotels für Geimpfte und Genesene

Die Co-Bundesvorsitzende der SPD, Saskia Esken, hat sich gegen die Öffnung von Gaststätten und Hotels für Geimpfte und Genese in der Corona-Pandemie ausgesprochen.

Zwar sollten für diese Menschen Kontaktbeschränkungen oder nächtliche Ausgangsbeschränkungen aufgehoben werden, aber "deswegen werden wir nicht die Gaststätten und Hotels für einzelne Menschen öffnen", sagte Esken am Montag in der der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv.

Update, 3. Mai, 8.37 Uhr: Wissing fordert sofortige Aufhebung der Beschränkungen für Geimpfte

FDP-Generalsekretär Volker Wissing hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, Freiheitsbeschränkungen für Geimpfte in der Corona-Pandemie sofort zurückzunehmen. "Wenn es darum geht, Freiheitsbeschränkungen zurückzunehmen, die keine Begründung mehr haben, dann muss das unverzüglich erfolgen", sagte Wissing am Montag im ZDF-Morgenmagazin.

Die Bundesregierung habe nach der Verfassung den Auftrag, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, sie habe aber auch den Auftrag, die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen, betonte Wissing. "Sie darf sich nicht aussuchen, dass sie nur einzelne Aufgaben wahrnehmen möchte", sagte der FDP-Generalsekretär.

"Sie muss alle Verfassungsaufträge mit Ernsthaftigkeit, mit Nachdruck und auch mit der entsprechenden Beschleunigung wahrnehmen und deshalb muss die Regierung kontinuierlich ihre Einschränkungen überprüfen und dort, wo es möglich ist, muss sie unverzüglich handeln", so Wissing.

Update, 3. Mai, 6.16 Uhr: Verfassungsschützer: "Querdenker" werden nach Corona präsent bleiben

NRW-Verfassungsschutzchef Burkhard Freier glaubt nicht, dass sich die "Querdenker"-Bewegung nach der Corona-Pandemie zerstreuen wird.

"Es muss damit gerechnet werden, dass die aktuelle Anti-Corona-Bewegung sich jederzeit auch ein anderes Vehikel suchen wird, um die demokratiefeindliche und sicherheitsgefährdende Haltung gegenüber Staat und demokratisch legitimierten Einrichtungen und Institutionen zu zeigen", sagte er der "Kölnischen Rundschau".

Er warnte davor, dass Rechtsextremisten die Corona-Proteste weiter instrumentalisierten. Ihre Versuche, das Vertrauen in die demokratische Ordnung zu erschüttern, stießen zunehmend auf Sympathie bei nicht nicht-extremistischen Gegnern der Corona-Maßnahmen.

Update, 3. Mai, 6.05 Uhr: 9160 Corona-Neuinfektionen und 84 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9160 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.05 Uhr wiedergeben. Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 84 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

In einem Zimmer einer Intensivstation in Berlin wird ein Patient mit einem schweren Covid-19-Krankheitsverlauf behandelt.
In einem Zimmer einer Intensivstation in Berlin wird ein Patient mit einem schweren Covid-19-Krankheitsverlauf behandelt.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 2. Mai, 19.49 Uhr: Tschechiens Regierungschef: Ab 1. Juni Corona-Impftermine für alle

Tschechien will die Registrierung für Corona-Impfungen spätestens am 1. Juni für alle Einwohner ab 16 Jahren öffnen.

Ab Mittwoch sei die Registrierung für die 50- bis 54-Jährigen möglich, teilte Ministerpräsident Andrej Babis am Sonntag mit. Derzeit werden nur über 55-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Krankheiten in Tschechien gegen Corona geimpft. In der Altersgruppe der 50- bis 54-Jährigen leben in der Tschechischen Republik rund 690.000 Menschen.

Das Land mit 10,7 Millionen Einwohnern hat vor Kurzem die Marke von einer Million vollständig gegen Corona geimpften Menschen überschritten. Weitere 2,17 Millionen Menschen haben bereits ihre erste Impfung erhalten.

Update, 2. Mai, 19.18 Uhr: Scholz: Regeln für vollständig Geimpfte schnell festlegen

Im Ringen um einheitliche Erleichterungen für vollständig Geimpfte in der Corona-Pandemie hat Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) eine schnelle Klärung in Aussicht gestellt.

Er halte es für realistisch, dass die geplante Verordnung am Mittwoch ins Kabinett komme und noch bis Freitag die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat erhalte, sagte Scholz am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". "Wir haben den Ehrgeiz, dass wir diese Zustimmung bekommen und für die Rechte der Bürgerinnen und Bürger wäre das auch richtig."

Update, 2. Mai, 19 Uhr: Großbritannien schickt weitere 1000 Beatmungsgeräte nach Indien

Großbritannien will dem derzeit sehr schwer von der Corona-Pandemie getroffenen Indien weitere 1000 Beatmungsgeräte schicken.

"Wir müssen alle zusammenarbeiten, um Covid-19 zu bekämpfen. Niemand ist sicher, bis wir alle sicher sind", sagte Außenminister Dominic Raab am Sonntag einer Mitteilung zufolge. Zuvor hatte Großbritannien bereits 200 Beatmungsgeräte, knapp 500 Sauerstoffkonzentratoren und drei Sauerstoffgeneratoren nach Indien geschickt.

Update, 2. Mai, 18 Uhr: Sachsens Kultusminister Piwarz fordert Vorrang für Familien beim Impfen

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz spricht sich dafür aus, Familien einen Vorrang bei der Corona-Schutzimpfung zu gewähren.

"Die Aufgabe der Politik muss sein, dass Familien beim Impfen nicht ganz hinten anstehen – sondern sie müssen ganz vorn stehen", sagte der CDU-Politiker in einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" (Montagausgabe). Deshalb müsse nicht nur die Impfgrenze auf zwölf Jahre gesenkt werden, sondern auch eine Freigabe der Impfpriorisierung für ganze Familien erfolgen. Sie dürften nicht darunter leiden, dass es immer noch nicht ausreichend Impfangebote gibt.

Christian Piwarz (45, CDU), Kultusminister von Sachsen.
Christian Piwarz (45, CDU), Kultusminister von Sachsen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 2. Mai, 17.56 Uhr: 5000 Zuschauer ohne Abstand und Masken bei Konzert in Liverpool

In Liverpool haben sich einige tausend Musikfans auf das erste Live-Konzert seit langer Zeit freuen können.

Am Sonntagabend sollten die englische Indie-Band "Blossoms" und mehrere weitere Künstler in einem ausverkauften Festivalzelt in Liverpool vor 5000 Zuschauern auftreten. "Das ist wie Weihnachten", freute sich Blossoms-Gitarrist Josh Dewhurst schon vorab im BBC-Interview.

Das Konzert ist - wie auch zwei Clubnächte in Liverpool mit mehreren tausend Gästen - Teil eines Pilotprojekts, mit dem erforscht werden soll, wie Großveranstaltungen in Zeiten der abflauenden Pandemie wieder stattfinden können.

Alle Anwesenden müssen vor dem Einlass einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen und einen maximal 24 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen. Drinnen dürfen die Masken dann abgenommen werden, auch eine Abstandspflicht gibt es im Zelt nicht. Für zuhause bekommen die Konzertgäste zwei PCR-Tests mit, die sie nach dem Konzert im Abstand von einigen Tagen durchführen sollen.

Update, 2. Mai, 15.11 Uhr: 87 Corona-Fälle auf Spargelhof in Niedersachsen

Auf einem Spargel- und Beerenhof im Landkreis Diepholz ist es zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen.

Bei einer Reihentestung des Betriebs sind 87 Infektionen bestätigt worden, wie der Kreis am Wochenende mitteilte. Die positiv Getesteten seien isoliert worden und befänden sich in Quarantäne.

Insgesamt seien 1011 Menschen untersucht worden.

Es ist wieder Spargelzeit! Doch zugleich gibt es wieder Meldungen über große Corona-Ausbrüche auf Spargelhöfen.
Es ist wieder Spargelzeit! Doch zugleich gibt es wieder Meldungen über große Corona-Ausbrüche auf Spargelhöfen.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 2. Mai, 15.08 Uhr: Lungenspezialist fordert Impfungen für "sozial Schwächere"

Menschen in prekären Wohn- und Lebensverhältnissen sollten nach Ansicht des Lungenspezialisten Tobias Welte möglichst bald gezielt gegen Corona geimpft werden.

"Schon vor Monaten haben wir gesehen, dass Menschen aus diesen Bereichen häufiger erkranken, mehr versterben und schlechteren Zugang zu Schutzmaßnahmen haben", sagte der Professor der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Bislang erreichen wir diese Menschen schlicht nicht, sozial Schwächere suchen ein Impfzentrum seltener auf als Bessergestellte."

Update, 2. Mai, 15.03 Uhr: Erstmals seit Pandemiebeginn: Kein Corona-Fall mehr in Israels Armee

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Israel gibt es in der Armee des Landes keinen einzigen Infektionsfall mehr.

Das Militär teilte am Sonntag bei Twitter mit, es seien null neue Fälle gemeldet worden. Die ganz überwiegende Mehrheit der israelischen Soldaten ist bereits gegen das Coronavirus geimpft. Die genaue Zahl seiner Soldaten hält Israel geheim. Sie wird auf rund 170.000 aktive Soldaten und 465.000 Reservisten geschätzt.

Update, 2. Mai, 14.13 Uhr: ARD und ZDF geben Berichterstattung bei EM bekannt

Etwas mehr als fünf Wochen vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft haben ARD und ZDF ihre Pläne für das wegen der Corona-Krise um ein Jahr verschobene paneuropäische Turnier bekanntgegeben.

Die Pandemie stellt die Planer der beiden öffentlich-rechtlichen Sender auch bei dem Großereignis vor Herausforderungen. Die EM beginnt am 11. Juni und endet am 11. Juli.

Beide Sender präsentieren ihre Berichterstattung zentral: die ARD aus dem "Sportschau"-Studio des WDR in Köln, das ZDF aus der "sportstudio-Arena" in Mainz. Die ARD wird 21 der 51 EM-Partien live übertragen, das ZDF zeigt 20 Spiele, darunter das Finale in London.

Update, 2. Mai, 14.02 Uhr: Falsch positive Testergebnisse - Notbremse in Rostock aufgehoben

Die erst seit Donnerstag in Rostock geltende Corona-Notbremse des Bundes ist wieder aufgehoben worden. Grund dafür seien zwölf falsch positive Testergebnisse, die nachträglich korrigiert worden seien.

Dadurch sei die Sieben-Tage-Inzidenz für vergangenen Dienstag wieder unter die kritische Marke von 100 gerutscht, sagte ein Stadtsprecher am Freitag. Damit sei der Grund für die Notbremse - drei Tage hintereinander eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 - weggefallen.

Update, 2. Mai, 13.58 Uhr: Erste spürbare "leichte Entlastung" in Krankenhäusern

Angesichts der sinkenden Corona-Zahlen spüren auch die Krankenhäuser "ganz überwiegend eine erste, leichte Entlastung".

Das sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der "Bild" (Montag). "Wir haben nun über etwa zwei Wochen relativ konstante Zahlen bei den Neuinfektionen, das gibt uns die Zuversicht, dass wir auch beim Zuwachs der Intensivpatienten bis auf weiteres keinen exponentiellen Anstieg befürchten müssen."

Dabei stellte Gaß klar, dass "die Belastung in den Kliniken und bei den Beschäftigten auf einem sehr hohen Niveau" bleibe.

Pflegerinnen versorgen auf der Intensivstation am Klinikum Braunschweig einen an Covid-19 erkrankten Patienten.
Pflegerinnen versorgen auf der Intensivstation am Klinikum Braunschweig einen an Covid-19 erkrankten Patienten.  © Ole Spata/dpa

Update, 2. Mai, 13.25 Uhr: Trotz Corona-Ausfall große Erfolge für deutsches Curling-Team

Angetreten mit einer "Last-Minute-Starterlaubnis" aufgrund zweier Corona-Fälle schlägt sich das deutsche Curling-Team der Frauen bei der Weltmeisterschaft in Calgay bisher überraschend gut und hat sogar noch Chancen auf das Olympia-Ticket.

Mit nur drei Spielerinnen besiegte die Crew um Skip Daniela Jentsch (39) am Sonntag das Team des Olympia-Zweiten Südkorea mit 10:9, nachdem es tags zuvor bereits die USA mit 8:7 überrascht hatte.

Update, 2. Mai, 13.17 Uhr: Scholz will Tarifbezahlung für Altenpflegekräfte

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62) und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (48, beide SPD) wollen Pflegekräfte in der Altenpflege nach Tarif bezahlen.

SPD-Kanzlerkandidat Scholz kündigte am Sonntag einen gemeinsamen Vorstoß mit Heil an, "der sicherstellt, dass Tarifverträge in der Altenpflege Realität werden, dass dort bessere Arbeitsbedingungen herrschen", wie Scholz am Sonntag bei der digitalen Landesvertreterversammlung der SPD Brandenburg sagte.

Der SPD-Kanzlerkandidat forderte eine bessere Bezahlung für alle Tätigkeiten, die als unabdingbar wichtig in der Corona-Krise gelten.

Update, 2. Mai, 11.44 Uhr: Nächstes Tourismus-Modellprojekt in Schleswig-Holstein erlaubt

In Schleswig-Holstein kann am 10. Mai ein drittes Modellprojekt zur Öffnung des Tourismus starten - im Kreis Dithmarschen.

Das Landratsamt veröffentlichte am Freitag eine entsprechende Verordnung. Damit werden in Büsum und den Nachbargemeinden Büsumer Deichhausen und Westerdeichstrich wieder touristische Übernachtungen möglich, allerdings verbunden mit strengen Corona-Testpflichten und Hygieneauflagen. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis Dithmarschen gab das Robert Koch-Institut am Freitag mit 57,8 an.

Das Modellprojekt Nordfriesland mit Sylt soll am 1. Mai starten und zunächst bis zum 31. Mai gehen. Die Region Innere Lübecker Bucht verschob den vorsichtigen Neustart des Tourismus auf unbestimmte Zeit wegen zu hoher Infektionszahlen.

In Büsum darf es bald wieder Tourismus geben - wenn auch unter strengen Auflagen.
In Büsum darf es bald wieder Tourismus geben - wenn auch unter strengen Auflagen.  © Daniel Reinhardt/dpa

Update, 2. Mai, 10.44 Uhr: Lauterbach zeigt sich optimistisch zum Sommer

So optimistisch erlebt man Karl Lauterbach (58) dieser Tage selten: Der SPD-Gesundheitsexperte und "Mahner der Nation" macht in Corona-Zeiten mit hohen Inzidenzzahlen Hoffnung auf einen guten Sommer.

Wie er seine Äußerung begründet, erfahrt ihr im TAG24-Artikel "Karl Lauterbach macht Hoffnung: "Der Sommer wird gut werden".

Update, 2. Mai, 10.30 Uhr: Badminton-EM-Finale mit deutschen Doppel wegen positiven Corona-Test abgesagt

Wegen eines positiven Corona-Tests von Mark Lamsfuß (27) kann das deutsche Doppel mit ihm und Marvin Seidel (25) am Sonntag nicht das Endspiel der Badminton-Europameisterschaften bestreiten. Das bestätigten sowohl der deutsche (DBV) als auch der europäische Verband (BE).

Lamsfuß befindet sich in Isolation im Hotel in Kiew. Gleiches gilt für seine Mixed-Partnerin Isabel Herttrich (29) und Seidel als Kontakt-Personen. Lamsfuß und Seidel hätten heute große Chancen gehabt, erstmals seit 1974 wieder eine Goldmedaille in der Disziplin zu gewinnen.

"Ich bin sehr enttäuscht und traurig darüber. Wir waren in Top-Form und hätten uns heute die Goldmedaille geholt", sagte Nationalspieler Lamsfuß in einer Mitteilung des Verbandes.

Am Samstag waren die Corona-Tests noch negativ: Isabel Herttrich (29) und Mark Lamsfuss (27) beim Badminton-EM-Halbfinale in Kiew.
Am Samstag waren die Corona-Tests noch negativ: Isabel Herttrich (29) und Mark Lamsfuss (27) beim Badminton-EM-Halbfinale in Kiew.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Update, 2. Mai, 10.08 Uhr: Indien meldet Tagesrekord an Corona-Toten

In Indien sind an einem Tag noch nie so viele Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. 3689 Todesfälle wurden nach Daten des Gesundheitsministeriums vom Sonntag registriert.

Erst am Samstag hatte Indien mit seinen über 1,3 Milliarden Einwohnern als erstes Land weltweit an einem Tag mehr als 400.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst. Das Gesundheitssystem ist überfordert, Krankenhäuser und Krematorien sind überfüllt, es mangelt an medizinischem Sauerstoff, Medikamenten und Impfdosen.

Update, 2. Mai, 10 Uhr: Millionen orthodoxe Christen feiern Osterfest

Millionen orthodoxe Christen haben weltweit Ostern gefeiert - einen Monat später als die westlichen Kirchen. Anders als noch zu Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr durften die Gläubigen vielerorts wieder die Gottesdienste besuchen.

In Russlands Hauptstadt Moskau sagte das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, in der Nacht zum Sonntag: Er wünsche sich, dass sein Volk bald und vollständig von dem Virus befreit werde. Das Osterfest gebe Hoffnung, dass die Pandemie überwunden werden könne.

Den Gottesdienst in Moskau besuchte auch Kremlchef Wladimir Putin (68), ohne Mund-Nasen-Schutz. Er hatte sich kürzlich gegen das Virus impfen lassen.

Russlands Präsident Wladimir Putin (68) besucht den Ostergottesdienst am 2. Mai in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau.
Russlands Präsident Wladimir Putin (68) besucht den Ostergottesdienst am 2. Mai in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau.  © Sergei Guneyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Update, 2. Mai, 9.37 Uhr: Heidelberg lockert Bundes-Notbremse

In Heidelberg ist als erster Stadt im Südwesten die Bundes-Notbremse wieder gelockert worden. Weil die Stadt am Neckar fünf Tage in Folge unter dem Wert von 100 bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz lag, traten dort zum 1. Mai Erleichterungen in Kraft, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte.

Somit gelten in Heidelberg ab sofort wieder die Regelungen der Corona-Verordnung des Landes. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen fallen damit weg. Es dürfen sich wieder zwei Haushalte mit bis zu fünf Menschen treffen. Auch der Handel und Kultureinrichtungen profitieren.

Update, 2. Mai, 8.36 Uhr: Starker Personalmangel im Handwerk

Vielen Handwerksbetrieben in Deutschland fällt es auch in der Corona-Krise schwer, ausreichend Mitarbeiter zu finden. Deutschlandweit fehlen aktuell 54.000 Gesellinnen und Gesellen, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ergeben hat.

Insgesamt beziffert die Untersuchung den Fachkräftemangel im Handwerk auf knapp 65.000 Arbeitskräfte. Kunden müssten deshalb oft lange Wartezeiten in Kauf nehmen, den Betrieben entgingen Aufträge.

Noch schwerer als Gesellen seien Handwerker mit Meisterbrief zu finden. Besonders groß sei der Fachkräftemangel unter anderem im Baubereich.

Update, 2. Mai, 8.24 Uhr: VW-Markenchef: Corona wird Arbeitswelt weiter prägen

Volkswagen richtet sich als größter deutscher Industriekonzern darauf ein, dass die erheblichen Umstellungen vieler Betriebsabläufe bis in die Zeit nach Corona hinein Folgen haben. Dies sagte Kernmarken-Chef Ralf Brandstätter im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir werden nach der Pandemie auch noch eine Reihe von Vorteilen bei den Kosten haben." Der aktuelle Aufwand an Hygienemaßnahmen in den Werken und Büros sei zwar hoch. Gleichzeitig würden so aber "Produktivitätsreserven" sichtbar, wenn man - wie derzeit - wegen der Abstandsregeln oft noch nicht "die perfekte Taktung fahre".

Update, 2. Mai, 8.17 Uhr: Meck-Pomm will Einreiseverbot für Geimpfte lockern

Es hatte sich angedeutet - zumindest für bestimmte vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen könnte das Einreiseverbot nach Mecklenburg-Vorpommern bald fallen.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald hatte die entsprechende Regelung der Corona-Landesverordnung am Freitag für willkürlich und unrechtmäßig erklärt und das Land zur Neuregelung aufgefordert. Die steht jetzt offenbar bevor.

"Die Landesregierung wird den Hinweis des Gerichtes, für vollständig geimpfte Menschen Erleichterungen vorzunehmen, umsetzen", sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (46, SPD) am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Das Gesundheitsministerium wird für die nächste Kabinettssitzung am kommenden Dienstag einen Vorschlag für Einreisen insbesondere zum Aufsuchen von Zweitwohnungen vorbereiten.

Die ersten Strandkörbe an der Ostsee stehen bereits.
Die ersten Strandkörbe an der Ostsee stehen bereits.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 2. Mai, 8.15 Uhr: Zunahme der Hilfsbereitschaft während der Krise

Trotz mancher Gereiztheit hat die Corona-Krise die Deutschen laut einer neuen Umfrage sozial sensibler gemacht. In der Untersuchung des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski bejahten drei Viertel (76 Prozent) der 1000 Teilnehmer eine entsprechende Frage.

Vor allem Ostdeutsche (85 Prozent) und ältere Menschen über 65 Jahren (80 Prozent) vertreten diese Ansicht, während Westdeutsche (74 Prozent) und die unter 30-Jährigen (68 Prozent) die gesellschaftliche Auswirkung der Corona-Krise etwas skeptischer sehen.

Gleichwohl ist die Hilfsbereitschaft der Jüngeren nach eigenem Bekunden höher als die der Älteren.

Update, 2. Mai, 8.07 Uhr: Premier Johnson möchte Optimismus verbreiten

Kurz vor einem Superwahltag in Großbritannien hat der angeschlagene Premierminister Boris Johnson (56) versucht, im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie Optimismus zu verbreiten.

In einem Beitrag für die "Mail on Sunday" schrieb er: "Woche für Woche sehen wir, wie die Einführung des Impfstoffs dazu beiträgt, unsere Freiheiten wiederherzustellen - und mit diesen Freiheiten habe ich absolut keinen Zweifel daran, dass sich unsere Wirtschaft wieder stark erholen wird."

Update, 2. Mai, 7.41 Uhr: RKI meldet 16.290 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt weiter

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 16.290 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden 110 neue Todesfälle verzeichnet.

Am Sonntag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 18.773 Neuinfektionen und 120 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Sonntagmorgen bundesweit bei 146,5 - damit entwickelt sich diese am sechsten Tag in Folge rückläufig. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 148,6 angegeben, vor eine Woche mit 165,6.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.416.822 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Genesenen gab das RKI wird mit etwa 3.024.600 angegeben. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 83.192.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,94).

Eine Helferin im "Testzentrum am Zoo" in Hannover.
Eine Helferin im "Testzentrum am Zoo" in Hannover.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 2. Mai, 7.38 Uhr: Abwasser-Durchsuchung auf Coronaviren von EU-Umweltkomissar gefordert

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollten die EU-Staaten nach Ansicht der EU-Kommission systematisch das Abwasser auf Coronaviren untersuchen.

"Die Überwachung von Abwasser kann eine kostengünstige, schnelle und verlässliche Quelle für Informationen sein über die Verbreitung des Virus und seinen Varianten in der Bevölkerung", sagte EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius (30) der "Welt am Sonntag".

Die 27 Staaten sollten "schnellstmöglich effektive Abwasser-Überwachungssysteme einrichten". Diese ließen sich innerhalb von maximal sechs Monaten auf die Beine stellen.

Update, 2. Mai, 7.33 Uhr: CDU-Politiker fordern mehr Rechte für negativ Getestete

Die beiden CDU-Politiker Carsten Linnemann (43) und Tilman Kuban (33) haben mehr Rechte nicht nur für Geimpfte und Genesene, sondern auch für negativ Getestete gefordert.

Mehr dazu im TAG24-Artikel "Betriebsärzte impfen ab Anfang Juni! Spahn: "Werden mehr Impfstoff haben als Anfragen".

Update, 2. Mai, 7.15 Uhr: Zehntausende Teilnehmer bei Mai-Demonstrationen in gesamt Deutschland

Zehntausende Menschen sind am 1. Mai in ganz Deutschland auf die Straßen gegangen. In Berlin wurde der Protest nach massiven Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei am Samstagabend abgebrochen. Die Polizei sprach von etwa 8000 Demonstranten.

Alles zu den bundesweiten Demonstrationen lest ihr im aktuelle. TAG24-Artikel "Bilanz zum 1. Mai Gewerkschafter, Linke, Rechte und Corona-Kritiker auf den Straßen - Krawalle in Berlin".

Teilnehmer der Berliner "Demonstration zum revolutionären 1. Mai".
Teilnehmer der Berliner "Demonstration zum revolutionären 1. Mai".  © Michael Kappeler/dpa

Update, 2. Mai, 3 Uhr: Scholz will erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld verlängern

Finanzminister Olaf Scholz (61, SPD) hat sich dafür ausgesprochen, den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld bis mindestens Ende 2021 zu verlängern.

"Der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld sollte auf alle Fälle noch einmal bis Jahresende verlängert werden, gegebenenfalls sogar noch länger", sagte der SPD-Kanzlerkandidat den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In der Corona-Krise werde die Regierung so lange helfen, wie es Einschränkungen gebe.

Wirtschaftlich stehe Deutschland weiterhin sehr gut da, betonte Scholz.

Update, 2. Mai, 2.20 Uhr: Botschafter in Indien bezeichnet Lage als schrecklich

Der deutsche Botschafter in Indien, Walter Lindner, hat sich sehr besorgt über die Lage im von der Corona-Pandemie derzeit heftig getroffenen Land geäußert.

"Die Lage ist schrecklich und deprimierend", sagte Lindner am Samstagabend im ZDF-"heute journal". "Die Leute ersticken zum Teil in den Autos, weil sie vom einen Krankenhaus zum nächsten fahren. Die ersticken in der Wartereihe, um auf Sauerstoff zu warten. Das ist alles schrecklichst, was wir draußen erleben."

Update, 2. Mai, 1 Uhr: Betriebsärzte sollen spätestens ab zweiter Juniwoche mitimpfen

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sollen spätestens ab der Woche vom 7. Juni auch Betriebsärzte einbezogen werden.

Mehr dazu im TAG24-Artikel "Betriebsärzte impfen ab Anfang Juni! Spahn: "Werden mehr Impfstoff haben als Anfragen".

Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) am Samstag bei einem Besuch des Hamburger Impfzentrums.
Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) am Samstag bei einem Besuch des Hamburger Impfzentrums.  © Daniel Reinhardt/dpa

Update, 2. Mai, 23.41 Uhr: Mehr als 240 Festnahmen in Berlin bei Demos

Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik hat gewaltsame Angriffe auf Polizisten bei der Demonstration am 1. Mai-Abend als "inakzeptabel" bezeichnet.

Der überwiegende Teil der Demonstranten am Mai-Feiertag habe aber unter Beweis gestellt, dass man mit Hygienevorschriften, mit Masken und Abstand demonstrieren könne. Nach einer groben Schätzung hätten sich um die 30.000 Menschen auf den Straßen im Rahmen von Versammlungen bewegt, sagte Slowik am Samstagabend.

Es habe nach bisherigem Stand über den ganzen Tag verteilt 240 Festnahmen gegeben, berichtete eine Sprecherin der Polizei.

Update, 1. Mai, 22.19 Uhr: Demo in Berlin nach massiven Auseinandersetzungen abgebrochen

Nach massiven Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei in Berlin ist der Protest abgebrochen worden.

Der Versammlungsleiter der Demo habe die Demonstration am Samstagabend für beendet erklärt, nachdem er selbst aus der Menge angriffen worden sei, teilte die Polizei mit.

Update, 1. Mai, 21.09 Uhr: Heftige Auseinandersetzungen bei 1.Mai-Demo in Berlin

Bei der Demonstration linker und linksradikaler Gruppen in Berlin-Neukölln ist es am Samstagabend zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen.

Auf der Sonnenallee hagelte es Flaschen und Steine gegen Beamte, wie dpa-Reporter beobachteten. Polizisten wurden angegriffen, als sie Störer aus der Menge ziehen wollten. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Müllcontainer und Paletten wurden angezündet. Sanitäter waren im Einsatz. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen.

Auch in der Nähe der Neukölln Arcaden wurden Teilnehmer festgenommen. Die Polizei beschlagnahmte einen Lautsprecher der Demonstranten und räumte eine Kreuzung frei.

Wie die Polizei twitterte, treten die Einsatzkräfte körperlichen Angriffen, Stein- und Flaschenwürfen, Brandstiftungen sowie dem Übersteigen von Absperrgittern entgegen und nehmen Straftäter fest.

Die Polizei ging nach anfänglicher Schätzung von bislang rund 5000 Teilnehmern aus. Beobachter sprachen hingegen von einer der größten revolutionären 1.Mai-Demonstrationen der vergangenen Jahre. Die Organisatoren gaben die Teilnehmerzahl mit mehr als 20.000 an.

Berlin: Feuer brennt beim Demonstrationszug linker und linksradikaler Gruppen unter dem Motto "Demonstration zum revolutionären 1. Mai".
Berlin: Feuer brennt beim Demonstrationszug linker und linksradikaler Gruppen unter dem Motto "Demonstration zum revolutionären 1. Mai".  © Andreas Rabenstein/dpa

Update, 1. Mai, 20.43 Uhr: Trotz hoher Inzidenzen Mai-Demonstrationen in Frankreich mit bis zu 170.000 Menschen

In Frankreich haben mehrere tausend Menschen an den landesweiten Mai-Umzügen teilgenommen. Nach Angaben des Gewerkschaftsbunds CGT seien am Sonnabend mehr als 170.000 Menschen auf die Straße gegangen, davon 25.000 in Paris.

Das französische Innenministerium sprach von mehr als 106.000 Teilnehmern, davon 17.000 in Paris.

Die Umzüge verliefen größtenteils friedlich. In Paris und Lyon kam es zu kurzen Zwischenfällen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern des linksextremen "Schwarzen Blocks", bei denen auch Tränengas zum Einsatz kam.

Insgesamt seien 56 Personen vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen worden, davon 46 in Paris, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP mit Bezug auf das Innenministerium.

Paris: Bereitschaftspolizisten umzingeln Demonstranten während des Maiaufmarsches.
Paris: Bereitschaftspolizisten umzingeln Demonstranten während des Maiaufmarsches.  © Lewis Joly/AP/dpa

Update, 1. Mai, 19.29 Uhr: Deutsche Corona-Hilfe in Indien angekommen

Ein Flieger der Luftwaffe hat Hilfsmaterial aus Deutschland in das derzeit schwer von der Pandemie getroffene Indien gebracht.

An Bord der Maschine, die sonst auch Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und Mitglieder der Regierung fliegt, waren 120 Beatmungsgeräte sowie 13 Sanitätssoldatinnen und Sanitätssoldaten. Sie kam am Samstagabend (Ortszeit) in der Hauptstadt Neu Delhi an, wie ein Sprecher der Luftwaffe mitteilte.

Köln: Ein Bundeswehr-Airbus A350 "Kurt Schumacher" der Luftwaffe startet auf dem Flughafen Köln/Bonn. Die Maschine der Luftwaffe ist mit Hilfsmaterial für das von einer besonders schlimmen Corona-Welle erfasste Indien gestartet.
Köln: Ein Bundeswehr-Airbus A350 "Kurt Schumacher" der Luftwaffe startet auf dem Flughafen Köln/Bonn. Die Maschine der Luftwaffe ist mit Hilfsmaterial für das von einer besonders schlimmen Corona-Welle erfasste Indien gestartet.  © Oliver Berg/dpa

Update, 1. Mai, 19.19 Uhr: Papst eröffnet Gebetsmarathon für Ende der Corona-Pandemie

Papst Franziskus (84) hat einen weltweiten Gebetsmarathon für das Ende der Corona-Pandemie eingeläutet. Damit soll auch der Menschen gedacht werden, die schwer von der Krise getroffen wurden.

Am Samstagabend hielt das Oberhaupt der katholischen Kirche in einer Kapelle des Petersdoms vor mehr als 150 Gläubigen die erste Rosenkranz-Andacht der für den gesamten Mai geplanten Initiative.

Jeden Tag soll an einem anderen Marienwallfahrtsort auf der Welt die Gebetsfeier abgehalten werden. Mit dabei ist nach Angaben des Heiligen Stuhls am 28.

Mai nach derzeitigen Plänen auch die Gnadenkapelle im bayerischen Wallfahrtsort Altötting, allerdings ohne persönliche Teilnahme des Papstes. Am 31. Mai will der Pontifex in den Gärten des Vatikans den Gebetsmarathon abschließen.

Papst Franziskus (84).
Papst Franziskus (84).  © Andrew Medichini/AP/dpa

Update, 1. Mai, 19.13 Uhr: Demonstrationszug zum 1. Mai in Berlin: 5000 Menschen versammelt

Kurz vor dem Start der "Demonstration zum revolutionären 1. Mai" am Abend haben sich in Berlin-Neukölln nach Einschätzung der Polizei rund 5000 Menschen versammelt.

Der Zustrom aus unterschiedlichen Richtungen hielt nach Beobachtungen von dpa-Reportern weiter an. Der Demonstrationszug sollte um 18 Uhr starten. In der Menge rund um den Hermannplatz schwenkten Demonstranten Fahnen, Transparente waren zu sehen.

Auch Feuerwerkskörper wurden gezündet. Straßen wurden abgesperrt, viele Mannschaftswagen der Polizei waren postiert. Viele der Demonstranten trugen Mund-Nasen-Schutz. Die Veranstalter riefen dazu auf, die Corona-Auflagen einzuhalten.

Polizeipräsidentin Slowik hatte ein konsequentes Handeln angekündigt. Bei Verstößen gegen die Corona-Regeln würden Demonstrationen schnell aufgelöst. Auch gewalttätigen Ausschreitungen werde sofort begegnet.

Berlin: Teilnehmer gehen beim Demonstrationszug linker und linksradikaler Gruppen unter dem Motto "Demonstration zum revolutionären 1. Mai" durch die Stadt.
Berlin: Teilnehmer gehen beim Demonstrationszug linker und linksradikaler Gruppen unter dem Motto "Demonstration zum revolutionären 1. Mai" durch die Stadt.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 1. Mai, 18.33 Uhr: Illegales Massentreffen in Brüsseler Stadtpark eskaliert

In der belgischen Hauptstadt Brüssel ist erneut ein illegales Massentreffen eskaliert. Zahlreiche Menschen bewarfen die Polizei am Samstag unter anderem mit Böllern und Flaschen, als die Einsatzkräfte den Stadtpark Bois de la Cambre räumen wollten.

Wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete, waren Hunderte Polizisten in dem Park, auch mehrere Wasserwerfer kamen zum Einsatz. Zudem setzten die Einsatzkräfte Tränengas ein. Ein Hubschrauber kreiste über dem Park.

Unter den Teilnehmern waren viele junge Menschen, aber auch etliche Kritiker der Corona-Maßnahmen. Die Veranstaltung namens "La Boum 2" war zuvor bei Facebook angekündigt, aber von den Behörden verboten worden.

Update, 1. Mai, 17.06 Uhr: Nach sechs Monaten Pause endlich Hoffnung: Erste Touristen erreichen Sylt und St. Peter-Ording

Nach rund sechs Monaten Pause wegen der Corona-Pandemie sind am Samstag auf Sylt wieder Urlauber angekommen. Die größte deutsche Nordseeinsel gehört zur touristischen Modellregion Nordfriesland.

Unter strengen Auflagen wird der Tourismus dort wieder hochgefahren - aber alles unter dem Vorbehalt, dass die Infektionen nicht stark zunehmen. Auch nach Amrun und St. Peter-Ording kamen am Samstag zahlreiche Urlauber.

Nordfriesland ist eine von vier touristischen Modellregionen in Schleswig-Holstein. Die Projekte sollen zunächst einen Monat dauern mit der Option auf Verlängerung. In der Schleiregion und Eckernförde läuft das Modell bereits, Büsum und die Lübecker Bucht sollen folgen. Touristen in Nordfriesland müssen sich jetzt etwa alle 48 Stunden testen lassen.

Die erste Fähre, die zwischen der dänische Nachbarinsel Römö und Sylt pendelt, legt um 7:30 Uhr im Hafen von List an, und Wohnmobile rollen an Land. Nach rund sechs Monaten Pause wegen der Corona-Pandemie sind am Samstagmorgen die ersten Urlauber auf Sylt angekommen.
Die erste Fähre, die zwischen der dänische Nachbarinsel Römö und Sylt pendelt, legt um 7:30 Uhr im Hafen von List an, und Wohnmobile rollen an Land. Nach rund sechs Monaten Pause wegen der Corona-Pandemie sind am Samstagmorgen die ersten Urlauber auf Sylt angekommen.  © Lea Pischel/dpa

Update, 1. Mai, 15.46 Uhr: Rund jeder 1000. Bundesbürger an oder mit Corona gestorben

Mehr als ein Jahr nach dem Beginn der Pandemie in Deutschland ist rein rechnerisch bald jeder tausendste Bundesbürger im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben.

Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen meldete, starben bisher 83 082 Menschen an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2. Bei rund 83,2 Millionen Einwohnern ist das rechnerisch etwa einer von 1000 Bundesbürgern.

Update, 1. Mai, 15.05 Uhr: Tourismusbeauftragter glaubt an Sommerurlaub innerhalb Europas

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (46, CDU), ist guter Dinge, dass die Deutschen im Sommer innerhalb Europas Urlaub machen können.

"Ich bin recht optimistisch, dass der Sommerurlaub in Deutschland und Europa mit entsprechenden Vorkehrungen gut möglich sein wird", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel am Sonntag". Er sehe bereits im Testen eine große Chance, setze aber vor allem Hoffnungen in einen europaweiten digitalen Corona-Impfpass.

Mehr erfahrt Ihr in unserem TAG24-Artikel "Steht unserem Sommerurlaub nichts im Wege? Optimistische Prognose von Tourismusbeauftragtem".

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, ist guter Dinge, dass die Deutschen im Sommer innerhalb Europas Urlaub machen können.
Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, ist guter Dinge, dass die Deutschen im Sommer innerhalb Europas Urlaub machen können.  © Marcus Brandt/dpa

Update, 1. Mai, 13.20 Uhr: Russland hilft Indien mit Corona-Impfstoff Sputnik V

Im Kampf gegen die rasante Ausbreitung des Coronavirus in Indien hat Russland seinen Impfstoff Sputnik V geliefert. Die erste Charge sei am Samstag in der Stadt Hyderabad eingetroffen, teilte der staatliche Direktinvestmentfonds RDIF bei Twitter mit.

Angaben zur Menge wurden zunächst nicht gemacht. "Wir müssen diese Epidemie gemeinsam besiegen", hieß es. Russland hatte bereits Beatmungsgeräte, Anlagen zur Erzeugung von Sauerstoff und Medikamente nach Indien geflogen.

Update, 1. Mai, 12.45 Uhr: Italien will Impfkampagne mit Hilfe von Firmen beschleunigen

Italiens Corona-Kommissar will mit Impfungen in Firmen und Touristen-Orten die Kampagne beschleunigen.

Es gebe 730 Firmen-Impfstellen, zuvor müssten jedoch die über 65-Jährigen immunisiert sein, sagte der außerordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, im Interview der Zeitung "La Repubblica" (Samstag). "Wir hoffen, bis Ende Mai dieses Ziel zu erreichen", erklärte der Armee-General weiter.

Mit Blick auf die nahende Ferienzeit und die Möglichkeit, dass Menschen für ihren Impftermin nicht zuhause, sondern verreist sind, stellte Figliuolo Impfungen in Urlaubszentren in den Berg- und Sommerferienregionen in Aussicht. Darüber werde derzeit beraten.

Update, 1. Mai, 12.30 Uhr: Niederlande verschieben weitere Lockerung von Corona-Maßnahmen

Die Niederlande haben angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen geplante Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen vorerst ausgesetzt.

Die im Rahmen eines Öffnungsplans ab 11. Mai vorgesehenen Erleichterungen für Freiluftbereiche - darunter Zoos, Vergnügungsparks und Sporteinrichtungen - werden verschoben, beschloss die Regierung am Samstag. Wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete, soll geprüft werden, ob sie ab dem 18. Mai möglich sind.

Die Regierung folgte damit dem Rat von Experten, die auf eine Zunahme der Corona-Patientenzahlen in den Krankenhäusern verwiesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in den Niederlanden zuletzt deutlich über 300 und war damit etwa doppelt so hoch wie in Deutschland.

Update, 1. Mai, 11.55 Uhr: Günther: Hotelöffnung für Geimpfte und Getestete rasch regeln

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU) fordert eine schnelle Regelung für Hotelöffnungen in Deutschland.

Beherbergungsbetriebe seien keine Treiber der Corona-Pandemie, sagte Günther dem "Tagesspiegel" (Sonntag). Mit Blick auf die vom Bund geplante Verordnung zu mehr Freiheiten für Geimpfte sagte Günther, dass Familien künftig mit einer Mischung aus Impfnachweis der Eltern und Testnachweis älterer Kinder zum Beispiel Urlaub in Hotels an der Nordsee machen könnten.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU).
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU).  © Christian Charisius/dpa

Update, 1. Mai, 11.20 Uhr: England wird laut Bericht striktes Reiseverbot Mitte Mai aufheben

Die Menschen aus England sollen Berichten zufolge ab Mitte Mai wohl wieder unter strengen Auflagen ins Ausland reisen dürfen.

Die Regierung wolle in der kommenden Woche verkünden, dass das bisherige Reiseverbot am 17. Mai aufgehoben werde, berichteten die «Times» und der "Telegraph" am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise.

Seit Monaten sind Reisen ins Ausland nur in wenigen Ausnahmen erlaubt - etwa bei medizinischen Notfällen, Beerdigungen oder für die Arbeit. Die Regierung muss die Lockerung noch formal bestätigen. Da die Infektionslage in Großbritannien mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von rund 24 derzeit sehr stabil ist, wird damit jedoch gerechnet.

Ab Mitte Mai soll dann ein Ampelsystem für Reisen eingeführt werden. Je nach Infektionslage im jeweiligen Land gelten für Einreisende in England unterschiedlich strenge Regeln.

Update, 1. Mai, 11 Uhr: Merkel würdigt schwierigen Einsatz der Beschäftigten in Corona-Krise

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat zum Tag der Arbeit den Einsatz vieler Beschäftigter unter schwierigen Corona-Bedingungen gewürdigt und zum Nutzen von Testmöglichkeiten aufgerufen.

"Gerade Berufe, die sonst nicht solche Aufmerksamkeit bekommen, haben das Land am Laufen gehalten", sagte sie in ihrer am Samstag verbreiteten wöchentlichen Videobotschaft. Ohne die Beschäftigten in Supermärkten und die Menschen am Steuer von Lkws "könnten wir uns beispielsweise auf die gewohnte Versorgung mit Lebensmitteln nicht verlassen".

Wenn Arbeitnehmer nicht von zu Hause arbeiten können, gebe es nun auch die Pflicht für Arbeitgeber, zwei Corona-Tests pro Woche anzubieten. "Ich bitte Sie dringend, dieses Angebot nun auch zu nutzen - zur eigenen Sicherheit und weil es in unser aller Interesse ist, dass Infektionen früh erkannt werden", sagte Merkel.

Mit Blick auf viele Menschen im Homeoffice betonte sie: "Mir ist bewusst, wie anstrengend es sein kann, wenn über Monate der Esstisch gleichzeitig Schreibtisch und Hausaufgabenplatz für die Kinder ist." Homeoffice sei aber "eine riesige Hilfe" gegen die Ausbreitung des Virus. "Es vermeidet täglich U-Bahn- oder Busfahrten zur Arbeit, es reduziert Kontakte und damit Gelegenheiten zur Ansteckung."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU).  © Michele Tantussi/REUTERS/POOL/dpa

Update, 1. Mai, 10.35 Uhr: Weniger Corona-Tote im März in Russland

In Russland ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus im März laut offizieller Statistik zurückgegangen.

23.715 Menschen seien mit oder an dem Virus gestorben und damit etwa 650 weniger als noch im Februar, teilte die Statistikbehörde Rosstat in der Nacht zum Samstag mit. Allerdings lag die Sterbefallzahl insgesamt im flächenmäßig größten Land der Erde mit 191.000 deutlich über dem Vorjahreswert, als die Pandemie begann.

Update, 1. Mai, 9.55 Uhr: HotDogs, Joints und Co.: Das gibt's in den USA für Impf-Muffel als Bestechung

Was man in den USA nicht alles für eine Corona-Impfung bekommt: Die Immunisierung, eh klar. Aber eben auch Joints, Hot Dogs, Museumsbesuche und Wertpapiere. Die Aktionen haben einen ernsten Hintergrund.

Die Zahlen sind gut, deutlich besser als erwartet: In den USA sind bereits deutlich mehr als die Hälfte aller Erwachsenen zumindest mit einer ersten Dosis gegen Covid-19 geimpft.

Mehr lest Ihr in unserem TAG24-Artikel "HotDogs, Joints und Co.: Das gibt's in den USA für Impf-Muffel als Bestechung".

Update, 1. Mai, 9.45 Uhr: Luftwaffe mit Corona-Hilfe für Indien gestartet

Eine Maschine der Luftwaffe ist am Samstag mit Hilfsmaterial für das von einer besonders schlimmen Corona-Welle erfasste Indien gestartet.

Mit 120 Beatmungsgeräten im Laderaum nahm das Flugzeug vom Flughafen Köln-Wahn aus Kurs auf die indische Hauptstadt Neu Delhi. Die Landung dort war nach etwa neun Stunden Flugzeit geplant, wie die Luftwaffe weiter erklärte.

"An Bord ist auch Sanitätsfachpersonal, das den Betrieb einer Anlage zur Herstellung von Sauerstoff vorbereiten soll", sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Dieses Team umfasse 13 Mitarbeiter. Sie sollen in Indien Personal des örtlichen Roten Kreuzes einweisen und dazu 14 Tage im Land bleiben.

Update, 1. Mai, 7 Uhr: Ärztepräsident erwartet zügigen Fortschritt bei Impfungen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt (60) erwartet schnelle weitere Fortschritte bei den Corona-Impfungen in Deutschland.

"Ich bin überzeugt, dass wir jetzt zügig eine ausreichend große Zahl von Menschen werden impfen können, um ein deutliches Abfallen der Infektionsraten zu erreichen", sagte der Chef der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. "Ich glaube, dass die Impfbereitschaft groß ist und wir sogar mehr als 70 Prozent der Bevölkerung erreichen können." Das gilt als Marke für einen Schutz der ganzen Gesellschaft.

Dabei gebe es einen Teil der Bevölkerung, der lieber vom Hausarzt geimpft werden möchte, sagte Reinhardt. "Diese Menschen vertrauen ihrem Doktor, den sie seit Jahren kennen. Wenn er die Impfung für richtig erachtet, sagen viele: Ich mache das. Dieser Faktor wirkt erheblich im Hinblick auf diejenigen, die jetzt noch Zweifel haben." Auch in seiner Praxis kämen zunehmend Anfragen junger Leute.

Zugleich betonte Reinhardt: "Die Impfzentren funktionieren sehr gut, sie sind top-organisiert. Die Mitarbeiter leisten wirklich gute Arbeit."

Ärztepräsident Klaus Reinhardt (60) erwartet schnelle weitere Fortschritte bei den Corona-Impfungen in Deutschland.
Ärztepräsident Klaus Reinhardt (60) erwartet schnelle weitere Fortschritte bei den Corona-Impfungen in Deutschland.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 1. Mai, 3 Uhr: Arbeitgeberpräsident: Betriebsärzte stehen für Impfungen bereit

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger fordert, die Betriebsärzte rasch in die Corona-Impfungen einzubeziehen.

"Die Politik ist jetzt gefordert, so rasch wie möglich die letzten Voraussetzungen zu schaffen und dafür zu sorgen, dass Impfdosen in ausreichender Menge auch für die Betriebsärzte zur Verfügung gestellt werden", sagte Dulger der "Rheinischen Post" (Samstag). "Unsere Betriebsärzte in den Unternehmen stehen in den Startlöchern."

Vorteil der Unternehmen sei, dass sie einen vertrauensvollen Zugang zu ihren Beschäftigten hätten. "Wir erreichen rund 31 Millionen Menschen", unterstrich Dulger. Große Firmen hätten bereits Impfstraßen errichtet, sie brauchten nun nur noch Impfstoff. Wenn die Betriebsärzte einbezogen würden und es entsprechend genügend Impfstoff gäbe, sollte die Impfpriorisierung fallen, forderte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Eine Priorisierung wäre in den Betrieben kaum umsetzbar.

Update, 1. Mai, 2 Uhr: USA verhängen Einreisesperre für Ausländer aus Indien

Wegen der verheerenden Corona-Krise in Indien verhängt die US-Regierung eine Einreisesperre für Ausländer aus dem südasiatischen Land.

Die Maßnahme tritt am kommenden Dienstag um 0.01 Uhr (Ostküstenzeit USA/6.01 Uhr MESZ) in Kraft und gilt auf unbestimmte Zeit, wie aus einer Verfügung von US-Präsident Joe Biden vom Freitag hervorgeht. Nicht mehr einreisen dürfen dann Ausländer, die in den vorangegangen 14 Tagen in Indien waren. Ausgenommen sind US-Staatsbürger, Ausländer mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht in den USA, Diplomaten sowie bestimmte andere Personengruppen.

Weiterhin gilt in den USA wegen der Pandemie prinzipiell ein Einreisestopp für Ausländer aus dem europäischen Schengen-Raum, aus Großbritannien, Irland, China, Brasilien, Südafrika und dem Iran. Eine Einreise aus diesen Staaten ist in der Regel nur mit einer Ausnahmegenehmigung ("National Interest Exception") möglich.

Update, 1. Mai, 1.45 Uhr: Disneyland in Kalifornien nach langer Corona-Pause wieder geöffnet

13 Monate lang war Disneyland wegen der Corona-Pandemie stillgelegt, nun hat der beliebte Freizeitpark in Kalifornien wieder auf. Mit dem Slogan "Der Zauber ist zurück" hieß der Disney-Konzern am Freitag die ersten Besucher willkommen.

Auch der benachbarte Vergnügungspark, Disney California Adventure Park, ist wieder in Betrieb.

Nach großen Impf-Fortschritten in dem Westküstenstaat sind in den letzten Wochen viele Corona-Beschränkungen gelockert worden. Disneyland-Besucher sind aber angewiesen, Schutzmasken zu tragen und Abstandsregeln zu befolgen. Derzeit ist eine Auslastung von 25 Prozent erlaubt, zunächst haben aber nur Besucher mit Wohnsitz in Kalifornien Zugang. Eine Reservierung ist erforderlich.

13 Monate lang war Disneyland wegen der Corona-Pandemie stillgelegt, nun hat der beliebte Freizeitpark in Kalifornien wieder auf.
13 Monate lang war Disneyland wegen der Corona-Pandemie stillgelegt, nun hat der beliebte Freizeitpark in Kalifornien wieder auf.  © Jae C. Hong/AP/dpa

Update, 1. Mai, 0.30 Uhr: IG-Metall-Chef fordert faire Lastenverteilung der Pandemie-Kosten

Zum Tag der Arbeit hat IG-Metall-Chef Jörg Hofmann von der Politik eine faire Lastverteilung bei den Kosten der Corona-Pandemie gefordert.

Einerseits boomten die Börsen und es habe noch nie so einen rasanten Zuwachs an Milliardären gegeben, sagte der Gewerkschafter dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Gleichzeitig seien Hunderttausende Arbeitsplätze verloren gegangen und mehr Menschen auf Hartz IV angewiesen.

"Die Risiken der Pandemie und der Transformation können nicht von den Beschäftigten allein geschultert werden, während andere ihre Chancen nutzen", warnte Hofmann. Die Pandemie hinterlasse nicht nur Opfer und Verlierer, es gebe auch Profiteure. "Diese massive Unwucht kann auch den politischen Raum ins Wanken bringen", warnte Hofmann. "Deshalb brauchen wir entschlossenes politisches Handeln in der Frage der Lastenverteilung", forderte der IG-Metall-Chef.

Update, 30. April, 23.30 Uhr: Deutscher Baseball-Profi Max Kepler nach Corona-Infektion zurück

Der deutsche Baseball-Profi Max Kepler ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus zurück im Team seiner Minnesota Twins.

Das teilte der Verein aus der Major League Baseball am Freitag vor dem Spiel gegen Kansas City mit. Kepler war nach Angaben seines Clubs am 21. April positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die vergangenen drei Partien der Twins waren abgesetzt worden.

Update, 30. April, 19.08 Uhr: Bayreuther Wagner-Festspiele sollen 2021 stattfinden

Die Bayreuther Festspiele 2021 sollen trotz der Corona-Pandemie stattfinden. Das haben die Mitglieder des Verwaltungsrates der Festspiele am Freitag bekanntgegeben.

Die Festspiele auf dem Grünen Hügel sollten unter Beachtung der notwendigen Hygienekonzepte sowie gesetzlicher und behördlicher Regelungen ausgetragen werden, hieß es. Wie viele Zuschauer bei den Vorstellungen zugelassen werden, sei noch nicht entschieden. Die Entwicklung der Pandemie unterliege nach wie vor großer Dynamik.

Das Richard-Wagner-Festspielhaus in Bayreuth.
Das Richard-Wagner-Festspielhaus in Bayreuth.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 30. April, 18.43 Uhr: Behörde untersagt Verkauf von angeblichem homöopathischen Impfstoff

Nachdem eine Koblenzer Apotheke den Anschein von angebotenem homöopathischen Corona-Impfstoff erweckt hat, ist dessen Verkauf von der zuständigen Behörde verboten worden. Das Produkt sei vorsorglich "gesperrt" worden, teilte das rheinland-pfälzische Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung als Apothekenaufsicht am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Man prüfe, "ob gegen arzneimittelrechtliche oder sonstige Vorschriften verstoßen wurde". Auf der Internetseite der Koblenzer Schloss-Apotheke war zu lesen gewesen: "Wir haben Pfizer/BioNTech Covid-19-Vaccine in potenzierter Form bis D30 als Globuli oder Dilution (zur Ausleitung) vorrätig." Am Freitag verschwand dieser Satz von der Homepage.

Apothekenleiterin Annette Eichele sagte der dpa, keineswegs habe sie homöopathische Corona-Impfstoffe verkauft. Wirksame Vakzine dieser Art gibt es nicht. Laut Eichele wurde nur zusätzlich ein "Minitropfen" des originalen Biontech-Impfstoffs "hochpotenziert" beziehungsweise homöopathisch als Globuli (Kügelchen) aufbereitet. Bereits verabreichte Corona-Impfungen sollten der promovierten Apothekerin zufolge mit diesem ergänzenden Produkt "besser und richtiger wirken, möglichst ohne Nebenwirkungen zu entfalten". Sie räumte ein: "Aber das ist nicht wissenschaftlich belegt."

Update, 30. April, 18.39 Uhr: Gericht: Restaurants in Belgien rechtswidrig geschlossen

Die belgische Regierung hätte Restaurants und Cafés im Land während der Corona-Pandemie nach einer Gerichtsentscheidung nicht auf diese Weise schließen dürfen. Die von Innenministerin Annelies Verlinden verhängten Maßnahmen seien illegal, befand ein Brüsseler Gericht am Freitag in erster Instanz, wie der Sender RTBF berichtete.

Die konservative Politikerin sei nicht befugt, dies zu entscheiden. Zudem kritisierte das Gericht demnach, dass der Staatsrat nicht beteiligt worden sei. Das Gericht gibt der belgischen Regierung 30 Tage, um den Rechtsbruch zu beenden. Andernfalls droht eine Strafe bis zu 250.000 Euro. Geklagt hatten ein Gastronomieverband aus dem französischsprachigen Wallonien sowie rund 50 Restaurants.

Update, 30. April, 18.35 Uhr: Weißes Haus: 100 Millionen Amerikaner voll geimpft

Die US-Impfkampagne in der Corona-Pandemie hat eine weitere wichtige Marke erreicht. "Heute sind 100 Millionen Amerikaner voll geimpft", sagte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zients, am Freitag.

Zients betonte, dass dies nicht bedeute, dass schon alle 100 Millionen, die die erforderlichen Impfungen erhalten haben, auch schon über den vollen Impfschutz verfügen. Dieser ist nach offiziellen Angaben erst zwei Wochen nach der letzten erforderlichen Impfung erreicht.

In den USA leben rund 330 Millionen Menschen - somit hat annähernd jeder Dritte in der Bevölkerung die erforderlichen Corona-Impfdosen bekommen.

Autos stehen auf einem Parkplatz am NRG Park in Houston in einer Schlange, während die Fahrer darauf warten, gegen das Coronavirus geimpft zu werden. Die große Impf-Einrichtung in Harris County wird staatlich gefördert.
Autos stehen auf einem Parkplatz am NRG Park in Houston in einer Schlange, während die Fahrer darauf warten, gegen das Coronavirus geimpft zu werden. Die große Impf-Einrichtung in Harris County wird staatlich gefördert.  © Mark Mulligan/Houston Chronicle/AP/dpa

Update, 30. April, 18.32 Uhr: Corona-Krise in Indien: Blinken telefoniert mit indischem Kollegen

Vor dem Hintergrund der verheerenden Corona-Krise in Indien hat US-Außenminister Antony Blinken mit seinem indischen Amtskollegen Subrahmanyam Jaishankar telefoniert. Bei dem Telefonat sei es auch um die Hilfe der US-Regierung und von anderen Teilen der amerikanischen Gesellschaft gegangen. Blinken habe denjenigen sein Beileid ausgesprochen, "die in dieser schwierigen Zeit Freunde und geliebte Menschen verloren haben".

Die USA hatten diese Woche Flüge mit Hilfsgütern im Wert von mehr als 100 Millionen US-Dollar nach Indien geschickt. Sie sollen das Land insbesondere bei der Versorgung von Patienten mit Sauerstoff, der Produktion von Impfstoffen und der Diagnose und Behandlung von Covid-19-Erkrankungen unterstützen.

Update, 30. April, 18.23 Uhr: Sputnik V wartet in der Slowakei weiter auf Zulassung

Seit zwei Monaten warten in der Slowakei 200.000 bereits gelieferte Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V auf ihre Zulassung. Die staatliche slowakische Arzneimittelbehörde SUKL sah am Freitag ihre früheren Bedenken bestätigt, wonach der an die Slowakei gelieferte Impfstoff nicht in allen Details identisch mit dem zuvor in der renommierten Fachzeitschrift Lancet beschriebenen sei.

In einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Stellungnahme begrüßte SUKL-Sprecherin Magdalena Jurkemikova, dass der zunächst geheimgehaltene russisch-slowakische Liefervertrag nun doch veröffentlicht wurde. Dadurch sei nachweisbar, dass der Hersteller selbst ausdrücklich auf mögliche Abweichungen hingewiesen habe. "Sputnik V" sei laut Vertragstext eine Handelsmarke, die keine identische Zusammensetzung aller gelieferten Chargen garantiere.

Update, 30. April, 18.18 Uhr: Einreise in Dänemark nun mit vollem Covid-Impfschutz erlaubt

Vollständig gegen Covid-19 geimpfte Deutsche und viele andere Menschen aus EU- und Schengen-Ländern dürfen ab Samstag wieder nach Dänemark einreisen. Fertiggeimpfte müssen sich danach weder auf das Coronavirus testen lassen noch in Quarantäne, wie das dänische Außenministerium am Freitag mitteilte.

Bei der Einreise müssen sie anders als andere Reisende auch keine negativen Corona-Tests oder anerkennungswürdige Einreisegründe, wie etwa den Besuch von Partnern, vorweisen können.

Bedingung für die Einreise nach Dänemark ist, dass das jeweilige Land der Reisenden zumindest als "orangener" Staat gilt, die Corona-Lage in dem Land also nicht zu schlimm ist und dort auch keine als besorgniserregend eingestuften Virus-Varianten grassieren. Deutschland gilt in Dänemark derzeit wie die meisten anderen Staaten des EU- und Schengenraums als "orange". Zudem muss es sich bei dem Corona-Impfstoff um ein in der EU zugelassenes Präparat handeln.

Fertig geimpfte Dänen und Ausländer - auch Touristen - aus dem EU- und Schengen-Raum dürfen die dänischen Grenzen ab dem 1. Mai wieder test- und quarantänefrei überqueren.
Fertig geimpfte Dänen und Ausländer - auch Touristen - aus dem EU- und Schengen-Raum dürfen die dänischen Grenzen ab dem 1. Mai wieder test- und quarantänefrei überqueren.  © Carsten Rehder/dpa

Update, 30. April, 18 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Weil gegen Covid-19 geimpft

Niedersachsens Ministerpräsident, Stephan Weil (62, SPD), hat seine erste Impfung gegen Covid-19 erhalten. Der 62-Jährige ließ sich am Freitagnachmittag im Impfzentrum der Stadt und der Region Hannover auf dem Messegelände den Impfstoff von AstraZeneca spritzen.

Nach der Impfung zeigte sich der Ministerpräsident guter Dinge. Nach Angaben der Staatskanzlei hatte Weil den Termin für seine Corona-Schutzimpfung über das Impfportal des Landes erhalten. Mit Blick auf den AstraZeneca-Impfstoff sagte der Politiker, dass für ihn entscheidend sei, dass es ein guter Impfstoff sei. Mediziner hätten das immer wieder bestätigt.

Stephan Weil (62, SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, wurde am Freitag im Impfzentrum auf dem Messgelände Hannover mit dem Impfstoff AstraZeneca gegen das Corona-Virus geimpft.
Stephan Weil (62, SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, wurde am Freitag im Impfzentrum auf dem Messgelände Hannover mit dem Impfstoff AstraZeneca gegen das Corona-Virus geimpft.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 30. April, 17.53 Uhr: Erste Clubnächte seit Beginn der Pandemie am Wochenende in Liverpool

Für einige Tausend Menschen in Liverpool soll das erste Mai-Wochenende ein besonderes Stück Normalität zurückbringen. Als Teil eines Test-Programms der britischen Regierung sollten in einem Lagerhaus am Freitag und Samstag die ersten Clubnächte in Großbritannien seit Beginn der Pandemie stattfinden, wie die BBC berichtete. Für beide Tage konnten sich jeweils 3000 Interessierte aus der Region für Tickets bewerben.

Vor Ort gibt es keine Masken- und Abstandspflicht, allerdings müssen alle Anwesenden einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Fünf Tage nach dem Event soll ein weiterer Corona-Test gemacht werden. An beiden Tagen treten namhafte Künstler in Liverpool auf, darunter Sven Väth und Fatboy Slim.

Sven Väth (56) wird ebenfalls in Liverpool auftreten.
Sven Väth (56) wird ebenfalls in Liverpool auftreten.  © Hannibal Hanschke/Reuters Images Europe/Pool/dpa

Update, 30. April, 17.51 Uhr: Brasilien ruft Länder zur Abgabe von Corona-Impfstoff auf

Brasiliens Gesundheitsminister hat inmitten der verheerenden Corona-Lage im Land die Bemühungen bei der landesweiten Impfkampagne hervorgehoben. "Brasilien hat 41 Millionen Dosen Covid-19-Impfstoff verabreicht. Aber es liegt noch ein weiter Weg vor uns, um jeden Tag 2,4 Millionen Menschen zu impfen", sagte Marcelo Queiroga bei einer Pressekonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag.

Er forderte andere Länder dazu auf, vorrätige Impfdosen abzugeben, damit Brasilien seine Impfkampagne ausweiten und die Ausbreitung neuer Varianten verhindern könne. Brasilien ist eins der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder weltweit. Am Donnerstag überschritt das größte und bevölkerungsreichste Land in Lateinamerika die Marke von 400.000 nachgewiesenen Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19.

Update, 30. April, 17.23 Uhr: Koalition einigt sich auf Corona-Aufholprogramm für Kinder

Die große Koalition hat in den Verhandlungen über ein zwei Milliarden Euro schweres Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche eine Einigung erzielt.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag, Nadine Schön, und ihre SPD-Kollegin Katja Mast bestätigten der Deutschen Presse-Agentur am Freitag eine entsprechende Vereinbarung. "Gute Ideen setzen sich durch", sagte Mast. Ihre Fraktion habe seit Wochen für das Corona-Aufholpaket gekämpft. "Es hat viel zu lange gedauert, bis CDU/CSU in die Pötte gekommen sind."

Mit dem Nachhilfe- und Sozialprogramm für Kinder und Jugendliche wollen Union und SPD die Corona-Langzeitfolgen abmildern. Das Programm sollte ursprünglich am Dienstag im Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden. Das Kabinett wird sich nun voraussichtlich am kommenden Mittwoch damit befassen.

Die zwei Milliarden Euro sind zur Hälfte für Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler in den Ländern gedacht, zum Beispiel unter Mithilfe pensionierter Lehrer, aber auch durch kommerzielle Anbieter.
Die zwei Milliarden Euro sind zur Hälfte für Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler in den Ländern gedacht, zum Beispiel unter Mithilfe pensionierter Lehrer, aber auch durch kommerzielle Anbieter.  © Uwe Anspach/dpa

Update, 30. April, 17.10 Uhr: Bekannter Impfskeptiker und Arzt in Kenia stirbt nach Corona-Infektion

Ein bekannter kenianischer Arzt, der in den vergangenen Monaten falsche Informationen über Corona-Schutzimpfungen verbreitet hatte, ist nach einer Erkrankung mit Covid-19 gestorben. Der Vorsitzende der katholischen Ärztevereinigung, Dr. Stephen Karanja, starb am Donnerstag nach Angaben von Kollegen in einem Krankenhaus in Nairobi.

Karanja hatte seit März wiederholt dazu aufgerufen, sich nicht gegen Corona impfen zu lassen. Daraufhin hatte die Katholische Bischofskonferenz in Kenia sich von den Äußerungen des Arztes distanziert und sich für Impfungen ausgesprochen. Das kenianische Gesundheitssystem kämpft derzeit gegen die dritte Coronawelle.

Update, 30. April, 17.05 Uhr: EU-Länder lassen sich Zeit mit Anträgen auf Corona-Hilfen

Die meisten EU-Staaten haben sich zu Fristende am Freitag mit ihren Anträgen auf europäische Corona-Hilfen Zeit gelassen. Bis zum späten Nachmittag hatten nur fünf der 27 Länder die geforderten nationalen Aufbaupläne bei der EU-Kommission in Brüssel eingereicht: Deutschland, Frankreich, Portugal, Griechenland und die Slowakei. Weitere Pläne würden noch erwartet, sagte eine Kommissionssprecherin auf Anfrage. Die Frist bis 30. April sei aber nur ein "Orientierungsdatum".

Die EU-Staaten hatten im Sommer 2020 ein 750 Milliarden schweres Programm namens Next Generation EU vereinbart, um die tiefe Corona-Wirtschaftskrise zu überwinden und wichtige Zukunftsinvestitionen zu finanzieren. In den nationalen Aufbauplänen müssen die Staaten im Detail darlegen, wofür sie ihren Anteil des Gelds aus dem Aufbaufonds RRF verwenden wollen. Manche Regierungen verhandeln schon seit Wochen mit der Kommission über Einzelheiten, um alle Vorgaben zu erfüllen.

Update, 30. April, 15.43 Uhr: Corona beschleunigt Rückkehr des Hungers in Brasilien dramatisch

Inmitten der außer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie in Brasilien ist der Hunger mit voller Wucht zurückgekehrt. 116,8 Millionen Brasilianer haben keinen vollständigen und dauerhaften Zugang zu Nahrung, 19 Millionen unter ihnen leiden Hunger, wie aus einer Studie des Brasilianischen Forschungsnetzwerks für Ernährungssicherheit hervorgeht.

Damit sind mehr als 55 Prozent der Haushalte betroffen, ein Anstieg um 54 Prozent im Vergleich zu 2018. In der Corona-Pandemie überschritt das Land am Donnerstag die Marke von 400.000 Toten.

"Der Anstieg spiegelt die wirtschaftliche Krise in der Mittelklasse", sagt die Ernährungswissenschaftlerin Rosana Salles der Deutschen Presse-Agentur. Jene, die in der Corona-Pandemie ihren Job verloren hätten oder in Kurzarbeit seien, müssten sich nun oftmals überlegen, ob sie noch Fleisch kaufen oder nur zwei statt drei Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen sollten. Außerdem bilden sich vor den Essensausgabestellen lange Schlangen.

116,8 Millionen Brasilianer haben keinen vollständigen und dauerhaften Zugang zu Nahrung, wie aus einer jüngst veröffentlichten Studie des Brasilianischen Forschungsnetzwerks für Ernährungssicherheit (Rede Penssan) hervorgeht.
116,8 Millionen Brasilianer haben keinen vollständigen und dauerhaften Zugang zu Nahrung, wie aus einer jüngst veröffentlichten Studie des Brasilianischen Forschungsnetzwerks für Ernährungssicherheit (Rede Penssan) hervorgeht.  © Felipe Nyland/dpa

Update, 30. April, 15.39 Uhr: Vorsichtiger Start der Badesaison am Ballermann

Am Ballermann nehmen die Rettungsschwimmer am Samstag ihre Arbeit wieder auf: Pünktlich zum Start der Badesaison auf Mallorca hat Palma auch die Regeln für die Benutzung der Strände der Gemeinde in Corona-Zeiten veröffentlicht.

Trotz einer Infektionslage, die derzeit etwa deutlich besser als in allen deutschen Bundesländern ist, gilt im Prinzip weiterhin die Maskenpflicht praktisch überall im Freien, wie die Gemeinde am Freitag mitteilte. Der Mund- und Nasenschutz darf allerdings beim Baden und auch dann abgelegt werden, wenn der Sicherheitsabstand von 1,50 Metern gewahrt werden kann.

Am Strand dürfen sich der Mitteilung zufolge vorerst Gruppen von maximal sechs Personen verschiedener Haushalte treffen. Größere Gruppen von bis zu zehn Personen sind nur beim Sport erlaubt. Ein Strandbereich direkt am Wasser muss frei bleiben, darf also nicht mit Liegetüchern oder Sonnenschirmen besetzt werden. Der Strandzugang ist von 23 Uhr bis 6 Uhr verboten.

:Ein Rettungsschwimmer beobachtet den Strand von Arenal. Am Ballermann nehmen die Rettungsschwimmer am Samstag ihre Arbeit wieder auf. (Zu dpa «Vorsichtiger Start der Badesaison am Ballermann»)
:Ein Rettungsschwimmer beobachtet den Strand von Arenal. Am Ballermann nehmen die Rettungsschwimmer am Samstag ihre Arbeit wieder auf. (Zu dpa «Vorsichtiger Start der Badesaison am Ballermann»)  © Clara Margais/dpa

Update, 30. April, 15.22 Uhr: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gegen Covid-19 geimpft

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (46) hat ihre erste Corona-Impfung erhalten. "Kleiner Piks mit großer Wirkung! Heute habe ich Impfung mit Biontech bei Hausärztin erhalten", teilte sie am Freitag auf Twitter mit. Dazu zeigte ein Bild wie der SPD-Politikerin am Oberarm eine Spritze gesetzt wird.

Erst am Donnerstag hatte Schwesig am Ende einer im Internet übertragenen Pressekonferenz angekündigt, sich von ihrer Hausärztin gegen das Coronavirus impfen zu lassen, sobald ein Termin vereinbart sei. Sie gehöre wegen ihrer überstandenen Krebserkrankung zur zweiten Prioritätsgruppe, die schon seit mehreren Wochen im Land geimpft werde.

Update, 30. April, 15.13 Uhr: Gerry Weber will verstärkt auf Outlets und E-Commerce setzen

Der mit tiefroten Zahlen kämpfende Modehersteller Gerry Weber will in Zukunft mehr Präsenz in Factory Outlets zeigen und sein E-Commerce-Geschäft deutlich ausbauen.

Das Modeunternehmen kündigte am Freitag bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2020 an, in den Factory Outlets weitere Flächen eröffnen zu wollen. Diese sind dank einer Flut von Rabattangeboten zu Kundenmagneten geworden. Außerdem sollen die Umsätze im Onlinehandel "mittelfristig" um jährlich 20 Prozent gesteigert werden.

Der Modehersteller, zu dem auch die Marken Taifun und Samoon gehören, steht unter Druck. Denn nach einem Ende 2019 abgeschlossenen Insolvenzverfahren musste Gerry Weber im Corona-Jahr 2020 bei einem Konzernumsatz von 278,2 Millionen Euro unter dem Strich einen Verlust von 65,4 Millionen Euro ausweisen.

Auch für das laufende Jahr rechnet der Modekonzern "Gerry Weber" mit roten Zahlen. Der Verlust soll jedoch operativ geringer ausfallen als 2020.
Auch für das laufende Jahr rechnet der Modekonzern "Gerry Weber" mit roten Zahlen. Der Verlust soll jedoch operativ geringer ausfallen als 2020.  © Oliver Berg/dpa

Update, 30. April, 15.09 Uhr: Corona-Impfung für alle Erwachsenen in Frankreich ab Mitte Juni

Frankreich will Impfungen gegen Covid-19 ab dem 15. Juni für alle Erwachsenen zulassen. Das kündigte Präsident Emmanuel Macron (43) am Freitag auf Twitter an. Alle Menschen über 50 Jahre sollen sich ab dem 15. Mai impfen lassen können, schrieb er außerdem. Alle Erwachsenen mit bestimmten Vorerkrankungen könnten ab diesem Wochenende einen Impftermin wahrnehmen.

Mehr als 15,2 Millionen Menschen haben in Frankreich mit Stand Donnerstagabend mindestens eine erste Impfung erhalten. Das entspricht knapp 23 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Frankreich ist von der Covid-19-Pandemie hart getroffen. Weit mehr als 100.000 Corona-Tote sind seit Beginn der Pandemie offiziell gemeldet worden.

Update, 30. April, 14.58 Uhr: Leipzig verbietet Demonstrationen am 1. Mai

Die Stadt Leipzig hat drei für den 1. Mai angemeldete Demonstrationen verboten. Dazu zählen die Kundgebung der rechtsextremen Kleinpartei III. Weg sowie eine Demo und ein Fahrradkorso, die von der Bürgerbewegung Leipzig 2021 angemeldet worden waren. Die Bewegung wird zum Spektrum der Corona-Maßnahmen-Kritiker gezählt. Die Stadt Leipzig begründete die Versammlungsverbote am Freitag jeweils mit dem Infektionsschutz.

Der III. Weg hatte ursprünglich bundesweit für eine Demonstration in Zwickau mobilisiert. Dort wurden allerdings ebenso alle Versammlungen verboten wie in Plauen, das zunächst als Ausweichort gehandelt worden war.

In Leipzig sind für den 1. Mai insgesamt zwölf Demos und Fahrradaufzüge angemeldet. Der III. Weg kündigte 150 Teilnehmer an, die Bürgerbewegung Leipzig zwischen 500 bis 1000 Menschen für die Demo und 200 Teilnehmer im Fahrradkorso.

Update, 30. April, 14.17 Uhr: Niederlande gibt grünes Licht für ESC mit Zuschauern

Beim Eurovision Songs-Contest (ESC) in Rotterdam im Mai dürfen trotz anhaltend hoher Infektionszahlen doch Zuschauer dabei sein. Die niederländische Regierung gab endgültig grünes Licht, wie die Organisatoren des Wettbewerbes am Freitag in Rotterdam mitteilten.

Bei öffentlichen Proben, Halbfinals und dem Finale werden jeweils 3500 Zuschauer zugelassen. Die Regierung machte aus dem Mega-Event ein Experiment in der Forschungsreihe "Fieldlab". Dabei wird unter wissenschaftlicher Begleitung untersucht, ob auch in Corona-Zeiten Veranstaltungen mit Publikum möglich sind.

Die Organisatoren reagierten erleichtert, betonten jedoch, dass alle Schutzmaßnahmen getroffen würden.

Darf beim ESC nun vor Publikum spielen: Deutschlands Kandidat Jendrik Sigwart (26).
Darf beim ESC nun vor Publikum spielen: Deutschlands Kandidat Jendrik Sigwart (26).  © Christian Charisius/dpa

Update, 30. April, 14.16 Uhr: Australien plant Haftstrafen für Heimkehrer aus Hochrisikogebieten

Die Behörden in Australien verfolgen Berichten zufolge Pläne, wonach aus Corona-Hochrisikogebieten einreisende Bürger mit Gefängnisstrafen bis zu fünf Jahre belegt werden könnten.

"Zum ersten Mal in der Geschichte könnte es die australische Regierung für australische Bürger in anderen Ländern illegal machen, nach Hause zu kommen", berichtete der Sender 9News am Freitag.

Den Informationen des Senders zufolge soll es möglicherweise schon ab dem Wochenende als Verbrechen gelten, wenn ein Staatsbürger nach Australien zurückkehrt, der sich in den vorangegangenen 14 Tagen in einem Hochrisikogebiet aufgehalten hat.

Update, 30. April, 14.12 Uhr: Tschechien ab Sonntag kein Hochinzidenzgebiet mehr

Wegen stark sinkender Corona-Infektionszahlen in Tschechien stuft die Bundesregierung das Nachbarland am Sonntag vom Hochinzidenz- zum normalen Risikogebiet herunter. Damit entfällt die generelle Pflicht, bei der Einreise ein negatives Testergebnis vorzuweisen

Wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte, wird auch das letzte Virusvariantengebiet in Europa heruntergestuft: Die französische Grenzregion Moselle ist dann wie auch der Rest Frankreichs nur noch Hochinzidenzgebiet. Das bedeutet vor allem eine Entschärfung der Quarantäneregeln.

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet nun, dass sich Einreisende aus Tschechien erst 48 Stunden nach Ankunft in Deutschland testen lassen müssen, was allerdings schwer zu kontrollieren ist.

Update, 30. April, 13.52 Uhr: Spahn hält Lockerungsbeschluss für Geimpfte nächste Woche für möglich

Erleichterungen bei den Corona-Einschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene können nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) schnell beschlossen werden.

"Das kann innerhalb von Tagen gehen, die ersten Gespräche werden geführt, und wenn wir dabei sehr schnell zu einem Konsens kommen, dann kann man sicherlich auch bis Ende nächster Woche zu einer entsprechenden Entscheidung kommen", sagte Spahn beim Besuch eines neuen Produktionsstandorts für den Biontech-Impfstoff am Freitag in Reinbek (Kreis Stormarn) bei Hamburg.

Entscheidend sei dafür die Bereitschaft aller Beteiligten, sich auf einen Vorschlag zu einigen. "Wir als Bundesregierung sind bereit dazu", so der Minister.

Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU, r.) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU) bei ihrem Besuch der Produktionsstätten von Allergopharma in Reinbek bei Hamburg.
Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU, r.) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU) bei ihrem Besuch der Produktionsstätten von Allergopharma in Reinbek bei Hamburg.  © Christian Charisius/dpa/Pool/dpa

Update, 30. April, 13.30 Uhr: BioNTech stellt Antrag auf Impfstoffzulassung für Kinder ab zwölf

Der deutsche Impfstoffhersteller BioNTech und sein US-Partner Pfizer haben nach eigenen Angaben bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA die Zulassung ihres Corona-Vakzins für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren beantragt.

Dabei gehe es um die Anpassung und Erweiterung der bestehenden Zulassung auf diese Altersgruppe, teilten die Unternehmen am Freitag mit. Sobald die EMA die Änderung genehmige, werde die angepasste bedingte Zulassung in allen 27 Mitgliedsstaaten der EU gültig sein.

Das Mittel von BioNTech/Pfizer ist in der EU und in den USA bislang erst für Menschen ab 16 Jahren bedingt zugelassen.

Fläschchen mit dem Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer.
Fläschchen mit dem Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer.  © Christian Charisius/dpa/Pool/dpa

Update, 30. April, 12.53 Uhr: Zeitpunkt für mehr Rechte von Geimpften noch unklar

Wann die meisten Corona-Einschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene fallen, ist noch unklar.

Die Regierung wolle eine entsprechende Verordnung aber "mit großem Druck und großem zeitlichem Ehrgeiz" angehen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert (60) am Freitag in Berlin.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (55, SPD) hatte am Donnerstag einen Vorschlag für eine Verordnung dazu gemacht. Insbesondere von Beschränkungen für private Treffen und nächtlichen Ausgang sollen diese Gruppen ausgenommen werden.

Update, 30. April, 12.50 Uhr: Fünf EU-Staaten fordern Corona-Hilfe

Kurz vor Ablauf der Frist haben bis Freitagmittag fünf der 27 EU-Staaten ihre Anträge auf europäische Corona-Hilfen eingereicht: Deutschland, Frankreich, Portugal, Griechenland und die Slowakei.

Man erwarte aber weitere nationale Aufbaupläne für Freitagnachmittag, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission. Unter anderen hatten Italien und Spanien ihre Anträge angekündigt.

Update, 30. April, 12.32 Uhr: Experten erwarten starke Fortschritte bei Impfungen

Die Corona-Impfungen in Deutschland können aus Expertensicht nach dem "starken Impfmonat" April weiter zügig vorankommen.

Wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung am Freitag in Berlin nach einer eigenen Modellierung erklärte, könnten Ende Mai weit mehr als die Hälfte der Impfberechtigten mindestens eine Erstimpfung erhalten haben - wenn die Lieferzusagen eingehalten werden.

Mitte Juni könnten drei Viertel erstgeimpft sein. Damit wären bei einer anzunehmenden Impfbereitschaft von etwa 80 Prozent fast alle Impfwilligen erreicht. Ab dann sollten die Impfzentren der Länder auch nur noch Termine für Zweitimpfungen vergeben.

Ein Weghinweis zum Impfzentrum in Hannover. In Deutschland haben fast 27 Prozent der Bevölkerung eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten.
Ein Weghinweis zum Impfzentrum in Hannover. In Deutschland haben fast 27 Prozent der Bevölkerung eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 30. April, 12.31 Uhr: Macher der Luca-App weisen Kritik zurück

Die Macher der Luca-App haben die massive Kritik von Sicherheitsexperten an der Anwendung zur Corona-Kontaktnachverfolgung zurückgewiesen.

Das Luca-System sei sicher und transparent und werde auch niemanden aufgezwungen, sagte Patrick Hennig, Geschäftsführer der Culture4Life GmbH, die das Luca-System betreibt, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Update, 30. April, 12.30 Uhr: Britische Bank Barclays warnt vor steigenden Kosten

Die britische Großbank Barclays hat nach einem überraschend hohen Gewinn im ersten Quartal vor steigenden Kosten gewarnt.

Im laufenden Jahr dürften die Aufwendungen im Vergleich zu 2020 zulegen, teilte die Bank am Freitag in London mit. Dies gehe auf höhere Boni und Aufwendungen für die Umstrukturierung im Immobilienbereich zurück. Besserung dürfte es allerdings bei der Risikovorsorge für Kreditausfälle geben. Diese soll nun deutlich unter dem Niveau von 2020 liegen.

Update, 30. April, 12.25 Uhr: #allesdichtmachen - Hitzige NRW-Landtagsdebatte über Meinungsfreiheit

In einer hitzigen Debatte über die umstrittene Schauspieler-Aktion #allesdichtmachen hat der nordrhein-westfälische Landtag am Freitag über Meinungsfreiheit gestritten.

Der AfD-Abgeordnete Sven Tritschler (39) sprach von einem "Meinungsmonopol" in Deutschland. Nach den ironisch-satirischen Video-Clips von 53 Schauspielern zu den Corona-Maßnahmen sei eine "gut geölte Empörungsmaschine" angeworfen worden. So habe den Schauspieler Jan Josef Liefers (56) "bundesrepublikanischer Gesinnungsterror" getroffen.

Abgeordnete von CDU, SPD, FDP und Grünen warfen der AfD vor, die Debatte zur Meinungsfreiheit aus rein populistischen Gründen beantragt zu haben und sich "scheinheilig" zu Wächtern der Demokratie aufzuspielen.

Update, 30. April, 11.45 Uhr: Fast 27 Prozent erstgeimpft - mehr als 900.000 Impfungen an einem Tag

In Deutschland haben 26,9 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung bekommen. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag hervor (Stand: 30. April, 9.50 Uhr).

Den vollen Impfschutz erhielten bislang 7,7 Prozent der Bevölkerung.

Am Donnerstag wurden demnach 916.388 Impfspritzen gesetzt. Das war der zweithöchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne, nur am Mittwoch waren es mit mehr als einer Million Impfungen noch deutlich mehr.

Insgesamt verabreichten alle Impfstellen bislang fast 28,8 Millionen Dosen, davon knapp 22,4 Millionen bei Erstimpfungen und weitere fast 6,4 Millionen bei Zweitimpfungen.

Eine Spritze wird mit dem COVID-19-Impfstoff von Pfizer-BioNTech.
Eine Spritze wird mit dem COVID-19-Impfstoff von Pfizer-BioNTech.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 30. April, 11.45 Uhr: Edeka kräftig gewachsen

Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka hat im Corona-Jahr 2020 erheblich davon profitiert, dass die Menschen wegen geschlossener Restaurants und des Homeoffice-Booms häufiger zuhause kochten.

Insgesamt steigerte der Edeka-Verbund seine Umsätze im vergangenen Jahr um 9,5 Prozent auf 61 Milliarden Euro, wie der Handelsriese in seinem online veröffentlichten Geschäftsbericht mitteilte.

. Die Discount-Tochter Netto erzielte ein Plus von 7,9 Prozent. Hier klingelten 2020 rund 14,6 Milliarden Euro in den Kassen.

Im Pandemiejahr 2020 habe Edeka rund 21.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, berichtete Edeka-Chef Markus Mosa.

Der Lebensmittelhändler Edeka profitiert von der Corona-Krise.
Der Lebensmittelhändler Edeka profitiert von der Corona-Krise.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 30. April, 11.40 Uhr: Arbeitslosigkeit in Eurozone geht zurück

In der Eurozone ist die Arbeitslosigkeit im März zurückgegangen. Die Quote fiel gegenüber Februar um 0,1 Punkte auf 8,1 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte.

Experten hatten mit einer konstanten Quote gerechnet. Die Arbeitslosenquote für Februar wurde von zunächst 8,3 auf 8,2 Prozent revidiert.

Update, 30. April, 11.20 Uhr: Wirtschaft in Eurozone schrumpft weniger als befürchtet

In der Eurozone ist die Wirtschaft im Winter weniger als befürchtet geschrumpft.

Im ersten Quartal sei die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 0,6 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag laut einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten einen Rückgang von 0,8 Prozent erwartet. Im Schlussquartal 2020 war die Wirtschaft noch um 0,7 Prozent gesunken.

Update, 30. April, 11.03 Uhr: SPD fordert verlängerten Insolvenzschutz für Firmen

Die SPD im Bundestag fordert, dass von der Corona-Krise schwer betroffene Firmen weiterhin keine Insolvenzanträge stellen müssen.

Die Ende April auslaufende Sonderregelung müsse verlängert werden, erklärte der Rechtspolitiker Johannes Fechner (48) am Freitag. "Leider hat die Union die Verlängerung bislang blockiert", kritisierte er.

Laufe die Regelung aus, müssten viele Unternehmen Insolvenz anmelden, die sich bisher tapfer durch die Krise gekämpft hätten - "nur weil staatliche Hilfen noch nicht ausbezahlt sind". Es stünden tausende Jobs auf der Kippe.

Update, 30. April, 10.20 Uhr: AstraZeneca strebt mit Impfstoff keinen Gewinn an

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat mit seinem Corona-Impfstoff im ersten Quartal fast 300 Millionen Dollar eingenommen - nimmt aber einen geringeren Gewinn hin.

In den ersten drei Monaten lag der Umsatz mit dem Covid-19-Impfstoff weltweit bei rund 275 Millionen Dollar (226,8 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Cambridge mitteilte. Der Kerngewinn je Aktie lag bei 1,63 Dollar und sei wegen des Pandemie-Impfstoffs 3 Cent geringer ausgefallen.

AstraZeneca hatte angekündigt, dass der Covid-19-Impfstoff während der Pandemie zum Selbstkostenpreis geliefert werde - also dass damit kein Gewinn angestrebt wird.

Aber auch ohne das Vakzin stemmt sich der Konzern gegen die Pandemie. Das Krebsgeschäft und neue Arzneien bescherten AstraZeneca zum Jahresauftakt steigende Umsätze.

Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca. Der Pharmakonzern nimmt freiwillig weniger Ertrag hin.
Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca. Der Pharmakonzern nimmt freiwillig weniger Ertrag hin.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 30. April, 10.15 Uhr: Deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn 2021 geschrumpft

Die Corona-Pandemie hat die deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn ausgebremst.

Nach zwei Vierteljahren mit teils kräftigem Wachstum schrumpfte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2021 wieder - und zwar um 1,7 Prozent zum Vorquartal. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in einer ersten Schätzung mit.

Im Schlussquartal 2020 hatte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach neuesten Berechnungen noch um 0,5 Prozent zugelegt, im dritten Quartal sogar um 8,7 Prozent. Vorangegangen war ein historischer Konjunkturabsturz in Folge der Corona-Krise.

Update, 30. April, 10.13 Uhr: Erster Verhandlungstag im Justizfall Ischgl bekannt

Der erste Gerichtsprozess um Corona-Ansteckungen im Tiroler Skiort Ischgl findet nun am 17. September vor dem Landgericht für Zivilrecht in Wien statt.

Das teilte der Verbraucherschutzverein (VSV), der die Kläger vertritt, mit. Ein erster Termin am 9. April war wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Bei dem Prozess geht es um eine Schadenersatzklage von Hinterbliebenen eines Österreichers, der in Ischgl mit dem Coronavirus infiziert wurde und dann starb.

Infektionen in ganz Europa sollen auf den für seine Partyszene bekannten Ort zurückzuführen sein. Der Staat Österreich hat jedoch schuldhaftes Handeln bestritten.

Update, 30. April, 9.42 Uhr: Stiko-Chef hält Impfung von Kindern im Herbst für möglich

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, sieht gute Chancen für Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche ab September.

"Für Kinder ab zwölf Jahren halte ich das für möglich", sagte Mertens der "Rheinischen Post". Bei jüngeren Kindern äußerte er sich skeptischer: "Für kleinere Kinder kann das noch knapp sein."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) ging davon aus, dass im Falle einer Zulassung Kinder dieser Altersgruppe eine erste Immunisierung spätestens in den Sommerferien bekommen könnten. "Stand heute, wenn nichts Ungewöhnliches passiert", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin.

Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hält eine Corona-Impfung für Kinder in den Sommerferien für möglich. Dabei muss der deutsche Impfstoffhersteller BioNTech und sein US-Partner Pfizer erst die Zulassung ihres Vakzins für Kinder von 12 bis 15 Jahren in der EU beantragen.
Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hält eine Corona-Impfung für Kinder in den Sommerferien für möglich. Dabei muss der deutsche Impfstoffhersteller BioNTech und sein US-Partner Pfizer erst die Zulassung ihres Vakzins für Kinder von 12 bis 15 Jahren in der EU beantragen.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 30. April, 9.27 Uhr: Großteil befürwortet Beobachtung von Teilen der "Querdenker"

Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet laut einer Umfrage eine bundesweite Beobachtung von Teilen der "Querdenken"-Bewegung durch den Verfassungsschutz.

In der Erhebung des YouGov-Instituts sprachen sich 63 Prozent für eine geheimdienstliche Beobachtung aus, 23 Prozent lehnten dies ab. Unter Anhängern der AfD ist die Zahl der Ablehner (58 Prozent) höher als die der Befürworter (28 Prozent).

Eine "Querdenker"-Demonstration in Wiesbaden. Der Verfassungsschutz kündigte an, einzelne Akteure und Teile der Corona-Protestbewegung bundesweit zu beobachten.
Eine "Querdenker"-Demonstration in Wiesbaden. Der Verfassungsschutz kündigte an, einzelne Akteure und Teile der Corona-Protestbewegung bundesweit zu beobachten.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 30. April, 9.20 Uhr: Heidelberger Chefvirologe bezeichnet Lockerungen für Geimpfte als fair

Der Chefvirologe am Heidelberger Universitätsklinikum, Hans-Georg Kräusslich, würde Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene begrüßen.

"Ich würde dazu raten, Personen, die eine vollständige Impfung haben – das sind derzeit zumeist Ältere – mit Personen, die eine Erkrankung durchgemacht und Antikörper entwickelt haben, und mit Personen, die einen aktuell negativen validen Schnelltest vorweisen, gleichzustellen", sagte er der "Rhein-Neckar-Zeitung".

In allen drei Fällen könne man zwar nicht sicher ausschließen, dass die Person ansteckend sei. "Aber das Risiko ist jeweils stark vermindert", sagte er. Kräusslich bezeichnete es als "ein ausgewogenes und faires Vorgehen". Er gehe auch davon aus, dass es so entschieden werde.

Update, 30. April, 8.30 Uhr: Vietnam mit erster Neunfektion nach 35 Tagen

Wegen des ersten neuen Corona-Falls nach 35 Tagen haben die Behörden in Vietnam die Schließung aller Bars und Nachtclubs in der Hauptstadt Hanoi angeordnet.

Zudem gelte in der Stadt wieder eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum, berichtete die Zeitung VnExpress am Freitag. Zuvor war ein 27-Jähriger positiv getestet worden, der am 7. April aus Japan zurückgekehrt war.

Nach seiner Ankunft war der Mann zwei Wochen in staatlicher Quarantäne und dreimal negativ auf das Virus getestet worden, bevor er mit einem Bus in sein Heimatdorf in die nördliche Provinz Ha Nam fuhr. Erst dann wurde die Erkrankung erkannt.

Update, 30. April, 7.30 Uhr: Rate der Corona-Klinikeinweisungen sinkt

Das schnelle Impfen alter Menschen in Deutschland in der Pandemie hat augenscheinlich positive Effekte auf Klinikeinweisungen.

Nach den Daten des Robert Koch-Instituts stieg der Anteil der Einweisungen wegen Covid-19 in Kliniken seit Ende Februar nicht mehr an. Er verharrte bei sieben bis acht Prozent der gemeldeten Infizierten. Nachmeldungen seien für die aktuell niedrigste Zahl von vier Prozent nicht auszuschließen, teilte das RKI auf Anfrage mit.

Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der ersten Welle hatte der Anteil der Klinikeinweisungen bei bis zu zwanzig Prozent der zu diesem Zeitpunkt gemeldeten Infizierten gelegen, bei der zweiten Welle bei bis zu zwölf Prozent.

Die Corona-Infektionen bei den über 80-Jährigen seien im Vergleich zur zweiten Welle nun aber erheblich zurückgegangen, heißt es beim RKI. So lagen die wöchentlichen Inzidenzen zuletzt bei den 80- bis 90-Jährigen zwischen 60 und 74 pro 100.000 Einwohner - und damit deutlich niedriger als in allen anderen Altersgruppen.

Eine Intensivpflegerin versorgt einen an Covid-19 erkrankten Patienten.
Eine Intensivpflegerin versorgt einen an Covid-19 erkrankten Patienten.  © Ole Spata/dpa

Update, 30. April, 7.25 Uhr: Scholz fordert mehr Geld für Pflegekräfte und Verkäufer

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (62) hat zum Tag der Arbeit eine bessere Bezahlung etwa von Pflegekräften und Verkäuferinnen verlangt.

"Der 1. Mai ist und bleibt ein wichtiger Feiertag", sagte Scholz den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. "Er erinnert uns an die Würde der Arbeit."

Wenn man eine bessere Bezahlung für die Pflegekräfte wolle, dann habe das Konsequenzen für die Pflegeversicherung. "Und wenn die Verkäuferinnen anständig entlohnt werden, wird sich das auf die Preise auswirken. Das müssen uns der Respekt und die Würde schon wert sein", betonte der Bundesfinanzminister.

Scholz forderte, den Mindestlohn auf "mindestens 12 Euro" je Stunde anzuheben.

Update, 30. April, 7.23 Uhr: Schäuble rügt Länder für vorschnelle Lockerungen für Geimpfte

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (78, CDU) hat das Vorpreschen einzelner Bundesländer bei Lockerungen für Geimpfte vor einer bundeseinheitlichen Regelung kritisiert.

"Jetzt haben wir schon wieder den Zustand, dass sich eine Reihe von Ländern nicht an die Absprachen hält", sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen".

Uneinheitliche Lösungen kurz nach dem Beschluss für eine bundeseinheitliche Corona-Notbremse würden die Bürger irritieren, "ein zu großes Maß an Unterschiedlichkeit kann Vertrauen zerstören", betonte Schäuble.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (78, CDU) äußert scharfe Kritik.
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (78, CDU) äußert scharfe Kritik.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 30. April, 7.21 Uhr: Firmen erwarten mehr Probleme durch Brexit als durch Covid-19

Der Brexit stellt international tätige Firmen in Deutschland und Großbritannien weiterhin vor Herausforderungen.

Einer in dieser Woche veröffentlichten Umfrage der Deutsch-Britischen Handelskammer zufolge sehen knapp zwei Drittel der befragten Firmen die durch den Brexit entstandenen Handelsbarrieren und Zollformalitäten als mit die größten Herausforderungen für ihr Geschäft in den kommenden zwölf Monaten an.

Anhaltende Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie lagen deutlich dahinter: Diese wurden von 56 Prozent der Befragten als eine der größten Herausforderungen genannt.

Update, 30. April, 7.18 Uhr: OB Palmer fordert Notfallzulassung für Curevac-Impfstoff aus Tübingen

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (48, Die Grünen) hat eine deutsche Notfallzulassung für den in der baden-württembergischen Stadt produzierten Corona-Impfstoff des Unternehmens Curevac gefordert.

Mehr dazu im TAG24-Artikel "Boris Palmer fordert Notfallzulassung für CureVac-Impfstoff".

Update, 30. April, 7.02 Uhr: Weltweit bereits mehr als 150 Millionen bestätigte Corona-Infektionen

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie ist die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen auf mehr als 150 Millionen angestiegen.

Das ging am Donnerstagabend (Ortszeit) aus Daten der US-Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Erst vor gut drei Monaten, am 26. Januar, war die Schwelle von 100 Millionen bekannten Infektionen überschritten worden.

Die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt der Universität zufolge inzwischen bei mehr als 3,1 Millionen, eine Million mehr als noch Ende Januar. Experten gehen sowohl bei den Infektionen als auch bei den Todesfällen allerdings weltweit von hohen Dunkelziffern aus.

Die Webseite der US-Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Ein zehnjähriger Junge trägt einen Gesichtsschutz, während er am Flughafen von Los Angeles auf seinen Flieger wartet. Die USA ist das Land mit dem am weltweit meist bestätigten Infektionen mit gut 32 Millionen Corona-Infizierten.
Ein zehnjähriger Junge trägt einen Gesichtsschutz, während er am Flughafen von Los Angeles auf seinen Flieger wartet. Die USA ist das Land mit dem am weltweit meist bestätigten Infektionen mit gut 32 Millionen Corona-Infizierten.  © Jae C. Hong/AP/dpa

Update, 30. April, 6.40 Uhr: Intensivmediziner fordern verstärkte Impfung in sozialen Brennpunkten

Intensivmediziner haben an Länder und Kommunen appelliert, verstärkt in sozialen Brennpunkten Corona-Schutzimpfungen vorzunehmen, um die Krankenhäuser zu entlasten.

"Auf den Intensivstationen liegen überdurchschnittlich viele Menschen aus ärmeren Bevölkerungsschichten, Menschen mit Migrationshintergrund und sozial Benachteiligte", sagte der wissenschaftliche Leiter des Intensivbettenregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Christian Karagiannidis, der "Rheinischen Post".

Der Deutsche Städtetag plädierte ebenfalls für mehr Anstrengungen, um sozial Benachteiligte zu impfen.

Update, 30. April, 6.23 Uhr: Bildungsgewerkschaft äußert Zweifel an schneller Massenimpfung von Kindern

Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht Hoffnungen über mögliche Impfungen von Kindern im Sommer mit Skepsis.

GEW-Chefin Marlis Tepe sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, beim Tempo, das bisher allein für Schutzmaßnahmen an Schulen vorgelegt worden sei, falle es schwer, "sich vorzustellen, dass ab Juni Kinder und Jugendliche in so großem Stil geimpft sein könnten, um noch vor den Sommerferien größtenteils von Fern- und Wechselunterricht wieder auf Präsenzunterricht umzustellen".

Update, 30. April, 6.10 Uhr: RKI meldet 24.329 Neuinfektionen - deutlicher Rückgang

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24.329 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 306 neue Todesfälle verzeichnet.

Am Freitag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 27.543 Neuinfektionen und 265 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitagmorgen bundesweit bei 153,4 - das ist der niedrigste Wert seit Mitte April. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 154,9 angegeben, vor eine Woche mit 164,0.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.381.597 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Genesenen beträgt 2.995.200. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 82.850.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,92 (Vortag: 0,90).

Ein Schild mit dem "Corona-Knigge" für richtiges Benehmen während der Krise in Berlin. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland ist rückläufig.
Ein Schild mit dem "Corona-Knigge" für richtiges Benehmen während der Krise in Berlin. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland ist rückläufig.  © Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 30. April, 3.40 Uhr: Amazon mit Rekordgewinn und kräftigem Umsatzplus

Der Internet-Shoppingboom und florierende Cloud-Dienste haben den weltgrößten Online-Händler Amazon zu Jahresbeginn beflügelt. Im ersten Quartal nahm der Umsatz im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 108,5 Milliarden Dollar (89,5 Mrd Euro) zu, wie der Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Den Gewinn erhöhte Amazon um mehr als das Dreifache auf den Rekordwert von 8,1 Milliarden Dollar. Damit übertraf der Geschäftsbericht die Markterwartungen deutlich. Die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit einem Kurssprung um gut fünf Prozent.

Update, 30. April, 1 Uhr: Italiens Regierung genehmigt Wiederaufbau-Plan

Die italienische Regierung hat ihr Konzept für die Verwendung der EU-Milliarden-Hilfsgelder zum Aufbau nach der Corona-Pandemie gebilligt.

Das Kabinett segnete die Pläne am Donnerstagabend ab, wie die Regierung in Rom mitteilte. Italien will das Investitionsprogramm für den sogenannten Recovery Plan am Freitag bei der EU-Kommission in Brüssel einreichen. Am 30. April endet die Frist dafür. Italien soll dadurch 191,5 Milliarden Euro erhalten.

Titelfoto: Zoltan Balogh/MTI/AP/dpa


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