Ganze Kabine voller Rauch! Passagiere drei Stunden lang in Flieger festgehalten

Miami (USA) - Die gesamte Kabine voll Rauch, genervte und verängstigt guckende Passagiere und eine Stewardess, die versucht, alles zu erklären: auf einem American-Airlines-Flug ist es zu unglaublichen Szenen gekommen.

Die Kabine des Fliegers war nach der Landung in Nicaragua voller Rauch.
Die Kabine des Fliegers war nach der Landung in Nicaragua voller Rauch.  © Screenshot/Twitter/JasonKral

Es ist der 8. Juni, an dem sich Jason Kral mit seiner Frau und seinen beiden Kindern (4 Jahre und 11 Monate alt) in freudiger Erwartung ihres Urlaub mit American Airlines auf den Weg von Miami nach Costa Rica macht.

Zweieinhalb Stunden soll der Flug zum Airport in Liberia (Costa Rica) dauern. Bis kurz vor der Landung läuft alles glatt. Die Passagiere entspannen bei einem angenehmen Aufenthalt an Bord, manche trinken und essen etwas.

Doch als das Ziel schon fast in Sicht ist, meldet sich plötzlich der Kapitän aus dem Cockpit. Er hat keine guten Neuigkeiten: die Maschine musste den Landeversuch abbrechen, weil die Start- und Landebahn des Airports beschädigt ist.

Die Passagiere werden darüber informiert, dass vor Ort versucht wird, die Schlaglöcher notdürftig zu flicken. So lange müsse der Flieger über der Stadt kreisen. Rund eineinhalb Stunden dreht die American-Airlines-Maschine immer wieder Runden um Liberia. Als keine Landeerlaubnis in Sicht ist, wird das Flugzeug zum Flughafen in Nicaragua, rund 400 Kilometer vom eigentlichen Zielort entfernt, umgeleitet.

Als die Maschine sich mit den bereits sichtlich genervten Passagieren am Boden befindet, wird die gesamte Kabine plötzlich mit dichtem Rauch geflutet. Die Menschen an Bord erschrecken sich, wirken ängstlich, denn zunächst gibt es keine Erklärung dafür.

Auf Twitter beschwerte sich Jason Kral über die schlechter Erreichbarkeit von American Airlines - und diesen Sandwich!
Auf Twitter beschwerte sich Jason Kral über die schlechter Erreichbarkeit von American Airlines - und diesen Sandwich!  © Screenshot/Twitter/JasonKral

Jason Kral hat das alles auf seinem Twitteraccount festgehalten. Er berichtete davon, dass die Crew keine Möglichkeit fand, den Rauch in der Kabine zu stoppen.

"Der Pilot machte sogar Witze, dass es wie zu Halloween sei", schreibt er auf seinem Account. Doch was hatte zu der Rauchentwicklung geführt?

Die Kabinenluft war durch die Klimaanlage ordentlich heruntergekühlt. Nach der Landung in Nicaragua hatten dann offenbar die Flugbegleiter die Kabinentür geöffnet. Vor Ort war es drückend heiß. Durch den Austausch der beiden Luftmassen kam es offenbar zur Entwicklung des "Nebels".

"Teilweise konnte ich keine fünf Meter weit schauen, habe meine Kinder kaum gesehen. Es war wie eine Nebelmaschine", sagt Kral.

Ganze drei Stunden lang werden Passagiere auf dem Flughafen in Nicaragua festgehalten, ehe die Maschine wieder zum Ursprungsort nach Miami zurückkehrt. Was Kral besonders aufregt: laut seiner Aussage habe es keinen der Crew interessiert, wie es seinen beiden kleinen Kindern geht, wie sie mit Essen oder Trinken versorgt werden können.

Lediglich ein paar Sandwiches habe es dann gegeben, der Passagier hält auch das mit einem Bild auf Twitter fest. Zum Glück habe die Familie aber selbst Versorgung für die Kleinen dabei gehabt. Gegenüber Daily Mail berichtete ein Sprecher der Airline dann: "Wir haben nach der Rückkehr nach Miami alle Passagiere auf Flüge zurück nach Costa Rica gebucht."

Die Familie entschied sich allerdings, kurzfristig einen anderen Urlaub in Bonita Springs, Florida anzutreten.


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