Nach Ostderby: Cottbusser Fans randalieren in Aue

Schon im Stadion randalierten die Fans und zündeten Bengalos und Feuerwerk. Dann machten sie auf dem Nachhauseweg weiter.
Schon im Stadion randalierten die Fans und zündeten Bengalos und Feuerwerk. Dann machten sie auf dem Nachhauseweg weiter.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Hässliche Szenen während und nach dem Ostderby zwischen Erzgebirge Aue und Energie Cottbus (1:0): 100 Idioten - um sie nicht Fans zu nennen - tickten auf dem Nachhauseweg völlig aus.

Sie durchbrachen auf dem Weg zum Gästeparkplatz nach Lößnitz die aufgebaute Polizeisperre, beschossen die Beamten mit Leuchtraketen, wie "Wochenendspiegel" berichtet. Es begann eine regelrechte Hetzjagd.

Kurz vor dem Parkplatz konnte die Polizei, die mit mehreren Hundertschaften angerückt war, die Randalierer einkesseln. Mit Lautsprecherdurchsagen wurde ihnen mitgeteilt, dass sie des Landesfriedensbruchs, der Körperverletzung und dem Angriff auf Polizeibeamte beschuldigt werden. Insgesamt wurden fünf Polizeibeamte verletzt, die Ermittlungen gegen 139 FC Energie-Anhänger laufen.

Alle 100 Cottbusser wurden durchsucht, die Personalien aufgenommen. Auf sie warten jetzt Anzeigen. Die ganze Aktion dauerte vier Stunden.

Schon im Stadion wurden die Lausitzer auffällig: Kurz nach der Pause zündeten sie mehrere Rauchbomben und warfen Leuchtkörper auf den Rasen in Richtung Spieler.

Schiedsrichter Florian Badstübner (Windsbach) unterbrach die Partie für fünf Minuten. "Das kostet uns wieder eine Stange Geld", sagt Energie-Coach Stefan Krämer (47) ernüchternd. "Ich weiß aber auch nicht, wie sich das verhindern lässt."

Deutlicher wurde Aues Stürmer Nicky Adler, der das Siegtor schoss:

"Das ist doch absoluter Quatsch. Ich kann das nicht verstehen. Es wurden schon so viele Strafen verhängt und es passiert immer wieder dieselbe Scheiße. Ich habe kein Verständnis für solche Fans."

Fotos: Harzer/Eibner-Pressefoto


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