Vater nennt Tochter beim Namen ihrer toten Mutter und vergewaltigt sie immer wieder

County Mayo (Irland) - Ein Berufungsverfahren schockiert derzeit Irland: In County Mayo musste ein kleines Mädchen Schreckliches durchleiden, nachdem ihre Mutter verstorben war. Ihr Vater (47) vergewaltigte seine Tochter, die damals erst sieben Jahre alt war, und nannte sie während seiner Attacken beim Namen ihrer verstorbenen Mutter, berichtet aktuell "Metro".

Als seine Tochter sieben Jahre alt war, begann ihr Albtraum (Symbolbild).
Als seine Tochter sieben Jahre alt war, begann ihr Albtraum (Symbolbild).  © 123RF

Der Kindesmissbrauch fand zwischen 2006 und 2010 statt, bis das Mädchen elf Jahre alt war. Doch erst im Februar 2018 wurde der 47-jährige Täter von einer Jury des "Central Criminal Court" in Irland für seine Vergehen für schuldig befunden und zu 15 Jahren Haft verurteilt. Richterin Deirdre Murphy nannte das Verhalten des Verurteilten seinerzeit "verdorben".

Doch selbst vom Gefängnis aus schaffte es der Mann seine Tochter zu quälen. Denn schon kurz nach seiner Verurteilung begannen Angehörige, die junge Frau zu bitten, ihren Vater im Gefängnis zu besuchen. Demnach hatte er ihnen gesagt, dass sein Leben in den Händen seiner Tochter läge, berichtet "The Irish Times". Denn der Verurteilte soll damit gedroht haben sich durch einen Hungerstreik umzubringen.

Tatsächlich schaffte es seine Tochter nicht, sich dem Druck zu widersetzen und besuchte ihren Peiniger im Gefängnis "Midlands Prison" schon kurz nach dessen Inhaftierung. Dort wurde sie von ihrem Vater euphorisch begrüßt, nur um sich dann schreckliche Vorwürfe anhören zu müssen.

Bis heute beteuert der Verurteilte seine Unschuld

Bei den Übergriffen soll der Vater des Opfers betrunken gewesen sein (Symbolbild).
Bei den Übergriffen soll der Vater des Opfers betrunken gewesen sein (Symbolbild).  © 123RF

So glaubte der Mann, dass seine Tochter gekommen wäre, um sich bei ihm für ihre Vorwürfe zu entschuldigen.

Sie sagte jedoch am Freitag vor einem Berufungsgericht, in das sie per Videostream zugeschaltet wurde: "Warum sollte ich mich bei ihm entschuldigen? Ich habe keinen Grund, mich zu entschuldigen. Ich weinte den ganzen Gefängnisbesuch lang. Ich habe nicht wirklich geredet. Ich wusste nicht, was ich tat. Ich konnte es nicht glauben..."

Ihr Vater sagte, seine Tochter sei eine "pathologische Lügnerin", es habe keinen Hungerstreik gegeben und er sei unschuldig gegen alle Anklagen. Das sei auch der Grund, warum er Berufung gegen die Verurteilung eingelegt habe.

Sein Anwalt teilte dem Gericht am Freitag mit, dass die Frau während des ursprünglichen Gerichtsverfahrens vor dem zentralen Strafgerichtshof Unwahrheiten erklärt hätte.

Der Berufungsfall geht noch in diesem Monat weiter. Wer von sexuellem Missbrauch betroffen ist, findet unter dieser Adresse eine erste Anlaufstelle: "Hilfeportal Sexueller Missbrauch".

Mehr zum Thema Missbrauch:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0