Weil Ronaldo im Testspiel nicht spielte: Fans klagen wegen CR7 und Juventus

Seoul - Das Testspiel-Theater rund um die Begegnung Juventus Turin gegen das All-Star-Team der südkoreanischen K-League (3:3) geht nun in die nächste Runde, oder besser: in die nächste "Instanz".

Der Grund allen Übels: CR7 auf der Bank der Bianconeri.
Der Grund allen Übels: CR7 auf der Bank der Bianconeri.  © Ahn Young-Joon/AP/dpa

Es klingt wie ein schlechter Scherz, doch einige südkoreanische Fußball-Fans wollen tatsächlich den Veranstalter des Testspiels auf Schadenersatz verklagen!

"Derzeit haben wir 2500 Interessenten, bis zum kommenden Mittwoch erwarten wir insgesamt 2700 Kläger", so eine Anwältin. Der Veranstalter "The Festa" sieht sich einer von Juristen der Stadt Suwon, im Nord-Westen Südkoreas, initiierten Sammelklage konfrontiert.

Im Freundschaftsspiel zwischen dem CR7-Klub und der K-League-Auswahl ließ Juve-Trainer Maurizio Sarri seinen Super-Star 90 Minuten auf der Bank. Wie TAG24 berichtete, fühlte sich Ronaldo laut Aussage des Trainers etwas müde, weshalb dieser ihm die Pause gönnte. Das quittierten die Zuschauer jedoch prompt mit Pfiffen und Schmäh-Rufen.

Angeblich soll vertraglich festgelegt worden sein, dass Ronaldo mindestens 30 Minuten spielen soll. Nachdem Ronaldo gar keine Minute auf dem Platz gestanden, sondern lediglich auf der Bank Platz genommen hatte, will ein Großteil der Fans nun ihr Geld zurück.

Der koreanische Fernsehsender "SBS" sprach sogar von 45 Minuten, die Ronaldo hätte auflaufen sowie im Anschluss ein Fan-Treffen abhalten sollen.

Auch der südkoreanische Fußballverband hat wohl schon ein Protestschreiben gegen die "Alte Dame" eingereicht. Darin ist von "Arroganz und Unverantwortlichkeit" die Rede, nicht zuletzt, weil Juventus später zum Spiel anreiste und das Spiel dementsprechend mit einer Stunde Verspätung anfing.

Die Karten kosteten die Fußball-Fans bis zu 300 Euro. Das Stadion in Seoul war mit 63.000 Zuschauern ausverkauft.

Cristiano Ronaldo und seine "Alte Dame" waren eigentlich zu Marketing-Zwecken nach Fernost gereist.
Cristiano Ronaldo und seine "Alte Dame" waren eigentlich zu Marketing-Zwecken nach Fernost gereist.  © Antonio Polia/dpa

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