Dresdner helfen bedrohten homosexuellen Flüchtlingen

Der CSD-Vorsitzende Ronald Zenker.
Der CSD-Vorsitzende Ronald Zenker.

In einem deutschlandweit so bislang einzigartigen Projekt wird in Dresden speziell homosexuellen Flüchtlingen geholfen.

Der Dresdner Schwulenverein CSD werde zur sächsischen Koordinierungsstelle für Flüchtlinge ausgebaut, die in ihren Unterkünften von anderen Geflüchteten wegen ihrer Homosexualität beschimpft oder bedroht werden, sagte der CSD-Vorsitzende Ronald Zenker der Deutschen Presse-Agentur (DPA).

Das gebe es anderenorts noch nicht. "Wir betreuen derzeit elf Flüchtlinge." Täglich kämen neue hinzu. Sie würden von Ehrenamtlichen aus den Unterkünften abgeholt und betreut. Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) nahm zwei homosexuelle Flüchtlinge aus Syrien bei sich auf.

In einem deutschlandweit so bislang einzigartigen Projekt wird in Dresden speziell homosexuellen Flüchtlingen geholfen.
In einem deutschlandweit so bislang einzigartigen Projekt wird in Dresden speziell homosexuellen Flüchtlingen geholfen.

In einer Mitteilung auf der Facebook-Seite des CSD Dresden heißt es weiter:

"Seit Mitte August hat es sich der CSD Dresden e.V. zur konkreten Aufgabe gemacht, homosexuelle Geflüchtete zu unterstützen.

So wurde, mit der Unterstützung aus Politik, Wirtschaft und Ehrenamt, zunächst vier geflüchteten Homosexuellen ein Aufenthalt außerhalb der Erstaufnahmeeinrichtungen ermöglicht, in denen sie massiven Repressionen ausgesetzt waren. Die Geflüchteten sind mittlerweile kommunal untergebracht und haben die Integration begonnen.

Der CSD Dresden hat sich, mit Partnerinnen und Partner in Sachsen, mittlerweile als Anlaufstelle für homosexuelle Geflüchtete in den Erstaufnahmeeinrichtungen etabliert. Auch hierbei unterstützt die Staatsministerin, aber auch viele Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft den CSD beim Aufbau der dafür notwendigen Strukturen."

Fotos: dpa, Petra Hornig


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0