"Tempolimit? NEIN Danke!": CSU startet Kampagne

München/Berlin - Mit einer Kampagne auf der eigenen Website positioniert sich die CSU auf Seiten der Tempolimit-Gegner.

Tempo 130 auf den Autobahnen? Die CSU will gegensteuern. (Symbolbild)
Tempo 130 auf den Autobahnen? Die CSU will gegensteuern. (Symbolbild)  © Jens Büttner/ZB/dpa

Die Partei "stellt sich klar gegen dieses ideologisch motivierte Vorhaben von Grünen, SPD und Die Linke", heißt es auf einer Internetseite unter dem Titel: "Tempolimit? NEIN Danke!"

Als Grund wird unter anderem auf der CSU-Internetseite angegeben: "Die Zahl der Verkehrstoten ist in Ländern mit Tempolimit zum Teil drastisch höher als in Deutschland."

Kritiker halten dagegen, dass in anderen Ländern die Maßstäbe in Sachen Verkehrssicherheit und Verkehrstauglichkeit bei Fahrzeugen deutlich niedriger seien.

An Gefahrenstellen oder aus Gründen des Lärmschutzes könne bereits heute die Geschwindigkeit beschränkt werden. Nach Angaben der CSU gegenüber der "Bild am Sonntag" haben sich seit Freischaltung der Seite innerhalb von zwei Tagen 10.000 Unterstützer angemeldet.

Gegenwind kommt vor allem in sozialen Netzwerken. So schrieb der Satire-Redakteur Moritz Hürtgen auf Twitter: "Wer die "Waffen-Narren aus den USA" einfach nicht verstehen kann, der befasse sich 5 Minuten mit der deutschen Anti-Tempolimit-Besessenheit."

CSU-Generalsekretär Markus Blume sagte der Zeitung: "Immer mehr Bürgern stinkt der ständige Verbotswahn. Viele Bürger wollen dagegen ein Zeichen setzen und sich wehren."

Damit nimmt die Debatte um ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen weiter Fahrt auf. Vor kurzem hatte der ADAC für Aufsehen gesorgt, weil der größte Automobilclub Deutschlands nicht mehr grundsätzlich gegen eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung ist (TAG24 berichtete). In der schwarz-roten Koalition ist ein Tempolimit umstritten. Die SPD ist dafür, die Union in weiten Teilen dagegen.

Titelfoto: Jens Büttner/ZB/dpa

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