CSU-Politikerin genervt, dass "man Sprache so vergewaltigt"

Berlin - Vor dem Internationalen Frauentag an diesem Freitag hat die CSU-Politikerin Dorothee Bär Bemühungen um eine geschlechtergerechte Sprache kritisiert.

"Wir sollten uns auf das Wesentliche konzentrieren", sagte die CSU-Vorsitzende.
"Wir sollten uns auf das Wesentliche konzentrieren", sagte die CSU-Vorsitzende.

"Ich finde das alles total gaga, sowohl das Binnen-I als auch das Gender-Sternchen", sagte die Bundestagsabgeordnete und Staatsministerin im Kanzleramt für Digitalisierung dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Freitag).

"Dass man Sprache so verhunzt und vergewaltigt - da halte ich gar nichts davon."

Bär sagte, im täglichen Sprachgebrauch nutze sie auch die weibliche Form und spreche von "Bürgerinnen und Bürgern" oder "Kolleginnen und Kollegen".

"Wir sollten uns auf das Wesentliche konzentrieren, auf den Kampf um praktische Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Alltag", so die stellvertretende CSU-Vorsitzende.

"Wir sind noch weit weg von Gleichberechtigung. Familie und Beruf lassen sich heute durchaus in Einklang bringen. Die Frage ist nur, ob sich Familie und Karriere vereinbaren lassen."

Bär sagte, sie hätte den Internationalen Frauentag am 8. März nicht unbedingt wie Berlin zum staatlichen Feiertag erklärt: "Natürlich hat der Tag eine Bedeutung. Mir kommt es aber darauf an, jeden Tag im Jahr für Frauenrechte einzutreten."

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