Echt jetzt? Darum verweigert die Deutsche Bahn dieses "Curvy Model"-Plakat

Ab 17. Juli sitzen sie wieder in der Jury für "Curvy Supermodel": Carlo Castro (v.l.) , Jana Ina Zarella, Angelina Kirsch, Peyman Amin.
Ab 17. Juli sitzen sie wieder in der Jury für "Curvy Supermodel": Carlo Castro (v.l.) , Jana Ina Zarella, Angelina Kirsch, Peyman Amin.  © RTL II/Robert Grischek

Berlin - Die Deutsche Bahn hat sich geweigert, Werbeplakate der RTL II-Castingshow "Curvy Supermodels" zu zeigen, auf denen die Übergrößen-Models ohne BH posieren.

"Sexualität soll nicht zu offen herausgestellt werden", sagte ein Bahn-Sprecher gegenüber Bild. Die Reaktionen auf Werbung der täglich Millionen Besucher von Bahnhöfen habe schon vor Jahren zu dieser Richtlinie geführt. "Im Zweifel also eher mit BH."

Die Fotos sollten auf 400 Bahn-Werbeflächen gezeigt werden. Darauf sind neun leicht bekleidete Übergrößen-Models zu sehen, die keinen BH tragen, aber ihre Brüste mit den Händen bedecken. Mit den Plakaten wirbt der Münchner Privatsender für die zweite Staffel der Laufstegreihe "Curvy Supermodel - Echt. schön. Kurvig.", die am 17. Juli (20.15 Uhr) startet.

RTL II hat nach der Entscheidung der Bahn neue Motive produziert, auf denen die Models BH tragen. "Curvy Model" Angelina Kirsch zeigte wenig Verständnis für die Reaktion der Bahn: "Ich finde es sehr schade, dass bei kurvigen Frauen ein Problem daraus gemacht wird, wenn mehr Haut gezeigt wird", sagte die 28-Jährige, die als Jury-Mitglied bei der Casting-Show das Plus-Size-Model von Morgen sucht.

Der Bahn-Sprecher betonte: "Unsere Motivwahl hat nicht mit XXL zu tun. Ganz im Gegenteil: Wir finden die Werbung "pfundig"."

Dieses Plakat will die Deutsche Bahn lieber nicht zeigen.
Dieses Plakat will die Deutsche Bahn lieber nicht zeigen.  © RTL II/Robert Grischek

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