"Aktenzeichen XY...ungelöst": Polizei erhält mehr als neue 100 Hinweise zu Doppelmord

Cuxhaven/Bremerhaven - Die Morde liegen bereits mehr als 25 Jahre zurück, doch die Polizei Cuxhaven hat die Hoffnungen die Täter zu finden noch nicht aufgegeben.

Anja Witt (links) und Vanessa Wardelmann wurden erdrosselt.
Anja Witt (links) und Vanessa Wardelmann wurden erdrosselt.  © Polizei Cuxhaven

Im September 1992 lockte ein Unbekannter die 22-Jährige Vanessa Wardelmann, die als Prostituierte auf dem Straßenstrich in Bremerhaven arbeitete, in einen dunkelblauen Kleinwagen.

Zwei Tage später wurde ihre Leiche nahe der Anschlussstelle Bremerhaven-Süd/Nesse an der A27 von einem Fahrradfahrer gefunden.

Rund sieben Monate später nahm ein ebenfalls unbekannter Täter Kontakt zu der damals 26-jährigen Anja Witt, die ebenfalls als Prostituierte arbeitete, auf.

Ihr Leichnam wurde einen Tag später in einem Waldstück an der B215 von Spaziergängern entdeckt. Beide Frauen wurden erdrosselt.

Die Ermittler des Cold Case haben sich mit Phantombildern an die Bevölkerung gewandt, zudem wurde über den Fall in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" berichtet.

Seit der Ausstrahlung am Mittwochabend hat die Polizei zahlreiche neue Hinweise erhalten.

Polizei überprüft Hinweise

Bei der Tat soll Leukoplast und Nylonschnur verwendet worden sein.
Bei der Tat soll Leukoplast und Nylonschnur verwendet worden sein.  © Polizei Cuxhaven

"Einige davon scheinen interessant zu sein. Wir gehen den Hinweisen derzeit nach und überprüfen sie", erklärte eine Sprecherin der Polizeiinspektion Cuxhaven.

Bis Donnerstagnachmittag seien rund 100 Hinweise bei den Ermittlern in Cuxhaven eingegangen. Ob auch eine "heiße Spur" darunter sei, wollte die Sprecherin noch nicht sagen.

Neben den Phantombildern der mutmaßlichen Täter veröffentlichte die Polizei zudem Anschauungsobjekte, die bei der Tat benutzt worden. Dabei handelt es sich um Leukoplast in einer Breite von 5cm und eine 3mm dicke Nylonschnur.

Die Polizei Cuxhaven nimmt unter der Telefonnummer 04721-573-200 weiterhin Hinweise entgegen.

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