Mit dieser ekeligen Tat rettete ein Arzt einem Mann das Leben

Guangzhou/New York - Es war mitten in der Nacht und die meisten Passagiere des China Southern Airlines Flug CZ399 von Guangzhou nach New York schliefen schon. Doch plötzlich hallte eine hilfesuchende Durchsage durch das Flugzeug.

An Bord einer Maschine von China Southern kam es zu einem kuriosen medizinischen Notfall. (Symbolbild)
An Bord einer Maschine von China Southern kam es zu einem kuriosen medizinischen Notfall. (Symbolbild)  © 123RF Ryan Fletcher

Noch sechs Stunden sollte die Maschine in der Luft sein und ein Rentner musste dringend auf Toilette. Doch so sehr es der Mann auch versuchte, er konnte einfach nicht.

Langsam wurde er unruhig und brach in Schweiß aus. Das bekam die Kabinenbesatzung mit und rief laut "Mirror" sofort nach einem Arzt.

Glücklicherweise meldete sich Dr. Zhang Hong, Leiter der Gefäßchirurgie an einem Krankenhaus in Guangzhou:

"Der Bauch des Rentners war aufgebläht. Er konnte nicht still sitzen und schwitzte viel. Er erlitt einen Schock und es hätte kritisch für sein Leben sein können, wenn wir uns nicht um ihn gekümmert hätten."

Aus der an Bord vorhandenen medizinischen Ausrüstung bastelte der Doktor einen Katheter. Da die Öffnung allerdings zu klein war, kam kein Urin aus der Blase heraus.

Deshalb entschied er sich für eine letzte, drastische Maßnahme, um den Mann von seinem Leiden zu erlösen und ein mögliches Platzen der Blase zu verhindern.

Arzt saugt 800 Milliliter Urin mit dem Mund ab

Die Maschine war im chinesischen Guangzhou gestartet.
Die Maschine war im chinesischen Guangzhou gestartet.  © 123RF Wu Bingfeng

Kurzerhand entschied sich Dr. Hong dafür, den Urin durch einen dünnen Schlauch aus dem Mann abzusaugen. Dafür benutzte er jedoch keine Apparatur oder andere Hilfsmittel, sondern den eigenen Mund.

Über eine halbe Stunde dauerte das ekelige Prozedere, bei dem er mehrfach Ausspucken musste. Am Ende kamen ungefähr 800 Milliliter Urin zusammen, die in einer Weinflasche gesammelt wurden.

Auf die Frage, ob er groß darüber nachgedacht hätte, antwortete der Arzt nur:

"Es gab keinen anderen Weg. Ich habe nicht viel darüber nachgedacht. Ich wollte dem älteren Menschen, der die Schmerzen nicht ertragen konnte, nur helfen und den Urin so schnell wie möglich aus ihm herausholen."

Um laut "CHAINNEWS" noch zu ergänzen: "Man kann sagen, dass es eine Berufung ist."

Nach der Landung wurde der Mann mit einem Rollstuhl aus dem Flugzeug gebracht. Wie es ihm inzwischen geht, ist nicht bekannt.

Vermutlich war eine vergrößerte Prostata schuld an dem Schlamassel. Mit der soll er, nach Aussage seiner Familie, schon in der Vergangenheit Probleme gehabt haben.

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